Andreas Unkelbach
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Samstag, 24. Februar 2018
09:37 Uhr

Meine Erfahrungen mit Smarthome Teil VI - Onlinebanking mit Google Home und Sparkasse

Während Amazon Alexa eine Vielzahl von Skills im Angebot hat scheint nun auch Google Home seine Assistanten auszubauen. Eines der kritischen Bereiche (ähnlich wie die Warenkorbfunktion bei Amazon Alexa) dürfte wohl der Umgang mit Finanzdaten sein.

So dachte ich im ersten Moment auch tatsächlich, dass mir am Computerstammtisch ein Aprilscherz zu früh vorgestellt worden ist... aber es scheint wirklich so zu sein, dass die Sparkasse mit ihren Google Assistent "Sparkasse Banking" eine Verknüpfung von Google Home (egal ob Lautsprecher oder am Smartphone) mit den eigenen Konto an.

Sparkasse Banking Assistant in Google Home aktivieren

Durch die Aktivierung des Skills mit "Okay Google sprich mit Sparkasse Banking" muss das Konto erst einmal mit den eigenen Sparkasse Konto verbunden werden.

Google mit Sparkasse Banking verbinden

Dafür landet man am Smartphone auf eine Seite der "Finanz Informatik GmbH & Co. KG".

URL sparkasse-voice.f-i.de

Die URL ruft dabei einen BLZ Proxyserver und eine AJAX Suche über die einzelnen Institute auf in der die unterstützten Sparkassen Institute aufgerufen werden können.

Auswahl Sparkasse Institut

Nach Eingabe vom Institut Namen ist jedoch ersichtlich, dass derzeit nur wenige Institute dieses schon aktiv nutzen.

Sparkasse Stade-Altes Land
 

Sparkasse Banking mit Sprachsteuerung

Immerhin auf der Seite der Sparkasse Stade-Altes Land sind auch weitere Informationen zum Assistenten zu finden. Hier stellt die Seite "Banking per Sprachsteuerung" auch ein entsprechendes Video zur Verfügung. Der Skill selbst ist bei Google unter "Google Assistant: Sparkasse Banking" vom Anbieter Finanz Informatik vorhanden. Die Datenschutzerklärung weist auf die Rechtsabteilung  des  Deutschen  Sparkassen  und  Giroverbandes (DSGV) hin.

Beim Einrichten des Kontos wird, sofern die eigene Sparkasse gefunden wird, die Zugangsdaten einmalig abgefragt (Onlinebanking) und es können die Funktione freigeschaltet werden. Als Funktionsumfang kann zwischen Kontostand lesen, Umsätze anzeigen, Überweisen gewählt werden.

Damit sind später Funktionen wie:

"Okay Google wie ist mein aktueller Kontostand"
"Okay Google was sind meine letzten Umsätze"

möglich. Nach der Anfrage kommt dann die Rückfrage bitte nenne mir deine Voice-Pin und es kann für eine beschränkte Zeit die  freigeschalteten Funktionen genutzt werden.

Überweisungen, Sicherheit und Funktionsumfang über Voice banking mit Google Home Assistant

Kritisch sehe ich hier ein wenig die Möglichkeit der Überweisung und bin neugierig wie dieser Geschäftsprozess umgesetzt wird insbesondere das die Sparkasse auch durch die 2FA - Zwei Faktor Authentifizierung einer Überweisung per Push-TAN App statt Tan Liste hier stark das Thema Sicherheit im Fokus hat. Allerdings zur Information über Kontobewegungen empfinde ich die gebotenen Möglichkeiten als sehr spannend.

Wichtiger Punkt beim Einrichten ist noch das Festlegen der numerischen Voice-Pin mit der das Konto dann geschützt wird, so dass nicht die Onlinebankingzugangsdaten angesagt werden müssen. 

Dabei soll die Voice-Pin zwischen vier und sechszehn Ziffern haben.

Ferner soll die Anzahl der Überweisungen beschränkt sein und nur an bestehende Kontakten zu denen schon einmal eine Überweisungsvorlage angelegt worden ist. Darüber hinaus sollen die Überweisungen auch in der Höhe beschränkt sein.

Vermutlich wird die Höhe ähnlich wie beim Dienst Kwitt auf maximal 30 Euro  beschränkt sein, die dann ohne TAN überwiesen werden können.

Exkurs: Kwitt. ist eine Smartphone App mit der per Handy Beträge über die Mobilfunknummer an beliebige andere Konten gesandt werden. Sollte der Empfänger nicht bei Kwitt angemeldet sein, erhält er eine Nachricht mit einem Link auf eine Webseite, auf der er seine IBAN für die Transaktion angeben kann. Hierfür sind drei Tage Zeit andernfalls wird die Buchung nicht durchgeführt.

 

Fazit - Voice-Banking im Prinzip eine spannende Sache

Hier empfinde ich die Weiterentwicklung mit digitalen Sprachsystemen durchaus spannend...aber bin in bestimmten Bereichen dann auch ein klein wenig skeptisch.

Persönlich nutze ich Google Home eher für Öffnungszeiten ("Hey Google wann hat die Sparkasse offen") um direkt die Öffnungszeiten der Sparkasse vor Ort zu erfahren. Auf solche Fragen antwortet Google direkt die Öffnungszeit der nahe gelegene Sparkasse vor Ort geliefert.

Hier lohnt sich als "social media" Strategie auch tatsächlich das Editieren der Öffnungszeiten und Informationen in der lokalen Suche von Google beziehungsweise auf Google Maps.

Ebenso hätte ich mit Aktienkursen oder andere Finanzinformationen gerechnet. Der Zugriff aufs eigene Konto hat mich hier tatsächlich überrascht obgleich ich mir gerade bei Umsatzabfragen und Kontostand schon eine gewiße Erleichterung zum Beispiel beim Prüfen ob eine Rechnung schon bezahlt wurde (Gutschrift gebucht) oder man sich noch einmal ans Onlinebanking setzen muss um eben diese auszuführen. Immerhin erspart dieses dann den Griff zur Onlinebanking(App)-Anwendung oder zur Mahnung an säumige Kunden.
 
Hinweis:

Im Laufe der Zeit wird auch das Leben mit Technik immer intelligenter. Entsprechend habe ich auf der Seite "Smart Home" unsere Erfahrungen mit Amazon Echo (Alexa) und Google Home sowie vernetzte Dienste zusammengestellt.




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Tags: App Smarthome

4 Kommentare - - Internet

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Kommentare

Gabriel Rath Homepage am 27.2.2018 um 06:48 Uhr
Moin, ich bin bei der OstseeSparkasse Rostock im Bereich Digitales dabei und finde diesen neuen Einsatzfall sehr spannend. Danke fürs Teilen. Weisst du, ob auch für Alexa Ähnliches geplant ist?


Andreas Unkelbach Homepage am 27.2.2018 um 07:03 Uhr
Guten Morgen Gabriel,

tatsächlich war für Amazon Alexa ein vergleichbares Projekt vorhanden das auch schon ziemlich weit voran geschritten war. Wenn ich das richtig mitbekommen habe ist hier allerdings seitens Amazon die Funktion des Onlinebanking durch solche Skills gesperrt worden, so dass sich die Sparkasse dazu entschieden hat hier auf Google Home bzw. Assistant zu wechseln.

Hier hatte Ende letztes Jahr das Online-Portal Finanz-Szene im Artikel "Exklusiv: Sparkassen vor Einführung von Alexa" schon ausführlich berichtet.

Viele Grüße
Andreas


Andreas Unkelbach Homepage am 27.2.2018 um 07:24 Uhr
Tatsächlich hat das Onlineportal unter "Amazon bremst Alexa-Pläne der deutschen Banken aus Ende 2017 ebenfalls zur Entscheidung von Amazon berichtet.

Persönlich habe ich beide Geräte derzeit im Einsatz (Amazon Echo und Google Home) welche sich an dieser Stelle dann tatsächlich ergänzen.

Viele Grüße
Andreas Unkelbach


Anonym am 25.10.2018 um 11:28 Uhr
Danke!


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