Andreas Unkelbach
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Donnerstag, 31. Mai 2018
13:39 Uhr

CSV der VG Wort Zählmarken für den Bereich Texte im Internet (METIS) in Tabelle mit öffentlichen und privaten Identifikationscode der Zählmarken umwandeln

Mittlerweile sind hier im Blog etwa 606 Artikel veröffentlicht und einige davon nehmen auch an der Ausschüttung der VG Wort für Texte im Internet teil. Sobald wieder einmal 100 Artikel fertig sind darf ich mich erneut um das Anfordern von neuen Zählpixeln der VG Wort kümmern und suche meistens hierzu wieder eine Excel Arbeitsmappe die mir aus der CSV Datei eine Liste der Identifikationscode für die VG Wort Zählpixel erstellt. Damit ich es künftig mit der Suche leichter habe, mag ich an dieser Stelle kurz meinen Workflow dazu vorstellen.

Ausgangslage:Was hat es mit der VG Wort bzw. METIS auf sich?

Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) dürfte für die meisten durch die sogenannte Kopiererabgabe bekannt sein. Diese Einnahmen werden an Autoren und andere Urheber verteilt. Seit 2007 werden auch Onlinetexte durch die VG-Wort-Abteilung Meldesystem für Texte auf Internetseiten (METIS) vergütet. Dabei bekommen Texte auf Internetseiten ab einer bestimmten Länge und Zugriffszahl aus Deutschland Tantiemen je Artikel ausgezahlt (in der Regel trifft dieses auf Artikel mit 1.800 Zeichen und mindestens 1.500 Aufrufe im Jahr zu. Sehr hilfreich bei der Zählung von Zeichen in Blogartikeln ist das Angebot von www.zeichenzähler.de wo per Formular ein Text nach Zeichen, Wörter, ohne Leerzeichen und Absätze gezählt werden kann.

Zum Hintergrund der VG Wort Vergütung bei Blogartikeln verweise ich auf "Autorenvergütung für Bücher oder auch Onlineartikel".

Dazu werden sogenannte Zählpixel im Artikel eingebunden. Die einzelnen Texte müssen ferner kostenlos und frei verfügbar, also ohne Passwortschutz, im Netz lesbar sein. Damit ist dieses natürlich absolut passend für Blogartikel. Da bei ausreichenden Zugriffszahlen (per eingebundene Zählpixel gemessen) die Texte nur einmal an die VG Wort gemeldet werden müssen ist dieses auch kaum ein Aufwand und ich muss Anfang des Jahres lediglich die Texte nachmelden die entsprechende Zugriffszahlen hatten und noch nicht gemeldet waren.

Jedoch müssen beim Erfassen eines Artikels, mit entsprechender Länge, diese Zählpixel eingebunden werden um an der Zählung teilzunehmen. Diese können im T.O.M. (Texte online melden) der VG Wort heruntergeladen werden. 

VG Wort Zählpixel als CSV

Beim Herunterladen der VG Wort Zählpixel (zu finden unter tom.vgwort.de unter
  • METIS (reguläre Ausschüttung)
  • Zälmarkenbestellung
oder aber direkt über die URL
  • https://tom.vgwort.de/portal/metis/secure/editOrderPersonalizedPixel

können nach Bestätigung der benötigten Anzahl der Zählmarken diese entweder direkt von der Seite, als PDF oder auch als CSV Datei heruntergeladen werden.

Mit Excel erhalten Sie hier eine Auflistung der Zählmarken als CSV Datei, wie auch im Dokument Projekthandbuch auf https://tom.vgwort.de/Documents/pdfs/dokumentation/metis/DOC_Urhebermeldung.pdf näher erläutert wird.

Dabei sind als Beispiele die Zählmarken sowohl als Zählmarke für HTML Texte als auch für Zählmarke für Dokumente (erlaubte Formate: PDF, ePub) angegeben.

In der folgenden Abbildung sind hier in der Spalte B die Zählmarken für HTML Texte zu sehen:

VG Wort Marken HTML Text Spalte B

Aus nachvollziehbaren Gründen habe ich den entsprechenden öffentlichen Zählpixel markiert bzw. anonymisiert habe.

In der Spalte C wiederum sind die Zählmarke für Dokumente (erlaubte Formate: PDF, ePub) sowie der Private Identifikationscode zu sehen.

VG Wort Dokumente wie PDF und ePub Spalte C

Hierbei ist der Öffentlicher Identifikationscode hinter den gelben Balken und hinter den roten Balken der private Identifikationscode zu finden.

Anhand des HTML Code ist schon zu sehen, dass hier die Einbindung des Zählpixel über den HTML Code

<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/ÖFFENTLICHER-IDCODE" width="1" height="1" alt=""> als 1x1 Zählpixel erfolgt.

Dieses ist schon problematisch, wenn hier eine Seite über SSL Verschlüsselung aufgerufen wird, da hier das VG Wort Zählpixel über eine andere Domain und per https eingebunden werden muss.

Auf dieses Thema bin ich im Abschnitt "Einbindung VG Wort Zählmarken einer SSL verschlüsselten Webseite (https)" im Artikel "Webhosterwechsel und Umstellung von http:// auf https:// (SSL Verschlüsselung) und VG Wort Zählmarken" eingegangen.

Dankenswerterweise unterstützt mein Blogsystem am Ende eines Artikels im Editor auch gleichzeitig die Angabe ds VG-Wort Zählpixel und bindet dieses direkt über https ein, so dass ich später bei der Meldung nur noch aus einer Exceltabelle den privaten Identifikationscode heraussuchen muss und bei der Meldung meinen Blogartikel entsprechend kopieren kann.


Nachdem ich nun also weitere Zählmarken bestellt habe möchte ich diese gerne in einer Tabellenform haben, die folgende Spalten beinhaltet:
  • Privater Identifikationscode
  • Öffentlicher Identifikationscode
Dabei hilft mir seit Jahren eine einfache Exceltabelle in der ich die CSV Datei hineinlade und als Tabellenblatt VGWORT_ZÄHLMARKEN kopiere. Danach speichere ich diese als XLS Datei und wende folgende Schritte an.

Zwischenblatt Zählmarken
Hier ändere ich die VG Wort Zählmarken so ab, dass ich direkt nur die relevanten Zeilen der CSV Datei angezeigt bekomme. Bezug ist das Tabellenblatt VGWORT_Zählmarken und ich wende folgende Formeln an:
 
Auswertung VG Wort Marken
Spaltenüberschrift Formel
Zählmarke =WENN(VGWORT_Zaehlmarken!A7<>"";VGWORT_Zaehlmarken!A7;"")
Privat =WENN(A3<>"";VGWORT_Zaehlmarken!C8;"")
Öffentlich =WENN(A3<>"";VGWORT_Zaehlmarken!C7;"")

Dieses lasse ich von der Zeile 3 bis Zeile 300 Automatisch ausfüllen, so dass die 3 Zeilen je Zählmarke im Ergebnis auf eine Zeile zusammengefasst sind (siehe Schritt 1 in folgender Abbildung) und filtere dieses später nach Nicht-Leere Zeilen (siehe Schritt 2 in folgender Abbildung).

VG Wort Marken filtern

Im Ergebnis habe ich nun als nur noch Zeile 3, 6 , ... usw. mit den Privaten Identifikationscode als auch den HTML Code für die Einbindung eines Dokumentes als PDF oder ePub (als URL).

Dieses kopiere ich in ein neues Blatt und ersetze den HTML Code durch Suchen und Ersetzen (STRG + H) nach den nicht relevanten Teilen des Textes.

Somit wird die URL gelöscht (siehe Abbildung):

Suche Ersetze URL

aber auch der Teil nach der Zählmarke wird entfernt

VG Wort URL_DES_DOKUMENTS

Damit sind die bestellten Zählmarken für den Bereich Texte im Internet / METIS der VG Wort direkt aufgeteilt nach Privater und Öffentlicher Identifikationscode.

Persönlich ergänze ich mir diese Liste noch nach Einbauunghsdatum (sehr hilfreich ist hier die Taste STRG + . welche das aktuelle Datum in Excel einfügt) sowie die Artikel-ID bzw. die URL zum gemeldeten Blogartikel.

Da ich mir nach 100 Artikeln, die den Kriterien der VG Wort entsprechen, immer wieder die entsprechende Vorlage heraussuchen muss ist es vielleicht hilfreich hier ebenfalls einmal die Formeln festzuhalten.

Mit ein wenig Aufwand ist dann das spätere Verwalten der Zählpixel gar nicht weiter schwer :-) Nebenbei ist das Thema VG Wort Zählmarken, wie schon im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)" beschrieben ebenfalls einer der Punkte zu denen weitere Informationen in der Datenschutzerklärung zu finden ist, aber das ist wieder ein anderes Thema :-)

Fazit

Sicherlich gibt es für andere Blogsysteme oder gar für das ein oder andere CMS auch eine Pluginlösung die automatisch die CSV einliest, Artikeln die entsprechenden Identifikationscode zuweist und auch einen internen Zähler bzgl. der Zeichen je Artikel integriert hat, aber gerade hier bin ich sehr dankbar, dass die Eigenentwicklung dieser Seite diese Punkte nicht umgesetzt hat sondern tatsächlich Inhalt und weniger die Zielzahl im Vordergrund steht. Die Freiheit ohne Redaktionsplan und zu Themen die mich gerade selbst beschäftigen oder die mir aus anderen Gründen wichtig sind schreiben zu können ist einer der Vorzüge dieser Bloggerei vor Ort. :-)

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Sonntag, 27. Mai 2018
15:03 Uhr

SAP BC: Transaport von eCATT Objekten wie Testskript, Testdaten, Testkonfiguration und Systemdatencontainer beim Umzug eines SAP ERP System

Durch ein größeres Projekt beschäftige ich mich derzeit einmal wieder ausführlicher mit Migrationstools in SAP Systemen. Dabei haben wir bisher neben der Legacy System Migration Workbench (LSMW) auch das erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) über die Transaktion SECATT verwendet.

Dieses Tool bietet die Möglichkeit in mehreren Schritten Transaktionen aufzuzeichnen und diese über eine Variante als Textdatei ins SAP System einzuspielen. Dabei wird eine Aufzeichnung als Testskript angelegt, die Terstdaten als Parameter zu den einzelnen Feldern zugeordnet und über eine Testkonfiguration diese Daten dann entweder lokal oder über einen Systemdatencontainer auf ein Ziel-SAP System abgespielt.

Exkurs Elemente SECATT:

  • Unter TESTSKRIPT wird die eigentliche Aufzeichnung ihres Testfalls angelegt. Das Testskript weist dabei auf, welche Daten Sie später im System anlegen oder ändern wollen.
  • Unter TESTDATEN  wird eine Datei erzeugt, die sie später als Grundlage für ihren Upload verwenden können.
  • Unter TESTKONFIGURATION werden dann Testskript und Testdaten zusammengeführt und der eigentliche Test ausgeführt
  • Der SYSTEMDATENCONTAINER ermöglicht es, dass der eCATT auch auf anderen Systemen die entsprechend verbunden sind, ausgeführt werden kann.

Gerade letzterer Punkt (Systemdatencontainer) ist oftmals ein Grund solche eCATT auf einen Entwicklungssystem zu entwickeln und diese dann im Test/Qualitätssicherung oder später auch Produktivsystem abzuspielen.

Transport von eCATT Objekten in andere Systeme

Durch Veränderungen am Entwicklungssystem stellt sich nun die Frage, wie aus einen bisherigen System die Testfälle transportiert werden können, damit diese auch weiterhin genutzt werden können.

Hier besteht in der Transaktion SECATT über das Menü
  • ECATT Objekt
  • Weitere Funktionen
entweder die Testobjekte herunterzuladen (jeweils für Testkonfiguration, Testskript, Testdaten und ggf. Systemdaten) einzeln und diese später an gleicher Stelle in einen anderen System über Hochladen wieder einzuspielen oder alternativ einen Transportauftrag für diese Objekte zu schreiben.

Das Herunterladen und Hochladen erfolgt über eine XML Datei, so dass hier tatsächlich schnell SECATT auf ein anderes System übertragen werden können.
 

Massenpflege von Stammdaten und Datenmigration

Gerade bei der Massenpflege von Stammdaten sind sowohl LSMW als auch eCATT sehr hilfreich auch wenn das Einarbeiten in beide Tools etwas Zeit beansprucht.

LSMW - Dokumentation

Dank FICO-Forum.de gibt es eine schöne Dokumentation der LSMW in Form eines Videos unter "LSMW: Kostenstellenstammsätze auf Basis von Excel anlegen". Ebenso ist aber auch das Buch "SAP Legacy System Migration Workbench (LSMW)" * von Antje Kunz

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Sofern nur einzelne Stammdaten geändert werden sollen gibt es auch Möglichkeiten der Massenänderung von Stammdaten durch den Punkt innerhalb der SAP Modul - Komponenten (wie zum Beispiel in der Kostenstellenrechnung die Transaktion KS12N oder für Profit-Center die Transaktion KE55). Dahinter stecken jedoch auch nur eine Parametertransaktion (siehe "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion") in der direkt das Objekt BUS0012 bzw. BUS0015  an eine Transaktion MASS übergeben wird. Entsprechend universeller im Einsatz ist hier die Transaktion MASS die auf thinkdoforward im Artikel "SAP MASS – so einfach könntest du das Projekt retten." vorgestellt wird.

Das Thema CATT oder eCATT war für mich damals mit die erste praktische Erfahrung der Massenpflege im SAP System (im Rahmen eines berufspraktischen Semester). Die Aufzeichnungen des Berichtes und die entsprechenden Dokumentationen sind noch immer vorhanden und ich hoffe, dass in absehbare Zeit auch das Thema Dokumentation und Beschreibung eines solchen Migrationstool hier ebenfalls in schriftlicher Form zu finden ist.

Soweit ich das sehe ist das letzte Mal das Thema beim Artikel "Einbuchung statischer Kennzahlen per CATT / Deaktivieren Excelintegration" aktuell gewesen, so dass ich hier bei Gelegenheit sicher noch aktuellere Artikel schreiben werde.

Nun ist ein kurzes Handbuch zur Nutzung von eCATT und LSMW im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" nachgeholt worden.

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Sonntag, 20. Mai 2018
12:37 Uhr

Spuk in Excel erst Geistermappen und nun Geisterfelder in Pivot-Tabellen loswerden

Während der Erstellung eines Finanzberichtes über eine Pivot-Tabelle zu den einzelnen Berichten kam auch ein altbekanntes Problem wieder auf, auf dass ich gleich noch einmal eingehen mag.

Zum Hintergrund der Finanzbericht beruht im wesentlichen auf die Auswertungen und Probleme die ich auch schon in folgenden Artikeln beschrieben habe:

Exkurs: Welche Daten wurden als Grundlage zusammen gestellt?
Auswertungen in Excel: Auswertungen in SAP:


Datenzeile gelöscht in Grundtabelle mit Grunddaten für Pivotauswertung

Im Ergebnis erhalte ich eine Grundtabelle, die ich auch als T_Grunddaten benannt habe und zu der ich eine Pivot-Tabelle angelegt habe. Wie in der folgenden Abbildung zu sehen sind hier für die Kostenstellen A bis Kostenstelle E diverse Werte vorhanden.

Grunddaten Kostenstelle, Budget, Einnahmen, Aufwand, Saldo

Allerdings gehört die Kostenstelle D einen anderen Fachbereich an, so dass in der Pivot-Tabelle hier später nur Kostenstellen A bis C ausgewiesen werden sollen. Wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist hier aber auch die Kostenstelle D vorhanden.

Pivottabelle mit Kostenstelle D

Für die einzelnen Fachbereiche lösche ich nun in der Grundtabelle die nicht relevanten Datenzeilen (hier Kostenstelle D) und aktualisiere die Pivottabelle.

Geisterfelder in Filterauswahl

Wenn ich aber über die Zeilenbeschriftung (Kostenstelle) einen Filter setze erscheint hier immer noch die Kostenstelle D obgleich ich den Eintrag in den Grunddaten gelöscht habe, zur Verdeutlichung ist hier in den Grunddaten eine leere Zeile.

Welche in folgender Abbildung als (1) sowohl in den Grunddaten als auch in der Pivot-Tabelle zu sehen ist. Dennoch ist die Kostenstelle D weiterhin als (2) im Wertfilter vorhanden.

Geisterfelder

Martin Weiß (tabellenexperte.de) hat diese Felder treffenderweise im Buch "Excel Pivot-Tabellen für dummies" * als "Geisterfelder" bezeichnet.

Gerade im Controlling sind Pivottabellen weiterhin sehr hilfreich und  weitere Informationen zum Buch sind sowohl in den Buchempfehlungen "Excel Pivot-Tabellen (Excel, Pivot-Tabellen/Charts, Datenmodelle, Dashboard)"  als auch im Artikel "Buchempfehlung »Excel Pivot-Tabellen für dummies« von Martin Weiß ( tabellenexperte.de )" zu finden.

Da ich an der Arbeit selbst immer wieder nach der Ursache für diese Geisterfelder im Buch blättere mag ich die Lösung hier ebenfalls kurz vorstellen, obgleich diese auch schon Lukas Rohr (excelnova.org) im Artikel "Alte Elemente in Pivot Tabelle löschen" erläutert hat.

Über die Eigenschaften der Pivot-Tabelle ist im Register Daten der relevante Punkt zu finden:

Keine Geister in Pivottabelle
Unter den Punkt Elemente behalten, die aus der Datenquelle gelöscht wurden ist die Option "Anzahl der pro Feld beizubehaltenden Elemente" auf KEINE zu setzen und alle Geisterfelder sind verschwunden.

Fazit: es spukt in Excel

Offensichtlich scheinen derzeit wirklich viele Geister in Excel zu stecken, denn neben Geisterfelder haben auch schon Geistermappen ihr Unwesen in meiner Tabellenkalkulation getrieben, wie auch im Artikel "Geistermappen in Excel durch alte Version der persönlichen Markroarbeitsmappe PERSONAL.XLSB und Frohe Ostern" zu sehen war.

Man könnte also tatsächlich sagen "In Excel sind die Geister los" und verwirren mich im Controlling und Berichtswesen.

Hier bin ich sehr dankbar, dass mir manch andere bei der Geisterjagd helfen.

Allerdings bin ich an der Arbeit auch noch auf ein anderes Problem aufmerksam gemacht worden und vielleicht hat hier ja jemand eine Idee:

Knobelaufgabe für Excelanwendende

In einer Grundtabelle für eine Pivottabelle wurden folgende Zeilen als Datenherkunft definiert:

Datengrundlage

Diese Pivottable bezieht sich auf eine Grundtabelle (Zelle A2 bis CG99643). Da dieses doch sehr viele Datensätze sind möchte ich am Anfang einige Zeilen löschen.

Also markiere ich diese Zellen Bspw. Zeile 3 - 180 und möchte diese per "Zeile löschen" entfernen.

Hier erhalte ich dann aber die Fehlermeldung:
Fehlermeldung


"Wir können diese Änderung an den ausgewählten Zellen nicht vornehmen, da sie sich auf eine PivotTabelle auswirken. Wenn Sie Zellen einfügen oder löschen mögen, verschieben Sie die PivotTable, und versuchen Sie es dann erneut."

Vielleicht hat ja jemand hier eine Idee über einen Kommentar oder Mail würde ich mich sehr freuen.

Über eine Rückmeldung als Kommentar oder per Mail (gerne auch per Facebook, Twitter oder Google) freue ich mich.


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Samstag, 19. Mai 2018
13:36 Uhr

Report Painter Bericht für Obligo auf CO-Objekten mit interaktive Stammdatengruppen

Ausgangslage:
Im Rahmen einer Vereinfachung des Berichtswesen unterscheiden wir zwischen CO Objekten die nur budgetrelevante Kosten und solche die alle Kosten auswerten. Hierzu wurden einige Set Variablen für die Auswertung der budgetrelevnaten und nicht alle Objekte über eigene Gruppen zu Profit-Centern angelegt.

Die Vorgehensweise ist dabei im Artikel "Grundlagen: Set-Variablen im Report Painter / Report Writer am Beispiel Kostenstellengruppe und Innenauftragsgruppe" beschrieben. Jedoch wurden hier statt Kostenstellen- oder Innenauftragsgruppen Setvariablen für Profit-Center angelegt. Als Vorlage ist hier die SetVariable 8A-PCGR verwendet worden (Tabelle GLPCOP, Feldname PRCTR)  wobei hier sowohl als Setvariable ZPCB "Budgetr-Konten L-Profit-Center" als auch ZPCA "Allle Konten L-Profit-Center" angelegt worden sind.

Fehlendes Obligo beim Bericht über Profit-Center (Ausgabe nach CO Objekt Kostenstelle / Innenauftrag

Bei beiden wurden als Eingabefelder auf Selektionsbild sowohl Set- und Werteingabe zugelassen. Im Ergebnis können im Reprort Painter Bericht dann aus der Profit-Center-Rechnung zu diesen Profit-Centern die zugeordneten CO-Objekte wie Kostenstelle und Innenauftrag ausgewertet werden. Der entsprechende Bericht ist im Artikel "Erweiterung Bibliothek 8A2 Ausweis Kostenstelle und Innenauftrag bei Selektion Profit-Center in ReportWriter" vorgestellt worden und um die Auswertung von Investitionen sowie Wertpapiere wie im Artikel "Auswertung Anlagenzugänge als Investitionen im Report Painter mit Ausweis CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" beschrieben umgesetzt.

Problematisch ist nun aber, dass in der Auswertung von Profit-Center-Belegen keine Obligos ausgewiesen sind. Hier muss die Auswertung dann tatsächlich im CO-OM (Gemeinkostencontrolling) auf Ebene der Kostenstellen und Innenaufträge erfolgen.

Der Artikel "Obligo Verwaltung im SAP Modul CO - Customizing, Standardberichtswesen, Report Writer/Painter und SAP Query" stellt dabei die Behandlung von Obligo im Modul CO ausführlich dar.

Für eine Auswertung der Obligos habe ich in der Biblitothek 6o1 "Innenaufträge" folgenden Bericht angelegt.

Report Painter Bericht ZOBLIGO zur Auswertung von Obligo-Belegen auf CO Objekten

Die einzelnen Elemente haben dabei folgende Eigenschaften:

Allgemeine Selektionskriterien:
Merkmal KostRechKreis (Variable) 6-KOKRS
Merkmal Version 0

Schlüsselspalte
Basiskennzahl Kosten

Kostenart (Gruppe, Set) 1KSTAR
(Alternativ kann auch eine Gruppe der relevanten Kostenarten fix vergeben werden)
Periode 1 bis Variable 1PERIB
Geschäftsjahr (Variable) 1GJAHLH (laufendes Geschäftsjahr)
Werttyp
1 bis 24
2A
2B

1. Zeile Kostenstelle
Merkmal Kostenstelle (Gruppe) BUCH
Dieses ist die oberste Hierarchie der Kostenstellenstandardhierarchie damit alle Kostenstellen ausgewertet werden.

2. Zeile Innenauftrag
Merkmal Auftrag (Set, Variable) 6-AUFGR

Beide Zeilen erhalten über die Schaltfläche Expandieren (UMSCH+F9) die Option EINZELWERT, so dass am Ende nur die Nummer des CO Objekt ausgegeben wird.

Dazu wurde im Berichtslayout FORMATIERUNG->BERICHTSLAYOUT in Register Schlüsselspalte als Inhalt SCHLÜSSEL gewählt.

Beim Aufruf des Berichtes können nun Kostenrechnungskreis, Geschäftsjahr und Bis Periode sowie die Auftragsgruppe angegeben werden.

Interaktive Stammdatengruppe durch Selektionsvariante

Für unseren Finanzbericht sollen die Landesmittel ausgewertet werden. Diese werden über alle Kostenstellen, sowie alle Innenaufträge mit L-Profit-Center abgebildet. Hier könnte nun natürlich immer eine Auftragsgruppe gepflegt werden, aber dieses ist recht aufwändig, so dass hier eine schönere Variante in SAP vorhanden ist.

Beim Feld Auftragsgruppe kann über die Wertauswahlhilfe (F4 Taste) durch Markierung von "Mit Selektionsvarianten" auf angelegte Selektionsvarianten zugegriffen werden. Unter anderen haben wir hier eine Selektionsvariante .Z_FINB-LPCTR angelegt in der alle Innenaufträge mit zugeordneten L-Profit-Center zur Laufzeit als Selektion ausgewählt werden.

Diese Vorgehensweise habe ich im Artikel "Selektionsvariante KOK5 und Statusselektionsschemata zur Auswertung gesperrter Innenaufträge" für gesperrte Innenaufträge beschrieben, was eine Anforderung eines Kollegen einmal war. Dieses funktioniert natürlich auch mit einfacheren Abfragen.

Die Selektionsvarianten können über KS13 für Kostenstellen und KOK5 für Innenaufträge angelegt werden.

Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ausführlich auf das Thema Varianten von Berichten zur Vorbelegung von Selektionsfeldern sowie auf die Selektionsvarianten (zum Beispiel über Kostenstellen mit der Transaktion KS13 oder über Innenaufträge in der Transaktion KOK5) eingegangen durch die über vordefinierte Merkmale Stammdaten wie Kostenstellen oder Innenaufträge in Berichte selektiert werden können.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

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Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch. Manchmal können solche Anforderungen ja auch außerhalb des Hochschulberichtswesen und Hochschulcontrolling aktuell sein.

Manchmal können solche "kleinen" Kniffe dann tatsächlich das Berichtswesen oder Controlling, nicht nur an Hochschulen, erweitern.



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Mittwoch, 9. Mai 2018
17:44 Uhr

SUMMEWENN über mehrere Spalten in Excel oder Personalkostenhochrechnung auf Innenauftrag zusammenfassen

Wie schon am Ende im Artikel "Index und Vergleich statt SVERWEIS endlich verstanden und Suche über Verweis nur, wenn es auch etwas zu finden gibt" angekündigt sind die Verweisfunktionen (SVERWEIS oder auch INDEX,VERGLEICH) eingeschränkt wenn mehr als eine Übereinstimmung übernommen werden soll.

Hier bietet sich dann tatsächlich die Formel SUMMEWENN an.

Anhand des Syntax

=summewenn(BEREICH;SUCHKRITERIEN;SUMMEBEREICH)

hatte ich die Hoffnung, dass als Summenbereich tatsächlich mehr als eine Spalte genommen werden kann und so habe ich meine Hochrechnung als Tabelle formatiert und als Hochrecnung benannt.

Um ein einfaches Beispiel zu haben sieht diese Tabelle wie folgt aus:

Tabelle T_Hochrecnung

Hier sind für einzelne Innenaufträge mehrere Hochrechnungen erfasst. Da es sich dabei aber um eine Hochrechnung von Personalkosten handelt kann ein Innenauftrag auch mehrfach vorkommen. Im Beispiel bekommt hier Andreas sowohl in Zeile 3 als auch Zeile 8 entsprechende Zahlungen. Ziel der Auswertung ist nun die zu erwarteten Kosten für Mai bis Dezember für den Innenauftrag Andreas zu erhalten.

Mein erster Versuch war hier tatsächlich statt SVERWEIS oder INDEX die Formel SUMMEWENN.

=SUMMEWENN(T_Hochrechnung[Innenauftrag];D3;T_Hochrechnung[[Mai]:[Dezember]])

Hier sollte eine Summe über die Spalten Mai bis Dezember für den Eintrag Andreas  beziehungsweise das Suchkriterium in der Zelle D3 erstellt werden.

Das Ergebnis von 10, wie in folgender Abbildung zu sehen war dann aber enttäuschend.

SUMMEWENN Fehler

Offensichtlich kann der Summenbereich nur eine Spalte umfassen.

Zum Glück gibt es aber die Seite excelformeln.de auf der dann eine Lösung für mein Problem zu finden war.

Mal wieder eine Matrixfunktion, die im Beitrag "Nach Suchkriterium suchen und mehrere Spalten summieren (193)" erklärt wird.

In folgender Abbildung ist dann auch tatsächlich der zutreffende Wert von 80 berechnet worden.

Summe als Matrixformel

Wichtig ist dabei, dass die Formel

=SUMME((T_Hochrechnung[Innenauftrag]=D3)*T_Hochrechnung[[Mai]:[Dezember]])

durch die Tastenkombination STRG + SHIFT und ENTER

als Matrixformel gespeichert wird.

Der Trick funktioniert dabei wie folgt:
Im ersten Teil der Summenfunktion wird geprüft ob die Spalte Innenauftrag mit der Zelle D3 übereinstimmt. Ist dieses der Fall ist das Ergebnis 1 (WAHR) sonst 0 (Falsch) dieses wird dann mit den Werten der Spalte Mai bis Dezember multipliziert, so dass hierdurch ein Ergebnis erzielt wird.

Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist jedoch, dass man bei Änderung des Berichtszeitraum hier ebenfalls daran denken muss, dass es sich um eine Matrixformel handelt und diese mit der Tastenkombination angepasst werden muss, so dass aus Versehen diese, sofern nicht als Matrixformel abgeschlossen, einen Fehler hervorruft.

Wenn die Formel nicht als Matrixformel abgeschlossen wird ist das Ergebnis #WERT! (Fehler in Wert) und das mag auch niemand.

Fehler in Wert

Nur als Matrixformel erscheint die {} im Formelfeld (ein manuelles Eingeben dieser Klammer hilft leider auch nichts).

Um etwaige Fehler zu vermeiden habe ich mich dazu entschlossen die Tabelle Hochrechnung um eine weitere Spalte zu erweitern:

Berichtszeitraum

Das schöne an "Als Tabelle formatierte" Tabellen ist ja, dass solche Formeln auch automatisch für jede Zeile mit ausgefüllt werden.

Damit habe ich also für jeden Innenauftrag die Formel
=SUMME(T_Hochrechnung[@[Mai]:[Dezember]])

und kann nun mit Summewenn wieder arbeiten, da ich hier ja nur nach einer Spalte suchen muss.

Summewenn mit Bereichsauswahl

Durch die Unterstützung von Excel kann ich sogar direkt die Spalte Berichtszeitraum auswählen und erhalte so die Formel:

=SUMMEWENN(T_Hochrechnung[Innenauftrag];D3;T_Hochrechnung[Berichtszeitraum])

Summewenn mit mehrere Spalten als Ergebnis

Diese Variante ist dann tatsächlich noch etwas einfacher als eine Matrixformel, auch wenn eine solche natürlich etwas cleverer ist.

Insgesamt erleichtert der Umgang mit der Funktion "Als Tabelle formatieren", wie im Artikel ""Als Tabelle formatieren" um eine dynamische Datenquelle für Pivot-Tabellen zu erhalten", an vielen Stellen der Zugang auch zu komplexeren Formeln und Funktionen :-)

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