Andreas Unkelbach
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Sonntag, 21. Oktober 2018
10:46 Uhr

Ein datenschutzfreundlicher Messenger am Smartphone - Threema

Das Thema Messenger ist unter mehreren Gesichtspunkten relevant. Der erste Punkt bei der Wahl eines passenden Messenger ist hier sicherlich an welcher Stelle auch die meisten Menschen sind mit denen Nachrichten ausgetauscht werden sollen. Zur Wahl des richtigen Messenger sind schon an verschiedenen anderen Stellen Artikel geschrieben worden die ich hier gerne als Ausgangspunkt verlinke.
  • Dasnuf.de "[Anzeige] Let’s talk – about Messenger"
    Patricia Cammarata (dasnuf) setzt sich in einer Artikelserie mit den Themen Medienkompetenz zum Thema Kinder und digitale Medien auseinander und stellt im verlinkten Teil einige Punkte zum Theme "Messener-Apps" vor.
  • Mobilegeeks.de "Top 10 Alternativen zu Whatsapp"
    Auch Mobilegeeks stellt einige Alternativen zum Messenger Whatsapp dar und gibt eine gute Übersicht über alternative Messenger.
Persönlich sehe ich hier tatsächlich eine Abwägung zwischen Datenschutz, Komfort, Sicherheit und tatsächlich die Frage, welche Messnger andere nutzen.

Problematisch bei den meisten Anbietern ist das Prinzip der Identifikation der Kontakte. Viele populäre Anbieter identifizieren die einzelnen Teilnehmende dadurch, dass die Handynummer als ID verwandt wird. Dabei wird dann auch noch das Theme "Wie finde ich Kontakte" relevant. Viele Messenger laden dabei die Kontaktdaten (bzw. so Aussage der meisten) einen Hashwert über die hinterlegte Mobilfunknummer hoch, so dass diese dann auf einen Server hinterlegt ist und hier vermutlich nicht für alle Kontakte eine entsprechende Einwilligung für das Übertragen der Kontaktdaten auf einen Server (selbst als Hashwert über die Telefonnummer) nicht vorliegt.

Hier haben allerdings auch einige Messenger reagiert, so dass zumindest die Kontaktdaten optional nicht mehr synchronisiert werden oder auch synchronisierte Daten gelöscht werden. Als Beispiel dazu ein Screenshot vom Messenger Telegram.

Kontakte bei Telegram

Telegram ermöglicht es übrigens neben der Verwendung der Telefonnummer ebenfalls die Einrichtung eines Benutzernamen, so dass hier statt der Telefonnummer für einen Kontakt auch ein individueller Benutzername weiter gegeben werden kann.

Der Vorteil dieses Messenger in meinen Augen ist aber ein ganz anderer, da hier mehr als ein Device genutzt werden kann. Ebenso wie Skype, ICQ oder AIM (um auch mal ein paar alte Geister zu nenen) besteht hier die Möglichkeit den Client auf mehr als einen Client einzurichten und sogar portabel per USB Stick der Messenger genutzt werden kann. Damit ist eine Nutzung am PC ebenso wie am Smartphone möglich, was andere Messenger wiederum nur per Webfrontend ermöglichen. Der Nachteil ist die Verknüpfung mit der Telefonnummer und das die meisten Personen wohl ihre Kontakte über eine Synchronisiation mit Adressbuch verteilen... dieses Problem dürfte aber bei den meisten Messengerdiensten der Fall sein. In jeden Fall sind durch die Verwendung der Telefonnummer als ID sowohl bei Telegram als auch bei Whatsapp beim Betreiber die Telefonnummer bekannt und gespeichert.

Zur rechtlichen Einschätzung dieser Problematik verweise ich gerne auf den Podcast Rechtsbelehrung siehe "Podcasthinweis: WhatsApp, Messenger und der Abmahnungen – Rechtsbelehrung Folge 47".

 

Messenger App Threema

Durch einen datenschutzsensiblen Kollegen an der Arbeit bin ich dann jedoch noch auf einen datenschutzfreundlicheren Messenger hingewiesen worden und nutze diesen nun sehr gerne im beruflichen Kontext. Mittlerweile sind, gerade im kirchlichen Umfeld, auch einige Personen zu diesen Messenger gewechselt und dennoch möchte ich diesen hier gerne einmal näher vorstellen.

Bezugsquelle und APK Installation


Threema
Threema
Martket Link / Google Play Neben der Möglichkeit im Store des jeweiligen Anbieters kann die kostenpflichtige App auch auf der Seite von Threema selbst bezogen werden und entsprechend die App hier heruntergeladen werden. Im Onlineshop auf https://shop.threema.ch/ können direkt Lizenzschlüssel bezogen werden und auch an andere Personen weiter gegeben werden. Auf diese Weise habe ich dann ebenfalls meinen Lizenzschlüssel erhalten und konnte die App herunterladen und mir Threema auch ohne Google Konto bzw. außerhalb des jeweiligen Store installieren. Interessant kann, gerade für größere Gruppen oder Unternehmen, auch das Model ThreemaWork sein. Hier sind Lizenzen übertragbar und es können auch mehrere Lizenzen erworben werden.

Von der Seite shop.threema.ch/download kann nach Angabe des Lizenzschlüssels direkt die App heruntergeladen werden.
Download und Sicherheit

Gerade wenn die App als APK heruntergeladen worden ist, muss im Anschluss, für spätere Updates, unter Gerätesicherheit der Punkt "Unbekannte Apps installieren" zugelassen sein. Hier wird, wie unter 3 in der oberen Abbildung, die Eigene Dateien als zugelassene App Quelle temporär aktiviert, so dass hier die App ein heruntergeladenes Update, was über Threema selbst heruntergeladen werden kann, durchgeführt werden kann. Dieses ist dann tatsächlich der Preis für eine hohe Anonymität. Die Alternative ist die Installation über eine der Anbieter Quellen (Google Play als Beispiel) worüber dann auch automatisch Updates ausgerollt werden.

Threema-ID

Im nächsten Schritt wird der eigene Account installiert. Sowie bei AIM, ICQ oder auch Skype erhält man bei Threema im Laufe der Registrierung eine ID (Benutzerkennung) so dass der Account nicht direkt mit der Telefonnummer registriert werden muss. Dieses ist auch der Unterschied zu Telegram (welches optional einen Benutzernamen hat der weiter gegeben werden kann ohne dass die Telefonnummer verraten werden muss) oder eben Messenger wie WhatsApp die direkt mit der eigenen Rufnummer verknüpft sind.

Im Rahmen der Einrichtung wird ein Schlüssel erzeugt über den die Kommunikation verschlüsselt. Dabei gibt es einen öffentlichen Schlüssel der an die Kontakte über die Threema-ID verteilt wird und ein privater Schlüssel der am Gerät gespeichert wird.

Public and private key

Auch hier ist darauf zu achten, dass man im Rahmen der Einrichtung auch einen Wiederherstellungsschlüssel angelegt wird der empfehlenswert zu speichern ist, sollte Threema einmal auf einen neuen Gerät gespeichert werden.

Dieses wird als ID-Backup bezeichnet und sollte tatsächlich irgendwo sicher verwahrt werden.

Im Ergebnis liegt dann eine achtstellige Threema-ID vor unter der kommunziert werden kann.

Kontaktdaten oder wie werden Kontakte gefunden

Optional kann ein Nickname, Telefonnummer und Mailanschrift mit angegeben werden.
Eigene Kontaktdaten optional angeben

Damit wird die Handynummer und/oder E-Mail-Adresse automatisch mit der Threema-ID verknüpft und es kann leichter ein Kontakt gefunden werden. Somit sind Kontakte aus ihren Adressbuch ebenfalls schnell in Threema zu finden. Dabei werden die Mailanschriften und Telefonnummer in gehashter Form (einwegverschlüsselt) gespeichert bevor diese später zum Kontaktabgleich auf den Threemaserver hochgeladen werden und es ist auch möglich diese Angaben zu überspringen, so dass Threema auch vollkommen anonym verwendet werden kann.

Der Nickname wird verwendet um diesen statt der Threema-ID in einer Kommunikation anzuzeigen, kann aber auch bei ihren Kontakten in der Kontaktliste geändert werden.

Im Ergebnis werden am Ende alle Daten zur Kontrolle angezeigt und natürlich ist es auch möglcih sich ein Profilbild später noch zuzulegen.Darüber hinaus können Threema Kontakte auch mit Adressbucheinträgen verknüpft werden, so dass hier eigene Profilbilder oder Kontaktdaten hinterlegt sind.

Neue Kontakte hinzufügen

Neben den Kontakten aus den Adressbuch können aber auch manuell KOntakte hinzugefügt werden.

Beim Start von Threema habe ich im linken Hamburgermenü (das mit den drei gestapelten Strichen) hier als 1 in der folgenden Abbildung markiert.

Neue Kontakte

Im direkten Kontakt kann über 2 ein QR Code generiert werden der von anderne Kontakt direkt über 3 eingescant werdne kann. Dadurch, dass beide dieses so gemacht haben ist dieser Kontakt dann als bestätigter Kontakt hinterlegt.

Alternativ kann natürlich auch die Threema-ID des gewünschten Kontakts eingetragen werden. Hierzu muss auf den Abschnitt Kontakte gewechselt werden und über das + Symbol kann eine ID direkt eingegeben oder auch gescant werden.

Kontaktpflge per Threema-ID

Kontakte erhalten je nach Zertifizierungsstufe unterschiedliche Punkte.
Zwei orangene Punkte bedeutet, dass der Kontakt nur über die Zusatzinfos (Telefonnummer oder Mailanschrift) im Adressbuch gefunden wurde. Drei Punkte werden vergeben, wenn der Kontakt durch Scanen des QR Codes (oder Austausch der Threema-ID) hinzugefügt worden ist.

Kontaktabgleich mit Adressbuch

Auch bei Threema ist es möglich die Privatsphäre der eigenen Kontakte noch ein Stück mehr zu schützen und im Abschnitt Privatsphäre und Sicherheit in den Einstellungen sowohl die Synchronisation der Kontaktdaten abzustellen als auch die bereits synchronisierten Addressbuchdaten zu löschen.

Datenschutz bei Kontakte

Webnutzung - Portable Apps

Während ich Telegram als portable App (wie auch Skype) am PC nutzen kann ist dieses bei Threema aber auch Whatsapp schwieriger. Hier ist tatsächlich nur die App am Endgerät (Smartphone) nutzbar und jeweils nur auf einen Gerät.

Allerdings bieten beide Dienste die Möglichkeit der Webnutzung an.

Unter einer URL kann ein QR Code eingescannt werden und in Threema über Threema Web dieser eingescant werden, so dass im Browser direkt der Messenger genutzt werden kann.

Dieses ist bei Threema unter https://web.threema.ch und bei Whatsapp unter https://web.whatsapp.com/ möglich.

Wer nutzt Threema

Persönlich würde ich das Konzept von Threema tatsächlich als sehr durchdacht betrachten und den Nachteil dass ich Threema nur auf einen Gerät nutzen kann wird sicherlich durch Datenschutz und der Möglichkeit der Webnutzung aufgehoben,

Die größere Hürde ist wohl eigene Kontakte zum "kostenpflichtigen" (einmalig 2,99 Euro) zu überreden oder eben, wie mein datenschutzbegeisteter Kollege, entsprechende Lizenzschlüssel zu verschenken.

Die größte Verbreitung von Threema bekomme ich tatsächlich durch drei Gruppen meiner Kontakte zustande:
  • Ehrenamt
    Gerade im kirchlichen Umfeld wird Datenschutz von je her groß geschrieben, so dass es nicht weiter verwunderlich ist, dass die meisten hauptamtlichen Personen über Threema zu finden sind
  • Arbeit
    Hier sind doch die ein oder andere Kollegin oder Kollege online zu finden
  • Fido
    Klar wenn schon Technik vorhanden ist fehlen auch die Kontakte aus den FidoNet nicht

Ein schöner Artikel ist hier unter "Neue Datenschutz-Grundverordnung betrifft auch die Gemeindearbeit" zu finden.

Zitat Giessen-evangelisch.de:
Es müssen datenschutzkonforme Messenger-Dienste verwendet werden, erklärt der Gießener Stadtjugendpfarrer Alexander Klein. „Ich tausche mich mit den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden ab jetzt mit dem Dienst „Threema“ aus.“ Die einmaligen Kosten von 2,99 Euro für die Anschaffung der App will er den Jugendlichen erstatten. „Ich probiere in den kommenden Monaten auch, so viele Kollegen wie möglich zu diesem Dienst zu lotsen, der nicht sämtliche Kontakte auf den Handys ausliest und kommerziell nutzt.“


Die Motivation zum Einsatz des Messenger ist sicherlich sehr unterschiedlich, aber insgesamt freue ich mich tatsächlich, dass hier mehrere mittlerweile online zu finden sind und sich das Thema Datenschutz ganz konkret auch in solchen Messenger und der bewusten Entscheidung dafür wieder findet.

Fazit


Teilweise gibt es regelrechte Glaubensstreitigkeiten welcher Messenger nun am besten Datenschutz umsetzt (Threema, Wire, Signal etc.). Insgesamt ist die Wahl eines Messenger aber auch wo befinden sich meine Kontakte, wie möchte ich mit ihnen kommunizieren und kann sich eine wichtige Gruppe tatsächlich auf einen Messenger einlassen und diesen dann tatsächlich gemeinsam nutzen.

Die Alternative einen eigenen Jabber Dienst oder Teamspek zu betreiben würde ich hier als nicht sachgerecht sehen.

Dennoch empfinde ich es als sehr positiv, dass gerade im Ehrenamt sich bewust für einen datenschutzfreundlichen Messenger entschieden worden ist und auch sonst hier ein Bewustsein in desier Richtung verbreitet ist.

Was ich persönlich faszinierend finde ist dass bspw. bei Bekannten in Frankreich noch immer SMS stärker verbreitet ist als Messenger und in Österreich die Voice-Chat Funktion eines Messenger teilweise schon Telefon ersetzt hat... :-) Dieses mag aber auch an der unterschiedlichen Verbreitung von Internetzugängen (egal ob LTE oder WiFi) liegen.

Datenschutz und Instant Messenger (Transparenz und Verschlüsselung)

So man den Datenschutz ausserordentlich ernst nehmen möchte kann ich ebenfalls einen Artikel vom Verein digitalcourage empfehlen. Diesen Verein hatte ich schon in einen Vortrag am "Rückblick THM Datenschutztag 2017" erwähnt.

Der Verein Digitalcourage e. V.  (ehemals unter den Namen FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e. V.)) bekannt engagiert sich nicht nur durch den BigBrotherAward sondern setzt sich ganz praktisch in großen und kleinen Projekten für die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit ein. Dieses kann sowohl durch eine Verfasssungsklage (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) als auch durch praktische Maßnahmen zur digitalen Selbstverteidigung sein.

Im Artikel "Alternativen zu WhatsApp und Threema – Instant Messenger" setzt sich dieser auch mit der Frage auseinander, welches, unter Datenschutzaspekten, empfohlene und nicht empfohlene sichere Instant Messenger sind. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Artikel aus 2016 stammt.

Wobei ich den gesetzten Schwerpunkt auf offene Schnittstellen sowie die nicht Nachpürüfbarkeit über die verwendete Verschlüsselung schwierig finde, da eine Offenlegung des Softwarecodes auch wieder andere Probleme für die Betreiber offenbaren kann. Ein unabhängiger Audit der Sicherheit der Verschlüsselung wäre aber tatsächlich ein wünschenswerter Punkt (wenn dieses nicht ohnehin schon erfolgt ist - ist es "Unabhängiger Sicherheits-Audit bestätigt: Threema hält, was es verspricht").

Im Rahmen der EU-DSGVO dürfte aber sicherlich die Meldung "Threema ist DSGVO-konform" die ein oder andere Kollegin zum Wechsel auf Threema überzeugt habe. Hier verweise ich auch gerne noch einmal auf meine Linksammlung im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)".

Auf die erwähnte Kritik der fehlenden Offenlegung des Quelltextes und der verbundenen Verschlüsselung findet sich auf Twitter auch ein Hinweis einer Rückmeldung seitens des Supports von Threema  (siehe .https://twitter.com/dSchwarzeWolf/status/1053924132335874049 ).

Persönlich ist es wohl auch bei diesen Thema eine Frage, wie intensiv man sich mit den Thema auseinander setzen mag und wieviel Aufwand für Datenschutz betrieben werden mag.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 25. August 2018
13:28 Uhr

Weine verkosten und Weinwissen rund um das Degustieren von Wein aber auch andere Apps zum Thema Wein

Schon im Artikel "Weinverwaltung per App oder der eigene Weinkeller auf einen Klick" habe ich zwei Apps vorgestellt die mir bei der Verwaltung von Weinen im eigenen "Weinkeller" helfen. Hier hat sich im Laufe der Jahre tatsächlcih "Wine Secretary" bewährt und ich erfasse noch immer meine Weine mit verschiedenen Anmerkungen und den Kerndaten in dieser App.

Etwas schade ist hier nur, dass Frankling Harper die Weiterentwicklung der App aufgegeben hat beziehungsweise den Support dafür eingestellt hat. Immerhin wird die App selbst immer noch im App Store erhalten bleiben und funktioniert auch auf der aktuellen Android Version (bei mir Android 8.0) ohne merkbare Einschränkungen. Aus aktuellen Rezensionen ist auch zu entnehmen, dass Neuinstallationen ebenfalls problemlos möglich sind.

Wine Secretary Startseite

Gerade durch die Darstellung der Weine aber auch der Detailpflege bin ich mit der App zur Verwaltung der Weine mehr als zufrieden und kann diese auch immer noch empfehlen.

Es spricht offensichtlich vieles dafür, dass ein gutes Produkt auch gut bleibt, selbst wenn der direkte Support hier nicht mehr gegeben sein mag.

Rückblick: Wie kam ich zum Wein und Weinprobe

Das Thema Wein ist neben Lakritze und Kaffee für mich persönlich eine kleine kulinarische Leidenschaft die sich auch wunderbar zu guten Essen kombinieren lassen. Entsprechend hatte ich vor einigen Jahren sehr über ein Weinseminar gefreut in dem die Grundlagen zur Weinkunde vorgestellt worden sind.

Wie jedes Fachgebiet gibt es auch im Umfeld des Weins eine eigene Sprache und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine Weinprobe ebenfalls ihre eigene Vokabeln hat.

Die Einteilung des Weines erfolgt dabei in die einzelnen Gruppierungen:
  • Auge (Anblick)
  • Nase (Geruch)
  • Mund/Zunge (Geschmack)
  • Abgang (Gesamteindruck)
Hierbei gibt es verschiedene Unterkategorien unter Beurteilungskriterien zur Verprobung sowie Charakterisierungsvorschläge. Einen guten Überblick dazu liefert unter anderen auch Wikipedia zur Weinprobe im Abschnitt "Durchführung einer Weinprobe".

Die Begeisterung für Weine wächst allerdings tatsächlich durch das Probieren und während ich anfangs noch eher etwas skeptisch bei mancher Traube war oder mir mancher Wein zu taninreich war ist das Geschmacksfeld doch im Laufe der Zeit gewachsen und die Begeisterung für die Unterschiede in einzelnen Weinen, Vertrauen und auch die Erkenntnis, dass ein Naturprodukt sich im Laufe von Jahren gewaltig ändern kann ist immer noch begeisternd.

App Weine degustieren von Vino Mobile

Ein klassisches Mittel um sich die einzelnen Begriffe merken zu können ist ein Weinrad oder Aromarad das die einzelnen Abschnitte einteilt und hilfreich bei der Einordnung der erfahrenen Eindrücke rund um den Wein helfen kann. Von der "Deutsches Weininstitut GmbH" (DWI / deutscheweine.de) wird als Kommunikations- und Marketingorganisation der deutschen Weinwirtschaft ebenfalls ein solches angeboten, dass unter anderen auch bei Amazon als "Aromarad für deutsche Weine" (* Amazon Partnerlink) angeboten wird.

Wenn früher gesagt wurde dass es zu jeder Frage irgendwo im Netz sicherlich eine Internetseite mit einer Antwort vorhanden ist trifft heute noch mehr das Ausdruck "there is an app for that" zu.

Die Avinis GmbH bietet hier tatsächlich eine passende App an.

Weine degustieren
App Vino Mobile Weine degustieren
Market Link / Google Play
  • Weine degustieren
    Die App ist kostenpflichtig (derzeit 2,49 Euro) das Webangebot des Hersteller ist dafür kostenlos
Schon der Einstieg der App bietet einen Überblick über die eingangs erwähnten vier Stufen der Weinverkostung.

Weine degustieren Ablauf

Wenn ich den Ablauf der App beschreiben sollte würde ich hier die Beschreibung "moderierte Weinverkostung" wählen. Zu jeden einzelnen Punkt gibt es praktische Tipps rund zu den einzelnen Merkmalen und eine ausführliche Beschreibung zu den einzelnen Begriffen.

Nehmen wir als ersten Punkt einmal den Anblick eines Weines ergreifen das Glas halten es ggf. gegen ein Blatt weißes Papier um die Farbe und Spiegel zu begutachten und bekommen hier in der App auch direkt weitere Kategorien zum Anblick angezeigt.

Wein verkosten - Anblick

Zu jeden einzelnen Schritt der Verkostung gibt es weiter gehende Informationen "Gut zu wissen" und auch bei den Unterpunkten wie Klarheit oder Farbtönung gibt es noch tiefergehende Klassifizierungen so zur Klarheit von kristallen bis zu trüb mit einer guten Beschreibung der einzelnen Punkte oder auch bei der Farbtönung eine Unterscheidung von Weisswein, Rosé und Rotwein nach  Punkten wie purpurrot, rubinrot, kupferrot und vieles mehr zusammen mit einen beschreibenden Text dazu.

Hinweis:Am Samsung S8 mit Android 8.0  und Samsung Experience Verion 9.0 des Launcher ist die App "Weine degustieren" derzeit mit einen Fehler beim Start versehen ("Weine degustieren angehalten") jedoch kann die App über den Store mit der Schaltfläche "Öffnen" gestartet werden. Es scheint als wäre hier die Ursache der Launcher und nicht Android. aber ich hoffe, dass hier noch nachgebessert wird.


Die Hersteller der App haben auf der Internetseite Avinis.com mittlerweile ebenfalls eine Möglichkeit Online eine Weinverkostung innerhalb der einzelnen Kategorien anzulegen und hier die Weinproben auch festzuhalten. Dabei sind die Beschreibungen nicht ganz so übersichtlich wie in der App vorhanden aber sie bieten gleichzeitig einen guten Überblick wie auch in der App die Kategorien und Unterpunkte beschrieben sind.

Fazit: Weinwissen aneignen

Sicherlich gibt es verschiedene Möglichkeiten sich der Thematik Wein zu nähern. Neben Weinseminaren können dieses Bücher rund um Wein sein aber auch Internetseiten zum Thema sind sicherlich eine gute Anlaufstelle.

Buchempfehlung


Wein in Buchform

Das Thema Wein ist mittlerweile auch in der "Für Dummies" Reihe im Wiley-VCH Verlag. In der mittlerweile 5. Auflage wird von  Ed McCarthy und Mary Ewing-Mulligan die Grundlagen zum Thema Wein im Taschenbuch "Wein für Dummies"  (* Amazon Partnerlink) festgehalten. Dabei wird der Einstieg ins Thema Wein (von der Verkostung über Weinreben bis hin zu Weinkunde (Weinrebe und Weinanbaugebiete) gegeben. Daneben wird auch die Wahl und der Kauf eines Weines im Laden oder Restaurant gegeben und gerade der Besuch im Weinladen gut beschrieben.

Internetseite

Daniela Papst stellt auf ihre Internetseite weintrend.com eine Vielzahl an Informationen rund um einzelne Rebsorten und Wein zusammen. Dabei hat sie die eigene Internetseite auch in Form eines E-Book zusammengefasst, dass kostenfrei heruntergeladen werden kann. Auf der Seite sind zu einzelnen Themen kurze Einführungen zu finden, die tatsächlich einen schönen Überblick anbieten.

Daneben darf aber auch das lesenswerte Blog "Drunkenmonday Wein Blog" nicht fehlen. Dieses lese ich immer einmal wieder und musste schon das ein oder andere Mal begeistert feststellen, dass dieses nicht nur lesenswert und unterhaltsam sondern auch lehrreich ist.
 

Der Königsweg Beratung im Weinladen

Im Laufe der Zeit ist bei mir die Einteilung von Weinen in "schmeckt" und "schmeckt nicht" um einiges differenzierter geworden und gerade in Kombination mit Essen kann sich hier ein guter Wein entfalten und noch einmal eine ganz und gar andere Note empfehlung.

In Gießen bin ich noch immer sehr dankbar dafür, dass auf den Weg zwischen den einzelnen Weintrauben und Weinen ich eine fachkundige Begleitung hatte und kann tatsächlich den kleinen Weinladen vor Ort empfehlen und bin sehr dankbar, dass ich hier nicht nur eine gute Beratung erhalte sondern auch die angebotenen Themenabende eine lange und wunderbare Tradition haben.

Beratung, Events im Weinwerk Gießen

Seit einen Jahr habe ich meinen Lieblingsweinladen wieder gefunden und kann das Weinwerk in Gießen vom ganzen Herzen empfehlen. Es tritt für mich die würdige Nachfolge der Weinrebe am Lindenplatz an, die aus privaten Gründen geschlossen ist, und überzeugt nicht nur durch eine schöne Auswahl an verschiedenen Weinen sondern auch durch die Beratung vor Ort (inklusive passender Weinvorschläge zu teilweise komplexen Gerichten) aber noch mehr auch durch die angebotenen Themenabende in der Wein noch immer eine Hauptrolle spielt aber auch andere Noten dazu erklingen dürfen.

Veranstaltung Der Wein und das Meer

So kombinierte der Abend zum Thema "Der Wein und das Meer" ein kulinarisches Sommermenü mit Weinen und Fischgerichten die von Mario Stingl von der Home Cooking Agency zubereitet waren.

Veranstaltung South Africa - Weingut Dellheim
Aber auch der südafrikanische Abend mit Nora Sperling vom Weingut Delheim wusste zu überzeugen und brachte auch im heimischen Weinkeller einige schöne Falsche zusammen.

Einige Eindrücke der Veranstaltungen sind auch in der Galerie vom Weinwerk zu finden.

Egal ob nun am letzten Donnerstag im Monat die offene Weinverkostung "open bottle" oder aber tatsächlich die Abende zu einen bestimmten Thema mich überzeugt der Laden mittlerweile sehr und ich freue mich schon auf die Veranstaltung „Große Weine“ an der ich im November teilnehmen werde.

Termine im Weinwerk
Auf der Seite Termine/Events auf weinwerk-giessen.de sind auch sonst spannende Termine zu finden. Die Beschreibung der Veranstaltung „Große Weine“ im November klingt aber schon einmal sehr verlockend:
"Im Rahmen eines kulinarischen Menüs probieren wir ganz Große Weine aus Deutschland, Italien, Frankreich und anderen Topanbaugebieten. Große Gewächse aus Deutschland, piemontesische Herausforderungen und Toskanische Spitzenweine neben edlen Bordeauxs werden unter anderem eine Wonne für den Gaumen sein. "

Insgesamt also etwas worauf ich mich freuen kann und eine schöne Verwendung des Geburtstagsgeschenk der Kolleginnen und Kollegen.


Hier empfinde ich das Geschenk der Kolleginnen und Kollegen als sehr passend und gewinnbringend angelegt.

Auf Facebook stelle ich gerne eine Zusammenstellung der Eindrücke des Weinabend zusammen und überlege tatsächlich immer einmal wieder, ob ich ergänzend zum Fachblog hier auf der Seite auch wieder ein privates Blog oder eine Unterseite Orte wieder anlege in der verschiedene Geschäfte oder Veranstaltungen vorgestellt werden können. Auf der anderen Seite ist es auch schön dieses im privaten Umfeld zu beschreiben und vielleicht würde es thematisch auch gar nicht so sehr zum übrigen Themenfeld dieses Blog passen...

Fazit

Weiterhin glaube ich, dass die Einteilung von Wein in "schmeckt" oder "schmeckt nicht" noch immer die richtige Wahl ist, aber im Laufe der Zeit sind da doch noch weitere Komponenten hinzugekommen und mittlerweile ist es auch tatsächlich so, dass ich mir zu bestimmten Weinen eine sehr konkrete Vorstellung oder Erinnerung angeeignet habe und bei der Wahl eines passenden Weins zum Essen auch der ausgewählte Wein immer besser passt.

So hat mich ein sehr würziger Wein bei der letzten Weinverkostung so begeistert, dass ich direkt ein passendes Gericht vor Augen hatte und mich schon darauf freute diesen Wein gemeinsam mit Essen ein zweites Mal in ein Glas schenken zu können und hier richtig gelegen zu haben.

Mit Essen und Wein ist auch immer ein Stück Kultur und Kunst verbunden und so mag ich auch gerne auf Rolf Baltromejus (Preisträger der Kultur- und Kreativpiloten 2016) verweisen der das Thema Kunst und Kultur aber auch Essen auf eine kreative Weise wortwörtlich nimmt und im Rahmen seiner Performance Dinner das Thema Eat Art umsetzt.

Ein Eindruck von dieser Welt der Kunst und Kultur kann auf der Seite rolfcooks.com gewonnen werden. Im Blog werden auch immer wieder aktuelle Termine oder Bilder von vergangenen Veranstaltungen vorgestellt.

Hier werden zu Werken der Kunst Gerichten und sowohl die Umsetzung von Niki Pelacz Werken von Salustiano, Markus Lüpertz  als auch Nikki Pelaez sind mir noch in sehr guter Erinnerung und bringen das Thema Kunst, Küche und Kultur zusammen und ermöglichen hier einen besonderen Zugang zur Kunst der aber nicht weniger lehrreich und faszinierend zu gleich ist.

Daneben freue ich mich im Büro auch immer auf die Wochenseite eines Wandkalender der in 2018 einen festen Platz im Büro an der Arbeit gefunden hat.

Wandkalender Literatur und Wein

Unter "Büro-Wochen-Wandkalender 2018 zum Thema Wein" habe ich diesen näher vorgestellt.

Viele Erlebnisse in und um Gießen und auch Menschen die solche Veranstaltungen und Erlebnisse aber auch Lädern mit Herz und Menschlichkeit füllen und die Begeisterung für Produkte auch an Kundschaft weiter geben können sind ein Grund warum ich Gießen noch immer sehr schätze und froh darüber bin, welche Möglichkeiten sich hier entwickeln und welche Ankerpunkte im Laufe der Zeit hier gefunden werden können und eine Begeisterung wecken beziehungsweise die eigene Begeisterung entfachen und ansteckend weiter geben können.

Offensichtlich ist die Begeisterung von Apps rund um das Thema Wein ebenfalls ansteckend, so dass hierbei sowohl Weinverwaltung als auch das Vermitteln von Wissen rund um Wein und Kultur vorhanden ist. Natürlich gibt es mit Kellermeister, Weinkeller und verschiedene anderen Apps ebenfalls andere Anwendungen die bei der Verwaltung von Apps weiter helfen. Dennoch würde ich bei der Wahl einer App schauen, ob die Oberfläche und die erfassten Daten gefallen aber vor allen anderen sollte auch eine Import bzw. Export Funktion vorhanden sein. Dieses ermöglicht dann, bei Erforderlichkeit, auch das Wechseln einer App.

Bei der Verwaltung unserer Bücher konnte ich durch eine solche Export/Import Funktion auch problemlos von "Android App: Buchverwaltung MyBookDroid (Android App zum Bücherarchivieren mit ISBN Scanner)" zur Anwendung "Lesen 2.0 Literaturverwaltung per App und Web mit Librarything das eigene virtuelle Buchregal" wechseln.

Von daher freue ich mich darauf weiterhin genussvoll ein Glas Wein trinken zu können oder auch guten Kaffee als Begleitung am Tag zu haben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 5. Mai 2018
09:38 Uhr

Zweistufige Anmeldung oder Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Onlinediensten (Datensicherheit und Datenschutz)

Im Onlinebanking wird statt der klassischen TAN (oder iTAN) mittlerweile oftmals schon ein Verfahren wie PushTAN, TAN2go oder Verified by Visa eingesetzt. Hier wird nicht mehr die TAN direkt eingegeben, sondern nachdem sich im Onlinebanking angemeldet wurde an einen zweiten Gerät (Chipkartenleser oder Smartphone) eine TAN als zweiter Faktor entweder per SMS oder über eine SMS eingegeben. Selbst beim Onlinebanking wie im Artikel "Meine Erfahrungen mit Smarthome Teil VI - Onlinebanking mit Google Home und Sparkasse" vorgestellt dürfte eine TAN ab einer Wertgrenze verlangt werden.

Persönlich gefällt mir übrigens dass Beispiel mit TAN und Onlinebanking besser als Bankkarte und PIN auch wenn dieses ebenfalls zwei Faktoren sind.

Vergleichbare Techniken sind dabei auch bei diversen Onlinediensten vorhanden und gerade bei der Veröffentlichung von Passwörtern ist dieses Verfahren dann ein zusätzlicher Schutz für den eigenen Account.

Anmeldung mit Zweifaktor Authentifizierung (kurz: 2FA)

Neben der Thematik Datenschutz (siehe Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)") ist auch das Thema IT-Sicherheit ein fester Bestandteil einer "Digitalstrategie" ;-) bzw. hilft bei der Umsetzung von technischen Maßnahmen die kritische Systeme schützen.

Wikipedia definiert die Zwei-Faktor-Authentifizierung als "Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) dient dem Identitätsnachweis eines Nutzers mittels der Kombination zweier unterschiedlicher und insbesondere unabhängiger Komponenten (Faktoren)"

Als ein einfaches Beispiel mag ich hier Amazon nehmen.

Der erste Schritt ist eine normale Anmeldung beim Amazon Konto.

Anmeldung auf Amazon mit Mail und Passwort

Hier ist der erste Faktor also die Kenntnis von E-Mail-Adresse/Mobilfunknummer und Passwort.

Interessant ist nun der zweite Schritt. Hier wird nun der zweite Faktor zur Anmeldung verlangt.


Amazon Zwei Schritt Verifizieurng


Hier muss nun zusätzlich zum Passwort ein Code eingegeben werden. Dieser wird in einer App generiert und ist nur für kurze Zeit gültig. Dieses Passwort wird bei mir am Smartphone generiert und damit ist zusätzlich zum Passwort noch ein physisches Medium (hier mein Smartphone) erforderlich.

Persönlich habe ich mich dazu entschlossen, soweit möglich, meine Onlinedienste mit einen solchen Verfahren abzusichern. Auslöser dafür war, dass mein Mailanbieter Posteo eine Anleitung veröffentlichte wie die Webmailoberfläche zur Nutzung dieses Verfahren abgesichert werden kann.

Dieses ist auf der Seite "Was ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung und wie richte ich sie ein?" in der Posteo Hilfe veröffentlicht worden.

E_MAilaccount als Einfallstor für etwaige Sicherheitsprobleme


Ich freue mich ja noch immer über die Mailproviderempfehlung und die hier online gestellte Anleitung zur Zwei-Faktor-Authentifizierung funktioniert ebenfalls über vergleichbare Verfahren anderer Anbieter. Dennoch möchte ich im Verlauf dieses Artikels auf die von mir verwendeten Apps, sowie die Aktivierung der Zwei-Faktor Authentifizierung (2FA) bei einigen Diensten vorstellen. Besonders wichtig ist mir aber tatsächlich die Absicherung meines E-Mail-Kontos.

Heutzutage ist der Mailaccount gerade durch Passwortzurücksetzen noch immer sehr wichtig und daher ist es durchaus auch ein nachvollziehbarer Wunsch diesen möglichst sicher zu haben. Sollte also jemand Benutzername und Passwort kennen fehlt immer noch das Einmalpasswort zur Bestätigung.
 

Apps als Authentifizierung der Geräte zur Erstellung von OneTimePasswort


Mittlerweile nutze ich (an zwei Android Geräten) unterschiedliche Anwendungen um eben diesen Schlüssel zu verwenden und möchte sowohl das Verfahren als auch die Apps kurz vorstellen.

Free OTP
Free OTP
Martket Link / Google Play Diese App wird von Redhat  vertrieben und bietet eine Oberfläche in der nicht nur die einzelnen Dienste verwaltet werden können (und neue durch Scannen eines QR Code hinzugefügt werden können) sondern auch unter der Apache Lizenz vertrieben wird.

Die Oberfläche bietet neben jeden eingebundenen Dienst einen Button über den dann ein einmaliges Passwort (gültig für eine bestimmte Zeit, meist eine Minute) generiert wird.

Free OTP Ansicht

Daneben können über das QR Code Symbol von Webdiensten der geheime Schlüssel eingebunden werden oder über das Schlüsselsymbol auch manuell ein Dienst eingetragen werden.

Free OTP neuer Eintrag

Google Authenticator
Android App Google Authenticator
Martket Link / Google Play Diese App wird direkt von Google Inc. angeboten und bietet ebenfalls die Möglichkeit der Zwei Faktor Authentifizierung an.

Beide Apps unterstützen im Rahmen der  Initiative for Open Authentication (OATH) (siehe Wikipedia-Eintrag) ein einheitliches Verfahren, so dass hier nicht nur Google sondern auch andere Dienste eingebunden werden können. Im Gegensatz zur oberen App listet diese App direkt das OneTimePassword für alle Dienste auf, sobald sie gestartet wird.

GAuth Ansicht

In diesen Beispiel ist das ganze etwas verborgen.

Generell werden immer ein zwei Zahlenblöcke aus jeweils drei Zeichen berechnet. Wichtig bei der Erstellung eines Codes ist, dass hier die Uhrzeit von Server des Dienstes und am Smartphone identisch ist, da ansonsten aus dem hinterlegten Geheimnis ein fehlerhafter Code berechnet wird.

Auch in der Google App können weitere Dienste hinzugefügt werden.

Gauth Neuer Dienst

Dabei stehen auch wieder Schlüsseleingabe und Barcode scannen zur Verfügung.

Gauth Verfahren

Der Schlüssel kann dabei zeit oder zählerbasiert hinterlegt werden.

Gauth Neues Konto

Interessanter als per QR Code scannen ist aber, dass innerhalb des Android Systems die Zweifaktorauthentifizierung bzw. das generierte Geheimnis direkt mit der App aus den Browser am Smartphone aufgerufen werden kann und damit direkt das jeweilige Konto hinterlegt wird.

Aktivierung von zweistufigen Anmeldung / Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei unterschiedlichen Webdiensten / Webanbietern


Persönlich nutze ich das 2FA Verfahren neben Posteo auch für verschiedene andere Dienste. Hier sind die Einstellungen meistens im Unterpunkt Sicherheit und Anmeldung bei den Kontoeinstellungen zu finden. Wenn ich mir die Liste an Codes in meiner Authentifizierungs-App anschaue dürften am häufigsten die folgenden Dienste von mir mit diesen Sicherheitsverfahren geschützt sein.

2FA - Posteo (Mailanbieter):
Unter Posteo kann dieses in den Kontoeinstellungen unter Passwort und Sicherheit aktiviert werden. Dabei gilt dieses Verfahren ausschliesslich für die Webmailoberfläche.

2FA - Google (für diverse Google Dienste):
Google bietet das 2FA Verfahren auf einer Extra Seite an (Google Bestätigung in zwei Schritten) nachdem das Verfahren abgeschlossen ist, ist bei jeden Google Dienst (auch Webmail) ein Anmelden per 2FA notwendig. Daneben gibt es aber auch BackupCodes (10) die man sich ausdrucken kann für den Fall, dass das Smartphone einmal nicht funktioniert.
Sollen Mails mit einen Mailprogramm abgeholt werden (bspw. Thunderbird oder Aquamail (siehe Artikel "Mailprogramme unter Android mit Exchange EWS Unterstützung insbesondere Aquamail") wird hier nicht mehr das normale Kennwort vom Konto verwendet sondenr es muss ein App-Passwort auf der Seite App Passwörter generiert werden, dass dann entsprechend im Mailprogramm genutzt werden kann.

Hier können beliebig viele Passwörter generiert werden, die dann aber auch gelöscht werden können bspw. beim Verlust eines Gerätes.

2FA - Dropbox (einer von mehreren Online-Cloudspeichern):
Hier kann ebenfalls unter Einstellungen - Sicherheit die zweistufige Überprüfung aktiviert werden.Sollten Sie noch nicht Dropbox nutzen kann über diesen Link ein Konto angelegt werden. Hierdurch erhalte sowohl ich als auch Sie noch etwas zusätzlichen Speicherplatz Ist der Synchronisationsclient einmal mit Dropbox verknüpft muss das Passwort nicht erneut angegeben werden.

2FA - Amazon (Onlineversandhändler)
Bei Amazon kann das Verfahren in den Kontoeinstellungen unter "Anmeldung und Sicherheit" unter den Punkt "Erweiterte Sicherheitseinstellungen" aktiviert werden.

Amazon nutze ich mittlerweile nicht nur für Onlinebestellungen sondern auch für meine "Autorenseite *" so dass ich auch froh bin, dass diese entsprechend geschützt ist. Siehe hierzu auch meine Ausführung zum Thema "Autorenvergütung für Bücher oder auch Onlineartikel / Autorenleben".

2FA - Facebook (soziales Netzwerk)
Bei Facebook kann das Verfahren unter den Einstellungen im Abschnitt "Sicherheit und Logon" aktiviert werden.

2FA - Twitter (noch ein soziales Netzwerk)
Bei Twitter ist dieses unter Einstellungen und Datenschutz im Abschnitt "Account" unter den Punkt Anmeldebestätigung eingerichtet werden.

Gerade bei Facebook und Twitter ist es hilfreich die Einrichtung direkt am Smartphone vorzunehmen, da die Einrichtung bzw. das Geheimnis (Barcode) direkt mit der App aufgerufen und eingebunden werden kann.

Weitere Dienste sind auf der Seite mobilegeeks.de im Artikel "Anleitung: Zwei-Faktor-Authentifizierung für Facebook, WhatsApp, Amazon & Co. einrichten" vorgestellt. Hier muss ich tatsächlich die Seite loben, da hier immer einmal wieder solche Perlen veröffentlicht werden die sich ausführlich mit Grundlagen oder auch tiefergehend mit Themen auseinander setzen.

Für die Eigenentwicklung: 2FA in der eigenen Anwendung verwenden

In der Ausgabe 11/2016 berichtet die c't im Artikel "Doppelt gesichert Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Einmal-Passwörtern" darüber wie das Verfahren TOTP "Time-based One-time Password Algorithm" in eigene Anwendungen eingebunden werden kann.

Hier wird die  PHP-Bibliothek GoogleAuthenticator.php genutzt um die eigene Webanwendung mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen. Noch einer der Gründe warum ich mein Zeitschriftenabo definitv weiter laufen lasse, selbst wenn zur Zeit einige Ausgaben des Magazin ungelesen in der App liegen (siehe Artikel "Infotainment oder Nachrichtenapps für Android" wo auch die App c’t Magazin vorgestellt wird.
 

Fazit Praktisches Nutzen der zweistufigen Anmeldung

Wie eingangs erwähnt sehe ich gerade mein Mailpostfach als besonders schützenswert an. Wenn ich mir dann noch Meldungen über veröffentlichte Passwörte von Webdiensten ansehe (eine gute Anlaufstelle kann hier die Seite https://haveibeenpwned.com/ sein) ist dieses ein einfach einzurichtender Sicherheitsschritt mit nicht sonderlich hohen Aufwand bei einer Anmeldung.

Wenn ich darüber nachdenke bei welchen Anbietern gerade meine Mailanschrift genutzt werden könnte um ein Passwort zurückzusetzen ist dieses ein besonders wunder Punkt. Daneben kann die zweistufige Authentifizierung auch als technische Maßnahme zum Schutz auf personenbezogene Daten wie eMails betrachtet werden.... was vielleicht an anderer Stelle ebenfalls interessant ist.

Gerade wenn das mobile Gerät (Smartphone) ohnehin immer griffbereit ist, dürfte eine solche Erhöhung der eigenen Sicherheit tatsächlich sehr einfach umzusetzen sein.

Als Lesetipp von Heise kann hier auch der Artikel "Übersicht: Diese Webseiten bieten Zwei-Faktor-Authentifizierung" empfohlen werden in dem eine Seite vorgestellt wird über die nachgelesen werden kann, ob auch die von einen selbst genutzten Dienste möglicherweise schon die zweistufige Anmeldung unterstützen.

Zumindest bei mir merke ich, dass sich hier immer mehr Webdienste für ein solches Verfahren entscheiden und es für mich auch kein hoher Aufwand ist dieses zu aktivieren und auch im praktischen Alltag aktiv zu nutzen. Vielleicht dient dieser Artikel ja auch für die ein oder anderen Kollegin oder Kollegen dazu ebenfalls über das Thema Accountsicherheit im privaten Umfeld nachzudenken.

Persönlich erinnere ich mich noch gut an die Zeit bei AOL als wir hier als Scouts unseren Account neben Passwort noch mit RSA Token abgesichert hatten der regelmäßig ein Passwort generierte und für die Anmeldung erforderlich war.... aber dieses war um 2001 und ist heute tatsächlich wesentlich einfacher .

Außerdem ist ein Smartphone heute leichter zu finden als der blau/rote Token damals.

Ferner steht nun dieses Mehr an Sicherheit viel mehr Personen zur Verfügung.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 29. Dezember 2017
10:07 Uhr

Openstreetmap Beispiel anhand der Android App Phantasia Map

Das Thema OpenData bin ich schon bei den Daten "Ergebnisse des Zensus 2011" angegangen ein ebenfalls sehr bekanntes Beispiel zur Nutzung von Open Data ist OpenStreetMap (OSM). Hier werden Geodaten gesammelt die sowohl als freie als auch komerziele Karten erstellt werden können. Gerade im Bereich Radwege oder in manchen Städten sind die hier verfügbaren Karten etwas ausführlicher als das bekannte Googel Map und auch was die Programmierschnittstelle und die Verwendung des Kartenmaterials anbelangt kann dieses für Entwickler Vorzüge haben, weswegen auch manche Fahrrad-Navis auf OSM und nicht Google Maps Zugriff nehmen. Persönlich nutze ich gerade für die Navigation gerne Google, aber das hat oftmals eher pragmatische Gesichtspunkte.

Anwendungsbeispiel OSM zur Navigation im Phantasialand

Ein schönes Beispiel zur Nutzung von OSM ist mir beim Aufenthalt im Freizeitpark Phantasialand gezeigt worden. Manchmal ist es doch sehr erstaunlich mit welchen Menschen man so ins Gespräch kommt und da ich die Anwendung eine gute Idee fand mag ich hier die App des Entwicklers gerne vorstellen.

Android App fürs Phantasialand
Android App Phantasia Map
 Marketlink/Google Play Die Map ist ein privates Projekt und steht nicht in Verbindung zum Phantasialand. Daher sind hier auch keine Wartezeiten online aber alle verfügbaren Informationen rund um den Park übersichtlich zusammengefasst und vielleicht gerade unterwegs oder im Park angenehmer aufbereitet als die Homepage, auf der ich mich doch hin und wieder verirre ;-).

Die App ist in insgesamt sechs Bereiche aufgeteilt, wie in folgender Abbildung zu sehen ist.

Phantasia Map Start

Hauptfunktion ist tatsächlich der PARK-PLAN, während unter OPTIONEN die Elemente auf  der Karte (Attraktionen, Shows, SnackStände etc.) ausgeblendet werden können.

Während MAGAZIN auf das Phanatasialand Magazin verweist bieten ATTRAKTIONEN, SHOWS und SNACKS eine Übersicht über die Einrichtungen zum Park.

Phantasia Map ATTRAKTIONEN

Im Bereich Attraktionen werden die einzelnen Fahrgeschäfte und Attraktionen nach Themenbereich vorgestellt.

Phantasia Map Attraktionen

Besonders hilfreich ist hier, dass direkt in der APP die Größenbeschränkung sowie ein Hinweis auf die Quick-Pass Eingang hingewiesen wird. Durch die Symbole an der Seite wird auch direkt darauf hingewiesen, ob es einen Single-Rider Eingang gibt (wie bei Chiapas DIE Wasserbahn) oder ein Quickpass (QP) Zugang vorhanden ist.

Sofern vorhanden wird das ganze noch um weitere Symbole wie Youtube Videos oder wie bei Chiapas mit 360 Grad Videos  bereichert. Wenn ich das vor unserer Weihnachtsfeier gesehen hätte, wäre wohl ein Einsatz der VR Brille eine Fahrt mit der Black Mamba für die Kolleginnen und Kollegen eine Option gewesen ;-).

Phantasia Map SHOWS

Neben den Fahrgeschäften (hier liebe ich ja Wellenflug und Chiapas die Wasserbahn) sind auch, gerade bei mehrtägigen Aufenthalten, die ein oder andere Show interessant. Bei unseren ersten Phantasialand Besuch war ich hier von "7 - Die Rückkehr der Magie" eine Magievorstellung des Illusionskünstler Jan Rouven  begeistert, aber auch wenn es diese Show nicht mehr gibt, sind hier unterschiedliche Auftritte meist von 45-60 Minuten gerade bei Regen sehenswert. Ein Problem ist nur, wenn man die Anfangszeiten nicht im Kopf hat und so bei den Veranstaltungsorten immer wieder reinschauen mag. Hier bietet die App einen Überblick über die einzelnen Vorführungen.

Phantasia Map SHOWS

Dabei sind die einzelnen Beginnzeiten sowie eine kurze Beschreibung zu finden.

Phantasia Map SNACKS

Schon beim ersten Besuch im Phantasialand hat mich der faire Preis fürs Essen angenehm überrascht. Die App bietet hier ebenfalls einen Überblick über die einzelnen Snackstände, wenn auch ohne Speisekarten.

Phantasis Map SNACKS

Auch hier sind die Snacks nach einzelnen Themenbereichen sortiert. Immer wieder aufs neue kann mich hier Rutmor's Taverne in Klugheim (Mystery) oder auch Tacana Snack Restaurant (Burger in Mexico) oder das Eis aus Annie Himmelreich (Berlin) begeistern.

Wobei mir sowohl das Kaffeehaus Heino oder das Restaurant Unter den Linden nicht sonderlich zusagt. Das ist aber wohl Geschmacksache...aber gerade letzteres erinnert mich ein wenig an eine hier nahegelegene Mensa mit Pasta.

Hier liegt im Phantasialand überraschend guter direkt neben eher in meinen Augen durchschnittlicher Qualität.

Phantasia Map PARK-PLAN

Hinter PARK-PLAN verbirgt sich die Navigation zum Phantasialand, die auch offline funktioniert (dann aber nicht den aktuellen Standort berücksichtigt.

Phantasia Map PARK-PLAN

Anhand farblicher Stecknadeln (Blau = Attraktionen, Rot = Shows, Grün = Snacks) lässt sich schon die ein oder andere Attraktion direkt anwählen.

Die rote Linie in oberer Abbildung zeigt aber schon, dass hier auch eine Navigation möglich ist.

Über das Menü (drei Punkte rechts oben) ist es nicht nur möglich den eigenen Standort im Park anzeigen zu lassen sondern über NAVI auch einen Weg von einer zur anderen Attraktion darstellen zu lassen.

Phantasia Map NAVI

Sobald Start und Ziel ausgewählt sind, wird eine rote Linie zwischen beiden Punkten in der App gezeichnet.

Fazit

Maximilian Nordhaus (IT-Service Nordhaus) bietet mit der App ein praktisches Tool zum Aufenthalt im Phantasialand und zeigt gleichzeitig eine sinnvolle Anwendung einer angepassten Karte mittels der Programmierschnittstellen zu OpenStreetMap.

Die App selbst ist durch Werbung finanziert (Werbebanner in der App) die aber durchaus zurückhaltend eingesetzt sind. Persönlich gefällt mir hier besonders die klare Navigation und die Übersicht der einzelnen Punkte innerhalb der App. Sowohl die Navigation im PARK-PLAN als auch die tabellarische Darstellung der Snacks, Shows und Attraktionen sind eine Bereicherung eines Aufenthalts im Park.

Wenn ich mir noch eine Funktion wünschen dürfte wäre innerhalb der App ein Plan der Toiletten, da diese zwar im Park ausgezeichnet sind, aber hier in der App vielleicht noch einen weiteren Mehrwert hätten. Insgesamt ist die App aber auch abseits eines Parkbesuchs einen Blick wert, da sie einen guten Überblick zur Verwendung von OSM in App Form bietet und gerade für andere Projekte eine schöne Anregung sein kann.

Insbesondere da es sich hier nicht um eine offizielle App des Parks handelt ist die Anwendung gelungen. Wünschenswert wäre hier gegebenfalls noch, dass es eine werbefreie (dann kostenpflichtige) Version der App geben würde.

Das Thema Internet, App und Werbung zur Finanzierung von Angeboten dürfte allerdings tatsächlich aus vielen Gründen ein Streitthema im Netz sein. Meine eigene Sichtweise darauf hatte ich damals im Artikel "Internet und Werbung - meine Gedanken zu Flattr Plus" zusammengefasst und bemühe mich auch unter "Danke & Transparenz" dieses Thema offen und ehrlich anzugehen.

Persönlich denke ich, dass dezente Werbung nicht störend ist, bin aber gerade was Android Apps anbelangt gerne bereit hier einen Obolus zu zahlen wenn es eine kostenpflichtige Variante einer App gibt, die dann werbefrei ist. Zur Finanzierung der eigenen Arbeitsleistung kann ich tatsächlich beide Modelle nachvollziehen und denke, dass die teilweise vorhandene Kritik, dass die App den Anschein nach primär auf Werbeeinnahmen abzielt nicht direkt nachvollziehbar, da sie auch einen Mehrwert anbietet.

Allerdings ist dieses ein Thema, was wohl auch auf lange Sicht noch für viel Diskussionen führen mag.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Montag, 16. Oktober 2017
20:43 Uhr

Lesen 2.0 Literaturverwaltung per App und Web mit Librarything das eigene virtuelle Buchregal

Vergangenes Wochenende sind die Publikumstage der Frankfurter Buchmesse gewesen und so ist es auch ein wenig passend, dass ich eine relative alte Webanwendung für mich wieder entdeckt habe. Vielleicht sucht ja auch sonst noch jemand eine Anwendung um neu gefundene Bücher zu verwalten oder vergleichbare Bücher zu finden.

Im Artikel "Android App: Buchverwaltung MyBookDroid (Android App zum Bücherarchivieren mit ISBN Scanner)" bin ich schon einmal auf das Bibliotheksverwaltung eingegangen. Da der Webdienst librarything keine Erfassung per ISBN Scanner ermöglichte hatte ich diesen Dienst seit etwa 2008 (genauer ist es im Artikel "Literaturverwaltung online" von damals ersichtlich) aus den Augen verloren und bin letztens wieder auf dieses Angebot gelandet und war erstaunt hier meinen Buchbestand aus 2008 zu finden. Damals hatte ich tatsächlich den Ehrgeiz unseren gesamten Buchbestand zu erfassen (doch einige Regalmeter) und bin recht erstaunt gewesen hier einige alte Bücher noch gefunden zu haben.

Was ist librarything?

Librarything ist eine mehrsprachige Webanwendung in der die eigenen Bücher verwaltet werden können. Die Hochschulbibliothek der Technischen Hochschule Mittelhessen nutzt ebenfalls diesen Webdienst um Neuerwerbungen vorzustellen.

Meine eigene kleine Bibliothek an Fachbüchern ist nun ebenfalls öffentlich zugängig (es gibt auch die Möglichkeit diese als anonym zu stellen, so dass nur man selbst Zugriff auf die Bücherliste hat).

Neben der reinen Verwaltung von Büchern hat der Webdienst aber auch eine soziale Komponente die sich dadurch zeigt, dass sowohl Rezensionen zu Büchern geschrieben werden können als auch (was besonders bei älteren Büchern interessant ist) von Usern Cover und Mediadaten zu Büchern erstellt werden können. Mittlerweile habe ich die Idee alle Bücher in den mich befindlichen Bücherregale zu erfassen aufgegeben und werde als kleine Ergänzung zu den Buchempfehlungen auf meiner eigenen Seite sowie natürlich meiner eigenen Veröffentlichungen hier einige Fachbücher die ich gerade lese oder empfehlenswert finde erfassen.

Einen guten Eindruck des Webdienst bietet ein Blick in meine derzeitige Bibliothek : Aber auch für Autoren ist es möglich eine eigene Seite zu pflegen, wie am Beispiel von Andreas Unkelbach zu sehen ist ;-).

Buch erfassen mit Android App zur Literaturverwaltung

Mittlerweile bietet Librarything jedoch auch eine eigene App an und mit dieser funktioniert der Buchscanner hervorragend. Dieses habe ich zum Anlass genommen meine beruflich genutzten Bücher nun über die App beziehungsweise meiner Bibliothek in Librarything zu verwenden.

Android App zur Literaturverwaltung

App LibraryThing

Marketlink/Google Play Mir gefällt hier besonders die "reduzierte" Oberfläche die funktional einen guten Überblick über die eigenen Bücher bietet.

LibraryThing App GUI

Nachdem ich mich mit meinen Account direkt angemeldet habe steht mir sowohl mein "Bücherregal" bzw. meine Kataloge zur Verfügung und ich kann auch problemlos ein weiteres Buch hinzufügen.

Die Verwaltung in unterschiedliche Kataloge (Catalog) hat den Vorteil, dass man auch seine Bücher nicht nur über Tags sondern auch über Kataloge sortiert werden können.

Catalog Auswahl
Jedes Buch kann unterschiedlichen Katalogen oder Listen zugeordnet werden. So kann erfasst werden, welches Buch zur Zeit gelesen wird, welches man noch kaufen möchte oder sich in der eigenen Bibliothek befindet oder auch welche derzeit ausgeliehen sind.

Im oberen Screenshot sind die Standardlisten schon zu sehen, wobei diese auch erweitert werden können.

Sehr angenehm innerhalb des Katalog ist es, dass sowohl nach Cover  als auch in Form einer Titelliste die einzelnen Bücher dargestellt werden können. In beiden Ansichten ist eine Suchfunktion vorhanden.

Librarything Coveransicht

Über die rechte obere Schaltfläche lässt sich die Darstellung ändern. Besonders angetan hat mich (was auch Standard ist) die Listenansicht.

Buchliste in Librarything

Das Schöne an Librarythin ist, dass die Buchcover kaum selbst erfasst werden müssen. Hier zeigt sich eine gute Integration der Quellen. Zum Einen ist dieses natürlich Amazon, aber ebenso interessant ist die Option die Librarythin Bibliothek selbst zu nutzen.

LibraryThing Sources

Die Einstellungen  sind über die Schaltfläche "Account" zu finden. Durch die Option Quick Find wird die Suche beim ersten Treffer abgebrochen und die gefundenen Mediendaten angezeigt. So ist eine Erfassung schnell möglich. Durch Unterstützung der Librarything Libraries hat dieses den Vorteil, dass hier auch von anderen Usern hochgeladenen Covern zur Verfügung gestellt werden. Gerade bei "alten" Büchern die eben nicht mehr bei Amazon gelistet sind, ist dieses ein enormer Vorteil.

Die Erfassung kann als Suche (zum Beispiel per ISBN oder Titel) erfolgen:

Buchsuche

Anhand des EAN / ISBN Symbol an der Seite dürfte schon klar sein, was meine bevorzugte Suchoption ist:

ISBN Code einscannen

Sofern ich den ISBN Code eingescannt habe wird das Buch direkt erkannt und steht dann zur Verfügung... eine automatische Titelerkennung ist nicht möglich....aber das Beispiel zeigt dafür ein nettes Buch zum Thema "Berichtswesen im SAP Controlling".

Die entsprechenden Details zum Buch sind dann ebenfalls aus den Quellen übernommen:

Buchansicht

Insgesamt ist die App tatsächlich gelungen und gerade nach der Frankfurter Buchmesse eventuell eine gute Anwendung um die eigene Bibliothek erneut zu erfassen :-). Persönlich nutze ich meine Bibliothek derzeit dazu um meine Fachbücher zu erfassen.

Hier könnte ich mir auch vorstellen, dass es als Literaturliste für etwaige Recherchearbeiten, Abschlussarbeiten oder auch andere Themensammlungen hilfreich ist.
 

Das gedruckte Buch und soziale Aspekte der Literaturempfehlung

Selbstverständlich sind die im Artikel erwähnten Bücher auch in gedruckter Form eine Bereicherung für interessierte Leser und können auch auf dieser Seite näher betrachtet werden:
  1. "PHP für dich"  auch bei Amazon (Partnerlink)
  2. "Schnelleinsteig ins SAP Controlling" auch bei Amazon (Partnerlink)
  3. "Berichtswesen im SAP Controlling" auch bei Amazon (Partnerlink)
Insgesamt bieten die Rezensionen bei Amazon sicherlich ebenfalls einen guten Eindruck von Büchern aller Art. Der Vorteil von Librarything kann jedoch sein, dass durch die Verknüpfung von Buch und Lesende hier eine persönliche Beziehung entstehen kann und auch ein Eindruck von den anderen vorhandenen Büchern gewonnen werden kann. Gerade durch die Möglichkeit auch andere Bibliotheken anzusehen können hier durchaus auch neue Buchempfehlungen entstehen. Von daher ist hier auch ein Kontakt zu neune gedruckten Büchern für das eigene RUB - Regal ungelesener Bücher möglich... ;-)

Zumindest mir geht es so, dass trotz digitaler SAP Bibliothek Flatrate (siehe SAP Know How) für bestimmte Themen noch immer ein gedrucktes Buch als Grundlage bestens geeignet ist. Zwar mache ich mir hier keine Anmerkungen ins Buch aber beim Durchblättern scheinen gedruckte Seiten doch besser hängen zu bleiben.

Obgleich ich sowohl bei Fachbüchern als auch bei anderer Literatur hin und wieder auch gerne ein eBook lese. Dieses war auch Thema im Artikel "Infotainment oder Nachrichtenapps für Android" und hat sowohl für Blogs als auch für Zeitschriften und Büchern nicht an Bedeutung verloren :-)

Bücher als Fenster in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Es ist ein schönes Gefühl gewesen hier im alten Bücherregal  von 2008 herumzustöbern und es wäre tatsächlich schade, diesen Webdienst, wenn er nun schon einmal wieder entdeckt worden ist nicht doch einer "neuen"/alten Idee zu widmen. :-)

Wie sich das noch entwickeln wird kann ich nicht sagen, aber ein wenig gefreut hat mich dieses schon auch und gerade, da auch im digitalen Zeitalter für mich Bücher immer noch ein wichtiger Bestandteil zum Wissensmanagement bei tragen können und auch weiterhin ein Weg in Richtung neuer Horizonte offenbaren können...sei es nun als Fachbuch oder auch im Bereich der phantastischen Literatur oder anderer gedruckter und beschriebener Welten. Das Medium Buch ist für mich auch abseits von Buchmessen oder eBooks etwas, auf dass ich nur ungern verzichten mag und egal in welcher Form ist es für mich noch immer so, dass Worte Welten eröffnen, Denken verändern und Brücken zu neuen Welten spannen können.

Durch den Austausch über Literatur und geschriebene Worte (egal in welche Medien) sind schon einige Momente entstanden auf die ich nicht verzichten mag und die mir noch immer viel bedeuten. Vielleicht ist auch dieses einer der Gründe warum die Themen hier im Blog etwas mehr als nur SAP und Hochschulcontrolling sind :-). Viel zur Motivation zu dieser Seite habe ich ja auch schon unter "Philosophie der Seite" festgehalten und freue mich schon heute darüber, was sich morgen durch Worte für Bänder knüpfen lassen.

Von daher auch weiterhin viel Vergnügen beim Lesen sei es auf einer der hier verlinkten Seiten, in den empfohlenen Büchern oder ganz allgemein im Netz oder im digitalen oder anlogen Medien. Auch wenn heute vielleicht weniger Homepages von mir regelmäßig besucht und gelesen werden, bleiben doch noch immer einige Blogs, Magazine, Buchempfehlungen vorhanden (nicht unerwähnt soll hier meine derzeitige Blogroll bleiben) aber auch die Freude immer einmal wieder in einer Buchhandlung oder auch Bibliothek ein Buch zu finden, dass von der ersten bis zur letzten Seite begeistern kann.

Daher freue ich mich auch immer wieder über Leseempfehlungen von Kolleginnen und Kollegen oder über den gelebten Ideenaustausch gerade im beruflichen Umfeld aber auch im Privaten erachte ich das noch immer als wichtig und freue mich darüber, dass auch weiterhin noch solche Medien vorhanden sind.

Damit dieser Beitrag aber weiterhin ein Hinweis zur Webanwendung und zur Android Anwendung bleibt lasse ich nun die Worte so stehen, wie sie geschrieben sind und hoffe noch auf einige schöne Erfahrungen mit Wort, Schrift und Inhalt egal auf welchem Medium.

Ausnahmsweise daher einmal statt "happy controlling" ein "happy reading" :-)

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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