Andreas Unkelbach
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Samstag, 25. August 2018
13:28 Uhr

Weine verkosten und Weinwissen rund um das Degustieren von Wein aber auch andere Apps zum Thema Wein

Schon im Artikel "Weinverwaltung per App oder der eigene Weinkeller auf einen Klick" habe ich zwei Apps vorgestellt die mir bei der Verwaltung von Weinen im eigenen "Weinkeller" helfen. Hier hat sich im Laufe der Jahre tatsächlcih "Wine Secretary" bewährt und ich erfasse noch immer meine Weine mit verschiedenen Anmerkungen und den Kerndaten in dieser App.

Etwas schade ist hier nur, dass Frankling Harper die Weiterentwicklung der App aufgegeben hat beziehungsweise den Support dafür eingestellt hat. Immerhin wird die App selbst immer noch im App Store erhalten bleiben und funktioniert auch auf der aktuellen Android Version (bei mir Android 8.0) ohne merkbare Einschränkungen. Aus aktuellen Rezensionen ist auch zu entnehmen, dass Neuinstallationen ebenfalls problemlos möglich sind.

Wine Secretary Startseite

Gerade durch die Darstellung der Weine aber auch der Detailpflege bin ich mit der App zur Verwaltung der Weine mehr als zufrieden und kann diese auch immer noch empfehlen.

Es spricht offensichtlich vieles dafür, dass ein gutes Produkt auch gut bleibt, selbst wenn der direkte Support hier nicht mehr gegeben sein mag.

Rückblick: Wie kam ich zum Wein und Weinprobe

Das Thema Wein ist neben Lakritze und Kaffee für mich persönlich eine kleine kulinarische Leidenschaft die sich auch wunderbar zu guten Essen kombinieren lassen. Entsprechend hatte ich vor einigen Jahren sehr über ein Weinseminar gefreut in dem die Grundlagen zur Weinkunde vorgestellt worden sind.

Wie jedes Fachgebiet gibt es auch im Umfeld des Weins eine eigene Sprache und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine Weinprobe ebenfalls ihre eigene Vokabeln hat.

Die Einteilung des Weines erfolgt dabei in die einzelnen Gruppierungen:
  • Auge (Anblick)
  • Nase (Geruch)
  • Mund/Zunge (Geschmack)
  • Abgang (Gesamteindruck)
Hierbei gibt es verschiedene Unterkategorien unter Beurteilungskriterien zur Verprobung sowie Charakterisierungsvorschläge. Einen guten Überblick dazu liefert unter anderen auch Wikipedia zur Weinprobe im Abschnitt "Durchführung einer Weinprobe".

Die Begeisterung für Weine wächst allerdings tatsächlich durch das Probieren und während ich anfangs noch eher etwas skeptisch bei mancher Traube war oder mir mancher Wein zu taninreich war ist das Geschmacksfeld doch im Laufe der Zeit gewachsen und die Begeisterung für die Unterschiede in einzelnen Weinen, Vertrauen und auch die Erkenntnis, dass ein Naturprodukt sich im Laufe von Jahren gewaltig ändern kann ist immer noch begeisternd.

App Weine degustieren von Vino Mobile

Ein klassisches Mittel um sich die einzelnen Begriffe merken zu können ist ein Weinrad oder Aromarad das die einzelnen Abschnitte einteilt und hilfreich bei der Einordnung der erfahrenen Eindrücke rund um den Wein helfen kann. Von der "Deutsches Weininstitut GmbH" (DWI / deutscheweine.de) wird als Kommunikations- und Marketingorganisation der deutschen Weinwirtschaft ebenfalls ein solches angeboten, dass unter anderen auch bei Amazon als "Aromarad für deutsche Weine" (* Amazon Partnerlink) angeboten wird.

Wenn früher gesagt wurde dass es zu jeder Frage irgendwo im Netz sicherlich eine Internetseite mit einer Antwort vorhanden ist trifft heute noch mehr das Ausdruck "there is an app for that" zu.

Die Avinis GmbH bietet hier tatsächlich eine passende App an.

Weine degustieren
App Vino Mobile Weine degustieren
Market Link / Google Play
  • Weine degustieren
    Die App ist kostenpflichtig (derzeit 2,49 Euro) das Webangebot des Hersteller ist dafür kostenlos
Schon der Einstieg der App bietet einen Überblick über die eingangs erwähnten vier Stufen der Weinverkostung.

Weine degustieren Ablauf

Wenn ich den Ablauf der App beschreiben sollte würde ich hier die Beschreibung "moderierte Weinverkostung" wählen. Zu jeden einzelnen Punkt gibt es praktische Tipps rund zu den einzelnen Merkmalen und eine ausführliche Beschreibung zu den einzelnen Begriffen.

Nehmen wir als ersten Punkt einmal den Anblick eines Weines ergreifen das Glas halten es ggf. gegen ein Blatt weißes Papier um die Farbe und Spiegel zu begutachten und bekommen hier in der App auch direkt weitere Kategorien zum Anblick angezeigt.

Wein verkosten - Anblick

Zu jeden einzelnen Schritt der Verkostung gibt es weiter gehende Informationen "Gut zu wissen" und auch bei den Unterpunkten wie Klarheit oder Farbtönung gibt es noch tiefergehende Klassifizierungen so zur Klarheit von kristallen bis zu trüb mit einer guten Beschreibung der einzelnen Punkte oder auch bei der Farbtönung eine Unterscheidung von Weisswein, Rosé und Rotwein nach  Punkten wie purpurrot, rubinrot, kupferrot und vieles mehr zusammen mit einen beschreibenden Text dazu.

Hinweis:Am Samsung S8 mit Android 8.0  und Samsung Experience Verion 9.0 des Launcher ist die App "Weine degustieren" derzeit mit einen Fehler beim Start versehen ("Weine degustieren angehalten") jedoch kann die App über den Store mit der Schaltfläche "Öffnen" gestartet werden. Es scheint als wäre hier die Ursache der Launcher und nicht Android. aber ich hoffe, dass hier noch nachgebessert wird.


Die Hersteller der App haben auf der Internetseite Avinis.com mittlerweile ebenfalls eine Möglichkeit Online eine Weinverkostung innerhalb der einzelnen Kategorien anzulegen und hier die Weinproben auch festzuhalten. Dabei sind die Beschreibungen nicht ganz so übersichtlich wie in der App vorhanden aber sie bieten gleichzeitig einen guten Überblick wie auch in der App die Kategorien und Unterpunkte beschrieben sind.

Fazit: Weinwissen aneignen

Sicherlich gibt es verschiedene Möglichkeiten sich der Thematik Wein zu nähern. Neben Weinseminaren können dieses Bücher rund um Wein sein aber auch Internetseiten zum Thema sind sicherlich eine gute Anlaufstelle.

Buchempfehlung


Wein in Buchform

Das Thema Wein ist mittlerweile auch in der "Für Dummies" Reihe im Wiley-VCH Verlag. In der mittlerweile 5. Auflage wird von  Ed McCarthy und Mary Ewing-Mulligan die Grundlagen zum Thema Wein im Taschenbuch "Wein für Dummies"  (* Amazon Partnerlink) festgehalten. Dabei wird der Einstieg ins Thema Wein (von der Verkostung über Weinreben bis hin zu Weinkunde (Weinrebe und Weinanbaugebiete) gegeben. Daneben wird auch die Wahl und der Kauf eines Weines im Laden oder Restaurant gegeben und gerade der Besuch im Weinladen gut beschrieben.

Internetseite

Daniela Papst stellt auf ihre Internetseite weintrend.com eine Vielzahl an Informationen rund um einzelne Rebsorten und Wein zusammen. Dabei hat sie die eigene Internetseite auch in Form eines E-Book zusammengefasst, dass kostenfrei heruntergeladen werden kann. Auf der Seite sind zu einzelnen Themen kurze Einführungen zu finden, die tatsächlich einen schönen Überblick anbieten.

Daneben darf aber auch das lesenswerte Blog "Drunkenmonday Wein Blog" nicht fehlen. Dieses lese ich immer einmal wieder und musste schon das ein oder andere Mal begeistert feststellen, dass dieses nicht nur lesenswert und unterhaltsam sondern auch lehrreich ist.
 

Der Königsweg Beratung im Weinladen

Im Laufe der Zeit ist bei mir die Einteilung von Weinen in "schmeckt" und "schmeckt nicht" um einiges differenzierter geworden und gerade in Kombination mit Essen kann sich hier ein guter Wein entfalten und noch einmal eine ganz und gar andere Note empfehlung.

In Gießen bin ich noch immer sehr dankbar dafür, dass auf den Weg zwischen den einzelnen Weintrauben und Weinen ich eine fachkundige Begleitung hatte und kann tatsächlich den kleinen Weinladen vor Ort empfehlen und bin sehr dankbar, dass ich hier nicht nur eine gute Beratung erhalte sondern auch die angebotenen Themenabende eine lange und wunderbare Tradition haben.

Beratung, Events im Weinwerk Gießen

Seit einen Jahr habe ich meinen Lieblingsweinladen wieder gefunden und kann das Weinwerk in Gießen vom ganzen Herzen empfehlen. Es tritt für mich die würdige Nachfolge der Weinrebe am Lindenplatz an, die aus privaten Gründen geschlossen ist, und überzeugt nicht nur durch eine schöne Auswahl an verschiedenen Weinen sondern auch durch die Beratung vor Ort (inklusive passender Weinvorschläge zu teilweise komplexen Gerichten) aber noch mehr auch durch die angebotenen Themenabende in der Wein noch immer eine Hauptrolle spielt aber auch andere Noten dazu erklingen dürfen.

Veranstaltung Der Wein und das Meer

So kombinierte der Abend zum Thema "Der Wein und das Meer" ein kulinarisches Sommermenü mit Weinen und Fischgerichten die von Mario Stingl von der Home Cooking Agency zubereitet waren.

Veranstaltung South Africa - Weingut Dellheim
Aber auch der südafrikanische Abend mit Nora Sperling vom Weingut Delheim wusste zu überzeugen und brachte auch im heimischen Weinkeller einige schöne Falsche zusammen.

Einige Eindrücke der Veranstaltungen sind auch in der Galerie vom Weinwerk zu finden.

Egal ob nun am letzten Donnerstag im Monat die offene Weinverkostung "open bottle" oder aber tatsächlich die Abende zu einen bestimmten Thema mich überzeugt der Laden mittlerweile sehr und ich freue mich schon auf die Veranstaltung „Große Weine“ an der ich im November teilnehmen werde.

Termine im Weinwerk
Auf der Seite Termine/Events auf weinwerk-giessen.de sind auch sonst spannende Termine zu finden. Die Beschreibung der Veranstaltung „Große Weine“ im November klingt aber schon einmal sehr verlockend:
"Im Rahmen eines kulinarischen Menüs probieren wir ganz Große Weine aus Deutschland, Italien, Frankreich und anderen Topanbaugebieten. Große Gewächse aus Deutschland, piemontesische Herausforderungen und Toskanische Spitzenweine neben edlen Bordeauxs werden unter anderem eine Wonne für den Gaumen sein. "

Insgesamt also etwas worauf ich mich freuen kann und eine schöne Verwendung des Geburtstagsgeschenk der Kolleginnen und Kollegen.


Hier empfinde ich das Geschenk der Kolleginnen und Kollegen als sehr passend und gewinnbringend angelegt.

Auf Facebook stelle ich gerne eine Zusammenstellung der Eindrücke des Weinabend zusammen und überlege tatsächlich immer einmal wieder, ob ich ergänzend zum Fachblog hier auf der Seite auch wieder ein privates Blog oder eine Unterseite Orte wieder anlege in der verschiedene Geschäfte oder Veranstaltungen vorgestellt werden können. Auf der anderen Seite ist es auch schön dieses im privaten Umfeld zu beschreiben und vielleicht würde es thematisch auch gar nicht so sehr zum übrigen Themenfeld dieses Blog passen...

Fazit

Weiterhin glaube ich, dass die Einteilung von Wein in "schmeckt" oder "schmeckt nicht" noch immer die richtige Wahl ist, aber im Laufe der Zeit sind da doch noch weitere Komponenten hinzugekommen und mittlerweile ist es auch tatsächlich so, dass ich mir zu bestimmten Weinen eine sehr konkrete Vorstellung oder Erinnerung angeeignet habe und bei der Wahl eines passenden Weins zum Essen auch der ausgewählte Wein immer besser passt.

So hat mich ein sehr würziger Wein bei der letzten Weinverkostung so begeistert, dass ich direkt ein passendes Gericht vor Augen hatte und mich schon darauf freute diesen Wein gemeinsam mit Essen ein zweites Mal in ein Glas schenken zu können und hier richtig gelegen zu haben.

Mit Essen und Wein ist auch immer ein Stück Kultur und Kunst verbunden und so mag ich auch gerne auf Rolf Baltromejus (Preisträger der Kultur- und Kreativpiloten 2016) verweisen der das Thema Kunst und Kultur aber auch Essen auf eine kreative Weise wortwörtlich nimmt und im Rahmen seiner Performance Dinner das Thema Eat Art umsetzt.

Ein Eindruck von dieser Welt der Kunst und Kultur kann auf der Seite rolfcooks.com gewonnen werden. Im Blog werden auch immer wieder aktuelle Termine oder Bilder von vergangenen Veranstaltungen vorgestellt.

Hier werden zu Werken der Kunst Gerichten und sowohl die Umsetzung von Niki Pelacz Werken von Salustiano, Markus Lüpertz  als auch Nikki Pelaez sind mir noch in sehr guter Erinnerung und bringen das Thema Kunst, Küche und Kultur zusammen und ermöglichen hier einen besonderen Zugang zur Kunst der aber nicht weniger lehrreich und faszinierend zu gleich ist.

Daneben freue ich mich im Büro auch immer auf die Wochenseite eines Wandkalender der in 2018 einen festen Platz im Büro an der Arbeit gefunden hat.

Wandkalender Literatur und Wein

Unter "Büro-Wochen-Wandkalender 2018 zum Thema Wein" habe ich diesen näher vorgestellt.

Viele Erlebnisse in und um Gießen und auch Menschen die solche Veranstaltungen und Erlebnisse aber auch Lädern mit Herz und Menschlichkeit füllen und die Begeisterung für Produkte auch an Kundschaft weiter geben können sind ein Grund warum ich Gießen noch immer sehr schätze und froh darüber bin, welche Möglichkeiten sich hier entwickeln und welche Ankerpunkte im Laufe der Zeit hier gefunden werden können und eine Begeisterung wecken beziehungsweise die eigene Begeisterung entfachen und ansteckend weiter geben können.

Offensichtlich ist die Begeisterung von Apps rund um das Thema Wein ebenfalls ansteckend, so dass hierbei sowohl Weinverwaltung als auch das Vermitteln von Wissen rund um Wein und Kultur vorhanden ist. Natürlich gibt es mit Kellermeister, Weinkeller und verschiedene anderen Apps ebenfalls andere Anwendungen die bei der Verwaltung von Apps weiter helfen. Dennoch würde ich bei der Wahl einer App schauen, ob die Oberfläche und die erfassten Daten gefallen aber vor allen anderen sollte auch eine Import bzw. Export Funktion vorhanden sein. Dieses ermöglicht dann, bei Erforderlichkeit, auch das Wechseln einer App.

Bei der Verwaltung unserer Bücher konnte ich durch eine solche Export/Import Funktion auch problemlos von "Android App: Buchverwaltung MyBookDroid (Android App zum Bücherarchivieren mit ISBN Scanner)" zur Anwendung "Lesen 2.0 Literaturverwaltung per App und Web mit Librarything das eigene virtuelle Buchregal" wechseln.

Von daher freue ich mich darauf weiterhin genussvoll ein Glas Wein trinken zu können oder auch guten Kaffee als Begleitung am Tag zu haben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 18. August 2018
09:50 Uhr

Datum in Excel so umwandeln, dass es ohne Punkt in der Form TTMMJJJJ verwendet werden kann

Das Thema Datum ist gerade im Tagesgeschäft ein wichtiger Punkt der sich auch im Berichtswesen, wie im Artikel "Datumsfunktionen in Excel hier am Beispiel aus Stichtag Vormonat ermitteln" beschrieben, abzeichnet zeigt sich aber manchmal auch bei etwas einfacheren Fragestellungen im beruflichen Alltag.

Beim Einspielen von Bewegungsdaten über LSMW (siehe Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW") wo sich eben diese Tools nicht nur zur Stammdatenpflege sondern auch für Massendaten wie Leistungsverrechnung, interner Kostenumbuchung oder Planwerterfassung (Budget) umfassen.

Am Beispiel einer Tabelle ist hier eine Liste mit Datum, Kostenstelle und Betrag zu finden.

Datum Kostenstelle und Betrag

Dabei gibt es aber beim Einbuchen der Daten das Problem, dass die Maske das Datum als TTMMJJJJ erwartet. Zwar lässt sich in der LSMW auch an einer Stelle die Option Datum in Format umwandeln aktivieren (siehe hierzu den Punkt "Datum einlesen" in dem die Datumswerte passend umgewandelt werden), aber diese SAP seitige Lösung einmal außen vor gelassen stellte sich die Frage im Kreis von Kolleginnen und Kollegen wie das Datum in einer Form ohne . geändert werden kann.

Die Änderung des Formats hat hier leider keine Wirkung, da diese inhaltlich den Datumswert weiterhin behält.

Der nächste Gedanke ist die Formel TEXT. So gibt die Formel =TEXT(A2;"TTMMJJJJ") das Datum ohne . als fixen Wert aus.

Excel Datum Text ohne Punkt

Per Formel ist dieses natürlich über eine Hilfsspalte möglich, die dann direkt auf die erste Spalte übertragen werden kann.

Ein erheblich einfacher Weg ist allerdings meine Lieblingsfunktion innerhalb Excel die über die Tastenkombination STRG und H genutzt werden kann. Diese Tastenkombination ruft dei Funktion "Suchen und Ersetzen" auf.

Suchen und Ersetzen nach Punkt

Damit sind die Punkte aus den Datumswerten entfernt.Durch die vorherige Formatierung als Datum erscheint nun aber das Zeichen # in Excel. Dieses ist ein Platzhalter, wenn entweder die Spalte zu klein ist oder Excel aus anderen Gründen den Wert nicht darstellen kann.

Datumsformat als Lattenzaun

Dieses kann durch die Umstellung auf das Format Standard geändert werden, wie in folgenden zwei Schritten in der abschliessenden Abbildung ersichtlich ist.

Umstellung der Zelle von Datum auf Standard

Dieses ist zum Glück schnell über die rechte Maustaste und "Zelle formatieren" möglich und je nach Symbolleiste ebenfalls möglich umzustellen.

Im Ergebnis ist die Welt von Excel ein klein wenig mehr an die Welt von SAP angepasst.. Zum Ausgleich kann man aber fairerweise auch den Hinweis geben, dass natürlich auch an anderer Stelle sich SAP an Excel anpassen lässt.

Im Artikel "Darstellung negatives Vorzeichen in SAP - Standardlayout anpassen für vorangestelltes Vorzeichen" ist dieses ebenso behandelt wie es auch Tipps in Excel gibt (siehe "Grundlagen: Inhalte in Excel einfügen (Vorzeichen umkehren, Werte halbieren oder Verknüpfungen einfügen)") oder mein Lieblingsthema "Office Integration - Excelansicht in SAP und Daten kopieren nach Excel").

Das hier dargestellte Beispiel zeigt aber auch wunderbar, dass es in Excel nicht immer komplexe Formeln braucht sondern manchmal auch einfache Lösungen das gewünschte Ergebnis zu verbringen vermögen.



 

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Sonntag, 5. August 2018
14:52 Uhr

SAP BC: Profilparameter Anzahl Modi in SAP per RZ10 setzen

Manchmal bringt der Austausch mit Kollegen auch basisnahe Themen auf den Tisch beziehungsweise erinnert man sich an Einstellungen die scheinbar feste Einschränkungen innerhalb eines SAP System öffnen können. So hatten wir uns diese Woche über die maximal mögliche Anzahl der Modi innerhalb des verwendeten SAP System unterhalten.

Was ist ein SAP Modus?

Unter SAP Modus oder Instanz sind vereinfacht ausgedrückt einzelne Fenster die innerhalb ihres SAP System geöffnet sind. Diese können entweder durch das Menü
  • System>
  • Neues Gui Fenster (Tastenkombination STRG + N)
oder über die Symbolleiste "Neuen Modus erzeugen"
und auch über Transaktionscodes vorrangestellt mit /O erzeugt werden.

Irgendwann erscheint dann aber tatsächlich die Meldung "Maximaler Anzahl Modi erreicht". Hier stellt sich dann das Problem, dass einfach zu viele Modi geöffnet sind.

Im Standard passiert dieses bei sechs geöffneten Modi die sich allerdings, wie so oft bei SAP, auch entsprechend anpassen lassen.

Dazu muss das Systemprofil DEFAULT.PFL angepasst werden.

Was ist das Systemprofil DEFAULT.PFL?

Über die Systemparameter lassen sich, vergleichbar zur CONFIG.SYS in MS DOS Betriebssysem Parameter einstellen, die entsprechende Auswirkungen auf das gesamte SAP System haben.

Pflege per Transaktion RZ10

Hier zu kann im SAP Menü unter:
  • WERKZEUGE >
  • CCMS >
    (Computer Center Management System)
  • KONFIGURATION >
Die Transaktion RZ10 für Systemprofil aufgerufen werden. Nach Aufruf der Transaktion kann das DEFAULT Profil ausfgerufen werden. Alle Änderungen werden hier in unterschiedlichen Versionen gespeichert, so dass bei der Auswahl die letzte Version des Default-Profil je System gewählt werden kann.

Beim Bearbeiten des Profils stehen hier drei Optionen zur Verfügung:
  1. Verwaltungsdaten
  2. Grundpflege
  3. Erweiterte Pflege
Unter den Verwaltungsdaten wird bspw. der Pfad zur Datei DEFAULT.PFL angezeigt.
Dieses kann dann bspw. der Pfad am Betriebssystem zur Datei
USER > SAP > SID (System ID) > SYS > profile > DEFAULT.PFL
sein. Dabei unterscheiden sich User, SAP und SID je nach System aber die Unterverzeichnisse bleiben gleich.

Unter den Punkt Grundpflege verbergen sich Einstellungen wie der Datenbankrechner im Abschnitt Rechner und Services oder auch im Abschnitt Allgemeine Angaben der Defaultmandanten. Hier ist dann zum Beispiel der Mandant 300 bei der Anmeldung per SAP Gui voreingestellt.

Für die Einstellungen von eigenen Profilparametern ist der Punkt Erweiterte Pflege relevant. Sofern vorhanden können hier einzelne Systemparamter gepflegt werden, oder aber neue Parameter über die Schaltfläche "PARAMETER" angelegt werden.

Anzahl der erlaubten SAP Modi pflegen Parameter rdisp/max_alt_mode

Die Anzahl der erlaubten SAP Modi kann zum Beispiel über den Parameter rdisp/max_alt_mode  gesteuert werden.  Bei Auslieferung ist dieses systemseitig mit 6 voreingestellt (selbst wenn der Parameter nicht in der Übersicht auftaucht). Je nach GUI Stand kann der Wert aber auf 9 beziehungsweise 16 Instanzen eingestellt werden.

Dabei ist zu beachten, dass diese Einstellung sowohl systemweit als auch userübergreifend gültig ist und ein Neustart des SYSTEM erforderlich ist (dieses gilt jedoch für alle Parameter). Danach können auch mehrere Modi geöffnet werden.

Ferner sollte hier auch direkt geprüft werden, dass der Parameter login/disable_multi_gui_login  auf 1 gestellt ist, so dass hier keine Mehrfachanmeldung der User erlaubt ist (die Modi würden sonst für jede Anmeldung gelten).

Immerin kann dieser Parameter auch benutzerbezogen gepflegt werden.

Report RSPARAM Revision der Parameter

Über den ABAP Report (Transaktion SA38) RSPARAM können die aktuellen Einstellungen der Paramter überprüft werden.

Dabei werden in Tabellenform die derzeitigen Einstellungen ausgwertet:

In der ersten Spalte ider der Parametername zu sehen, die zweite Spalte enthält den individuell eingestellten Wert und in der dritten Spalte ist der Defaultwert (von SAP vorgegeben) zu sehen. Sofern die zweite Spalte leer ist hat der Defaultwert Gültigkeit,

Fazit

Änderungen an solchen weitreichenden Einstellungen sollten stets in Abstimmung mit der SAP Basis erfolgen (und das nicht nur, weil ein Neustart des SAP System erforderlich ist). Weitere Einstellungen der SAP Profilparameter sind passenderweise im Blog RZ10.DE im Artikel "Profilparameter zur Umsetzung von Kennwortrichtlinien in SAP-Systemen" vorgestellt. Das Blog selbst ist auch an anderer Stelle insbesondere was das Thema SAP BC und Berechtigungen anbelangt aber auch für andere Themen immer wieder einen Besuch wert. Gerne verweise ich an dieser Stelle auch noch auf einige andere SAP Blogs innerhalb meiner Webempfehlungen.
 

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Sonntag, 29. Juli 2018
14:52 Uhr

Update zu Schulungsunterlagen und Bücher rund um ABAP (Programmiersprache SAP) und die Rolle von Keyuser im SAP Umfeld

Da mir letztens einmal wieder die Unterlagen zu ABAP in die Hände gefallen sind, stellte sich mir die Frage, ob Modulverantwortliche auch Kenntnisse rund um die Programmierung innerhalb SAP haben sollten. Entsprechend möchte ich hier im Artikel ein wenig auf die Bedeutung von ABAP als Programmiersprache aber auch auf die Rolle und Funktionen beziehungsweise Anforderungen auf "Key-User" im SAP Umfeld eingehen. Diese Sicht ist natürlich sehr subjektiv aber vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Punkt der hier Zustimmung findet.

ABAP als Programmiersprache im SAP Umfeld


Das Thema ABAP ("Advanced Business Application Programming") ist die Programmiersprache in der der Großteil der Anwendungen in SAP geschrieben sind. Auch wenn das Programmieren eher im Bereich der Entwicklung zu sehen ist dürften die Grundlagen von ABAP auch für KeyUser von Interesse sein. Persönlich nutze ich teilweise ABAP Code sehr gerne um innerhalb SAP Query ein wenig Coding zu hinterlegen gerade weil dadurch auch die Möglichkeit gegeben ist Auswertungen um Zusatzinformationen zu erweitern.

Vor einigen Jahren (2006) hatte ich an der VHS Offenbach eine Weiterbildung zum Thema "SAP R/3 Grundlagen der ABAP Programmierung" besucht und kann auf diese Grundlagen auch in der normalen Arbeit mit SAP immer wieder erfolgreich zurückgreifen da es manchmal doch hilfreich ist sowohl ABAP Code zu verstehen als auch das Konzept der Datenbanken (Strukturen, View, transparente Tabellen, logische Datenbanken, ...) zu verstehen.

Aktuelle Schulungsunterlagen rund um ABAP

Im Artikel "ABAP Schulungsdaten" hatte ich ja schon einmal Bücher rund um ABAP empfohlen und auch über den Transaktionscode ABAPDOCU können Beispiele und eine Dokumentation zu ABAP innerhalb eines SAP Systems aufgerufen werden. Dieses funktioniert auch innerhalb MINISAP.

Trotzdem sind seit einigen Jahren hier aktuelle Bücher veröffentlicht worden, so dass ich auf diese gerne hinweisen mag.

Hier bietet die digitale SAP-Bibliothek von Espresso Tutorials (siehe "SAP Know How") nicht nur eBooks zum Thema sondern auch Schulungsvideos die ein sechsteiliges Videotutorial zum Thema ABAP Einstieg an.

Die Videotutorials beinhalten die folgenden Basis-Kurse für Einsteiger:
  • Programmieren lernen mit SAP (4 Stunden)
  • Komplexe Datenarten und Debugging (3 Stunden)
  • Kontrollstrukturen, Modularisierung (2,5 Stunden)
  • Das Data Dictionary (3 Stunden)
  • Datenbanken & Code Inspector (2 Stunden)
  • Dynamische Programmierung (2,5 Stunden)
Für Menschen die eher mit gedruckten Worten sich in neue Themen einarbeiten wollen sind allerdings auch die Bücher des Verlages von Interesse.

SAP Praxishandbuch ABAP Teil 1

Hier sind sicherlich die beiden Bücher:

 
SAP-Praxishandbuch - ABAP Teil 1: Konzeption, Entwicklung, Debugging

Eine ausführliche Beschreibung ist unter Buchempfehlungen unter SAP-Praxishandbuch - ABAP Teil 1: Konzeption, Entwicklung, Debugging
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(30. Januar 2015)
Paperback ISBN: 978-3945170410

Für 29,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon

 
SAP-Praxishandbuch ABAP - Teil 2: Performance, Erweiterungen und Transportwesen

Eine ausführliche Beschreibung ist unter Buchempfehlungen unter SAP-Praxishandbuch ABAP - Teil 2: Performance, Erweiterungen und Transportwesen
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2015)
Paperback ISBN: 978-3945170656

Für 29,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon

interessant. Allerdings hat der Verlag mittlerweile auch entsprechende Bücher zu ABAP Object ("Schnelleinstieg in SAP ABAP Objects: 2. Auflage" *) als auch zum Thema ABAP mit S/4 HANA ("ABAP-Programmierung unter SAP HANA" *).

Auch diese Bücher sind natürlich als eBooks in der SAP Flatrate enthalten, so dass hier weiterhin mit neuen Büchern und damit aktuellen Wissen rund um SAP gearbeitet werden kann.

Daneben bietet aber auch das berater-wiki.de von René Eberstein immer wieder eine spannende Anlaufstelle sei es zum Thema Namenskonventionen oder auch zum ABAP Editor bzw. Objekt Navigator über die Transaktion SE80.

Neben Entwicklerinnen und Entwicklern sollten, meiner Meinung nach, aber auch Key-User zumindest grundlegende Kenntnisse rund um ABAP bzw. Datenbank im SAP Umfeld haben.

 

Die Rolle der Keyuser im SAP Umfeld

Während durch die SAP die Userytpen Limted, Professional, Develeoper ... etc aus lizenzrechtlicher Sicht definiert ist auch für ein Unternehmen entscheidend welche Rolle und welche Anforderungen an Keyuser / Poweruser oder auch an die Anwendungsbetreuung gestellt werden soll.

Definition Keyuser, Poweruser aus Wikipedia

Laut Wikipedia werden "als Power-User werden in der Informations- und Kommunikationstechnik Benutzer bezeichnet, die über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten im Vergleich mit durchschnittlichen Nutzern verfügen[1] und/oder die Systeme besonders stark auslasten." während Keyuser hier folgende Aufgaben zugewiesen werden "Der Key-User ist jener Anwender, der sich in seinem Bereich auf die dort eingesetzte Software bzw. entsprechende Software-Module spezialisiert. Ein Key-User unterstützt den Ausbau und die Integrationstiefe und vertritt die fachlichen Interessen des Fachbereiches im Projektteam. Er fungiert zudem als Ansprechpartner für die Kollegen in der eigenen Abteilung, den Software-Anbieter und die Projektleiter. Ein Key-User kann eigenverantwortlich erforderliche Schulungen für seine Kollegen durchführen. "


Dr. Andreas Prieß unterscheidet im Buch "SAP-Berechtigungen für Anwender und Einsteiger" * (ebenfalls bei Espresso Tutorials und damit in der Flatrate enthalten) die unterschiedlichen Usertypen nach Anwender, Keyuser, Anwendungsbetreuer, Benutzerverwalter und Systemadministratoren. Diese Sicht ist natürlich auch sehr stark durch die Brille der Berechtigung gemünzt (wofür das Buch tatsächlich eine lesenswerte Empfehlung ist.

Im Rahmen eines Key-User-Konzeptes haben die Keyuser eine Schlüsselfunktion innerhalb eines Unternehmens und weitreichende Kenntnisse (und Berechtigungen) für eines oder mehrere der eingesetzten SAP-Module oder Teilmodule. Sie arbeiten dabei eng mit den Anwendungsbetreuern zusammen und dienen hier als fachliche Ansprechpartner. Die Anwendungsbetreuung ist dabei zum Beispiel im Hochschulumfeld beim SAP Einsatz an ein Competenc Center gebunden in den gemeinschaftlich technische Lösungen und Entwicklungen gebündelt sind.

Aufgaben für die Rolle Key-User im SAP Umfeld


Entsprechend der Betreuungsvereinbarung sind hier auch die Anforderungen an Keyuser je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Dieses kann beim SAP Modul Controlling von der Konzeption der Kostenstellenstruktur über die Entwicklung von Umlagezyklen bis hin zum Customizing oder auch tatsächlich Entwicklungen von Berichten wie im Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)". Im SAP Modul PSM-FM (Public Sector Management - Fundsmanagement / Öffentliche Verwaltung - Haushaltsmanagement)  würde ich hier tatsächlich Rechercheberichte oder auch die Pflege der FMDERIVE ebenso wie das Thema Budgetierung (sei es die klassische Budgetierung siehe "SAP PSM-FM klassische Budgetierung mit unterschiedlichen Budgetversionen" oder BCS siehe "PSM Haushaltsmanagement Budgetverwaltungssystem BCS oder klassische Budgetierung") als relevante Kenntnisse betrachten.

Themen wie eCatt  bzw. LSMW können gemeinsam mit der SAP Basisbetreuung erarbeitet werden. Vergleichbar sehe ich dieses bei Fragen um die Entwicklung und Kenntnisse in der Programmierung. Ein Grundverständnis der Möglichkeiten bzw. der Zusammenhänge sehe ich durchaus als hilfreich für die tägliche Arbeit an, aber für vertiefende Anforderungen sind Entwickler, externe Berater oder auch Kolleginnen und Kollegen von der SAP Basis sicherlich die besseren Ansprechpartner.

Alternativ verweise ich hier auch gerne auf die Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query", "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" oder auch "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" welche hier ebenfalls als Grundlagen eine gute Anlaufstelle anbieten.


Durch die Veränderungen der Anforderungen gerade im SAP Umfeld dürfte das Thema "lebenslanges Lernen und Weiterbildung" weiterhin ein wichtiger Punkt sein, der neben der Besetzung einer Stelle als Keyuser auch gleichzeitig die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit und Möglichkeit der Weiterentwicklung im Rahmen der Tätigkeiten als Keyuser fordert.

Entsprechend positiv sehe ich auch, dass sich Competence Center nicht nur um die technische Betreuung eines SAP Moduls kümmern sondern auch aktiv ein Schulungskonzept ausarbeiten wodurch auch Key-User aktuell die Möglichkeit der Fortbildung haben.

Gerade übergreifende Themen wie Berechtigungskonzepte oder auch Berichtstools können hier ein Wissenaustausch über die Anforderungen aber auch vorhandenen Kenntnisse an den einzelnen Einrichtungen fördern und den eigenen Horizont sowohl fachlich als auch technisch erweitern.

Weiterbildung und Dokumentationen - die Bedeutung von guten Handbüchern

Aus meiner beruflichen Erfahrung im Hochschulbereich ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, insbesondere bei technischen Weiterentwicklungen, der Austausch mit anderen Hochschulen. Dabei können abseits von Arbeitsgruppen zu einzelnen übergreifenden Themen auch zwischen einzelnen Hochschulen (oder Einrichtungen) ein Austausch über neue Berichtsmöglichkeiten oder Entwicklungen stattfinden, so dass nicht mehrere Einrichtungen parallel das Rad neu erfinden müssen.

Zum Austausch im SAP Umfeld dienen aber auch externe Möglichkeiten der Weiterbildung genutzt (eBooks, Schulungsvideos oder auch SAP Fachforen wie HERUG, DSAG oder FICO Infotage).

Espresso Tutorials Weiterbildung im SAP Umfeld

Aber auch innerhalb der eigenen Einrichtung sind ein regelmäßiger Austausch zwischen Keyuser, Poweruser und SAP Basisbetreuung eine hilfreiche Sache gerade bei Themen wie Auswertungen oder Entwicklungen von Berichten oder auch Berechtigungsfragen.

Gerade da viele Einstellungen innerhalb SAP auch Auswirkungen auf andere Module haben sollte hier ein regelmäßiger Austausch auf der fachlichen und technischen Ebene im Interesse aller Beteiligten sein.

Desweiteren dürften aber Onlineforen, Seiten im Internet zu SAP oder auch Blogs wie dieses weiter helfen. Nicht zu vernachlässigen, insbesondere bei der Entwicklung von Berichten ist auch das Thema der Dokumentation.

Dieses kann technisch direkt im System erfolgen (wie im Artikel "Fachliche und technische Dokumentation von Selektionsvarianten und individuelle Berichte in SAP identifizieren" oder "Dokumentation von Berichtsgruppe und Berichtsdokumentation bei Report Painter und Writer Berichten" aber auch außerhalb des Systems sind Dokumentationen und Handbücher gerade bei Neubesetzung von Stellen neben einer ordentlichen Einarbeitung der neuen User ein Schatz der tatsächlich im Laufe des Arbeitsalltag angelegt werden kann.

Sicherlich ist das Anlegen eines Handbuchs oder die Dokumentation von Berichten mit Aufwand verbunden, aber oftmals ist man auch selbst sehr dankbar darüber, wenn zu einen späteren Zeitpunkt hier noch einmal ein Blick in die eigenen Aufzeichnungen geworfen werden kann um sich an die Bedeutung bestimmter Einstellungen oder entwickelte Berichte zu erinnern. Mittlerweile würde ich auch dieses Blog hier als persönliches Nachschlagewerk und nützlichen Werkzeugkosten betrachten. :-)

Fazit

Neben aktuellen Buchempfehlungen dürften gerade in der Beratung und Schulung von Keyusern eine der größeren Herausforderungen für Unternehmen stecken. Sowohl das Thema Wechsel zu S/4 HANA als auch die Weiterentwicklung des eigenen Berichtswesen und Ausbau der Kenntnisse im SAP Umfeld ist auch in Zukunft eine große Herausforderung und zeigt, dass neben reinen Wissen auch die Fähigkeiten sich in neue Themen einzuarbeiten aber auch Anforderungen zu erkennen bzw. mit fachlich Verantwortlichen zu kommunizieren einen ebenso hohen Stellenwert haben sollten.

* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.


Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 26. Juli 2018
10:32 Uhr

Datumsfunktionen in Excel hier am Beispiel aus Stichtag Vormonat ermitteln

Im Controlling ist, unabhängig von eingesetzter Software oder Branche, immer auch eine Tabellenkalkulation wie Excel im Einsatz, so dass auch für umfangreichere SAP Berichte diese dann doch in der ein oder anderen Form in einer Anwendung wie Microsoft Excel weiter verarbeitet werden. Dieses hat aber gleichzeitig auch den Vorteil, dass hier die Datengrundlage aus SAP geliefert werden kann und die Daten später dann zum Beispiel in Form einer Pivot-Tabelle aktiv gefiltert werden können. Wie im Artikel "Pivottabellen ab Excel 2010 dynamischer filtern mit Datenschnitten am Beispiel Hochschulfinanzstatistik" beschrieben können so an die Adressaten eines Berichtes auch direkt Schnittchen gereicht werden, so dass die Daten passend aufbereitet werden können (bspw. durch Selektion einzelner Lehreinheiten) oder auch in Form von Diagrammen wie im Artikel "Datentrends für Drittmittelstatistik mit Sparklines ab Excel 2010 darstellen durch Liniendiagramme in Zellen" dargestellt aufbereitet werden.

Im aktuellen Fall habe ich sowohl Plan/Ist Vergleiche (Planwerte als CO Budget) als auch Investitionen (als Anlagenzugang wie im Artikel "Auswertung Anlagenzugänge als Investitionen im Report Painter mit Ausweis CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" beschrieben) und auch Verbindlichkeiten (als Obligo siehe Artikel "Report Painter Bericht für Obligo auf CO-Objekten mit interaktive Stammdatengruppen") sowie diverse Query zu Stammdaten zusammen gestellt.

Im Rahmen eines Quartalsberichtes sollen nun diese Daten zum Stichtag ausgewertet werden. Dabei habe ich die Spaltenüberschriften (wie Saldo zum Berichtszeitraum) so gestaltet, dass diese nicht direkt die Periode in der Spaltenüberschrift beinhalten. Dadurch ist es mir eher möglich nur die Datengrundlage auszutauschen und diverse Pivot-Tabellen einfach zu aktualisieren.

Im Folgeschritt habe ich dann in der Zelle eines Übersichtsblattes das Datum des Stichtags zum Bericht festgehalten. Eigentlich soll der Bericht quartalsweise erfolgen, so dass ja der Berichtszeitraum zwischen dem 1. und 4. Quartal liegen sollte. Abhängig vom Stichtag wäre dieses in der Regel dann der Vormonat / 3 unter der Annahme, dass ich immer im April, Juli, Oktober, Januar) die Auswertung erstelle.

Formel TEXT und DATUM

Durch bestimmte Ereignisse kann es aber auch sein, dass einfach zum Vormonat der Bericht im August erstellt wird. Entsprechend habe ich eine Formel gesucht in der aus einen gegebenen Datum direkt der Vormonat ausgegeben wird.

Der erste etwas komplizierte Ansatz war folgende Formel:

=TEXT(DATUM(JAHR(D1);MONAT(D1)-1;1);"MMMM")&" "&JAHR(D1)

Dabei wurde über die Formel Datum der Stichtag aus Zelle D1 genommen und einfach der 1. des Vormantes genommen. Diese Formel hat jedoch einen gewaltigen Nachteil, wenn mal ein Bericht zum Januar erstellt wird. Dieses wäre dann eine Neuauflage von "Zurück in die Zukunft mit Excel".

Der Vorteil in Excel ist, dass jedes Datum als Tag vom 1.1.1900 gezählt wird. Jeder neue Tag wird also als weiterer Tag vom 1.1.1900 an gezählt.

Kurioses zur Behandlung von Datumswerten in Excel

Durch den Artikel "#Schaltjahre – #Hoppala" auf soprani.at verweise ich hier gerne auf eine Besonderheit bzgl. des 60. Tages. Dieser wird in Excel als 29.2.1900 ausgewiesen, obgleich dieses gar kein Schaltjahr ist. Ein Schaltjahr tritt dann auf, wenn ein Jahr durch 4, aber nicht auch durch 100 ohne Rest teilbar ist, mit der Ausnahme, dass ein durch 400 ohne Rest teilbares Jahr wiederum ein Schaltjahr ist. Somit handelt es sich beim Jahr 1900 nicht um ein Schaltjahr...aber auch Excel darf sich mal irren.


Da Datumswerte in Excel unformatiert einfach nur Zahlen sind kann der Vormonat relativ einfach durch die Formel Datum - Tag im Monat errechnet werden. Dadurch erhalten wir den letzten Tag des vorherigen Monats.

Über die Formel TEXT( Zahl, "Formatcode") kann dieses Datum dann entsprechend den Erfordernissen angepasst werden.

Dabei ist der Formatcode identisch zu den Formaten, die auch in der Funktion Zelle Formatieren bei Sonderformaten dargestellt werden.

Im folgenden Beispiel (siehe Abbildung) dürfte dieses klarer werden:

Vormonat in Excel berechnen

In der Zelle D1 ist der aktuelle Stichtag (Datum der Berichtserstellung) eingetragen. Dieses ist im Beispiel der 12.01.2018. Durch die Tastenkombination STRG und . kann auch das aktuelle Tagesdatum eingetragen werden (durch STRG und , als Zahlenwert).

In der Zelle D2 wird vom Stichtag der Tag des Monats abgezogen (im Beispiel vom 12.01.2018 also 12. Man könnte jetzt annehmen, dass es sich damit um den 0.1.2018 und somit 31.12.2017 handelt. Als Zahlenwerte entspricht das Datum jedoch 43112 für den 12. Januar 2018 (der 43.112 Tag nach 1.1.1900) bzw. um 12 reduziert 43100 und somit der 31.12.2017.

Nun sind jedoch sowohl die Zelle D1 als auch D2 als Datum formatiert.

Durch die Formel

=TEXT(D2;"MMMM JJJ")

Weise ich hier das Format MMM für den ausgeschrieben Monatsnamen und JJJ für das vierstellige Jahr zu. Entsprechend ist hier der Wert Dezember 2017 als Ausgabe erfolgt. Dieses entspricht auch den Monat zu den die Daten erhoben worden sind (bis Periode 12 2017).

Zusammengefasst kann dies also auf die Formel

=TEXT(D1-TAG(D1);"MMMM JJJ")

reduziert werden und es wird automatisch der Vormonat zum Stichtag erhoben.

Fazit

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten die eine Arbeitsmappe wesentlich erleichtern, aber gerade durch solche Kniffe lassen sich dann Berichte recht gut anpassen und für eine spätere Verwendung auch recyclen. Ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist sollte das Thema Tabellenformatvorlagen (wie im Artikel "Die eigene Tabellenformatvorlage (auch Pivot)"). Wobei das Thema Vorlagen für Excel-Arbeitsmappen und auch Methoden zur Gestaltung von Tabellenblättern im Artikel "Dateipfad und Dateiname als Fußzeile automatisch in Excel setzen" näher behandelt worden ist.

Ehrlicherweise muss ich jedoch zugeben, dass ich eher die Arbeitsmappe vom letzten Bericht verwende (und hier die Grunddaten austausche) anstatt hier mit Vorlagen zu arbeiten. Allerdings gehört eine gescheite Vorlage für künftige Tabellen tatsächlich auf die ToDo Liste nachdem die Sommererkältung abgeklungen ist.

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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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