Andreas Unkelbach
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Verhaltensregeln im Netz

Aus eher historischen aber noch immer auch heute gültigen Gründen möchte ich diese Policy ebenfalls gerne online behalten, da diese meinen Zugang zum Internet aber auch das frühe Verhalten im Netz (hochtrabend Spirit bezeichnet) sehr gut wieder geben kann. Informationen zum Fidonetz sind auf der Seite andreas-unkelbach.de/fido/ zu finden.

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Information für Points und User
des Fidonetzwerkes

oder anderer öffentlicher Netze

Folgender Text ist ein Informationstext, der regelmäßig in Fido gepostet wird. Allerdings kann er auch für das Verhalten in Newsgroups oder E-Mails angewandt werden.


Basierend auf einem Infotext von Frank Simon überarbeitet von Johann H. Addicks (2:2444/1007) Anregungen sind willkommen.
Quellen: Policy 4.07, EchomailPolicy 1, Netiqette des Z-Netzes, UseNet-Empfehlungen, normaler Menschenverstand

Folgender Text soll eine Anleitung für Benutzer im Fido darstellen, um sich mit den wichtigsten Gepflogenheiten vertraut zu machen. Die Sysops (Nodes) sollten ihn an ihre User weiterleiten und archivieren. Er wird in der 24000.GER regelmässig verbreitet, dies entbindet aber den SysOp nicht von seiner persönlichen Informationspflicht. Sachverhalte sind teilweise verkürzt dargestellt. Für genaue Recherche bitte Rückgriff auf die Policy 4.07 und die EchoPol 1. Für technische Fragen sei auf das Fido-ABC von Andy Kreuzer verwiesen, das regelmässig in der FIDOGUIDE.GER zu finden ist.

Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!

Aus der Anfangszeit des Telefons sind einige nette Effekte bekannt. Es wurde z.B. schon mal beim Telefongespräch gefragt, wie dem Gesprächspartner das neue Kleid so gefällt. Es hat eine Weile gedauert, bis die Menschen mit diesen neuen Medium umgehen konnten und verstanden, dass wenn mensch miteinander spricht, er sich noch lange nicht sehen können muss. Für uns heute hört sich das "weltfremd" an. Tatsächlich müssen wir alle daran denken, dass ein neues Medium mit völlig anderen Transportmechanismen eine bewusste Umstellung des Menschen verlangt, da seine unterbewussten Verhaltensweisen nicht mehr stimmen.

Beachte also:

Obwohl in die Tastatur getippt wird, gibt es nach dem "Senden" kaum die Möglichkeit das Getippte aufzuhalten. Der "Brief" muss nicht mehr durch eine völlig andere Handlung "eingeworfen" werden. Du redest nicht mit einen Adventure oder Eliza, sondern mit Menschen. Achte darauf!

Ich denke, also bin ich. Aber was ich denke, weiss der oder die Gesprächspartner nicht. Allein auf Grund von ASCII-Zeichen kann ein Gegenüber nicht erkennen, ob eine Bemerkung ernst, scherzhaft oder ironisch gemeint ist. Auch fehlen Tonfall, Mimik - ja selbst Handschrift, die normalerweise einen gehörigen Teil unserer Kommunikation ausmachen.

Daher:

  • Vorsicht mit Humor und Sarkasmus. Verwende Smiley- oder *-Schreibweise, aber gehe sparsam damit um.

  • Deine Artikel sprechen für Dich - andere Information gibt es im Netz nicht über Dich.

  • Erst lesen, dann denken, dann nochmal lesen, dann nochmal denken und dann erst abschicken!

  • Denk an die Möglichkeit von Missverständnissen. Schreibe deutlich.

  • Nimm Dir Zeit, wenn Du einen Artikel schreibst. Lass ihn ruhig eine Nacht liegen. Am nächsten Morgen fällt Dir meistens auf, was unverständlich ist.

  • Übe Toleranz. So wie Dir Fehler zugestanden werden, so musst Du auch anderen das Recht zu Fehlern eingestehen. Beharre nicht darauf, "doch Recht gehabt" zu haben.

Fasse Dich kurz!

Niemand liest gerne Artikel, die mehr als 50 Zeilen lang sind. Denke daran, wenn Artikel verfasst werden. Natürlich kann eine Antwort schon mal ausführlicher ausfallen.Achte dann aber besonders darauf:

  • Dich nicht zu wiederholen,

  • nimm Bezug auf andere Artikel, anstatt selbst etwas neu zu schreiben

  • zitiere ("quote") sinnvoll und

  • schreib kurz und praegnant.
Zum zitieren:

Mache Dir es zur Angewohnheit, nur gerade so viel Originaltext stehen zu lassen, dass dem Leser der Zusammenhang nichtverlorengeht. Das ist

a) wesentlich leichter zu lesen und zu verstehen und

b) keine Verschwendung von Resourcen.

Es gibt im Netz Längenbeschränkungen für Mails und Brettnachrichten. Diese können nicht überschritten werden. Sie stellen eine oberere Grenze dar, bis zu der Du relativ sicher sein kannst, dass Deine Nachricht TECHNISCH gesehen dem Empfänger erreicht - egal, wo er sich auf diesen Planeten in welchen Netz befindet. Je nach Steinzeitalter der von den Server-Systemen verwendeten Software liegen diese Grenzen bei 8/12/16/32kB. Bei unter 8kB liegst Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Diese Längenbeschränkung bedeutet aber nicht, dass Du sie voll ausnutzen solltest !

In vielen Brettern gibt es zusammenfassende Texte über häufig gestellte Fragen ("FAQ"). Die dort gegeben Antworten sind in der Regel kompetenter als das, was man an normalen Antworten bekommt.

Bedenke, beim Umgamg mit Mail und Brettnachrichten, dass jedes Deiner Zeichen auf den Weg von A nach B über C,D,E,... läuft und Geld kostet.Dieses wird entweder durch Leute, die das als ihr Hobby ansehen,finanziert oder die Kosten werden umgelegt und landen schlussendlich wieder bei Dir.

In beiden Fällen solltest Du - aus rein egoistischen Gründen - vernüftig mit dem Medium umgehen. Es nützt Dir nichts, wenn ein SysOp sein Hobby aufgeben muss, weil er es nicht mehr finanzieren kann. Dann geht Dir Deine Netz-Infrastruktur verloren. Und Deine eigene Brieftasche willst Du sicher auch schonen.

Ein grösseres Programm, wenn es über Netz verschickt wird, kann mehr Kosten verursachen, als sich eine anständige Textverabeitung im Geschäft zu kaufen. Dies ist nicht Sinn dieses Mediums.

Verwende ruhig andere Medien

Wenn Du einen langen Text oder eine Liste in ein Brett weiterleitest, dann frage Dich IMMER erst, ob das wirklich gewünscht wird. Und bedenke, dass besonders bei einfachen Fragen Dutzende andere vielleichtdie gleiche Antwort geben werden wie Du.

Bevor Du grosse Datenmengen in Bretter schickt, frag erstmal an, ob ein grösseres Bedarf daran existiert. Viele Texte und Programme werden von Mailboxen in fast jeder Region schon zum FileRequest und Download-Brettern bereitgehalten.

Bedenke: Eine Information, WO etwas zu erhalten ist, ist viel besser und einfacher, als die Information selbst zu verschicken. Die anderen Nutzer des Netzes wissen dann z.B. auch, wo UpDates und Dokumentation zu erhalten sind.

Vernachlässige nicht die Aufmachung Deines Artikels!

Es ist natürlich nicht zwingend, einen Schreibmaschinenkurs mitgemacht zu haben, jedoch ist es ratsam, sich mit den wichtigsten der "Regeln für Maschinenschreiben" (z. B. DIN 5008) vertraut zu machen.

Darüberhinaus sollten Punkte und Kommas selbstverständlich sein; durch Gross- und Kleinschreibung wird der Text leserlicher. Absätze lockern den Text auf, wenn sie alle paar Zeilen eingeschoben werden.

Achte auf die Betreffzeile!

Wenn Du sie änderst, schreibe das explizit ("Betreff: , war: )" dabei. Sonst fällt es schwer den Diskussionen zu folgen.

Gleichzeitig prüfe beim Absenden der Nachricht, ob die Betreffezeile auch wirklich noch zu dem Text passt, den Du gerade geschrieben hast. Wenn nicht, dann ist es für einen gelegentlichen Leser unmöglich, Nachrichten nach ihrem Betreff selektiv aus der Betreffauflistung zu lesen, da womöglich alle Mails in einem Brett nur ein einziges (unzutreffendes!) Betreff haben.

In der Netzgemeinde wird das Grosschreiben von ganzen Wörtern mit dem"Schreien" in einen Gespräch gleichgesetzt.

Wer versucht durch aberwitzige Quote-Einleitungen ("Als die Putzfrau von am beim Fensterputzen zufällig auf das Keyboard trat [..]") läuft genauso Gefahr, sich lächerlich zu machen, wie jemand, der nur durch riesige Signaturen/Footer mit wilden Malereien oder mit weisen Sprüchen anderer Leute zu glänzen versucht. Ausserdem gehört in die Quoteeinleitung nicht das, was eh schon oben im Header der Nachricht steht.

Zitiere keine Begrüssungen, Quoteeinleitungen, Verabschiedungen, gar Footer/Origins oder Mailerzusatzinformationen wie Path und SeenBys, wenn sie nicht von entscheidender Wichtigkeit für den Zusammenhang der Mail sind.

Beachte beim Quoten, dass Du nur das quoten solltest, was zum Verständnis nötig ist. Bemühe Dich, den Quoteanteil möglichst niedrig zu halten und kürze notfalls ganze Sinnzusammenhäge (3-4fach Gequotetes) mit wenigen eigenen Worten in eckigen Klammen zusammen, statt sie nochmal zu zitieren.

Formatiere Deinen Text. Bedenke aber, dass die Formatierung in einen Netzartikel anders auszusehen hat, als in einer Zeitung. Nur die wenigsten Editore sind in der Lage, beim Quoten vormals sauber eingerückte Absätze (womöglich auch noch in Blocksatz) leserlich zu übernehmen. Soetwas wird beim Quoten in der Regel ein heilloses Wörterchaos. Verzichte also nach Möglichkeit auf Blocksatz und ähnlichen Schnickschack.

Kaum jemand wird dafür Verständnis haben, wenn Du in jeder Deiner Mails mehr als 3 Zeilen darauf verschwendest, Werbung für ein Dutzend anderer Netze zu machen, reduziere also Footer incl Verabschiedungen auf wenige Zeilen (<5) und verzichte auf irgendwelche Zeichen-Gemälde als Verzierungen.

Deine Aussage steht im eigenen Text!

Gesamtgrösse Deiner Nachrichten und die Menge der vor Dir neu getippten "Nutzinformationen" darin (dazu zählt nicht Anrede und Verabschiedung) sollten in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Es gibt viele Leser, die sich Nachrichten ab 50% QuoteAnteil automatisch gar nicht mehr anzeigen lassen oder Nachrichten sofort ungelesen überblättern, bei denen das schlechte Quoteverhälnis oder die schlechte Textaufmachung auf den ersten Blick ins Auge springt.

Wenn Du Nachrichten aus anderen Medien (Zeitungen, Urteile etc) übernimmst, so achte stehts auf eine präzise Quellenangabe. Urteile ohne Akzenzeichen und Gerichtsort sind genauso wertlos wie Quellenangabe "stand in der FAZ", da solche Informationen nur schwer nachvollziehbar sind und die Möglichkeit besteht, dass jemand mit gezielten Falschinformationen Verwirrung stiften will.

Wenn Du Nachrichten aus anderen Echos weiterleitest, so lösche die überflüssigen Zusatzinformationen, also z.B. Kludges, Tearlines. Wenn Du Nachrichten weiterleitest, die bereits weitergeleitet wurden, so entferne die Weiterleitungsinformationen bis auf die Angabe des Ursprungsdaten (Autors/Echo/Datum), denn alle anderen Informationen tragen lediglich zur Verwirrung beim Leser bei, wenn er durch einen Wust von einem halben Dutzend Weiterleitungsabsendern erstmal den Originalautor herausfinden darf.

Du musst Informationen so darbieten, dass Deine Leser sie gern aufnehmen und nicht schon vom Lesen selbst Dir gegenüber in eine geistige Abwehrhaltung gehen.

Denke an die Leserschaft!

Wenn Du in einem Brett neu bist, so solltest Du Dir die Zeit nehmen, um etwa das Nachrichtenaufkommen eines Tages dort zu lesen, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, welches Klima und Niveau dort herrscht und Du beurteilen kannst, was dort gewünscht wird und was nicht.

In der Wirtschaft wird nach "Zielgruppen" gedacht. Das solltest Du auch machen. Eine Nachricht über "Menschenrechte" sollte sich nicht im Brett "Elektronik" wiederfinden. Du hast die Möglichkeit, in mehreren Brettern Hinweise zu verbreiten, wo ein Text/Info genau zu finden ist, aber nutze Crosspostings sparsam.

Denke auch daran, dass ein Artikel "Cray 2 an Selbstabholer zu verschenken" für jemand am anderen Ende der Republik evntl. nur bedingt interessant ist. Auch die Mitteilung, dass am nächsten Abend ein StarTrek-Fan-Abend stattfindet, ist meistens nur von regionaler Bedeutung.

Bedenke auch die Laufzeiten. Eine Ankündigung "Morgen Abend um 20Uhr im ZDF" wird in einem deutschlandweiten Echo wenig sinnvoll sein, wenn man davon ausgehen kann, dass die Nachricht die Mehrheit der Teilnehmer nach 2-3 Tagen erreicht.

Testmails nach dem Schema "Hallo, liest mich wer, bitte antworten!" nach Möglichkeit nur in den dafür vorgesehenen Brettern. Wenn solche Mails dann doch in normalen Echos auftauchen, nicht im Brett antworten, sondern per Netmail. Bedenke, was geschehen würde, wenn jeder im Brett antwortete!

Was nur wenige interessiert, das schreibe privat per Netmail!

Probleme, die auch andere betreffen können, sind es wert, öffentlich diskutiert zu werden.

Probleme, die nur extrem wenige betreffen, lassen sich besser per Netmail abhandeln.

Dazu zählen nicht zur Kaufpreisverhandlungen bei Gebrauchtangeboten oder Verabredungen für persönliche Treffen, sondern eben auch persönliche Annimositäten.

Vermeide Streitereien, die sich in persönlichen Differenzen begründen. Bedenke, dass jemand, den Du öffentlich über Gebühr angreifst, sich in seiner Ehre verletzt fühlen und auf ähnliche Art antworten wird. Eine derartiges Verhalten führt zu Eskalationen, die für Unbeteiligte in der Regel nur von extrem begrenztem Interesse sind und bei Fortsetzung meist dazu führt, dass beide Beteiligte bei vielen Leuten im Userfilter landen werden, ganz unabhängig davon, wer letztlich "im Recht" ist.

Weise nicht andere Teilnehmer öffentlich darauf hin, wenn Du der Meinung bist, dass deren Nachrichten überflüssig oder in einem falschen Brett sind. Bedenke, wie das Brett aussähe, wenn jeder Leser dieser off-Topics sich öffentlich im Brett über die off-Topics beschweren würde....

Nutze für derartige Verweise Netmail! Du wirst sehen, dass die meisten Leute wesentich gelassener reagieren, wenn man sie auf ihr Fehlverhalten quasi "unter vier Augen" anspricht und sie nicht in der Öffentlichkeit blossstellt.

Gib keine Netmail ohne Einverständnis der Absenders an Dritte weiter! Die Veröffentlichung von an Dich gerichteter Netmail in einem Echo ohne Zustimmung des Absenders wird als extrem verärgernd empfunden.

Bedenke, dass Netmail den rechtlichen Status einer Postkarte hat!

Fido ist ein nichtkommerzieller Zusammenschluss von Hobby-BetreibendInnen.[;-)] Die Transportleistungen und Resourcen des Netzes müssen von Privatleuten getragen werden. Daher besteht das Netz darauf, dass Nachrichten keine Inhalte haben, die gegen geltendes Recht verstossen oder kommerziellen Inhalts sind. Um den unerkannten Transport derartiger Nachrichten unterbinden zu können, ist es nicht gestattet, verschlüsselte Nachrichten oder z.B. mit UUEncode in Buchstaben gewandelte Programme per Netmail zu versenden.

Sämtliche Stationen, die Deine Nachrichten transportieren, sind berechtigt, diese auch zu lesen, gleichwenn es ihnen nicht gestattet ist, die Inhalte ohne Dein Einverständnis an Dritte weiterzuleiten.

Die Beförderung von Netmail weist mitunter Lücken auf, d.h. es kann vorkommen, dass eine Nachricht den Empfänger nicht erreicht und der Absender davon nicht per Bounce-Mail informiert wird. Bitte also bei wichtigeren Dingen den Empfänger, eine Empfangsbestätigung zu schreiben oder gebe Deiner Nachricht den Status "Empfangsbestätigung bei Erhalt". Nur bekenke dabei, dass auch diese Empfangesbestätigungen vom Netz für Dich transportiert werden müssen. Verwende sie also sparsam. Ausserdem gibt es Systeme, die aus diversen Gründen keine Empfangsbestätigungen abgegeben.

Wer Nachrichten transportieren möchte, deren Absicht es ist, damit Geld zu verdienen, oder deren Inhalt nicht für die Augen Dritter bestimmt ist oder deren Zustellung von besonderer Wichtigkeit oder Dringlichkeit ist, der hat die Möglichkeit diese Nachrichten per sogenannter Crash-Mail direkt beim Empfängersystem abzuliefern. Wenn Dir nicht klar ist, wie Crash-Mails versendet werden, so frage Deinen Bossnode bzw. lokalen PointBetreuer.

Gib eine Sammlung Deiner Erkenntnisse ans Netz weiter!

Wenn Du eine Frage an die Netzgemeinde gestellt und darauf Antworten per NetMail empfangen hast, welche evtl. auch andere Leute inter- essieren könnten, fasse die Ergebnisse (natürlich gekürzt) zusammen und lasse damit auch das Netz von Deiner Frage profitieren.

Denk daran, dass Du Informationen und Anregung aus den Netz erhältst. Du solltest Dir daher auch Mühe geben, an das Netz etwas zurückzu- geben. Wenn Du selbst auf einen bestimmten Bereich "firm" geworden bist, vielleicht sogar "dank" des Netzes, mache das Angebot, eine "FAQ" zu erstellen.

FAQs stellen eine Sammlung von häufig gestellten Fragen & Antworten zusammen und werden regelmässig in den entsprechenden Brettern ver- breitet. Dies erzeugt zwar auf den ersten Blick den Eindruck, dass da "sinnlose" Informationen verbreitet werden. Allerdings sparen diese FAQs, dass bestimmte Themen immer wieder aufkommen und dadurch ein Brett für die Fortgeschrittenen "unaktraktiv" und mit "Anfänger- gerede" überladen wird.

Das Netz als Informationsquelle für Ratsuchende bleibt nur dann attraktiv, wenn nicht nur Nutzer neu hinzukommen, die Fragen stellen, sondern sich auch in gleichem Masse mehr Leute finden, die bereitwillig und kompetent auf diese Fragen antworten.

Die Grenzen

Es gibt Grenzen der Toleranz im Netz, genauso wie in der Gesellschaft. Diese werden üblicherweise durch den "guten Geschmack" oder die Gesetze festgelegt.

Beleidigungen, Verleumdungen, Diskriminierung von Minderheiten, Auf- rufe zu Straftaten usw. werden ebensowenig geduldet wie Reklame inpersönlichen und öffentlichen Nachrichten.

Der Autor ist moralisch für seine Texte voll verantwortlich, selbst wenn die Rechtslage in diesen Punkt noch unklar ist.

In den meisten Brettern/Echos gibt es einen Moderator, der Rules für das Verhalten in dem betreffenen Brett aufstellt.

Wenn ein Benutzer mehrmals gegen diese Regeln verstösst und auf Abmahnungen sein Verhalten nicht ändert, so ist der Moderator befugt, den User vom Bezug des Echos ausschliessen zu lassen.

Dieses geschieht zwar sehr selten, aber auch, wenn es nicht so weit kommt, so wird die Sach-Diskussion in einem Brett doch meist sehr stark beeinträchtigt, wenn die meisten Nachrichten ausschliesslich die Verfehlungen einzelner Teilnehmer und die Tätigkeit des Moderators zum Thema haben.

Es ist nicht Zweck eines Brettes, ausschliesslich darüber zu dikutieren, welchen Zweck es denn hat und ob der Moderator seine Tätigkeit richtig ausübt. Bedenke immer, dass auch der Moderator nur als Freizeitbeschäftiung ausübt und wie jeder Mensch das Recht hat, Fehler zu machen.

Sei Lehrer und Schüler

Zwar gibt es durch Moderatoren und NECs eine gewissen Art der Netz-Polizei, die aber weder allmächtig noch fehlerlos und perfekt ist. Es gelten im FidoNetz nach wie vor die Policy 4.07 und die EchomailPolicy 1, die Dein Sysop/Node Dir auf Anfrage zur Verfügung stellen können sollte. Diese Dokumente stellen ein geschriebenes Recht dar von dem das gelebte Gebrauchsrecht aber teilweise ganz erheblich abweicht.

Fehlverhalten von Neueinsteigern sind nichts Ungewöhnliches. Mache als Fortgeschrittener daher jemand im Netz nicht fertig, sondern erkläreihm, was er falsch macht. Sei aber selbst Dir auch nicht zu Schade, etwas dazuzulernen.

Denk dran, dass auch Du "Neuling" bist, wenn Du mehrere Monate nicht im Netz warst. Regeln und Strukturen im Netz sind einer schneller Wandlung unterworfen.

Das Netz lebt von der "Selbstregulierung". Also das bei Fehlverhalteneines Benutzers, er von den anderen aufgeklärt wird. Auf die Art bleibt das Netz, dass wozu es da ist:

* Eine moderne Begegnungsstätte für Menschen *


Diese Regeln gelten sicher nicht nur für Fido sondern auch für das übrige Netz oder auch jede digitale oder analoge Gesellschaft.


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Andreas Unkelbach