Andreas Unkelbach
Logo Andreas Unkelbach Blog

Andreas Unkelbach Blog

ISSN 2701-6242

Artikel über Controlling und Berichtswesen mit SAP, insbesondere im Bereich des Hochschulcontrolling, aber auch zu anderen oft it-nahen Themen.


Werbung
Handgebundene Tagebücher und Notizhefte by Unkelbach Art
Heute möchte ich einmal nicht auf ein Problem mit Excel oder SAP hinweisen sondern Werbung für die Seite meiner Frau https://www.unkelbach.art/ machen.

Gerade an ihren Notizheften gefallen mir die persönliche Note und die Inspiration die sie bieten können. Ich glaube hier teilen wir uns tatsächlich die Liebe zum Detail und die Begeistertung dafür, was wir machen.



Mittwoch, 31. März 2021
11:37 Uhr

Auswertung statistischer Buchungen auf Kostenstellen Hintergrund Finanzbuchhaltung erfasst Kreditorenrechnung sowohl auf Kostenstelle und Innenauftrag

In einer Kreditorenrechnung wurden sowohl Kostenstelle als auch Innenauftrag bei der Buchung des elektronischen Rechnungseingang gebucht worden. Dadurch ist diese Buchung im Controlling im Ist auf den Innenauftrag und statistisch auf die Kostenstelle gebucht worden. Statistische Buchungen werden in den Kostenstellenberichten separat ausgewiesen.

Die Auswertung von statistischer Buchungen ist auch im Artikel "Investitionen in ReportWriter (statistische Buchungen)" beschrieben sowie für den umgekehrten Fall (Innenauftrag statistisch) im Artikel "Statistischer Innenauftrag in SAP und verschiedene Anwendungen u.a. Verfügbarkeitskontrolle zum Budget im CO auf Kostenstelleneben".

Für eine Auswertung im Report Painter kann im CO-OM (zum Beispiel die Bibliothek 1VK "Kostenstellen - Vollkostenrechnung" oder 6o1 "Innenaufträge", beide basierend auf die Tabelle CCSS "Berichtstabelle: Gemeinkostencontrolling")  der Werttyp 11 Statistisches Ist verwendet werden.

Jedoch werte ich mittlerweile die CO-Objekte über die klassische Profitcenter-Rechnung aus. Durch die "Erweiterung Bibliothek 8A2 Ausweis Kostenstelle und Innenauftrag bei Selektion Profit-Center in ReportWriter" kann ich zu den selektierten Profitcentern entsprechende CO Objekte ausgeben lassen und damit wie im Artikel "Auswertung Anlagenzugänge als Investitionen im Report Painter mit Ausweis CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" auch Investitionen auswerten.

Innerhalb meines Berichtes werden die statistischen Buchungen ohne Werttyp in die Profitcenterrechnung fortgeschrieben, so dass zum Profitcenter sowohl die Kostenstelle als auch der Innenauftrag als Feld gefüllt sind.

Zwar ist der Beleg nur einmal auf das Profitcenter des Innenauftrages ausgewiesen, aber da ich die Belege einzeln auswerte erhalte ich nun den Buchungsbetrag sowohl auf den Innenauftrag als auch den statistischen Wert auf der Kostenstelle.

Um dieses zu korrigieren benötige ich daher einen weiteren Report Painter Bericht der mir die statistishcen Buchungen auf den Kostenstellen auswertet um dieses als Korrekturvorlage zu verwenden. Da wir keine statistischen Innenaufträge nutzen sollten statistische Buchungen nur bei der Kombination von Innenauftrag und zusätzlich Kostenstelle vorhanden sein.

Die statsitstischen Buchungen sind dann auch nur auf der Kostenstelle.

Report Painter Bericht - statistische Buchungen auf Kostenstelle
Der Bericht in der Bibliothek 1VK "Kostenstellen - Vollkostenrechnung" ist dabei wie folgt gestaltet.

Allgemeine Kriterien (diese gelten für alle Abschnitte)
Ausgewählte Merkmale:
  • KostRechKreis (Varibale) 1KOKRE
  • Geschäftsjahr (Variable) 1CGJAHE
  • Periode (Variable) von 1PERIV bis 1PERIB
  • Werttyp 11 (Statistisches Ist)
  • Version 0
Zeilen:
Ausgewählte Merkmale
  • Kostenstelle (Gruppe) oberster Knoten Standardhierarchie der Kostenstellen
Spalten;
Ausgewählte Merkmale
  • Kostenart (Gruppe) für Kosten und Erlöse
Formel:
Hier habe ich dann entsprechende Korrekturspalten in dem ich die Kosten und Erlöse jeweils mit * -1 umkehre und so eine Korrektur für meinen Berihct habe.

Damit kann ich zum oberen Bericht die statistischen Buchungen in Excel per Pivot Tabelle je CO Objekt wieder bereinigen :-).

An dieser Stelle möchte ich für das Berichtswesen auch noch einmal auf meinen Artikel "Grundlagen: Set-Variablen im Report Painter / Report Writer am Beispiel Kostenstellengruppe und Innenauftragsgruppe" hinweisen. Ebenso wie für Kostenstellen und Innenaufträge sind solche Gruppierungen natürlich auch für Profitcenter möglich.

Da ich die Auswertung anhand von Profitcentern ausführe kann ich im Bericht über die Bibliothek 8A2 "EC-PCA: Standardberichte" direkt über das Profitcenter die CO-Objekte selektieren. Jedoch habe ich in der Profitcenterrechnung auch keine Obligo ausgewiesen. Daher nutze ich einen weiteren Bericht zur Anreicherung der Profitcenter-Auswertung wie im Artikel "Report Painter Bericht für Obligo auf CO-Objekten mit interaktive Stammdatengruppen" beschrieben.

Gerade die Behandlung von Obligos, als künftige Verpflichtungen der Kostenverantwortliche, ist auch ein Thema, dass besonders im Berichtswesen behandelt werden sollte.  Unter "Obligo Verwaltung im SAP Modul CO - Customizing, Standardberichtswesen, Report Writer/Painter und SAP Query" können die erforderlichen Einstellungen betrachtet werden, aber  gerade im Hochschulumfeld (der auch generell der öffentlichen Verwaltung) ist dieses auch in Hinblick auf das Public Sector Management / Haushaltsmanagement ein Thema.

Exkurs: Obligo in PSM-FM
Hier möchte ich, da immer einmal wieder die Frage aufkommt auf "Analyse und Abgleich Einzelposten und Summensätze im Haushaltsmanagement PSM-FM am Beispiel Abweichung Reisekostenobligo" sowie "Löschen von fehlerhaften (Obligo)-Belegen im Modul PSM-FM (Haushaltsmanagement)" hinweisen.




An dieser Stelle freue ich mich übrigens schon auf einen Wechsel in Richtung S/4HANA in der Hoffnung, dass hier dank Universal Journal auch einige andere derzeit bei uns im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen vorhandene Anforderungen erheblich vereinfacht werden.


Zukunft des Berichtswesen unter S/4HANA
Gerade für Kolleg:innen kann ich in diesen Zusammenhang auch folgende Onlinekurse empfehlen.

Grundlagen SAP Berechtigungen inklusive Fiori - Online Training
Grundlagen SAP Berechtigungen inklusive FIORI - Online Training

SAP S/4HANA Finance & Controlling - Online Training
SAP S/4HANA Finance & Controlling  - Online Training

Sofern (sowohl unter ERP als auch S/4) das Thema Report Painter / Report Writer weiterhin interessant ist, mag ich auch noch auf eine "Neuerscheiung" eines Buches zum Thema Report Painter und Report Writer hinweisen.

Derzeit arbeite ich ein wenig meine Internetseiten rund um Buchempfehlung und SAP Know How um. Erfreulicherweise kann ich hier auch ein Buch zum Thema Report Painter empfehlen.

 
Praxishandbuch Report Painter/ Report Writer
Verlag: Espresso Tutorials
1. Auflage
(07. Juni 2019)
ISBN: 9783960128434

Für 29,95 € bestellen


Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *





Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ebenfalls auf die angesprochenen  Themen rund um den Aufbau eines Berichtswesen unter SAP  eingegangen.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon *
 
Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch.
 
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema Report Painter und Report Writer habe ich im Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Werbung

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Mittwoch, 24. März 2021
21:01 Uhr

Kurze Antworten zu Währungsumrechnung, Formatierung von Kostenblöcken und Bezügen in Report Painter und andere Bloganfragen

Ich benutze ja selbst mein Blog immer einmal wieder als Wissenspool und freue mich auch darüber mich rund um SAP mit anderen Menschen austauschen zu können. Daher sind kurze Mailanfragen auch oft eine gute Grundlage für neue Blogartikel und eine Möglichkeit selbst ein wenig zu lernen.

Manchmal sind aber solche Fragen auch relativ schnell beantwortet, so dass ich hier keinen großen Artikel sondern nur die Antwort hinterlegen mag für den Fall, dass die Frage mal wieder auftaucht.

Währungsumrechnung innerhalb eines Repot Painter Berichtes.
Ist es möglich einzustellen, dass die ausgewiesenen Kosten anstatt EUR in USD ausgewiesen werden?


Für jeden Report Painter Bericht gibt es am Selektionsbild die Schaltfläche "Währungsumrechnung (UMSCH + F9)" über die Zielwährung, Kurdatum und Kurstyp ausgewählt werden können.  Je nach Bericht kann diese Währungsumrechnung auch nur für bestimmte Kennzahlen des Berichtes erfolgen.

Bei der Konzeption von eigenen Berichten sollte die Formatgruppe dahingehend abgeändert werden, dass unter
  • (Mehr) Formatierung
  • Spalten
in der Formatgruppe beim Abschnitt Zahlenformat die Option "Einhei einblenden" aktiviert werden (siehe auch "Formatierung Report Writer Berichte" oder "Vorzeichenumkehr bei Ertrag und Aufwand im SAP Berichtswesen am Beispiel Recherchebericht und Report Painter").


Für einen Bericht soll ein weiterer Zeilenblock von Kostenarten eingebaut werden, der mit Strichen von den anderen Kostenblöcken getrennt ist.

In der Transaktion GRR2 kann unter
  • (Mehr) Formatierung
  • Zeile
für die markierte Zeile  nicht nur das Vorzeichen angepasst werden sondern auch.
  • Über-/Unterstreichung
    • Überstreichung (Linie oberhalb der Zeile)
    • Unterstreichung (Linie unterhalb der Zeile)
aktiviert werden.  So kann ein Kostenblock tatsächlich als Block formatiert werden.

Ferner kann auch unter Farbeinstellung die Hintergrundfarbe für eine Zeile mit folgenden Optionen angepasst werden:
  • Farbe für Hervorhebung
  • Farbe für Zwischensummen
  • Farbe für eingeschobene Zeilen
  • Farbe für Summen
  • Keine Farbverwendung
Dabei ist darauf zu achten, dass hier das Template bei der Office Integration diese Farben per VBA festlegt. Dieses bedeutet, dass die Farbtabelle von der normalen Excel Ansicht abweicht. Eine Lösung wie die Farben auch in einer anderen Arbeitsmappe erhalten bleibt ist im Artikel "Office Integration - Excelansicht in SAP und Daten kopieren nach Excel" erläutert.

Ich würde gerne eine Auswertung erstellen, die mir anzeigt, wie viel Geld an einen bestimmten Kreditor geflossen ist.  Mit der Kreditoren-Einzelpostenliste oder einem Versuch in Query mehrere Tabellen zusammen zu legen, bin ich gescheitert.

Bei der Auswertung der Kreditoren-Einzelpostenliste (S_ALR_87012103) ist vermutlich ein Filter auf die Belegart ZP = Zahlposition  zu setzen, da sich sonst die Einzelpositionen gegenseitig saldieren.  Allerdings erhalten Sie damit lediglich alle Buchungen die direkt auf das Kreditorenkonto gebucht worden sind. Sofern es sich um eine Zahlung auf ein  CpD (Conto pro Diverse)  erfolgte kann tatsächlich eine Query hilfreich sien. Im Rahmen der  "Verordnung über die Mitteilung von Zahlungen an die Finanzbehörden" (Mitteilungsverordnung gem § 93a AO) kann hier eine Auswertung über die Profit-Center-Rechnung per Query erfolgen.

Im Artikel "Auswertung Kreditoren Einzelposten inklusive CO Objekte wie Kostenstelle oder Innenauftrag" ist dieses für die klassischen Profitcenterrechnung ohne neues Hauptbuch beschrieben. Für das neue Hauptbuch habe ich diese Auswertung noch nicht getestet. Eine Alternative wäre eine Auswertung über die logische Datenbank BRF.

Dieses ist im Artikel "Query FI Einzelposten als Belegjournal - Belegsegment (BSEG) und Belegkopf (BKPF) verknüpfen" erläutert.

Wie kann ich in einen Report Painter Bericht in einer Formel Bezug auf eine Kombination aus Zeile und Spalte nehmen?

Diese "spezielle Zelldefinition" als Z Feld (X = Spalten, Y = Zeilen)  kann durch einen Doppelklick auf die Zelle erreicht werden. Neben dieser Zelle erscheint dann ein Zeichen "✔". Hierdurch wird eine "spezielle Zelldefinition" vorgenommen. Damit steht die Zelle als Formelbestandteil direkt zur Verfügung.

Im Artikel "Redesign Report Painter Berichte im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik hier: Merkmal sowohl in Spalte als auch Zeile ausweisen" ist dieses näher beschrieben.

Wie kann ich meine Spalten und Zeilen in einen neuen Abschnitt kopieren ohne diese erneut anlegen zu müssen?

Da einige Kolleg:innen derzeit mit Report Painter neue Berichte erstellen verweise ich hier gerne auf meinen Artikel "Spalten oder Zeilen in Report Painter Berichten innerhalb Abschnitte kopieren bzw. als Vorlage anlegen Copy & Paste im CO Berichtswesen".

Da in letzter Zeit doch einige Fragen rund um Report Painter, Report Writer gestellt worden sind, verweise ich auch gerne auf unteren Hinweis zu einer Einführung rund um Report Painter.

Wie kann ich Professur, Projektverantwortliche, ... und andere Stammdaten in einen Report Painter Bericht mit ausgeben?

Unter
  • (Mehr) Zusätze
  • Berichtstexte
in der Transaktion GRR2 können für
  1. Titelseite
  2. Kopfzeilen
  3. Fußzeilen
  4. Ende_Seite
  5. und Text für Export
weitere Informationen zum Bericht erhoben werden. Letztere Option habe ich im Artikel "Kopfzeilen im Report Painter auch bei Export nach Excel verwenden" näher beschrieben.

Im Artikel "CO Objekte indirekt auswerten Teil 1/2 hier: Anhand Kostenstelle im Report Writer zugeordnete CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" bin ich darauf eingegangen, dass hier auch mit Variablen zu den Stammdatenobjekten verfahren werden kann.

Nach Aufruf der Textpflege (Kopfzeile oder auch Text für Export) kann über die Schaltfläche Merkmale das Merkmal Kostenstelle gewählt werden und als Textart WERT und als Wertart WERT/GRUPPE verwendet werden. Hierdurch wird entweder der Kostenstellengruppenname oder die selektierte Kostenstelle als Schlüssel (sprich die Kostenstellennummer) ausgegeben. Ergänzend bietet es sich direkt an als weiteres Merkmal ebenfalls die Kostenstelle zu nehmen nun aber als Textart KURZTEXT und Wertart WERT/GRUPPE zu verwenden, so dass auch die Bezeichnung der Kostenstellengruppe beziehungsweise der Kostenstelle mit ausgegeben wird.

Über die Schaltfläche Spez. Var...  können ferner noch Spezielle Textvariablen Stammdatenattribute als Textelement eingefügt werden. Damit ist es möglich zu einer selektierten Kostenstelle über die Stammdatentabelle KOSTENSTELLENSTAMMSATZ das Stammdatenattribut VERANTWORTLICHER als Textart WERT mit einzufügen. Dieses gilt natürlich auch für weitere Stammdatenfelder wie Abteilung oder andere hinterlegte Felder inklusive der per Userexit CMOD (COOMKS01) hinzugekommene kundeneigene Zusatzfelder, die ja auch schon im Artikel "Auswertung per CMOD eingeführter kundeneigener Felder Kostenart, Kostenstelle und Innenauftrag per Stammdatenverzeichnis und SAP Query" ein Thema waren.

Wird statt einer Kostenstelle ein Innenauftrag ausgewertet kann ier aus der Stammdatentabelle Controlling-Auftragsstammdaten auch Felder wie  Arbeitsbeginn, Arbeitsende oder Verantwortlicher und andere Stammdaten hinterlegt werden. Zumindest bei EInzelauswertungen ist dieses eine praktische Anzeige :-).

Sollen jedoch Bewegungsdaten und Stammdaten in einer Liste kombiniert ausgewertet werden kann dieses per Query (siehe "Query über COEP, AUFK und FMFINCODE für Einzelposten Istkosten Innnenauftrag mit Stammdaten aus CO und PSM-FM sowie Spalten für Ertrag und Aufwand - Erster Teil Infoset als Datengrundlage") oder als Ergänzung zum Summenbericht (siehe Verweise unter "Grundlagen Rechercheberichte Ausgabeart grafische Berichtsausgabe oder klassische Recherche" und "Drittmittelstatistik nach LOMZ über Recherchebericht und SAP Query" erfolgen.

Im Rahmen einer SAP S/4HANA Einführung kam die Frage auf, obReport Painter unter S/4HANA noch aktuell ist oder Berichte nur noch als FIORI Anwendungen bzw. Universal Journal aufgebaut werden können.
Sofern noch nicht alle Berichte auf FIORI umgestellt worden sind steltl sich die Frage, ob weiterhin Report Painter Berichte erstellt werden können. Martin Munzel berichtete im FICO-Forum (siehe Beitrag "Berichte mit Report Painter in SAP S/4HANA auf Basis von ACDOCT") über die Aufgabe "einen Bericht für eine GuV in UKV (also mit Profitcentern und Funktionsbereichen) im Universal Journal in Report Painter" zu erstellen. Denkbar wäre hier unter ERP die Verwendung der Berichtsbibliothek 8A2 bzw. der Berichtstabelle GLPCT (siehe Beitrag "Erweiterung Bibliothek 8A2 Ausweis Kostenstelle und Innenauftrag bei Selektion Profit-Center in ReportWriter") jedoch gehört diese Tabelle zu EC-PCA und wird im Universal Journal nicht mehr verwendet.

Allerdings kann eine Berichtsbibliothek auf der Tabelle ACDOCT - die Summentabelle zum Universal Journal aufgebaut werden. Diese liefert alle Daten der ACDOCA (Ist Buchungen). Mit SAP Hinweis "2476144 - ACDOCP in Berichtstabelle ACDOCT verfügbar" st die Tabelle ACDOCP für Reporting-Zwecke in der Berichtstabelle ACDOCT zur Verfügung gestellt worden. Somit können kundeneigene Report-Painter-/Writer-Berichte (Plan/Ist-Vergleiche) zur Berichtstabelle ACDOCT definiert werden.

Stammdaten im Controlling insbesondere der klassischen Profitcenter Rechnung
In welcher Tabelle können inaktive Profitcenter-Stammdaten ausgewertet werden.


Neben einer reinen Stammdatenauswertung, wie im Artikel "Query Stammdatenvergleich Profit-Center und Auslesen von Textbestandteilen (Teilstring aus Variable)" oder der Auswertung von Änderungen in Stammdaten, wie im Artikel "Änderungsbelege zu CDHDR und CDPOST für SAP Objekte wie Stammdaten im Rechnungswesen (Report/Transaktionscode RSSCD100)".

Neben den bekannten Tabelle CEPC "PRofitcenter-Stammdatentabelle" und CEPCT "Profitcenter-Stammdaten Texte" werden inaktive (Profitcenter-) Stammdaten in Tabellen beginnend mit CMDT* gespeichert und können darüber ausgewertet werden.

Wie kann ich mich in Report Painter und Report Writer einarbeiten?

Derzeit arbeite ich ein wenig meine Internetseiten rund um Buchempfehlung und SAP Know How um. Erfreulicherweise kann ich hier auch ein Buch zum Thema Report Painter empfehlen.

 
Praxishandbuch Report Painter/ Report Writer
Verlag: Espresso Tutorials
1. Auflage
(07. Juni 2019)
ISBN: 9783960128434

Für 29,95 € bestellen


Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *




Woher stammen diese Fragen?

Neben direkten Fragen von Kolleg:innen gibt es auch per Mail (oder Kommentar im Blog/Social Media) einen regen Austausch rund um SAP und andere Themen. Heute möchte ich ein paar dieser Fragen aufgreifen und hoffe, dass diese auch anderen helfen werden. Ebenso können oft auch Fragen aus Forenbeiträgen aufgerufen werden.

Je nach Thema wird es aber auch weiterhin noch ausführlichere Artikel hier im Blog geben :-).


 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema Report Painter und Report Writer habe ich im Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Werbung

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 18. März 2021
16:20 Uhr

Grundlagen: Kontierungselemente im Modul Public Sector Management Haushaltsmanagement (PSM-FM) - Finanzposition, Finanzstelle, Fond und FMDERIVE

Neben verschiedenen anderen Lösungen bietet das SAP System mit den Modul Public Sector Management (PSM) mit Funds Management (Haushaltsmanagement) und Grantmanagement (Fördermittelmanagement) eine Lösung für die öffentliche Verwaltung. Im heutigen Artikel möchte ich auf die einzelnen Kontierungselemente und Grundlagen zur Nutzung des Haushaltsmanagement (Modul PSM-FM) eingehen. Oberster Knoten im Haushaltsmanagement ist der Finanzkreis (der vergleichbar zum Kostenrechnungskreis im CO ist). Ein Finanzkreis ist einen oder mehrere Buhcungskreise (FI) zugeordnet. Innehrlab des Finanzkreis gibt es dann unterschiedliche Kontierungselemente auf die ich nun eingehen mag.

Aus Sicht des Controlling können die drei wesentlichen Elemente einer passenden Entsprechung im Controlling zugeordnet werden.
 
Kontierungselemente PSM-FM
Element Haushaltsmanegement entspricht im CO
Finanzposition Kostenart, Sachkonto
Finanzstelle Kostenstelle
Fond Innenauftrag, Projekt

Allerdings gibt es durchaus noch weitere Besonderheiten auf die ich im Einzelnen eingehen möchte.

Die Pflege der einzelnen Stammdaten finden scih im SAP Menü unter:
  • Rechnungswesen
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
    • Finanzposition
    • Finanzstelle
    • Fonds

Finanzposition

Die Finanzposition ist das Gegenstück zum FI-Sachkonto bzw. der CO-Kostenart und werden in einer Stammdatenhierarchie abgebildet. Diesr Stammdatenhierachie kommt bei der klassichen Budgetierung noch einer besonderen Bedeutung zu auf die ich später noch eingehen möchte. Ergänzend zu den Sachkonten/Kostenarten können aber noch weitere Finanzpositionen als Knoten in einer Hierarchie oder zur Budgetierung genutzt werden.

Im Artikel "Grundlagen: Stammdatenhierarchie im Modul CO und PSM insbesondere beim Berichtswesen mit klassischer Budgetierung (Hierarchiebelege)" bin ich ausführlciher auf die Bedeutung der Stammdatenhierarchie eingegangen.

Die Verknüpfung von Sachkonto und Kostenart (unter ERP) ist schon in der Transaktion FS00 ersichtlich (Sachkonto anlegen). Im Sachkonto kann im Register "Erfassung/Bank/Zins" eine Finanzposition direkt im Sachkonto hinterlegt werden. Daher sollte auch bei der Anlage von Buchungskonten folgende Schritte bei der Stammdatenpflege beachtet werden:
  1. Finanzposition anlegen
  2. Sachkonto anlegen
  3. Kostenart anlegen
Mit der Transaktion FMCIA kann eine Finanzpostion als alphanumerischer Wert (24 Zeichen) angelegt werden. Als Grunddaten werden bei der Finanzposition folgende Werte eingetragen. Das Feld Bezeichnung kann mit 20 Zeichen gefüllt werden während für Beschreibung drei Felder mit jeweils 50 Zeichen zur Verfügung stehen.

Durch die Option "Direkt bebuchbar" ist es möglich die angelegte Finanzposition direkt einem Sachkonto zuzuordnen. "Nicht direkt bebuchbare" Finanzpositionen können als Verdichtung (Knoten) innerhalb einer Finanzpositionenhierarchie verwendet werden um hier direkt bebuchbare Finanzpositionen zuzuordnen. Dieses ist allerdings auch mit direkt bebuchbaren Finanzpositionen möglich.

Der Finanzvorgang bildet die betriebswirtschaftlichen Geschäftsvorfälle ab, wodurch Buchungen aus der Finanzbuchhaltung oder der Materialwirtschaft auf die Komponenten des Hauhalsmanagement weitergeleitet werden. Gemeinsam mit Finanzpositionstyp werden hier Einnahmen und Ausgaben unterschieden.

Dieses ist von besonderer Bedeutung, da die Belegzeilen aus anderen Modulen entsprechend fortgeschrieben werden. Anhand folgender Tabelle sind beispielhaft Zuordnungen von Geschäftsvorfällen zu Finanzpositionen ersichtlich.
 
Finanzvorgang
Finanzvorgang Betriebswirtschaftliocher Geschäftsvorfall
30
 
Konten die eien Einnahme oder Ausgabe begründen. Dazu zählen auch Anlagen
60,70
 
Abstimmkonten für Debitoren und Kreditoren  (Forderungen und Verbindlichkeiten)
80, 90

 
Bank- und Kassenkonten oder auch Scheck- und Bankverrechnungskonten (ggf. können diese auch 80 zugeordnet sein)
50 Verrechnungskonten für buchungskreisübergreifende Vorgäng
40
 
Verrechnungskonto Wareneingang/Warenausgang (Rechnungseingang)

Der Finanzpositionstyp unterschiedet noch einmal die Werte der Finanzvorgänge nach Einnahmen (2) und Ausgaben (3) bzw. Bestandskonten (1) oder auch Saldenpositioonen (4). Ferner gibt es noch den Finanzpositionstyp 5 als Klärungsbestand.
Dies dient der sachlichen Einordnung der entsprechenden Buchungen.

Ferner kann in der Finanzposition festgelegt werden, ob hier auch "Negatives Budget" in der klassischen Budgetierung gebucht werden kann. Dieses ist im Artikel "Negatives Budget in Public Sector Management Haushaltsmanagement buchen (klassische Budgetierung und BCS)" beschriebn.

Im Abschnitt Hierarchiezuordnung kann dann die "Übergeordnete Finanzpos." in der Standardvariante zugeordnet. Die Standardvariante der alle direkten Finanzpositionen zugeordnet sind ist die Variante 000.  Wird keine übergeordnete Finanzposition angegeben ist die Finanzposition hierarchieunabhängig.

Nicht direkt bebuchbare Finanzpositionen müssen nicht einer Standardvariante zugeordnet werden und können. Diese können Sie, wie auch direkt bebuchbare Finanzpositionen als Gliederung bspw. für alternative Hierarchien verwenden. Beachten Sie dabei, dass nicht direkt bebuchbare Finanzpositionen auch nur nicht direkt bebuchbaren Finanzpositionen zugerodnet werden dürfen.

Über den Reiter "Alternative Hierarchie" kann auch eine alternative Gliederung von Finanzpositionen über Varianten zugeordnet werden. Diese können im Berichtswesen, wie im Artikel "PSM Recherchebericht: Verwendung alternative Finanzpositionshierarchie" beschrieben verwendet werden.

Im Customizing (Transaktion SPRO) kann unter:
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Jahresabhängige Stammdaten
  • Jahrsabhängige Stammdaten aktiveren (Programm RFFMMDACT )
sowohl für Finanzstellen als auch Finanzpositionen die Gültigkeit von Finanzpositionen nach Jahren aktiviert werden. Da diese Einstellungen nicht mehr rückgängig gemacht werden dürfen, werden in vielen Systemen sich vorba für eine jahresunabhängige Finanzposition entschieden weorden sein.

Ebenfalls im Customozing des Public Secotromanagement - Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung kann unter
  • Stammdaten
  • Finanzposition
  • Variante in Fiannzkreis/Geschäftsjahr anlegen
eine alternative Finanzpositionenhierarchie angelegt werden.

Alternativ zur Hierarchie können unter
  • Public Sector Management / Haushaltsmanagement /Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Finanzpositionen
  • Finanzpositionsgruppe
    • Anlegen ( FM_SETS_FIPEX1)
    • Ändern ( FM_SETS_FIPEX2)
    • oder per Anzeigen (F_SETS_FIPEX3)
genutzt werden. Diese eignen sich dann zur Auswertung von einzelnen Gruppen in Berichten.

Neben der Auswertung von Stammdaten im Infosystem kann auch SAP Query zur Auswertung von Finanzpositionen oder Gruppen verwendet werden. Die beiden Artikel "Query Kontenplan für Module CO, FI und PSM" und "Auflösen von Stammdatengruppen nach Einzelwerten - Einzelwerte zu Sets" beschreiben dieses näher.

Im Bereich Berechtigungswesen werden im Artikel "SAP BC: Personalkontenberechtigungen" zum Thema Berechtigungsgruppe erläutert. Diese können entsprechend im Feld Berechtigungsgruppe gepflegt werden und werden von hier in die Stammdatentabelle fortgeschrieben.  Im Artikel "Kontenberechtigung bspw. für Personalkosten auf Kostenarten, Sachkonten und Finanzpositionen oder Belagart mit Berechtigungsgruppen sowie Massenänderungen von Berechtigungsfeldwerten mit PFCGMASSVAL" ist die Pflege entsprechender Berechtigungen ebenfalls erläutert worden.

Finanzstelle

Finanzstellen werden ebenfalls in einer mehrstufigen Hierarchie im Haushaltsmanagement angeordnet. Dabei entsprechen die Finanzstellen (vergleichbar zu den Kostenstellen im CO) einen eindeutig abgrgrenzten Verantwortungsbereich bzw. einer organisatorischen Einheit innerhalb eines Finanzkreis der Budget und Kosten/Erlöse zugeordnet werden können.

In den Grunddaten hat die 16-stellige alphanumerische Finanzstelle eine zeitabhängige Gültigkeit und kann hier mit Bezeichnung (20 Zeichen) und Beschreibung (40 Zeichen) gepflegt werden.

Auch bei der Finanzstelle kann eine Berechtigungsgruppe hinterlegt werden. Neben der Zuordnung von Buchungskreis kann auch ein Geschäftsbereich (bspw. zur Abbildung eines Betrieb gewerblicher Art hinterlegt werden. Die damit verbunden Möglichkeiten sind im Artikel "Grundlagen Finanzbuchhaltung - Geschäftsbereiche als mögliche Lösung zur Abbildung eines Betrieb gewerblicher Art (BgA)" beschrieben.

Sollten einzelne Felder der Stammdaten im Haushaltsmanagement bei Ihnen nicht angezeigt sein können diese im Customizing (Transaktion SPRO) unter
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Feldauswahl bearbeiten
  • Feldauswahlleisten bearbeiten
  • Feldauswahlleisten für .. bearbeiten
    • unter anderen für Finanzpositionen,
    • Finanzstellen,
    • und Fonds
als Ausblenden, Anzeige, Kanneingabe oder Mußeingabe ausgesteuert werden.

Ein wichtiger Punkt ist noch der "Vorschlagswert Fonds". Der hier hinterlegte Fond wird automatisch beim Bebuchen der Finanzstelle herangezogen sofern beim Buchungsbeleg kein anderer Fond angegeen ist.
Dieser Wert kann entweder leer bleiben "Fond BLANK" oder aber bspw. ein Fond für Haushaltsmittel des Wirtschaftsplan WIPLAN hinterlegt werden.

Unter Hierarchie kann auch für die Finanzstelle eine übergeordnete Finanzstelle hinterlegt werden. Ferner können noch Adresse und Kommunikationsdaten der Verantwortlichen der Finanzstelle hinterlegt werden.
Auch bei den Finanzstellen ist das Arbeiten mit Gruppen unter
  • .../ Finanzstelle
  • Finanzstellengruppe
    • Anlegen (FM_SETS_FICTR1)
    • Ändern (FM_SETS_FICTR2)
    • Anzeigen (FM_SETS_FICTR3)
möglich.

Wie erwähnt werden bei Finanzstellen und Finanzpositione Hierarchien genutzt die unter anderen auch bei Budgetbelegen bebucht werden. Sofern Sie eine Finanzstellenhierarchei ändern wollen (Finanzstelle/Hierarchie/Bearbeiten Transaktion FMSD) müssen die im Artikel "Reorganisation von Finanzstellenhierarchien" erwähnten Schritte insbesondere zum Neuaufbau der Budgetbelege durchgeführt werden.

Sollten Sie eine nicht mehr benötigte Finanzstelle (oder auch Fond) löschen wollen, beachten Sie bitte die Hinweise im Artikel "Grundlagen: CO-OM Kostenstellen und EC-PCA Profitcenter im Controlling und PSM-FM Finanzstelle im Haushaltsmanagement löschen".

Fond

Ein Fond gibt ebenso wie ein Projekt oder Innenauftrag im Controlling die Antwort auf die Frage, wofür und woher Gelder im Haushaltsmanagement genutzt werden. Dieses sind Finanzmittel die ein Geldgeber für einen bestimten Zweck zur Verfügung gestellt hat und die getrennt von den Miteln auf Finanzstellen verwaltet werden sollen. Eine besondere Bedeutung ist dabei den Fond WIPLAN oder "" zuzuordnen, der den Finanzstellen zugeordnet ist, welche dann auch im Berichtswesen einer besonderen Bedeutung zukommt.

Mit der Transaktion FM5I kann ein 10 stelliger alphanumerischer Schlüssel als Fond angelegt werden. Die Bezeichnung (20 Zeichen) und Beschreibung (40 Zeichen) ist schon einmal eine ausführlichere Beschribung der einzelnen Fonds.

Im Abschnitt Grunddaten kann eine Gültigkeit sowie die bereits erwähnte Berechtigungsgruppe hinterlegt werden. Ferner kann eine Fondsart im Fond hinterlegt werden. Diese können für Reportingzwecke als Merkmal entsprechend gegliedert werden. So steht dieses ebenso wie Debitor zum Fond als Merkmal für Rechercheberichte zur Verfügung.

Die einzelnen Fondsarten wie Drittmittel, Sondermittel oder auch Eigenmittel und Fremdmittel können im Customizing (Transaktion SPRO) unter
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Fonds
  • HHM-Fondsarten anlegen
als 6-stellige alphanumerische Schlüssel mit einer Bezeichnung angelegt werden.

Unter den Zusazdaten kann ein Budgetprofil, Debitor zum Fonds und ein Finnazierungszweck hinterlegt werden.

Das Budgetprofil ist nur beim Einsatz der klassischen Budgetierung relevant und ist bei der Nachfolge BCS nicht relevant (siehe Artikel "PSM Haushaltsmanagement Budgetverwaltungssystem BCS oder klassische Budgetierung").

Im Customizing (Transaktion SPRO) kann unter
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Klassische Budgetierung
  • Budgetprofile
  • Budgetprofiele einstellen
zum jeweiligen Budgetprofil eingestellt werden, über welchen Zeithorizont eine Budgetierung erfolgt (in die Veragngenheit und in die Zukunft) und ob hier Budgetwerte als Gesamtwerte, Jahreswerte oder auch als Periodenwerte erfolgen kann.

Die klassische Budgetierung ist kurz im Artikel "SAP PSM-FM klassische Budgetierung mit unterschiedlichen Budgetversionen" angesprochen worden.

Sofern es zum Fond nur einen Geldgeber gibt kann im Feld "Debitor zum Fonds" ein Geldgeber (Debito) aus der Debitorenbuchhaltung hinterlegt werden. Dieser muss zuvor in der Finanzbuchhaltung als Geschäftspartner/Debitor angelegt sein. Ein Debitor kann dabei in mehreren Fonds hinterlegt werden, alleridngs kann jeder Fond nur einen Debitor zugeordnet werden.

Gerade bei Berichten ist daher die Möglichkeit der Pflege eines Finanzierungszweck im Fond die flexiblere Variante. Im Artikel "PSM-FM Grundlagen Finanzierungszweck im Haushaltsmanagement bei Recherchebericht und Selektion"  oder auch "Grundlagen: PSM-FM Finanzierungszweck (FMFINCODE-FINUSE) im Hochschulberichtswesen für Drittmittelstatistik" ist die Pflege und Auswertung von  Finanzierungszwecken im Haushaltsmanagement beschrieben.

Die einzelnen Finanzierungszwecke können mit SAP Query auch als Gruppierungsmerkmal verwendet werden. Im Artikel "Gruppierung von Finanzierungszwecken bei Drittmittelprojekten per Zusatzfeldcoding mit IF oder CASE" ist hier ein passender Anwendungsfall beschrieben.

Sollten die beschriebenen Daten noch nicht für eine Information zum Fond ausreichen bietet sich auch die Klassifizierung an in der mehrere kundeneigene Merkmale zum Fond als Stammdatum gepflegt werden können.

Im Artikel "SAP Query - Auswertung Merkmale der Klassifizierung am Beispiel Fonds in PSM-FM"  ist ein kurzer Exkurs zum Klassensystem und Klassifizierung zu finden.


Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ausführlich auf dies Thema eingegangen.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon *
 
Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch. Zumindest ist die Vorgehensweise hier identisch :-).

Integration mit anderen SAP Modulen

Zur Integration mit anderen SAP Modulen können Ableitungsregeln mit der Transaktion FMDERIVE im Customizing des Moduls PSM-FM vorgenommen werden. Diese ist im Customizing (Transaktion SPRO) unter:
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Zuordnungen zu Kontierungen aus anderen Komponenten
  • Kontierungsableitung definieren
zu finden.

Hier kann eine eigene Ableitungstrategie im Haushaltsmanagement definiert werden und entsprechende Ableitungen wie FOND aus CO-Innenauftrag als direkte Ableitung oder in Form von Tabellen als Sonderfälle (zum Beispiel wenn bestimmte Innenaufträge als Landesmittel direkt den Fond WIPLAN zugeordnet werden als "reine CO Aufträge") definiert werden.

Gerade für das Controlling ist nach einen Doppelklick auf die Ableitungsstrategie und Darstellung der einzelnen aktiven Schritte mit Ableitungsregeln die Schaltfläche Testen (F8) Interessant.

Über das nun vorhandnee Fenster HHM-OObjektzuordnung testen - Ableitungsstrategie können einzelne Objekte eingetragen werden und durch Ableiten überprüft werden, ob die Kontierungsfindung problemlos funktioniert. Ebenfalls ist hier ein Protokoll der Ableitung zu finden. Alternativ kann auch ein Trace zum User aktiviert werden und dadurch die Ableitungen nachvollzogen werden.

Neben anderen Objekten testet die Objektzuordnung:
  • Organisationsobjekte
    • wie Finanzkreis, KostRechKreis, Buchungskreis, Geschäftsbereich, Werk, ...
  • FI/MM Objekte
    • wie Anlage, Sachkonto, Material, ...
  • CO/SD-Objekte
    • wie Kostenart, Kostenstelle, Auftrag, Profitcenter
  • Immobilienobjekte
  • HHM/FMM Kontierung
  • Mittelvormerkungen
  • ...
Dabei werden jedoch nur die Regeln der FMDERIVE und nicht der anderen Module (wie bspw. Ableitung des Profitcenter aus den CO-OM Objekten getestet.

Als Regeln können hier einzelne Definitionen bspw. aus Tabellenzugriffe (wie die verantwortliche Kostenstelle aus einen CO Innenauftrag) definiert werden und danach als Quellfelder entsprechenden Zielfeldern im Haushaltsmanagement zugeordnet werden.

 

Berichtswesen im Public Sector Management

Über die einzelnen Kontierungselemente kann im Bereich des Haushaltsmanagement ein Berichtswesen aufgebaut werden.

Insbesondere die flexible Gestaltung von Rechercheberichten, wie im Artikel "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" bishin zu "Mehrjahresvergleich im Recherchebericht mit Beschränkung von Aufwand und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr bis aktuelle/selektiere Periode/Jahr und komplette Perioden der Vorjahre sowie übertragene Jahresendsalden" oder auch Mehrjahresvergleich im "Recherchebericht mit Beschränkung von Aufwand und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr bis aktuelle/selektiere Periode/Jahr und komplette Perioden der Vorjahre sowie übertragene Jahresendsalden" bieten hier einige Möglichkeiten das eigene Berihctswesen umfangreich zu gestalten.

Beim Blick auf "Grundlagen Rechercheberichte Ausgabeart grafische Berichtsausgabe oder klassische Recherche" ist auch ausführlich auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Berichte eingegangen worden.

Wie geht es mit PSM-FM unter S/4 HANA weiter

Auch unter SAP S/4HANA wird es weiterhin das Modul Public Sector Management geben, allerdings wird hier verpflichtend die Umstellung der klassischen Budgetierung auf das neue BCS (Budget Controll System) erforderlich.

Beim Vergleich der Funktionen der klassichen Budgetierung  und des Budgetverwaltungssystem fällt direkt auf, dass unter BCS keine HIerarchien in den Budgetwerten mehr vorhanden sind. Dieses bedeutet, dass die Budgetbelege nicht mehr innerhalb der Finanzpositionen- und Finanzstellen- Hierarchie gebucht sind sondern direkt auf Finanzstelle, Finanzposition, Foond (und optional Funktionsbereich). Als neue Kontoerungselemente unter BCS sind Haushaltsprogramm und Förerung hinzugekommen. sowie dei Definition von Kennzahlen wie aktuelles Budget. Neben SAP Schulungen zum Thema Public Sector Management kann ich folgendes Buch aus Überzeugung empfehlen.
 
Öffentliches Haushalts- und Fördermittelmanagement mit SAP

Cover �ffentliches Haushalts- und F�rdermittelmanagement mit SAP
Verlag: SAP PRESS
1. Auflage
(28. Dezember 2015)
ISBN: 978-3836237482

Für etwa 79,90 € bei Amazon bestellen


* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.


Ähnlich wie die Einführung von Geschäftspartner (Business Partner) im FI kann der Wechsel von der klassichen Budgetierung auf das Budgetverwaltungssystem (BCS) ein Vorprojekt wie die Einführung des neuen Hauptbuchs vor der Migration in Richtung SAP S/4HANA sein.

Da sowohl BCS als auch die klassiche Budgetierung hier beschrieben sind dürfte das Buch auch unter S/4HANA und der Nutzung von PSM weiterhin aktuell bleiben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Werbung

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Montag, 14. Dezember 2020
06:14 Uhr

Weiterentwicklung SAP Query Einzelpostenliste Vorgang KAMV (manuelle Verrechnung) und KZPI (Gemeinkostenzuschläge) für Nacherfassung in Planversion

Im Artikel aus 2012 "SAP Query: Einzelpostenliste KAMV für Umbuchung in Planversion"  habe ich eine Query entworfen, die über den betriebswirtschaftlichen Vorgang KAMV "Manuelle Kostenverrechnung" und KZPI "Zuschläge periodisch Ist" für die Gemeinkostenzuschlagsrechnung eine umfangreiche Datenauswertung erstellt, die ich über ein Infoset und Grundliste einer Query erstellt habe.

 

Rückblick

Ausgangslage:

Bei der Kopie der Istdaten in eine Plankopie werden alle CO Belege mit Vorgang KAMV (Manuelle Kostenverrechnung) nicht mit in die Planversion kopiert. Diese manuellen Kostenverrechnungen (Transaktion KB15N zum Erfassen bzw. KB17N zur Stronierung) müssen entsprechend in der Planversion nacherfasst werden. Über die Transaktion KB16N können entsprechende Belege angezeigt werden. Typische Geschäftsvorfälle sind hier bspw. die interne Leistungsverrechnung wie Porto, Kopierkosten oder auch Servicestunden.

Ein vergleichbares Problem tritt bei der Gemeinkostenzuschlagsverrechnung (betriebswirtschaftlicher vorgang KZPI auf wo diese Buchungen ebenfalls nachgebucht werden müssen im Plan.

In der Tabelle COEP sind diese Buchungen über den Vorgang KAMV selektierbar, allerdings ist hierbei darauf zu achten, dass die Buchungen sowohl mit positiven als auch negativen Vorzeichen gespeichert sind. Je nachdem müssen die Sender und Empfänger entsprechend belastet bzw. entlastet werden.

Zielvorgabe:
Abhängig vom Wert soll bei positiven Werten (Aufwandsbuchung) die Objektnummer als Empfänger (NEU) und das Partnerobjekt als Sender (ALT) ausgegeben werden.  Bei negativen Werten sollen Sender / Empfänger entsprechend vertauscht werden. Der Wert soll in jeden Fall mit positiven Kennzeichen ausgegeben werden. Ferner ist darauf zu achten, dass Kostenarten des Typs 42 (Umlage) durch solche des Typs 41 (Gemeinkostenzuschläge) ersetzt werden sollen. Entsprechend sollte auch die Kostenartenbezeichnung und der Kostenartentyp mit ausgegeben werden.
 


Anhand von kundeneigener lokaler Felder innerhalb der SAP Query (Transaktion SQ01) habe ich nun je nach Wert die Objektnummer (OBJEKT) oder das Partnerobjekt (PARTNER) zugewiesen.

Damit habe ich nun also die technischen Bezeichnungen innerhalb der Query umgesetzt.

Der Aufbau des Infoset und der Query ist in obigen Artikel beschrieben.

Nun soll jedoch die Weterverabrietung der Query über KAMV nicht in Access sondern direkt innerhalb der Query erfolgen.

Im Ergebnis soll eine Liste aus folgenden Feldern entstehen (als Sender und Empfängerbeziehungen aus den Objekten aus Z_ALT , Z_NEU und Z_WERT.

Zur Erinnerung Z_WERT, Z_ALT, Z_NEU

Lokales Feld Z_WERT

Der Wert bezieht sich auf das Feld "Wert gesamt in Kostenrechnungskreiswährung"( COEP-WKGBTR ) welches der Kurzbezeichnung WERTK zugeordnet worden ist.

Hintergrund zu den einzelnen Währungsfeldern ist im Artikel "Query Einzelpostenliste Innenauftrag mit Ausweis Ertrag und Aufwand Zweiter Teil Query zur Datenaufbereitung"

festgehalten.

Exkurs: Unterschiedliche Währungen im Controlling

Alternativ hätte die Kurzbezeichnung WERT auch den Feldern "Wert gesamt in Objektwährung" oder "Wert gesamt in Kostenrechnungskreiswährung" zugeordnet werden können. Sofern alle Werte in Euro geführt werden dürfte dieses identisch sein.

Allerdings kann im Controlling, besonders bei internationalen Konzernen unterschiedliche Währungen geführt werden.

Beim Festlegen eines Kostenrechnungskreis wird im Customizing auch gleichzeitig eine Kostenrechnungskreiswährung festgelegt. Dem Kostenrechnungskreis können unterschiedliche Buchungskreise zugeordnet werden, die zwar eine eigene Buchungskreiswährung  (bspw. US Doller USD oder Schweizer Franken SFR) haben aus denen aber die Kostenrechnung die gemeinsame Konzernwährung Euro ableitet, so dass innerhalb des Kostenrechnungskreis eine einheitliche Konzernwährung geführt wird.

Die Transaktionswährung weist dafür die Währung aus, in der die Belege im Controlling tatsächlich gebucht sind.

Daneben können zu einzelnen CO-Objekten, so auch Kostenstelle  oder Innenauftrag ebenfalls eigene Währungen definiert werden (bspw. in der Kostenstelle im Feld Währung in der Registerkarte Grunddaten). In der Regel wird hier aber dem CO-Objekt die Währung als Vorschlagswert beim Anlagen vorgeschlagen und zugewiesen, die auch im Kostensrechnungskreis hinterlegt ist.

Zusammenhang T-Währung (COEP-WTGBTR), O-Währung (COEP-WOGBTR), K-Währung (COEP-WKGBTR)  und Währungsumstellung

Durch den Hinweis eines Kollegen bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei einen Mehrmandantensystemen scheinbar nur das Feld "Wert gesamt in Kostenrechnungskreiswährung"( COEP-WKGBTR ) gefüllt ist und nicht die Felder Transaktionswährung ( COEP-WTGBTR) oder Objektwährung ( COEP-WOGBTR ). Entsprechend sinnvoll ist es daher tatsächlich die Kostenrechnungskreiswährung für diese Query zu verwenden. An welcher Stelle im Customizing dieses Verhalten ausgesteuert ist kann ich leider noch nicht sagen, aber die Artikel, welche die COEP im Rahmen einer Query auswerten, habe ich passend angepasst. Hintergrund ist hier vermutlich, dass einige Mandanten die Währungsumstellung von DM auf EUR mitgemacht haben und andere erst nach der Umstellung auf Euro angelegt worden sind. Dieses spricht dafür, dass die T-Währung und O-Währung nur dann gefüllt wird, wenn auch tatsächlich unterschiedliche Währungen im Systemn vorhanden waren und ansonsten wird nur das Feld  "Wert gesamt in Kostenrechnungskreiswährung" gefüllt, wobei diesse Währung auch identisch zur Buchungskreiswährung ist.


Die Berechnungsvorschrift zum lokalen Feld lautet:
  • Bedingung:  WERTK < 0
    Formel:  -1 * WERTK
  • Bedingung: WERTK > 0
    Formel: 1 * WERTK
  • Sonst
    WERTK

Partner und Objekt als Grundlage Z_ALT und Z_NEU


Die folgenden Felder beziehen sich auf die Felder

Objektnummer  COEP-OBJNR
Kurzbezeichnung: OBJEKT
Partnerobjekt COEP-PAROB
Kurzbezeichnung: PARTNER

Lokales Feld Z_ALT

Hier sind die Eigenschaften identisch zum OBJEKT und folgende komplexe Berechnung hinterlegt:
  • Bedingung:  WERTK > 0
    PARTNER
  • Bedingung: WERTK < 0
    OBJEKT
  • Sonst
    WERTK

Lokales Feld Z_NEU

Auch hier sind die gleichen Eigenschaften wie OBJEKT festgelegt, aber die komplexe Berechnung ist wie folgt definiert:
  • Bedingung:  WERTK > 0
    OBJEKT
  • Bedingung: WERTK < 0
    PARTNER
  • Sonst
    WERTK
Damit habe ich nun im Ergebnis Sender (Z_ALT), Wert (Z_WERT) und Empfänger (Z_NEU)

festgelegt und den Buchwert immer positiv (und je nachdem ob der ursprüngliche Wert positiv oder negativ war WERTK < oder > 0 je Partner oder Objekt als Sender oder Empfänger definiert.
 

Ziel: Umbuchung Kostenstelle alt, Innenauftrag alt, Betrag, Kostenstelle Neu, Innenauftrag Neu

Allerdings mag ich in meiner Umbuchungsmaske nun folgende Felder füllen.

Als Vorlage für eine Umbuchungsliste benötige ich nun aber folgende Angaben:
  1. Kostenstelle alt
  2. Auftrag alt
  3. KOSTENART
  4. Kostenstelle neu
  5. Auftrag neu
Zumindest die Einordnung ob es sich bei Sender / Empfänger um eine Kostenstelle oder Innenauftrag handelt ist schnell erledigt.

Die Objekte (Partner und Objekt) beginnen entweder mit K für Kostenstelle oder OR für Innenauftrag.

Entsprechend kann ich folgende Hilfsfelder anlegen in der Query:


Lokales Feld ZALT_ART
Textfeld (1 Zeichen)
Formel:
Z_ALT[1:1]
Damit wird das erste Zeichen des Feld  Z_ALT also K oder O gespeichert.


Lokales Feld ZNEU_ART
Textfeld (1 Zeichen)
Formel:
Z_NEU[1:1]
Damit wird das erste Zeichen des Feld  Z_NEU also K oder O gespeichert.


Nun lege ich vier weitere Felder an:
  1. Lokales Feld ZKSALT
    Textfeld 10 Zeichen
    Bedingung:
    ZALT_ART = 'K'
    Formel:
    ZALT[7:16] * 1
  2. Lokales Feld ZIAALT
    Textfeld 10 Zeichen
    Bedingung:
    ZALT_ART = 'O'
    Formel:
    ZALT[7:16] * 1
  3. Lokales Feld ZKSNEU
    Textfeld 10 Zeichen
    Bedingung:
    ZNEU_ART = 'K'
    Formel:
    ZNEU[7:16] * 1
  4. Lokales Feld ZIANEU
    Textfeld 10 Zeichen
    Bedingung:
    ZNEU_ART = 'O'
    Formel:
    ZNEU[7:16] * 1
Im Ergebnis habe ich nun also alle Sender und Empfänger Möglichkeiten festgehalten.

Allerdings gibt es nun noch die Notwendigkeit, dass die Kostenart zur Umbuchung geändert werden muss.

Hintergrund ist, dass nicht alle Kostenarten für die kundeneigene Planwertumbcuhung verwendet werden können, daher müssen Kostenarten vom Typ 42 (Umlage) duch entsprechende geeignete Kostenarten bspw. 41 (Gemeinkostenzuschläge)  ersetzt werden.


Dazu habe ich im Infoset ein Zusatzfeld angelegt.

Zusatzfeld ZCOKAMV
LIKE-Referenz   COEP-KSTAR

Zu diesem Feld habe ich nun folgendes Coding für unsere achtstellige Kostenarten ergänzt:

 

Coding zu Zusatzfeld ZCOKAMV

CLEAR ZCOKOMV.

* Damit wird der Wert erst einmal auf leer gesetzt.

ZCOKAMV = COEP-KSTAR.

* Nun wird die ursprüngliche Kostenart zugewiesen.

IF COEP-KSTAR CO '1234567890'.

* Damit nur nummerische Kostenarten geprüft werden.
* Das Feld COEP-KSTAR hat insgesamt 10 Stellen
* allerdings sind unsere Kostenarten achtstellig
* entsprechend sind die 00 vorne weg zu ignorieren.

* Für die Kostenarten beginnend mit 9399 sollen korrespondierende 9398
* Kostenarten ausgewählt werden.
* 9399 (Kostenartentyp 42 Umlage)
* 9398 (Kostenartentyp 41 Gemeinkostenzuschläge)

IF COEP-KSTAR BETWEEN '0093899999' AND '0094000000'.

CONCATENATE '9398' COEP-KSTAR+6(4) INTO ZCOKAMV.

* Hier wird der String 9398 mit den letzten 4 Ziffern der Kostenat verknüpft.

* Dies bedeutet aus Kostenart 93991234 wird 93981234

* Dank der IF Anweisung wird dieses auch nur für das Intervall
* zwischen 0093899999 und 0094000000 ausgeführt

* Daneben können noch weitere Kostenarten ausgestauscht werden.

ELSEIF COEP-KSTAR = '0059999990'. 
  ZCOKAMV =  59999980.

ENDIF.
ENDIF.
 


Dieses Zusatzfeld bekommt in der Query dann die Bezeichnung ZZKAMV.

Ein lokales Zusatzfeld, dass ich vorher für mehrere Berechnungsschritte über lokale Felder nutzte bekommt folgende Eigenschaften:

Z_KSTAR
gleiche Eigenschaften wie Feld KSTAR (entspricht Kostenart COEP-KSTAR)

Formel:
ZZKAMV

Fazit

Die fertige Query umfasst für die Umbuchung dann folgende Felder:
  • ZKSALT
  • ZIAALT
  • Z_KSTAR
  • Z_WERT
  • ZKSNEU
  • ZIANEU
Eben diese Liste kann dann zum Einbuchen per eCATT oder LSMW verwendet werden.

Als Buchungstext für die Umbuchung verwenden wir den Kurztext der ursprünglcihen Kostenart (CSKU-KTEXT).



Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ausführlich auf dies Thema eingegangen.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon *
 
Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch.
 
Das Thema SAP Query ist immer wieder als Berichtstool ein klein wenig unterschätzt, daher habe ich auch ein eigenes Kapitel im Buch gewidmet. Daneben gibt es aber auch hier im Blog immer einmal wieder einen aktuellen Artikel. Ebenso versuche ich in meinen Vorträgen Begeisterung für das Berichtstool SAP Query zu wecken.
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Werbung

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 10. Dezember 2020
21:13 Uhr

SAP BC: LSMW Projekte exportieren und importieren

Während die Verwendung von eCATT zur Datenmigration innerhalb eines SAP ERP System den Vorteil hat, dass die Testfälle im Entwicklungssystem aufgezeichnet und in den nachgelagerten Q und P Systemen dank Systemdatencontainer eingespielt (siehe Beitrag "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW") werden können werden die Mappen aus der LSMW direkt im jeweiligen System ausgeführt.

Gerade bei der Aufzeichnung von umfangreicheren LSMW Projekten stellt sich aber manchmal doch die Frage, wie diese in anderen Systemen oder auch an anderen Einrichtungen weiter gegeben werden können.

Für eCATT habe ich dieses unter "SAP BC: Transaport von eCATT Objekten wie Testskript, Testdaten, Testkonfiguration und Systemdatencontainer beim Umzug eines SAP ERP System" beschrieben und auch in der LSMW gibt es hier eine vergleichbare Funktion.

LSMW Projekt exportieren


Im Einstiegsbild "Projektauswahl" der Transaktion LSMW kann unter
  • (Mehr)
  • Zusätze
  • die Optionen
    1. Änderungsauftrag erzeugen (STRG + F7)
    2. Projekt exportieren (STRG + F8)
    3. Projekt importieren (STRG + F9)
aufgerufen werden.

Während die erste Option "Änderungsauftrag erzeugen" einen Transportauftrag generiert kann über die Option "Projekte exportieren" ein weiterer Screen "LSMW Workbench: Exportieren des Regelwerkes zu einem Projekt" aufgerufen werden.

Hier sind sowohl die einzelnen Aufzeichnungen der Transaktionen, die Teilprojekte und auch die Migrationsobjekte die Sie in der LSMW angelegt haben ersichtlich.

Über die Schatfläche "Select / Deseslect" können Sie das gesamte Projekt oder einzelne Bestandteile auswählen und danach über die Schaltfläche "Exportieren"  ein entsprechendes Textfile erstellen dass Sie später über den Punkt "Projekt importieren" in einen anderen System wieder importieren können.

LSMW Projekt importieren

Unter der Transaktion LSMW kann auch ein Import per Dateisystem erfolgen:

Im Einstiegsbild "Projektauswahl" der Transaktion LSMW kann unter
  • (Mehr)
  • Zusätze
  • die Optionen
    1. Änderungsauftrag erzeugen (STRG + F7)
    2. Projekt exportieren (STRG + F8)
    3. Projekt importieren (STRG + F9)
aufgerufen werden.

Beim Import erfolgt eine Prüfung und Sie erhalten eine Liste der ermittelten Teilprojekte und Objekte die ausgewählt werden können.

Diese können Sie markieren und importieren.  Dazu klicken Sie auf die Namen der einzelnen Elemente (Teilprojekt, Aufzeichnung, Objekt) und können So selektiv eine Wahl treffen, was Sie importieren wollen.


Sollten einzelne Bestandteile schon vorhadnen sein werden diese durch einen Import überschrieben. Sollten Sie dieses nicht wünschen gibt es noch die Funktion "Importieren unter anderen Namen, mit der sie eben dieses verhindern können.

LSMW Workbench: Administration

Dann wird aber direkt das gesamte Projekt unter einen neuen Namen importiert.

Glücklicherweise können Sie im Zweifel über
  • (Mehr)
  • Springen
  • Administration (STRG + F1)
auch in einer Übersicht gelangen in der Sie sämtliche Projekte und ihre Bestandteile aufgelistet und auch entsprechend verwalten können.

Nachfolge LSMW unter SAP S/4HANA

Im SAP Hinweis 2287723 „LSMW in SAP S/4HANA, On-Premise-Edition“ weist die SAP darauf hin, dass die LSMW nicht mehr gepflegt und für aktive Migrationsvorhaben unterstützt wird.

Hier wird auf die Nachfolge: 
  • LTMC Migrationscockpit 
  • LTMOM  (nur OnPremise) Migrationsobjektmodellierer
verwiesen durch die eine Datenmigration über Dateien, Staging-Tabellen oder der direkten Datenübertragen aus SAP QUellsystemen (SAP 2 SAP) möglich ist.


Eine ausführliche Beschreibung ist unter Buchempfehlungen unter SAP S/4HANA Migration Cockpit - Datenmigration mit LTMC und LTMOM (SAP S/4HANA, BC, Datenmigration) zu finden.

 
SAP S/4HANA Migration Cockpit - Datenmigration mit LTMC und LTMOM
 
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(14. April 2020) Paperback ISBN: 9783960120179

Für 29,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon **

Ich freue mich schon sehr über die ersten Rückmeldungen zum Buch und auch wenn diese geteilt werden :-).

Gerne kann hier auch auf meine Socialmedia Kanäle

Facebook oder auch Twitter

verwiesen werden.



Was die Nachfolge der LSMW unter SAP S/4HANA anbelangt verweise ich auf meinen Artikel "Fragen und Antworten zur Datenmigration nach SAP S/4 HANA mit LTMC und LTMOM - 📚 Buchveröffentlichung zum SAP S/4HANA Migration Cockpit", den Vortrag "Erfahrungsbericht: SAP zu SAP Migration mit SAP Migration Cockpit" (FICO Forum Inftotage Digital 17. November 2020) sowie mein Buch "SAP S/4HANA Migration Cockpit - Datenmigration mit LTMC und LTMOM".

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Werbung

Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


<< Frühere Einträge



* Amazon Partnerlink/Affiliatelinks/Werbelinks
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.
Weitere Partnerschaften sind unter Onlineshop und unter Finanzierung und Transparenz aufgeführt. Hinauf






Logo Andreas-Unkelbach.de
Andreas Unkelbach Blog
ISSN 2701-6242

© 2004 - 2021 Andreas Unkelbach
Gießener Straße 75,35396 Gießen,Germany
andreas.unkelbach@posteo.de
Andreas Unkelbach

Stichwortverzeichnis
(Tagcloud)


Aktuelle Infos (Abo)

Facebook Twitter XING Linkedin

Amazon Autorenwelt Librarything

Schnelleinstieg ins SAP-Controlling (CO) von Martin Munzel und Andreas Unkelbach – 2., erweiterte Auflage

Espresso Tutorials

Onlinezugriff auf alle Medien

SAP Weiterbildung & Online Training

Privates

Kaffeekasse 📖 Wunschliste