Andreas Unkelbach
Werbung


Samstag, 6. Februar 2016
19:48 Uhr

Android Grundlagen: Funktionsweise Smartlook unter Android 5 Lollipop

Per Hinweismeldung wurde ich von Google (bzw. Android) darauf hingewiesen, dass ich mein Smartphone recht häufig an einen bestimmten Ort entsperre (Zuhause), so dass vielleicht auch die Option Smartlock interessant für mich wäre. Mir war diese Option nicht bekannt, dabei ist diese Option sehr hilfreich, so dass ich diese auch gerne im folgenden Artikel vorstellen möchte.

Mit Android 5.0 (Lollipop) hat das Betriebssystem von Google eine Funktion erhalten, die für mich absolut sinnvoll ist und mich gerade sehr begeistert.

Unterwegs nutze ich gerne zum Entsperren des Sperrbildschirm meinen Fingerabdruck oder alternativ ein entsprechend starkes Passwort wie STRENGGEHEIM. Allerdings ist dieses daheim etwas nervig gerade wenn auch andere Personen das Smartphone nutzen können sollen.

Hierzu gibt es die Option "Smart Lock".

Diese ist in den Geräteeinstellungen unter  SICHERHEIT im Abschnitt ERWEITERT zu finden.

Hier ist zum einen der Punkt "Smart Lock"  vorhanden und ermöglicht das Entsperren eines Gerätes durch einfache Wischgeste im vertrauenswürdigen Umfeld (so zum Beispiel im Auto, Zuhause oder an der Arbeit).

Optionen zur vertrauenswürdiger Umgebung

Hierbei können verschiedene Optionen zur alternativen Sicherheit gewählt werden.

Optionen unter Smartlock

Als vertrauenswürdige Geräte können Bluetooth Geräte (z.B. das Bluetooth im Auto oder eine Smartwatch) genutzt werden. Alternativ kann hier auch ein NFC Tack für die Ablagefläche genutzt werden. Auf die Möglichkeiten von NFC bin ich ja auch schon im Artikel "NFC Tags zum Steuern von Smartphones unter Android nutzen" eingegangen.

Die für mich spannendste Funktion ist mit der Standortbestimmung verknüpft und kann per GPS  eine Entsperrung Zuhause oder an anderen festgelegten vertrauenswürdigen Orten eingestellt werden. An der Arbeit macht dieses für mich keinen Sinn, aber daheim ist das tatsächlich eine in meinen Augen sinnvolle Geschichte.

Trusted Voice ermöglicht eine einfache Aufhebung des Sperrbildschirm per "Okay Google" wobei hier die Frage ist, wie einmalig die eigene Stimme ist oder wie unwahrscheinlich kein Tonband die eigene Stimme aufgenommen hat.

Ebenfalls eine schöne Funktion ist die Trageerkennung. Wenn ich mein Smartphone  entsperrt habe und es weiterreiche bemerkt das Gerät dass es noch in der Hand gehalten wird oder sich in Bewegung befindet. Auf diese Weise kann ein Smartphone am Tisch auch einmal weitergereicht werden ohne gleich beim Sperrbildschirm gleich wieder zurückgereicht werden muss um es zu entsperren. Gerade beim Computerstammtisch ist damit dieses bisher praktizierte Ritual eindeutig der Vergangenheit zuzuordnen.

Die beiden letzten Optionen "Trusted Voice" und "Trageerkennung" können durch Aktivieren an und durch Deaktivieren aus geschaltet werden.

Nachdem die Optionen gewählt worden sind, bietet es sich an, auch noch einmal unter Sicherheit-Erweitert zu kontrollieren, ob unter "Trust Agents" die Option "Smart Lock (Google)" aktiviert worden ist.

Anmerkungen zur Aktivierung bisheriger Sperrbildschirm

Nach vier Stunden Inaktivität (oder Neustart) ist auch einen vertrauenswürdigen Ort das Entsperren zumindest einmalig per üblicher Entsperrmethode notwendig. Ferner kann die übliche Sperrmethode am Sperrbildschirm durch Ziehen des Schloßsymbol statt Wischen über den Sperrbildschirm einmalig aktiviert werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nach erneuter Entsperrung (bspw. per Fingerabdruck oder Passwort) an vertrauenswürdigen Orten wieder die erleichterte Freischaltung möglich ist.

Selbstverständlich sind die Sicherheitseinstellungen, wie auch die Konfiguration von vertrauenswürdigen Orten, nur durch Passwort oder Fingerabdruck einzustellen. Somit wird also nicht an jeder Stelle das Passwort durch einen einfachen Wisch und Weg ersetzt.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 9. Oktober 2015
17:30 Uhr

Onleihe - mein Weg zur digitalen Bibliothek

Schon im Artikel "Infotainment oder Nachrichtenapps für Android" bin ich auf die Vorzüge von elektronischen Medien eingegangen (Blogs, Kindle, c’t Magazin  und andere) aber gerade bei Fachbüchern ist es so, dass ich eigentlich gerne diese in Papierform habe um diese schnell zu erfassen. Dennoch gibt es Momente in denen man sich einen schnellen Überblick über ein Thema verschaffen möchte oder auch nur kurz in ein Buch blicken möchte.>

Das Angebot Onleihe wird von der divib GmbH aus Wiesbaden seit 2007 betrieben und ermöglicht es digitale Medien, so zum Beispiel auch eBooks für auszuleihen und diese per App oder als kopiergeschütztes PDF zu lesen. In der Regel können hier zum Beispiel Bücher für 14 Tage ausgeliehen werden.

Der Vorteil ist, dass man nicht die Rückgabe vergessen kann, da nach der Ausleihfrist das Medium direkt nicht mehr gelesen werden kann. Mittlerweile nehmen viele Bibliotheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an diesen Service teil und Benutzer einer teilnehmenden Bibliothek können sich mit ihren Bibliotheksausweis hier anmelden und entsprechende Medien online ausleihen. Neben einen Bibliothekszugang ist meistens auch eine Adobe-ID für das digitale Rechtemanagement notwendig.

Bibliotheken in Hessen haben eine gemeinsame Internetseite onleiheverbundhessen.de wo Sie auch direkt überprüfen können, ob Ihre Bibliothek an diesen Dienst teilnimmt. Unter Android ist eine Nutzung der Onleihe recht einfach durch zwei Apps möglich.  Gleiches gilt auch für IOS, wobei hier im Anschluss des Artikels ein kurzes Video das Vorgehen unter IOS erläutert. Die prinzipiele Vorgehensweise ist dabei aber identisch. Wie erwähnt, werden zwei Apps verwendet.

Dabei dient die eine der Ausleihe und die andere der Anzeige der entsprechenden Medien.

In diesen Artikel möchte ich diese Apps vorstellen.

Bücher per Onleihe ausleihen

Onleihe
App Icon Onleihe
Marketlink

Neben der Internetseite wird auch eine App zur Anmeldung bei Onleihe angeboten. Beim Start der App erfolgt auch gleichzeitig die Frage bei welcher Bibliothek sich angemeldet werden soll.

Wählen Sie ihre Bibliothek

Über die Funktion Bibliothek suchen können verschiedene eBook-Bibliotheken, die sich der Onleihe angeschlossen haben, ausgewählt werden.

Bibliothek suchen

Praktischerweise sind mittlerweile sehr viele Stadtbibliotheken hier beigetreten, so dass auch eine Bibliothek in Ihrer Nähe dieses Angebot zur Verfügung stellen kann.
Neben der Anmeldung bei einer Stadtbibliothek kann sich auch bei verschiedenen anderen Onlinebibliotheken angemeldet werden. Als Beispiel sei hier die Bibliothek "Espresso Tutorials GmbH" genannt.

Onleihe Espresso Tutorials  - SAP eBook Flatrate

Diese bietet für einen Jahresbetrag eine SAP Fachbücher Flatrate ebenfalls per Onleihe an.

EXKURS: SAP Fachbücher - die digitale SAP-Bibliothek von Espresso Tutorials

Espresso Tutorial - Die digitale SAP Bibliothek

Auf der Seite "Espresso Tutorials - die digitale Bibliothek" kann das Angebot von Espresso Tutorials betrachtet werden. Für einen Jahresbetrag erhält man Zugriff auf den Bestand an eBooks des Verlags zu unterschiedlichen SAP Themen. Auf dieser Seite kann sich auch ein Überblick über die vorhandenen Medien verschafft werden.


Für unser Beispiel soll jedoch die Stadtbibliothek Gießen genommen werden. Nachdem Sie die richtige Bibliothek ausgewählt haben, werden Sie nach Ihren Benutzernamen und Kennwort gefragt. Diese Daten können in der App auch gespeichert werden, so dass Sie nicht immer erneut eingetragen werden müssen.


Benutzername und Kennwort eingeben

Für die Stadtbibliothek Gießen melden Sie sich dabei mit ihrer Leseausweisnummer und ihren persönlichen Kennwort an.In der Regel wird das Passwort aus Ihrem Geburtsdatum gebildet (sechsstellig), sofern Sie dieses nicht geändert haben. Nach erfolgreicher Anmeldung steht ihr Konto innerhalbn der App zur Verfügung.

Übersicht Mein Konto

Neben ihrer Stammbibliothek besteht auch die Möglichkeit weitere Bibliotheken anzulegen. Dieses kann gerade dann sinnvoll sein, wenn Sie auch Fachbibliotheken nutzen wollen oder bestimmte Bibliotheken auch Medien angeboten werden, die nicht in allen Bibliotheken verfügbar sind.

Als Beispiel sei hier die erwähnte digitale SAP-Bibliothek erwähnt. Ferner kann es natürlich auch interessant sein, in anderen Bibliotheken zu schauen, ob das gewünschte Buch ggf. direkt verfügbar ist, da aus lizenzrechtlichen Gründen manche Werke nur an eine beschränkte Anzahl von Personen durch Stadtbibliotheken verliehen werden dürfen.
Nach der erfolgreichen Anmeldung können Sie im Buchbestand stöbern und ein Buch entweder direkt ausleihen oder vormerken lassen.

In der Onleihe stöbern

Je nach Bibliothek können hier nach einzelnen Kategorien die Bücher sortiert werden aber auch nach bestimmten Buchtiteln gesucht werden. Dieses ist für mich besonders interessant da hier anhand der Buchtitel auch bestimmte Themen gezielt gesucht werden können. Je nach Bibliothek und Thema sind hier natürlich unterschiedlich viele Bücher verfügbar. Einen Überblick über ihre ausgeliehenen Medien erhalten Sie in der Medienübersicht.

Medienübersicht - Ausgeliehene Bücher


Damit wäre dann auch schon der Ausleihprozess abgeschlossen und es stellt sich die Frage, wie die einzelnen Bücher betrachtet werden können.

Adobe-ID anlegen

Damit das Ausleihen der Bücher funktioniert ist ein digitales Rechte Management (DRM) erforderlich. Hierzu setzt auch Onleihe auf den Kopierschutz von Adobe, so dass die Bücher auch tatsächlich nur innerhalb der Ausleihzeit ausgeliehen werden können.

Hierzu registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse bei Adobe und erhalten hierdurch eine Adobe-ID und ein von Ihnen gewähltes Passwort.

Auf der Seite https://accounts.adobe.com/de kann eine Adobe-ID beantragt werden. Wählen Sie hierzu den Punkt "Sie sind noch nicht Mitglied? Adobe ID anlegen".

Adobe-ID beantragen

Zur Registrierung sind Name, Vorname und das Geburtsdatum nebst einer E-Mail-Adresse zu hinterlegen.

Adobe-ID Registrieren

Danach erhalten Sie an ihre E-Mail-Adresse einen Bestätigungslink und können künftig ihre Ausleihen mit dieser ID bestätigen.

Über diese ID können Sie auch Produkte und Abos der Firma Adobe verwalten. So kann hier z.B. die Adobe Creative Suites verwaltet werden. Darüber hinaus wird diese ID aber auch zur Identifikation Ihrer Person verwendet (vergleichbar mit der Windows-Live-ID) und kann daher in kopiergeschützten PDF und vergleichbare Formen genutzt werden.

Der zugrundeliegende Kopierschutz wird über die Adobe Digital Editions, eine Software der Firma Adobe Systems zum Betrachten von E-Books, realisiert. Die damit umgesetzte digitale Rechteverwaltung (DRM) schützt entsprechende Werke (wie E-Books) vor unerlaubter Weitergabe und eignet sich hierdurch zum Lesen und Verwalten von E-Books, elektronischen Zeitungen und Magazinen auf Geräten, die durch ein Identifikationsmerkmal (Adobe ID) dazu autorisiert sind. Als Dateiformate wird hier neben PDF auch EPUB unterstützt.

Ausgeliehene Medien lesen (e-Reader)

Nachdem Sie die Adobe-ID angelegt haben und ihre Kontaktdaten per Linkbestätigung verifiziert haben, können Sie die ausgeliehenen Medien mit einer entsprechenden App lesen. Teilweise unterstützen auch eBook Reader das Onleihe Konzept. Hierzu gehört leider nicht der Amazon Kindle (aber durchaus Tolino). Für Kindle gibt es mit Kindle Unlimited und den Amazon ebooks eine Alternative, aber auf diese soll hier nicht eingegangen werden.

Unter Android nutze ich gerne die App BlueFire Reader.

Bluefire Reader

Bluefire Reader
Marketlink Mit dieser App können durch Onleihe heruntergeladene Bücher direkt betrachtet werden. In einer Bibliothek werden diese Bücher direkt angezeigt.

Bluefire Bibliothek

In dieser Bibliothek können die einzelnen Bücher betrachtet werden. In der rechten Ecke sind je Buch auch die Tage bis wann das Buch zurückgegeben werden muss aufgeführt.
Rechts oben in der App kann die Coverdarstellung auch auf die Listenansicht umgestellt werden.

Listenansicht Bluefire

Auf diese Weise können Bücher gelöscht oder auch zurückgegeben werden. Ferner können Sie hier je Buch auch die genauen Ausleihzeiten einsehen. Bei Ausleihzeiten von 14 Tagen ist dieses zumindest eine nette Geste, wenn man selbst das Buch dann doch nicht lesen wird, aber andere dieses schon auf Vormerkung gesetzt haben :-) Die vorzeitige Rückgaben funktioniert leider nicht im eBook-Format „PDF - ausschließlich für PC/Laptop - Adobe Reader.“

Wenn Sie nun ein ausgeliehenes Buch lesen wollen, wird anhand des Datum geprüft, ob Sie auch tatsächlich noch berechtigt sind dieses Buch zu lesen. Eine Onlineverbindung ist hierzu im Gegensatz zur Ausleihe und Download des Buches per Onleihe nicht erforderlich.

Ausleihprozess bestätigen anhand Datum

Damit gibt es keine weiteren Hindernisse um das Buch auch digital zu lesen.

Interessant und etwas ungewohnt ist innerhalb des Buches die Möglichkeit die Einstellungen mit Klick am unteren Rand des Bcuhes aufrufen zu können. Hier können Schriftbild und Helligkeit ebenso eingestellt werden wie die in meinen Augen sehr sinnvolle Optionen "Keine Displaydrehung" und "Keine Bildschirmsperre", so dass das Smartphone oder Tablet aktiv bleibt selbst wenn man etwas länger am Lesen ist.

Einstellungen Bluefire Reader

Insgesamt ist die App sehr funktional aufgebaut, aber man kann sich damit durchaus anfreunden und entdeckt dann doch die ein oder andere clevere Umsetzung. Ebenso ist hier auch die Seitennavigation zu sehen und durch die Option eines gleitenden Seitenübergangs ist dieses auch beim Lesen angenehmer als die Standardeinstellung. Nebenbei ist auch die Seitennavigation durch ein kurzes Tippen am Ende der Seite aufzurufen.

Onleihe unter IOS nutzen

Eine Beschreibung für IOS ist auf Youtube über folgendes Video dargestellt.

Hier wird das Vorgehen am IPAD anhand der oben erwähnten Bibliothek dargestellt.


 

Fazit und Meinung

Insgesamt denke ich, dass sich hier öffentliche Büchereien, wie auch die Stadtbibliothek der Universitätsstadt Giessen, einen neuen Weg für Lesende öffnen. Gerade wenn es um Sachthemen geht bin ich hier sehr froh, wenn man sich kurzfristig in ein solches Thema einmal reinlesen kann ohne vorab die Öffnungszeiten einzelner Bibliotheken abwarten zu müssen.

Auch kommerziele Anbieter haben hier einen Weg (und ein Produkt) gefunden, dass sicherlich für den ein oder anderen interessant ist.

Trotzdem sollten dabei regionale und wirtschaftliche Aspekte nicht außen vorgelassen werden. Auch heute noch haben lokale Bibliotheken ihre Berechtigungen und sicherlich gibt es immer noch Orte an denen die Freude groß ist, wenn der Bücherbus einmal die Woche kommt. Gerade bei neuen Medien ist hier sicherlich die Waagschale zwischen modernen und traditionellen Wegen sehr schwierig zu halten und manche kleine sehr gut sortierte Bibliothek (als Beispiel sei hier einmal der Science Fiction Bestand in der Bücherei Grünberg erwähnt) wird sicher vor der Frage gestellt, ob nicht doch das digitale Zeitalter angebrochen ist und die Literatur vor Ort noch zeitgemäß ist.

Auch seitens der Verlage wird sicherlich eine Onleihe kritisch betrachtet, was sehr gut am Artikel "Dresdner Bibliotheken bieten E-Book-Verleih bundesweit an" zu sehen ist. HIer könnten elektronische Medien für Büchereien und auch Buchverlage gleichbedeutend sein wie der DVD oder VHS Verkauf bzw. der Bestand an Videotheken im Vergleich zu VOD Anbietern.

Aber auch für Lesende ist es sicherlich ein Problem, wenn Offlinekonzepte direkt auf Online übertragen werden. Hier ist bspw. die Vormerkung oder die Meldung "Dieses Medium ist derzeit ausgeliehen" aus lizenzrechtlichen Gründen nachvollziehbar, aber es verwundert dann doch, da es ja eigentlich nur eine Datei ist.

Persönlich hoffe ich einfach, dass weiterhin beide Modelle am Markt ihre Berechtigung haben und freue mich sowohl darüber in Buchhandlungen und Bibliotheken neues "Totholz" zu finden aber nutze für einzelnen Medien auch sehr gerne die digitale Fassung.

Mittlerweile lese ich auch Belletristik sowohl digital als auch analog und sehe bei beiden Formen eindeutig Vorteile und betrachte hier längst nicht mehr skeptisch den fehlenden Nachteil kein Papier mehr in Händen zu halten. Entsprechend fällt mein Fazit zur digitalen Fachliteratur ebenso positiv wie im Artikel "Infotainment oder Nachrichtenapps für Android" aus. Mit etwas Augenzwinkern könnte man ja sagen, dass so keine Taschenlampe zum Lesen von Büchern unter der Bettdecke mehr erforderlich ist ;-)

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Montag, 13. April 2015
14:55 Uhr

Amazon Fire TV Stick und Chromecast im Vergleich

In den beiden Artikeln "Google Chromecast HDMI Stick Teil 1 von 2 - Einrichtung, Inbetriebnahme und erste Apps" und "Google Chromecast HDMI Stick Teil 2 von 2 - Streaming über UPNP bzw. DLNA" hatte ich ja schon Chromecast näher vorgestellt da Amazon zwischenzeitlich auch in Deutschland nicht nur Fire TV sondern auch einen eigenen HDMI Stick im Angebot hat möchte ich meinen ersten Eindruck im Vergleich zu Chromecast festhalten.

Der Amazon Fire TV Stick war ab 15. April 2015 auch in Deutschland erhaltbar und bietet neben Amazon Prime auch Zugriff auf verschiedene Apps die entweder aus den Amazon App Store oder auch aus anderen Quellen installiert werden können.

Mittlerweile gibt es mit "Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung" * auch eine weiterentwickelte Version, die ebenfalls Sprachsteuerung anbietet. Damit ist diese Version auch perfekt zum Smarthome passend und entsprechend in meiner Serie rund um Smart Home erwähnt.

Besonders hervorzuheben ist hier der Zugriff auf die ZDF Mediathek und Das Erste verbunden mit den jeweiligen Livestreamangeboten. Hierzu muss jedoch die entsprechende App heruntergeladen werden. Ferner kann auf die gekaufte Musik des jeweiligen Amazon Kontos zugegriffen werden.

Hardware einrichten

Der Fire-TV-Stick kann über eine HDMI Schnittstelle am jeweiligen Monitor angeschlossen werden.

Amazon Fire TV Stick neben Chromecast an HDMI Schnittstelle

Zum Glück ist beim Amazon Fire TV Stick auch gleichzeitig ein HDMI Verlängerungskabel enthalten, da andernfalls Platzprobleme durch den am HDMI 1 Anschluss angeschlossenen Chromecast entstehen würden.

Software einrichten / Fire TV installieren

Der erste Unterschied zum Chromecast ist definitiv die beiliegende Fernbedienung. Zur erstmaligen Einrichtung muss auch tatsächlich diese Fernbedienung genutzt werden, da andernfalls die Zugangsdaten nicht eingegeben werden können. Später kann aber auch eine App statt Fernbedienung genutzt werden. Freundlicherweise hat Amazon auch gleich die Batterien für die Fernsteuerung beigelegt, so dass eigentlich die Inbetriebnahme unproblematisch erfolgen kann.

Das Batterfach geht jedoch etwas schwerer auf, so dass hier etwas Druck auf die Vertiefung der Rückseite ausgeübt werden muss um irgendwann dann die Batterien einsetzen zu können. Sind die Batterien eingesetzt kann die Fernbedienung direkt genutzt werden. Da die Übertragung per Bluetooth funktioniert benötigt diese auch keinen Sichtkontakt und lässt sich stabil nutzen.

Fernbedienung Amazon Fire TV Stick

Wie bei Amazon Geräten üblich ist das Gerät auch schon für das jeweilige Kundenkonto eingerichtet, so dass direkt mit einem Einführungsvideo gestartet werden kann.

Einf�hrungsvideo Amazon Fire TV Stick

Hierbei wird auch die Funktionsweise der Fernbedienung erläutert und generell die Oberfläche erklärt.
Daneben wird natürlich auch Amazon Prime als Video on Demand Dienst empfohlen.

Amazon Prime Mitgliedschaft

Die Amazon Prime MItgliedschaft (Partnerlink) bietet neben Premiumversand (am nächsten Tag) auch gleichzeitig Zugriff auf Prime Instant Video  und damit Zugriff auf einige Filme und Serien des Video on Demand Dienstes von Amazon.

Fernbedienungsapp

Neben der wirklich einfachen Fernbedienung die eine Navigation nach oben, unten, links und rechts über den Navigationskreis sowie Zurück, Home und Menütaste bietet hat mich die Android App nicht sonderlich überzeugt. Hier wird ebenfalls der Kreis genutzt allerdings muss der Finger in die jeweilige Richtung bewegt werden, so dass hier schnell mehr als ein Element in der Navigation übersprungen wird. Dafür ist allerdings die Tastatureingabe und die Sprachsuche (welche in der Fernbedienung nicht integriert ist wesentlich einfacher.

Die Amazon Fire TV Fernbedieungs App ist im: vorhanden.
Ich denke, dass ein Blick auf die Oberfläche der App schnell erklärt was ich mit der Kreisnavigation meine:

Amazon Fire TV Fernbedienung App

Neben der Aktivierung der Sprachsuche ist auch im unteren Bereich der App eine Navigationsleiste einblendbar. Hierdurch kann in Musikalben hin und her geschaltet werden oder auch die Play/Pause Funktion gestartet werden.

Zugriff auf Mediatheken

Neben der bereits empfohlenen ZDF Mediathek die unter der Rubrik Sender einen Zugriff auf die verschiedene Livestreamangebote des ZDF auflistet wählt hier die ARD einen etwas komplizierteren Weg. Hier gibt es zwei Apps.

Zum einen die ARD Mediathek in der auf das bestehende Archiv der ARD zugegriffen werden kann. Daneben gibt es aber noch die App Das Erste in der über Jetzt im Ersten ebenfalls auf die jeweiligen Livestreamangebote Zugriff gewährt wird.

Für Amazon Prime Instant Video bietet es sich dann tatsächlich an über die Watchlist zu gehen um entsprechende Serien oder Filme zu sehen.

Da der Amazon Fire TV Stick auch noch die Installation von verschiedenen Apps anbietet verfolgt dieser ein anderes Konzept als Chromecast. Die eigentliche Software läuft hierbei ebenfalls auf den Fire TV Stick, so dass hier das Angebot auch durch die Installation von Apps erweitert werden kann. Dieses hat auf der einen Seite natürlich eine hohe Flexibilität aber auch den Nachteil, dass die Integration mit normalen Smartphones etwas schwieriger ist. Immerhin wird hier aber auch das Spiegeln des Smartphones per Miracast angeboten.

Da auch die Fire TV Fernbedienungs-App ebenfalls als etwas sturr bezeichnet werden kann, ist mir hier tatsächlich Chromecast ein wenig lieber. Dafür punktet der Fire TV Stick durch die beiliegende Fernbedienung, die einfache Integration der Mediatheken von ARD und ZDF und der Möglichkeit am Stick direkt Apps zu installieren.

Eine Erweiterung des Funktionsumfangs für Fire TV ist in der c't 5/15 im Artikel "Nachbrenner fürs Fire TV Funktionsumfang des Amazon Fire TV & Stick erweitern" (Permalink) beschrieben.  Da mir für über Prime und die Mediatheken hinausgehende Anwendungsgebiete Chromecast als ausreichend erscheint, ist dieser Artikel auch eher als weitergehende Informationsquelle verlinkt.
 
Werbung

Persönliches Fazit

Insgesamt hat der Amazon Fire-TV Stick gegenüber Chromecast definitv einen Vorteil bzgl. der Nutzung von Prime Instant Video, sofern nicht schon eine entsprechende Softwarelösung im Smart-TV eingebaut ist. Da mittlerweile viele Smart-TVs schon eine Lösung integriert haben und diese sowohl per Fernbedienung als auch per App steuerbar sind ist der Stick sicherlich keine erste Wahl. Sofern aber ein reiner Monitor mit HDMI genutzt wird kann dieser Stick eine sehr gute Alternative für die Anschaffung eines Smart-TV sein.

Neben dem Zugriff auf den VOD Dienst Amazon Prime ist auch das direkte Installieren von Apps sicherlich ein Vorzug gerade wenn auf Livestreams von ARD und ZDF Zugriff genommen werden soll. Technisch laufen die Apps dann am Amazon Fire TV Stick, der auch von den Ressourcen etwas besser ausgestatet ist als der Chromecast (hier hat Amazon auch eine schöne Vergleichsgrafik auf der Produktseite).

Der Vorteil vom Chromecast ist dafür die sehr gute Integration ins Android Betriebssystem. Es können hier nicht nur diverse Apps auf Chromecast abgespielt werden sonder das Smartphone elegant als Fernbedienung genutzt werden. Bis auf Prime Instant Video scheinen auch die VOD Dienste Netflix, Watchever, ... problemlos mit Chromecast zusammen zu arbeiten.

Hier sind beide Geräte im Einsatz, da sowohl die Mediathek von ARD und ZDF hier gut funktioniert als auch der Zugriff auf Amazon Prime Instant Video am Fire TV Stick überzeugt aber das lokale Streaming dann oftmals doch besser vom Smartphone zum Chromecast funktioniert.

Während die Fernbedienung von Fire-TV Stick wirklich gelungen ist überzeugt mich die App von Amazon eher weniger, aber das ist dann auch Übungs- und Geschmackssache.
Werbung


Sofern nicht gerade ein Smart-TV (wie bspw. von LG) angeschafft werden soll ist der Amazon Fire TV Stick sicherlich eine gute Ergänzung zum Chromecast, sofern eine Prime-Mitgliedschaft besteht.
Hinweis:

Im Laufe der Zeit wird auch das Leben mit Technik immer intelligenter. Entsprechend habe ich auf der Seite "Smart Home" unsere Erfahrungen mit Amazon Echo (Alexa) und Google Home sowie vernetzte Dienste zusammengestellt.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 17. Januar 2015
14:52 Uhr

Kamerabilder und Screenshots in Cloud speichern (OneDrive, Dropbox, Google Foto und IFTTT)

Ausgangslage
Sofern am Smartphone unter Android auch die Fotofunktion genutzt wird, kann hier nach einiger Zeit der Speicherplatz relativ knapp werden. Daher kann es naheliegend sein die gemachten Fotos und Videos direkt in der Cloud zu speichern.

Verschiedene Cloudanbieter bieten hier in ihrer Software eine passende Lösung an um automatisch Fotos und Videos in das entsprechende Angebot hochzuladen.

Automatischer Upload von Fotos bei Cloudanbietern

Die bekannten Cloudspeicheranbieter Dropbox und OneDrive  bieten in ihren Apps direkt die Möglichkeit automatisch (ggf. beschränkt auf WLAN) die Bilder und Videos direkt hochzuladen.  (Hinweis am Rande: Onedrive bietet dabei 15 GB Speicher (wobei durch den Partnerlink noch weitere 500 MB hinzu kommen) und Dropbox über den Partnerlink noch weitere 250 MB zu den Anfangs 2 GB die aber durch verschiedene Aktionen noch weiteren Speicher anbieten können).

Daneben bietet aber auch die Google Plus App (Marketlink) die Möglichkeit innerhalb der Einstellungen automatisch Bilder in ein privates Album hochzuladen. Hier kann eine unbegrenzte Anzahl an Fotos und Videos in Standardgröße kostenlos hochgeladen werden. Standardgröße bedeutet, dass die längste Seite eines Fotos maximal 2048 Pixel lang ist und Videos kürzer als 15 Minuten sind und eine Auflösung von 1080p oder weniger haben. Damit werden nur Fotos, die größer sind als 2.048 x 2.048 Pixel, den Google Drive Speicherplatz von kostenlos 15 GB angerechnet. Kleinere Fotos belasten Ihr Kontingent nicht.

Die Funktion zum Upload finden Sie bei den einzelnen Apps in den Einstellungen.

Kameraupload bei Dropbox:

Hier ist die Funktion in den Dropbox-Einstellungen (Menü Taste -> Einstellungen) im Abschnitt KAMERA-UPLOAD  über die Funktion Kamera-Upload aktivieren zu finden. Hier kann auch eingestellt werden, dass nur bei WLAN hochgeladen werden soll (Upload-Optionen) und die Hochzuladende Elemente  sind auf "Fotos und Videos" oder "nur Fotos" einschränkbar.

Kamerasicherung bei OneDrive:

Innerhalb OneDrive ist die Upload Funktion ebenfalls in den Einstellungen unter Optionen  als Kamerasicherung zu finden. Auch hier kann der Upload über die Option "Hochladen mit" auf nur WLAN eingeschränkt werden und per "Videos einschließen" zusätzlich zur Kamera auch Videos gesichert werden.

Automatische Bildersicherung bei Google Plus / Google Foto:

In der Google Plus App kann über Automatische Sicherung  ebenfalls die Automatische Sicherung von Fotos und Videos aktiviert werden. Auch  hier kann eine Einschränkung auf WLAN, Mobiler Datenverbindung und sogar auf Roaming eingeschränkt werden.
 

Screenshots unter Android in Cloud sichern

Diese Form der automatischen Bildersicherung funktioniert problemlos bei Fotos. Ein Problem stellen jedoch Screenshots dar.

Hierzu kann unter Android die App des Webdienst IFTTT.com installiert werden.

IFTTT

Logo IFTTT
Marketlink: Die Internetseite ifttt.com bietet die Möglichkeit Rezepte nach den Muster if [this] then [that] anzulegen. Hierbei können verschiedene Quellen als Auslöser [THIS] definiert werden und als [that] dann ebenfalls über verschiedene Quellen (Channels) Aktionen ausgeführt werden. Diese Aktionen können dann auch mit entsprechenden Zutaten (ingredient) angereichert werden.

Durch die Nutzung der oberen Apps können als Auslöser oder als Aktionen auch verschiedene Android Funktionen definiert werden. Für eine Sicherung der Screenshots kann der Channel (Quelle) Android Foto und hier die Unterfunktion "New Screenshots" als Auslöser [THIS] genutzt werden. Darauf kann dann die Aktion [THAT] mit entsprechenden Onlinespeicher (zum Beispiel Dropbox oder OneDrive  ) genutzt werden.

Anhand der Rezeptübersicht dürfte schon klar sein, welche Funktion folgendes Rezept hat:

�bersicht IFTTT Rezept if [Screenshot] than [add to cloud]
Hierbei wird folgende Funktion ausgeführt "Wenn ein Screenshot gemacht wurde, soll dieser direkt nach Onedrive geladen werden". In der Detailansicht können dann noch genauere Anweisungen hinterlegt werden.
IFTTT Rezept Details EDIT Ansicht
Hierbei kann der Dateiname noch um das Erstellungsdatum ergänzt werden und der Ordner innerhalb des Cloudanbieters (hier OneDrive Folder) als Zutaten (ingredient) genauer definiert werden. Positiv zu erwähnen ist noch, dass die einzelnen Rezepte nicht nur in der App sondern auch auf der Internetseite von IFTTT.com gepflegt werden können.

Hierdurch könnte man auch auf die Apps der einzelnen Cloudanbieter verzichten und den Upload aller Bilder (also nicht nur von Screenshots) per IFTTT erledigen lassen. Allerdings bieten die einzelnen Apps dann doch Vorteile, auf die man nur ungern verzichtet (als ein Beispiel sei hier die Einschränkung der Uploads auf WLAN erwähnt).

Da die App sehr viele Funktionen ermöglicht, sind auch die Berechtigungen (sowohl des Webdienst mit Zugriff auf den jeweiligen Cloudspeicher als auch der App selbst) relativ weit gehend. Ein entsprechendes Vertrauen sollte dadurch natürlich vorhanden sein. Immerhin müssen hier keine Passwörter im Webdienst hinterlegt werden, da die jeweiligen Schnittstellen (App Berechtigung) der einzelnen Dienste genutzt werden.

Eine vergleichbare Bequemlichkeit in Bezug auf Automatisierung von Vorgängen unter Android ist auch im Artikel zur App Trigger ("NFC Tags zum Steuern von Smartphones unter Android nutzen") beschrieben.

Im Rahmen der Neujahrsvorsätze ermöglicht der Einsatz der Cloudsicherung von Fotos dann auch zum Jahresende eine Aufräumung der Fotos am Smartphone, so dass zum Anfang des Jahres auch wieder jede Menge Speicherplatz vorhanden ist und man sich persönlich sicher sein kann, nicht aus Versehen wichtige Erinnerungsfotos gelöscht zu haben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 21. September 2014
09:33 Uhr

Infotainment oder Nachrichtenapps für Android

Neben der Termin- und Aufgabenverwaltung (siehe Artikel "Android App: Termin und Aufgabenverwaltung (Business Calendar und Business Tasks)" sind, gerade am Wochenende, auch viele Apps bei mir in der Nutzung, die einen entsprechenden Fluss an Informationen und Neuigkeiten für mich bereithalten.

Der Vorteil ist, dass heutzutage nicht mehr eine Unmenge an Papier herumgetragen wird sondern auf drei Geräten gleich ein ganzer Stapel an möglichen Informationsquellen hinterlegt ist, die auch problemlos im Nahverkehr mitgenommen und unterwegs konsumiert werden können.

Medien oder der digitale Zugriff auf Informationen

Teilweise ersetzen diese heute schon Papierausgaben von Zeitschriften, Bücherstapel oder auch den Besuch einer Website bzw. Blogs, sofern diese ihre Artikel direkt per RSS zur Verfügung stellen.

Insgesamt möchte ich dabei auf einige von mir häufig eingesetzte Apps eingehen.

Hierbei möchte ich auf folgende Themenbereiche eingehen:
  1. RSS Reader ("RSS Reader oder wie lese ich mehrere Blogs")
  2. Twitter ("Twitter - News in 140 Zeichen")
  3. c’t Magazin ("Zeitschrift digital lesen")
  4. News Republic ("Die eigene individuelle Zeitung bzw. Magazin")
  5. Amazon Kindle ("Das elektronische Buch") oder auch Onleihe
 

RSS Reader oder wie lese ich mehrere Blogs

Im Juli 2013 hatte ich mich nach "Alternativen zu Google Reader" umgesehen und bin dann sowohl für die Webansicht als auch mobil auf Feedly gewechselt.

Feedly

Logo feedly Eine für mich sowohl beruflich als auch privat gerne genutzte Quelle für Informationen (oder auch andere Sichtweisen) sind Blogs zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Themen. Die meisten Blogs bieten auch heute noch einen RSS Feed an der neue Artikel als XML zur Verfügung stellen. Auch dieses Blog hat einen solchen Feed an der linken Seite.

Damals hatte ich im Google Reader eine Unmenge an Blogs abonniert die in verschiedenen Kategorien einsortiert waren. Diese konnte ich dann problemlos (per OPML) sichern und nutze heute eine vergleichbare Systematik auch in Feedly.

Auf der Internetseite www.feedly.com ist es möglich sich mit einen Google, Facebook, Twitter, Windows Live oder Evernote Account anzumelden und dann in einer Weboberfläche seine Feeds zu lesen. Soweit gleicht dieses auch vielen anderen RSS-Readern. Der Vorteil von Feedly ist nun, dass auch eine passende App angeboten wird in der dann gelesene Artikel auch in der Weboberfläche als gelesen angezeigt werden.

Auch in der Feedly App sind dann die vorhandenen Kategorien direkt auswählbar.

Feedly App: Ansicht Kategorien

Hinter den einzelnen Kategorien können dann thematische Blogs hinterlegt werden. Eine kleine Auswahl davon habe ich in meiner Blogroll vorgestellt. Je nach Einstellungen können die einzelnen Überschriften der Artikel dargestellt werden (oder alternativ gleich der gesamte Artikel).

Feedly: Ansicht Überschriften

In meinen Fall habe ich hier als Default View "Title Only" gewählt.
Auf diese Weise kann ich einen interessanten Artikel direkt aufrufen und andere erst einmal ungelesen lassen. Ein Artikel könnte dann zum Beispiel wie folgt dargestellt werden:

Feedly Artikelansicht

Eingebundene Medien (bspw. Bilder werden natürlich auch dargestellt. Interessant ist noch die Möglichkeit einen gelesenen Artikel direkt in andere Medien zu teilen. Hierbei wird entweder eine Kurz-URL von Feedly gepostet, oder alternativ die Original URL des Artikels übergeben. Auf diese Weise landen Besucher des Links dann auch direkt auf die Originalseite des Blogs.

Twitter - News in 140 Zeichen

Twitter ist noch immer ein Medium, dass durch die Beschränkung auf 140 Zeichen eher für eine kurze Kommunikation hilfreich ist. Zwar bin ich hier eher weniger aktiver Nutzer bin aber doch froh hin und wieder auch hier aktuelle Informationen zu erhalten.

Nachtrag:
Eine sehr gute Einführung, wie man Twitter in Kombination mit Listen produktiv nutzen kann ist im Blogartikel "Die Timelines als Milchvieh betrachtet" von Maximilian Buddenbohm beschrieben. Eventuell ist Twitter bisher als Quelle für Informationen von mir einfach unterschätzt worden, oder ich mag einfach mehr Worte lieber als 140 Zeichen kompakte Information.. ;-)
 

Twitter

Logo der Twitter App Innerhalb einer Timeline werden alle Tweets der Personen (oder Seiten) die man folgt dargestellt.

Twitter Timeline

Auch hier können Tweets favorisiert (*) oder geteilt (retweet) werden. Einzelne Tweets können dabei auch noch eine kurze Vorschau auf die verlinkte Seite anbieten.

Twitter - einzelner Tweet

Dieses wird durch die sogenannten Twitter Cards ermöglicht, soll hier aber kein Thema sein.
Persönlich nutze ich meinen Twitter Account unter http://twitter.com/AUnkelbach in der Hauptsache um auf aktuelle Artikel im Blog hinzuweisen oder kurze Tipps aufzuschreiben.

Zeitschrift digital lesen

Eine der besten Gründe für die Anschaffung eines Tablett war für mich die Möglichkeit die Zeitschrift c’t Magazin auch digital zu lesen. Hier konnte ich die Schriftgröße verändern, die Zeitschrift selbst war beleuchtet und es gibt mittlerweile auch die Möglichkeit direkt Links zum Artikel zu öffnen oder zu versenden.

c’t Magazin

Logo c’t Magazin Ich habe seit einigen Jahren schon ein Abo der Zeitschrift c’t und bin hier immer wieder über den ein oder anderen Artikel begeistert. Außerdem bekommt man auf diese Weise auch einmal von Themengebieten mit die sonst nicht direkt auf den Schirm oder im Aufgabenkatalog auf der Arbeit liegen. Hierzu habe ich mich vor einiger Zeit für das c't Plus-Abo entschieden, da es neben einer digitalen Ausgabe der Zeitschrift auch Zugriff auf das Artikel-Archiv bietet und, sofern mal ein Stromausfall ist (oder eine DVD im Heft dabei ist, die man sich nicht erst herunter laden möchte), auch noch den Postboten glücklich macht und mir die Printversion liefert.

Die App selbst bietet alle Ausgaben in Form eines Kiosk an (downloadbar, sofern man ein Digital-Abo zum Zeitpunkt des Heftes hat bzw. Einzelkaufoption).

Kiosk Ansicht c’t Magazin

Anhand der dargestellten Ausgaben ist auch ersichtlich, seit wann ich diese App eigentlich vorstellen wollte..... . Alle zwei Wochen erscheint im Kiosk dann das neue Heft zum Download. Praktischerweise lädt die App auch direkt die aktuelle Ausgabe herunter, so dass zum Feierabend nichts gegen eine Lektüre der c’t spricht.

Die Artikel können dabei entweder als PDF (entsprechen den Artikelseiten im Heft) oder als interaktives HTML dargestellt werden. Hier sind dann auch noch teilweise Videos eingebunden und der Lesekomfort ist gefühlt höher.

Innerhalb der Einstellungen kann sich dann als Abonnent angemeldet werden, so dass hier direkt die Hefte gelesen oder heruntergeladen werden können.

c’t Magazin Einstellungen

Sofern der private Gerätepark etwas größer ist kann sich auf bis zu fünf Geräte angemeldet werden (iPad, Android-Tablet, iPhone, Android-Phone, ...).

Die eigene individuelle Zeitung bzw. Magazin

Ein gänzlich anderes Konzept steckt hinter der folgenden App, die (um es kurz zusammen zu fassen) ein Magazin aus verschiedenen Artikeln zu bestimmten Stichworten zusammenstellt.

News Republic–Ihre Nachrichten

Logo News Republic Hierbei werden Nachrichten-Quellen (von dpa bis  watson) aus den Bereichen: Wichtige Nachrichten (meistens Presseagenturen oder größere Zeitschriften), Finanzen, Medien & Kultur, Sport, Smartphones & Tablets, Hightech, Lifestyle & Leute, Internationale Nachrichten oder auch "political blog" angeboten. Neben der Selektion über die einzelnen Quellen  können einzelne Infokacheln zu bestimmten Themen (Top News, All News, ...) aus den einzelnen Bereichen oder auch zu individuellen Stichwörtern gesammelt dargestellt werden.

Ein Blick auf die Hauptansicht dürfte das Prinzip dahinter klar machen.

Oberfläche News Republic

Auch hier können Artikel mit anderen geteilt werden oder auch bewertet werden. Insgesamt ähnelt diese App ein wenig einer Pressemappe die für die eigenen Interessen zusammengestellt wird.

Das elektronische Buch

Eigentlich bin ich ein Mensch der Bücher lieber in Papierform liest, aber gerade auf Reisen ist es dann doch unheimlich sinnvoll auch elektronisch auf Dokumente oder E-Books zugreifen zu können.
Dieses ist zwar auch über die App Kindle (Market Link: Kindle) möglich, aber hier muss ich zugeben, dass ein anderes Lesegerät einen erheblichen Vorteil hat.

Gerade der Kindle Paperwhite (Amazon Partnerlink) oder der jetzt neu veröffentlichte Kindle eReader (allerdings nur mit WLAN) sind für mich absolut überzeugend und bereiten auch tatsächlich ein Lesevergnügen.





Neben E-Books können der Kindle aber auch per USB mit einem Rechner verbunden werden und in den vorhandenen Ordner "documents" zum Beispiel PDF Dateien geladen werden. Diese werden dann wie Bücher angezeigt, wobei der Titel entsprechend des Dateinamens angezeigt wird. Auf diese Weise können Handbücher, Diplomarbeiten oder auch andere Dokumente auch unterwegs problemlos gelesen werden ohne diese vorher per Mail in ein passendes Format umwandeln lassen zu müssen. Dabei werden die PDF Dokumente so angepasst, dass diese auch problemlos am Kindle gelesen werden können und dabei sowohl im Querformat als auch hochkant gelesen werden. Ferner ist eine Dokumentensuche möglich.

Daneben gibt es aber auch andere elektronische Bücher, die ich gerne im Artikel "Onleihe - mein Weg zur digitalen Bibliothek" vorgestellt habe.

Fazit

Ich bin sicherlich nicht ein Mensch der Papierbücher oder schriftliche Unterlagen komplett verneint (und gerade Protokolle von Sitzungen an denen ich nicht selbst teilgenommen habe liegen mir wesentlich lieber in Papierform als digital vor) dennoch bin ich froh, dass die Technik eben auch eine Alternative im Angebit hat und man durchaus bewährte Medien auch auf neuere Medien übertragen kann. Sowohl E-Books als auch digitale Zeitschriften hätte ich mir vor einigen Jahren nicht vorstellen können und heutzutage freue ich mich darüber am Wochenende nicht erst meine Zeitschrift suchen zu müssen sondern diese statt im Briefkasten schon aufs Tablet geladen ist. Der Vorteil einige Bücher nicht im RUB  sondern auch in der Medienbibliothek am Kindle liegen zu haben erleichtert auch die Urlaubs- oder Dienstreise, da hier mit wenig Gewicht problemlos mehr als ein Buch mitgenommen werden kann.

Ich kann mir auch vorstellen, dass für Autoren das digitale Publizieren mittlerweile wesentlich mehr Kunden anlockt (die dann einfach einmal ein Buch ausprobieren) und wünschte mir in manchen Momenten tatsächlich, dass ergänzend zum vorhandenen Bücherschrank auch eine digitale Fassung des Buches vorhanden wäre. Ein interessantes Konzept verfolgt hierbei Michael Kofler. Seinen aktuellen Büchern (zum Beispiel "Excel programmieren" liegt automatisch ein Downloadcode für die eBook-Ausgabe dabei, so dass diese Ausgabe kostenlos heruntergeladen werden kann. Dieses kombiniert auf angenehme Weise sowohl Papier als auch Bits und Bytes. Vielleicht wäre das tatsächlich eine Zukunft für die Buchbranche und eine echte Alternative zum Angebot des E-Book zum Hardcoverpreis...
Mein eigenes Buch ist ebenfalls auf Kindle verfügbar, so dass auf der Autorenseite bei Amazon auch dieses erworben werden kann. Allerdings findet sich auch bei Espresso Tutorials ein interessantes Angebot wenn es um SAP Bücher geht.

Dieses wird in den Artikeln "Buchveröffentlichung Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" und "Partnerschaft mit Espresso Tutorials - SAP Fachbücher" näher vorgestellt.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


<< Frühere Einträge Spätere Einträge >>



* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.
Hinauf




Werbung


Logo Andreas-Unkelbach.de
© 2004 - 2018 Andreas Unkelbach
Andreas Unkelbach

Stichwortverzeichnis
(Tagcloud)


Aktuelle Infos (Abo)

Facebook Twitter Google+

»Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)« und »Berichtswesen im SAP ® ERP Controlling«
Privates

Kaffeekasse 📖 Wunschliste