Andreas Unkelbach
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Sonntag, 4. November 2018
11:53 Uhr

SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben

Nachdem ich im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Competence Center für Hessische Hochschulen schon einen "Auffrischungsworkshops SAP Query im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" gehalten habe hat sich dann noch ein Tagesseminar zum Thema »SAP Query in SAP ERP« mit Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens (CO, FI, PSM-FM) ergeben.

Dieses war auch relativ schnell ausgebucht und ich hoffe, dass die angebotenen Übungen tatsächlich weiter geholfen haben um die Möglichkeiten mit SAP Query im Hochschulberichtswesen darzustellen.

Handout SAP Query Schulung

Eine wichtige Frage, die auch in der Schulung behandelt worden ist, war wie Endanwende später die erstellte Query aufrufen und nutzen können. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit über Benutzergruppen und die Transaktion SQ00 eine Query direkt zu starken und berechtigungsseitig hier die Pflege der Query einzuschränken, aber eleganter und praktischer ist es in meinen Augen der erstellten Query eine eigene Transaktion zuzuweisen.

Report-Transaktion für SAP Query

Hierzu kann über die Transaktion SE93 eine sogenannte Reporttransaktion angelegt werden.

Diese Reporttransaktion ruft direkt einen ABAP Report auf und über das Selektionsbild 1000 gelangt man auch direkt in das Auswahlfenster der Transaktion und kann in der Reporttransaktion auch im Punkt Start mit Variante eine passende Variante für die Query anlegen und diese direkt starten um eine bestimmte Vorauswahl in der Selektion zu speichern und hier auch eine Layoutvariante zu hinterlegen.

Reportname zu SAP Query

Die Frage ist nun nur, wie kann der Reportname herausgefunden werden. Im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" bin ich schon einmal darauf eingegangen, dass in der Transaktion SQ01 im Menü über QUERY->WEITERE FUNKTIONEN->REPORTNAME ANZEIGEN der zugeordnete Reportname angezeigt werden kann.

Dabei ist die Namenslogik des Reportnamen wie folgt aufgebaut:
  • Mandantenabhängige (Standardbereich) Query beginnen mit AQCS
  • Globale (Globaler Beeich) Query beginnen mit AQZZ
danach folgt die Benutzergruppe in der die Query zugeordnet ist und der Name der Query. Dieser wird mit == aufgefüllt, so dass eine Gesamtlänge des Reportnamens von 30 Zeichen sich ergibt.

So wird die Query AQ mit der Bezeichnung  ZCOFM_PROJEKTE der Benutzergruppe ZBUCH im Standardbereich CS(mandantenabhängig) als Report mit folgender Bezeichnung zugeordnet:
  • AQCSZBUCH=======ZCOFM_PROJEKTE

Nachdem der Reportname zur Query in der Reporttransaktion hinterlegt wird ist nun noch eine Frage, wie die Berechtigungen für die SAP Query-Transaktion vergeben werden können. Hierzu müssen entsprechende Berechtigungsobjekte mit Berechtigungsfeldwerten versehen werden.

Berechtigungsobjekte und Berechtigungsfeldwerte auf Tabellen und Tabellenberechtigungsgruppe

Dabei ist natürlich nahe liegend das Berechtigungsobjekt S_TCODE "Transaktionscodeprüfung bei Transaktionsstart" mit im Berechtigungsfeld Transaktionscode mit der neu angelegten Transaktion bspw. ZUNKELBACH zu füllen.

Neben der reinen Berechtigung für den Start der Transaktion sind aber auch noch die Berechtigungen für das Lesen der Daten mit der Query erforderlich.

Hier sind zwei Berechtigungsobjekte noch zu füllen.

Das Berechtigungsobjekt S_TABU_DIS "Tabellenpflege (über Standardtools wie zB SM30) ist mit der Aktivität 03 Lesen zu versehen und im Berechtigungsfeld Tabellenberechtigungsgruppe zu hinterlegen. Die Zuordnung von Tabellen zu Berechtigungsgruppen erfolgt mandantenunabhängig über die Transaktion SE54 (Speicherort der Einstellungen ist dann die Tabelle TDDAT Pflegebereiche für Tabellen) einzusehen.

Ferner ist auch das Berechtigungsobjekt S_TABU_NAM "Tabellenzugriff über generische Standardtools" ebenfalls mit der Aktivität 03 und den relevanten Tabellennamen zu pflegen.

Es bietet sich tatsächlich an hier über einen Testuser und der Transaktion SU53 die entsprechenden Berechtigungsfeldwerte zu ermitteln. Im Artikel "SAP Basis Basic oder dank SU53 oder ST01 Trace fehlende Berechtigungen finden" bin ich auch auf die Frage der Berechtigungsprüfung nebst einer Anzeige der fehlgeschlagenen Berechtigungsprüfungen für eine andere Benutzerkennung eingegangen.

Eine Auswertung für Stammdaten im Bereich CO-OM (zum Beispiel "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel") verlangte als Berechtigungsausprägung folgende Angaben in den Berechtigungen:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe:
    KA          CO:Anwendungstabelle
    KEC        CO-PA:Customizing
und zum direkten Lesen der Tabellen für die Stammdaten der Innenaufträge sowie  der Stammdaten der Profit-Center (EC-PCA) zu lesen.
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    AUFK    Auftragsstammdaten
    CEPCT   Profit-Center-Stammdaten Texte
Während eine Auswertung der Stammdaten im Bereich FI für Kreditoren wie im Artikel "Query über IBAN und Stammdaten Kreditor oder Debitor (Zusatztabellen in SAP Query)" beschrieben folgende Berechtigungen benötigte:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe
    FA   RF:Anwendungstabelle
    &NC&   ohne Berecht.gruppe
und der Stammdaten der Kreditoren (Lieferanten) sowie der IBAN Verbinudng (TIBAN).
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    LFBK Lieferantenstamm (Bankverbindungen)
    TIBAN  IBAN
Sollen statt der Kreditoren (Lieferanten) die Debitoren (Kunden) ausgewertet werden ist hier natürlich KNBK Kundenstamm (Bankverbindungen) zu hintelegen.

Gerade die Aussteuerung von Berechtigungen sowie die Umsetzung eines Berechtigungskonzeptes ist ein Grund warum die anwendungsbetreuende Keyuser der jeweiligen Fachabteilungen ebenfalls eng mit der SAP Basis und der Berechtigungsvergabe zusammen arbeiten sollten. Ein weiteres Thema ist hier, insbesondere bei mehreren Mandanten innerhalb des SAP System, auch eine Frage der Namenskonvention. Eine Reporttransaktion wird über einen Workbenchauftrag transportiert und steht damit mandantenübergreifend im System zur Verfügung. Die Query liegt dafür ggf. jedoch im mandatenabhängigen Bereich (es sei denn es ist eine globale Query). Die unterschiedlichen Möglichkeiten zum "Transport von InfoSet mit ABAP-Coding und Query per Transportauftrag" wurden ja schon beschrieben. Sinnvoll kann es hier sein bei kundeneigene Transaktionen als Namensraum Z gefolgt von der Mandatennummer zu verwenden, so dass hier keine Verwechslung entsteht.Sinnvolle Namenskonventionen für kundeneigene Entwicklungen sollten ebenfalls in einen Fachkonzept, wenn nicht sogar im Berechtigungskonzept, hinterlegt werden.

Schulung zu SAP Query


Berichtswesen mit SAP Controlling am Beispiel SAP Query

Persönlich hat mir die Ausarbeitung der SAP Schulung zum Thema SAP Query im Berichtswesen viel Freude gemacht und ich hoffe, dass die Begeisterung für die einzelnen Berichtstools und Möglichkeiten gerade im Kontext Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen hier überzeugend dargestellt worden sind. Eine Darstellung der von mir im Berichtswesen besonders gern genutzten Tools und Möglichkeiten habe ich auch im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«  geschildert, dass ebenfalls einen guten Überblick über den Aufbau eines Berichtswesen sowie eine Einführung über "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" bietet.

Da das Tagesseminar relativ schnell ausgebucht war bin ich gespannt, ob sich noch einmal eine Nachfrage für ein erneutes Seminar zum Thema finden wird. Ansonsten bleibt es erst einmal bei den Buchempfehlungen die ich auch hier online gerne gebe.

Gerade im Bereich des Berichtswesen auch und besonders für Hochschulen ist auch ausserhalb des Controlling ein sinnvolles Berichtswesen auch daran gekoppelt welche Möglichkeiten zur Auswertung im jeweiligen System zur Verfügung stehen. Daher möchte ich mich auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Schulung bedanken die sowohl eine gute Bewertung als auch durch ihre rege Beteiligung eine Menge an Feedback gegeben haben.

Die Schulung selbst ist relativ umfangreich und anspruchsvoll gewesen, jedoch war die Rückmeldung auch so, dass selbst erfahrende Anwendende noch den ein oder anderen neuen Aspekt dieses Tool kennen gelernt haben. Die Besetzung mit Keyuserinnen und Keyusern aus den Modulen FI, CO, PSM-FM und auch MM sowie geplant HCM hat gezeigt, dass es sinnvoll war hier die Übungen zwar aus den Modulen des Rechnungswesen (CO, FI. PSM-FM) zu nehmen aber so zu wählen, dass diese grundsätzliche Funktionen wie die Nutzung von Join, logische Datenbanken oder auch Zusatztabellen, Zusatzfeldern und Zusatzfeldcoding beschrieben hat.

Teilweise sind die vorgestellten Übungen auch schon in diversen Blogartikeln ausführlich behandelt, allerdings dürfte die Zusammenstellung der Beispiele auch für den ein oder anderen interssant sein. Durch die ausgewählten Beispiele, die sich ursprungsbedingt natürlich in der Hauptsache im CO Umfeld befinden, sollten die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt werden und ich hoffe, dass diese auch für andere Personen übertragbar sind. Sowohl im Finanzwesen als auch im Personalwesen werden tatsächlich auch logische Datenbanken genutzt.

Auf eine Wiederholung der Schulung freue ich mich ebenso wie mir auch das Aktualisieren und Ergänzen der Schulungsunterlagen auf Basis von Rückmeldungen und Fragen Freude gemacht hat. Entsprechend gerne stehe ich mit meinen Angebot für eine künftige Schulung zur Verfügung. Die Schulung slebst ist in vier Abschnitten mit entsprechenden Übungen aufgeteilt und widmete sich nicht nur der Grundlagen von SAP Query mit den einzelnen relevanten Elementen (Arbeitsbereich, Benutzergruppe, Infoset, Query), der Identifizierung von Daten (wo diese gespeichert sind sowie auch die Erweiterung der Query durch lokale Felder, Zusatztabellen und Zusatzfelder inklusive Zusatzfeldcoding das noch weitere Möglichkeiten bietet. Die Übungen zeigten nicht nur die Anwendung dieser Möglichkeiten sondern durch praktische Übungen auch Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens  (CO, FI, PSM-FM).
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 21. Oktober 2018
10:46 Uhr

Ein datenschutzfreundlicher Messenger am Smartphone - Threema

Das Thema Messenger ist unter mehreren Gesichtspunkten relevant. Der erste Punkt bei der Wahl eines passenden Messenger ist hier sicherlich an welcher Stelle auch die meisten Menschen sind mit denen Nachrichten ausgetauscht werden sollen. Zur Wahl des richtigen Messenger sind schon an verschiedenen anderen Stellen Artikel geschrieben worden die ich hier gerne als Ausgangspunkt verlinke.
  • Dasnuf.de "[Anzeige] Let’s talk – about Messenger"
    Patricia Cammarata (dasnuf) setzt sich in einer Artikelserie mit den Themen Medienkompetenz zum Thema Kinder und digitale Medien auseinander und stellt im verlinkten Teil einige Punkte zum Theme "Messener-Apps" vor.
  • Mobilegeeks.de "Top 10 Alternativen zu Whatsapp"
    Auch Mobilegeeks stellt einige Alternativen zum Messenger Whatsapp dar und gibt eine gute Übersicht über alternative Messenger.
Persönlich sehe ich hier tatsächlich eine Abwägung zwischen Datenschutz, Komfort, Sicherheit und tatsächlich die Frage, welche Messnger andere nutzen.

Problematisch bei den meisten Anbietern ist das Prinzip der Identifikation der Kontakte. Viele populäre Anbieter identifizieren die einzelnen Teilnehmende dadurch, dass die Handynummer als ID verwandt wird. Dabei wird dann auch noch das Theme "Wie finde ich Kontakte" relevant. Viele Messenger laden dabei die Kontaktdaten (bzw. so Aussage der meisten) einen Hashwert über die hinterlegte Mobilfunknummer hoch, so dass diese dann auf einen Server hinterlegt ist und hier vermutlich nicht für alle Kontakte eine entsprechende Einwilligung für das Übertragen der Kontaktdaten auf einen Server (selbst als Hashwert über die Telefonnummer) nicht vorliegt.

Hier haben allerdings auch einige Messenger reagiert, so dass zumindest die Kontaktdaten optional nicht mehr synchronisiert werden oder auch synchronisierte Daten gelöscht werden. Als Beispiel dazu ein Screenshot vom Messenger Telegram.

Kontakte bei Telegram

Telegram ermöglicht es übrigens neben der Verwendung der Telefonnummer ebenfalls die Einrichtung eines Benutzernamen, so dass hier statt der Telefonnummer für einen Kontakt auch ein individueller Benutzername weiter gegeben werden kann.

Der Vorteil dieses Messenger in meinen Augen ist aber ein ganz anderer, da hier mehr als ein Device genutzt werden kann. Ebenso wie Skype, ICQ oder AIM (um auch mal ein paar alte Geister zu nenen) besteht hier die Möglichkeit den Client auf mehr als einen Client einzurichten und sogar portabel per USB Stick der Messenger genutzt werden kann. Damit ist eine Nutzung am PC ebenso wie am Smartphone möglich, was andere Messenger wiederum nur per Webfrontend ermöglichen. Der Nachteil ist die Verknüpfung mit der Telefonnummer und das die meisten Personen wohl ihre Kontakte über eine Synchronisiation mit Adressbuch verteilen... dieses Problem dürfte aber bei den meisten Messengerdiensten der Fall sein. In jeden Fall sind durch die Verwendung der Telefonnummer als ID sowohl bei Telegram als auch bei Whatsapp beim Betreiber die Telefonnummer bekannt und gespeichert.

Zur rechtlichen Einschätzung dieser Problematik verweise ich gerne auf den Podcast Rechtsbelehrung siehe "Podcasthinweis: WhatsApp, Messenger und der Abmahnungen – Rechtsbelehrung Folge 47".

 

Messenger App Threema

Durch einen datenschutzsensiblen Kollegen an der Arbeit bin ich dann jedoch noch auf einen datenschutzfreundlicheren Messenger hingewiesen worden und nutze diesen nun sehr gerne im beruflichen Kontext. Mittlerweile sind, gerade im kirchlichen Umfeld, auch einige Personen zu diesen Messenger gewechselt und dennoch möchte ich diesen hier gerne einmal näher vorstellen.

Bezugsquelle und APK Installation


Threema
Threema
Martket Link / Google Play Neben der Möglichkeit im Store des jeweiligen Anbieters kann die kostenpflichtige App auch auf der Seite von Threema selbst bezogen werden und entsprechend die App hier heruntergeladen werden. Im Onlineshop auf https://shop.threema.ch/ können direkt Lizenzschlüssel bezogen werden und auch an andere Personen weiter gegeben werden. Auf diese Weise habe ich dann ebenfalls meinen Lizenzschlüssel erhalten und konnte die App herunterladen und mir Threema auch ohne Google Konto bzw. außerhalb des jeweiligen Store installieren. Interessant kann, gerade für größere Gruppen oder Unternehmen, auch das Model ThreemaWork sein. Hier sind Lizenzen übertragbar und es können auch mehrere Lizenzen erworben werden.

Von der Seite shop.threema.ch/download kann nach Angabe des Lizenzschlüssels direkt die App heruntergeladen werden.
Download und Sicherheit

Gerade wenn die App als APK heruntergeladen worden ist, muss im Anschluss, für spätere Updates, unter Gerätesicherheit der Punkt "Unbekannte Apps installieren" zugelassen sein. Hier wird, wie unter 3 in der oberen Abbildung, die Eigene Dateien als zugelassene App Quelle temporär aktiviert, so dass hier die App ein heruntergeladenes Update, was über Threema selbst heruntergeladen werden kann, durchgeführt werden kann. Dieses ist dann tatsächlich der Preis für eine hohe Anonymität. Die Alternative ist die Installation über eine der Anbieter Quellen (Google Play als Beispiel) worüber dann auch automatisch Updates ausgerollt werden.

Threema-ID

Im nächsten Schritt wird der eigene Account installiert. Sowie bei AIM, ICQ oder auch Skype erhält man bei Threema im Laufe der Registrierung eine ID (Benutzerkennung) so dass der Account nicht direkt mit der Telefonnummer registriert werden muss. Dieses ist auch der Unterschied zu Telegram (welches optional einen Benutzernamen hat der weiter gegeben werden kann ohne dass die Telefonnummer verraten werden muss) oder eben Messenger wie WhatsApp die direkt mit der eigenen Rufnummer verknüpft sind.

Im Rahmen der Einrichtung wird ein Schlüssel erzeugt über den die Kommunikation verschlüsselt. Dabei gibt es einen öffentlichen Schlüssel der an die Kontakte über die Threema-ID verteilt wird und ein privater Schlüssel der am Gerät gespeichert wird.

Public and private key

Auch hier ist darauf zu achten, dass man im Rahmen der Einrichtung auch einen Wiederherstellungsschlüssel angelegt wird der empfehlenswert zu speichern ist, sollte Threema einmal auf einen neuen Gerät gespeichert werden.

Dieses wird als ID-Backup bezeichnet und sollte tatsächlich irgendwo sicher verwahrt werden.

Im Ergebnis liegt dann eine achtstellige Threema-ID vor unter der kommunziert werden kann.

Kontaktdaten oder wie werden Kontakte gefunden

Optional kann ein Nickname, Telefonnummer und Mailanschrift mit angegeben werden.
Eigene Kontaktdaten optional angeben

Damit wird die Handynummer und/oder E-Mail-Adresse automatisch mit der Threema-ID verknüpft und es kann leichter ein Kontakt gefunden werden. Somit sind Kontakte aus ihren Adressbuch ebenfalls schnell in Threema zu finden. Dabei werden die Mailanschriften und Telefonnummer in gehashter Form (einwegverschlüsselt) gespeichert bevor diese später zum Kontaktabgleich auf den Threemaserver hochgeladen werden und es ist auch möglich diese Angaben zu überspringen, so dass Threema auch vollkommen anonym verwendet werden kann.

Der Nickname wird verwendet um diesen statt der Threema-ID in einer Kommunikation anzuzeigen, kann aber auch bei ihren Kontakten in der Kontaktliste geändert werden.

Im Ergebnis werden am Ende alle Daten zur Kontrolle angezeigt und natürlich ist es auch möglcih sich ein Profilbild später noch zuzulegen.Darüber hinaus können Threema Kontakte auch mit Adressbucheinträgen verknüpft werden, so dass hier eigene Profilbilder oder Kontaktdaten hinterlegt sind.

Neue Kontakte hinzufügen

Neben den Kontakten aus den Adressbuch können aber auch manuell KOntakte hinzugefügt werden.

Beim Start von Threema habe ich im linken Hamburgermenü (das mit den drei gestapelten Strichen) hier als 1 in der folgenden Abbildung markiert.

Neue Kontakte

Im direkten Kontakt kann über 2 ein QR Code generiert werden der von anderne Kontakt direkt über 3 eingescant werdne kann. Dadurch, dass beide dieses so gemacht haben ist dieser Kontakt dann als bestätigter Kontakt hinterlegt.

Alternativ kann natürlich auch die Threema-ID des gewünschten Kontakts eingetragen werden. Hierzu muss auf den Abschnitt Kontakte gewechselt werden und über das + Symbol kann eine ID direkt eingegeben oder auch gescant werden.

Kontaktpflge per Threema-ID

Kontakte erhalten je nach Zertifizierungsstufe unterschiedliche Punkte.
Zwei orangene Punkte bedeutet, dass der Kontakt nur über die Zusatzinfos (Telefonnummer oder Mailanschrift) im Adressbuch gefunden wurde. Drei Punkte werden vergeben, wenn der Kontakt durch Scanen des QR Codes (oder Austausch der Threema-ID) hinzugefügt worden ist.

Kontaktabgleich mit Adressbuch

Auch bei Threema ist es möglich die Privatsphäre der eigenen Kontakte noch ein Stück mehr zu schützen und im Abschnitt Privatsphäre und Sicherheit in den Einstellungen sowohl die Synchronisation der Kontaktdaten abzustellen als auch die bereits synchronisierten Addressbuchdaten zu löschen.

Datenschutz bei Kontakte

Webnutzung - Portable Apps

Während ich Telegram als portable App (wie auch Skype) am PC nutzen kann ist dieses bei Threema aber auch Whatsapp schwieriger. Hier ist tatsächlich nur die App am Endgerät (Smartphone) nutzbar und jeweils nur auf einen Gerät.

Allerdings bieten beide Dienste die Möglichkeit der Webnutzung an.

Unter einer URL kann ein QR Code eingescannt werden und in Threema über Threema Web dieser eingescant werden, so dass im Browser direkt der Messenger genutzt werden kann.

Dieses ist bei Threema unter https://web.threema.ch und bei Whatsapp unter https://web.whatsapp.com/ möglich.

Wer nutzt Threema

Persönlich würde ich das Konzept von Threema tatsächlich als sehr durchdacht betrachten und den Nachteil dass ich Threema nur auf einen Gerät nutzen kann wird sicherlich durch Datenschutz und der Möglichkeit der Webnutzung aufgehoben,

Die größere Hürde ist wohl eigene Kontakte zum "kostenpflichtigen" (einmalig 2,99 Euro) zu überreden oder eben, wie mein datenschutzbegeisteter Kollege, entsprechende Lizenzschlüssel zu verschenken.

Die größte Verbreitung von Threema bekomme ich tatsächlich durch drei Gruppen meiner Kontakte zustande:
  • Ehrenamt
    Gerade im kirchlichen Umfeld wird Datenschutz von je her groß geschrieben, so dass es nicht weiter verwunderlich ist, dass die meisten hauptamtlichen Personen über Threema zu finden sind
  • Arbeit
    Hier sind doch die ein oder andere Kollegin oder Kollege online zu finden
  • Fido
    Klar wenn schon Technik vorhanden ist fehlen auch die Kontakte aus den FidoNet nicht

Ein schöner Artikel ist hier unter "Neue Datenschutz-Grundverordnung betrifft auch die Gemeindearbeit" zu finden.

Zitat Giessen-evangelisch.de:
Es müssen datenschutzkonforme Messenger-Dienste verwendet werden, erklärt der Gießener Stadtjugendpfarrer Alexander Klein. „Ich tausche mich mit den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden ab jetzt mit dem Dienst „Threema“ aus.“ Die einmaligen Kosten von 2,99 Euro für die Anschaffung der App will er den Jugendlichen erstatten. „Ich probiere in den kommenden Monaten auch, so viele Kollegen wie möglich zu diesem Dienst zu lotsen, der nicht sämtliche Kontakte auf den Handys ausliest und kommerziell nutzt.“


Die Motivation zum Einsatz des Messenger ist sicherlich sehr unterschiedlich, aber insgesamt freue ich mich tatsächlich, dass hier mehrere mittlerweile online zu finden sind und sich das Thema Datenschutz ganz konkret auch in solchen Messenger und der bewusten Entscheidung dafür wieder findet.

Fazit


Teilweise gibt es regelrechte Glaubensstreitigkeiten welcher Messenger nun am besten Datenschutz umsetzt (Threema, Wire, Signal etc.). Insgesamt ist die Wahl eines Messenger aber auch wo befinden sich meine Kontakte, wie möchte ich mit ihnen kommunizieren und kann sich eine wichtige Gruppe tatsächlich auf einen Messenger einlassen und diesen dann tatsächlich gemeinsam nutzen.

Die Alternative einen eigenen Jabber Dienst oder Teamspek zu betreiben würde ich hier als nicht sachgerecht sehen.

Dennoch empfinde ich es als sehr positiv, dass gerade im Ehrenamt sich bewust für einen datenschutzfreundlichen Messenger entschieden worden ist und auch sonst hier ein Bewustsein in desier Richtung verbreitet ist.

Was ich persönlich faszinierend finde ist dass bspw. bei Bekannten in Frankreich noch immer SMS stärker verbreitet ist als Messenger und in Österreich die Voice-Chat Funktion eines Messenger teilweise schon Telefon ersetzt hat... :-) Dieses mag aber auch an der unterschiedlichen Verbreitung von Internetzugängen (egal ob LTE oder WiFi) liegen.

Datenschutz und Instant Messenger (Transparenz und Verschlüsselung)

So man den Datenschutz ausserordentlich ernst nehmen möchte kann ich ebenfalls einen Artikel vom Verein digitalcourage empfehlen. Diesen Verein hatte ich schon in einen Vortrag am "Rückblick THM Datenschutztag 2017" erwähnt.

Der Verein Digitalcourage e. V.  (ehemals unter den Namen FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e. V.)) bekannt engagiert sich nicht nur durch den BigBrotherAward sondern setzt sich ganz praktisch in großen und kleinen Projekten für die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit ein. Dieses kann sowohl durch eine Verfasssungsklage (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) als auch durch praktische Maßnahmen zur digitalen Selbstverteidigung sein.

Im Artikel "Alternativen zu WhatsApp und Threema – Instant Messenger" setzt sich dieser auch mit der Frage auseinander, welches, unter Datenschutzaspekten, empfohlene und nicht empfohlene sichere Instant Messenger sind. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Artikel aus 2016 stammt.

Wobei ich den gesetzten Schwerpunkt auf offene Schnittstellen sowie die nicht Nachpürüfbarkeit über die verwendete Verschlüsselung schwierig finde, da eine Offenlegung des Softwarecodes auch wieder andere Probleme für die Betreiber offenbaren kann. Ein unabhängiger Audit der Sicherheit der Verschlüsselung wäre aber tatsächlich ein wünschenswerter Punkt (wenn dieses nicht ohnehin schon erfolgt ist - ist es "Unabhängiger Sicherheits-Audit bestätigt: Threema hält, was es verspricht").

Im Rahmen der EU-DSGVO dürfte aber sicherlich die Meldung "Threema ist DSGVO-konform" die ein oder andere Kollegin zum Wechsel auf Threema überzeugt habe. Hier verweise ich auch gerne noch einmal auf meine Linksammlung im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)".

Auf die erwähnte Kritik der fehlenden Offenlegung des Quelltextes und der verbundenen Verschlüsselung findet sich auf Twitter auch ein Hinweis einer Rückmeldung seitens des Supports von Threema  (siehe .https://twitter.com/dSchwarzeWolf/status/1053924132335874049 ).

Persönlich ist es wohl auch bei diesen Thema eine Frage, wie intensiv man sich mit den Thema auseinander setzen mag und wieviel Aufwand für Datenschutz betrieben werden mag.

Nachtrag Stellungnahme Beauftragte für den Datenschutz der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland)

In der "Ergänzende Stellungnahme des  Beauftragten für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland  zum Einsatz von Messenger-Diensten" auf https://datenschutz.ekd.de/2018/10/30/ergaenzende-stellungnahme-zum-einsatz-von-messenger-diensten/ werden mit Blick auf den dienstlichen Einsatz allgemeine Hinweise  zu einzelnen Messenger-Diensten gegeben und sich auch für datenschutzkonforme Messenger in der Kommunikation ausgesprochen. Da hier Signal und WhatsApp ebenfalls kritisch betrachtet werden ist hier zumindest auf Twitter ene rege Diskussion entstanden. Immerhin wird Threema hier tatsächlich für den dienstlichen Einsatz empfohlen. Es fragt sich jedoch ob auch die Zielgruppe zum Einsatz dieses Messenger überzeugt werden kann.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 5. Oktober 2018
17:54 Uhr

Transport von InfoSet mit ABAP-Coding und Query per Transportauftrag

In letzter Zeit habe ich etwas weniger hier im Blog und dafür mehr auf andere Artikel im "social web" verwiesen (siehe facebook.com/unkelbach/ ) und natürlich werfen auch einige Veranstaltungen im Oktober und November ihren Schatten vorraus (hier verweise ich gerne auf die vorläufige Agenda der FICO Forum Infotage 2018) aber dennoch sind einige Artikel hier in der Entwurfsversion und auch per Mail kam die ein oder andere Frage rund um SAP hier herein über die ich mich sehr gefreut habe und wo der Austausch dann tatsächlich auch für mich lehrreich war.

Ausgangslage: Fehlendes ABAP Coding nach Transport von Infoset und Query

Nachdem ein Infoset mit Coding im Zusatzfeld erzeugt worden ist sollte dieses im Rahmen einer Dreisystemlandschaft (Development/Entwicklung-, Qualitätssicherung/Test- und Produktiv System) transportiert werden.

Der Transport verlief vom D-System ins Q-System problemlos und das Coding im Infoset war ebenfalls vorhanden, lediglich beim Transport ins Produktivsystem fehlte dann das Coding im Infoset und die Query konnte nicht wie erhofft verwendet werden.

Anhand der Beschreibung im Artikel "Transport von SAP Queries (DL/UL)" war der Verdacht naheliegend, dass nicht nur beim Upload über das Dateisystem sondern auch bei der Freigabe des Transport über die SE01 der User die Berechtigung für das Berechtigungsobjekt S_DEVELOP im Produktivsystem benötigt damit der Transport erfolgreich durchgeführt werden könnte.

Damit wäre aber eine Anbindung von Query und Infoset über einen Transportauftrag gar nicht erforderlich, da eine Entwicklung ja ebenfalls direkt im Produktivsystem erfolgen könnte.

Nach einigen Hin und Her hat sich jedoch herausgestellt, dass das Infoset inklusive Coding im Q-System schon vorhanden war und die Ursache für den scheinbaren Fehler an einer anderen Stelle zu finden war.

Für eilige Personen die kurze Zusammenfassung:

"Nachdem per STMS der Transport in das Produktivsystem importiert wurde muss auch ein Import mit der SQ02 erfolgen.  Auf diesem Wege ist es nicht notwendig die Berechtigung S_DEVELOP zu besitzen."

An dieser Stelle vielen Dank auch an die Mail mit den Hinweis auf die gefundene Ursache. Da sicherlich auch andere Personen manchmal auf einen solchen Fehler stossen möchte ich in diesen Artikel diese Lösung gerne etwas ausführlicher erläutern.

Da mir der Transport von Query und Infoset bisher auch mehr über Download und Upload bekannt war mag ich hier aber die notwendigen Schritte für beide "Transportvorgänge" erläutern.

Möglichkeit 1: Download und Upload über Präsentationsserver

Die von mir gerne verwendete Methode ist der Transport von Infoset und Query über das Dateisystem. Dieses hat auch den Vorteil, dass sowohl Query als auch Infoset durch andere Einrichtungen ebenfalls verwendet werden können.

Im Rahmen der Infoset Pflege (Transaktion SQ02) kann über das LKW Symbol (Tastenkombination STRG + F3) das SAP Query Transporttool aufgerufen werden. Alternativ kann auch direkt der Report RSAQR3TR  über die Transaktion SA38 gestartet werden.

Im Abschnitt Transportoption kann Download zum Herunterladen der Objekte (Wahlweise Benutzergruppen, Infoset, Infoset und Query oder nur Query) gewählt werden und später über Upload eben diese auch wieder in einen anderen System hochgeladen werden. Der Austausch erfolgt dann über eine Textdatei in der alle Optionen hinterlegt sind.

Beim Upload / Download ist es jedoch nicht möglich Layout-Varianten von Queries oder Berichts-Bericht-Schnittstellen mit zu übertragen.

Fener ist darauf zu achten, dass sofern Infosets mit ABAP Coding übertragen werden sollen, ist der Objekttyp PROG im Berechtigungsobjekt S_DEVELOP und 'AQ*' für OBJNAME erforderlich. Andernfalls ist ein Coding hier nicht möglich. Dieses gilt dann auch für einen Import von Query per Upload in ein anderes System. Etwas ausführlicher ist das Ganze in unten verlinkter Anleitung im Abschnitt "8. Query und Infoset per Upload/Download transportieren" erläutert.
 

Möglichkeit 2: Export und Import per Transportauftrag

Wesentlich umfangreicher, dafür aber an einer Transportschicht angebunden, ist der Transport von den oben erwähnten Objekten (optional auch mit Layout-Varianten von Queries oder der Bericht-Berichtsschnittstelle) per Transportauftrag.

Hierzu kann ebenfalls das SAP Query: Transporttool aufgerufen werden allerdings muss hier die Option Export ausgewählt werden.

Danach kann ein Transportauftrag angelegt werden und dieser wie üblich über die SE01 oder SE10 freigegeben und per STMS in das Folgesystem transportiert werden.

Nachdem der Transport erfolgreich durchgeführt ist muss jedoch erneut im Zielsystem das SAP Query: Transporttool aufgerufen werden und hier über die Option Importieren im Abschnitt Transportoptionen im Punkt Datenbestand bei Importen der Transportauftrag angegeben werden. Die Transportauftragsbezeichnung ist auch bei erfolgreichen Transport ersichtlich. Erst danach steht auch das Infoset inklusive Coding als Datenbestand zur Verfügung.

Fazit

Der Austausch per Mail hat mir einmal wieder gezeigt, dass die Welt rund um SAP Anwendende doch recht klein ist und der Austausch von Wissen in den seltensten Fällen eine Einbahnstraße ist. Auch wenn ich im ersten Moment nicht weiter helfen konnte hat sich die Lösung dann doch noch gefunden und ich habe mich sehr über die Rückmeldung gefreut und hoffe, dass sollte noch jemand dieses Problem haben künftig hier eventuell dann tatsächlich dieser Artikel etwas weiter helfen kann.

Welche Methode nun besser für den Transport von Query und Infoset geeignet ist muss hier aber tatsächlich mit der SAP Basis, Berechtigungskonzept sowie mit der Frage ob die erstellte Query nur in der eigenen Systemlandschaft oder auch in anderen Systemen genutzt werden sollen abgeklärt werden. Zumindest Anwendungsbetreuende oder Keyuser dürften die Möglichkeit des Tranport per Upload und Download sehr zu schätzen wissen, auch weil hier bestimmte Einstellungen manuell ebenso wie beim Transport von Report Painter und Report Writer Berichten noch angepasst werden können.

Für diese bin ich im Artikel "Report Writer oder Report Painter Berichte über Dateisystem inklusive Bibliothek Variablen und Berichtsgruppe exportieren und importieren" ausführlicher drauf eingegangen.

Daneben ist im Themenfeld Berichtswesen gegebenenfalls auch der Artikel "Transport von Selektionsvarianten"  ebenso lesenswert wie die Erstellung von kundeneigene Transaktionen für Berichte wie im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" oder auch "Kundeneigene Transaktionen zu Berichten in PSM FM Haushaltsmanagement zum Beispiel Belegjournal anlegen (Variantentransaktion)" näher beschrieben.

Wie Berichte später den Anwendenden zur Verfügung gestellt werden ist auch ein Thema im Artikel "Benutzereigene SAP Menüs (Favoriten, Benutzermenü, Bereichsmenü)" aber auch meinen Buch zum Thema »Berichtswesen im SAP®-Controlling«

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 7. September 2018
16:56 Uhr

Fremde Formeln in Excel verstehen durch schrittweise Auswertung

Gerade bei umfangreicheren Excelformeln ist es oftmals etwas schwierig diese nachzuvollziehen, wenn man nicht selbst die Tabelle aufgebaut hat oder aber unter Zeitdruck eine Tabelle schnell aktualisieren soll.  Dabei kann sowohl die Formel INDIREKT welche aus unterschiedlichen Zellen den Bezug zum Beispiel aus Jahr und Arbeitsmappe und feste Bezüge im Namensmanager (siehe  "Formulare gestalten in Excel") definiert oder auch die Kombination aus INDEX und VERGLEICH im "Index und Vergleich statt SVERWEIS endlich verstanden und Suche über Verweis nur, wenn es auch etwas zu finden gibt" schon etwas schwieriger sein um diese nachzuvollziehen.

Während im Artikel "Excel Berechnete Felder in Pivottabellen" auch gleichzeitig eine automatische Dokumentation vorhanden ist zählt bei komplexeren Formeln oftmals die Devise "The code is documentation enough!".

Formeln schrittweise auswerten / debuggen

Glücklicherweise liefert Excel direkt eine Funktion, die beim Verständnis der von Kolleginnen und Kollegen gelieferte Excel-Tabellen direkt weiter hilft.

Formel schrittweise auswerten in Excel

Innerhalb der Symbolleiste FORMELN befindet sich in der Befehlsgruppe FORMELÜBERWACHUNG nicht nur die von mir sehr geschätzte Hervorhebung zur Spur zum Vorgänger und Nachfolger (als Pfeile dargestellt) auch die Funktion FORMELAUSWERTUNG. Diese ermöglicht es schrittweise eine Formel nachzuvollziehen, so dass sich im oberen Beispiel die Zelle A1 in den Wert in dieser Zelle verwandelt und danach B1 den zweiten Wert liefert und im dritten Schritt dann tatsächlich die Summe ausgewiesen wird.

Es wird jeder Bestandteil einer Formel einzeln ausgewertet, so dass hier die Schritte tatsächlich nachvollzogen werden können.

Fazit

Auf diese Weise an eine neue Arbeitsmappe in Excel ran zu gehen ist im ersten Moment sicherlich mühsam, aber gerade wenn man bestimmte Formeln noch nicht kannte gleichzeitig auch lehrreich und hilft tatsächlich die Vorgehensweise innerhalb einer größeren Formel nachvollziehen zu können.

Im Ergebnis klappt damit auch wieder die Verständigung zwischen den einzelnen Datenlieferanten und einer Aktualisierung der Tabellen stehen zumindest was die verwendeten Formeln anbelangt keine Verständigungsprobleme mehr im Wege.

Gerade im Hochschulcontrolling oder Hochschulberichtswesen (siehe auch "Informationen rund um Hochschulcontrolling, Haushalt, Finanzen und Rechnungswesen") ist Excel weiterhin eine der am häufigst genutzten Anwendungen, selbst wenn manche Sitzung oder Tagung auch den Einsatz von Powerpoint (bspw. "Grundlagen und Empfehlungen rund um Powerpoint oder auch andere Präsentationen" oder auch "Powerpoint Smart Art als Inhaltsverzeichnis mit Powerpoint für Agenda, Abschnitte und Fortschritt innerhalb der Präsentation") nicht als unwichtig betrachten würde.

Als Beispiele im Bereich des Hochschulberichtswesen würde ich folgende Artikel sehen: nennen in den konkrete Berichtsanforderungen dann auch mit bestimmten Funktionen in Excel umgesetzt werden konnten.

Nicht ganz ohne Grund hatte ich schon im Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" einige der im Berichtswesen genutzten Tools zusammen gestellt und denke, dass sich das Thema auch weiterhin noch entwickeln wird.

Viele Artikel hier im Blog entwickeln sich sicherlich durch konkrete Herausforderungen im beruflichen Alltag aber manche gehen auch einfach auf gute Beispiele oder auch konkrete Anfragen von Kolleginnen und Kollegen zurück. Der hier oftmals gelebte Austausch insbesondere in Hessen ist für mich immer noch etwas auf das ich ungern verzichten mag.

Dieses merke ich auch selbst bei der Ausarbeitung von Workshops und Schulungen wie unter "Auffrischungsworkshops SAP Query im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" beschrieben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 1. September 2018
12:12 Uhr

Excel Summen über gefilterte Werte oder die Formel Teilergebnis sowie Summe über ausgefilterte Werte einer Liste

Manchmal ist es in Excel tatsächlich eine Frage, einfach die passende Formel zu finden um mit dieser zu arbeiten. Während schon der Artikel "Excel rechnet mit Farben oder ZÄHLENWENN bzw. SUMMEWENN anhand der Hintergrundfarbe der Zelle dank ZELLE.ZUORDNEN ohne VBA" hier eine selten genutzte Formel für eine bestehende Anfrage genutzt hat hat doch zumindest der Artikel "Vorteil von Excel Formatvorlagen und Filter nach Farben oder Zellensymbolen aus bedingter Formatierung" die Möglichkeiten der Filterung von Daten ins Spiel gebracht und dabei auch die Frage aufgeworfen, wie denn nun mit gefilterten Daten umgegangen werden soll.

Sofern ich eine Tabelle "Als Tabelle formatiere" (siehe auch Artikel ""Als Tabelle formatieren" um eine dynamische Datenquelle für Pivot-Tabellen zu erhalten") liefert mir Excel automatisch eine Lösung in der Ergebniszeile.

Hier wird in der Ergebniszeile automatisch die Formel TEILERGEBNIS verwendet, ohne dass man sich hier auf Anhieb bewust ist, worum es sich dabei eigentlich handelt.

Es stehen in der Ergebniszeile einfach die Möglichkeiten zur Erstellung einer Summe zur Verfügung und ebendiese wird auch ausgewählt.

Ergebniszeile mit Teilergebnis

In der Zelle B6 wird hier direkt die Formel =TEILERGEBNIS(109;[Betrag Summe]) vorgeschlagen um eine Summe über die Spalte zu ziehen.
 

Summe und Summewenn bei Filterfunktionen

Eine der ersten Formeln in Excel (mal abgesehen vom direkten Rechnen mit den einzelnen Zellen wie =B2+B3+B4+B5) ist die Formel SUMME um eine Summe über einen Zellenbereich zu ziehen. Diese Formel hat jedoch einen gewissen Nachteil, da sie immer eine Summe über den Zellenbereich zieht unabhängig davon, ob nun alle Daten angezeigt werden oder nicht. Sofern ich in der Tabelle CAESAR filtere würde mir eine Formel SUMME(B2:B5) weiterhin als Ergebnis 40 liefern, während die Formel Teilergebnis dann tatsächlich nur Anton, Berta und Detlef mit jeweils 10 zu 30 addieren würde.

Auf der anderen Seite kann dieses auch direkt gewünscht sein, da wie in oberen Beispiel die als "Nicht bezahlt" markierten Personen auch weiterhin über die Summenformeln wie SUMMEWENN oder SUMME weiterhin berücksichtigt werden.

Mit gefilterten Werten ein "Teilergebnis" als Summe berechnen


Im Formeltext (sofern man nicht einfach die Auswahl wählt) ist die Formel wie folgt aufgebaut:

TEILERGEBNIS(   Funktion ; Bezug ; [Bezug])

Positiv fällt schon einmal auf, dass hier mehr als ein Bezug möglcih ist, so dass ich auch mehrere Zellenbereiche auswerten kann. Die Frage ist nun nur, was es mit der Funktion auf sich hat.

Hier ist dann tatsächlich die Formelhilfe von Excel notwendig, die leider nur über den Formelassistenten verlinkt ist.

Zusammengefasst gibt es insgesamt 11 Funktionen die anhand von Nummern direkt angesprochen werden. Dabei berücksichtigen die Funktionen 1 bis 11 auch ausgeblendete Werte (die man manuell ausblendet) und die Formel 101 bis 111 ignoriert ausgeblendete Werte. Ausgefilterte Werte ignorieren dafür beide Formelfunktionen.

In der "als Tabelle formatierten" Datentabelle kann in der Ergebniszeile die einzelnen Funktionen direkt ausgewählt werden, dabei werden tatsächlich die 101 bis 109 Funktionen vorgeschlagen, womit ausgblendete Werte auch für die Summe oder die gewählte Funktion ausgeblendet bleiben.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören 1,101 für den Mittelwert, 3,103 für Anzahl2 (nicht leere Zellen) oder auch 9,109 für die Summe.

Im Rahmen einer Excel-Schulung würde ich nicht auf die direkte Eingabe der Formel TEILERGEBNIS eingehen, da man sich tatsächlich die Funktion 101 oder 109 merken muss, aber sofern die Grundtabellen als Tabellen formatiert werden ist der Umgang damit gleich um ein vielfaches leichter
.

Summe über rausgefilterte Werte einer Liste

Tatsächlich lassen sich für eine bestimmte Fragestellung die Formeln SUMME und TEILERGEBNIS ebenfalls kombinieren.

Wenn eine Summe über ausgefilterte Werte erhoben werden sollen bietet sich eine Kombination der Formeln an.

Im Beispiel:

=SUMME(B2:B5) - TEILERGEBNIS(109;B2:B5)

Damit werden tatsächlich nur die ausgefilterten Werte summiert, da die Funktion SUMME weiterhin alle Werte umfasst und das TEILERGEBNIS nur die gefilterten Werte erfasst.

Fazit

Manchmal sind es tatsächlich einfache Formeln die den Alltag erleichtern aber bei der Summe an Funktionen und Formeln innerhalb von Excel sehr schnell untergehen können und die nicht so ohne weiteres besser wird dadurch, dass es mit neuen Office-Versionen auch immer neue Formeln und Funktionien gibt. Dieses ist auch einer der Gründe warum ich immer wieder gerne Blogartikel lese in denen auch Grundlagen näher vorgestellt werden.

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