Andreas Unkelbach
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Montag, 14. Oktober 2019
22:49 Uhr

Erebos von @UrsulaPoznanski - Datenschutz, Datenreise und Computerspiele

Nach unseren Betriebsausflug nach Frankfurt in die "neue" Altstadt bin ich noch ein Stück weiter in Richtung Darmstadt gefahren.

Darmstadt ist nun eher ein Ort den ich stark mit beruflichen Aktivitäten verbinde (insbesondere SAP oder Arbeitsgruppen mit anderen Hocschulen) und weniger mit privaten Aktivitäten, so dass es einmal spannend war hier den Abend in einem anderen Rahmen zu beginnen.

 

Lesung "Erebos 2" von Ursula Poznanski

Am 26.September 2019 war eine Lesung Motivation genug um im Anschluss unseres Betriebsausflug nun am Abend noch etwas länger von Gießen fern zu bleiben.

Die Autorin Ursula Poznanski (ursula-poznanski.de) las hier aus dem neuen Roman "Erebos 2" und beantwortete im Anschluss noch einige Fragen.

Was Bücher anbelangt lese ich immer noch gerne phantastische Literatur und so war es für mich eine gute Gelegenheit den ersten Kontakt zu Erebos 2 im Rahmen einer Lesung wieder aufzugreifen auch wenn ich unabhängig davon schon neugierig auf die Geschichte selbst war.

In Darmstadt konnte ich dann nicht nur die ersten Worte von Erebos 2 vernehmen sondern auch an einer Lesung der Autorin teilnehmen auf die ich schon im Vorfeld neugierig war.

Bisher hatte ich Lesungen von Gedichten, Büchern und anderen Werken eher hier vor Ort erlebt (zum Beispiel durch eine Krimilesung im Weinwerk) und nun war ich neugierig wie diese in der Buchhandlung wohl gestaltet sein mag.

Neben der Lesung selbst gab es im Anschluss daran auch die Möglichkeit sich das Buch signieren zu lassen. Diese Gelegenheit nutzte ich nun nich nur für mich, sondern auch für meine Frau die mich erstmalig auf Erebos 1 vor einigen Jahren aufmerksam gemacht hatte.

Erebos 2 Lesung

Die Lesung wurde damit eingeleitet, dass sie nun erst einmal ein wenig vorlesen würde und danach Fragen gestellt werden können... da normalerweise auf die Frage nach Fragen ängstliches Schweigen im Raum steht ist die Zeit des Vorlesens eine gute Gelegenheit sich schon einmal Fragen zu überlegen.. :-)

Tatsächlich kamen dann auch einige Fragen zusammen :-).

Da "social media" auch in Erebos 2 ein wichtiger Bestandteil ist, stellte sich die Frage, wie die Autorin selbst Medien nutzt. Ihre Antwort Twitter für politische und gesellschaftliche Informationen zu nutzen und Instagram eher als Wohlfühlbereich wahrzunehmen konnte ich gut nachempfinden, auch weil Twitter für mich ebenfalls ein Medium ist, dass voller dichter Informationen ist und mir hier auch Themen nahe bringt, die mir sonst eher fern liegen.

Neben inhaltlichen Fragen zum Buch gab es aber auch viele Rückfragen zum Autorinnenleben. Beeindruckt war ich von einer einfachen aber doch durchdachten Antwort wie lange sie an einen Buch schreibt. Es sind sechs Monate, was daran liegt, dass ihre Verlage zwei Bücher im Jahr erwarten und sie hier nachgerechnet hat und so eben nur sechs Monate je Buch vorhanden sind... Offensichtlich ist Mathematik tatsächlich eine Wissenschaft, die auch zur Motivation genutzt werden kann.

Mit Blick auf mein eigenes, hoffentlich bald abgeschlossenes Buchprojekt bin ich meinen Verlag übrigens immer noch dankbar, dass sie fihren Fachbuchautoren die Zeit lassen, die das Buch braucht und selbst Verlängerungen von Fristen hier immer möglich sind, auch auch wenn ich beim aktuellen Buchprojekt derzeit tatsächlich das Gefühl habe etwas in Zeitnot geraten zu sein.

Neben der Zeitplanung für das Schreiben und entsprechenden Deadlines
war auch interessant wahrzunehmen, welchen Stellenwert die Recherche für die einzelnen Romane hat.

Auch wenn, insbesondere bei Erebos, Techniken beschrieben werden steht doch die Funktion der Technik nicht im Vordergrund sondern ihre Auswirkung auf die Gesellschaft.
Dabei ist die Technik aber nie einfach nur vorhanden sondern erscheint auch im Alltag eingebunden und wirkt auf mich in sich auch sehr schlüssig und auch durch meine eigene Alltagserfahrung nachvollziehbar.


Ein wenig zum Schmunzeln brachte mich dann tatsächlich die Entstehungsgeschichte von Erebos. Aus ihren Freundeskreis wurde ihr ein Link zu einem Spiel gesandt, wodruch die versendende Person einen Helm gewinnen konnte und sie dann ebenfalls ins Spiel einsteigen konnte.

In meiner Erinnerung gab es früher etliche Browsergames die auch im Bereich Fantasy angesetzt waren und ein solches Empfehlungssystem hatten.

Dabei war nun für Ursula Poznanski weniger das Computerspiel (dieses empfand sie eher als langweilig) aber der Gedanke, was wohl passieren würde, wenn es richtige Belohnungen durch Computerspiele geben würde... hierdurch ist ein zentraler Aspekt am Spiel Erebos hervorgetreten und bildete eine wichtige Grundlage für dieses Spiel.

Das Sprache und Geschichten immer auch das eigene Leben beeinflussen können zeigte sich auch durch ihren Bezug zur Literatur von Kurzgeschichten hin zu ihren aktuell doch einige vorhandenen Romanen.
In ihrer Schulzeit schrieb sie gerne Kurzgeschichten im Stil von Ephraim Kishon mit Bezug zum Schulalltag konnte sich aber nie vorstellen Romane zu schreiben... später schrieb sie dann Romane und kann sich heute nicht mehr vorstellen Kurzgeschichten zu schreiben... manchmal ist der Fluss des Lebens schon spannend im Bezug darauf welche Ufer erreicht werden :).


Auf die Frage, welche Bücher sie selbst gerne lesen würde und welche sie besonders geprägt hatte meinte Sie dass dieses unter anderen Harry Potter von J.K. Rowling neben einer Menger anderen Literatur sei, An Harry Potter sei jedoch zu sehen, dass Lesende sich auch auf längere Geschichten einlassen und diese begeistert verfolgen, was für sie die Motivation ist auch umfangreichere Bücher zu schreiben in denen ein Geheimnis langsam aufgebaut ist.

Was die gesellschaftliche Rolle und die Verteilung von Geschlechterrollen in ihren Büchern anbelangt sucht sie sich die Hauptfiguren passend zur Geschichte aus ohne hier groß auf Vorurteile zu achten... und da stimme ich ihr tatsächlich zu, dass die Charakter tatsächlich stark dargestellt werden unabhängig von der Geschlechterrolle... Ich glaube, dass Bücher hier wirklich auch eine Realität schaffen können und hier gesellschaftlich relevant sind.
 

Die Geschichte von Erebos

Grundsätzlich bin ich ja schnell für Bücher, insbesondere aus den Bereich Phantastik, zu begeistertn aber Erebos hat gleichzeitig einige Aspekte, weswegen ich diees gerne auch hier im Blog vorstellen mag, auch wenn es mehr in Richtung Literatur und weniger in Richtung Technik geht.

Der erste Band wurde vor fast zehn Jahren veröffentlicht (aktuell gibt es eine gebundene Auflage als Limted Edition *) und erzählt von einem Computerspiel, das in einer Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird und nur auf Einladung gespielt werden kann.

Dabei beschränkt sich das Spiel nicht nur auf der virtuellen Welt im Computer sondern hat auch Auswirkungen auf die reale Welt in der Aufgaben erfüllt werden müssen und sich diese auch auf das Spielgeschehen auswirken kann.

Schon hier hat mich fasziniert, dass die Welt der Computerspiele mit Leveln, Rollen, Skillbäumen aber auch das Miteinander und Gegeneinander im Computerspiel ebenso thematisiert worden ist, wie das Sammeln von Daten und einer überraschenden Auflösung am Schluss.

Gerade das Thema Datenquellen, Datenflüsse aber auch die Computerspielkultur und der Wechsel vom Medium im Computer hin zur realen Welt hatten mich hier beeindruckt und die Geschichte selbst war für sich schlüssig und fand ein überraschendes aber in sich logisches Ende.

Persönlich hätte ich nicht erwartet, dass die Geschichte eine Fortsetzung erhalten würde (der Autorin ging es aber wohl ähnlich). Nun fast zehn Jahre später ist mit Erebos 2 * eine Fortsetzung erschienen die aktuelle Entwicklungen in der Technik aufgreift und nun das Computerspiel auf Smartphone und aktuelle Technik überträgt.

Im Ergebnis ist hier ebenfalls eine Geschichte in der Daten und Personen als Handlungselemente herangezogen werden und die vorhandenen Möglichkeiten von GPS Ortung bishin zu Geocaching oder mobilen Apps wie Instagram und andere Anwendungen in einer Geschichte eingebunden.

Auswirkung von Computer, Entwicklung und Datenflüsse auf die Gesellschaft


Gerade die Fragestellung rund um "Ethik der Algorithmen" (siehe bspw. auch ein Projekt der Bertelsmann Stiftung auf algorithmenethik.de) weckt das Buch ein Interesse daran sich weiter in Bezug auf die Tragweite der Entwicklung von Technik zu beschäftigen, die Frage zu stellen ob das definierte Ziel tatsächlich auf Basis von Algorithmen erreicht werden kann und wie sich hier die Technik weiter entwickeln könnte.

Ein wenig erinnert dieser Konflikt auch an die Robotergesetze ("Three Laws of Robotics") von Isaac Asimov (siehe wikipedia:Robotergesetze) und die Frage, wie Technik den Alltag beeinflussen kann.

Literatur (insbesondere Science Fiction oder Phantastik) hat oftmals schon Gedanken vorweg genommen die später dann Realität werden können oder dazu anregen sich mit aktuellen Entwicklungen auseinander zu setzen.

Daher passen beide Bücher doch hervorragend hier ins Blog zum einen um im Rahmen der Medienkompetenz auch Computerspiele besser verstehen zu können, aber auch bzgl. der Frage wie Daten miteinander verknüpft werden können und auf welche Art und Weise wohl künftig eine auf algorithmen bestehende "künstliche Intelligenz" Aufgaben bewältigen und welchen Einfluss diese hier nehmen kann.

Immerhin, das Thema Datenschutz dürfte mittlerweile auch an verschiedenen anderen Stellen ein Thema geworden sein, was vielleicht auch an der aktualisierten rechtlichen Grundlage, wie im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)" beschrieben relevant sein.

Gerade in Hinblick auf Social Media schwanke ich oftmals zwischen "Praktische Nutzung von social media Diensten für meinen Arbeitsalltag" und der Frage, wie Medien heutzutage genutzt werden können.

Für mich konnte ich im Artikel "Von der Bewerbungshomepage hin zum Wissenspool mein Beitrag zur Blog- und Webparade für Personenmarken #personalbrandmix" eine gute Anwort finden, denke aber durchaus, dass umfangreiche Daten im Netz sowohl in der einen als auch der anderen Richtung genutzt werden können.

 

Science Fiction und Fantasy

Entsprechend spannend ist es die Auswirkung von bestehenden Technologien oder das Weiterentwickeln eben dieser in Literatur oder auch Kurzgeschichten erleben zu können.

Hier überzeugen mich immer wieder die Kurzgeschichten im c't Magazin die es mittlerweile sogar als Podcast gibt. Unter den Autorinnen und Autoren sind mittlerweile auch etliche bekannte Namen zu finden und oftmals regen solche Geschichten im besten Sinne zum Denken an.

Wie sehr aktuelle Technik sich auch in den Büchern von Ursula Poznanski wieder finden mag kann auch in anderen Büchern gesehen werden.

Die Möglichkeiten der Augmented Reality ist Thema im Buch "Layers" * wo eine Brille beschrieben wird die für einen ausgewählten Kreis von Personen Informationen einblendet... wobei mich diese Geschichte tatsächlich ein wenig an einen klassischen Science Fiction Film erinnert.


Ein weiteres Buch in Richtung Technik und Entwicklung ist noch "Thalamus" * das sich mit Hirnforschung beschäftigt und welches Potential hier wohl noch ruht. Von der Thematik her hat mich das Buch ein wenig an Daniel Keys Charly - Flowers for Algernon erinnert..wobei hier das Buch ein vielleicht dann doch glücklicheres Ende hat.

Wenn wir uns zum Computerstammtisch treffen sind auch immer wieder fliegende Drohnen ein Thema gewesen und diese Geschichte fand sich dann bei "Elanus" * wieder, wobei diese Drohne neben Kamera auch noch das ein oder andere Extra hatte.


Abseits dieser gesellschaftlichen Tragweite sind ihre Bücher natürlich auch spannend zu lesen, was vielleicht ebenfalls ein guter Grund sein könnte... :-)

Gerade die doch eher als Dystopie angelegte "Eliria Triologie* hat uns beide sehr gefallen und steht für die Art von Büchern, die ich tatsächlich immer noch liebe zu lesen.

Geschichten die unerwartet sind, Charaktere die durchaus nicht nur strahlend sind und auch noch ein klein wenig gesellschaftlich relevantes Verhalten sind hier nicht erst seit Orwell etwas mehr als lesenswertes. Das sich die Autorin nicht auf ein Genre festlegen lässt ist auch daran zu merken, dass sie auch noch Krimis schreibt und was für mich ebenfalls noch verlockend klingt ist eine Serie die auf den Wiener Friedhöfen spielt die ich mir aber noch nicht angesehen beziehungsweise gelesen habe.

Nebenbei ist die Begeisterung für Technik und "neue" Medien etwas, dass mich hier ebenfalls immer wieder antreibt um aktuelle Artiekl im Blog rund um meine Arbeit aber auch andere it-nahe Themen zu schreiben... was sich allerdings auch in einer Nutzung von Technik zum Beispiel im Bereich Smart Home zeigt sowie in den ein oder anderen Artikel hier im Blog. :-)

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