Andreas Unkelbach
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Smart Home im Alltag


Sonntag, 24. März 2019
15:32 Uhr

Grundlagen: Wohin mit den Kosten? Leistungsverrechnung, Kostenverteilung und Kostenumlage im SAP CO-OM.

Gerade bei vorgelagerten Kostenstellen, wie Gebäude oder Serviceeinrichtungen, stellt sich oftmals die Frage, wie die hier aufgelaufenen Kosten auf die Endkostenstellen oder noch besser auf das Endprodukt als Kostenträger oder als Innenauftrag gelangen können.

Hier haben wir im Buch »Schnelleinstieg ins SAP® Controlling (CO)« die Möglichkeiten der Leistungsartenrechnung, der Kostenverteilung und der Kostenumlage vorgestellt, die sowohl im Ist als auch im Plan funktioniert. Diese Instrumente des Gemeinkostencontrolling im Modul SAP CO-OM (englisch Overhead Cost Management) können eine Basis für einen späteren Betriebsabrechnungsbogen sein und werden für ein solches Beispiel auch in unseren Buch vorgestellt.

In diesen Artikel möchte ich gerne die wesentlichen Punkte und die Unterschiede zu diesen drei Methoden vorstellen um so die Anwendungsgebiete vorstellen.

Leistungsartenrechnung

Die Leistungsartenrechnung kann vereinfacht als Menge x Preis bezeichnet werden. Dabei werden aus Plankosten und Planmengen ein Plantarif ermittelt der später als Grundlage der erfassten Leistungsmenge entsprechende die Senderkostenstelle auf Basis der in der Leistungsart erfassten Menge entlastet und die Empfängerkostenstelle belastet.

Dabei werden als Information sowohl die Mengen, die Leistungsart als auch die Verrechnungskostenart vom Typ 43 "Verrechnung Leistungen/Prozesse" ausgewiesen.

Der Tarif kann aber auch politisch gesetzt sein, so dass am Beispiel der Kopierkosten hier auch eine Kopie zu jeweils 0,05 Euro von der Kostenstelle der Kopiergeräte entlastet und auf die kopierende Kostenstelle belastet werden kann.

Einen kleinen Exkurs zur Leistungsartenrechnung befindet sich im Artikel "Interne Leistungsverrechnung: Anhand Leistungsart Senderkostenstelle und Partnerobjekte auswerten".
 

Kennzahlen basierte Verrechnung


Neben der Erfassung von Mengen können auch statistische Kennzahlen Basis für eine Verrechnung von Kosten sein.

Mögliche Kennzahlen sind hier die genutzten Raumflächen, Anzahl Beschäftigte oder auch die verbrauchten Telefoneinheiten. Diese Kennzahlen können dann für folgende Möglichkeiten der Verteilung eine Basis sein.

Kostenverteilung

Anhand eines Verteilungszyklus werden als Sender Kostenstelle und Kostenart gewählt und als Empfänger können unter anderen Kostenstellen als auch Innenaufträge gewählt werden. Basis für die Verteilung ist dann eine statistische Kennzahl wie die verbrauchten Telefoneinheiten.

Der Vorteil an einer Kostenverteilung ist, dass hier die ursprüngliche Kostenart erhalten bleibt diese aber auf Basis der eingebuchten Kennzahlen auf der Senderseite entlastet und auf der Empfängerseite belastet wird. Damit bleibt auch die primäre Kostenart erhalten.

Die Kostenverteilung ist sowohl im Ist als auch im Plan möglich. Entsprechend findet sich diese im SAP Menü unter:
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Kostenstellenrechnung
Entweder im Ist unter:
  • Periodenabschluss
  • Einzelfunktionen
  • Verrechnungen
  • Verteilung (Transaktion KSV5)
oder im Plan unter:
  • Planung
  • Verrechnungen
  • Verteilung (Transaktion KSVB)
 

Kostenumlage

Die Kostenumlage hat einen Umlagezyklus allerdings werden die Kosten hier nicht auf ihrer primären Kostenart erhalten bleiben sondern über eine sekundäre Kostenart vom Kostenartentyp 42 "Umlage" am Sender entlastet und Empfänger belastet.

Hierzu wird im Umlagezyklus im Segmentkopf eine Umlagekostenart hinterlegt und im Register "Sender/Empfäng" sowohl die umzulegende Kostenarten(gruppe) samt Kostenstelle(ngrupe) sowie die empfangenden CO Objekte hinterlegt. In der Empfängerbezugsbasis wird ebenfalls auf die statistische Kennzahl wie die genutzte Raumfläche verwiesen.

Die Kostenumlage ist sowohl im Ist als auch im Plan möglich. Entsprechend findet sich diese im SAP Menü unter:
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Kostenstellenrechnung
Entweder im Ist unter:
  • Periodenabschluss
  • Einzelfunktionen
  • Verrechnungen
  • Umlage(Transaktion KSU5)
oder im Plan unter:
  • Planung
  • Verrechnungen
  • Umlage(Transaktion KSUB)

Am Beispiel der Plankostenumlage habe ich hier einige Punkte dazu in den Artikeln "Innenaufträge als Empfänger von Umlagezyklen (KSUB)", "Auswertung Statistische Kennzahlen auf Innenaufträge für Lehrimport und Lehrexport auf Ebene Studiengänge" sowie unter "ReportWriter: Ergebnisse Planumlage (KSUB) je Partnerobjekt" geschrieben.

Fazit

Entscheidend für das entsprechende Instrument ist oftmals auch welche Zusatzinformationen den einzelnen Endkostenstellenverantwortlichen mit gegeben werden sollen. So ist es ziemlich sicher nicht relevant, welche einzelne Kostenbestandteile hinter einer Umlage der Gebäudekosten liegen mag, wohingehend bei den verbrauchten Telefoneinheiten es schon interessant sein kann, dass es sich hier um Telefonkosten handelt und nicht um allgemeine Kosten der Telefonzentrale ;-). Ob nun die verbrauchten Mengeneinheiten als Menge oder Kennzahlen erfasst sind ist wiederum eine andere Frage. Vorteil der Leistungsartenrechnung ist, dass direkt die Leistungsmenge erfasst und bewertet werden kann.

Wie erwähnt kann dieses tatsächlcih eine Basis für ein BAB sein, wie dieser auch in oberen Buch erläutert worden ist. Vergleichbares kann auch im Bereich des Hochschulcontrolling verwendet werden.

Kostenverrechnung im Hochschulcontrolling
Auch hier ist ein mehrstufiges Modell erstellt worden, das am Ende basierend auf Kennzahlen Umlagen durchführt und zu entsprechenden Ergebnisobjekten führt.

Kostenumlage

Zumindest in der Anfangszeit hat mir ein entsprechendes Ablaufschemata mit Dokumentation der einzelnen Kennzahlen hier weiter geholfen. Im Artikel "Software für Prozessbeschreibungen (DIA)"  stelle ich eine passende Software vor mit der solche Prozesse dokumentiert werden können.  Diese eignet sich für eine Vielzahl von Geschäftsprozessen, wie sich auch im Artikel "Ereignisgesteuerte Prozesskette in DIA darstellen (weitere Objekte einfügen)" zeigt.

Alternativ lässt sich solches auch gut als Mindmap (siehe "Mindmapping und Sketchnotes im Beruf nutzen für Brainstorming oder Mind Mapping mit XMIND" darstellen.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Donnerstag, 21. März 2019
20:58 Uhr

Bilanzreporting und GuV Planung in der Profit-Center-Rechnung sowie Konsolidierung einzelner Bereiche am Beispiel der Planung der Haushaltsrechnung

Während das Thema "Rechercheberichte im Modul FI (Bilanzanalyse)" und die Planung von einzelnen Werten auf Knoten bzw. Konten der Bilanz/GuV Struktur im Modul FI angesiedelt ist, hat hier CO eine etwas andere Sicht auf die GuV und Bedürfnisse zur Analyse.

Seitens der Finanzbuchhaltung werden Planwerte im SAP Menü unter:
  • Rechnungswesen
  • Finanzwesen
  • Hauptbuch
  • Periodische Arbeiten
  • Planung
  • Erfassen (Transaktion FSE5N)
Das entsprechende Custumizing vorrausgesetzt kann hier für die Planversion anhand des Geschäftsjahr sogar auf Ebene der Geschäftsbereiche über die Bilanz/GuV Struktur eine Planung erfolgen. Für die Haushaltsrechnung beziehungsweise Haushaltsplanerstellung sind hier entsprechende Planungen auf Gliederungsebene der GuV vorzunehmen.

Grundsätzlich ist die Idee der Geschäftsbereiche im Artikel "Grundlagen Finanzbuchhaltung - Geschäftsbereiche als mögliche Lösung zur Abbildung eines Betrieb gewerblicher Art (BgA)" schon beschrieben.

Sofern es jedoch keine Geschäftsbereiche gibt stellt sich die Frage, ob nicht auf einer anderen Ebene eine Auswertung möglich ist. Hier kam dann direkt die Profit-Center-Rechnung in Betracht.

Auswertung der Gewinn und Verlust Rechnung auf Ebene Profit-Center


Im Artikel "Bilanz- GuV- Struktur definieren oder nach CO-PCA kopieren" wurde schon das Thema Kopie der Bilanz/GuV Struktur angesprochen. Nun sollen für einzelne Profit-Center-Gruppen die Konten der GuV separat ausgewertet und entsprechend ausgewertet und später beplant werden.

Neben der im Buch "Berichtswesen im SAP Controlling" vorgestellten Rechercheberichte für das SAP Modul EC-PCA (Profit-Center-Rechnung) kann auch für die Profit-Center-Rechnung zum Beispiel die Bibliothek 8A2 für Report Painter / Report Writer Berichte genutzt werden.

Der Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" stellt ausführlich dieses Berichtstool vor und im Artikel "Grundlagen: Abschnitte in Report Painter und Report Writer und ihre Vorteile bei Officeintegration und Excel" bin ich auf einen Ansatz für einen Bericht zu einzelnen Bereiche eingegangen.

Für unseren Fall haben wir eine Profit-Center-Struktur die wie folgt aufgebaut ist:
  • L-Landesmittel
  • F-Fördermittel
  • D-Drittmittel
  • S-Sondermittel
Diese sollen als einzelne Tabellenblätter genommen werden und in ein Tabellenblatt Gesamt zusammengeführt werden. Selbstverständlich sollten hier alle Profit-Center erfasst sein.

Hierzu werden im Report Painter einzelne Abschnitte definiert, die dann beim Export nach Excel (oder in der Office-Integration) als eigene Tabellenblätter zur Verfügung stehen. Die entsprechend notwendigen Einstellungen für die Excel-Integration sind im Artikel "Grundlagen - Berichte von SAP nach Excel exportieren" angesprochen.

Für eine Planung sollen die Ansätze für das laufende Jahr, Planungen für das Folgejahr und die Ist-Daten des Vor- und des VorVorJahres abgebildet werden. Dieser Bericht soll für die einzelnen Konten der GuV im jeweiligen Abschnitt für die einzelnen Profit-Center-Gruppen definiert werden und beim Start des Berichtes automatisch die Tabellen gefüllt werden. Später in Excel sind diese so auszwerten dass Planwerte in einer Gesamtsumme zusammengefasst weden.

Da wir nicht die CO-OM Objekte (Kostenstellen und Innenaufträge) zum Profit-Center benötigen ist eigentlich nicht die eigene Bibliothek ZPC erforderlich sondern es kann die Bibliothek 8A2 für EC-PCA verwendet werden. Sollen auch Kostenstellen und Innenaufträge ausgewiesen werden kann der Artikel "Erweiterung Bibliothek 8A2 Ausweis Kostenstelle und Innenauftrag bei Selektion Profit-Center in ReportWriter" weiter helfen.

Report Painter laufendes Jahr, Vorjahr, VorVorJahr und Folgejahr

Um nun aber die Jahre dynamsich auszuwerten kann natürlich ebenfalls die Variablen wie im Bereicht "Mehrjahresvergleich im ReportWriter/Painter mit variabler Spaltenanzahl je Jahr dank Variablen" genutzt werden. Allerdings soll in unseren Beispiel basierend auf das laufende Jahr Vorjahr, VorVorjahr und Folgejahr erhoben werden.

Dazu bieten sich die Variablen:
  • 1GJAHLJ "Geschäftsjahr"
  • 1GJAHVJ "Vorjahr" und
  • 1GJAHVV "Vorvorjahr"
an.
Für das Folgejahr gibt es jedoch keine Variable aber diese Variablen eignen sich noch einmal besonders gut um die Nutzung von Variablen zu erläutern.

Im SAP Menü werden Variablen für Report Painter / Report Writer unter:
  • Infosysteme
  • Ad-Hoc Berichte
  • Report Painter
  • Reoirt Writer
  • Variable
gepflegt. Mit der Transaktion GS11 kann eine Variable angelegt werden und mit GS13 angesehen werden. Auch wenn die oberen Variablen sich auf das CO-OM beziehen können diese dennoch in der Profit-Center Rechnung genutzt werden.

Die Variablen beziehen sich alle auf die Tabelle CCSS "Berichtstabelle Gemeinkostencontrolling" und das Feld GJAHR "Geschäftsjahr".

Betrachten wir uns als erstes die Formelvariable 1GAHLJ.

Hier ist als Vorschlag die Formel  '#S001' hinterlegt. Durch die Anweisung '#S001' wird das aktuelle Geschäftsjahr über den Benutzer-Exit S001 als Vorschlagswert ausgegeben.  Später wird beim Aufruf des Berichtes das Selektionsfeld auch mit den aktuellen Geschäftsjahr gefüllt werden und somit als Vorschlagswert automatisch 2019 bzw. das gerade aktuelle Geschäftsjahr vorgeschlagen.

Die anderen Variablen beziehen sich auf die Variable 1GAHlJ und sind als interne Variablen definiert. Damit erscheinen diese nicht als Eingabefeld in der Selektion. Die entsprechenden Vorschlagswerte können damit nicht mehr geändert werden bzw. stehen im direkten Zusammenhang zur anderen Variable.

So berechnet sich die Variable 1GAHVJ "Vorjahr über die Formel '&1GJAHLJ'-1 während die Variable 1GJAHVV "Vorvorjahr" über die Formel '&1GJAHLJ'-2 einen entsprechenden Wert berechnet.

Für das Folgejahr werden nun aber keine Variablen angeboten, daher bot es sich an folgende Variable anzulegen:
  • ZGJAHFJ  
    • Tabelle CSS, Feldname GJAHR
    • Beschreibung "Folgejahr"
      • Formel
        '&1GJAHLJ'+1
    • Als "Interne Variable"
Damit ist auch diese abhängig vom laufenden Jahr gefüllt und kann für den Bericht verwendet werden.

Report Painter Bericht als Planungsgrundlage

Wie schon beschrieben sollen für jeden Profit-Center Bereich ein eigener Abschnitt definiert werden und dieser ausgewertet werden.

Übergreifend für alle Abschnitte gelten folgende Allgemeine Selektionsbedingungen:
  • Ledger 8A
  • Version 0 für Ist
  • Sartart
    • 0 Ist
    • 2 Umlage/Verteilung Ist
  • KostRechKreis (Variable) 8AKOKRS
  • Periode
    • von (Variable) 8A-VON
    • bis (Variable) 8A-BIS
Danach werden folgende Abschnitte definiert:

1. Abschnitt GESAMT

Spalten:
  • Geschäftsjahr (Variable) ZGJAHFJ
  • Geschäftsjahr (Variable) 1GJAHLJ
  • Geschäftsjahr (Variable) 1GJAHVJ
  • Geschäftsjahr (Variable) 1GJAHVV
Alle Spalten sind der Basiskennzahl Betrag in PrCtr Hauswährung zugeordnet (KSL).
Da diese Spalten als Vorlage für alle Berichte verwendet werden sollen, werden diese auch als Vorlage in allen anderen im Folgenden erläuterten Abschnitten eingefügt. Daher verzichte ich im Folgenden bei der Beschreibung der Abschnitte auf die Spalten und verweise auf den Artikel "Spalten oder Zeilen in Report Painter Berichten innerhalb Abschnitte kopieren bzw. als Vorlage anlegen Copy & Paste im CO Berichtswesen".

Für den ersten Abschnitt gibt es als Zeile folgendes Merkmal:
  • Kontonummer (Gruppe) GUV.PCTR
Über die Funktion Auflösen wird die Kontonummer in den jeweiligen Gruppen aufgelöst. Dabei bezieht sich GUV.PCTR auf die eingangs abgeleitete Kontengruppe von der Bilanz/GuV (siehe im oberen Abschnitt unter "Auswertung der Gewinn und Verlust Rechnung auf Ebene Profit-Center" bzw. der Transaktion KE5B.

2. Abschnitt L-MITTEL
Hier werden zwei Merkmale hinterlegt:
  • Kontonummer (Gruppe) GUV.PCTR
  • Profitcenter (Gruppe) L-MITTEL
Auch hier werden die Spalten nur nach der Kontonummer aufgelöst die und das Merkmal Profit-Center wird nicht aufgelöst.

3. Abschnitt F-MITTEL
Gleiches Prinzip wie im 2. Abschnitt mit den Merkmalen
  • Kontonummer (Gruppe) GUV.PCTR
  • Profitcenter (Gruppe) F-MITTEL
4. Abschnitt D-MITTEL
  • Kontonummer (Gruppe) GUV.PCTR
  • Profitcenter (Gruppe) D-MITTEL
5. Abschnitt S-MITTEL
  • Kontonummer (Gruppe) GUV.PCTR
  • Profitcenter (Gruppe) S-MITTEL
Zur Erläuterung:
Im ersten Abschnitt werden alle Konten der GuV über die gesamte Einrichtung aus der Profit-Center Rechnung ausgewertet. Damit haben wir hier also alle bebuchten Konten. In den Abschnitten 2 bis 5 sind dann nur noch die Teilbereiche der Einrichtungen von Landesmittel bis zu den Sondermitteln ausgewertet.

Durch die Excel-Integration oder Export nach Excel haben wir nun für jeden Abschnitt ein eigenes Tabellenblatt, dass die Jahre aber auch die Konten entsprechend dargestellt hat.

Konsolidierung der Bereiche in Excel

Es folgt nun die Zusammenlegung und Auswertung in Excel.
Die exportierte Datei sind nun wie folgt aus:
Auswertung GuV auf Profit-Center-Gruppen im Report Painter
Dabei sind die Tabellenblätter
  • Gesamt
  • L-MITTEL
  • F-MITTEL
  • S-MITTEL
  • D-MITTEL
die einzelnen Abschnitte des angelegten Report Painter Berichtes die direkt aus den Report Painter in die Excelvorlage kopiert werden. Jeder Abschnitt beginnt in Spalte B2 mit der Schlüsselspalte (den bebuchten Kontonummern und Knoten) sowie in den Spalten C bis F mit den Jahren.

In der Exclevorlage habe ich daher als Namensmanager folgende Namen angelegt:
  • T_LMITTEL
    ='L-MITTEL'!$B:$F
  • T_FMITTEL
    ='F-MITTEL'!$B:$F
  • T_SMITTEL
    ='S-MITTEL'!$B:$F
  • T_DMITTEL
    ='D-MITTEL'!$B:$F
Somit habe ich also einen Namen für die Matrix aller einzelnen Berichte.

In das Tabellenblatt Summe kopiere ich nun die Kontennummern aus den Tabellenblatt Gesamt und die Jahre als Spaltenüberschriften. Dabei nehme ich die Kontennummern aus Gesamt, da hier alle Konten hinterlegt sind.

In den einzelnen Abschnitten oder Tabellenblätter können nun Änderungen hinzugefügt werden, aber im Tabellenblatt Summe wird über eine SVERWEIS Funktion die Konten bzw. die Einträge in den einzelnen Werten konsoldiert bzw. addiert. Dieses gelingt mir per SVERWEIS und WENNFEHLER.

Das Blatt SUMME ist dabei wie folgt aufgebaut:
Excel GuV Summenblatt aller Bereiche

Ab Zeile B5 sind alle Kontonummern aus den Abschnitt Gesamt (Tabellenblatt kopiert und auch C4 bis F4 sind die Überschriften aus eben diesen Bereich. von Zelle C5 bis F5 sind automatisch folgende Formeln nach unten per automatisch ausfülllen gepflegt worden. Als Beispiel sie hier die Formel in C5 dargestellt.

=WENNFEHLER(SVERWEIS($B5;T_LMITTEL;C$3;FALSCH);0) +WENNFEHLER(SVERWEIS($B5;T_FMITTEL;C$3;FALSCH);0) +WENNFEHLER(SVERWEIS($B5;T_SMITTEL;C$3;FALSCH);0) +WENNFEHLER(SVERWEIS($B5;T_DMITTEL;C$3;FALSCH);0)

Es wird in jeden Abschnitt nachgesehen, ob es einen Eintrag zum Knoten der GuV aus den Abschnitt Gesamt gibt (falls nciht wird eine 0 dank WENNFEHLER ausgegeben) und diese Zahl mit den anderen Abschnitten addiert.

Somit können in den Tabellenblättern L-MITTEL, F-MITTEL, S-MITTEL und D-MITTEL Änderungen und Kommentare eingebracht werden und als Gesamtplanung kann dann eine konsolidierte Fassung aus den Tabellenblatt Summe übernommen werden.

Da dieser Bericht relativ schnell erstellt werden sollte habe ich hier eine einfache Version mit SVERWEIS genommen (siehe auch "Grundlagen in Excel Verweisfunktionen SVERWEIS WVERWEIS und VERWEIS"). Alternativ könnte sich hier auch die Kombination aus INDEX und VERGLEICH wie im Artikel "Index und Vergleich statt SVERWEIS endlich verstanden und Suche über Verweis nur, wenn es auch etwas zu finden gibt" beschrieben.

Da ich beim Report Painter Bericht den Formulardruck vermeiden wollte (womit alle Konten ausgwiesen werden und nicht nur diese die auch bebucht werden, habe ich durch die Verwendung des Abschnitt GESAMT aber einen recht guten Suchindex zur Indizierung und so eine schnelle verständliche Lösung gefunden.

Daten konsolidieren in MS Excel

Sofern der Aufbau des Berichtes von Zeilen und Spalten immer gleich bleibt dürfte auch ein Blick auf das Blog "clevercalcul - Tabellenkalkulation, das rechnet sich!" interessant sein. Gerhard Pundt erläutert hier im Artikel "Daten in Excel konsolidieren" die Datentools zur Konsolidierung.
 

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Freitag, 15. März 2019
08:11 Uhr

Variablen für Datumsbezug in Varianten zum Beispiel für eine Query zur dynamischen Datumsberechnung mit Bezug auf aktuelles Datum verwenden

Einer der Vorteile im Hochschulumfeld dürfte tatsächlich der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen über die eigenen Modulgrenzen hinweg sein. So stellte scih die Frage nach Anlagenzugänge der letzten 30 Tage oder einer Materialbelegliste über Buchungsdatum der letzten 10 Tage  vor der Frage, wie dieses ohne Anpassung des Bezugsdatum möglich ist.

Bei der Pflege von Varianten zu Berichten kann eine Variable für die Datumsberechnung genutzt werden. Nehmen wir als Beispiel einmal eine Auswertung der Anlagenzugänge wie zum Beispiel in der "Query Anlagenbuchhaltung (Inventarliste) über logische Datenbank ADA" oder aber auch der Möglichkeiten der Auswertung die im Artikel "Zusammenfassung Query über Anlagenzugang - Auswertung Investitionen aus Profit-Center-Rechnung" beschrieben sind.

Dynamische Datumsberechnung für Selektionsfelder

In beiden Varianten existiert ein Selektionsfeld wie "Buchungsdatum" um nun ein wenig dynamische Berechnung einzufügen kann das Selektionsbild der Auswertung gesichert werden und neben dem Feld Mußeingabe in der Spalte Selektionsvariable ein X für "Dynamische Datumsberechnung (Systemdatum)" gewählt werden (alternativ D für Dynamische Datumsberechnung (Lokales Datum).

Danach kann in der Spalte "Name der Variable (Eingabe nur per F4) über die Werthilfe  entweder tatsächlich F4 oder die Auswahl neben den Feld) eine Selektionsvariante gewählt werden. Zur Auswahl stehen hier verschiedene Möglichkeiten der Datumsberechnung unter anderen:
  • aktuelles Tagesdatum
  • Aktuelles Tagesdatum +/- ??? Tage
  • Aktuelles Tagesdatum +/- ??? Arbeitstage
  • Erster des aktuellen Monats
  • Erster tag des Vormaonats
  • ...
Daneben kann hier in der ersten Spalte gewählt werden, ob die angegebenen Werte selektiert werden sollen (I = include) oder ausgeschlossen werden sollen (E = exclude). Über die Optionen (zweite Spalte) kann gewählt werden,wie die Werte übereinstimmen sollen.

Als Optionen stehen unter anderen:
  • EQ Equal: Einzelwert
  • NE Not Equal: Alles außer den angegebenen Einzelwert
  • LE Less or equal (kleiner oder gleich den selektierten Wert)
  • LT less then (kleiner als)
  • GE Greater or Equal (größer als oder gleich)
  • GT greater then (größer als)
zur Verfügung.

Für eine Auswertung der Bestellungen der letzten 10 Tage wählen wir hier GE für größer als oder gleich als Option und I für die angegebenen Werte sollen selektiert werden für die Variable Aktuelles Tagesdatum +/- ??? Tage aus. Danach kann ein Paramter für die Datumsberechnung eingegeben werden. Diesesr Wert soll dann für ?? genommen werden.

Für die letzten 10 Tage ist dieses dann -10.

Verwendung dynamischer Datumsberechnung in Selektionsfelder einer Variable

Wird nun die angelegte Variante zum Bericht gewählt wird für das Buchungsdatum automatisch die Option Größer als oder gleich sowie als Datumswert das aktuelle Datum abzüglich 10 Tage gewählt. Die Berechnung erfolgt bei jeden Auswählen der Variante und stellt so eine Option dar um vorab schon einmal bestimmte Selektionskriterien automatisch vorzunehmen.

Manchmal bieten auch schon Varianten zu Berichten Lösungen die ich andersweitig über Zusatzfelder oder Coding vermutet hätte.

Gerade im dezentralen Berichtswesen ist die Nutzung von Varianten sehr praktisch. So können diese, wie im Artikel "Transport von Selektionsvarianten" beschrieben. vom Entwicklungssystem transportiert werden. Gerade in der Zusammenarbeit mit anderen kann es sinnvoll sein "Geschützte Selektionsvarianten entsperren" zu können und hin und wieder sollten auch bestehende Berichte, wie unter "Frühjahrsputz oder geschützte Varianten und nicht mehr benötigte Rechercheberichte entfernen oder reorganisieren" beschrieben kritisch hinterfragt werden.

Ein Vorteil ist auch, dass die Varianten vorausgewählt werden können. Dieses ist im Artikel "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" am Beispiel PSM erläutert. Aber auch für andere Berichte bietet sich eine eigene Transaktion an.

So funktioniert dieses sowohl im Belegjournal "Kundeneigene Transaktionen zu Berichten in PSM FM Haushaltsmanagement zum Beispiel Belegjournal anlegen (Variantentransaktion)" als auch in anderen vorhandenen Berichten sowie in kundeneigene Berichte, wie am Beispiel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" ersichtlich ist.

Weitere Anwendungsgebiete dieser dynamischen Datumsfelder

Tatsächlich gibt es auch noch weitere Anwendungsfällte in denen zum Beispiel Stammdaten über Datumsfelder ausgwertet werden können. Sowohl in der Transaktion S_KI4_38000039 (Alphabetische Liste von Fonds), KOK5 (Stammdatenliste von Innenaufträgen) sind hier Datumsfelder wie Arbeitsbeginn und Erfassungsdatum als mögliche dynamisch gefüllte Selektionsfelder mit Bezug zum aktuellen Datum zu erfassen.

Ein weiterer Bonus ist, dass dieses auch in kundeneigene Transaktionen oder auch einer Query funktioniert, was ebenfalls für die im Artikel "SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben" vorgestellte Transaktion ZKOK5 für eine umfangreiche Stammdatenauswertung gilt.

Somit schliesst sich auch der Kreis zum vorherigen Artikel "Massenänderung von Stammdatengruppen am Beispiel SET für Innenaufträge KOH2 oder Massenupload von Einzelwerten zum Set" über den die Stammdaten gepflegt worden sind und hier dann die Änderungen ausgwertet werden können.

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Donnerstag, 14. März 2019
17:26 Uhr

Massenänderung von Stammdatengruppen am Beispiel SET für Innenaufträge KOH2 oder Massenupload von Einzelwerten zum Set

Gerade im Berichtswesen ist die Frage, was genau ausgewertet werden soll die Ausgangsfrage nach der dann unterschiedliche Berichtsanforderungen umgesetzt werden können. Eine der ersten Schritte ist die Definition von Gruppen um bestimmte Sachverhalte zusammenzufassen. Mit dieser Ausgangslage ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Pflege von Sets und die Auswertung von Stammdatengruppen schon häufiger hier im Blog ein Thema war.

Als Beispiele verweise ich hier gerne auf die Artikel "Selektionsvariante KOK5 und Statusselektionsschemata zur Auswertung gesperrter Innenaufträge" zur Auswertung einer interaktiven Auftragsgruppe, "Änderungsbelege für Stammdatengruppen im Customizing oder letzte Änderung über Query bspw. für Innenauftragsgruppen" oder aber auch eine Query zur Auswertung von Stammdatengruppen wie im Artikel "Auflösen von Stammdatengruppen nach Einzelwerten - Einzelwerte zu Sets" beschrieben.

Ausgangslage Finanzbericht über Leistungsbereiche für einzelne CO-OM Innenaufträge
Im Rahmen eines Hochschulberichtswesen hat es durch den Wechsel einer Budgetierungssystematik eine Vielzahl neuer Innenaufträge gegeben, die nun in eine bestehende Innenauftragsgruppe eingepflegt werden sollen. Dabei sind die bestehenden aber auch die neuen Innenaufträge zu ergänzen und später auszuwerten.

Die "Projekte" werden sowohl als Fond im Modul PSM-FM als auch als Innenaufträge im Modul CO angelegt. Dabei sind die einzelnen Projekte hierarchisch aufgebaut, so dass die Einzelwerte auf unterster Ebene einer Gruppe eingepflegt werden.

Beispiel: "Für bestimmte Projektmittel werden diese im Hochschulbereich zwischen dezentrale Projekte die auf einzelne Lehreinheiten verteilt werden und Zentrale Projekte die über bestimmte Leistungsbereiche oder Ordnungskriterien zu berücksichtigen sind." Zur Verdeutlichung einmal ein kleiner Ausschnitt aus einer solchen Gruppe.
  • Dezentral
    • Lehreinheit 01
    • Lehreinheit 02
    • Lehreinheit 03
    • Lehreinheit ...
  • Zentral
    • Leistungsbereich 01
    • Leistungsbereich 02
    • Leistungsbereich 03
    • Leistungsbereich 04
In diesen Beispiel sind unterhalb der Lehreinheit 01 bis Lehreinheit ... keine weiteren Untergruppen vorhanden aber dort sollen die Innenaufträge eingepflegt werden.

Gleiches gilt für die Zuordnung der Innenaufträge zu den einzelnen Leistungsbereichen, die ebenfalls die unterste Gliederungsebene fürs Reporting umfasst. Wobei es hier natürlich nicht nur 4 Lehreinheiten oder 4 Leistungsbereiche gibt sondern wesentlich mehr... man könnte beinahe von einen ganzen Katalog an Kriterien oder gar Leistungsbereiche sprechen.

Sowohl in der Transaktion KOH2 (Auftragsgruppe ändern) als auch FM_SETS_FUND2 (Fondsgruppe ändern) können die obersten Knoten oder auch direkt die unterste Gruppenknoten gepflegt werden. Für die Anlage neuer Projekte ist bei der Fondsgruppe die Schaltfläche Fonds  und bei den Innenaufträgen die Schaltfläche Auftrag)  zu wählen.

Alternativ kann dieses auch im Menü statt der Schaltflächen über
  • BEARBEITEN
  • FONDS
    beziehungsweise.
    AUFTRAG
  • FONDS EINFÜGEN
    oder
    AUFTRAG EINFÜGEN
möglich.

Danach sind 10 leere Felder eingefügt über die dann neue Einträge hinzugefügt werden können. Diese Funktion kann auch mehrfach erfolgen.

Aufsteigende oder Absteigende Sortierung der Einzelwerte

Praktischerweise muss sich um die Reihenfolge der Einträge keine Gedanken gemacht werden, wenn nach erfolgter Pflege auf die Gruppe geklickt wird und entweder über die rechte Maustaste die Funktion "Aufsteigend sortieren" oder ebenfalls über BEARBEITEN-> AUFTRAG oder FONDS-> die Funktion AUFSTEIGEND oder ABSTEIGEND SORTIEREN gewählt wird.

Massenpflege von Stammdatengruppen (SETS) am Beispiel der Innenauftragsgruppen im Modul CO-OM (Controlling Gemeinkostencontrolling)

Die neuen Projekte liegen inklusive einer Zuordnung der jeweiligen Stammdatengruppe als eine Arbeitsmappe in Excel (bzw. einer Tabellenkalkulation vor), so dass der naheliegende Gedanke war diese per Massenverarbeitung einzuspielen. Ebenso wie ein Kollege hatte ich hier den Gedanken die Pflege der Gruppen, wie im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" beschrieben durch Aufzeichnen der Transaktion KOH2 und Upload einer CSV Datei einzuspielen.

Während ich keinen Erfolg beim eCATT hatte schien auch die LSMW hier nicht das geeigneteste Instrument zu sein. Das Hinzufügen neuer Einträge scheint hier nicht unterstützt zu werden. Ebenso gibt es auch keinen Massenupload aus der Zwischenablage in der Stammdatengruppenpflege.

Lösunngsansatz KOK4 Sammelbearbeitung von Innenaufträgen

Besonders schätzenswert ist an meinen Kollegen jedoch, dass er ebenfalls um die Ecke denken kann und so haben wir dann gemeinsam tatsächlich eine nciht ganz saubere aber dennoch funktionierende Lösung gefunden, sofern eine Gruppe tatsächlich nicht weitere Untergruppen hat.

Innerhalb der Transaktion KOK5 können nicht nur Stammdatenlisten über eine Selektionsvariante erzeugt werden sondern auch über ZUSÄTZE->AUFTRAGSGRUPPE ERZ. eine neue Auftragsgruppe angelegt werden. Direkt ist dieses auch über die Maschinelle Sammelbearbeitung Innenaufträge (Transaktion KOK4) möglich.
 

Exkurs Sammelbearbeitung Innenaufträge

Wobei neben der Anlage von Innenauftragsgruppen hier über die Funktionsauswahl auch andere Möglichkeiten bestehen.

Die Transaktion KOK4 hatte ich im Artikel "Plankopie Innenaufträge" beschrieben, da im Rahmen der Vorbereitungen einer Plankopie über die Funktionsauswahl auch eine Statusänderung (z.B. Sperre von Innenaufträgen) aufgerufen und wieder aufgehoben werden können.

Ebenso kann hier auch eine Löschvormerkung gesetzt werden oder Innenaufträge abgeschlossen werden. Die Änderungsbelege zum Status von Innenaufträgen können unter anderen durch eine Query, wie im Artikel "Änderungsbelege zu Systemstatus (JEST) bei Innenaufträgen per Query auswerten" beschrieben, ebenfalls ausgwertet werden.

Unter der Ablaufsteuerung gibt es den Punkt Auftragsgruppe erzeugen und die Möglichkeit Gruppe und Bezeichnung mitzugeben.

In der Selektionsvariante kann im Feld Auftrag über die Mehrfachauswahl der Button "Upload aus Zwischenablage" gewählt werden und so eine Vielzahl von Innenaufträgen eingefügt werden.

Unsere Überlegung war es nun die bestehenden Einträge über die oben erwähnte Query zur Auswertung der Gruppen mit Einzelwerten auszuwerten um die neuen Elemenente (hinzugekommenen Innenaufträge) zu ergänzen und dann die zu pflegende Gruppe zu löschen und über die KOK4 neu anzulegen und dabei sowohl die neuen als auch die alten Einträge in der Selektionsvariante als Basis zu verwenden.

Fazit und alternative Überlegungen

Zwar ist dieses nicht die eleganteste Möglichkeit, aber die Pflege von entsprechenden Selektionsvarianten (oder Bearbeitung einer temporären Selektionsvariante) ist dann tatsächlich eine brauchbarer Weg, wenn die Anzahl der hinzugekommenen Projekte eine kritische Masse übersteigen.

In der Praxis haben wir uns dann gegen diese Vorgehensweise entschieden, da es letztendlich doch weniger Projekte waren und auch manuell diese schnell eingefügt waren, aber der Austausch über alternative Möglichkeiten ist etwas, dass ich immer wieder sehr schätze und mich persönlich auch regelmäßig freut.

Leider gibt es eine Pflege wie die KOK4 für die PSM-Stammdaten wie Fonds tatsächlich nicht. Hier ist also tatsächlich die direkte Bearbeitung der Gruppe notwendig. Bei Kostenstellen ist die Pflege zumindest der Standardhierarchie über die Transaktion KS12 bzw. KS12N möglich. Hierbei handelt es sich um eine Variante der Transaktion MASS zum Objekttyp BUS0012 Kostenstelle wobei hier bestimmte Daten schon vorbelegt sind.

Isa Bodur von thinkdoforward ist im Beitrag "SAP MASS – so einfach könntest du das Projekt retten." darauf eingegangen.

Eine andere denkbare Alternative war noch der Gedanke innerhalb der Pflegetransaktionen der Gruppe über ZUSÄTZE->IMPORTIEREN beziehungsweise vorher EXPORTIEREN über den Präsentationsserver über eine Export-Datei zu nutzen. Allerdings ist der Aufbau der Datei nicht so ganz ohne und ein Versuch hier die Datei zu bearbeiten.

Grundsätzlich ist die Frage, wie mit SETS und der Aktualisierung von Stammdatengruppen umzugehen ist, etwas um dass sich wirklich Gedanken gemacht werden sollte ebenso wie die Frage, ob bestehende Gruppen gelöscht werden oder hin und wieder auch tatsächlich ein Frühjahrsputz ausgeführt wird.

Verknüpfung der Einzelbelege mit entsprechenden Stammdatenlisten

Dieses ist auch der Grund warum ich oftmals gerne Bewegungsdaten komplett auswerte und diese dann später näher analysiert wird. Zum Beispiel über eine Query die mir zu den Projekten dann weitere Daten hinzufügt.

So nutze ich hier gerne eine Query zur "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel" oder auch die Nutzung von PSM-FM Finanzierungszwecke.

Im Artikel "PSM-FM Grundlagen Finanzierungszweck im Haushaltsmanagement bei Recherchebericht und Selektion" sind die Grundlagen zur Anlage eines Finanzierungszweckes festgehalten und im Artikel "Grundlagen: PSM-FM Finanzierungszweck (FMFINCODE-FINUSE) im Hochschulberichtswesen für Drittmittelstatistik" ist dieses anhand eines Praxisbeispiel ausführlicher geschildert.

Austausch rund um SAP Empfehlungen aus der Praxis für die Praxis

Sollte jemanden eine andere Vorgehensweise zur Massenpflege von Stammdatengruppen haben, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen. Gerade bei solchen Themen sind einzelne Empfehlungen und Kniffe aus der Praxis sicherlich nicht nur im Bereich Hochschulberichtswesen und Hochschulcontrolling von Interesse.

Hier erhalte ich aber auch so schon hin und wieder im direkten Gespräch, per Mail oder auch auf anderen Wege immer einmal wieder die ein oder andere Anregung. Vielen Dank dafür an dieser Stelle und viele Grüße an die Kolleginnen und Kollegen der hessischen aber auch anderer Hochschulen.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 24. Februar 2019
14:29 Uhr

Wordpress als CMS für die Internetseite unserer Kirchengemeinde auf kirche-miteinander.de

Kirche miteinander“ ist nicht nur der Name unseres Gemeindebriefes und der Internetseite unserer Kirchengemeinden, sondern steht auch stellvertretend für das Gemeindeleben in unseren pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Garbenteich und Hausen mit Petersweiher. Seit 2003 ist diese Internetseite unter eigener Domain online (davor seit 1997 im Netz) und neben der Zusammenlegung der beiden Gemeindebriefe hat sich auch die Internetseite der Kirchengemeinde im Laufe der Zeit gewandelt.

Da wir uns aktuell auch mit einer Stellenausschreibung unserer Pfarrstelle beschäftigen wurde nun auch die Internetseite etwas aktualisiert und von einem eigenentwickelten CMS auf Wordpress umgstellt. Auf Wikipedia wird WordPress (WordPress.org) als ein freies Content-Management-System vorgestellt, das ursprünglich zum Aufbau und zur Pflege eines Weblogs entwickelt wurde, da es jeden Beitrag frei erstellbaren Kategorien zuweisen kann und dazu automatisch die entsprechenden Navigationselemente erzeugt. Technisch setzt diese Plattform auf PHP und MySQL auf.

Mittlerweile kann es aber so angepasst werden, dass damit auch eine dynamische Internetseite und nicht nur ein Blog bespielt werden kann. Durch die Unterstützung meiner Frau Claudia (schatenbaum.net / Autorin von "PHP für dich" ) ist sowohl das Design angepasst worden als auch eine technischen Besonderheiten umgesetzt worden, so dass sich das Ergebnis der Internetseite nun sehen lassen kann.

Internetseite der Kirchengemeinde Garbenteich und Hausen mit Petersweiher

Da ich vorher noch nicht mit Wordpress gearbeitet habe, möchte ich hier die dabei gesammelten Erfahrungen beim Umzug festhalten und hier unsere Herangehensweise zur Nutzung von Wordpress als reines CMS für eine Internetseite festhalten.

Layout und Design

Wie für ein CMS üblich ist auch bei Wordpress Design und Inhalt voneinander getrennt. Zur Definition des Aussehen einer Internetseite werden Themes genutzt über die einzelne Elemente definiert werden können und innerhalb der Administrationsoberfläche, je nach genutzten Theme einzelne Elemente festgelegt werden können. Wordpress selbst liefert dabei einige eigene Themes aus, aber es können auch unterschiedliche andere Themes genutzt werden. Unter den Punkt DESIGN können entsprechende Anpassungen am Theme vorgenommen werden. Hierzu können Elemente wie Farben, Logos, Hintergrundbilder, Menüs oder Widgets (bspw. für die Suche) einzeln eingestellt werden. Sollen größere Elemente geändert werden bietet es sich an, nachdem das Wunschtheme gefunden worden ist, ein sogenanntes Child-Theme anzulegen. Insbesondere wenn die CSS Einstellungen über den Customizer hinaus im Theme angepasst werden sollen, ist dieses hilfreich, da andernfalls die eigenen Änderungen beim Update des Themes wieder überschrieben werden.

Eine Child-Theme kann dadurch angelegt werden, dass im Verzeichnis themes unter wp-content im Verzeichnis der Wordpress Installation ein eigener Ordner angelegt wird.

Hier müssen dann zwei Dateien angelegt werden.

style.css
functions.php

optional kann auch eine screenshot.png als Screenshot zum eigenen Theme angelegt werden.

Die functions.php enthält dabei folgenden Inhalt:

functions.php

<?php
/**
* Child theme stylesheet einbinden in Abhängigkeit vom Original-Stylesheet
*/

function child_theme_styles() {
wp_enqueue_style( 'parent-style', get_template_directory_uri() . '/style.css' );
wp_enqueue_style( 'child-theme-css', get_stylesheet_directory_uri() .'/style.css' , array('parent-style'));

}
add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'child_theme_styles' );
?>

Wichtig ist, dass die PHP End Anweisung in Zeile 12 alleine steht, sonst gibt es einen PHP Header Fehler.... wie ich gestern Abend feststellen durfte.

Die zweite Datei ist dann die style.css
style.css
Hier sind  in der Zeile 6 (Template) der Ordner des Haupttheme einzutragen. In unseren Fall ist dieses das Theme twentyfifteen das wir anpassen wollen. Die anderen Angaben im Kopf beziehen sich dann auf das neu angelegte Theme.

/*
 Theme Name:   Kirche Miteinander.de
 Description:  Kirche-Miteinander.de
 Author:       Claudia Unkelbach
 Author URI:   https://www.schattenbaum.net
 Template:     twentyfifteen
 Version:      1.0
 Text Domain:   kirche-miteinander
*/
/*
    You can start adding your own styles here. Use !important to overwrite styles if needed. */

.page-header
{
 border-bottom: 0;
 border-left: 0px solid #333;
 color: #316191;
 padding: 3.8461% 7.6923%;
}

Im Beispiel hier habe ich für Kategorien den schwarzen Balken im Element pageheader entfernt, der als Überschrift für einzelne Kategorien gewählt werden.

Im Ergebnis sieht die Designauswahl nun wie folgt aus:
Wordpress Child Theme

Hier haben wir uns für das Theme Twenty Fifteen entschieden und es ein wenig unseren Bedürfnissen für eine Kirchengemeindeseite angepasst.

Das Prinzip des Child-Themes folgt folgender Vererbung. Es wird erst das Haupttheme (Parent) geladen und danach geschaut, ob es Änderungen im Child gab, welche dann das Parent-Theme überschreiben. Neben der style.css können auch andere Dateien des Haupttheme in den child Ordner kopiert und angepasst werden. Diese werden dann statt des Haupttheme geladen. So kann ich zum Beispiel die Datei footer.php um eigene Angaben (zum Beispiel Hinweis auf Kontakt und Impressum als Ergänzung zur Datenschutzerklärung) erweitern.

Zu beachten ist dabei allerdings, dass beim Update des Haupttheme, diese nicht aktualisiert werden, so dass im Rahmen eines Updates auch geschaut werden sollte, ob es hier Änderungen gab.

Benutzer und Berechtigungen

Innerhalb der Benutzerverwaltung von Wordpress können einzelnen Benutzern unterschiedliche Rollen zugeordnet werden. Dieses kann in einer Kirchengemeinde sinnvoll sein, wenn einzelne Personen Termine einpflegen sollen, andere Ankündigungen und Artikel veröffentlichen sollen und wieder andere auch Seiten pflegen sollen. Darüberhinaus sollte sich auch jemand um die Technik und das Design kümmern.

Für unsere Kirchengemeinde nutzen wir folgende Rollen:

  • Administrator
    Dieses entspricht der Gesamtberechtigung und kümmert sich um Design, Templates, Plugins aber auch um Updates der Software
  • Redakteur
    Ein Redakteur kann jede Seite bearbeiten (und auch Autoren der Seite ändern), Bilder und Dateien hochladen sowie Kategorien pflegen
  • Autor
    Autoren können Artikel (Beiträge) aber nicht Seiten pflegen, Bilder und Dateien hochladen. Dabei können Autoren auch direkt Beiträge und auch Termine veröffentlichen.
  • Mitarbeiter
    Werden bei uns nicht genutzt, aber diese könnten Artikel schreiben ohne diese zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung müsste dann von jemand anderen vorgenommen werden.

Seiten, Beiträge und Termine

Es gibt bei unserer Gemeindeseiten drei Typen von Inhalten die unterschiedlich gepflegt werden. Seiten sind feste Elemente die einmalig von Redakteuren angelegt werden (Vorstellung Kirchenvorstand, Gemeinde, ...). Ein weiterer wichtiger Punkt dürften Beiträge sein. Diese werden mit Datum innerhalb von Kategorien veröffentlicht, so dass diese sich für aktuelle Themen eignen. In unserer Internetseite sind damit Aktuelle Informationen, die Veröffentlichung von Gemeindebriefen oder auch Berichte aus den einzelnen Gruppen zu verstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind für unsere Seite noch die Gemeindetermine der einzelnen Gruppen und die Gottesdiensttermine. Die Termine können dabei ebenfalls von Redakteuren gepflegt werden, während die Gottesdienste extern eingebunden werden. Hierauf gehe ich im Abschnitt Plugins näher ein.

Funktionserweiterungen für Wordpress (Plugins)

Der Vorteil eienr quelloffenen Software ist es auch, dass diese durch Plugins erweitert werden können. Da wir die alte Kirchengemeindeseite auf das neue System übertragen wollten war ich sehr froh, dass wir noch eine andere Domain hatten auf der ich erst einmal Wordpress einrichten konnte. Allerdings war dann in der Wordpressdatenbank statt unserer Domain https://www.kirche-miteinander.de eine andere Domain hinterlegt, so dass ich hier ein Plugin genutzt habe, dass alle Einträge in der Datenbank nach erfolgreichen Umzug auf der alten Seite umstellen konnte.

Plugin WP Migrate DB

WP Migrate DB Von Delicious Brains
URL: https://de.wordpress.org/plugins/wp-migrate-db/

Plugin MigrateDB

Dieses Plugin ermöglicht es selbst in der freien Version die Datenbank von Wordpress nach Strings wie Speicherort der Dateien am Server (absoluter Serverpfad) als auch Domainname zu durchsuchen und diesen zu ändern. Neben Domain ohne Protokoll kann hier auch von http auf https gesucht und umgestellt werden.

Plugin Events Manager

Events Manager Von Marcus Sykes
URL: https://de.wordpress.org/plugins/events-manager/
Gerade was die reine Terminverwaltung anbelangt punktet dieses Plugin für mich durch diverse Anpassungsmöglichkeiten, wiederkehrende Termine, Kategorien für Termine, Orte und auch das Abschalten von Sonderfunktionen wie das Anmelden zu Terminen etc.. 
In der Maske zum Pflegen einzelner Termine sind die Möglichkeiten gut ersichtlich.

Termine mit Event Manager planen


Besonders hilfreich ist, dass einzelnen Terminkategorien auch als Menüpunkte eingebunden werden können und so als Unterseite zur Konfirmation alle Termine des Konfiunterricht aufgelistet werden.

Plugin WordPress RSS Feed Retriever

WordPress RSS Feed Retriever Von Theme Mason
URL: https://de.wordpress.org/plugins/wp-rss-retriever/
Im evangelischen Dekanat Gießen übertragen alle Kirchengemeinden (evangelische, katholische, ...) ihre Gottesdienstzeiten, sofern sie angemeldet sind auf die Internetseite "Gottesdienste in und um Gießen" von dort können Sie als IFRAME eingebunden werden. Eine andere Alternative ist es hier die Termine als RSS Feed abzurufen und ebenfalls auf der eigenen Internetseite einzubinden, wodurch die Gottesdienstzeiten von Garbenteich und Hausen direkt auf der Seite eingebunden sind und alle 86400 Sekunden (entspricht 1 Tag) begrufen werden.

Plugin Customizer Export/Import

Customizer Export/Import Von The Beaver Builder Team
URL: https://de.wordpress.org/plugins/customizer-export-import/
Ich hatte ja schon erwähnt, dass die ersten Farbeinstellungen und das Design im Parent-Theme von uns vorgenommen sind. Leider habe ich erst etwas später ein Child-Theme angelegt und als ich dorthin wechselte sind alle Farbeinstellungen etc. verloren gewesen.
Customizer Export Import
Hier erwietert das Plugin den Customizer eines Themes um eine Export und Import Möglichkeit über Dateiupload und Download, so dass ich alle Einstellungen des Customizer vom Parent auf Child ebenfalls übertragen konnte.

Praktische Handhabung der Seite

Wie schon unter "Benutzer und Berechtigungen" beschrieben hat Wordpress auch den Vorteil, dass hier per Gutenberg Editor problemlos aktuelle Artikel in den einzelnen Kategorien hochgeladen werden können und auch die Pflege von Terminen wesentlich einfacher ist.

Ob nun das Eintragen eines Termins in der Gemeinde:

Neue Veranstaltung anlegen

oder eines neuen Beitrages

Neuer Beitrag erstellen

beides ist für Ehrenamtliche nun wesentlich einfacher geworden auch da wir die einzelnen Schritte nun erläutern und Formatierungen im Editor direkt ersichtlich sind.

Hier gefällt mir auch tatsächlich das Arbeiten mit Blöcken und Absätzen, so dass direkt Artikel online gestellt werden können. In der ersten Version einer Kurzanleitung hatte ich das Erstellen eines neuen Beitrages wie folgt beschrieben:

WP Beitrag erstellen 1/3 Titel und Kategorie
WP Beitrag erstellen 2/3 Block und Inhalt
WP Beitrag erstellen 3/3 Inhalt aussuchen

Gerade die Einbindung von Bildern aber auch Dateien (PDF für Gemeindebrief) ist hier etwas leichter geworden.
 

Update und Sicherheit

Gerade bei einer weit verbreiteten Software (und dieses ist Wordpress defnitiv) sollte auch das Thema Sicherheit berücksichtigt werden. Dieses fängt dabei an, dass man regelmäßig Updates von Themes und Plugins installieren sollte, aber auch WordPress selbst aktuell gehalten werden soll. Wie üblich kann dieses aber tatsächlich auch in der Adminoberfläche selbst geschehen. Empfehlenswert ist übrigens erst das Theme zu aktualisieren und dann die Wordpress Version, sollten für beide gleichzeitig ein Update vorliegen.

Ansonsten sind noch zwei Plugins spannend zur Sicherheit von Wordpress, auf die ich ebenfalls kurz eingehen mag.

Plugin Limit Login Attempts Reloaded

Limit Login Attempts Reloaded Von WPChef
URL: https://de.wordpress.org/plugins/limit-login-attempts-reloaded/
Gerade in Richtung Sicherheit sollte zumindest das Login etwas abgesichert werden. Dieses Plugin setzt hier DSGVO konform auf einen gewissen Schutz, was brute force Angriffe anbelangt.
Plugin Limit Login Attempts

Damit sind zumindest mehrere Versuche gesperrt und die IP werden nur als HASH gespeichert. Natürlich sollte dennoch kein Name wie Admin für den Administratorzugang gewählt werden.

Eine spannende Ergänzung können dabei noch "Two Factor Authentication Von David Nutbourne + David Anderson, original plugin by Oskar Hane"  https://de.wordpress.org/plugins/two-factor-authentication/ oder aber auch das etwas ältere "Google Authenticator Von Henrik Schack" https://de.wordpress.org/plugins/google-authenticator/ sein. Wobei es auch noch weitere 2FA Plugins gibt. Wichtig bei der Auswahl wäre mir aber tatsächlich, dass eine Auswahl getroffen werden kann, welche Benutzerrollen zur Eingabe einer 2FA Authentifizierung verpflichtet sind und welche auch ohne diese "Sicherheitshürde" weiterhin Artikel schreiben dürfen. Hier ist definitv eine Frage der Sicherheit und der Benutzerfreundlichkeit gegeneinander anzuwiegen.

Das Thema habe ich auch im Artikel "Zweistufige Anmeldung oder Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Onlinediensten (Datensicherheit und Datenschutz) bspw. per OTP (One-Time Password, Einmal-Passwort) App" näher vorgestellt.

 

Juristisches und Datenschutz

Schon für meine eigene Seite hier bin ich im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)" ausführlicher auf das Thema Datenschutz und rechtliche Anforderungen an ein Blog eingegangen.

Für die Seite der Kirchengemeinde bin ich hier allerdings besonders dankbar, dass die evangelische Kirche Hessen Nassau (EKHN) für Gemeindebriefredaktionen und Anbieter von Websites mehrere Mustertexte unter anderen  zum Thema "Einwilligung Veröffentlichung von Fotos im Gemeindebrief/Website/Social Media (Muster)" auf https://unsere.ekhn.de/medien/datenschutz.html zur Verfügung stellt. Entsprechend konnte ich hier auch die eine Information zur Datenverarbeitung (Datenschutzerklärung) und andere Elemente berücksichtigen.

Da wir, auch aus Gründen des Moderationsaufwandes keine Kommentare auf der Seie zulassen sind wir von einigen Änderungen an Wordpress verschont geblieben. Sollten andere Gemeinden hier mehr zulassen wollen kann ich die beiden Artikel "Homestory: Wie Dr. Web die DSGVO umsetzte" im DRWEB.de Magazin und "DSGVO? Da gibt’s doch was von Ra… äh ein WordPress Plugin" von Patricia Cammarata (dasnuf.de) empfehlen.

Organisatorisches

Neben Technik und juristische Einordnungen ist aber auch das Thema Organisation und Planung ein wichtiger Punkt. Hier sollte, insbesondere wenn mehrere Personen die Seite pflegen (sollen) auch von der Verfahrensweise abgestimmt werden, wie mit den einzelnen Artikeln, Kategorien, Terminen und Ankündigungen verfahren werden soll.

Ein gutes Beispiel sind hier besondere Termine (Feiern, Ankündigungen, Konzerte, Gottesdienste). Eine Möglichkeit dazu ist folgende Vorgehensweise:
  1. Termin eintragen (sofern es sich um einen Gemeindetermin handelt, Gottesdiensttermine sind durch das Gemeindebüro gepflegt)
  2. Ankündigung des Termins in der Kategorie Aktuelles und Besondere Termine schreiben (die Kategorie "Besondere Termine" werden als Untereintrag zum Menüpunkt Termine angelegt)
  3. Ist der Termin vorbei soll die Ankündigung unter Aktuelles und Besondere Termine gelöscht werden
  4. Es kann ein Rückblick auf den besonderen Termin unter Aktuelles geschrieben werden
  5. Nach 2 Wochen sollte dieser Artikel dann von der Kategorie "Aktuelles" auf die Kategorie "Gemeindeleben" oder zu einer "Gemeindegruppe" geändert werden.
Ein gesondertes Archiv soll nicht erstellt werden. Hierfür ist die Kategorie Gemeindeleben vorgesehen, so dass wenn Texte nicht mehr aktuell sind diese von Aktuelles auf Gemeindeleben oder eine Kategorie bei Gemeindegruppen verschoben werden kann.

Fazit

Der Umzug vom eigenen CMS hin zu Wordpress war sicherlich aufwändig auch da wir uns erst in die neue Softwareumgebung eingearbeitet haben und diverse Einstellungen sowie Techniken noch unbekannt waren. Insgesamt bin ich dann aber bzgl. des Ergebnis sehr zufrieden und denke, dass die Oberfläche sich tatsächlich für die Kirchengemeinde anbietet und so die Seite auch lebendiger aussieht und hoffentlich künftig mit Leben gefüllt werden kann. Besonders positiv fällt dabei auf, dass sich auch Ehrenamtliche gemeldet haben die Lust auf die Pflege der Seite haben und das "Kirche miteinander" noch stärker zusammen gelebt und erlebt wird. Ob und inwieweit alle hier gemachten Einstellungen richtig sind und diese sich in der Zukunft bewähren ist eine andere Frage, aber zumindest bietet die Seite nun eine bunte Vielfalt an Artikeln, Terminen sowie die Möglichkeit einfach aktuelle Artikel und Ankündigungen abzusetzen. Durch den Verzicht auf Kommentare und auch die Umsetzungen in Richtung Datenschutz denke ich, dass sich der Wechsel auf eine weit verbreitete Standardsoftware gelohnt hat und ich hoffe, dass auch für die Ehrenamtlichen der Umgang leicht ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Seite auch mobil am Smartphone oder Tablet angenehm zu nutzen ist.

Mobile Version von kirche-miteinander.de

Ein interessanter Aspekt in Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit ist aber tatsächlich, dass man auch bei der Zielgruppe einer Seite darauf achten sollte, wie weit verbreitet die Kenntnis über eine mobile Version einer Seite ist. So ist es gar nicht so selbstverständlich die oberen drei Striche (Hamburger) als Menüpunkt zu erkennen, auf die man klicken sollte.

Aufruf mobiles Menue

Für meine eigene Seite bin ich noch immer froh hier eine eigene Softwarelösung einsetzen zu können, aber für externe Seiten oder eben auch die Betreuung unserer Internetseite der Kirchengemeinde bietet Wordpress hier als CMS tatsächlich Vorteile und dadurch, dass ich ein von Wordpress ebenfalls gepflegtes Theme als Grundlage verwende, dürften auch Updates unproblematisch sein. Ob dieses dann in der Praxis tatsächlich so funktioniert kann sich künftig auf Kirche-miteinander.de zeigen.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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