Andreas Unkelbach
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Sonntag, 4. November 2018
11:53 Uhr

SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben

Nachdem ich im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Competence Center für Hessische Hochschulen schon einen "Auffrischungsworkshops SAP Query im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" gehalten habe hat sich dann noch ein Tagesseminar zum Thema »SAP Query in SAP ERP« mit Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens (CO, FI, PSM-FM) ergeben.

Dieses war auch relativ schnell ausgebucht und ich hoffe, dass die angebotenen Übungen tatsächlich weiter geholfen haben um die Möglichkeiten mit SAP Query im Hochschulberichtswesen darzustellen.

Handout SAP Query Schulung

Eine wichtige Frage, die auch in der Schulung behandelt worden ist, war wie Endanwende später die erstellte Query aufrufen und nutzen können. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit über Benutzergruppen und die Transaktion SQ00 eine Query direkt zu starken und berechtigungsseitig hier die Pflege der Query einzuschränken, aber eleganter und praktischer ist es in meinen Augen der erstellten Query eine eigene Transaktion zuzuweisen.

Report-Transaktion für SAP Query

Hierzu kann über die Transaktion SE93 eine sogenannte Reporttransaktion angelegt werden.

Diese Reporttransaktion ruft direkt einen ABAP Report auf und über das Selektionsbild 1000 gelangt man auch direkt in das Auswahlfenster der Transaktion und kann in der Reporttransaktion auch im Punkt Start mit Variante eine passende Variante für die Query anlegen und diese direkt starten um eine bestimmte Vorauswahl in der Selektion zu speichern und hier auch eine Layoutvariante zu hinterlegen.

Reportname zu SAP Query

Die Frage ist nun nur, wie kann der Reportname herausgefunden werden. Im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" bin ich schon einmal darauf eingegangen, dass in der Transaktion SQ01 im Menü über QUERY->WEITERE FUNKTIONEN->REPORTNAME ANZEIGEN der zugeordnete Reportname angezeigt werden kann.

Dabei ist die Namenslogik des Reportnamen wie folgt aufgebaut:
  • Mandantenabhängige (Standardbereich) Query beginnen mit AQCS
  • Globale (Globaler Beeich) Query beginnen mit AQZZ
danach folgt die Benutzergruppe in der die Query zugeordnet ist und der Name der Query. Dieser wird mit == aufgefüllt, so dass eine Gesamtlänge des Reportnamens von 30 Zeichen sich ergibt.

So wird die Query AQ mit der Bezeichnung  ZCOFM_PROJEKTE der Benutzergruppe ZBUCH im Standardbereich CS(mandantenabhängig) als Report mit folgender Bezeichnung zugeordnet:
  • AQCSZBUCH=======ZCOFM_PROJEKTE

Nachdem der Reportname zur Query in der Reporttransaktion hinterlegt wird ist nun noch eine Frage, wie die Berechtigungen für die SAP Query-Transaktion vergeben werden können. Hierzu müssen entsprechende Berechtigungsobjekte mit Berechtigungsfeldwerten versehen werden.

Berechtigungsobjekte und Berechtigungsfeldwerte auf Tabellen und Tabellenberechtigungsgruppe

Dabei ist natürlich nahe liegend das Berechtigungsobjekt S_TCODE "Transaktionscodeprüfung bei Transaktionsstart" mit im Berechtigungsfeld Transaktionscode mit der neu angelegten Transaktion bspw. ZUNKELBACH zu füllen.

Neben der reinen Berechtigung für den Start der Transaktion sind aber auch noch die Berechtigungen für das Lesen der Daten mit der Query erforderlich.

Hier sind zwei Berechtigungsobjekte noch zu füllen.

Das Berechtigungsobjekt S_TABU_DIS "Tabellenpflege (über Standardtools wie zB SM30) ist mit der Aktivität 03 Lesen zu versehen und im Berechtigungsfeld Tabellenberechtigungsgruppe zu hinterlegen. Die Zuordnung von Tabellen zu Berechtigungsgruppen erfolgt mandantenunabhängig über die Transaktion SE54 (Speicherort der Einstellungen ist dann die Tabelle TDDAT Pflegebereiche für Tabellen) einzusehen.

Ferner ist auch das Berechtigungsobjekt S_TABU_NAM "Tabellenzugriff über generische Standardtools" ebenfalls mit der Aktivität 03 und den relevanten Tabellennamen zu pflegen.

Es bietet sich tatsächlich an hier über einen Testuser und der Transaktion SU53 die entsprechenden Berechtigungsfeldwerte zu ermitteln. Im Artikel "SAP Basis Basic oder dank SU53 oder ST01 Trace fehlende Berechtigungen finden" bin ich auch auf die Frage der Berechtigungsprüfung nebst einer Anzeige der fehlgeschlagenen Berechtigungsprüfungen für eine andere Benutzerkennung eingegangen.

Eine Auswertung für Stammdaten im Bereich CO-OM (zum Beispiel "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel") verlangte als Berechtigungsausprägung folgende Angaben in den Berechtigungen:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe:
    KA          CO:Anwendungstabelle
    KEC        CO-PA:Customizing
und zum direkten Lesen der Tabellen für die Stammdaten der Innenaufträge sowie  der Stammdaten der Profit-Center (EC-PCA) zu lesen.
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    AUFK    Auftragsstammdaten
    CEPCT   Profit-Center-Stammdaten Texte
Während eine Auswertung der Stammdaten im Bereich FI für Kreditoren wie im Artikel "Query über IBAN und Stammdaten Kreditor oder Debitor (Zusatztabellen in SAP Query)" beschrieben folgende Berechtigungen benötigte:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe
    FA   RF:Anwendungstabelle
    &NC&   ohne Berecht.gruppe
und der Stammdaten der Kreditoren (Lieferanten) sowie der IBAN Verbinudng (TIBAN).
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    LFBK Lieferantenstamm (Bankverbindungen)
    TIBAN  IBAN
Sollen statt der Kreditoren (Lieferanten) die Debitoren (Kunden) ausgewertet werden ist hier natürlich KNBK Kundenstamm (Bankverbindungen) zu hintelegen.

Gerade die Aussteuerung von Berechtigungen sowie die Umsetzung eines Berechtigungskonzeptes ist ein Grund warum die anwendungsbetreuende Keyuser der jeweiligen Fachabteilungen ebenfalls eng mit der SAP Basis und der Berechtigungsvergabe zusammen arbeiten sollten. Ein weiteres Thema ist hier, insbesondere bei mehreren Mandanten innerhalb des SAP System, auch eine Frage der Namenskonvention. Eine Reporttransaktion wird über einen Workbenchauftrag transportiert und steht damit mandantenübergreifend im System zur Verfügung. Die Query liegt dafür ggf. jedoch im mandatenabhängigen Bereich (es sei denn es ist eine globale Query). Die unterschiedlichen Möglichkeiten zum "Transport von InfoSet mit ABAP-Coding und Query per Transportauftrag" wurden ja schon beschrieben. Sinnvoll kann es hier sein bei kundeneigene Transaktionen als Namensraum Z gefolgt von der Mandatennummer zu verwenden, so dass hier keine Verwechslung entsteht.Sinnvolle Namenskonventionen für kundeneigene Entwicklungen sollten ebenfalls in einen Fachkonzept, wenn nicht sogar im Berechtigungskonzept, hinterlegt werden.

Schulung zu SAP Query


Berichtswesen mit SAP Controlling am Beispiel SAP Query

Persönlich hat mir die Ausarbeitung der SAP Schulung zum Thema SAP Query im Berichtswesen viel Freude gemacht und ich hoffe, dass die Begeisterung für die einzelnen Berichtstools und Möglichkeiten gerade im Kontext Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen hier überzeugend dargestellt worden sind. Eine Darstellung der von mir im Berichtswesen besonders gern genutzten Tools und Möglichkeiten habe ich auch im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«  geschildert, dass ebenfalls einen guten Überblick über den Aufbau eines Berichtswesen sowie eine Einführung über "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" bietet.

Da das Tagesseminar relativ schnell ausgebucht war bin ich gespannt, ob sich noch einmal eine Nachfrage für ein erneutes Seminar zum Thema finden wird. Ansonsten bleibt es erst einmal bei den Buchempfehlungen die ich auch hier online gerne gebe.

Gerade im Bereich des Berichtswesen auch und besonders für Hochschulen ist auch ausserhalb des Controlling ein sinnvolles Berichtswesen auch daran gekoppelt welche Möglichkeiten zur Auswertung im jeweiligen System zur Verfügung stehen. Daher möchte ich mich auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Schulung bedanken die sowohl eine gute Bewertung als auch durch ihre rege Beteiligung eine Menge an Feedback gegeben haben.

Die Schulung selbst ist relativ umfangreich und anspruchsvoll gewesen, jedoch war die Rückmeldung auch so, dass selbst erfahrende Anwendende noch den ein oder anderen neuen Aspekt dieses Tool kennen gelernt haben. Die Besetzung mit Keyuserinnen und Keyusern aus den Modulen FI, CO, PSM-FM und auch MM sowie geplant HCM hat gezeigt, dass es sinnvoll war hier die Übungen zwar aus den Modulen des Rechnungswesen (CO, FI. PSM-FM) zu nehmen aber so zu wählen, dass diese grundsätzliche Funktionen wie die Nutzung von Join, logische Datenbanken oder auch Zusatztabellen, Zusatzfeldern und Zusatzfeldcoding beschrieben hat.

Teilweise sind die vorgestellten Übungen auch schon in diversen Blogartikeln ausführlich behandelt, allerdings dürfte die Zusammenstellung der Beispiele auch für den ein oder anderen interssant sein. Durch die ausgewählten Beispiele, die sich ursprungsbedingt natürlich in der Hauptsache im CO Umfeld befinden, sollten die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt werden und ich hoffe, dass diese auch für andere Personen übertragbar sind. Sowohl im Finanzwesen als auch im Personalwesen werden tatsächlich auch logische Datenbanken genutzt.

Auf eine Wiederholung der Schulung freue ich mich ebenso wie mir auch das Aktualisieren und Ergänzen der Schulungsunterlagen auf Basis von Rückmeldungen und Fragen Freude gemacht hat. Entsprechend gerne stehe ich mit meinen Angebot für eine künftige Schulung zur Verfügung. Die Schulung slebst ist in vier Abschnitten mit entsprechenden Übungen aufgeteilt und widmete sich nicht nur der Grundlagen von SAP Query mit den einzelnen relevanten Elementen (Arbeitsbereich, Benutzergruppe, Infoset, Query), der Identifizierung von Daten (wo diese gespeichert sind sowie auch die Erweiterung der Query durch lokale Felder, Zusatztabellen und Zusatzfelder inklusive Zusatzfeldcoding das noch weitere Möglichkeiten bietet. Die Übungen zeigten nicht nur die Anwendung dieser Möglichkeiten sondern durch praktische Übungen auch Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens  (CO, FI, PSM-FM).
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Espresso Tutorial - die digitale SAP Bibliothek

Diesen und weitere Texte von finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


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