19:57 Uhr
Oops, we did it again. Buchveröffentlichung - Schnelleinstieg in das Controlling (CO) mit SAP S/4HANA 3. aktualisierte Auflage
In diesem Fall ist es für mich etwas ganz Besonderes, da es sich um die dritte Auflage meiner ersten Publikation handelt. Nicht ohne Grund daher auch das "Oops, we did it again ...".

Ich habe mich sehr über das Paket gefreut und durfte dann auch selbst die dritte Auflage zum Schnelleinstieg in das Controlling (CO) mit SAP betrachten.

In der dritten Auflage kann nun die Protagonistin der ersten beiden Auflagen auch einen Blick in das Controlling (CO) mit SAP S/4HANA werfen.
Ich freue mich sehr, dass unser fiktiver Verlag »Neue Medien« in der dritten Auflage den Wechsel nach SAP S/4HANA geschafft hat und war schon sehr gespannt, welche Möglichkeiten unsere Controllerin Kirsten Lotse hier nutzen wird. Mein Dank gilt daher meinen beiden Mitautoren Martin Munzel und Christian Sterlepper, die die Vorzüge von S/4HANA herausgearbeitet und zugleich die Welt der Kacheln und Fiori anschaulich dargestellt haben.
Dabei freut es mich auch besonders, dass Christian Sterlepper es gelungen ist, den Charme der ersten Auflage (aus 2015) zu erhalten und gleichzeitig ein fundiertes Update auf S/4HANA durchzuführen. Vielen Dank dafür 💐.Ich glaube noch immer daran, dass dieses Buch einen wunderbaren Einstieg in das Controlling mit SAP bietet und ich bin schon sehr auf das Feedback gespannt. Eine Migration nach SAP S/4HANA ist sicherlich anstrengend aber das Update von Texten ist noch einmal eine ganz besondere Herausforderung die hier hervorragend gelungen ist.
Buchvorstellung Schnelleinstieg in das Controlling (CO) mit SAP S/4HANA
Ich werde sicherlich auch noch eine ausführlichere Beschreibung zum Buch veröffentlichen, aber bis es so weit ist, stelle ich es auch hier im Blog schon einmal vor.
(18. September 2025) Paperback ISBN: 978-3960124573
Für 29,95 € direkt bestellen
Oder bei Amazon *
Autorenwelt
Aber vielleicht sind Sie ja auch so schon neugierig geworden, daher gebe ich gerne die Beschreibung weiter.
Dieser kompakte und praxisnahe Leitfaden führt Sie in die Grundlagen des SAP-Controlling (CO) im Kontext von S/4HANA ein. Die von dem Controlling-Experten Christian Sterlepper überarbeitete, dritte Auflage dieses Buches richtet sich gleichermaßen an Einsteiger wie auch erfahrene SAP-Anwender, die sich einen Überblick über die Grundfunktionen, Teilmodule und Anwendungsmöglichkeiten von SAP CO mit S/4HANA verschaffen wollen, um alltägliche berufliche Anforderungen umzusetzen.
Der erste Teil des Buches widmet sich dem Gemeinkostencontrolling und stellt Ihnen mit Kostenstellen und Innenaufträgen die wichtigsten Werkzeuge für das Überwachen der Gemeinkosten vor. Anschließend lernen Sie die Materialkalkulation und ihre Voraussetzungen in den Logistikmodulen kennen. Im Bereich der Ergebnis- und Marktsegmentrechnung erfahren Sie, wie die Deckungsbeitragsrechnung aufgebaut ist. Das letzte Kapitel behandelt die Profitcenter-Rechnung als internes Controllinginstrument.
Anhand eines durchgehenden Beispiels vermitteln Ihnen die erfahrenen Buchautoren die wichtigsten SAP-Controlling-Funktionen für den Lebenslauf eines Produkts: von der Kalkulation bis hin zur Fertigung sowie der anschließenden Umsatz- bzw. Absatzauswertung. Verständnisfragen am Ende jedes Kapitels ermögliche eine persönliche Lernkontrolle.
- Kompakter Überblick über alle CO-Module
- Praxisnaher Einstieg in das SAP-Controlling mit Fiori
- Prozesse anhand eines durchgängigen Beispiels erklärt
- Inklusive Lernkontrollen zu jedem Kapitel
Aktuelle Buchprojekte und Veröffentlichungen
Auch wenn ich aktuell noch ein neues Buchprojekt habe, freue ich mich doch sehr, dies zwischendurch ebenfalls vorstellen zu können und habe zwischenzeitlich auch meine Seite "Publikationen" aktualisiert.Aktuelle Veröffentlichungen und auch Online-Trainings vorn mir finden Sie aber auch auf der Verlagsseite beziehungsweise über die Kurz-URL www.unkelbach.link/et.books/ :-).
Ich bin noch immer sehr stolz auf das durchgehende Unternehmensbeispiel und denke, dass dieses Buch für Anwendende und (neue) Modulverantwortliche im Controlling oder Menschen, die den Aufbau des Controllings in SAP verstehen wollen, eine gute Grundlage bietet.
Für Expert*innen in den Modulen haben die Autoren aber auch noch weitere Bücher im Angebot, sodass sich da ebenfalls ein Blick lohnt. :-)
Vorstellung der Autoren
Gerne verweise ich hier auf den Blogartikel "Neue Buchpublikation Controlling mit SAP S/4HANA – Customizing Kostenstellenrechnung" und werde sicherlich auch noch das Buch "Innenaufträge in SAP S/4HANA - Customizing" (Amazon Partnerlink) von Christian Sterlepper ausführlicher vorstellen.
An dieser Stelle mag ich auch kurz ein paar Worte zu den Autoren des Buchs erwähnen. Besonders freut mich, dass Christian Sterlepper ebenfalls in Gießen-Friedberg studiert hat und damit wir beide Alumnus der Technischen Hochschule Mittelhessen sind.
Daher ein paar Worte zu uns Autoren:
Andreas Unkelbach ist Autor, Controller, Blogger und Dozent – mit über 20 Jahren Erfahrung im SAP-Controlling und Berichtswesen, insbesondere im Hochschulumfeld. Seine Schwerpunkte liegen aufpraxisnahen SAP-Lösungen, verständlich aufbereitet und mit einem Blick fürs Detail. Regelmäßig veröffentlicht er Fachartikel, Bücher und Online-Trainings – unter anderem auf andreas-unkelbach.de und unkelbach.expert. (Autorenprofil Espresso Tutorials / Linkedin)
Christian Sterlepper erwarb nach seinem Studium in Gießen-Friedberg (DE), Bergamo (IT) und Charlotte (NC, USA) den akademischen Grad eines »Master of Business Administration (MBA)«. Er ist seit 2016 als SAP-Berater im Bereich des Rechnungswesens tätig, zertifizierter SAP Berater und auf das Modul Controlling spezialisiert. Durch die erfolgreiche Realisierung von SAP-Projekten im Greenfield-, Brownfield- und Bluefield-Ansatz in verschiedenen europäischen Regionen erweitert er kontinuierlich seine SAP-Fachkenntnisse. (Autorenprofil Espresso Tutorials / Linkedin)
Martin Munzel ist seit mehr als 25 Jahren im SAP-Umfeld tätig und hat in verschiedenen Positionen als Berater und Inhouse-Berater einen breiten praktischen Erfahrungsschatz erworben. Er hat erfolgreich SAP-Projekte in Europa, Asien und Nordamerika durchgeführt und hält regelmäßig Vorträge bei internationalen SAP-Konferenzen. Martin Munzel ist Mitgründer und Geschäftsführer von Espresso Tutorials, einer führenden SAP-Lernplattform. Vor seiner beruflichen Laufbahn studierte er Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik in Göttingen, Paderborn und Nottingham. (Autorenprofil Espresso Tutorials / Linkedin)
Weitere Veröffentlichungen von Andreas Unkelbach in 2025
Desweiteren möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen und auf zwei weitere Publikationen dieses Jahr hinweisen.
Es handelt sich dabei um eine nachträgliche Aufnahme meiner Keynote am Virtuellen SAP Infotag "SAP S/4HANA Migration" (infoday.io) im Mai 2025 sowie meinen vor Ort Vortrag auf den "FICO Forum Infotage meets ICon" von Convista Consulting, IBS Schreiber und Espresso Tutorials (11. bis 12. Juni 2025 in Köln).
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2025
Dauer: 01:13:23
In unserem Vortrag werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Konzepte der Datenmigration, die verschiedenen Migrationsansätze und vor allem auf die konkrete Anwendung dieser beiden Tools. Dabei geht es nicht nur um die „große Migration“, sondern auch um alltägliche Szenarien wie die Massenpflege von Stammdaten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Fiori-App „Migrationscockpit“: Wie können Fachabteilungen eingebunden werden? Was bedeutet arbeitsteilige Migration konkret? Was spricht für die Nutzung einer Vorlagedatei statt klassischer CSV-Dateien? Welche Vorteile hat das Migrationscockpit gegenüber der bekannten LSMW?
Auch der Migrationsobjektmodellierer wird vorgestellt, inklusive der Möglichkeit, im On-Premise-Betrieb eigene Migrationsobjekte zu erstellen oder bestehende individuell anzupassen.
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich – gerne auch mit einem gewissen Praxisfokus – mit der Migration nach S/4HANA beschäftigen. Er zeigt auch, warum sich der Umstieg auf die neuen Tools lohnt, selbst wenn der Abschied von der vertrauten LSMW nicht ganz leichtfällt.
Vorschau Espresso Tutoirials
Lernplattform et.training
Veröffentlichungsdatum: 15.05.2025
Dauer: 00:41:49
Ob man hier wirklich von einer „Evolution“ sprechen kann, zeigt sich beim genaueren Blick auf die Möglichkeiten der neuen Tools: geführte Prozesse, Simulation, arbeitsteilige Pflege und vieles mehr – praxisnah und mit Blick auf den Alltag in SAP-Projekten.
Vorschau Espresso Tutoirials
Lernplattform et.training
Fazit
Meiner Meinung nach bieten alle drei Veröffentlichungen einen guten Überblick in Richtung der Datenmigration nach SAP S/4AHANA aber auch einen Einstieg in das SAP Controlling unter SAP S/4HANA. Als Autor macht es mir besonders viel Freude tiefer in ein Thema einsteigen zu können und seit 2015 hier mit Espresso Tutorials einen Partner gefunden zu haben um hier auch neue Ideen umsetzen zu können.Ein neues Buchprojekt steht ebenfalls an und ich freue mich sehr darauf hier die Gedanken geordnet "zu Papier" bringen zu können und gleichzeitig auch mein vorhandenes Wissen gebündelt weiter geben zu können.
Vergleichbares erlebe ich auch bei meinen (Online) -Training / SAP Schulungen wo der Austausch und das Vermitteln von Wissen rund um SAP Themen mich immer wieder erstaunt.
Ein weiterer Punkt ist jedoch auch dieses Blog dass in letzter Zeit ebenfalls wieder langsam Inhalte bekommt und auch oftmals Impulse aus meinen Interessen erhält so dass in letzter Zeit auch wieder Office oder it-nahe Themen aber sogar juristische Themen wieder geschildert werden.
So ein klein wenig bleibt das Interesse an der Juristerei eben doch noch vorhanden und ist nicht nur im Studium (vor Jahrzehnten ;-)) durch die beiden Schwerpunkte Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsinformatik verschwunden.
Nun wünsche ich aber viel Vergnügen beim Lesen und bin gespannt auf eine mögliche Rückmeldung zu den Veröffentlichungen. Besonders freue ich mich natürlich auch über Rezensionen auf den üblichen Plattformen :-).
Zum Abschluss #HappyControlling und viel Vergnügen beim Lesen :-)
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
17:04 Uhr
SAP PSM-FM Haushaltsmanagement Grundlagen: Set aus Finanzpositionen (Finanzpositionengruppe) aus Hierarchie ableiten
Innerhalb der klassischen Budgetierung hatte ich mehrere Rechercheberichte in der Form wie im Artikel "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" oder "Saldenliste für Fonds im Haushaltsmanagement Saldo gegen Ertrag und Saldo gegen Budget" beschrieben.
Während bisher innerhalb von Rechercheberichte im Public Sector Management einen Knoten innerhalb der Finanzpositionenhierarchie nutzen konnte um mehrere untergeordnete Finanzpositionen auszuwerten bedarf es im Berichtswesen mit Report Painter / Report Writer entweder die Angabe von Einzelwert, Intervallen oder eines Sets (Gruppe) zur Auswertung.
Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Rechercheberichte und Report Painter habe ich im Artikel "Grundlagen: Was sind die Unterschiede zwischen Report Painter und Rechercheberichte?" beschrieben.
Ende 2015 hatte ich im Artikel "PSM Haushaltsmanagement Budgetverwaltungssystem BCS oder klassische Budgetierung" die Grundlagen von BCS erläutert und aktuell gewinnt das Thema Report Painter im Modul PSM auch durch den Artikel "Berichtswesen und Reporting-Tools nach Umstieg von klassische Budgetierung auf BCS im PSM-FM" an Bedeutung.
Eine Frage ist nun aber, neben des fehlenden Merkmals Finanzierungszweck, in der Berichtsbibliothek 4FM an welcher Stelle ich nun meine bisher genutzte Hierarchie der Finanzpositionen nutzen kann.
Bisher konnte in den Rechercheberichten ein Knoten der Finanzpositionenhierarchie, was auch eine eigene Finanzposition ist, angegegeben werden und es wurden die untergeordneten Finanzpositionen (sofern beim Merkmal Hierarchie markiert war) mit ausgewertet.Exkurs: Finanzierungszweck
Auch unter SAP S/4HANA steht der Finanzierungszweck weiterhin als Stammdatum im Public Sector Management - Haushaltsmanagement zur Verfügung.
Die Hintergründe zum Finanzierungszweck sind beispielsweise im Artikel "Grundlagen: PSM-FM Finanzierungszweck (FMFINCODE-FINUSE) im Hochschulberichtswesen für Drittmittelstatistik" beschrieben.
Eine entsprechende Stammdatenliste (ob per Query wie im Artikel "SAP Query innerhalb des SAP Moduls PSM FM beziehungsweise Haushaltsmanagement" beschrieben oder in der normalen Stammdatenliste) kann weiterhin erstellt werden und als Ergänzung zu einer Saldenliste genutzt werden.
Zu beachten ist jedoch, dass im PSM-FM Rechercheberichten der Finanzierungszweck als Merkmal für Berichte vorhanden war, aber im BCS durch die Berichtsbibliothek 4FM dieser im Report Painter nicht zur Verfügung steht. In der Berichtstabelle FMRBCS "HHM-Reporting für BCS mit Report Writer" ist dieser als Merkmal nicht zur Verfügung, so dass auch keine dynamischen Berichte nach Finanzierungszweck erstellt werden können, sofern ebenfalls Budgetwerte aus BCS und nicht nur aus der klassischen Budgetierung ausgewertet werden sollen.
Im Report Painter kann in der Bibliothek 4FM zum Merkmal Finanzposition ebenfalls ein Set jedoch nicht mehr die Hierarchie ausgewertet werden. Tatsächlich ist es nun erforderlich eigene Finanzpositionengruppen anzulegen.
Innerhalb des SAP Anwendungsmenü findet sich die Gruppenpflege unter:
- Rechnungswesen
- Public Sector Management
- Stammdaten
- Kontierungselemente
- Finanzposition
- Finanzpositionengruppe
Jedoch ist es recht mühsam nun manuell einzelne Gruppen anzulegen.
Interessant ist daher die ebenfalls im Ordner vorhandene Transaktion FMRP_CI_SET_HIER (Finanzpositionen-Set-Hierarchie aus Stammdatenhierarchie erzeugen).
Bevor dieses näher betrachtet wird sollte noch einmal die Pflege der Standardhierarchie betrachtet werden.
Exkurs: Zuordnung von Finanzpositionen in Standardhierarchie oder Alternative Hierarchie
Für die Standardhierarchie ist in den Stammdaten einer Finanzposition in den Grunddaten im Abschnitt Hierarchiezuordnung eine Übergeordnete Finanzpos. angegeben. Für alternative Hierarchien kann im Register Alternative Hierarchie eine Variante abweichend zur Standardhierarchie 000 mit einer anderen übergeordneten Finanzposition gepflegt werden.Solche Alnternative Finanzpositionenhierarchienn konnten im Infosystem genutzt werden um alternative Ist-Datenauswertungen zu erstellen.
Die Standardvariante 000 wird automatisch generiert, sobald eine Finanzposition innerhalb eines Finanzkreis/Geschäftsjahr angelegt bzw. importiert wurde.
Im Customizing kann eine davon abweichende Variante gepflegt werden.
Dies ist in der Transaktion SPRO unter
- Public Sector Management
- Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
- Stammdaten
- Kontierungselemente
- Finanzposition
- Variante im Finanzkreis/Geschäftsjahr anlegen
Dabei muss der entsprechende Finanzkreis angelegt werden und es können hier Variante/Bezeichnung und Geschäftsjahr angelegt werden. Alternativ kann auch auf die Angabe eines Geschäftsjahres für die Variante verzichtet werden.
Betrachten wir uns ein einfaches Beispiel angelehnt am Industriekontenrahmen. Dabei habe ich einfach die ersten vier Ziffern des Sachkontos als Konto behandelt.
Das Sachkonten 6300* Gehälter und Zulagen sind hier der Finanzposition 6300 zugeordnet. Diese wiederum ist der symbolischen Finanzposition PERSONAL (als übergeordnete Finanzposition) und die Finanzposition der obersten Finanzposition AUFWAND zugeordnet.
Im Recherchebericht könnte ich nun den Knoten AUFWAND für alle Konten, PERSONAL für alls Aufwendungen im Bereich Personal oder SACH für Aufwendungen im Bereich Sachmittel bzw. INVEST für alle Investitionen auswerten.
| Finanzposition | Übergeordnete Finanzposition | Bezeichnung |
|---|---|---|
| AUFWAND | AUFWAND | |
| PERSONAL | AUFWAND | Personalaufwand |
| 6300 | PERSONAL | Gehälter und Zulagen |
| SACH | AUFWAND | Sachaufwand |
| 6800 | SACH | Büromaterial |
| INVEST | AUFWAND | Investitionen |
| 0840 | INVEST | Fuhrpark |
Die Tabelle würde natürlich über den gesamten Kontenplan bzw. der Zuordnung der Finanzpositionen gehen.
In der Sachkontenpflege (Transaktion FS00) wird die Finanzposition im Abschnitt Erfassung/Bank/Zins hinterlegt. Davon abweichend könnte mit der FMDERIVE auch eine gesonderte Zuordnung erfolgen auf die ich in diesem vereinfachten Beispiel nicht eingehen mag.
Finanzpositionen-Set-Hierarchie aus Stammdatenhierarchie erzeugen
Beim Start der Transaktion FMRP_CI_SET_HIER kann als Hauptparameter zum aktuell gesetzten Finanzkreis die entsprechende Variante ausgewählt werden. Soll die Standardhierarchie als Vorlage genommen werden ist hier die Variante 000 zu wählen.Im folgenden Abschnitt kann die Sethierarchieart gewählt werden.
Sethierarchieart "Finanzpositionenset-Hierarchie"
Sofern hier der Punkt "Finanzpositionset-Hierarchie" gewählt wird, werden als Gruppen zu den einzelnen Finanzpositionen identische Gruppen wie die Finanzpositionsbezeichnung gewählt.Ein ebenfalls relevanter Punkt ist der Punkt "Präfix für Sethierarchieknoten". Dieser wird eigentlich nur beim Punkt "Allgemeine Sethierarchie" benötigt, sofern hier dennoch ein Wert angegeben wird, betrifft dies bei der "Finzpositionenset-Hierarchie" lediglich den obersten Knoten (Oberknoten).
Sowohl mit als auch ohne Präfix wird als Oberknoten die Version 000 und das entsprechende Geschäftsjahr (sofern keines der Standardvariante zugeordnet ist ebenfalls 0000) angelegt.
Wurde ein Präfix zum Beispiel 4BCI_ mit angegeben, ist der oberste Knoten der angelegten Gruppe 4BCI__000_0000 in unserem Beispiel.
Technisch interessant ist, dass in der Tabelle SETHEADER im Feld SETCLASS (Klasse eines Sets) hier das Set 0311 (Finanzpositionengruppe) verwendet wird.
Sethierarchieart "Allgemein-Sethierarchie"
Sofern eine allgemeine Gruppe / Set angelegt werden soll, ist zwingend ein Präfix beginnend mit 4B anzugeben. Auch hier kann unter Präfix setzen zum Beispiel 4BCI_ gewählt werden.Der Unterschied zur oberen Anlage ist, dass das Set technisch in der Tabelle SETHEADER in der SETCLASS 0000 (Allgemeines Set) gespeichert wird und jedes angelegte Set das verpflichtend mit 4B beginnende Präfix vorangestellt wird. Ergänzt werden könnte dies dann noch mit FI für Finanzposition oder FS für Finanzstelle.
Meine Empfehlung wäre aber hier direkt die passende Setklasse zu verwenden und die Option "Finanzpositionen-Hierarchie" zu verwenden, sofern nichts dagegen spricht.
Auswertung von Sets und Änderungen
Neben der Verwaltung von Sets über die Transaktionen zur Pflege von Stammdatengruppen zum Beispiel für Finanzpositionen über die Transaktionen FM_SETS_FIPEX1 (Anlegen), FM_SETS_FIPEX2 (Ändern), FM_SETS_FIPEX1 (Anzeigen) kann auch auf Tabellenebene eine Änderung oder Auswertung erfolgen.Am Beispiel von unterschiedlichen SAP Query habe ich dies in folgenden Artikeln ausführlicher erläutert:
- Artikel "Auflösen von Stammdatengruppen nach Einzelwerten - Einzelwerte zu Sets"
- Artikel "Änderungsbelege für Stammdatengruppen im Customizing oder letzte Änderung über Query bspw. für Innenauftragsgruppen"
Testlauf
Gerade nach einer Migration nach BCS ist ein wichtiger Punkt in dieser Transaktion der Punkt Testlauf. Hier kann sich das Ergebnis vorab angezeigt werden.Sofern die Option Testlauf deaktiviert wird, wird auch tatsächlich die Gruppe angelegt. Nun stehen auch zwei weitere Optionen zur Handhabung von widersprüchlichen Sets zur Verfügung.
Im Abschnitt Handh. v. widerspr. Sets kann zwischen folgenden Systemverhalten gewählt werden:
- Hierarchie nicht erstellen
Wenn entsprechende Sets schon vorhanden sind kann die Generierung abgebrochen werden. - Gesamte Hierarchie übersteuern
In diesem Fall werden widersprüchliche Sets, also bereits vorhandene Sets, überschrieben. Die Überschreibung erfolgt jedoch nur, wenn die Oberknoten der widersprechenden Hierarchie (alt und neu) identisch sind.
Anhand unseres oberen Beispiels würde dies bei der Sethierarchieart "Finanzpositionenset-Hierarchie" wie folgt aussehen.
| Set | Bezeichnung | Oberknoten | zugeordnete Finanzposition |
|---|---|---|---|
| 4BCI__000_0000 | 4BCI__000_0000 | ||
| AUFWAND | AUFWAND | 4BCI__000_0000 | AUFWAND |
| PERSONAL | Personalaufwand | AUFWAND | PERSONAL |
| 6300 | Gehälter und Zulagen | PERSONAL | 6300 |
| SACH | Sachaufwand | AUFWAND | SACH |
| 6800 | Büromaterial | SACH | 6800 |
| INVEST | Investitionen | AUFWAND | INVEST |
| 0840 | Fuhrpark | AUFWAND | 0840 |
Ob an dieser Stelle nicht das manuelle Anlegen von Finanzpositionengruppen einfacher ist wäre eine andere Frage insbesondere wenn eine Vielfalt von Finanzpositionen vorhanden sind und die Hierarchie eigentlich relativ flach ist.
Fazit
Nicht nur beim Aufbau sondern auch bei der weiteren Pflege eines übergreifenden Berichtswesen sind auch Überlegungen zu den Stammdaten (neben Berechtigungen) elementar. Im PSM-FM sind hier Finanzstelle, Fond und Finanzposition relevant.Im Artikel "Grundlagen: Kontierungselemente im Modul Public Sector Management Haushaltsmanagement (PSM-FM) - Finanzposition, Finanzstelle, Fond und FMDERIVE" habe ich diese näher erläutert.
Da sich nun auch das Haushaltsmanagement mit der Erstellung von Report Painter / Report Writer Berichten beschäftigt, mag ich gerne die Gelegenheit nutzen um auf folgendes Angebot hinzuweisen:

Ich biete ein Onlinetraining zum Report Painter mit Bezug auf die Umstellung auf BCS, aber auch allgemein zum Einsatz des Report Painter an.
SAP setzt in SAP S/4HANA auf die Berichterstattung mit Fiori. Doch wie können Sie eigene Berichte im SAP-Finanzwesen erstellen, wenn Ihr Unternehmen weiterhin SAP GUI als Benutzeroberfläche nutzt? Wie können Sie noch Budgetberichte erstellen, wenn Sie in einem öffentlichen Unternehmen arbeiten, welches durch die Migration nach S/4HANA auf das SAP Budget Control System (BCS) wechseln muss bzw. dieses bereits einsetzt? In diesen Fällen bleibt weiterhin der bewährte Report Painter Ihr Berichtswerkzeug der Wahl.
Nähere Informationen finden Sie auf unkelbach.expert wo auch dei aktuellen Termine zum kommendne Online-Training zu finden sind.
Gerade bei umfangreichen Finanzpositionen und einer flachen Finanzpostionenhierarchie gilt es jedoch abzwägen, ob die beschriebene Ableitung oder eine neu konzipierte manuell gepflegte Gruppe interesanter wäre.
Vorteil der Ableitung ist aber in jeden Fall, dass gewohnte Einstiegselemente verwendet werden können und die Vollständigkeit der Finanzpositionen über die Standardhierarchie gewahrt bleibt.
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"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
18:37 Uhr
SAP und Office Integration Excel im SAP GUI (Excel-Inplace) oder als separates Fenster (Excel-Outplace)
Das Verhalten tritt nur bei Arbeitsplätzen auf, die mehr als einen Monitor nutzen und dies über "Bildschirm erweitern" nutzen.
Die Ansicht in Microsoft Excel oder Microsoft Word wird nicht innerhalb des SAP GUI, sondern außerhalb in einem separaten Fenster geöffnet.
Im aktuellen SAP GUI befindet sich in den Einstellungen unter OPTIONEN > VISUELLES DESIGN > THEME-EINSTELLUNGEN für das Belize oder Quartz Theme die Option "Skalierung für mehrere Bildschirme" ist diese Option aktiv, wird bei aktivierter Office-Integration die Excel-Ansicht innerhalb des SAP GUI dargestellt.

© SAP SE. Alle Rechte vorbehalten
Bei älteren SAP GUI Versionen, zum Beispiel SAP GUI 7.60, ist diese Option nicht zu finden, so dass an dieser Stelle in Microsoft 365 (bzw. den einzelnen Microsoft Office Apps) folgende Einstellung vorzunehmen.
Hierzu kann unter Microsoft Excel in den einzelnen Anwendungen wie Excel oder Word die unter DATEI > OPTIONEN im Register ALLGEMEIN unter den Benutzerflächeoptionen unter "Bei Verwendung mehrere Anzeigen" von der Option "Für optimales Aussehen optimieren" auf "Für Kompatibilität optimieren (Neustart der Anwendung erforderlich)" gewechselt werden.
In der App Microsoft Excel für Microsoft 365 sieht dieser Dialog wie folgt aus:

Hintergrund dieser Einstellung ist wohl die Anzeige von Office Apps bei hochauflösenden Display und wenn Sie hier mehrere Monitore verwenden (siehe Einleitung). Ab Office 2016 gibt es die Möglichkeit, dass die Apps sich im Anwendungsfenster dynamisch skalieren, um sich anzupassen, wenn zwischen Monitoren mit hoher und niedrigen DPI-Wert gewechselt wird.
Allerdings wirkt sich diese Option wie beschrieben auch auf den SAP GUI aus.
Um diese dynamische Anpassung zu deaktivieren, kann der Kompatibilitätsmodus verwendet werden.
Eine bessere Variante dürfte es jedoch sein, einen aktuellen SAP GUI zu installieren und die Option "Skalierung für mehrere Bildschirme" zu aktivieren.
Diese Option (englisch: "Multi-monitor scaling awareness") bewirkt, dass seitens des SAP GUI auf die Skalierung (Auflösung) des Monitors, auf dem das SAP Fenster aktuell dargestellt wird, reagiert und damit auch die Office-Integration wieder funktioniert.
Themenbereich Office-Integration in SAP
Die Office-Integration ist auch an anderen Stellen schon Thema hier im Blog gewesen. So findet sich das Thema "Office-Integration und Makrosicherheit" im Artikel "Office Integration und leere Excelansicht (Fehlermeldung" wobei hier auch andere Ursachen für die Fehlermeldung "Kein Dokument geöffnet" erläutert wird. Daneben ist mein immer wieder relevantes Highlight noch immer der Artikel "Office Integration - Excelansicht in SAP und Daten kopieren nach Excel" welcher seit 2014 immer wieder einmal aktuell wird ;-).
Warum ist Excel-Inplace (Darstellung von Excel innerhalb des SAP GUI) sinnvoll?
Berechtigerweise kann sich allerdings die Frage gestellt werden, warum ich die Darstellung von Excel-Inplace (also innerhalb des SAP GUI) gegenüber Excel-Outplace (in einem separaten Fenster) bevorziehe.
Gerade in umfangreichen Report Painter / Report Writer Berichten hat die Excel Integration den großen Vorteil, dass einzelne Abschnitte als Tabellenblätter in Excel dargestellt werden.
Wenn ich nun in einer Berichtsgruppe jedoch mehrere Berichte zusammengefasst habe und über die Navigation im Bericht von einem Bericht auf einen anderen wechsel braucht es eine ganze Weile bis die Datei "Tabelle von ReportWriter" sich aktualisiert. Daneben ist darauf zu achten, dass das SAP GUI stets die übergeordnete Anwendung ist. Entsprechend werden Daten nicht mehr dargestellt, sollte das externe Fenster von Excel separat geschlossen werden. Hier müsste dann umständlich über die Office-Integration die Darstellung von Excel wieder deaktiviert und aktiviert werden.
Daher ist es für mich bequemer, die Integration von Office und die Darstellung von Excel innerhalb des SAP GUI zu nutzen. Nachteil ist vielleicht noch, dass "Speichern unter" nicht aufgerufen werden kann, aber hier hilft die Taste F12 weiter. Alternativ kann die Schnellzugriffsleiste für das Speicherung unter Symbol konfiguriert werden.
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"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
18:02 Uhr
Rückblick FICO-Forum Infotage meets ICon 2025 - 14. FICO Forum Infotage in Köln
Seit 14 Jahren finden in Köln die FICO-Forum-Infotage statt. 2025 wurden diese erstmals mit der IBS Security Convention (ICon) zusammengelegt, so dass nun alle zwei Jahre eine gemeinsame Veranstaltung als "FICO Forum Infotage meets ICon" von Convista Consulting, IBS Schreiber und Espresso Tutorials statt finden wird.
Das erste Zusammentreffen fand 2025 vom 11. bis 12. Juni in Köln statt. Dieses Jahr im Tagungshotel Pullman.
Die Agenda war gut gefüllt mit über 20 Fachvorträge in 2 Tagen inkl. Diskussionen zu den neuesten Trends/Entwicklungen in den Bereichen SAP Finance/Controlling und Security!
Aber auch der fachliche Austausch von insgesamt 280 Teilnehmende, Vortragende und Ausstellende bot eine gute Gelegenheiten zum Networking mit Expert*innen und Branchenkolleg*innen. Das "Klassentreffen" im Bereich FI/CO wurde hier um Themen rund um SAP Security erweitert und auch sehr gut angenommen.
Gerade die Atmosphäre und der Austausch auf Augenhöhe ist für mich jedes Jahr erneut ein Highlight und ich war schon beim Blick auf die Agenda neugierig, was mich hier erwarten würde. Heute komme ich dann auch endlich dazu meine Erfahrungen in Form eines Rückblicks über diese beiden Tage zu veröffentlichen.
Mittwoch, 11. Juni 2025
Registrierung & Begrüßungskaffee (Foyer)

Samuel Gonzalez (Managing Partner Convista), Christopher Niekamp (Managing Director IBS Schreiber),
Sebastian Schreiber (CEO IBS Schreiber) Jörg Siebert (Owner Espresso Tutorials), Martin Munzel (Geschäftsführer Espresso Tutorials)
Das Motto von Espreso Tutorials lautet "SAP-Wissen serviert wie ein guter Espresso – prägnant, konzentriert und effektiv." und wurde auch in den vorherigen FICO-Forum-Infotagen immer wieder umgesetzt. Dieses Jahr wurde eine neue Mischung vorgestellt und die Melange aus SAP, Finanzwesen und IT-Sicherheit ist schon bei der Auswahl der einzelnen Themen der Agenda als gelungene Blend zu bezeichnen. Die Verbindung der FICO-Forum-Infotage mit der IBS Security Convention (ICon) der IBS Schreiber GmbH ist eine intensive Mischung und es ist wohl geplant diese alle zwei Jahre aufzugießen.
Begrüßungskeynote: Christoph Ernst – Strategie Roadmap SAP Finance 2025

Christoph Ernst (ehem. SAP Produktmanagement, jetzt: Universität Mannheim)
Eine Keynote hat immer den Charme einen Überblick über Themen zu geben und für Details dann auf die Einzelvorträge zu verweisen war ein sympathischer Einstieg und gleichzeitig wurde hier ein Auftakt über die AI-First und Suite.First Strategie der SAP in Richtung einer umfassenden SAP Business Suite erläutert. Grundlage ist die Business Technology Plattform aus deren Kern der Data Cloud alle weiteren Dienste entstehen.
Dabei wird Joule als neues Frontend beschrieben und die Unterschiede zwischen Skills und Agents vorgestellt. In einer Demo wurden auch AI-gestützte AUswertungen von betriebswirtschaftlichen Berichten, Vorbereitung von Buchungen auf Basis von kundeneigener Kontierungsrichtlinien unter Berücksichtigung des 4-Augen-Prinzips oder auch die Szenarioplanung in der integrierten Finanzplanung dargestellt.
Ein Beispiel mit der Erhöhung von Zöllen auf die internationale Lieferketten und mögliche Reaktionen darauf machte dies direkt begreiflich.
Die Perspektive durch datengetriebene Technik hier ein dynamisches Frontend und durch AI Agents entsprechende Unterstützung zu erhalten erscheint sehr verlockend.
Besonders gut gefallen hat mir, dass in der Keynote auch Definitionen und Grundlagen vorgestellt worden sind, so dass am Ende des Vortrages ein guter Überblick über alle andeen Beiträge geschaffen worden ist.
Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer

Andreas Unkelbach Buchautor
Als Autor, Blogger, Controller und Dozent habe ich mich besonders gefreut nach einigen Jahren wieder auf der Bühne der FICO-Forum-Infotage zu stehen. Schon die virtuellen Infotage haben hier mit der Keynote einen guten Aufschlag geboten und ich freue mich noch immer darüber in Köln tiefer in das Thema eingestiegen zu sein. Mein vorheriger Vortrag "Evolution der Migrationstools der SAP – von R/3 über ERP/ECC bis hin zu S/4HANA" steht mittlerweile in der Lernplattform von Espresso Tutorials zur Verfügung und ich freue mich schon darauf auch den Vortrag "Grundlagen der Datenmigration in SAP S/4HANA mit dem Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer" aufzunehmen und zeitnah ebenfalls online stellen zu können.
Eine in meinen Augen Bereicherung war auch die Ergänzung von Jeanette Vogel (Convista) um den Abschnitt "Stolpersteine und Aufgabenverteilung aus Sicht der Beratung".
Der Austauch nach dem Vortrag und auch die vorherigen Online-Trainings zeigen, dass dieses Thema immer noch aktuell ist und ich freue mich darauf in einem künftigen Buchprojekt hier noch ein weiteres Update schreiben zu können.
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2025
Dauer: 01:13:23
Vorschau Espresso Tutoirials
Lernplattform et.training
SAP KI Innovationen im Finanzwesen

Kai Fetzer SAP SE
Welche Möglichkeiten derzeit schon mit Joule Agents vorhanden sind und welche Analysemöglichkeiten auf entsprechender Datenbasis vorhanden ist war Kernbestandteil dieses Vortrages. Gerade durch den Ansatz auf SAC (SAP Analytics Cloud) und die Integration in einzelne Geschäftsprozesse ist hier ein Pluspunkt und die Diskussion im Austausch mit dem Publikum sowie die Frage mit welchen Produkten der SAP diese Dienste genutzt werden können und welche Erfahrungen hier auch Kund*innen schon haben spricht für ein solches Format.
Gefahren des SAP-Systems erleben – wenn aus einem „könnte“ ein „ist“ wird… | DSAG Arbeitskreis

Jessica Wolf (Sprecherin AK Security & Vulnerability Management) Lisa Niekamp (Sprecherin AG Governance, Risk and Compliance)
Ein Erfahrungsbericht der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V.) rund um das Thema Security zeigte durch praktische Beispiele aber auch entsprechende Studien externe und interne Risiken im Kontext von SAP Security und Finance. Das Bild der Burg mit hochgezogener Zugbrücke aber offener Seitentür sowie die einzelnen realen Risiken und Vorgehen dagegen war nciht nur unterhaltsam sondern auch praxisnah und gut verständlich.
Gerade im Finanzwesen sind Themen wie Abwiehcender Zahlungsempfänger im Beleg im Kreditorenstamm wodurch ein Kunde in einen CpD (Conto pro Devise) Kunde verändert werden kann und im Belegfluss abweichende Bankdaten angegeben werden können ohne dass hier in der FK02 die Bankverbindung angepasst werden muss. Im Register Zahlungsverkehr kann hier im Abschnitt Abweichender Zahlunsgempfönger im Beleg durch Markieren von "Angaben individuell" bei der Belegerfassung eine abweichende Bankverbindung eingegeben werden. Problematisich ist, wenn dieses Feld nicht durch ein 4-Augen-Prinzip als kritische Stammdatenänderung geschützt ist. Geprüft werden kann dieses über die Tabelle T055F in der für die Kontoart K das Feld LFA1-XZEMP und für die Kontoart D das Feld KNA1-XZEMP hinterlegt ist.
Im Artikel "Individuelle Zahlungsempfänger in SAP FI: Funktion und mögliche Prüfschritte" der IBS Schreiber GmbH ist dies Thema ausführlich beschrieben.
Die Problematik von Leseberechtigungen auf Tabellen ob nun per SAP Query und durch Transaktionen zum Lesen von Tabellen ist mir durch das Thema Berichtswesen ebenfalls sehr vertraut und gleichzeitig auch ein wichtiges Thema zur Sicherheit.
Weitere Demos zum Angriff auf Sicherheitslücken und warum IT Security übergreifend gedacht werden sollte waren hier noch eine gute Ergänzung und zeigte auf warum das Thema Security und Finance eine wichtige Kombination ist.
Echtzeit-Reporting in SAP S/4HANA mit Embedded Analytics: Optimierte Analysen für Finance und Controlling

Raoul Cornelius (Convista)
Für mich ist wohl im Bereich FI als auch CO Berichtswesen ein Schlüsselthema und so war ich gespannt, wie hier S/4HANA mit Embedded Analytics vorgestellt wird. Neben einer Einführung in Embedded Analytics wurde der Nutzen für Fachanwendende vorgestellt und Beispiele für Embedded Analytics dargestellt.
Dabei wurden sowohl wie zugriendeliegenden Datenmodelle und wichtige Komponenten wie CDS Views, Virtual Data Model und Analytical Queries vorgestellt aber auch die praktische Auswertung per Smart Business KPIs, Fiori Analytics Apps und die Analytics Engine.
Nach den Grundlagen des Datenmodells wurde auch direkt auf das Rollenkonzept und Benutzergruppen verwiesen, so dass hier auch die einzelnen Aufgaben zum Aufbau eines Berichtswesens aufgeteilt werden können. Ob nun Business User, Analytics Specialist oder IT alle arbeiten hier miteinander und es ist ein passendes Berichtswesen durch ein Zusammenspiel möglich.
Gerade die Overview Pages, welche auch die Berechtigungen eines Users berücksichtigen, zeigen in welche Richtung ein Reporting gehen kann. Aber auch multidimensionale Reports wie die Auswertung von Kostenstellen - Ist Daten (App-ID F0963A) oder KPI Reports oder der Query Browser (App-ID F1068) wurden vorgestellt und auch die unterschiedlichen Datenquellen für Embedded Analytics erwähnt. Damit ist dies sowohl für OnPremise als auch in der Cloud eine Alternative.
Im Gegensatz zum BW hat Embedded Analytics den Fokus auf operative Daten und Echtzeit-Reporting. Auch der Hinweis auf Best Practice Content, Process Navigator, Sap Hilfe zu CDS und Virtual Datamedell und die Tatsache, dass alle Analytical Apps Teil des S/4HANA Core sind und daher ohne zusätzliche Lizenzkosten verfügbar sind, ist ein Punkt der in Richtung eines neuen Berichtswesen überlegen lässt.
Interview

Bild generiert mit Hilfe von DALL·E durch ChatGPT, OpenAI, Juni 2025.
Espresso Tutorials ist nicht nur Veranstalter der FICO-Forum-Infotage sondern zeigt auch durch seine Medein immer wieder eine Anpassung am Markt. Entsprechend habe ich mich sehr über einen Termin gefreut und bin gespannt, wie Autor*innen künftig in der Unternehmenskommunikation ebenfalls als Markenbotschafter*innen eingesetzt werden. Der Termin hat mir sehr viel Freude gemacht und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mich hier auch Gideon begleitet hat :-).
Abschluss-Keynote – Wie Du mit Copilot 30% deiner Arbeitszeit effizienter gestalten kannst

Florian Sandmann-Reetz (Artreich)
Die Abschluss-Keynote setzte Microsoft Copilot und die Integration in unterschiedliche Microsoft Office 365 Produkte in den Fokus. Im Mittelpunkt der Live-Demonstration standen Kommunikationstools. Innerhalb Outlook wurden mit Copilot Mails zusammengefasst, Antworten vorgeschlagen oder auch Termine abgestimmt. Neben Text ist aber auch die Transkription von Aufzeichnungen in MS Teams bis hin zur Erfassung von ToDo Listen und Sprungmarken im Video zu Textbeiträgen unterschiedlicher Teilnehmende ein Thema gewesen.
Persönlich hat mir aber ebenso gut gefallen, dass mein persönliches Lieblingstool in Office nicht vergessen wurde und hier mit Excel ebenfalls praktische Anwendungsbeispiele erstellt worden sind. Sicherlich im Controlling kann auch selbst schnell eine Analyse per Pivottabelle erfolgen, aber eine zellenübergreifende bedingte Formatierung (Zeile einer Tabelle unter einer Bedingung hervorheben) oder auch andere Anylsen gehörten danns chon zu praktischen Dingen die ein wenig Arbeit abnehmen.
Für mich neu war auch der Hinweis, dass CoPilot nur bei Dokumenten eingesetzt werden kann, die auf Onedrive gespeichert sind und somit noch intensiver in der Microsoft Cloud eingebunden sind. Bei allen Fragen rund um Datenschutz sind hier mittlerweile doch einige Updates erfolgt und es wird nicht nur eine Anleitung zur Umsetzung ausgegeben sondern auch direkt der Prompt umgesetzt.
Mit ein wenig Augenzwinkern musste dabei der ein oder andere Prompt wortgleich jedoch erneut eingegeben werden bevor dieser korrekt umgesetzt wurde.
Ich bin gespannt, wie sich das Thema künftig weiterentwickeln wird aber so ein Blick auf die vollständig genutzte Microsoft Cloud war durchaus interessant.
Abendveranstaltung

Neben Fachthemen ist auch das Soziale und der Austausch untereinander an einer "Fachkonferenz" wichtig. Entsprechend viel Freude hatte ich auch daran, dass der von meiner Frau gehäkelte Gargoyle Gideon und sein Ebenbild als Pin viel Ansprache im Rahmen des Abendprogramms erhalten hat. Der Austausch im Schokoladenmuseum in Köln, Gespräche in der Warteschlange und der Blick auf den Rhein sowie etwas Fruchtschorle und Abendluft haben Zeit und Raum geboten um auch abseits von SAP Vorträgen in den Austausch mit anderen zu treten und die Eindrücke des ersten Tages verarbeiten zu können.

Die Erinnerungsfotos zeigeneinige Speaker*innen des ersten Tages und auch Personen von Espresso Tutorials die im Hintergrund diese Veranstaltung erneut besonders machten. Hier im Bild ist auch noch einmal mein Gargoyle Gideon zu sehen sowie ein Pin von ihm den ich an beiden Tagen getragen habe :-).
Danach ging es nach einen ersten Tag zurück vom Tagungshotel zur nahegelegenen Unterkunft.

Am Folgetag war kein Vortrag von mir geplant und so freute ich mich schon sehr darauf einzelne Vorträge besuchen zu können und war froh, dass wir in Köln-Frechen eine tolle Unterkunft hatten von der aus ich per Straßenbahn sehr schnell wieder zum Tagungshotel zurück fahren konnte.
Donnerstag, 12. Juni 2025
Begrüßung

Samuel Gonzalez (Managing Partner Convista), Christopher Niekamp (Managing Director IBS Schreiber),
Sebastian Schreiber (CEO IBS Schreiber) Jörg Siebert (Owner Espresso Tutorials), Martin Munzel (Geschäftsführer Espresso Tutorials)
Für einige begann der Tag mit der guten alten Tasse Kaffee während sich langsam der Saal zur Begrüßung und Recap des zurückliegenden Tages beschäftigte. Auch am zweiten Tag sollten einige spannende Themen angesprochen werden und ich bin persönlich schon sehr neugierig darauf gewesen, welchen Input ich hier mitnehmen konnte.
Künstliche Intelligenz mit SAP: Zwischen Hype, Hoffnung –und Handlungsdruck

Helge Sanden (IT-Onlinemagazin)
In dieser Keynote, unterstützt durch einen virtuellen Avatar, wurde der aktuelle Stand von interaktiver KI (Assistentsystemen) im Geschäftsumfeld dargestellt. Beispiele aus den Bereichen interaktive KI (Chatbot, Übersetzungen aber auch Stimm- & Emotionserkennungen), analytische AI (Finanzen, Sicherheit und Compliance), optimierende KI (zur Prozessverbesserungen), generative KI (Mediengenerierung) bis hin zur Autonomen KI wurden dargestellt und mit konkreten Beispielen untermaauert. Spannend war für mich das Beispiel SAP Signavio mit der mehrere KI-Typen zusammengefasst wurden um Geschäftsprozesse abzubilden, simulieren und ggf. auch zu optimieren.
Mit Blick auf SAP wurde hier SAP Joule und die bereits vorhandene Umsetzung im Finance Bereich vorgestellt und gleichzeitig auch ein aktueller Blick auf Trends der SAP Community für 2025 geworfen und dabei auch auf Best-Practices und Empfehlungen verwiesen.
Bedenkenswert ist hier auch der Ansatz statt die Frage "Wie kann SAP KI helfen?" sich die Frage zu stellen "Wie schnell kann ich das nutzen, was von SAP bereits da ist?".
Ich bin mir nicht in allen Bereichen sicher, wie sich AI/KI im SAP Umfeld weiterentwickeln wird aber als Vision aber auch als Stimmungsbild aus SAP Unternehmen ist der Vortrag hilfreich gewesen und ich bin gespannt, wie sich die Entwicklungen im Rückblick aus 2030 betrachten lassen.
Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in SAP S/4HANA-Umgebungen

Johannes Schwarzenberger (IBS Schreiber), Tobias Sieg (Convista)
Der Titel "Selbstschutz im Zeiten der Audit-Wellen - Warum der Prüfer kein Feind ist" fasst diesen Vortrag eigentlich schon perfekt zusammen und wirft einen Blick auf das Zusammenspiel von Revision, Audit und lokalen Gruppen wie FI,CO oder auch SAP Security.
Eine externe Prüfung, zum Beispiel durch Wirtschaftsprüfung, kann als Chance zur Optimierung gesehen werden um bestehende Prozesssicherheit und Compliance zu steigern. Dabei bringen externe Prüfungen einen frischen Blick auf bestehende Abläufe und ermöglcihen so auch eine neue Perspektive und Identifikation zur Identifikation von Schwachstellen.
Gut gefallen hat mir hier ein Überblick darüber welche Aufgaben Wirtschaftsprüfung hier wahrnehmen (Überprüfung der Finanzberichterstattung und Compliance, Sicherstellung von internen Kontrollsystemen - IKS und auch eine IT Kontrolle). Welche Bedeutung hier ein Berechtigungskonzept hat und welche Faktoren hier zum Erfolg führen können wurde praxisnah dargestellt und auch darauf hingewiesen, dass SAP Berechtigungen auch über die reine Technik hinaus wirken mit Blick auf Prozesse aber auch Lizenzkosten.
Beliebte Themen wie Notfalluserkonzept, externe Zugriffe oder technische Kontrollen durch Workflows waren ebenso Thema wie Dokumentationen und ein ganzheitlicher Ansatz.
Hier zeigt sich auch die Stärke einer solchen Veranstaltung da im Publikum neben der Fachanwendung (FI,CO), Technik (SAP Basis) auch einige aus dem Umfeld Wirtschaftsprüfung vertreten waren und in der Diskussion ein reger Austausch entstehen konnte.
Praxistipps Berechtigungen in SAP S/4HANA inklusive SAP Fiori

Gerald Schrott (IBS Schreiber), Julia Sammet (Convista)
Um die Ergebnisse des vorherigen Vortrages direkt in die Praixis umsetzen zu können freute ich mich sehr über diesen Praixsvortrag gerade da hier der Blick auf Berechtigungen auch im Gesamtprojektplan berücksichtigt wird und eben nicht erst zum Ende eines Projektes bedacht werden.
Mit der Einführung von SAP S/4HANA sind auch weitere Anpassungen bei den SAP Berechtigungen erforderlich, was nicht nur durch neue Fiori-Apps und Benutzeroberflächen oder geänderte Transaktionen und Berechtigungsobjekte sondern auch durch Datenmodelle und geänderte Lizenzierungen sich abbildet.
Die Verfolgung einer Best-Practise Strategie die auch die Anforderungen der Fachabteilungen und nicht nur der Technik mitnimmt ist ebenso ein Motivationsfaktor wie die Lizenzvermessung die künftig nicht nach dem Nutzungsverhalten sondern nach den zugewiesenen Berechtigungen erfolgt.
Mit Blick auf die Praxis wurden hier auch die geänderten technischen Funktionen auf ebene Benutzer, Berechtigungen, Rollen und Profien mit Blick auf die Fiori-Apps beleuchtet und dabei auch auf die SAP Fiori Kachelkataloge und ein Vorgehen zur Einführung einer Fiori Strategie unter Berücksichtigungen der Berechtigungen besprochen.
Der Unterschied von Frontend App (IWSG) und Backend Apps (IWSV) war ebenso Thema wie das Berechtigungsobjekt S_SERVICES und die eingetragenen Programme dazu. Hilfreich kann dabei ein Blick auf die Hashworte einer App in der Tabelle USOBHASH sein aber auch das bekannte Benutzerinformationssystem (Transaktion SUIM) durch das nun auch nach Fiori Apps gesucht werden kann.
Für mich releavant waren auch Vorschlagswerte für Berechtigungen (analog der Transaktion SU24) und hier die Tabelle USOBT_C.
Der Abschluss bot auch einen Blick auf die Möglichkeiten der Kontrolle und Revision (CheckAud) sowie der Austausch wie Berechtigungen und Berichtswesen ineinandergreifen.
Persönlich ist für mich die Berechtigungssteuerung über CDS-Views hier ein Thema, welches ich so nur bei der Auswertung von logischen Datenbanken mit SAP Query bisher kannte.
Insgesamt ein sehr guter Vortrag mit viel Salz und Pfeffer für das Thema Berechtigungen und viel Praxiswissen.
An dieser Stelle auch ein kurzer Hinweis auf den Blogartikel "Prüfung von Berechtigungen auf SAP-Fiori – Teil 4: Umgang mit dem SAP-Standard" von IBS Schreiber. Der Artikel ist mir nach der Veranstaltung auf Linkedin begegnet und gehört wohl zu einer Serie rund um Berechtigungen und SAP-Fiori.
Kaffeepause

Ich bin gerade sehr froh vor dem nächsten Vortrag etwas länger Pause machen zu können bevor es weiter mit Berichtswesen geht. Dies ist aber tatsächlich der einzige Zeitslot wo ich mich nur auf die Folien und nicht Live-Vortrag verlassen werde. Erstaunlicherweise war ich dann auch am Abend des Tages nicht komplett platt und konnte einige der angesprochenen Themen auch schon verarbeiten und für mich einordnen. Darüber hinaus war es auch schön hier beim Kaffee sich auch mit anderen Personen rund um KI an Hochschulen oder über den Einsatz von Techniken abseits von SAP unterhalten zu können.
Ohnehin freue ich mich immer wieder, wenn ich auf meine Publikationen wie hier im Blog angesprochen werde und erfahre, dass auch andere diesen Wissenspool nutzen.
Die andere Seiten von KI: Podcast Rechtsbelehrung oder auch KI in der Hochschullehre
In der Pause hatte ich mich auch über den Einsatz von KI an Hochschulen und juristische Aspekte mit Blick auf Pseudonymisierung und KI-Kompetenz unterhalten während bei den letzten Infotagen eher das Thema Autorenleben und Austausch zur VG Wort unter Autor*innen einige Diskussionen ergeben hat. Aber dies ist ein anderes Thema :-).
Ich mag an dieser Stelle auf den Podcast Rechtsbelehrung von Marcus Richter und Dr. Thomas Schwenke hinweisen. Viele Grundzüge wie Pseudonymisierung und rechtliche Besonderheiten beim Einsatz von KI sind hier ebenfalls angesprochen worden. Als kleiner Auszug mag ich auf einzelne Folgen verweisen:
- "Chat GPT und KI vs. Urheberrecht – KI-Recht #1 – Rechtsbelehrung 113"
- "Datenschutz und Deepfakes – KI-Recht #2 – Rechtsbelehrung 114"
- "EU AI-Act: Bahnbrechende KI-Regulierung oder jetzt schon überholt? – KI-Recht #3 – Rechtsbelehrung 115"
- "KI-Verordnung erklärt – Rechtsbelehrung 130"
Mit über 20 Jahren Erfahrung im SAP-Controlling und Berichtswesen, insbesondere im Hochschulumfeld, schaue ich natürlich auch immer wieder in Richtung aktueller Entwicklungen im Bereich der Hochschullandschaft. Auch hier gibt es Beispiele zum Einsatz von KI zum Beispiel an hessischen Hochschulen. Aus der näheren Umgebung mag ich hier ein paar Beispiele nennen:
- Justus-Liebig-Universität Gießen: "Künstliche Intelligenz Zugriff auf generative KI-Sprachmodelle für JLU-Mitglieder"
- Justus-Liebig-Universität Gießen: "KI? Aber sicher!"
- Hessen-Hub Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen: "Open Affinity Group zum Einsatz KI-gestützter Tools im Hochschulkontext gegründet"
- Technische Hochschule Mittelhessen (THM): "Prüfen trotz und mit KI: THM stellt Modell vor"
Transformation des Reportings von ERP auf S/4HANA mit einem Ausblick auf Business AI

Antje Meyer-Heder (Buchautorin), Weijuan Dong (Buchautorin)
Dies war einer der Vorträge auf die ich mich schon bei der Erscheinung des folgenden Buches sehr gefreut habe:
(08. Mai 2025) Paperback ISBN: 978-3960123705
Für 29,95 € direkt bestellen
Oder bei Amazon *
Das Buch lese ich gerade selbst und bin von den ersten Kapitel wirklich beeindruckt.
Aber der Vortrag fasste die Themen des Buches ebenfalls noch einmal gut zusammen.
Nach einem Überblick über das bisherige Berichtswesen in SAP wurden hier die Veränderungen mit S/4HANA ab 2015 besprochen. Auch hier war das Embedded Reporting innerhalb S/4HANA ein Thema und stellte die Rahmenbedingungen (Theorie und Praxis), Herausfordeurngen und den Mehrwert aus Sicht der Anwendende dar.
Ein aus meiner Sicht wichtiger Blickwinkel im Vortrag wurde auch darauf geworfen welche Funktionen mit embedded Reporting je nach Migrationsszenario (Brownfield, Greenfield oder Hybride Landscape Transformation) genutzt werden kann.
Unter Brownfield / OnPrem steht die hybride Welt aus Fiori und SAP Gui zur Verfügung und Fiori kann da genutzt werden, wo es sein muss. Unter Greenfield geht der Weg in die S/4HANA Cloud und das Reporting findet vollständig unter Fiori statt wodurch auch die AI Funktionen recht oben auf der Roadmap stehen.
Eine Mischform kann da beides kombinieren, so dass teilweise altes Reporting aber auch durch SAC und andere Technik auch eine Offenheit nach KI vorhanden ist.
Wichitge Punkte auf dem Weg zum embedded Reporting sind in allen Fällen zu beachten.
Stammdaten insbesondere die Strukturen über alle Hierrachien wie Konten-, Kostenstellen- oder auch Profitcentergruppen sind zu harmonisieren. Dabei kann die Appp Globale Hierarchien verwalten (App-ID F2918) helfen.
Für die Planung stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung und entsprechend sind auch diese zu bewerten und künftige Vorgehensweisen festzulegen. Dank Hintergrundjobs kann die Planung im GUI, mit Fiori Apps oder auch in der SAP Analytics Cloud erfolgen.
Eine spannende Änderung ist die Darstellung des Obligos welches klassisch erfolgen kann aber auch mit neuen Funktionen im Erweiterungsledger. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Erweiterungsledger (noch) ein paar Einschränkungen hat.
Die weiteren Möglichkeiten des Reportings wurden ebenfalls vorgestellt und gerade der Abschnitt Reporting über den Tellerrand von S/4HANA gibt einige Denkansätze.
Abschlusskeynote: KI zu Security und Finance

Helge Sanden (IT-Online Magazin), Marco Valentin (SAP), Marcus Herold (IBS Schreiber), Jochen Stiebe (Convista)
Die Abschluss-Keynote brachte noch einmal eine Unterhaltung darauf wo der Einsatz von KI im SAP Umfeld sinnvoll erscheint. Ob nun bei der Prozessdokumentation mit Signavio oder im Bereich der SAP Sicherheit in allen Fällen ist es für Unternehmen auch wichtig weiterhin die Hoheit über ihre Daten zu behalten, was auch als ein besonders sensibler Punkt bei der SAP gesehen wird und wo sich vertraglich an einigen Stellen abgesichert wurde.
Mit Blick auf Large Language Modelle (LLM) und SAP Joule werden hier Anfragen nicht direkt beantwortet sondern die Daten pseudonymisiert indem relevante Daten eines Prompts durch Platzhalter ersetzt werden und die Anfrage/Prompts gesammelt durch SAP und nicht das Unternehmen ggf. dieser Prompt an die entsprechende externe KI Modell weitergegeben werden. Ferner werden durch die OdataServices auch die lokalen Berechtigungen der Anwendende basierend auf die CDS-View Logik beachtet.
Ein interessanter Punkt war auch eine Frage der Skalierbarkeit. Gerade wenn mehrere Unternehmen auf Joule umstellen sollten wird hier auch das Volumen entsprechend zunehmen und gerade der Betrieb von KI-Zentren ist auch sehr energieintensiv, so dass hier auch die Energieversorgung für eine Skalierbarkeit relevant ist.
Mit Blick auf das Reporting ist eine weitere Frage auch, welche Grundlage für eine Interpretation von Zahlen herangezogen weden und wie hier die Hoheit über das Berichtswesen verteilt wird. Weitere Punkte wie Ethik bei der automatischen Buchung oder Fragen wie eRechung, Bilanzierung etc. sind ebenso diskutiert worden wie das Thema digitale Demenz.
Eine für mich ebenfalls spannende Erkenntnis ist, dass Joule nun nicht nur intern bei der SAP im Support genutzt weden kann sondern als Service Now Modul über den Service Marktplatz per SAP Note freigeschaltet werden kann und so eine Alternative zur Knowledgebase bzw. SAP Hinweis-Suche sein kann. Hier müsste ich zu Details aber auch noch per Mail nachfragen :-).
Fazit
Der Austausch von Wissen, Kommunikation innerhalb der SAP Community und Impulse in Richtung der weiteren Entwicklung von SAP gehören für mich zu den wesentlichen Gründen die Infotage sowohl virutell aber besonders auch vor Ort in Köln besuchen zu können.Dieses Jahr gab es insgesamt 4 Veranstaltungsräume, so dass die Agenda der Veranstaltung wesentlich mehr Vorträge umfasst hat. Entsprechend dankbar bin ich dafür, dass zur Nachlese auch alle Vorträge zur Verfügung stehen. Meinen eigenen Vortrag werde ich zeitnah auch noch als Video aufnehmen und freue mich darüber hier auch weitere Impulse aufnehmen zu können.
Ich kann diese Veranstaltung aus Überzeugung empfehlen und habe auch die Jahre davor nie einen Besuch vor Ort bereut und eigentlich immer das ein oder andere Thema mitnehmen können und vor Ort ausbauen können.
Zurück in Gießen konnte ich dann mein Handout erstellen und habe mich schon darauf gefreut einen Rückblick im Blog zu schreiben.

Bisher hatte ich schon ein paar Mal die Gelegenheit selbst an diesen Tagen teilzunehmen und kann für einen kurzen Einblick auf meine Rückblicke verweisen:
- Rückblick FI CO Forum Infotage 2016 in Köln und Zürich
Hier war ich auch selbst mit einem Vortrag zum Thema "SAP ERP Controlling-Tipps - Aus der Praxis für die Praxis" vertreten :-) - Rückblick FI CO Forum Infotage 2017 in Köln
- Rückblick FI CO Forum Infotage 2018 in Köln
- Rückblick FI CO Forum Infotage 2019 in Köln (nur Verweis auf Unterlagen)
- Rückblick FI CO Forum Infotage 2020 digital (diese waren so umfangreich, dass daraus eine Serie wurde)
- Rückblick FICO Forum Infotage 2021 (hier ebenfalls nur die etwas ausführliche Agenda)
- FICO Forum Infotage 2022 (hier hatte ich wegen der aktuellen Lage rund um Corona lieber verzichtet).
- FICO Forum Infotage 2023 (Übersicht der Agenda)
- FICO Forum Infotage 2024 (Überblick)
Dieses Jahr habe ich wieder etwas ausführlicher von den Infotagen berichtet und hoffe, dass der ein oder andere Punkt interessant war.
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
13:38 Uhr
Rückblick auf meinen Vortrag beim virtuellen Infotag SAP S/4HANA Migration Evolution der Migrationstools von eCATT, LSMW und Migrationcockpit
Die Datenmigration nach SAP S/4HANA bringt einiges mit sich: neue Anforderungen, neue Werkzeuge – und bei vielen auch ein bisschen Wehmut, wenn es um die altbewährte LSMW geht. In diesem Vortrag werfen wir einen persönlichen, aber fundierten Blick auf die Entwicklung der SAP-Migrationstools: von den Anfängen mit Locher-CATT und eCATT über die LSMW bis hin zu den heutigen Lösungen wie dem SAP S/4HANA-Migrationscockpit und dem Migrationsobjektmodellierer (LTMOM).
Ob man hier wirklich von einer "Evolution" sprechen kann, zeigt sich beim genaueren Blick auf die Möglichkeiten der neuen Tools: geführte Prozesse, Simulation, arbeitsteilige Pflege und vieles mehr – praxisnah und mit Blick auf den Alltag in SAP-Projekten.

Gerne mag ich die wichtigsten Punkte meines Vortrages hier im Blogartikel noch einmal zusammenfassen.
Leider hatte ich die Rückmeldungen im Chat nicht angezeigt bekommen, so dass ich am Ende dieses Beitrages auch auf die Rückmeldungen eingehen werde.
Auf der Medienplattform von Espresso Tutorials ist dieser Vortrag im Nachgang zur Veranstaltung ebenfalls veröffentlicht worde und kann bis zum 9. Juni 2025 dort gemeinsam mit anderen Vorträgen zum Infotag abgerufen werden.
Ein kurzer Einblick zu meiner Person:
Ich bin Autor, Controller, Blogger und Dozent – mit über 20 Jahren Erfahrung im SAP-Controlling und Berichtswesen, insbesondere im Hochschulumfeld. Meine Schwerpunkte liegen auf praxisnahen SAP-Lösungen, verständlich aufbereitet und mit einem Blick fürs Detail. Regelmäßig veröffentlicht ich Fachartikel, Bücher und Online-Trainings – unter anderem auf andreas-unkelbach.de und unkelbach.expert.Geschichte der Migrationstools
Mit ein wenig Augenzwinkern ("Locher-CATT") stellte ich die mir seit SAP R/3 4.6b begegneten Tools der SAP zur Datenmigration näher vor. Dabei konnten noch einmal Erinnerungen an das Computer Aided Test Tool (Transaktion SCAT und später SECATT für das Extended Computer Aided Test Tool) geteilt werden aber auch auf Massenpflege per Transaktion MASS sowie externe Tools wie Winshuttle nicht fehlen.Ein Klassiker unter SAP ERP/ECC war für mich dann das Legacy System Migration Workbench (Transaktion LSMW) die doch einigen Personen noch vertraut ist. Dabei teilte sich die LSMW in Projekt, Teilprojekt und Objekt auf und einige der dort notwendigen Schritte zur erfolgreichen Datenmigration (Quellstruktur, Quellfelder, Strukturbeziehungen, ...) begegnen uns in modernen Tools der SAP ebenfalls wieder.
Gerade bei Transaktionsaufzeichnungen und das Einlesen von CSV Dateien gab es auch die ein oder andere Fehlerquelle die dann als lehrreiche Anekdote auch weitergegeben wurde.
Typische Nachteile von LSMW und eCATT waren:
- Fehleridentifikation (im Protokoll musste die Zeile des fehlerhaften Datensatzes identifiziert werden)
- Korrektur der kompletten Einspieldatei)
- Format der Daten (Beträge mit Währungszeichen, Zahlenformat)
- Export von Excel nach Textdatei CSV als extra Arbeitsschritt
Zukunft der LSMW unter SAP S/4HANA
Für die ein oder andere Person dürfte der Hinweis, dass die LSMW unter SAP S/4HANA weiterhin vorhanden ist eine positive Nachricht sein, jedoch trübt sich die Freude ein wenig durch den SAP Hinweis 2287723 wonach sie nicht mehr unterstützt wird.Gerade bei Transaktionsaufzeichnungen kann es hier Einschränkungen geben da hier keine FIORI-Apps aufgezeichnet werden können oder es veränderte Schnittstellen zum Beispiel bei der Pflege von Geschäftspartnern vorhanden sind. Hier ist künftig keine Aufzeichnung per FK01 oder FD01 möglich, da hier die Einstiegstransaktion BP zur Pflege von Geschäftspartnern und ihre unterschiedliche Rollen gesetzt ist.
Als Lösung für eine Datenmigration nach S/4HANA wird das SAP S/4HANA Migrationscockpit seitens der SAP empfohlen.
Migrationscockpit bis SAP S/4HANA 2020
Gerade als Autor habe ich mich sehr über das neue Tool mit der Transaktion LTMC (Legacy Transfer Migration Cockpit) gefreut und hier auch erfolgreich ein Buch veröffentlicht.Mit S/4HANA 2020 wurde die Transaktion LTMC (und die zugehörige FIORI Oberfläche) durch eine eigenständige FIORI App abgelöst. Bis S/4HANA 2020 konnten noch eigene Migrationsprojekte angelegt werden.
Mit SAP S/4HANA 2021 ist es nicht mehr möglich, Daten mit der Transaktion LTMC zu migrieren. Es wird weiterhin möglich sein, vorhandene Projekte anzuzeigen, aber es können keine neuen Projekte angelegt werden.
Migrationscockpit ab SAP S/4HANA 2021
Ab SAP S/4HANA 2021 ist es notwendig direkt die FIORI App "Daten migrieren - Migrationscockpit" (App-ID F3473) zu nutzen. Diese kann direkt über das Fiori Launchpad gestartet werden.Als Autor habe ich mich immerhin darüber freuen können, dass die Transaktion LTMOM für den Migrationsobjektmodellierer geblieben ist.
Im weiteren Vortrag habe ich die Vorteile von Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer vorgestellt.
Vorteile Migrationscockpit
Das Migrationscockpit setzt ein Migrationsvorhaben als Migrationsprojekt um welches unterschiedliche Migrationsobjekte umfasst. Zur Umsetzung werden Daten als Datenfelder (bspw. in Fom eines Template verarbeitet). Hier sehe ich persönlich mehrere Vorteile die das Migrationscockpit anbietet.Vorteil 1: Vorhandene Migrationsobjekte
Sowohl für S/4HANA OnPremise als auch Cloud werden seitens der SAP Migrationsobjekte gepflegt mit denen Bewegungsdaten, Stammdaten aber auch Stammdaten/Bewegungsdaten migriert werden können. Sie profitieren dabei vom Know-how der SAP welches die notwendigen Objekte umfasst aber auch Vorgängerobjekte identifiziert und sich um die Verarbeitung der Daten kümmert.Anhand eines Beispiels aus dem Modul PSM (Public Sector Management - Öffentlicher Dienst) ist diese Pflege im Vortrag vorgestellt worden.
Vorteil 2: Geführte Migration
Im Cockpit ihres Migrationsvorhabens werden Sie durch die einzelnen Arbeitsschritte geführt. Die einzelnen Punkte können als Aktion zum jeweiligen Migrationsobjekt gewählt werden.Die Migrationsschritte sind dabei als folgende Aktionen erfasst:
- Vorlage herunterladen
- Datei hochladen
- Mapping-Aufgaben
- Simulieren
- Migrieren
- (Korrekturdatei anlegen)
Vorteil 3: Template / Vorlagedatei
Die Vorlagedatei ist eine XML Datei welche Ihnen die Pflege der einzelnen Daten zum Migrationsobjekt erleichtert. Sie können diese Datei zum Beispiel per Excel pflegen und haben hier fertig formatierte Spalten und Erläuterungen zu den Feldern die hier gepflegt werden müssen.Dabei sind die Tabellenblätter stets wie folgt aufgebaut:
- Einführung
Erläuterung zum Umgang mit der Datenmigrationsvorlage - Feldliste
Überblick vorhandener Datenfelder - Obligatorische Blätter (orange)
- Optionale Blätter (blau)
Vorteil 4: Simulation
Die Rückmeldung sind identisch zur manuellen Anlage. Nur, dass keine unvollständigen Daten geschrieben werden. Ist eine Simulation erfolgreich abgeschlossen sind die Daten als Erfolgreich in der Simulation gekennzeichnet. Die Migration ist nicht gestartet.Dies vermeidet Fehler und ermöglicht es auch vorher zu sehen, ob die Daten so korrekt verarbeitet werden. Gerade hier sehe ich einen echten Fortschritt zur LSMW.
Vorteil 5: Korrekturdatei
Sollte es bei der Migration zu Fehlern gekommen sein, bspw. eine zwischenzeitliche Sperre oder manuelle Anlage von Objekten, wird die Option Korrekturdatei anlegen angeboten.In dieser Datei sind nun nur noch die nicht möglich zu migrierenden Datensätze enthalten, so dass Sie diese korrigieren und anschließend erneut hochladen können.
Mit dieser können Sie dann erneut die Migration starten und quasi als Delta-Template hochladen
Ferner erhalten Sie beim Klick auf die Fehler welche Fehlermeldung hier ausgegeben worden ist. Durch die Option "Korrekturdatei anlegen" wird eine entsprechende Datei angelegt, die Sie über die Schaltfläche "Monitoring" herunterladen können.
Vorteil 6: Arbeitsteilige Datenmigration
Wir können den Migrationsprozess sowohl technisch als auch organisatorisch näher betrachten.Unter einer technischen Betrachtung des Migrationsprozesses ist zu verstehen, wie das Migrationscockpit die einzelnen Schritte ihres Migrationsvorhabens verarbeitet während bei der organisatorischen Betrachtung sich darum Gedanken gemacht wird, welche Personen bei den einzelnen Schritten beteiligt sind.
Gerade bei der Anlage von Stammdaten empfiehlt es sich, hier die einzelnen Arbeitsschritte organisatorisch zu trennen. Durch die Vorlagedatei können Sie diese von der Fachabteilung pflegen lassen und danach zentral einspielen.
Damit wäre eine fachliche und technische Prüfung gewährleistet. Im Gegensatz zur Pflege einer CSV Datei, haben Sie durch die Formatvorgaben der einzelnen Felder auch später keine Probleme bei der Verarbeitung der Vorlagedatei im System.
Die Vorlagedatei erscheint mir als einer der Vorteile des Migrationscockpit und in Kombination mit der Möglichkeit der Simulation der Datenmigration als ein großer Bonus gegenüber der von uns vorher genutzten Migrationstools.
Meine Empfehlung ist hier auch eine kurze Handreichung an die datenpflegende Personen zu geben wobei Sie sich hier ein wenig an das Tabellenblatt Einführung der Vorlagedatei orientieren können.
Vorteile Migrationsobjektmodellierer
Der Migrationsobjektmodellierer (Transaktion LTMOM) wird nur für OnPremise Systeme angeboten. Ebenso wie das Migrationscockpit kann hier innerhalb eines Migrationsprojektes das Migrationsvorhaben und die zugeordneten Migrationsobjekte betrachtet werden. Jedoch werden hier nicht die Daten zum Migrationsobjekt gepflegt, sondern der Aufbau eines Migrationsobjektes. Hier sehe ich ebenfalls einige Vorteile.Vorteil 1: Anpassung bestehender Migrationsobjekte
Sie können hier die einzelnen Ebenen der Verarbeitung von ihren Migrationsdaten pflegen. Dabei ist es auch möglich Anpassungen vorzunehmen oder einzelne Regeln zur Verarbeitung von Daten vorzunehmen.Vorteil 2: Erstellung eigener Migrationsobjekte möglich
Im Migrationsobjektmodellierer können Sie auch kundeneigene Migrationsobjekte anlegen, was Ihnen hier eine vergleichbare Flexibilität ermöglicht wie bei den vorherigen Migrationstools wie zum Beispiel der Vorgängertechnologie LSMW.In meinen Onlinetraining "Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer" ( https://unkelbach.link/et.migrationscockpit/ ) erläutere ich dieses an Beispielen wie:
- Ausblenden eines Feldes
- Ergänzen eines Feldes
- oder wie hier angesprochen die Anlage eines kundeneigenen Migrationsobjektes zum Ändern von Stammdaten.
Vorteil 3: Berechtigungen
Bei der Pflege eines Migrationsobjektes müssen Sie sich keine Gedanken um Berechtigungen machen. Schon bei der Simulation im Migrationscockpit werden auch die üblichen Berechtigungsobjekte geprüft und Sie erhalten passende Rückmeldungen.Im SAP System sind dann die übertragenen Daten so eingespielt, dass auch die Änderungstabellen und die übliche Programmlogik beachtet wird.
Zusammenfassung
Persönlich würde ich die Vorteile wie folgt zusammenfassen:Vorteile Migrationscockpit
- Vorhandene Migrationsobjekte
- Technisch klar dokumentiert, Pflichtfelder, etc. (SAP Know How für Migration)
- Geführte Migration
- Klar strukturierte Schritte von Upload über Simulation bis zur Migration
- Einheitliche Oberfläche für viele Migrationsobjekte (Zentrale App für Alle Objekte F3473)
- Template / Vorlagedatei
- In Excel pflegbare Vorlagedatei (XML) welche Erläuterungen umfasst und ansprechend formatiert ist
- Vermeidung von Fehlern durch Erleichterungen bei der Datenpflege
- Simulation
- Reduziert Risiko und erhöht Qualität
- Korrekturdatei
- Nur fehlerhafte Daten nachbessern statt vollständige Neueingabe
- Arbeitsteilige Datenmigration
- Vorlagedateien können von Fachabteilungen gepflegt werden
- Anpassung bestehender Migrationsobjekte
- Erstellung eigener Migrationsobjekte möglich
- Berechtigungen
- Berechtigungen laufen über das SAP-Berechtigungssystem – das vereinfacht auch Prüfung durch Audit/Revision
Rückmeldungen zum Vortrag (Chat)
Vielen Dank für die durchwegs positiven Rückmeldungen zum Vortrag. Ergänzend zum Vortrag wurde auch ein Chat angeboten und ich war schon sehr neugierig auf Austausch und Rückmeldungen und Fragen im Chat und etwas verwundert, dass ich hier keine Meldungen gesehen hatte. Scheinbar war ich jedoch zu früh angemeldet gewesen und der Chat hatte sich nicht aktualisiert :-(.

Daher hatte ich die Rückmeldungen im Chat nicht angezeigt bekommen, so dass ich am Ende dieses Beitrages auch auf die Rückmeldungen eingehen werde. Die Nachrichten im Chat sind hervorgehoben und meine Antwort direkt darunter gesetzt.
Gibt es für alle heutigen Vorträge Aufzeichnungen die wir im Nachgang bekommen?
Danke an Jörg Siebert für den Hinweis "Ja, im Nachgang bekommen Sie als Teilnehmer einen Zugang für https://et.training , wo wir die Aufzeichnungen ablegen werden.". Ich gehe davon aus, dass die Aufzeichnung in den nächsten Tagen auch auf der Lernplattform von Espresso Tutorials eingebunden sein wird.
Gibt es noch Lücken in den Migrationsobjekten im Vergleich zur LSMW? Zudem: Wir haben festgestellt, dass selbst in einem S/4HANA2022 FPS03 System sehr viele SAP4Me Notes eingespielt werden müssen, um einen lauffähigen Funktionsumfang zur Verfügung zu haben.
An dieser Stelle empfehle ich immer auf die vorhandene Dokumentation der Migrationsobjekte zu schauen. Der Vorteil ist, dass hier seitens der SAP regelmäßig auch der Funktionsumfang der Migrationsobjekte erweitert wird und sie hier auch Anpassungen der Migrationsobjekte erhalten. Teilweise sind auch Anpassungen die in vorherigen Releases mit LTMOM erforderlich waren in aktuellen Migrationsobjekten nicht mehr notwendig. Zur Einrichtung des Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer verweise ich auch gerne auf den SAP Hinweis "3388071 - SAP-S/4HANA-Migrationscockpit: zentraler SAP-Hinweis für die direkte Migration von Daten aus einem SAP-System - Korrekturen in Migrationstechnologie für SAP S/4HANA 2023" und erwähnte Reports.
Was wäre der BestPractice Fall für die Erweiterung von Z-Feldern an Datenobjekten?
Sofern die Zielstruktur diese Z-Felder versorgt (Funktionsbaustein) können Sie in der LTMOM diese Felder in der Quellstruktur erweitern und per Mapping dann im Migrationscockpit nutzen.
Am Beispiel des CO Innenauftrages ist es so, dass der Customer Include CI_AUFK vom BAPI des Migrationsobjektes (BAPI_INTERNALORDER_CREATE) in der Zielstruktur unterstützt wird jedoch die Quellstruktur um die entsprechenden Felder erweitert werden müssen und diese dann der Zielstruktur zugeordnet werden müssen.
Dies ist, inklusive der Generierung der Laufzeitobjekte, im Migrationsobjektmodellierer (LTMOM unter OnPremise) möglich und wird anhand eines anderen Beispiels auch in meinen Onlinetraining erläutert.
Sofern unter Zusatzfelder Werte für Merkmale der Klassifizierung von Objekten gemeint waren sind diese leider nicht unterstützt.
Gibt es Möglichkeiten, auch Langtexte zu übernehmen?
Hier sollten Sie sich ebenfalls in der LTMOM das Migrationsobjekt näher ansehen bzw. in der Dokumentation zum Migrationsobjekt kontrollieren, ob die Langtexte mit übernommen werden. Die Frage wäre, welche Langtexte konkret gemeint werden, daher die etwas allgemeinere Antwort.
Problematisch an Langtexten ist, dass diese oft in separate Tabellen gespeichert werden. Anhand des CO Innenauftrages kann ich zumindest bestätigen, dass dieses Feld nicht durch das Migrationscockpit unterstützt wird. Weder in der Vorlagdatei (und damit der Quellstruktur) noch in der Zielstruktur ist der Langtext vorhanden. Hintergrund ist, dass der zugeordnete Funktionsbaustein BAPI_INTERNALORDER_CREATE ebenfalls keine Langtexte pflegt.
ich vermisse einen Hinweis auf die Anzahl von Daten , die pro XML-Datei geladen werden können. Können sie bitte hierzu noch etwas sagen?
Im Vortrag "Grundlagen der Datenmigration in SAP S/4HANA mit dem Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer" gehe ich darauf ebenfalsl ausführlicher ein. Hier war mir ein Überblick zur Evolution wichtig. Zur Datenmenge: Hier ist die Größe der XML Datei relevant. In der Cloud kann diese 100 MB groß sein. Unter OnPrem ist diese per Parameter icm/HTTP/max_request_size_KB auf 160 MB in der Transaktion RZ10 anpassbar.
Vielleicht ebenfalls interessant ist die Möglichkeit mehrere Dateien per ZIP hochzuladen.
Vielen Dank für die Darstellung der Wichtigkeit auch der organisatorischen Tätigkeiten.
Gerade die Trennung zwischen organisatorisch und technisch ist mir ebenfalls ein großes Anliegen, so dass ich mich freue, dass diese ebenfalls so wahrgenommen wurde.
Im Vortrag wurde von Cloud und on-premise gesprochen: bedeutet Cloud immer Public Cloud und gelten die Aussagen für OP auch für Private Cloud?
Normalerweise sollten OnPrem und Private Cloud immer gleich funktionieren. Letztendlich ist die Private Cloud ja nur ein anderes Subskriptionsmodell.
Der Antwort im Chat kann ich mich nur anschliessen. Vereinfacht gesagt steht in der Privat Cloud ihr OnPrem System (Blech) nur bei anderen und nicht im eigenen Serverraum.
Veröffentlichungsdatum: 15.05.2025
Dauer: 00:41:49
Vorschau Espresso Tutoirials
Lernplattform et.training
Neugierig geworden? Ausblick; Vertiefung auf dem FICO Forum in Köln oder meiner Schulung
Im Vortrag auf dem Infotag habe ich auf die Veränderungen zum vertrauten Werkzeug der LSMW dargestellt und die Stärken der neune Werkzeuge vorgestellt.Sollte ein tiefergehender Blick auf beide Tools (Migrationscockpit, Migrationsobjektmodellierer) interessant sein, kann ich neben meinen Online-Training auf unkelbach.expert auch die Veranstaltung FICO-Forum-Infotage meets ICon vom 11. Juni - 12. Juni 2025 empfehlen.
FICO-Forum-Infotage meets ICon (Fachkonferenz vom 11. bis 12. Juni 2025 in Köln)
Espresso Tutorials, Convista und die IBS Schreiber bieten auch dieses Jahr wieder die FICO-Forum-Infotage in Köln an. Dabei zeigt die Agenda eine gute Auswahl aus den Bereichen SAP Finance und Security (Tickets/Infos , Agenda). Veranstaltungsort ist Pullman Cologne Helenenstraße 14, 50667 Köln.Ich freue mich schon sehr auf meinen eigenen Vortrag am 11. Juni 2025 von 11:00 bis 11:45 im Ballsaal C.

Thema:
Grundlagen der Datenmigration in SAP S/4HANA mit dem Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer
Beschreibung:
Die Datenmigration gehört zu den zentralen Aufgaben bei der Einführung von SAP S/4HANA – und bringt einige Herausforderungen mit sich. Mit dem Migrationscockpit und dem Migrationsobjektmodellierer stellt SAP zwei Werkzeuge zur Verfügung, die an die Stelle der altbekannten LSMW treten – und dabei nicht nur an Funktionalität gewinnen, sondern auch in der Praxis einiges vereinfachen können.
Im Vortrag schauen wir uns an, welche grundlegenden Konzepte hinter der Datenmigration stehen, welche Migrationsansätze es gibt – und vor allem, wie diese beiden Tools konkret eingesetzt werden können. Dabei geht es nicht nur um die „große Migration“, sondern auch um alltägliche Szenarien wie die Massenpflege von Stammdaten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Fiori-App „Migrationscockpit“: Wie können Fachabteilungen eingebunden werden? Was bedeutet arbeitsteilige Migration konkret? Was spricht für die Nutzung einer Vorlagedatei statt klassischer CSV-Dateien? Welche Vorteile hat das Migrationscockpit gegenüber der bekannten LSMW?
Auch der Migrationsobjektmodellierer wird vorgestellt – inklusive der Möglichkeit, inklusive der Möglichkeit, im On-Premise-Betrieb eigene Migrationsobjekte zu erstellen oder bestehende individuell anzupassen.
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich – gerne auch mit einem gewissen Praxisfokus – mit der Migration nach S/4HANA beschäftigen. Und er zeigt, warum sich der Umstieg auf die neuen Tools lohnt, selbst wenn der Abschied von der vertrauten LSMW nicht ganz leichtfällt (siehe SAP-Hinweis 2287723).
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns hier in Köln sehen.
Online-Training "Grundlagen Datenmigration in SAP HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer

Alternativ verweise ich auch gerne auf mein ausführliches Online-Training "Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer" wo Sie auf unkelbach.expert nähere Informationen und aktuelle Termine finden.
Dort erkläre ich Schritt für Schritt anhand praxisnaher Beispiele Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer und im Rahmen der Live-Session besteht auch die Möglichkeit von Rückfragen und Austausch untereinander. Gerade beim Online-Training über Espresso Tutorials profitieren die Teilnehmende auch durch den Austausch untereinander und sehen branchenübergreifend oft noch weitere Möglichkeiten neben den sicherlich ebenfalls hilfreichen Inhalten meiner Schulung.
Ein Blick auf den Lernpfad zeigt die Begleitvideos und in der FAQ zum Thema Live-Session ist ersichtlich wie das Konzept des flipped classroom funktioniert. Alternativ können meine Schulungen auch als individuelles Seminar (Inhouse-Workshop) sowohl in Präsenz als auch online gebucht werden.
Fazit
Abschließend wünsche ich für anstehende Projekte weiterhin viel Erfolg und hoffe im Überblick etwas Neugierde auf das Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer geschaffen zu haben.Ich freue mich, wenn Sie etwas für sich mitnehmen konnten – und noch mehr über den Austausch, ob per Kommentar, Nachricht oder im persönlichen Gespräch.
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"


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