Andreas Unkelbach
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Montag, 30. September 2019
19:54 Uhr

LOAD_PROGRAMM_NOT_FOUND Programm AQCS oder AQZZ bei Aufruf Query per Reporttransaktion - SAP Query nachgenerieren lassen

Nicht nur die im Artikel "Änderungen und Nacharbeiten nach Einspielung SAP ERP 6.0 Enhancement Package 8 (EHP 8) insbesondere im CO" erwähnten "positive und aufwändige Änderungen im Rahmen der Support Packages bzw. Erweiterungspakete" auch andere kleinere und größere Fehlermeldungen erinnerten dann doch noch einmal an grundsätzlcihe Zusammenhänge auf die man im Rahmen eines Berichtswesen achten sollte.

Neben Report Painter / Report Writer und Rechercheberichten nutze ich auch gerne Query mit kundeneigener Transaktion um hier das interne Berichtswesen zu bereichern.

Im Artikel "SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben" bin ich schon einmal auf das Anlegen einer Reporttransaktion eingegangen.

Nach Einspielen der EHP gab es dann jedoch zwei Fehlermeldungen.

In beiden Fällen handelte es sich um einen ABAP Laufzeutfehler mit der Meldung;

LOAD_PROGRAM_NOT_FOUND
ABAP PROGRAMM ???????

Hier war aber tatsächlich der Kurztext wesentlich hilfriecher.
  • Programm "AQCS...."
  • Programm "AQZZ..."
nicht gefunden.

Wie in oberen Artikel beschrieben handelte es sich dabei um zwei Query die über eine Parametertransaktion gestartet werden.

Der Beginn des Programmnamen AQCS weist dabei eine Query im Standardbereich (mandantenabhängig) und AQZZ im globalen Beriech (mandantenunabhängig) aus.

Nach dieser Einordnung des Arbeitsbereiches folgt die Benutzergruppe gefolt vom Querynamen.

Betrachten wir uns hier die Transaktion in der Pflegetransaktion SE93 ist der Programmcode in der Reporttransaktion in der Zeile PROGRAMM zu lesen.

Als Beispiel für eine globale Query die für alle Einrichtungen zur Verfügung gestellt worden ist...
 
Aufbau Programm für Query
1 2 3 4 5 6
Globaler Bereich AQ ZZ RM_CO ==== Z_QUERY01=====
Standardbereich AQ CS AG_CO ==== Z_QUERY02=====

Aus der Tabelle sind der Aufbau des Programmnamen zu erkennen (insgesamt sind dieses 29 Zeichen bestehend aus den Spalten 2 bis 6. Wobei hier === als Füllzeichen zu sehen sind.

Damit die Query wieder funktioniert, muss tatsächlich das Programm zur Query neu generiert werden, so dass hier ein entsprechendes Programm angelegt wird.

Dieses kann entweder über die Transaktion SQ00 oder SQ01 direkt erfolgen indem die Query erneut ausgeführt wird und vorab in den Arbeitsbereich bzw. die passende Benutzergruppe gewechselt wird und hier die Query gestartet wird.

Alternativ besteht die Möglichkeit über die Transaktion REISSQMAIN bzw. das ABAP Programm SAP_QUERY_CALL (zum Starten per SA38) die Query gestaret werden.

Durch Aktivieren von Globaler Bereich kann hier Benutzergruppe, Query und Variante für die mandantenunabhängigen Query eingetragen werden. Ohne Aktivierung wird die Query im mandantenabhängigen Bereich gestartet.

Hierbei ist zu beachten, dass die Benutzergruppe und Query bekannt sein müssen, da hier keine Wertauswahlhilfe (F4) vorhanden ist.

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Samstag, 28. September 2019
17:49 Uhr

Zeitabhängige Felder für Stammdaten insbesondere bei Zusatzfeldern zum Beispiel für Hochschulfinanzstatistik innerhalb des SAP Modul CO-OM

Ausgangslage:
Innerhalb des Gemeinkostencontrolling (CO-OM) sind Stammdaten um kundeneigene Zusatzfelder erweitert worden um hier über die verfügbaren Stammdatenfelder hinaus weitergehende Informationen festzuhalten.

Im Artikel "Stammdatenerweiterung von CO-Objekten am Beispiel ergänzende Kostenstelle beim Innenauftrag" bin ich da schon einmal darauf eingegangen.

Im Rahmen des Hochschulberichtswesen war es hier besonders interessant die Stammdaten Kostenarten, Kostenstellen und Innenaufträge um weitere Stammdatenfelder zum Beispiel im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik zu erweitern. Hier werden Kostenarten sogenannte Systemfinanzierungscodes und Kostenstellen sowie Innenaufträge Fächergruppen zugeordnet (was auch per SET/Gruppe möglich wäre). Auf die Hintergründe dazu bin ich im Artikel "Pivottabellen ab Excel 2010 dynamischer filtern mit Datenschnitten am Beispiel Hochschulfinanzstatistik" näher eingegangen.

Gerade was die Hochschulen in Hessen anbelangt schätze ich hier schon immer einen technischen Austausch so dass auch ein kleiner Ausflug nach Frankfurt (und für mich aus Gründen im Anschluss nach Darmstadt) dazu führen kann, dass hier bestimmte Artikel ein klein wenig länger liegen bleiben.. :-)

Betriebsausflug neue Altstadt Frankfurt am Main

Aber der Ausflug nach Frankfurt hat sich tatsächlich gelohnt, führte uns doch eine Stadtführung in die "neue Altstadt" von Frankfurt, um zwischen Dom und Römer verwinkelte Gassen und Rekunstruktionen sowie 20 Neubauten historischer Gebäude im Rahmen einer Stadtführung zu entdecken.

Für alle abseits der Teilnehmenden dürfte aber das Thema Zusatzfelder wesentlich interessanter sein, so dass ich darauf direkt eingehen möchte.
 

Userexit für kundeneigene Zusatzfelder im Stammsatz


Technisch erfolgt die Umsetzung über einen Customer-Exit der über CMOD angelegt wird.

Im Wesentlichen ist es möglich über sogenannte Userexits Zusatzfelder zu Stammdaten zu erstellen. Dieses ist über die Transaktion CMOD möglich und zum Beispiel für möglich.

Als weitere Objekte mit der Möglichkeit kundeneigene Zusatzfelder anzulegen wären unter anderen noch:
Eine Übersicht aller Userexits ist auch auf der Seite easymarketplace.de möglich.
Im Berater-Wiki ist die Nutzung von CMOD anhand eines Beispiels im Eintrag "Customer-Exits" erläutert.

Eine Auswertung dieser gepflegten Felder ist sowohl in den Stammdatenberichten als auch über die Stammdatentabellen durch sogenannte CI (Customer_Includes) innerhalb der Tabellen möglich. Für die von uns gepflegten Daten ist dieses im Artikel "Auswertung per CMOD eingeführter kundeneigener Felder Kostenart, Kostenstelle und Innenauftrag per Stammdatenverzeichnis und SAP Query" beschrieben.

Zusammengefasst werden hier die Stammdatentabellen um ein CI (Customer Include) erweitert, so dass hier die weiteren Datenfelder in der Tabelle ebenfalls mit eingebunden werden.

Pflege der kundeneigener Zusatzfelder per Massenpflege


Abseits der Auswertung all jener Zusatzfelder stellt sich aber auch die Frage, wie die Daten künftig gepflegt werden sollen.

Grundsätzlich bieten sich unterschiedliche Methoden an um diese Felder dann mit Daten zu versorgen. Gerade wenn nachträglich eine Menge an Stammdaten um diese Informationen beeichert werden sollen ist eine Massenpflege sicherlich das passende Mittel der Wahl.
 

eCATT für Zusatzfelder im Gemeinkostencontrolling (zum Beispiel Kostenstelle)

Unterschiedliche Methoden sind im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" beschrieben, wobei wir uns hier für einen eCATT entschieden haben.

Beim Einspielen der CSV Datei gab es jedoch eine Fehlermeldung obgleich vorher die Transaktion KS02 zur Änderung von Kostenstellen ordentlich aufgezeichnet worden ist.

Nachdem die Transaktion einzeln aufgerufen wurde, war die Ursache schnell gefunden. Für die Kostenstellen sind teilweise unterschiedliche Betrachtungszeiträume berücksichtigt.

Unter BEARBEITEN > BETRACHT.ZEITRAUM...  können für einzelne Zeitabschnitte Änderungen festgehalten sein.

Hier hatte mir ein Kollege die Empfehlung gegeben zwei Testfälle aufzuzeichnen:
  1. ein eCATT für eine Kostenstelle ohne unterschiedliche Betrachtungszeiträume
  2. ein eCATT für Kostenstellen die mehr als einen Betrachtungszeitraum haben.

Um eine Pointe vorwegzunehmen wäre es noch möglich mehrere eCATT aufzuzeichen mit 2, 3, 4 ... und natürlich weitere, je nachdem wieviele Betrachtungszeiträume so allgemein  zur Verfügung stehen, aufzuzeichnen.


Nachdem wir nun den zweiten eCATT abgespielt hatten, war tatsächlich die Änderung, Hinterlegung des SYF Code an der Kostenstelle in jeden Betrachtungszeitraum festgehalten.

Zeitabhängige Felder für ... festlegen

Tatsächlcih liegt dieses daran, dass die angelegten Kundenfelder keine Zeitabhängigkeit festgelegt bekommen.

Im Customizing (Transaktion SPRO) sind für die obigen Userexits für die Kundenfelder an folgender Stelle festzulegen.

Auf die einzelnen Felder gehe ich in den folgendne Abschnitten ein.
 

Zeitabhängigkeit kundeneigene Felder für Kostenstelle Userexit COOMKS01  - Transaktion OKEG

Ein Klassiker im Gemeinkostencontrolling ist die Kostenstelle unter der ebenfalls kundeneigene Felder gepflegt werden. Für die Hochschulfinanzstatistik würde es sich hier anbieten die Fächergruppe oder auch Lehr und Forschungsbereich zu hinterlegen.

Unter
  • Controlling
  • Kostenstellenrechnung
  • Stammdaten
  • Kostenstellen
  • Zeitabhängige Felder für Kostenstellen festlegen
oder alternativ per Transaktion OKEG kann für die per Userexit COOMKS01 angelegten Felder markiert werden, so dass diese zeitabhängig eingestellt werden.

Die Zeitabhängigkeit wird hier tatsächlich durch die SAP festgelegt und unterschieden zwischen Tag, Periode, GJahr oder keine unterschieden. Durch die Checkbox wird die entsprechende Zeitabhängigkeit aktiviert (für die Kundenfelder ist dieses tatsächlich eine tagesabhägige Zeitabhängigkeit.

Da ich ja auch die obigen Userexit erwähnt habe, erwähne ich auch gleich noch für die anderen Felder die Customizingpfade:

Zeitabhängigkeit Zusatzfelder für Kostenart Userexit COOMKA01 - Transaktion OKEK

Für die Kostenarten könnte es sich anbieten hier Systemfinanzierungscodes zu hinterlegen. Diese ordnen Erträge, Aufwendungen oder Investitionsausgaben gruppiert werden. Hier bietet es sich an die Kostenart um diese Funktion zu ergänzen gerade, da nicht nur über Kostenartengruppen sondern vielleicht auch in Listen entsprechend selektiert werden können.

Für Kostenarten (Userexit COOMKA01) ist dieses unter
  • Controlling
  • Kostenartenrechnung
  • Stammdaten
  • Kostenarten
  • Zeitabhängige Felder für Kostenarten festlegen
bzw. Transaktion OKEK.

Zeitabhängige Felder für Leistungsart Userexit COOMLA01 - Transaktion OKEI

Auch für Leistungsarten könenn Zusatzfelder per Userexit COOMLA01 einer Zeitabhängigkeit festgelegt werden.
  • Controlling
  • Kostenstellenrechnung
  • Stammdaten
  • Leistungsarten
  • Zeitabhängige Felder für Leistunsgarten festlegen
oder eben direkt per Transaktionscode OKEI.

Zeitabhängige Felder für Geschäftsprozesse Userexit COOMBP01 - Transaktion OKEZ

In der Prozesskostenrechnung findet sich die Einstellung unter
  • Controlling
  • Prozeßkostenrechnung
  • Stammdaten
  • Geschäftsprozesse
  • Zeitabhängieg Felder für Geschäftsprozesse festlegen
und kann ebenfalls über einen Transaktionscode in diesen Fall OKEZ eingestellt werden.

Fazit - sollten die Zusatzfelder zeitabhängig oder zeitlos sein

In unseren Fall dürfte es aber tatäschlich am interessantesten gewesen sein, hier keine Zeitabhängigkeit festgelegt zu haben, so dass die Erfassung unproblematisch war.

Gerade bei einer jährlichen Statistik in der keine Vorjahresvergleiche der Stammdaten erfolgt, ist es hier sinnvoll eine direkte Zuordnung über die Ewigkeit zu haben, als noch an die einzelnen Betrachtungszeiträume zu denken.

Interessant ist übrigens, dass in den Stammdatentabellen für die CO Objekte tatsächlich die Betrachtungszeiträume mehrfach gefüllt sind, aber hier für das Zusatzfeld stets der gleiche EIntrag automatisch zu finden ist, so dass bei Bedarf tatsächlich die Zeitabhängigkeit auch im Nachhinein aktiviert werden kann.

Besonders interessant war es hier tatsächlcih aus der Datenbankebene (die Stammdatentabelle war für jeden einzelnen Betrachtungszeitraum mit einen Wert versehen), über einen fachlichen Austausch bishin zur Möglichkeit der Anpassung im Rahmen des Customizing einzugehen.

Die Idee tatsächlich nur zwei eCATT aufzuzeichnen, ist da tatsächlich der einfache Weg, auch wenn über die Massenpflege bspw. per MASS wohl ebenfalls Zusatzfelder als zu pflegende Stammdatenfelder angepasst werden können.

Die Bedeutung von Stammdaten oder auch Stammdatengruppen können bei der Konzeption de Berichtswesen tatsächlich eine wichtige Rolle spielen. Dieses ist auch der Grund, warum ich sowohl im Bereich Berichtswesen als auch beim Schnelleinstieg ins Controlling (siehe Punkt Publikationen) intensiver auf dieses Thema eingegangen bin.

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Mittwoch, 11. September 2019
19:24 Uhr

Änderungen und Nacharbeiten nach Einspielung SAP ERP 6.0 Enhancement Package 8 (EHP 8) insbesondere im CO

Während vorab noch die Unicode-Umstellung unter SAP ERP anstand stand in letzter Zeit auch das Testen der EHP 8 unter SAP ERP im Fokus.

Mit der Aktivierung der Enhancement Packages 8 ist ein Upgrade als Grundlage für den Übergang nach S/4HANA geschaffen worden und damit als Basis die NetWeaver Plattform 7.50 sowie Unicode aktiviert worden.

Wie auch bei der Einspielung von Supportpackages sind hier manchmal Nacharbeiten erforderlich. Ein Kollege wies nicht ohne Grund darauf hin, dass es sich bei der Einspielung von EHP um einen Releasewechsel handelt wo durchaus auch schon einmal Änderungen in den Programmen vorgenommen worden sind.

Intern haben wir letzte Woche gemeinsam eine Zusammenstellung der Änderungen und erforderlichen Korrekturen festgehalten.

Auf einige Korrekturen und Änderungen die übergreifend auch in adneren Einrichtungen aufgetreten sind möchte ich hier gerne eingehen und Lösungsansätze für Probleme darstellen.

Da dieses Mal sich doch einiges geändert hatte sind einige Punkte in eine entsprechende Präsentation zum Tagesordnungspunkt "Probleme nach SP/EHP-Einspielung" gemeinsam mit Kollegen ausgearbeitet.

Besonders der Austausch in einrichtungsübergreifende Arbeitsgruppen ist hier mehr als sinnvoll, wenn es um das Thema Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung geht. Wobei ein reiner Fokus auf negative Punkte wie angesprochene Probleme erscheint mir auch ein wenig eingeschränkt, da mit den EHP in meinen Augen auch einige spannende zusätzliche Funktionen hinzugekommen sind.

Gerade die positiveb Verändeurngen haben mich überzeugt hier aber auch in einen gemeinsamen Vortrag sowohl Korrekturen als auch solche Änderungen in den folgenden Abschnitten vorzustellen.

Gerade im Vorfeld hat es sich gezeigt, dass hier ein Vortrag zum Thema "Neuerungen im EHP8" von Daniel Ottenberg (Convista Consulting)  auf den FICO Forum Infotagen 2016  mir geholfen haben aktuelle Anpassungen vorzeitig zu erkennen und schätzen zu lernen. Ebenso sind auf den FICO Forum Infotagen 2017 im Vortrag "Änderungen in SAP ERP Controlling (Customer Connect)" von  Marco Valentin, SAP ebenfalls einige Hinweise zur Verfügung gestellt worden.

Auch abseits der SAP Themen ist mir noch imemr das Ernie-Prinzip so wie eine Postkarte in guter Erinnerung.

Verhalten im Notfall - die Notfallkarte
Notfallkarte von http://andreasjacobs.com/
P.S.: Fehler im Coding ist sicherlich kreative Absicht ;)

Die Unterlagen sind im Artikel "Rückblick FI CO Forum Infotage 2016 in Köln und Zürich" verlinkt und mir in positiver Erinnerung. Aber auch sonst lohnt es sich die Infotage zu besuchen und ich freue mich schon auf November hier ebenfalls wieder neues zu erfahren.

Nun möchte ich aber auf die mir/uns aufgefallenen Punkte eingehen.
 

Transaktion KSUB - Customizing-Fehler: Vorgangsgruppen nicht auf aktuellem Stand

Beim Aufruf der Planumlage kommt es zu obiger Fehlermeldung über die Informationen zum Fehler wird darauf hingewiesen mit folgendne Reports durch Korrekturprogramme durchgeführt werden.

Per SA38 oder per Klick auf den Reportnamen in der Fehlermeldung kann der Report RK811XST (nur aktueller Mandant) oder RK811XUP (für alle Mandanten) ausgeführt werden.

Danach sind alle Basic-Set erneut gesetzt.

Allerdings steht dieser Punkt eigentlich auch immer bei der Einspielung von Support Packages auf der ToDo Liste.
 

Erweiterte Suche bei Feldern

Eine in meinen Augen sehr positive Funktion ist die "Erweiterte Suche" bei Feldern. Hier kann z.B. bei Stammdaten wie Kostenart (KA03), Kostenstellen (KS03) oder Innenaufträge (KO03) die automatische Vervollständigung aufgerufen werden.

Schon beim Tippen einzelner Zahlen wird unterhalb des Feldes eine Liste mit möglichen Feldern als Liste mit zusätzlichen Funktionen ausgegeben.

Ist dieses nicht gewünscht kann diese Option im SAP GUI Logon Pad oder im SAP Menü unter Layout anpassen (ALT + F12 im SAP Menü) unter den Abschnitt INTERAKTIONSDESIGN beim Punkt Visualisierung 2 im Abschnitt Erweiterte Suche deaktiviert werden.

Mittlerweile möchte ich diese Funktion tatsächlich nicht mehr missen.

Neue Selektionsbilder für CO Einzelposten

Innerhalb der Einzelpostenberichte IST im Controlling
  • Transaktionen KSB1, KSB1N (Kostenstellen)
  • Transaktionen KO1, KOB1N (Innenaufträge)
ist die Selektionsmaske um Merkmale und Kennzahlen erweitert worden.

Neben Belegnummer kann hier als Merkmal auch das Feld CO-Subkey für die Suche nach den Herkunfsobjekt selektiert werden.

In den Plan-Einzelposten
  • Transaktionen KSBP, KSBPN für Kostenstellen
  • Transaktionen KOBP, KOBPN für Innenaufträge
ist ebenfalls eine Suche über die Belegnummer möglich. Über die SChaltfläche Selektionsbild definieren kann dieses ebenfalls bearbeitet werden.

In den SAP Hinweisen 2187310 sind die Funktionen zu KESS vollständig vorgestellt unter den Hinweis 2579920 ist erklärt, wie diese Zusatzfelder in der Tabelle T811FLAGS deaktivieren lassen.

Zusatzfunktionen für Umlage und Verteilung

In den Transaktionen zur Verrechnung von Kostenarten im CO-OM (Umlage und Verrechnung) z.B. Planumlage (KSUB) aber auch für die Istumlage (KSU5) um Zusatzfunktionen ergänzt.

Insbesondere die Möglichkeit einzelne Segmente für einen Testlauf zu sperren kann hier hilfreich sein um im Vorfeld einzelne Zyklen zu testen.

Gleiches gilt für die Planverteilung (KSVB) und Istverteilung (KSV5). In der Profitcenter-Rechnung (EC-PCA) sind die Umlage (Plan 3KEB, Ist 3KE5) und Verteilung (Plan 4KEB, Ist 4KE5) ebenfalls um Einstellungen für Simulation erweitert worden.

SAP Basis Zentraler Einstieg Suchfunktionen

Eine spannende Suche über Tabellen ist durch die Einstiegstransaktion SE16T zu finden. Vergleichbar zur SE16H ermöglicht diese eine wesentlich erweiterte Suche über Tabellen im SAP System.

Die neue Transaktion SE16S (Allgemeine Tabellen und Wertsuche) sucht in allen Feldern der gefundenen Tabellen und die SE16SL (Feldbasierte Tabellen und Wertsuche) beschränkt die Suche auf Felder der gefundenne Tabellen, die zur eingegebenen Feldbeschreibung passen.

Während die SE16SL schneller ist jedoch muss die Eingabe der Feldbeschreibung genauer erfolgen als bei der SE16S.

In der SE16S kann auch ein Suchmuster verwendet werden, dass über die Transaktion SE16S_CUST angelegt werden kann.

Daneben gibt es noch weitere Punkte, auf die ich in folgenden Artikeln eingehen werde.

Validierungsobjekt bei eCATT

Das Thema eCATT hat im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" schon eine gute Grundlage gefunden. Interessanterweise ist nun hier neben der Testfalleinrichtung auch ein Valdierungsobjekt hinzugekommen und es kann im Testskript per VALIDATE innerhalb der Kommandoschnittstelle darauf zugegriffen werden. Hier habe ich mich nicht tiefer mit den Möglichkeiten beschäftigt, da wir im Rahmen der ausführlicheren Testphase tatsächlich auf ein größeres Problem aufmerksam worden.
 

Probleme bei Standardberichten mit Report Painter( RAISE_EXCEPTION  - PROGRAMM NON_EXISTENT bei Report Painter Standardberichten)

Ein noch nicht wirklich nachvollziehbarer Fehler ist beim Aufruf von Standardberichten in der Transaktion GRR3 oder GR55 im Namensraum der SAP zu finden.

In der Bibliothek 6O1 ist der Bericht 6L03-001 "Liste: Ist/Plan/Obl". zu finden. Wird dieser direkt ausgeführt (oder die zugehörige Berichtsgruppe) kommt es zur Fehlermeldung

"Laufzeitfehler RAISE_EXCEPTION und der Meldung Ausnahmebedingung "PROGRAMM NON_EXISTENT" bspw. in den Programm SAPLSLDB abgebrochen."


Der Bericht 6L03-001 ist der Berichtsgruppe 6L03 zugeordnet. Über die Transaktion GR55 kann die Berichtsgruppe angesehen werden. Allerdings führt ein Start der Berichtsgruppe (Ausführen) ein Hinewis, dass die Berichtsgruppe nciht vorhanden ist und danach ist die Berichtsgruppe nicht mehr vorhanden gilt auch wenn der Bericht über die GRR3 ausgeführt worden ist.

Fehlermeldung GR412 und GR032 nachdem der Bericht über GRR3 oder GR55 gestartet wurde

Die Fehlermeldung beim Aufruf der Berichtsgruppe über GR53 (Berichtsgruppe anzeigen) oder GR55 (Berichtsgruppe ausführen) kommt es zur Fehlermeldung GR412 (Bericht ... ist nicht vorhanden) und GR032 (Die Berichtsgruppe enthält keine Berichte) obgleich zuvor hier die Berichte zugeordnet waren und im Standard auch sind.

Bericht funktioniert jedoch, wenn vorab per S_ALR_* gestartet wurde

Wurde im Vorfeld jedoch der Bericht S_ALR_87013000 Liste: Ist/Plan/Obligo aufgerufen, die ebenfalls eine Parametertransaktion für den Reportwriter Bericht für die Transaktion START_REPORT ist und hier, wie im Artikel "Parametertransaktion für Reporwriter" beschrieben die Berichtsgruppe 6L03 ausführt.

Sofern Berichtsgruppe und Bericht noch vorhanden sind wird hier die Berichtsgruppe generiert und das Programm compiliert und die Berichtsgruppe generiert. Danach funktionieren Berichte wieder, selbst wenn diese später über die Bibliothek (GRR3) oder Berichtsgruppe (GR55) direkt gestartet wird.

Lösung: GR59 Berichtsgruppe und abhängige Objekte aus Mandant 000 importieren

Fehlt die Berichtsgruppe jedoch ist ein Neuanlegen der Berichtsgruppe 6SL nicht möglich, da der Bericht aus SAP Namensraum nicht einfach einer Berichtsgruppe zugeordnet werden kann. Es empfiehlt sich also in der Transkation S_ALR* die nicht funktioniert über die SE93 aus den Transaktionscode die Berichtsgruppe auszulesen und von einen funktionierenden System oder Mandant 000 zu importieren.

Über den Mandanten 000 kann  mit der Transaktion GR59 "Report Writer: Berichtsgruppe aus Quellmandanten" über die Option Kopieren abhängiger Objekte die Berichtsgruppe samt Berichten erneut importiert werden. Alternativ lässt sich aus einen bestehenden System, mit funktionierenden Berichten, über die Transaktion GR57 die Berichtsgruppe mit abhängigen Objekten ebenfalls exportieren und mit GR58 wieder importieren im System, da diese nicht funktioniert.

Hintergrund ist wohl ein Schiefstand der Tabelle T800 Report Writer: Berichte und T803L Report Writer: Einträge in Berichtsgruppen. Bei kundeneigenen Berichten kann über die GRR2 der Bericht neu aufgerufen und generiert werden bzw. einer Berichtsgruppe zugeordnet werden.
 

Fazit

Gerade für Keyuser und Anwendungsbetreuung ist es sinnvoll solchen Veränderungen nachzugehen und ich bin sehr froh, dass wir uns in Hessen über solche Fehler und Veränderungen austauschen und gegenseitig auch Lösungsansätze miteinander zu teilen.

So umfangreich auch Keyuser und Anwendungsbetreuung testen mögen es gibt doch immer wieder Punkte, die dann doch erst im Laufe der Arbeit auffallen und dann Lösungsansätze gesucht werden müssen.

Nebenbei, wenn sich Gedanken darum gemacht wird, welchen aktuellen Releasestand eigentlich das aktuelle SAP System hat, mag ich hier gerne auf den Artikel "Welches SAP EHP haben wir eigentlich?" von thinkdoforward.de verweisen.

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Sonntag, 21. Juli 2019
15:39 Uhr

Grundlagen FI-AA: Anlagenklassen und Zuordnung Sachkonto sowie Fehleranalyse bei der mehrfachen Angabe eines Selektionsmerkmal wie Kostenart oder CO Innenauftrag bei Summen und Einzelposten Berichten

Im Hinblick auf das Berichtswesen ist die Betrachtung von Investitionen oder des Anlagevermögen ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, so dass hier bei entsprechenden Auswertungen ebenfalls auf Zusammenhänge zwischen der Anlagenbuchhaltung (FI-AA), Finanzbuchhaltung (FI) aber auch Controlling (CO) egal ob nun im Gemeinkostencontrolling (CO-OM) oder der Profit-Center-Rechnung (ECPA) berücksichtigt werden sollte.

Während ich mich im Artikel "Mehrjahresvergleich im Recherchebericht mit Beschränkung von Aufwand und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr bis aktuelle/selektiere Periode/Jahr und komplette Perioden der Vorjahre sowie übertragene Jahresendsalden" noch um die Weiterentwicklung bestehender Berichte gekümmert hatte kam es im beruflichen Umfeld bezüglich einer Auswertung von Investitionen zu einer Abweichung zwischen der ausgewerteten Summen und der Einzelposten einer Profit-Center-Standardauswertung.
Eine vergleichbare Problemschilderung ist auch bei einer Auswertung im CO-OM (Gemeinkostencontrolling)  durch Copy&Paste einer Vielzahl von Aufträgen in der Mehrfachselektion aufgetreten, dass hier ebenfalls im Bericht S_ALR_87012995 (Liste: Aufträge) die Gesamtsumme nicht gepasst hat.

Nach einiger Zeit hatten wir dann tatsächlich festgestellt wo hier die Ursache gelegen hat und diese hier im Artikel festgehalten. Kleiner Spoiler vorab, die Ursache lag an mehrfachen Einträgen von Einzelwerten wodurch doppelte (oder mehrfache) Einträge auch mit angezeigt und mit summiert werden.  Da das Thema aber erstmals im Berecih der Sachkonten für Investitionen aufgetreten ist mag ich zusätzlich zur Mehrfachselektion auch noch auf das Thema Anlagenklasse und Sachkonto eingehen.

Im folgenden Artikel möchte ich daher gerne auf einige Aspekte der Mitbuchtechnik von Anlagenbuchhaltung, Finanzbuchhaltung und Controlling eingehen, aber daneben auch ein Problem ansprechen, dass nun schon mehrere Kolleginnen und Kollegen nach der Einspielung der Enhancement Packages 8 aufgefallen ist, aber nach Rückfrage im Kolleginnen und Kollegenkreis auch schon vorher vorhanden war. Es geht um das Verhalten von Berichten wenn bestimmte Objekte (Sachkonto oder auch CO Innenaufträge) mehrfach in der Selektionsmaske eingetragen sind.
 

Auswertung von Investitionen im Controlling per Report Painter oder Query

In entsprechenden Report Painter Berichten (siehe Artikel "Auswertung Anlagenzugänge als Investitionen im Report Painter mit Ausweis CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" zur Auswertung der Anlagenbewegungsarten innerhalb der Profit-Center-Rechnung über Einzelpostentabellen oder aber als "Investitionen in ReportWriter (statistische Buchungen)") bin ich schon auf der Definition von Auswertungen eingegangen. Daneben kann die Anlagenbuchhaltung ebenfalls über eine Query ausgewertet werden (sei es über EC-PCA oder über die logische Datenbank ADA). Wer sich dafür näher interessiert findet im Artikel "Zusammenfassung Query über Anlagenzugang - Auswertung Investitionen aus Profit-Center-Rechnung" der ein oder andere Hinweis.

Hintergrund Anlagenbuchhaltung - Anlagengitter

Oftmals hilft es übrigens im Reporting über den eigenen Modultellerrand zu schauen, damit auch Zusammenhänge wie die Verwendung von Ordnungsbegriffen in FI-AA im Artikel "FI-AA Anlagenbuchhaltung: Klassifizierung von Anlagen" klarer werden.

Zur Auswertung von Investitionen hatten wir das Anlagengitter (Transaktion S_ALR_87011990 ausgeweret.

Diese Auswertung ist unter:
  • Rechnungswesen
  • Finanzwesen
  • Anlagen
  • Infosystem
  • Berichte zur Anlagenbuchhaltung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • International
  • Anlagengitter (Transaktion S_ALR_87011990)
zu finden.

Unter anderen sind hier die Spalten Zugang, Abgang und Umbuchungen neben den Bestandskonto AHK und der Anlagenklasse zu finden.

Zuordnung Anlagenklasse und Hauptbuchkonto


Interessant ist nun der Zusammenhang zwischen der Anlagenklasse under der Zuordnung zum Hauptbuchkonto

Die Customizingeinstellungen zur Anlagenklasse findet sich unter:
  • Finanzwesen (neu)
  • Anlagenbuchhaltung
  • Organisationsstrukturen
  • Anlagenklassen
  • Anlagenklassen definieren  (Alternativ Transaktionscode OAOA)
Hier kann je Klasse Kurztext und bezeichnung der Anlagenklasse festgelegt werden.

Per Doppelklick auf die Anlagenklasse (oder aber durch Neuanlage) kann zur Anlagenklasse über den Abschnitt Anlageart im Feld Kontenfinden ein Abstimmkonto es Hauptbuches (Bestandskonto) definiert werden.

Hierbei ist zu beachten, dass auch mehrere Anlagenklassen ein identisches Hauptbuchkonto zugeordnet werden können.

Durch die Zuordnung mehrerer Anlagenklassen zu einem Hauptbuchkonto in der Transaktion OAOA kann es bei der Auswertung der Hauptbuchkonten in der Profit-Center-Rechnung nun zu einer Abweichung zum Anlagengitter kommen, was hier für eine kurzfristige Verwunderung geführt hatte.

 

Problem: (Mehrfach)Selektion Sachkonto in Profit-Center-Berichten führt zur doppelten Anzeige von selektierten Werten im Anzeigebereich

Um diese Buchungen mit der Profit-Center-Rechnung (EC-PCA) abzugeleichen wurde ein Plan/Ist Vergleich im SAP Menü zum Beispiel folgender Bericht:
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Profit-Center-Rechnung
  • Infosystem
  • Berichte zur Profit-Center-Rechnung
  • Listorientierte Berichte
  • PrCtr-Gruppe: Plan/Ist/Abweichung (Transaktion S_ALR_87013340)
Beim Aufruf dieser Transaktion werden in der Selektionsmaske neben Profit-Center (Gruppe) auch die Ergebniskonten und Bilanzkonten eingegeben. Diese sind aus der Zwischenablage aus oberen Anlagengitter übernommen worden.

Wird nun die Summe betrachtet ist diese wesentlich höher als die Summe der Zugänge und Abgänge im Anlagengitter.

Beim Betrachten der Einzelposten (durch Doppelklick auf der Summe und Absprung auf den Bericht Profit Center: Ist Einzelposten (Transaktion KE5Z) stimmt nun aber wieder die Summe der Einzelposten mit der Summe des Anlagengitter überein.

Ursache dieser Abweichung war, dass einzelne Sachkonten merhfach in der Selektion eingetragen wordne sind und diese in der Summe dann auch mehrfach berückscihtigt werden. Sofern eine Kontengruppe angelegt wird, ist hier eine Prüfung auf die Eindeutigkeit vorhanden, aber bei der Selektion von mehreren Konten in der Selektionsmaske werden diese im Gegensatz zu den Profit-Centern dann im Bericht auch mehrfach ausgegeben. Lediglich in den Einzelpostenberichten erfolgt dann kein Mehrfachausweis.

Darstellung von Mehrfachselektionen im Anzeigebereich von Berichten
Dieses Problem tritt jedoch grundsätzlich bei allen Berichten auf, die ein Merkmal (welches durchaus auch aus der Selektionsmaske übernommen wird) und im Anzeigebereich eines Report Painter / Report Writer Berichtes (oder auch Recherchebericht) dargestellt wird. Entsprechend sind mehrfach selektierte CO Innenaufträge im Bericht Auftrag: Ist/Plan/Abweichung (Transaktion S_ALR_87012993) korrekt als Summe vorhanden, während mehrfach selektierte Innenaufträge im Bericht Liste:Aufträge (Transaktion S_ALR_87012995) auch mehrfach ausgewiesen werden, jedoch im Absprung auf die Einzelpostenliste nur einfach ausgewiesen werden. Ein Kollege brachte diese Abweichung wie folgt auf den Punkt "Wenn du dir abends in der Kneipe zwei Glas Bier bestellst, solltest du dich ja auch nicht wundern, wenn du dann mehr als eines erhälst..." :-)


Die Frage ist nun, wie kam es zur Selektion von mehreren Sachkonten. Dieses liegt an der Zuordnung von Anlagenklassen und Sachkonten, welche dann für mehrere Anlagenklassen identische Sachkonten hinterlegt hat.

Fazit


Immerhin helfen solche Auswertungen manchmal dabei auch die Zusammenhänge von FI-AA und CO beziehungsweise der Profit-Center-Rechnung und allgemein der Selektion von Konten in Berichten nachzuvollziehen.

Gerade bei unerwarteten Berichtsverhalten ist es hier wirklich positiv sich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen zu können, die auch vorher schon das geschilderte Problem hatten und bestätigen können, dass dieses keine direkte Auswirkung der neuen EHP darstellt. Für häufig auftretende Auswertungen ist daher tatsächlich die Verwendung von Stammdatengruppen eine gute Maßnahme um die Eindeutigkeit von Gruppen zu gewährleisten und von der doppelten Auswertung eines Kontos verschont zu werden :-)

Das "abweichende" Verhalten von Berichten über Summen und Einzelposten kann da tatsächlich zu der ein oder anderen Rückfrage oder auch Iritation bezüglich der Interpretation der erhaltenen Werte führen.

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Dienstag, 9. Juli 2019
19:47 Uhr

Mehrjahresvergleich im Recherchebericht mit Beschränkung von Aufwand und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr bis aktuelle/selektiere Periode/Jahr und komplette Perioden der Vorjahre sowie übertragene Jahresendsalden

Im Artikel "Offset statt Jetset oder Jahresbudget jahresübergreifend auswerten mit lokaler Variable im Recherchebricht" wurden Jahresbudget, Ertrag, Aufwand und Obligo über eine lokale Variable ZJAHR mit Offset Berechnung +1 bis +10 für die Folgejahre ausgewertet. Somit wird bei Selektion von 2017 die Jahresbudgetwerte von 2017 bis 2027 sowie die bis zum aktuellen Stichtag gebuchten Werte für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 ausgewiesen.

Nun wurde aber der Wunsch geäußert, dass für das aktuelle Geschäftsjahr Aufwand, Ertrag und Obligo nicht bis zum 13. Juli 2019 sondern bis 31.06.2019 (sprich Periode 6 im Geschäftsjahr 2019) ausgewertet wird, aber die vorherigen Jahre von Periode 1 bis 12 ausgewertet werden. Die Jahresbudgetwerte sind dabei ohne Angabe von Periode zu wählen.

Merkmal Periode/Jahr in Rechercheberichten

Um diese Anforderung umzusetzen hilft es neben den mit Offset erhöhten Merkmal Geschäftsjahr und der lokalen Variable ZJAHR ein weiteres Merkmal hinzuzufügen.

Hier bietet sich dann das Merkmal "Periode/Jahr" an das ebenfalls als lokale Variable definiert werden kann.

So kann das 1. Folgejahr für das Merkmal Geschäftsjahr die lokale Variable ZJAHR mit Operator + und Offest 1 enthalten und zusätzich das Merkmal Periode/Jahr als von eine Variable PJ_1 und für bis eine Variable PJ_2 als lokale Variable zugewiesen bekommen. Die beiden Variablen PJ_1 und PJ_2 sind in der Selektion dann für den gesamten Berichtszeitraum zu selektieren in dem tatsächlich Aufwand, Ertrag und Obligo ausgewertet werden sollen.

Wird der Bericht nun aufgerufen wird nicht nur das Geschäftsjahr als Selektionsmerkmal erscheinen und für die einzelnen Berichtsspalten um 1 um einen Mehrjahresvergelcih (im Beispiel bis +10 Jahre) auszuwerten sondern auch zwei weitere Selektionsvariablen Periode/Jahr ergänzt um den Variablennamen.

Die Variablen werden alphanumerisch sortiert, so dass erst "Periode/Jahr  /$PJ_1" für von Periode/Jahr und darunter "Periode/Jahr  /$PJ_2" für bis Periode/Jahr ausgegeben wird.

Im Ergebnis werden dann für die Spalten Aufwand, Ertrag und Obligo auch tatsächlich nur die Buchungen die im jeweiligen Jahr und den selektierten Zeitraum von Periode/Jahr bis Periode/Jahr angefallen sind ausgewertet werden.

Da Jahresbudget oftmals in eine Sonderperiode z.B. 000 gebucht wird, sollte das entsprechende Merkmal ergänzend zum Geschäftsjahr ZJAHR nur in den Spalten Ertrag, Aufwand, Obligo eingetragen werden und nicht in den Allgemeinen Selektionskriterien bzw. beim Jahresbudget.
 

Eingabeformat für das Feld Periode/Jahr

Wobei das Format für das Eingabefeld für Periode und Jahr abhängig vom Datumsformat im Benutzerstamm ist. In der Transaktion SU3 kann dieses (unter anderen) im Abschnitt Festwerte im Feld Datumsdarstellung ausgewählt werden. Die Aufbereitung des Datums ist pro Land unterschiedlich aber für Deutschland dürfte die übliche Datumsaufbereitung TT.MM.JJJJ sein (Tag.Monat.Jahr) entsprechend ist dann auch das Feld Periode/Jahr in der Form PPP.JJJJ für Periode (P) und Jahr (J) zu füllen.

Ist das Datumsformat JJJJ.MM.TTT im Benutzerstamm gewählt sind Periode und Jahr in der Form JJJJ.PPP anzugeben.

Saldo und Saldovorjahr berücksichtigen

Eine weitere interessante Berichtsanforderung ist, dass der Saldo gegen Budget bisher aus Jahresbudget - Aufwand - Obligo berechnet worden ist und damit verständlicherweise immer der Saldo zum Jahresende ausgewiesen wird. Jedoch soll nun automatisch im Bericht auch der Saldo des Vorjahres mit übertragen werden. Da die Projekte nur wenige Jahre laufen besteht hier die Möglichkeit der Auswertung des 10-Jahresbericht mit einer Auswertung von 2015 (vier Jahre in der Vergangenheit) bis 2025 (sechs Jahre in der Zukunft).

In den einzelnen Salden kann nun ab ZJAHR+1 für den Saldo nicht nur Jahresbudget - Aufwand - Ertrag sondern auch noch + Vorjahressaldo berechnet werden, so dass hier immer auch der Jahresübertrag im Bericht ausgewiesen wird, ohne dass dieser manuell übertragen wird, bzw. wenn eine Übertragsbuchung noch nicht erfolgt ist, diese dennoch mit ausgewertet wird.


Zum besseren Verständnis dürfte folgende graphische Darstellung des Beriches weiter helfen.

Als Selektionsfelder stehen nun folgende Felder zur Verfügung:
  • Fonds, Finanzstelle, Finanzposition
  • Periode/Jahr  /$PJ_1
  • Periode/Jahr  /$PJ_2
  • Geschäftsjahr
In unseren Fall sollen hier folgende Werte genommen werden:
  • Periode/Jahr  /$PJ_1 = 001.2017
  • Periode/Jahr  /$PJ_2 = 006.2019
  • Geschäftsjahr = 2017
Im Ergebnis werden für 2017 und 2018 für Ertrag, Aufwand und Obligo Periode 1 - 12 des jeweiligen Jahres genommen und für 2019 nur Periode 1 bis Periode 6. Für die folgenden Jahre wird nur noch das Jahresbudget und nicht mehr Ertrag, Aufwand und Obligo ausgewertet.

Mehrjahresvergleich laufendes Jahr nur bis selektierte Periode

Wie zu sehen ist hier ab 2018 der Saldo aus 2017 berücksichtigt und wird auf den Saldo 2018 berücksichtigt, bzw. der Saldo des Vorjahres auf das Nachfolgejahr direkt übertragen.

Damit sind die einzelnen Salden schon einmal vorab übertragen und die Berichtsspalten für die einzelnen Jahre müssen nciht einzeln noch addiert werden.

Nachtrag: Drittmittelverwaltung -> Saldo gegen Geldeingang statt gegen Jahresbudget

Eine andere Sicht könnte für die Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Drittmittelverwaltung und Drittmittelcontrolling interessant sein. Hier wird ein Saldo nicht gegen das Jahresbudget sondern aus Ertrag, Aufwand und Obligo (id est Saldo gegen Geldeingang) betrachtet.

Da solche Projekte möglicherweise sogar einige Jahre länger laufen ist es überlegenswert in der ersten Spalte nicht ein Jahr sondern als Beispiel 2001 bis ZJAHR (im Beispiel also 2001 bis 2017) auszuwerten, so dass tatgsächlich die gesamte Laufzeit der Projekte betrachtet werden kann... Ebenso könnten hier auch die Vorjahresbudgetwerte in der ersten Spalte betrachtet werden..so diese ebenfalls immer als Jahresbudget eingestellt waren.
 

Saldoübertrag (negative Budgetwerte in der klassischen Budgetierung)


Die Möglichkeit des Übertrags von negativen Saldowerten als "negatives Budget" in der klassischen Budgetierung innerhalb PSM-FM habe ich ausführlicher im Artikel "Negatives Budget in Public Sector Management Haushaltsmanagement buchen (klassische Budgetierung und BCS)" beschrieben.

Im oberen Bericht werden als Jahresbudget sowohl die Finanzposition auf der das Budget als Jahresbudegt gebucht ist als auch die Finanzposition für negatives Budget zum Saldoübertrag ausgewiesen. Im Ergebnis weist die Spalte mit Berücksichtigung des Vorjahressaldo also entweder einen positiven/negativen Saldo für das Vorjahr als Addition aus oder aber nach der Übertragung ins entsprechende Jahr einen Saldo von 0 aus. Damit kann im Bericht also tatsächlich der Saldoübertrag schon vorweg genommen werden, ohne dass heir schon eine Buchung erfolgt ist.

Berichtswesen allgemein

Auch dieser nun um zwei weitere Aspekte angepasster Bericht kann wieder über "Parametertransaktion für Recherchebericht" eine eigene Transaktion erhalten.

Selbstverständlich können solche Berichtsanforderungen nicht nur im Modul Haushaltsmanagement im Bereich Public Sector Management sondern auch im Controlling und entsprechenden Berichten relevant sein. Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ausführlicher auf das Thema Rechercheberichte im SAP Modul CO eingegangen und habe für einen Mehrjahresvergleich auch diese Vorgehensweise näher erläutert. Hier freue ich mich auch sehr über die durchweg positiven Rückmeldungen auf Amazon * und würde mich freuen, wenn das Buch und Thema auch weitere Personen finden wird :-). Neben Rechercheberichte wird hier auch das Thema Berichtswesen im CO allgemein aber auch die Tools Recherchebericht, Report Painter und SAP Query behandelt sowie einige Empfehlungen und Kniffe rund um Aufbau eines internen Berichtswesen gegeben.

Gerade das Thema Periode/Jahr wurde auch im Artikel "Erweiterung Report Writer Berichtsbibliothek 1CT zur Darstellung rollierendes Geschäftsjahr für Kostenstelle und Innenauftrag" behandelt und stellt auch hier eine entsprechende Möglichkeit dar.

Hier kann ebenfalls mit einen Merkmal "Geschäftsj./Periode" gearbeitet werden um ein rollierendes Geschäftsjahr (zum Beispiel abweichend zum Geschäftsjahr ein Studienjahr) auszuwerten. Interessant ist, dass hier durch die Kombination mit den Merkmal Geschäftsjahr tatsächlich für das laufende Geschäftsjahr bei einer Mehrjahresbetrachtung wie im Artikel "Mehrjahresvergleich im ReportWriter/Painter mit variabler Spaltenanzahl je Jahr dank Variablen" dieses für einzelne Spalten ebenfalls für das aktuelle Geschäftsjahr eingeschränkt werden kann.

Fazit

Der auf diese Weise entstandene Finanzberichte über einzelne Projekte kann nun zum Beispiel um entsprechende Hochrechnungen (zum Beispiel aus der Personalkostenhochrechnung) ergänzt werden. Gerade bei der Personalkostenhochrechnung und unterschiedliche Gruppen an Personal (im Hochschulbereich zum Beispiel Beamte und Tarifpersonal) kann es auch sein, dass das Zahldatum der Bezüge zum 1. eines Monats und der Gehälter zum Monatsende sonst im laufenden Monat dazu führt, dass noch nicht der gesamte Personalaufwand gebucht ist aber die Personalkostenhochrechnung dieses nicht mit berücksichtigt.

Durch die Abgrenzung der Periode des laufenden Geschäftsjahres gegenüber den vorherigen Jahren kann es daher sinnvoll sein, hier eine Einschränkung zu machen.

Es ist allerdings möglich darüber zu diskutieren ob das Obligo dann ebenfalls eingeschränkt werden sollte, da dieses ja ebenfalls Verbindlichkeiten sind, die noch zu zahlen sind, auch wenn diese vielleicht in künftigen Perioden bzw. im laufenden Monat erst gebucht worden sind.

Auf der anderen Seite wird ja auch später im Bericht mit angegeben, bis zu welcher Periode beziehungsweise zum welchen Stichtag die Auswertung erfolgt ist.

Tatsächlich zeigt sich hier auch wieder einmal schön, dass Berichtswesen immer auch ein lebendiges Konzept ist, dass sich immer wieder weiter entwickeln kann.

Als ein weiter Grund zur Begeisterung im Berichtswesen trägt für mich bei auch solche Anforderungen für Berichte in SAP umtzsetzen und hier passende Lösungsansätze zu finden. Sicherlich lassen sich einmal erstellte Berichte auch mit Excel weiter verarbeiten, was zum Beispiel im Artikel "Bilanzreporting und GuV Planung in der Profit-Center-Rechnung sowie Konsolidierung einzelner Bereiche am Beispiel der Planung der Haushaltsrechnung" erfolgt ist, aber es ist immer wieder ein gutes Gefühl, wenn Berichte auch direkt aus den SAP System verwendet werden können und genau die Informationen wieder geben, die für ein Finanzberichtswesen im internen Rechnungswesen und Berichtswesen auch tatsächlich gefordert werden.

Gleichzeitig sind es aber auch solche Berichtsanforderungen die stelltvertretend dafür stehen, dass das Auseinandersetzen mit einzlnen Berichtstools (gerne auch Excel) regelmäßig genutzt werden sollte und gerade vorhandene Berichte auch dahingehend überarbeitet werden können, ob diese noch alle relevanten und tatsächlich geforderten Informationen liefern oder vielleicht doch noch um weitere Informationen erweitert werden können.

Die von mir im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen eingesetzten Tools sind ebenso im Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" zusammenfassend mit weiteren Beispielen dargestellt worden.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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