Andreas Unkelbach
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Montag, 16. Mai 2016
15:50 Uhr

Darstellung einzelner Projektphasen von der Freigabe bis zum Abschluss eines Innenauftrags anhand einer Query mit Ausgabe GESPERRT aber auch Abschlussdatum

Grundsätzlich können alle Status eines CO Innenauftrag wie in den Artikeln "SAP Query: Systemstatus CO Innenauftrag","SAP Query ABAP Coding im Zusatzfeld für Verknüpfung Innenauftrag und Fond bzw. Finanzierungszweck oder auch Status GESPERRT bei Innenaufträgen" und "Änderungsbelege zu Systemstatus (JEST) bei Innenaufträgen per Query auswerten" anhand der Tabellen  "JEST - Einzelstatus pro Objekt", "TJ02 - Systemstatus" ausgewertet werden. Wenn es jedoch um die einzelnen Phasen eines Innenauftrages geht (und nicht um den Status GESPERRT ist auch die Stammdatentabelle AUFK hier hilfreich und kann direkt verwendet werden.

Gerade bei Projekten mit fester Laufzeit ist es wichtig, festzulegen, wie am Projektende mit Buchungen verfahren werden soll. Teilweise kann hier einfach ein Auftrag gesperrt werden (wodurch keine Buchung mehr möglich ist) allerdings kann es gerade im Rahmen einer Plankopie erforderlich sein etwaige Innenaufträge auch wieder zu entsperren, so dass eine Planabrechnung noch erfolgen kann. Eine bessere Idee ist es da die von SAP vorgesehenen Phasen eines Innenauftrag (Eröffnung, Freigabe, Technisch abgeschlossen,Abgeschlossen) zu verwenden. Somit ist auf einen Blick klar, dass hier tatsächlich das Projekt beendet (abgeschlossen) ist und nicht nur zeitweise (zum Beispiel da ein Sachverhalt geklärt werden muss bevor Buchungen erfolgen) gesperrt ist.

Hierzu ist es sinnvoll tatsächlich einen Arbeitsworkflow zu definieren (vergleichbar zum "Workflow Kostenstelle und Innenaufträge (Module CO, PSM)") oder auch die einzelne Arbeitsschritte und Vorgehensweise in einer "Ereignisgesteuerte Prozesskette in DIA darstellen (weitere Objekte einfügen)" darzustellen. Wobei hier das Projektende entsprechend zu ergänzen wäre. Hier ist allerdings, wie an vielen anderen Stellen des Berichtswesen, auch die entscheidende Frage, wie weit eine Dokumnentation gehen sollte.Insbesondere  sollte auch der Buchhaltung (sowohl in der Finanzbuchhaltung als auch im Controlling) klar sein, wo der Unterschied zwischen Status und Sperre bei Projekten gesetzt wurde und welche Idee hinter den einzelnen Status zu sehen ist.
 

Phasen eines Auftrag bzw. Status

Diese hat gleichzeitig auch den Vorteil, dass hier nur ein Status für die einzelnen Phasen inklusive Datum hinterlegt sind.

Die für die einzelnen Phasen eines Innenauftrages mittels X = JA markierten Felder sind:

  • AUFK-PHAS0 -  Phase 'Auftrag eröffnet'
  • AUFK-PHAS1 -  Phase 'Auftrag freigegeben'
  • AUFK-PHAS2 -  Phase 'Auftrag technisch abgeschlossen'
  • AUFK-PHAS3 -  Phase 'Auftrag abgeschlossen'
Entsprechend bauen auch diese Phasen aufeinander auf und lassen entsprechend immer weniger Vorgänge zu.

  Daneben sind die einzelnen Datumsfelder wie folgt in der Tabelle AUFK hinterlegt:
  • AUFK-IDAT1 - Freigabedatum
  • AUFK-IDAT2 - Technisches Abschlußdatum
  • AUFK-IDAT3 - Abschlußdatum
Bei den einzelnen Datumsfeldern ist es dann natürlich sinnvoll innerhalb der Grundliste bei den Feldeigenschaften (links Spalte, wenn es selektiert wurde oder in der Grundliste angeklickt) die Option "Feld nur ausgeben, wenn <> 0 " zu aktivieren. Andernfalls werden hier bei noch nicht abgeschlossenen Innenaufträgen (Feld AUFK-PHAS3 ist nicht mit X gefüllt) als datumswert 00.00.0000 ausgegeben. Schöner sieht hier natürlich ein leeres Feld aus, so dass ein Datum nur ausgegeben wird, wenn auch tatsächlich der Auftrag abgeschlossen ist.

Je nach gewählten Status sind einzelne betriebswirtschaftliche Vorgänge erlaubt beziehungsweise unterbunden. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Status ist auch im Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling" (ISBN: 9783960126874) erläutert. Innerhalb der Stammdaten eines Innenauftrages (z.B. über die Transaktion KO03 oder KO02) kann über die Registerkarte Steuerung im Standard das Feld Status eingesehen werden. Sofern Sie über SPRINGEN->STATUS gehen bekommen Sie zum aktuellen Status auch die jeweils erlaubten betriebswirtschaftlichen Vorgänge hinterlegt.

Exkurs: Customizing Statusverwaltung / Statusschemata und Anwenderstatus / Betriebswirtschaftliche Vorgänge

Neben den vom SAP System vorhandenen vorgegebenen Status inklusive der entsprechenden Zuordnungen können im Customizing aber auch eigene "Anwenderstatus" festgelegt werden, die über ein Statusschema auch eigene Anwenderstatus festlegen, die hier ebenfalls einzelne betriebswirtschaftlichen Vorgänge festlegen und eine Vorgangssteuern je Statusschema zuordnen.
Hierbei finden Sie die einzelnen Funktionen im Customizing (Transaktion SPRO) unter

  • Controlling
  • Innenaufträge
  • Auftragsstammdaten
  • Statusverwaltung
  • Statusschemata definieren (Transaktion OK02)

Hier sind die einzelnen Status in einer Reihenfolge festgelegt, so dass in der Stammdatenverwaltung hier auch zwischen den einzelnen Status hin und her geschaltet werden kann. Über SPRINGEN->VORGANGSSTEUERUNG können nun einzelne betriebswirtschaftlichen Vorgänge hinterlegt werden.
In der Definition der Auftragsart (Transaktion kot2_opa) kann nun das Statusschema hintelregt werden. Jeder dieser Statusschema ist dann entsprechenden Objekten so zum Beispiel "Innenauftrag" zugeordnet.

Selbst angelegte Anwenderstatus werden jedoch nicht wie im Artikel "" beschrieben in der Tabelle  JEST (siehe Artikel "Änderungsbelege zu Systemstatus (JEST) bei Innenaufträgen per Query auswerten" oder "SAP Query: Systemstatus CO Innenauftrag"sondern in der Tabelle TJ30 "Anwenderstatus" hinterlegt.

Sollten Sie eigene Anwenderstatus definieren wollen, kann es hilfreich sein sich vorab darüber klar zu werden, welche einzelne betriebswirtschaftlichen Vorgänge beim jeweiligen Status erlaubt bzw. unterbunden werden sollen. Ferner ist ein wesentlicher Punkt auch eine entsprechende Prozessdokumentation und vor allem auch Durchführung eines entsprechenden Ablaufsplan für die einzelnen Phasen eines Projektes welches als Innenauftrag abgebildet wird.

Auswertung Query über einzelne Phasen eines Projektes

Neben der bisherigen Auswertung von Auftragsstammdaten (siehe zum Beispiel der Artikel "Query über COEP, AUFK und FMFINCODE für Einzelposten Istkosten Innnenauftrag mit Stammdaten aus CO und PSM-FM sowie Spalten für Ertrag und Aufwand - Erster Teil Infoset als Datengrundlage" im Abschnitt "Zusatzfeld Gesperrt (Sperrkenzeichen auswerten)" ausführlicher geschildert) kann nun aber auch die einzelnen Phasen des Projektes abgebildet werden.

Zur Auswertung kann aus den schon in den bisherigen Stammdatenlisten verwendeten Infoset die eingangs erwähnten Felder AUFK-PHAS3 (Status abgeschlossen) und AUFK-IDAT3 (Abschlussdatum) mit in der Grundliste der Query aufgenommen werden.

Nun kann das Setzen des Sperrkennzeichen eines Innenauftrag für kurzfristige Buchungssperren gesetzt werden und für tatsächlich abgeschlossene Projekte auf den Status ABGS gewechselt werden, wodurch auch tatsächlich keine weiteren Buchungen mehr möglich sind. Das kurzfristieg Sperren ist dadurch weiterhin über BEARBEITEN->SEPRRE->SETZEN möglich, wohingehend der Status Abschluss im Reiter Steuerung bzw. im Abschnitt Status durch Wechsel des jeweiligen Status gewählt werden kann. Daneben kann durch die Felder Antragsdatum, Arbeitsbeginn und Arbeitsende relativ genau die Laufzeit eines Projektes ausgegeben werden.

Eine stark vereinfachte Stammdatenliste für Innenaufträge (lediglich basierend auf der Tabelle AUFK) könnte dabei wie folgt aufgebaut sein:

Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen (bzw. Zusatzfelder) des Infosets Zugriff genommen beziehungsweise in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angegeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:

 

Auftragsstammdaten AUFK
Auftragsart (S) AUFK-AUART
Auftragsnummer (L,S) AUFK-AUFNR
Kurztext (L) AUFK-KTEXT
Verantwortliche Kostenstelle (L,S) AUFK-KOSTV
Profitcenter (L,S)
AUFK-PRCTR
Antragsdatum (L) AUFK-USER5
Arbeitsbeginn (L,S) AUFK-USER7
Arbeitsende (L) AUFK-USER8
Antragssteller (L) AUFK-USER0
Verantwortlicher (L) AUFK-USER2
Abteilung (L) AUFK-USER6
Externe Auftragsnummer (L) AUFK-AUFEX
Auftrag abgeschlossen (L, S)
AUFK-PHAS3
Abschlussdatum (L) AUFK-IDAT3

Wie eingangs erwähnt sollte bei diesen Feld die Option "Feld nur ausgeben, wenn <> 0 " aktiviert sein.

Zusatzfelder (die im Infoset angelegt wurden)
Virtuelle Lehreinheit (L) VLE
Gesperrt (L)  GESPERRT
Finanzierungszweck (L,S) FINUSE

Die drei Zusatzfelder sind in den folgenden Abschnitten

der Artikel "Query über COEP, AUFK und FMFINCODE für Einzelposten Istkosten Innnenauftrag mit Stammdaten aus CO und PSM-FM sowie Spalten für Ertrag und Aufwand - Erster Teil Infoset als Datengrundlage" und  "SAP Query innerhalb des SAP Moduls PSM FM beziehungsweise Haushaltsmanagement" beschrieben.

Reihenfolge Selektionsfelder festlegen

Ebenfalls interessant, gerade bei vielen Selektionsfeldern, kann es sein, dass der Aufbau des Selektionsbild auch durch die Reihenfolge Selektionsfelder bei Query ändern beeinflusst werden kann. Dieses ist über SPRINGEN->FELDAUSWAHL->SELEKTIONEN über die Spalte NR. möglich. Hier kann ich nur die Empfehlung aus meiner Studiumszeit weiter geben bei Sortierfeldern Abstände immer in 5er Schritten anzugeben (Erstes Feld bekommt Nummer 5, Zweites Feld Nummer 10, ...). Dieses hat den enormen Vorteil, dass später auch Felder verschoben werden können (zum Beispiel auf Numemr 7) ohne dass hier auch alle anderen Felder geändert werden müssen.

Konzeption Prozesse und notwendige Stammdatenfelder

In der Praxis kann es tatsächlich immer einmal wieder vorkommen, dass weitere Felder in der Selektionsliste aufgenommen werden sollen, oder alternativ manche wegen der einfacheren Handhabbarkeit an einer anderen Stelle verschoben werden sollten. Sollten Sie sich neben den einzelnen Projektphasen auch noch weitere Gedanken um die Stammdaten oder Informationen zu einen Innenauftrag machen, kann auch der Artikel "Stammdatenerweiterung von CO-Objekten am Beispiel ergänzende Kostenstelle beim Innenauftrag". Sollten Sie sich gemeinsam Überlegungen über aufzunehmende Felder beziehungsweise neben der Prozessdokumentation auch ein Brainstorming über vorhandene Daten durchführen wollen kann ich auch zum Ordnen der eigenen Gedanke eine Mindmap wie im Artikel "Mindmapping und Sketchnotes im Beruf nutzen für Brainstorming oder Mind Mapping mit XMIND" empfehlen, allerdings müssen sich darauf auch alle Beteiligten einlassen, was bei solchen Methoden nicht immer der Fall ist.

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 1. Mai 2016
11:22 Uhr

Abrechnungsvorschriften von Innenaufträgen auf identische verantwortliche Kostenstelle und empfangende Kostenstelle per Query mit Ampelfunktion prüfen

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal eine Query beschrieben die relativ komfortabel eine Alternative zur Transaktion KOSRLIST_OR Abrechnungsvorschriften  darstellt, allerdings sind im Laufe der Zeit noch weitere Aspekte beziehungsweise Anforderungen in Richtung einer automatischen Kontrolle dieser Abrechnungsvorschrift hinzugekommen. Auf diese Anforderungen und die Systematik der Auftragsabrechnung möchte ich im folgenden Artikel ausführlicher eingehen.
 

Abrechnungsvorschrift Auswertung über KOSRLIST_OR

Die normale Auswertung der Abrechnungsvorschriften ist im SAP Menü unter
  • Rechhnungswesen->
  • Controlling->
  • Innenaufräge->
  • Infosystem->
  • Berichte zu Innenaufträgen->
  • Stammdatenverzeichnis->
  • Abrechnungsvorschriften (Transaktion KOSRLIST_OR )
zu finden.

Allerdings hat diese Auswertung den Nachteil, dass hier keine ALV (sprich Liste) erstellt wird sondern in einer Überschriftzeile der Innenauftrag als Kopfzeile dargestellt wird und unten drunter die Abrechnungsvorschriften als einzelne Positionen dargestellt werden.

Sollte, aus Gründen, nun ein Vergleich oder gar Export der Abrechnungsvorschriften erfolgen ist dieses etwas problematisch.

Von einigen Kolleginnen und Kollegen wurde ich angesprochen, ob nicht eine Kontrolle der Abrechnungsvorschriften nicht auch über eine Query möglich ist. Bisher wurde dieses relativ aufwändig in Excel erledigt.

Besonders bei der Abrechnung von Kosten auf Kostenstellen soll hier überprüft werden, ob die empfangende Kostenstelle identisch zur verantwortlichen Kostenstelle des Innenauftrages ist.

Hintergrund: Abrechnung von Landesmittelprojekten

In der Regel hängen die einzelne Projekte an einer Kostenstelle einer Professur / eines Institut oder einer Einrichtung und sollen im Rahmen der Auftragsabrechnung für eine Plankostenumlage auf die jeweiligen Kostenstellen umgelegt werden. Auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der Auftragsabrechnung gehe ich etwas später in diesen Artikel ein.

Nun möchte ich kurz die Möglichkeit einer Query zur Auswertung der Abrechnungsvorschriften vorstellen und diese um eine Prüffunktion erweitern.
 

Infoset zur Auswertung Auftragsabrechnung

Technisch betrachtet beruht das Infoset aus den beiden Tabellen AUFK für die Stammdaten der Innenaufträge und COBRB für die Aufteilungsregeln Abrechnungsvorschrift Auftragsabrechnung.

Die beiden Tabellen sind über das Tabellenfeld OBJEKTNUMMER der beiden Tabellen aufgebaut. Hier werden also die beiden Felder AUFK-OBJNR und COBRB-OBJNR miteinander verknüpft und alle Tabellenfelder in das Infoset übernommen.

Query zur Darstellung Abrechnungsvorschrift

Die Query ist dabei wie im Artikel "Query Abrechnungsvorschriften Innenauftrag" umfassender beschrieben wie folgt aufgebaut:

Auftragsstammdaten AUFK
Auftragsnummer (L,S) AUFK-AUFNR
Kurztext (L) AUFK-KTEXT

Aufteilungsregeln Abrechnungsvorschrift Auftragsabrechnung COBRB
Version (L,S) COBRB-VERSN
Kontierungstyp (L) COBRB-KONTY
Empfangende Kostenstelle (L) COBRB-KOSTL
Auftragsnummer (L) COBRB-AUFNR
Abrechnungsart (L) COBRB-PERBZ
Ursprungszuordnung (L) COBRB-URZUO
Gültig ab Periode (L) COBRB-GABPE
Gültig ab Jahr (L) COBRB-GABJA
Gültig bis Periode (L) COBRB-GBISP
Gültig bis Jahr (L) COBRB-GBISJ

Die im ursprünglichen Artikel beschrieben weiteren Felder zu den Stammdaten Kostenstelle etc. habe ich nun einmal außen vor gelassen.

Soweit ist diese Query auch schon bekannt. Nun gab es allerdings eine Anfrage, dass die Aufteilungsregel der Innenaufträge automatisch überprüft werden sollten.

Ausgangslage unterschiedliche Abrechnungsvorschriften

Hintergrund ist, dass in der Abrechnungsvorschrift drei Einträge vorhanden sind.
  • Abrechnung der Kosten auf eine Kostenstelle
    In der Abrechnungsvorschrift wird als Typ KST (Kostenstelle) und als Abrechnungsempfänger  eine Kostenstelle zugeordnet. Die Verteilung der einzelnen Kostenarten erfolgt über die Ursprungszuordnung ZUK werden die einzelnen Kostenarten entsprechenden Abrechnungskostenarten zugeordnet.
  • Abrechnung Erlöse auf Erlösauftrag
    Hier ist die Abrechnungsvorschrift so gepflegt, dass als Typ AUF (Auftrag) und ein entsprechender Innenauftrag als Abrechnungsempfänger hinterlegt. Als Ursprungszuordnung wird hier ZUE hinterlegt.
  • Abrechnung neutrales Ergebnis
    Neutrale Kosten-/Erlösarten werden ebenfalls per Typ AUF (Auftrag) auf einen Innenauftrag zum neutralen Innenauftrag gelegt werden. Hier wird als Ursprungszuordnung ZUN festgelegt.

Hintergrund: Customizing Abrechnungsvorschrift

Das Customizing der Arbrechnungsvorschriften ist in der Transaktion SPRO unterhalb

  • Controlling->
  • Innenaufträge->
  • Planung->
  • Abrechnung pflegen

aufrufbar. Hier können zum einen die einzelnen Abrechnungsschema gepflegt werden aber auch das Ursprungsschema gepflegt werden. Dieses soll aber nicht Thema des Artikels sein.

Sofern Kosten auf eine Kostenstelle abgerechnet werden soll, sollte diese Kostenstelle der verantwortlichen Kostenstelle des Innenauftrages entsprechend. Gerade wenn hier in der Abrechnungsvorschrift eine Abweichung vorhanden ist, kann dieses eine sehr ausführliche Fehlersuche nach sich ziehen.

Lokales Feld mit Ikone LED anlegen

Hierzu arbeiten wir in der Query wieder einmal mit lokalen Feldern.

Um lokale Felder zu definieren wird nicht direkt die Grundliste der Query bearbeitet (wo auch das Layoutdesign gepflegt wird) sondern innerhalb der Querypflege (Transaktion SQ01) mit "nächstes Bild (F6)" auf die Feldauswahl der Query gewechselt. Alternativ ist es auch möglich dies über das Menü SPRINGEN->FELDAUSWAHL->FELDAUSWAHL zu erreichen.

Über
BEARBEITEN->KURZBEZEICHNUNG
kann für die einzelnen Felder eine Kurzbezeichnung eingestellt werden. Nun werden rechts neben den Datenfeldern Eingabefelder für die Kurzbezeichnung angegeben. Hier erhalten nun folgende Felder eine Kurzbezeichnung (in der Beschreibung ist die Bezeichnung, gefolgt von der angelegten Kurzbezeichnung (fett hervorgehoben) und des dahinter technisch liegenden Tabellenfeldes angegeben):

Auftragsstammdaten
Verantwortliche Kostenstelle VKOST  (AUFK-KOSTV)
Aufteilungsregeln Abrechnungsvorschrift Auftragsabrechnung
Ursprungszuordnung URZUO (COBRB-URZUO)
Kontierungstyp KONTY (COBRB-KONTY)
Empfangende Kostenstelle EKOST (COBRB-KOSTL)

Diese Kurzbezeichnung ist notwendig, da wir auf diese dann Bezug nehmen, wenn wir ein eigens Feld mit einer Formel anlegen.

Dieses geht über

BEARBEITEN->LOKALES FELD->ANLEGEN

Dieses Lokale Feld wird dann in der Feldgruppe angelegt, in der wir uns gerade befinden. Von daher ist es ganz praktisch, dass wir uns in den Abrechnungsvorschriften befinden.

Hierzu legen wir ein Feld mit folgenden Eigenschaften an:

lokales Feld (CHKABRV)
Kurzbezeichnung:  CHKABRV
Feldbezeichnung: CHKABRV
Überschrift: CHKABRV
Eigenschaften:
Ikone
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:

Bedingung: VKOST = EKOST AND URZUO = 'ZUK' AND KONTY = 'KS'
Formel: ICON_LED_GREEN

Bedingung: VKOST <> EKOST AND URZUO ='ZUK' AND KONTY = 'KS'
Formel ICON_LED_RED

Sonst lassen wir leer.

Die Bedingung ist ein klein wenig tricky.

Als erstes wird geprüft ob die Verantwortliche Kostenstelle des Innenauftrags und das Feld empfangende Kostenstelle (COBRB-KOSTL) identisch sind oder ob es hier Abweichung gibt

In der ersten Bedingung sollten die übereinstimmen (dank = ) und in der zweiten gibt es eine Abweichung ( <>  bedeutet ungleich).

Daneben werden aber auch folgende Fragestellungen berücksichtigt

Werden tatsächlich Kosten verteilt und nicht etwa Erlöse?
Wie erwähnt gibt es allerdings neben ZUK für die Verteilung der Kosten noch eine Verteilung von Erlöse auf entsprechende Erlösaufträge über die Ursprungszuordnung ZUE. Hier kann die Kostenstelle nicht übereinstimmen, da die Erlöse der Innnenaufträge auf entsprechende andere Innenaufträge (zum Beispiel Erlösaufträge der einzelnen Lehreinheiten) verteilt werden. Daher soll eine Kontrolle nur erfolgen, wenn es sich bei der Ursprungszuordnung um ZUK für die Kostenabrechnung handelt.

Ist der Abrechnungsempfänger vom Typ her eine Kostenstelle?
Problematisch sind nun Innenaufträge deren Kosten nicht auf Kostenstelle sondern auf einzelne Produkte (Drittmittel, Weiterbildung vergleichbares) abgrechnet werden. Hier ist der Abrechnungsempfänger dann keine Kostenstelle sondern ein Innenauftrag. Deswegen gibt es als dritte Bedingung die Kontrolle handelt es sich beim Typ um eine Kostenstelle "KS". Dieses wirkt nun iritierend, da wir bei der Pflege von Abrechnungsvorschriften im Innenauftrag ja immer eine KST angeben, wie auch in unseren Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" ausführlich erläutert wurde (siehe Buchempfehlung).
Dieses liegt daran, dass in der Abrechnungsvorschrift der Wert zwar als KST zugewiesen wird, in der Datenbank das Feld allerdings unkonventiert als KS gespeichert ist. Besonders ansprechend ist das in der Transaktion SE16H zu betrachten. Ferner umfasst das Feld KONTY der Tabelle COBRB auch nur zwei Zeichen.
Dieses ist auch der Grund, warum ich gerne Tabellendefinitionen (SE12) oder Tabellenanzeige (SE16H) für die Administration von Query nutze ansosnten wundert man sich, warum eine Auswertung nicht funktioniert.


Was für eine Ikone soll als Symbol ausgegeben werden (Formel)?
Als Formel wird nun der Wert der IKONE angegeben.

Hier nutze ich sehr gerne LED Icons die je nach Zustand (Ergebnis) RED = Fehler, YELLOW = Kontrolle erfoderlich oder GREEN = Alles okay ein Ergebnis liefern.

Gemäß SAP Design Guide (siehe https://experience.sap.com/files/guidelines/icons_sap/index.htm ) hätte ich hier wohl ebenfalls besser ICON_CHECKED (grüner Haken) , ICON_INCOMPLETE (rotes Kreuz) oder ICON_FAILURE (Warnhinweis) verwenden können.

Die LED Icons  ICON_LED_GREEN (Green LED; go; correct), ICON_LED_RED (Red LED; stop; incorrect) erscheinen mir hier allerdings tatsächlich als wesentlich sinnvoller.

Wenn ich nun dieses Feld ebenfalls in meine Grundliste übernehme erhalte ich bei gepflegten Abrechnungsvorschriften direkt eine LED wenn es eine entsprechende Abweichung gibt und kann sogar nach Fehlern filtern.

Handhabung der Query

Nachdem die Query angelegt ist lohnt es sich abzurechende Projekte vorab per Query auszuwerten und in der Anzeige beziehungsweise einer Layoutvariante nach roten LEDs zu filtern. Auf diese Weise ist es möglich schon vor der Abrechnung etwaige Abweichungen zu identifizieren und zu verhindern. Ferner kann dieses auch hilfreich sein, entsprechende Abweichungen bei Kostenumlage (zum Beispiel durch die Plankostenumlage) zu korrigieren. Mit ein wenig Glück muss man dann nicht alle Zyklen stornieren (oder eine erneute Plankopie anfertigen) sondern kann dann in Höhe der Abweichung eine Plankorrektur vornehmen. Sofern eine Umlage im Ist erfolgt, kann hier auch das Thema "Segmentkorrektur in SAP" interessant sein.

Nebenbei beim Thema Umlagezyklen oder generell der kennzahlenbasierten Verrechnung sind auch die Artikel "Innenaufträge als Empfänger von Umlagezyklen (KSUB)" oder die Analyse von Kostenumlagen wie im Artikel "ReportWriter: Ergebnisse Planumlage (KSUB) je Partnerobjekt"  oder "Auswertung Statistische Kennzahlen auf Innenaufträge für Lehrimport und Lehrexport auf Ebene Studiengänge". Gerade im Controlling bietet sich hier aber neben der Query auch Report Writer beziehungsweise Report Painter als Analysewerkzeug an. Nach Möglichkeiten sollten aber Auswertungen, wie die hier beschriebene Überprüfung der Abrechnungsvorschrift genutzt werden um die doch sehr umfangreiche Suche nach Abrechnungsfehlern zu vermeiden.

Gerade bei einer Analyse von Einzelbelegen im Plan, wie im Artikel "CO Planeinzelposten Objekt und Partnerobjekt auswerten / Mehrere Felder summieren" beschrieben ist enorm aufwändig.

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können. Wie erwähnt kann im Controlling auch das Thema "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" sehr nützlich sein.




Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 23. April 2016
22:04 Uhr

Teilen in SAP Query mit den Funktionen MOD und DIV zur Darstellung von Absolutwerten oder auch Restwert bei Divisionen

Nach den letzten Artikeln die mehr im Bereich Office (insbesondere Excel) angesiedelt waren und der für mich besonders erfreulichen Nachricht auf Facebook zum Tag des Buches (siehe folgenden Tweet von mir) mag ich im folgenden Artikel wieder einmal eine Fragestellung aus SAP Query aufgreifen.

Vorab eine kurze Twittermeldung zum Welttag des Buches in eigener Sache
Danach möchte ich auf das Thema "Regalflächen mit Verpackungseinheit bestücken und Dispositionsplanung durch Abrunden von Kapazität / Verpackungseinheit"

Mein Tweet zum Wochenende passend zum Weltbuchtag
Mittlerweile bietet Amazon auch eine Buchvorschau (Blick ins Buch), so dass sich neben der Buchvorstellung auf meiner Seite ein guter Einblick ins Buch möglich ist.

Nun aber zur eigentlichen Frage rund um eine Query aus den Bereich der Materialdisposition.

Ausgangslage

In einer Auswertung mit SAP Query sollen zwei Werte miteinander dividiert werden und das Ergebnis immer abgerundet werden. Da zwar Query erstellt werden dürfen, aber keine Berechtigung für Coding bei Zusatzfeldern gestattet ist, soll dieses in der Erstellung der Query geschehen. Im Ergebnis soll zum Beispiel 24 / 10 nicht 2,4 sondern 2,0 ergeben.

Als zusätzliche Hürde sollen alle Werte größer 1 müssen immer abgerundet werden, Werte die kleiner 0,9 sind müssen allerdings aufgerundet werden.

Betriebswirtschaftlicher Hintergrund Erstdisposition im Markt über Regalmenge und Verpackungseinheiten:

Im konkreten Beispiel geht es um die Simulation einer Erstdispotliste eines Marktes zu bis diese über ein Programm umgesetzt wird. Die Kapazität ( ist die maximale Regalmenge eines Artikels in Stück im Markt und die Verpackungseinheit (VE) entspricht den Standardgebinde der Ware. Das Ergebnis aus Kapazität / VE muss abgerundet werden, da keine halben Kollis geliefert bzw. ins Regal gesetzt werden und aufrunden nicht ginge, da ansonsten die maximale Regalmenge überschritten würde.

Alle Werte größer 1 müssen immer abgerundet werden, Werte die kleiner 0,9 sind müssen aufgerundet werden. Dieses ist inhaltlich auch verständlich, da ja mindestens eine Einheit bestückt beziehungsweise disponiert werden soll.

Technischer Aufbau der Query zur Dispositionsplanung:

Die Information zur maximalen Regalmenge wurde aus der Tabelle "MALG - Zuordnung von Layoutbausteinen zu Materialien" entnommen (Feld MALG-SHQNM "maximale Regalmenge) und die Verpackungseinheit aus der Tabelle "MARM - Mengeneinheiten zum Material" (Feld MARM-UMREZ "Zähler für die Umrechnung in Basismengeneinheiten") gegenübergestellt.

Die Query selbst wurde dabei technisch wie folgt aufgebaut:
Die Tabelle MARM wurde im Infoset mit der Tabelle "MAW1 - Materialstamm: Vorschlagsfelder und spezielle WWS-Felder" und einen Join der Felder MAW1-WAUSM ("Ausgabemengeneinheit") und MARM-MEINH ("Alternativmengeneinheit zur Lagermengeneinheit") miteinander verbunden.

Bedingt durch die Historie haben wird hier die Mengeneinheiten etwas kompliziert dargestellt und muss daher immer über die MARM ausgelesen werden um die tatsächliche Menge hinter der Basis/Kolli etc zu erhalten. Kurzer Hinweis: Die Query stammt nicht von mir aber ich fand diese zum Verständnis des technischen Hintergrund der Anforderung sehr praktisch und freue mich hier erstmals ein Beispiel aus den SAP Modul MM (Materialwirtschaft) beziehungsweise der Logitik schildern zu können. :-) Schon daher mag ich den fachlichen Austausch auch über das eigene Modul hinaus und freue mich, dass es verschiedene Plattformen gibt in der sich SAP Anwendende miteiander austauschen können.
 

Rundunsgfunktionen in Query

Nun stellt sich jedoch die Frage, wie in einer Quer gerundet werden kann. Während Report Writer  / Report Painter wie im Artikel "Reportwriter Funktionsformeln" beschrieben die beiden Formeln ROUND für normales Runden und TRUNC für den Ausweis einer ganzen Zahl anbietet, ist dieses leider bei lokalen Feldern nicht möglich. Allerdings gibt es hier zwei andere Funktionen beziehungsweise Formelbestandteile die zum gewünschten Ergebnis führen.
  •  DIV (ganzzahlige Division, d.h. das Ergebnis ist ganzzahlig)
  •  MOD (Restwert bei einer Division)
Hier liegt auch schon der Lösungsansatz.

Hierzu gehen wir nicht in die Grundliste der Query (wo auch das Layoutdesign gepflegt wird) sondern wechseln innerhalb der Querypflege mit nächstes Bild (F6) auf die Feldauswahl der Query. Sofern wir uns noch in der Layoutpflege befinden kann über Zurück dorthin gewechselt werden.

Über
BEARBEITEN->KURZBEZEICHNUNG
kann für die einzelnen Felder eine Kurzbezeichnung eingestellt werden.
Nun werden rechts neben den Datenfeldern Eingabefelder für die Kurzbezeichnung angegeben. Hier erhalten nun folgende Felder eine Kurzbezeichnung:

MALG-SHQNM  -> KAP
MARM-UMREZ  -> VE

Diese Kurzbezeichnung sind notwendig, da wir auf diese dann Bezug nehmen, wenn wir ein eiegens Feld mit einer Formel anlegen.
Dieses geht über
BEARBEITEN->LOKALES FELD->ANLEGEN

Dieses Lokale Feld wird dann in der Feldgruppe angelegt, in der wir uns gerade befinden.

Dabei kann dieses Feld die gleichen Eigenschaften wie VE oder KAP erhalten.

Für unser Beispiel legen wir insgesamt drei Felder an.
Der Einfachheit halber habe ich hier nur die Formel zum jeweiligen Feld mit angegeben, denke aber, dass das Prinzip insgesamt klar sein dürfte.

FELD1
Formel
KAP div  VE

FELD2
Formel
KAP mod VE

FELD3
Hier wird nun mit einer Bedingung gearbeitet.

Bedingung: FELD1 < 0.9
Formel: FELD1 +
Alternativ könnte man auch schreiben FELD_1 + 1
Sonst: FELD1

In der Grundliste wird tatsächlich nur das FELD3 ausgewiesen, so dass entweder das abgerundete FELD1 ausgibt, sofern die Division größere Werte als 1 hat oder alternativ die Menge 1 berechnet, wenn die Division kleiner als 1 wäre.

Zur Verdeutlichung bietet folgende Tabelle anhand einiger weniger Beispiele einen Überblick über die Rechenweise:
 
KAP VE FELD1
Formel DIV
 
FELD2
Formel MOD
 
FELD3
Bedingung
 
Excel/Mathe
Beispiel zur Verwendung von MOD und DIV in Query
 
15 6 2 3 2 2,5
8 4 2 0 2 2
4 5 0 4 oder 0? 1 0,8

Manchmal bietet auch die Query selbst Möglichkeiten ohne Programmierung etwas umfangreichere Formeln berechnen lassen. Wobei eine Weiterverarbeitung in Excel natürlich auch stets eine Möglichkeit ist ;-).
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können. Sollten Sie sich für das Thema Report Writer / Report Painter näher interessieren, so ist dieses im Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" ebenfalls beschrieben.




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Montag, 4. April 2016
20:19 Uhr

Statistischer Innenauftrag in SAP und verschiedene Anwendungen u.a. Verfügbarkeitskontrolle Budget im CO auf Kostenstellen

Eine spannende Möglichkeit zum separaten Ausweis von Kosten bieten im Controlling mit SAP die statistischen internen Innenaufträge. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass dieses Thema in einen Forenbeitrag aufgegriffen wurde und sich hier die Frage stellte wo nun eigentlich der Unterschied zwischen einen  echten interner Auftrag und einen statistischer interner Auftrag innerhalb SAP CO ist. Im folgenden Abschnitt sollen aber nicht nur die Unterschiede sondern auch Anwendungsgebiete für statistische Innenaufträge geschildert werden.
 

Unterschied statistischer und echten internen Auftrag

Ein statistischer Innenauftrag kann genutzt werden um Kosten, die eigentlich auf eine Kostenstelle laufen dann doch statistisch auf einzelne zusätzliche Kontierungsobjekte auswerten zu können.

Im Gegensatz dazu werden "echte" Innenaufträge genutzt um die Kosten / Erlöse für eine Maßnahme (Projekt) mit einer klaren Laufzeit zu sammeln. Hierdurch unterscheidet sich ein Innenauftrag schon von der auf Dauer ausgelegte Kostenstelle.
Der Vorteil von Innenaufträge ist dabei, dass die Innenaufträge sich nicht zwangsmäßig an der Unternehmensstruktur (wie z.B. Kostenstellen) orientieren müssen sondern auch temporär genutzt werden können um den Fokus auf die Frage des "Wofür?" sind entsprechende Kosten (und Erlöse) entstanden.
 

Anwendungsfall für statistischer Innenauftrag: Fuhrparkkosten

Ein Klassisches Beispiel für die Anwendung eines statistischen Innenauftrag ist bei der Verwaltung von Fuhrparkkosten.

Für jedes Fahrzeug wird ein statistischer Innenauftrag (z.B. mit Kurztext KFZ Kennzeichen) angelegt. Die Buchung der einzelnen Fahrzeuge (Tanken, Werkstatt, Versicherung, Steuer) landen nun sowohl auf die Kostenstelle des Fuhrparks als auch durch die Nebenkontierung auf den statistischen Innenauftrag (hierzu ist die echt bebuchte Kostenstelle in den Stammdaten des Innenauftrags hinterlegt).

Für Auswertungszwecke können nun die echten Kosten des gesamten Fuhrparks auf der Kostenstelle Fuhrpark ausgewertet werden, aber statistisch ist es ebenso möglich einzelne Innenaufträge je Fahrzeug auszuwerten.

Alternativ könnten hier auch einzelne Liegenschaften verwaltet werden, die als Gesamtkosten dann auf den Gebäudekostenstellen laufen.

Ein solches Verfahren kann Sinn machen, da die Kraftfahrzeuge  nach einiger Zeit ausgemustert werden, die Gesamtkosten des Fuhrparks aber auf Dauer bestehen bleiben.

Innerhalb des Auftragsstamm ist in der Registerkarte "Zuordnungen" wird auch bei normalen Innenaufträgen eine Zuordnung einer Kostenstelle in Form der verantwortlichen (teilweise auch anfordernden) Kostenstelle gepflegt. Dieses hat jedoch für die Buchung keine Auswirkung, da der Beleg "echt" auf das CO-Objekt Innenauftrag gebucht wird.

Keine Regel ohne Ausnahme, sofern PSM-FM im Einsatz ist wird die verantwortliche Kostenstelle für Budgetbelege genutzt.

Ferner ist in der Registerkarte Zuordnungen auch das Profit-Center zu pflegen. Oftmals sind die Profit-Center aber auch an den Kostenstellen angelegt und hier wird tatsächlich der Beleg auf das zugeordnete Profit-Center fortgeschrieben.

Festlegen statistischer Innenauftrag im Auftragsstamm

Für einen statistischen Innenauftrag ist nun aber die Registerkarte "Steuerung" entscheidend. Hier kann im Abschnitt Steuerung die Funktion "statistischer Auftrag" markiert kann im Feld "Echt bebuchte Kostenstelle" die zu bebuchende Kostenstelle hinterlegt.

Dieses Feld wird auch tatsächlich nur bei statistischen Innenaufträgen berücksichtigt.

Exkurs: Literaturhinweis zum SAP Controlling

Soweit wurde darauf auch im Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" (ISBN 9783960126874 *)  hingewiesen.



Hier möchte ich auch einen kleinen Hinweis auf das Update der SAP-Bibliothek-Flatrate hinweisen, in der natürlich ebenfalls dieses Buch enthalten ist.
 
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Aber auch sonst ist die neue Oberfläche einen Blick wert. Nun möchte ich aber auf zwei weitere Anwendungen für statistische Innenaufträge eingehen. Zum Einen im Investitionsmanagement und zum anderen für die Nutzung der Verfügbarkeitskontrolle gegenüber gebuchten Budgets auf Kostenstellen, was normalerweise ohne Trickkiste nicht möglich ist.
 

Statistische Innenaufträge im Investitionsmanagement


Im Standard werden alle Buchungen auf den statistischen Auftrag zusätzlich, hier allerdings in echt, auf die hinterlegte Kostenstelle gebucht. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit eine "abweichend einstellbare Buchungslogik" zu hinterlegen. Hier hilft dir die Feldhilfe zur "echt bebuchten Kostenstelle" weiter.

Im entsprechenden Beitrag kam es noch zu folgender Ergänzung seitens MrBojangles auf einen Anwendungsfall aus dem Investitionsmanagement.

Hier können statische Innenaufträge zur Darstellung von direkt aktivierten Anlagegütern (Investitionen) genutzt werden, die primär auf die Anlage und statistisch auf einen Innenauftrag gebucht werden. Der statistische Innenauftrag kann dann für die Budgetüberwachung genutzt werden.

Echte Innenaufträge würden verwendet werden, wenn erst die Kosten auf den Innenauftrag gesammelt werden um diese dann später auf die fertige Anlage abzurechnen. Allerdings wurde dieses im Forumbeitrag " Echter interner Auftrag vs. statistischer interner Auftrag" noch wesentlich schöner beschrieben.
 

CO Budgetierung und Verfügbarkeitskontrolle auf Kostenstellen

Im Bereich PSM-FM ist eine Verfügbarkeitskontrolle gegen Budget auf Ebene der Finanzstellen beziehungsweise Kostenstellen möglich. Innerhalb CO ist eine solche Verfügbarkeitskontrolle nur bei Projekten/Innenaufträgen gegen Budget möglich.

Hier gibt es einen entsprechenden Forumsbeitrag auf fico-forum.de "Budgetierung auf Periodenebene und auf Kostenstellen".

Allerdings kann über einen statistischen Innenauftrag die Verfügbarkeitskontrolle auch für Kostenstellen verwendet werden, auch wenn

Für eine Verfügbarkeitskontrolle auf Kostenstellen empfiehlt die SAP hier einen Umweg bzw. verweist in der Onlinehilfe noch auf eine alternative Möglichkeit in der zwar nicht gegen Kostenstellenetats aber indirekt gegen Budget im Modul CO eine Buchung geprüft werden kann. Ich fand die hier vorgestellte Lösung interessant und würde diese als kleine Ergänzung noch hier (für die nächste Suche danach) festhalten.

Über die OSS Trickkiste ist tatsächlich auch im CO eine aktive Verfügbarkeitskontrolle gegen Budget bei Kostenstellen indirekt möglich.Den entsprechenden Trick liefert hiebri der OSS Hinweis (SAP Note) "68366 - Aktive Verfügbarkeitskontrolle auf Kostenstellen" durch einen Umweg über einen statistischen Innenauftrag, da grundsätzlich ist die aktivie Verfügbarkeitskontrolle tatsächlich nur für Maßnahmen wie Aufträgen gedacht.

Um nun auch für Kostenstellen eine solche einzurichten besteht die Möglichkeit zur Kostenstelle einen statistischen Innenauftrag anzulegen und auf diesen entsprechend Budget zu erfassen.

SAP empfiehlt nun über eine kundeneigene Substitution im CO (Transakton OKC9), den statistischen Auftrag automatisch mitbuchen zu lassen, wenn eine manuelle Buchung auf die Kostenstelle erfolgt. Dieses funktioniert jedoch nicht bei Umlagen, Verteilungen und andere maschinelle Verrechnungen.

Erfolgt nun eine Buchung wird diese gegen das Budget auf den statistischen Innenauftrag geprüft und es erfolgt eine entsprechende Hinweismeldung.

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 20. März 2016
21:34 Uhr

Stammdatenerweiterung von CO-Objekten am Beispiel ergänzende Kostenstelle beim Innenauftrag

Ausgangslage:
Ergänzend zur verantwortlichen Kostenstelle des Innenauftrag soll als weitere  Information eine weitere Kostenstelle hinterlegt werden. Hierzu werden mehrere Überlegungen zur Umsetzung angestellt.
 

Userexit für kundeneigene Zusatzfelder im Stammsatz

Im Wesentlichen ist es möglich über sogenannte Userexits Zusatzfelder zu Stammdaten zu erstellen. Dieses ist über die Transaktion CMOD möglich und zum Beispiel für möglich.

Eine Übersicht aller Userexits ist auch auf der Seite easymarketplace.de möglich.
Im Berater-Wiki ist die Nutzung von CMOD anhand eines Beispiels im Eintrag "Customer-Exits" erläutert.

Alternativ können natürlich auch sonstige freie Felder im jeweiligen Stammdatenblatt verwendet werden. Gerade die Stammdaten eines Innenauftrages haben hier einige Felder, die auf unterschiedliche Weise eine Zuordnung von Daten ermöglichen.

Individuelle Stammdatenfelder ändern


SAP selbst empfiehlt im Customizing die Verwendung von individuellen Stammdatenfeldern, die auch durch entsprechendes Customizing eine eigene Bezeichnung erhalten können.
Das Customizing ist in der Transaktion SPRO im Pfad
Controlling > Innenaufträge > Auftragsstammdaten > Bildschirmgestaltung > "Individuelle Stammdatenfelder ändern" erläutert (Hilfe Schaltfläche)

Folgende Daten des Gruppenrahmen "Allgemeine Daten" können hier umbenannt werden.

Insgesamt stehen hier folgende zehn Felder zur Verfügung:
  • Antragsteller (AUFK-USER0  Char 20)
  • Telefonnummer des Antragstellers (AUFK-USER1 Char 20)
  • Verantwortlicher (AUFK-USER2 Char 20)
  • Telefonnumer des Verantwortlichen (AUFK-USER3 Char 20)
  • Geschätzte Gesamtkosten des Auftrags (AUFK-USER4 Währung 11)
  • Antragsdatum (AUFK-USER5 Datum 8)
  • Abteilung (AUFK-USER6 Char 15)
  • Arbeitsbeginn (AUFK-USER7 Datum 8)
  • Arbeitsende (AUFK-USER8 Datum 8)
  • Kennzeichen "Arbeitsgenehmigung erteilt" (AUFK-USER9 Checkbox Char 1)
Wie beschrieben war das Ausgangsproblem für das Thema kundeneigene Felder die Anfrage, ob eine zweite Kostenstelle ergänzend zur verantwortlichen Kostenstelle des CO Innenauftrages hinterlegt werden kann.Hier bietet sich dann die "anfordernde Kostenstelle" als Feld an.

Verantwortliche und Anfordernde Kostenstelle im CO Innenauftrag

Ein Beispiel für unterschiedliche Verknüpfungen zu anderen CO Objekten ist hier die verantwortliche und die anfordernde Kostenstelle im Register "Zuordnungen". Die verantwortliche Kostenstelle stellt dabei die organisatorische Zuordnung eines Innenauftrages dar und kann unter anderen für Berechtigungen (z.B. Berechtigungsobjekt K_ORDER) verwendet werden. Wird über einen Investitionsauftrag eine Investitionsmaßnahme abgebildet, so wird die anfordernde Kostenstelle für die Anlage im Bau in den Stammsatz der Anlagenbuchhaltung übernommen.

Innerhalb der Auftragsart kann über die Objektklasse bestimmt werden, ob es sich beim Innenauftrag um einen Investitionsauftrag handelt oder hier bspw. Gemeinkosten abgebildet werden. Über das Auftragslayout oder die Feldauswahl können hier einzelne Felder ausgeblendet bzw. als Muss/Kann Felder definiert werden.

Ebenso käme hier das Feld "anfordernder Auftrag" in Betracht (um bspw. den Hauptauftrag bei Teilprojekten zu identifizieren. Hier stellt sich dann nur die Frage, ob langfristig nicht doch auch das Investitionsmanagement genutzt werden soll, oder besser um nicht Felder zu verwenden, die eigentlich für eine andere Funktion vorgesehen sind, eine andere Alternative ebenfalls überlegenswert und möglicherweise noch flexibler wäre.

Auf diese und andere Alternative, wie die Nutzung der Klassifizierung, wurde im Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" (ISBN 9783960126874 *)  hingewiesen... . Für einen Überblick über die Möglichkeiten im Controlling mit SAP ist dieses tatsächlich ein geeignetes Nachschlagewerk :-) Hier wird auch die Auftragslayoutpflege innerhalb des Customizing zur Auftragsart (Transaktion KOT2_OPA) ausführlich beschrieben.

Leseempfehlungen:
Einige aktuelle Literaturempfehlungen habe ich auch im Artikel "Espresso Tutorial SAP Fachbücher Neuerscheinungen und Katalog 2016" festgehalten, wobei ich aktuell hier auch noch zwei Bücher im RUB stehen habe bzw. derzeit eher am SUB als aktuelle Literatur.


Ergänzend zu den kundeneigenen Zusatzfeldern möchte ich nun aber auch etwas ausführlicher auf die Möglichkeiten der Klassifizierung eingehen.

Anwendungsübergreifende Komponente Klassensystem

Das Klassensystem ermöglicht es innerhalb einer Klasse verschiedene Merkmale zusammenzufassen und diese dann an Stammdaten als weitere Felder zu pflegen.

Innerhalb PSM-FM ist dieses bspw. für die Klassen 042 Fonds, 041 Finanzstelle oder auch 043 Finanzpositionen möglich. Sobald eine Klasse entsprechend angelegt ist, kann die Klassifizierung am jeweiligen Objekt gepflegt werden. Die Klassifizierung kann auch im Controlling beispielsweise für die Klassenart 013 Controlling: Aufträge gepflegt werden. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass in der Auftragsart (Transaktion KOT2_OPA) bei den Steuerkennzeichen die Klassifizierung aktiviert wurde.

Hauptanwendungsgebiet der Klassifizierung dürfte jedoch die Verwendung in der Materialwirtschaft sein um entsprechende Stammdaten der Materialien zu erweitern. Aber auch sonst ist die Klassifizierung tatsächlich anwendungsübergreifend und ermöglicht auch die Erweiterung von weiteren Stammdaten, wie auch schon an der Klassenart 010 Lieferantenklasse, 011 Debitorenklasse oder auch 001 Materialklasse zu sehen ist.
 

CT04 Merkmalverwaltung

Über die Merkmalverwaltung (Transaktion CT04) können einzelne Merkmale definiert werden. Diese können entweder einwertig oder mehrwertig sein und in den Basisdaten auch als erforderlich markiert werden. Im Reiter Werte können auch schon entsprechende Vorschlagswerte festgelegt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Spalte Merkmalswert dann auch der eigentliche Wert des Merkmals enthält und die Bezeichnung eine passende Beschreibung dazu enthält. Andernfalls handelt es sich beim Merkmal um ein Freitextfeld. Innerhalb der Registerkarte Einschränkungen kann dass Merkmal auf eine bestimmte Klassenart (bspw. 042 Fonds) eingeschränkt werden und nur in dieser Klasse verwendet werden.
 

CL02 Klassenverwaltung

Über die Klassenverwaltung (Transaktion CL02) können mehrere Merkmale zu einer Klasse zusammengefasst werden und einer bestimmten Klassenart bspw. 042 für Fonds oder 013 für Innnenaufträge zugeordnet werden.
 

Merkmale im CO Objekt pflegen

Über die Schaltfläche Klassifizierung in der Stammdatenpflege (egal ob nun KO02 für Innenaufträge oder FM5U für Fonds) können die einzelnen Merkmale gepflegt werden. Hierzu muss die Klassifizierung im jweiligen Objekt aktiviert werden.
 

Suche über Klassifizierung

Über eine Stammdatenliste (bspw. Transaktion S_KI4_38000039 für die alphabetische Lsite Fonds) kann über den Knopf Klassifizierung über die entsprechende Klasse und der Klassenart (es besteht somit auch die Möglichkeit für eine Klassenart bspw. Fonds mehrere Klassen anzulegen) entsprechende Objekte in Klassen zu suchen. Im Ergebnis erhält man eine Liste die dann alle entsprechenden übereinstimmende Objekte, die dann als Selektion in die Stammdatenliste übernommen werden können. Alternativ können Sie auch über die Transaktion CL30N eine entsprechende Suche starten.


Alle Funktionen zur Klassifizierung sind innerhalb des SAP Menü unter Anwendungsübergreifende Komponenten > Klassensystem zu finden.

Auswertung über Query

Technisch betrachtet sind die einzelnen Merkmalswerte in der Tabelle AUSP  "Ausprägungswerte der Sachmerkmale" hinterlegt. Sofern Sie die Zuordnung der einzelnen Merkmale zu den einzelnen Klassenarten auswerten wollen, können Sie hier die Tabelle TCLA "Klassenarten" über die Tabelle INOB "Zuordnung einer internen Nummer zu einem bel. Objekt" über das Feld "KLART" miteinander verknüpfen.

Anhand der beiden Artikel "SAP Query - Auswertung Merkmale der Klassifizierung am Beispiel Fonds in PSM-FM" und "Query über COEP, AUFK und FMFINCODE für Einzelposten Istkosten Innnenauftrag mit Stammdaten aus CO und PSM-FM sowie Spalten für Ertrag und Aufwand - Erster Teil Infoset als Datengrundlage" (hier im Abschnitt "Merkmal aus Klassifizierung mit auswerten" ) habe ich beschrieben, wie diese Merkmale wesentlich eleganter über eine Query ausgewertet werden können.

Insgesamt sollte das Thema von notwendigen Daten besonders dann überdacht werden, wenn auch die Stammdaten mit anderen Systemen, zum Beispiel Personalabrechnung oder Bestellung per EBP ausgetaucht werden.. Auch hier ist eine gemeinsame Planung zwischen allen Beteiligten und das endgültige Berichtsziel nahezu elementar.

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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