Andreas Unkelbach
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Donnerstag, 21. März 2013
12:59 Uhr

Google Currents (Google Kiosk) oder die Assimilation ins google Kollektiv (Update: Facebook Instant Articles)

Ausgangslage
Angeregt durch einen Artikel bei stadt-bremerhaven.de habe ich mich doch einmal an Google Currents gemacht und versucht meinen RSS-Feed auch über Google Currents anzubieten.


Kurzzusammenfassung für Interessierte:
Über den Google Currents Producer kann der eigene RSS Feed in Form einer anpassbaren Magazinoberfläche von google übernommen werden und theoretisch so von vielen anderen gelesen werden.

Meinung: Gooogle Currents und Facebook Instant Articles

Meine ersten Erfahrungen mit Google Currents haben mich relativ schnell dazu gebracht diese Art der Veröffentlichung wieder zu löschen. Aus vergleichbaren Gründen würde ich auch eine Integration in Facebook Instant Articles ablehnen und lieber ein responsives Layout der eigenen Website oder einen RSS Feed anbieten, wovon zumindest User die ein vergleichbares Verhalten wie ich haben mehr von profitieren.

Begründung
Grundsätzlich ist Google Currents für ein Blog relativ schnell einzusetzen, da es einen vorhandenen RSS Feed einbindet und dabei die Artikel entsprechend aufbereitet, so dass diese vergleichbar zu einen Webmagazin angesehen werden können.

Mein RSS Feed bietet die letzten 10 Artikel im Volltext an, so dass diese in einem RSS Reader angezeigt werden. Erstaunlicherweise hat Google Currents wesentlich mehr Artikel erfasst. Als Konsument des Blogs ist dieses sicherlich interessant, da hier auch ältere Artikel direkt betrachtet werden können.

Der Nachteil gegenüber eines RSS Readers ist jedoch, dass die Besucher in der Google Currents Oberfläche bleiben. Ein Absprung auf den Blogbeitrag selbst ist nur durch eine Direktverlinkung innerhalb des Artikels möglich, aber nicht durch die über <link>Link zum vollständigen Eintrag</link> hinterlegte Artikel-URL innerhalb des <item>Eintrages</item> (zum Aufbau eines RSS Feeds siehe Wikipedia).

Auf diese Weise bleiben die Leser innerhalb der Google Current Oberfläche und haben keine Möglichkeit einen Artikel zu kommentieren oder weitere Bereiche der Seite einzusehen.

Im Grunde tritt hier Google als ein Verlag auf und hat somit eine Zweitverwertung der Blogartikel. Meine Artikel sind durch die Einbindung in Google Currents nicht mehr persönlich sondern ein Teil des Google Current Magazins.

Die Umsetzung ist sicherlich technisch interessant, allerdings möchte ich auch weiterhin meine Artikel in einer Form zur Verfügung stellen, so dass grundsätzlich meine Identität (verknüpft durch die URL) gewahrt bleibt und ich Teil des Google Currents Magazin bin.

Die meisten RSS-Reader bieten diese Möglichkeit und sind daher für mich wesentlich interessanter. Dieses ist auch ein Grund warum ich in meinem RSS-Feed nicht den Inhalt kurz beschreibe sondern tatsächlich den vollen Artikel zur Verfügung stelle, da dennoch aus der Artikelansicht auf das Blog abgesprungen werden kann.

Die vollständige Assimilation in das Google Currents Kollektiv geht mir dann doch ein klein wenig zu weit.

Dieses ist auch ein Grund warum ich weiterhin mir wichtige Blogs/Seiten in einem RSS Reader betrachten werde und von dort aus die eigentliche Seite aufrufen kann. Hier überzeugt mich beispielsweise feedly wesentlich mehr (und ermöglicht hier für Interessierte sogar die umstrittene Darstellung als Magazin eines RSS Feeds).
 

Nachtrag: Aktuellere Entwicklungen Google Play Kiosk


Mittlerweile ist Google Currents in "Google Play Kiosk" umbenannt worden. Inhaltlich dürfte sich an die Aufbereitung der Daten für Contentanbieter jedoch nichts geändert haben.

Mittlerweile (Mai 2014) ist der Google Kiosk auch für Printmedien eine Veröffentlichung möglich. Ein entsprechender Bericht zum Thema ist unter "Google startet digitalen Zeitungskiosk in Deutschland" auf heise.de zu finden.
 

Facebook Instant Articles

Ebenso bietet seit 2015 auch Facebook mit Instant Article einen vergleichbaren Dienst an.
Hierzu muss ebenfalls eine Fanpage vorhanden sein und der eigenen RSS Feed anhand der Dokumentation auf facebook developer angepasst werden.Weitere Informationen hierzu sind auch auf allfacebook.de zu finden.

Auch seitens der CT ist das Thema im Artikel "Instant Articles auf Facebook publizieren" aufgegriffen und entsprechend dokumentiert worden.

Während Google durch AMP -  Accelerated Mobile Pages das Thema Ladegeschwindigkeit mit einen offenen Webstandard beantwortet, hat Facebook hier den Ansatz Blogs per RSS in das eigene Ökosystem zu ziehen.

Persönlich bleibe ich daher lieber, wie im Artikel "In eigener Sache: Updates der Seite (Technik und Design) - Fokus auf Responsives Webdesign und pagespeed" bei einer relativ schnell ladende, responsive und auf meiner eigenen Seite befindliche Seite die eben nicht in ein geschlossenes System integriert wird. Einige Gründe und Vorzüge dieser Variante habe ich auch in der "Onlinehilfe zur Seite" festgehalten.

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Tags: Google

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