Andreas Unkelbach
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Donnerstag, 24. Januar 2019
20:39 Uhr

Der verschlüsselte USB Stick oder mit Bitlocker To Go unter Windows Datenträger verschlüsseln

Manche Themen, wie auch Windows, sind hier im Blog tatsächlich etwas weniger präsent als Excel, SAP oder auch diverse andere Programme. Aber gerade im Rahmen der Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes kam neben den Datenschutzeinstellungen unter Windows 10 auch die Frage der Datensicherheit in Betracht.

Ausgangslage Warum Daten verschlüsseln?

Tatsächlich ist das Thema Verschlüsselung aus unterschiedlichen Gründen relevant. Neben einer Frage der eigenen IT Sicherheit ist gerade beim Einsatz von Cloudspeichern auch im privaten Bereich oftmals die Frage, ob hier wirklich alle Dateien so vertrauenswürdig wären, dass diese problemlos in die Öffentlichkeit gelangen können. Daher ist eine gewisse Sensibilität tatsächlich nicht fehl am Platz und an manchen Einsatzzwecken sogar vorgegeben. Neben einen Cloudspeicher dürfte aber auch der USB Stick als klassisches Datentransfermedium immer noch aktuell sein. Nur was passiert, wenn dieser irgendwo verloren geht und könnte hier nicht ein gewisser Schutz helfen. Manchmal kann dieser Schutz auch ganz nützlich sein, wenn mehr als eine Person Zugriff auf die eigene Arbeitsumgebung hat. Daher mag ich hier ein wenig auf die Möglichkeiten der Datenverschlüsselung auf Datenspeicher unter Windows eingehen und freue mich hier tatsächlich darüber, dass dieses unter Windows 10 Professionell wesentlich einfacher geworden ist als vor einigen Jahren noch unter Windows XP mit TrueCrypt und anderen Tools. Neben physischen Datenspeichern ist aber auch die Cloud ein wichtiges Thema und so gehe ich, wenn auch nur durch einen kurzen Hinweis, auf die Möglichkeiten der Verschlüsselung des eigenen Cloudspeichers ein.
 

Boxcryptor und Cloudspeicher

Beim Einsatz eines Cloudspeicherplatzes (wie zum Beispiel Dropbox (Einladungslink)) stellt sich oftmals die Frage, wie hier auf einfache Weise Daten verschlüsselt gespeichert werden können. Ein passwortgeschütztes ZIP File hat den Nachteil, dass hier keine Daten direkt gespeichert werden können weswegen eine Lösung per App wie Boxcrypter für zwei Geräte eine Verschlüsselung auf Android, MacOS und Windows ermöglicht. Für mehrere Geräte ist dann eine Jahreslizenz erforderlich (ebenso bei der Nutzung von mehr als einen Cloudanbieter). Unter BoxCryptor.com/de/ ist diese Software näher vorgestellt und es können entsprechende Lizenzen erworben werden.

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Dropbox Cloudspeicher mit Synchronisation
 

Verschlüsselte Datencontainer mit Truecrypt oder Veracrypt

Sofern der Zugriff auf bestimmte Dateien nur unter Windows bzw. einen Desktop Betriebssystem erfolgt besteht auch die Möglichkeit des Einsatzes von Truecrypt oder vielmehr der Nachfolge Veracrypt. Im Artikel "Truecrypt per Kommandozeile" bin ich näher darauf eingegangen und tatsächlich bietet es sich auch an mit VeraCrypt Portable diese als Stickware vom USB Stick laufen zu lassen. Die App selbst ist bei Heise Online Download unter Verschlüsselung > VeraCrypt näher vorgestellt.

Sofern kein verschlüsselter Dateicontainer sondern ein USB Stick zum Austausch von Dokumenten ausserhalb der Cloud und nur unter Windows verwendet werden soll, kann ab Windows 10 Professional und Windows 7 Ultimate Bitlocker TO Go genutzt werden. Innerhalb des BSI Grundschutzhandbuch wird diese Software im Maßnahmenkatalog "M 4.422 Nutzung von BitLocker To Go ab Windows 7" im IT Grundschutzhandbuch (IT-Grundschutz-Kataloge) des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlen.

Die Verschlüsselung selbst kann nur in den erwähnten Windows Versionen angelegt werden, aber das verschlüsselte Speichermedium selbst (hier ein USB Stick) kann in den niedrigeren Windows Versionen (zum Beispiel Windows 10 Home) direkt geöffent werden.

 

Mobiler Datenspeicher mit Bitlocker ToGo verschlüsseln

Im Explorer kann der mobile Speicherträger oder das zu verschlüsselnde Laufwerk mit der rechten Maustaste angeklickt werden und die Funktion "Bitlocker aktivieren" wie in folgender Abbildung zu sehen aufgerufen werden.

Bitlocker aktivieren

Dadurch wird die Anwendung Bitlocker geladen

Bitlocker wird gestartet
Der USB Stick darf während des folgenden Setup zur Bitlocker-Laufwerksverschlüsselung nicht entfernt werden.

Danach ist eine Methode zu wählen, wie die Verschlüsselung abgesichert werden soll.

Bitlocker Methode

Die flexibelste Methode ist wohl der Einsatz eines Passwort / Kennwort, das später nachdem der USB Stick eingesteckt wird, oder auf das Laufwerk zugegriffen werden soll eingetragen werden muss. Es empfiehlt sich zur Sicherheit das Passwort zum Beispiel in einen Passwortmanager oder an sicherer Stelle zu speichern. Die Alternative der Smartcard nebst Smartcard-Pin könnte wiederum interessant sein auch in Hinblick auf einer zwei Faktor Authentifizierung per Hardwarelösung.

Im Artikel "Zweistufige Anmeldung oder Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Onlinediensten (Datensicherheit und Datenschutz) bspw. per OTP (One-Time Password, Einmal-Passwort) App" bin ich darauf für Webdienste eingegangen.

Nachdem das Passwort gewählt worden ist kann auch ein Wiederherstellungsschlüssel gedruckt, als Textdatei gespeichert oder im Microsoft Konto hinterlegt werden.

Bitlocker Wiederherstellung

Soll der USB Stick an unterschiedlichen Rechnern und nicht nur im eigenen PC genutzt werden und man nicht diesen wichtigen Schlüssel in der Cloud speichern wollen ist sicherlich der Ausdruck eine gute Alternative. Zu beachten ist, dass der Schlüssel nicht auf ein bereits verschlüsseltes Laufwerk gespeichert werden kann.

Nachdem der Wiederherstellungsschlüssel gespeichert worden ist kann mit Weiter die Verschlüsselungsform gewählt werden.

Bitlocker Laufwerk Speicherplatz

Sofern noch keine Daten am Datenträger vorhanden kann die Option "Nur verwendeten Speicher" verschlüsseln gewählt werden.Beim Hinzufügen von Daten werden diese automatisch verschlüsselt.

Anders verhält es sich wenn bereits Daten vorhanden sind. In diesen Fall sollte das gesamte Laufwerk verschlüsselt werden.

Danach ist der Modus der Verschlüsselung und das Format zu wählen.

Bitlocker Modus

Handelt es sich um ein eingebautes Laufwerk (Wechselfestplatte, Netzlaufwerk, ...) dass nur an diesen PC verwendet werden soll kann sicherlich die neuere Datenträger-Verschlüsselungsmethode XTS-AES verwendet werden. Soll der Rechner aber auch an anderen Rechnern eingesetzt werden (bspw. Windows 7) ist der Kompatibler Modus empfehlenswert. Da es sich bei mir um einen USB Stick handelt und ich mir unsicher bin welches die eingesetzten Systeme sind habe ich hier den zweiten Punkt gewählt und die Verschlüsselung gestartet.

Nun Bitlocker laufen lassen?

Es erscheint eine Abfrage mit Zusammenfassung der Entsperrmethode und das Laufwerk kann gemeinsam mit allen vorhandenen Daten über die Schaltfläche "Verschlüsselung starten" abschließend gestartet werden. Nun läuft die Verschlüsselung und der Fortschritt ist beobachtbar.

Anhand des Fortschritt bedeutet dieses nun Warten

Zwischendurch könnte die Verschlüsselung auch angehalten werden, aber sinnvoller ist es sicher die Geduld aufzubringen und Windows verschlüsseln zu lassen.

Bitloker abgeschlossen



Mit Bitlocker verschlüsselten (Wechsel-) Datenträger arbeiten


Lohn der Mühe ist dann, dass die Bitlocker-Laufwerksverschlüsselung erfolgreich abgeschlossen ist und das Kontextmenü sich um die Punkte BitLocker-Kennwort ändern und BitLocker verwalten erweitert hat.

Bitlocker Context rechte Maustaste

Der erste Punkt ist selbsterklärend unter der Verwaltung kann der Punkt "Systeme und Sicherheit" mit den Unterpunkt "Bitlocker Verschlüsselung" in der Systemsteuerung aufgerufen werden.

Bitlocker To Go Systeme und Sicherheit

Unter anderne kann hier eine Automatische Entsperrung eingerichtet werden, wenn der Stick beim aktiven User angesteckt wird. Ansonsten muss immer das Passwort eingegeben werden.

Auf verschlüsselten Datenträger zugreifen


Beim Auswerfen des Datenträgers ist dieser auch wieder verschlüsselt. Wenn der USB Stick erneut angeschlossen wird ist eine Kennwort eingabe erforderlich.

Der große Vorteil hier ist, dass das Entschlüsseln und Einbinden des Datenträgers keine Administrationsrechte und keine Installation von lokaler Software erfordert, da Windows selbst den Zugriff auf verschlüsselte Medien unterstützt.

Bitlocker entsperren

Das USB-Laufwerk an sich ist erst wieder nutzbar nachdem das Passwort eingegeben worden ist. Alternativ kann auch der Wiederherstellungsschlüssel eingetragen werden oder die Option "Auf diesem PC automatisch entsperren" gewählt werden, wenn dieser PC ohnehin geschützt ist und nur man selbst damit arbeitet. Letzterer Punkt kann ebenfalls unproblematisch wieder deaktiviert werden über die rechte Maustaste am entschlüsselten Datenträger und dort auf Bitlocker verwalten.

Das Laufwerk ist im entschlüsselten Zustand dann wie vorher problemlos verwendbar nur beim erstmaligen Verbinden ist dann stets die Kennwortangabe erforderlich (beim Herunterfahren des PC wird der USB Stick ebenfalls ausgeworfen).
 

Persönliche (geschützte) Arbeitsumgebung am USB Stick

Gerade in Kombination mit persönlichen schützenswerten Daten oder auch mit portable Apps ist diese Möglichkeit eines verschlüsselten USB Stick tatsächlich ein Vorteil der hier sehr einfach mit Windows 10 Professional angelegt und genutzt werden kann. Natürlich funktioniert diese Verschlüsselung nur in der Windows Welt aber hat darin tatsächlich Vorzüge gerade in Hinblick darauf, ob man einen USB Stick unbedarft offen liegen lassen kann oder nicht.

Portable App Plattform

Auf den einmal entsperrten Wechseldatenträger können dann auch Programme wie die portableApps Plattform gestartet werden. Letztere ermöglicht es einige Programme vom USB Stick laufen zu lassen. Dazu zählen Browser, Passwortverwaltung und auch ganze Arbeitsumgebung wie PDFToolkit oder Libre Office.

Hin und wieder kann es vorkommen, dass man mit den gewohnten Programmen an einen fremden Rechner arbeiten möchte.  Hilfreich kann hier ein USB Stick sein, auf den alle regelmäßig genutzten Programm in einer portablen Variante installiert sind.  Als Portable Software oder auch Stickware bezeichnet man Software, welche ohne vorherige Installation lauffähig ist. Auf der Seite portableapps.com/de kann eine Plattform für solche Programme ebenso wie eine Auswahl von fertigen Programmen heruntergeladen werden. Der Vorteil dieser Plattform ist, dass sie sich auch um Updates kümmert.

Unterteilt in die Kategorien:
  • Barrierefreier Zugang
  • Bildung
  • Entwicklung
  • Grafik & Bildbearbeitung
  • Internet
  • Musik & Video
  • Office
  • Spiele
  • Werkzeuge
bietet diese Plattform eine Menge an Software an (zum Beispiel Chrome, Firefox, Libreoffice oder auch Messenger oder Systemwerkzeuge wie den Packer 7ZIP).

Aber auch viele andere, meist auch opensource Anwendungen laufen direkt vom USB Stick und müssen dadurch nicht am lokalen Rechner extra installiert werden. So gibt es auch das im Artikel "Mindmapping und Sketchnotes im Beruf nutzen für Brainstorming oder Mind Mapping mit XMIND" vorgestellte XMIND oder FastStoneCapture (ein Screenshotprogramm) in einer portablen Version die problemlos lauffähig ist ohne dabei installiert zu sein.

Fazit

Zur Verschlüsselung von Dateien innerhalb eines Cloudspeichers wie Dropbox sind sicherlich Containerdateien oder extra Programme wie Boxcryptor besser geeignet, aber wenn es um die Nutzung von USB Sticks anbelangt dürfte auch der Einsatz der von Microsoft angebotenen Variante zur Laufwerksverschlüsselung per AES eine gute Lösung zu sein.

Es ist allerdings ebenso wie bei Containern zu beachten, dass wenn das Laufwerk einmal entschlüsselt ist hier auch ein Zugriff erfolgen kann. Daher sollte die Arbeitsumgebung (Rechner) auch entsprechend beachtet werden und sich zum Beispiel beim Verlassen des Arbeitsplatzes abgemeldet werden.

Unter Windows ist die Tastenkombination


   +  L  = Computer sperren

dafür geeignet. Hierbei bleibt der aktive User noch angemeldet, es erscheint jedoch der aktuelle Anmeldebildschirm, so dass zum Weiterarbeiten ein erneutes Anmelden erforderlich ist.

Im Artikel "Hilfreiche Tastenkombinationen unter Windows" bin ich auch auf weitere hilfreiche Tastenkombinationen eingegangen die ebenfalls ein wenig Mehr an Sicherheit bieten. Tatsächlich ist mir hier positiv aufgefallen, dass ein Mehr an Sicherheit nicht sehr viel mehr an Aufwand verursacht.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 2. Dezember 2017
20:53 Uhr

Arbeitsrechner neu einrichten Wechsel auf Windos 10, aktuelle Office Version sowie SAP und Excel anpassen

Ein interner Umzug mit Austausch von EDV bringt es oft mit sich, dass bestimmte Einstellungen die man irgendwann einmal am Rechner gemacht hat erneut wiederholt und vor allem sich daran erinnert werden muss...  Immerhin war bei mir der gesamte Umzug in einen halben Tag abgeschlossen. Hier hat daheim das Thema "Smart Home" deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen.

Einige kleinere Einstellungen die aber für mich gerade in Hinblick auf Wechsel zur neuen Windows aber auch Office Version das Leben erleichtern möchte ich an dieser Stelle erwähnen.

Windows, Office, SAP

Insgesamt gehe ich hier auf drei für mich wichtige Punkte ein. Im ersten Abschnitt (I) erläutere ich einige Optionen die mir unter Windows als wichtig erscheinen, gehe dann im zweiten Abschnitt (II) auf Einstellungen in Microsoft Office zum Thema Vorlagen und der persönlichen Makroarbeitsmappe in Excel ein um im dritten Abschnitt (III) dann auf zwei wichtige Einstellungen im SAP Umfeld bzgl. Excel und im vierten Abschnitt (IV) zum SAP GUI selbst einzugehen.
 

I. Windows einrichten

Der erste Schritt dürfte wohl sein wieder sein Betriebsystem sympathisch zu machen. Was den Kolleginnen und Kollegen möglicherweise die Büropflanze ist, ist bei mir eindeutig die Individualisierung des Desktop...

Desktop Thema - Design umziehen

Farbabstimmungen, Sounds und Hintergrundbild sind nun vielleicht nicht unbedingt eine arbeitsnotwendige Einstellungen, aber dennoch kann es hilfreich sein um sich am gewohnten Arbeitsplatz wieder einzufinden, wenn die Einstellungen für Farbe, Hintergrundbild etc. am neuen Arbeitsplatz umziehen. Unter Windows 7 ist dieses in der Systemsteuerung unter Anpassung mit der rechten Maustaste auf das Theme (eigene Design) durch den Punkt "Design für die Freigabe speichern" möglich. Hier wird eine Datei mit der Endung .themepack gespeichert und kann per Doppelklick am neuen Windows direkt eingefügt werden.

Dieser Punkt ist auch unter Windows 10 weiterhin vorhanden und kann unter
EINSTELLUNGEN oder +  I
unter den Punkt  PERSONALISIERUNG
im Abschnitt DESIGNS ebenfalls durchgeführt werden. Auch hier kann das aktuelle Design per rechte Maustaste angeklickt und heruntergeladen werden.

Schön an Windows 10 ist, dass für diese Personalisierung keine Adminberechtigung erforderlich ist.


Wenn es um den Speicherort für Windows Themes geht hilft es über + R den über %apdata% ins Roamingverzeichnis

zu wechseln und von dort auf
  • ../
  • Local
  • Microsoft
  • Windows
  • Themes
zu wechseln. Hier sind die Bilder und Einstellungen der angelegten lokalen Themes zu finden.
 

Bildschirmschoner unter Windows 10

Wenn wir ohnehin schon bei den Anpassungen sind kann unter
PERSONALISIERUNG unter den Punkt SPERRBILDSCHIRM am Ende der Einstellungen die Einstellungen für Bildschirmschoner gewählt werden.
Hier kann dann auch der Bildschirmschoner FOTOS gewählt werden und über Einstellungen als Pfad %appdata% und hier der Unterordner
  • ROAMING
  • MICROSOFT
  • WINDOWS
  • THEMES

und der Name des Themes gewählt werden.
Bei mir wäre dieses zum Beispiel:

C: > Users > NAME > AppData > Roaming > Microsoft > Windows > Themes > Kaffee

sowie eine kurze Laufzeit bis der Bildschirmschoner aktiv geschaltet wird. Durch die Option "Anmeldeseite bei Reaktivierung" muss sich nach Verlassen des Rechners auch wieder direkt angemeldet werden.

Systemeinstellungen und Datenschutz

Sofern nicht von der internen IT die Einstellugen von Windows vorgenommen worden sind oder eine Policy diese entsprechend ausrollt ist auch der Artikel "Windows 10 Grundlagen, erste Einstellungen und Datenschutz" lesenswert, gerade bei selbst administrierten Geräten.

Programme in den Autostart legen

Im WIndows 10 Startmenü scheint es keinen Ordner AUTOSTART mehr zu geben über den alle Programme hinterlegt werden (Mail, SAP GUI Logon, Excel, ...) ohne dass diese direkt aufgerufen werden müssen. Zum Glück gibt es diesen ausgeblendeten Ordner aber weiterhin und entsprechende Verknüpfungen oder auch BATCH Dateien können hier hinterlegt werden.

Über + R kann die Anweisung  SHELL:AUTORUN gestartet werden und schwups landet man im Ordner wo die Verknüpfungen hingehören. Dieses funktioniert nebenbei auch mit SHELL:APPDATA  :-)
 

II. Microsoft Office einrichten

Insbesondere wenn auch direkt ein Wechsel der Office Version ansteht können weitere Einstellungen tatsächlich den Alltag erleichtern. Daneben können aber auch Vorlagen oder die persönliche Makroarbeitsmappe ein wichtiger Punkt beim Umzug sein

Microsoft Excel persönliche Makroarbeitsmappe

Wie im Artikel "Excel Umgang mit Makros und Visual Basic for Applications (VBA)" erläutert arbeite ich gerne mit einer kleinen Sammlung von Makros die ich in vielen Excelmappen anwende. Dazu sind einige hilfreichen Makros zum Beispiel zur Aufhebung eines Passwortblattschutz oder Anlegen eines Inhaltsverzeichnis in der persönlichen Makroarbeitsmappe gespeichert.

Über  + R kann die Funktion SHELL:APPDATA aufgerufen werden.

Im Unterordner
  • ROAMING
  • MICROSOFT
  • EXCEL
  • XLSTART
liegt dann im Quellrechner die Datei PERSONAL.XLSB die auch direkt auf den neuen Rechner kopiert werden kann, so dass hier die alten Makros direkt wieder genutzt werden können. Die Makros in der persönlichen Arbeitsmappe stehen immer zur Verfügung und sind nicht an einer geöffneten Excelmappe gebunden.

Hierzu muss die Mappe jedoch einmalig eingerichtet werden. Dieses ist am einfachsten möglich indem ein "Dummy-Makro" (ein beliebiges Makro) aufgezeichnet wird und in der persönlichen Arbeitsmappe gespeichert wird.

Ein in meinen Augen sehr sinnvolles Makro für die Persönliche Makroarbeitsmappe ist das Makro Excel Blattschutz aufheben, Inhaltsverzeichnis in Excel über vorhandene Tabellenblätter oder auch die im Artikel Office Integration - Excelansicht in SAP und Daten kopieren nach Excel beschriebene Makros, welche nicht in der Zieldatei gespeichert werden müssen aber sinnvollerweise immer einmal wieder angewendet werden können.

Bearbeitungsoptionen Excel mit Klick auf Quelle Navigation per Doppelklick auf Ursprung

Um eine Verknüpfung direkt per Doppelklick zu öffnen können die Bearbeitungsoptionen angepasst werden. Damit besteht die Möglichkeit in der Zelle A1 im Tabellenblatt mit der Formel =Tabelle2!A2 per Doppelklick direkt auf Zelle A2 in das Tabellenblatt Tabelle2 zur verlinkten Tabellenzelle zu navigieren.

Dieses kann unter DATEI->OPTIONEN in den Excel-Optionen unter ERWEITERT im Abschnitt BEARBEITUNSOPTIONEN durch Deaktivieren der Option "Direkte Zellbearbeitung zulassen"  realisiert werden. Damit kann weiterhin per Doppelklick in der Exceltabelle navigiert werden.
 

Speicherort für Vorlagen (Dokumentenvorlage für Winword, Excel, Powerpoint)

Seit einiger Zeit habe ich das Arbeiten mit Vorlagen sowohl für Winword als auch für Powerpoint zu schätzen gelernt. In bisherigen Versionen von Microsoft Office musste man die Vorlagen im Template Ordner ablegen, wie im Artikel "Microsoft Office Vorlagen und Änderungsverfolgungen" beschrieben.

Ab Office 2013 (und damit auch 2016) kann unter DATEI -> OPTIONEN unter SPEICHERN ein Standardspeicherort für persönliche Vorlagen in jeder Officeanwendung (Powerpoint, Winword und auch Excel) angelegt werden. Danach sind im Dialog DATEI -> NEU nicht nur die von Microsoft EMPFOHLEN Vorlagen vorhanden sondern unter PERSÖNLICH auch die eigenen Vorlagen die tatsächlich eine Menge Arbeit erleichtern.

Outlook Vorlagen (Mail als Formular für Urlaubsantrag, Gleitzeit)

Gerade für Urlaubs- oder Gleitzeitanträge nutze ich mittlerweile auch in Outlook Vorlagen. Grundsätzlich können auch Mails geschrieben und vor den Versand unter DATEI -> SPEICHERN UNTER als DATEITYP Outlook Vorlage gespeichert werden. Diese Vorlage kann in Outlook "Start" in der Befehlsgruppe "Neu" durch den Punkt "Neue Elemente" unter "Weitere Elemente" durch den Punkt "Formular auswählen"  über die Bibliothek (Suchen in) Vorlagen im Dateisystem geöffnet werden. Der Standardspeicherort für diese Dateien unter Windows ist im Benutzerverzeichnis unter
  • APPDATA
  • ROAMING
  • MICROSOFT
  • TEMPLATE
zu finden. Dieser Pfad lässt sich auch in den Einstellungen nicht ändern.Sofern mit Exchange gearbeitet wird, kann auch mit der Bibliothek für organisatorische Formulare gearbeitet werden.

Um hier Formulare zu speichern kann der Mailentwurf über den Ribbon Entwicklertools und hier in der Gruppe Formular über die Schaltfläche Veröffentlichen sowohl in der persönlichen Bibliothek als auch  „Bibliothek für persönliche Formulare“ als auch  „Bibliothek für organisatorische Formulare“ gespeichert werden. Hier sollte man aber seine eigene Mailsignatur wieder entfernen da diese bei neuen Mails ohnehin angehängt wird und damit doppelt vorhanden wäre. Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist, dass die Mailvorlage am Server gespeichert ist und damit kein Kopieren der Dateien erforderlich ist :-)

Winword startet in Leseansicht  (Lesemodus) statt Seitenlayout

Gerade beim Arbeiten mit Worddokumenten am Netzlaufwerk startet Office bzw. Winwort oftmals im Lesemodus, so dass die Datei nicht direkt bearbeitbar ist sondern erst in den Lesemodus umgestellt werden muss. Dieses ist zu umgehen indem unter OPTIONEN -> ALLGEMEIN im Abschnitt STARTOPTIONEN die Option "E-Mail-Anlagen und andere nicht bearbeitbare Dateien im Lesmodus öffnen" deaktiviert wird.

Word, Excel, Powerpoint ohne Startbildschirm mit Vorlagenauswahl starten


Ebenfalls hilfreich ist an gleicher Stelle die Option "Startbildschirm beim Start dieser Anwendung anzeigen" zu deaktiveren, wenn nciht regelmäßig mit Dokumentenvorlagen gearbeitet wird. Hier wird dann direkt mit einem leeren Dokument gestartet. Diese Option ist auch bei Excel und Powerpoint sinnvoll.

Gerade bei Excel und Vorlagen für Pivottabellen kann es nebenbei sinnvoll sein hier eine Standardmappe anzulegen, die jedes mal genutzt wird. Hier ist im Artikel "Wie man die Standardmappe beim Start ändert" auf excelnova.org eine Anleitung zu finden.

Lineal in Winword aktivieren

Viele gewohnten Einstellungen (sei es das Lineal in Winword oder im Windows Explorer die Dateitypen) lassen sich in der Registerkarte Ansicht wieder aktivieren. Die wohl schönste Option in Office 2016 ist die Nachfolge von Karlchen Klammer (die nicht mehr ganz so jüngeren erinnern sich sicher noch).

Oberhalb der Symbolleiste ist die intelligente Suche "Was möchten Sie tun?" die auch per ALT + M aktiviert werden kann. Hier kann direkt nach bekannten Funktionen oder auch in der Hilfe gesucht werden und liefert sehr schöne Ergebnisse.

Mailantworten in wieder ins eigene Antwortfenster (Abdocken)

Gerade mit mehreren Fenstern möchte man gerne auch bei Antworten auf Mails in Outlook diese wieder im eigenen Fenster haben. Dieses ist jedoch nur über die Funktion ABDOCKEN bei jeder Mail möglich. Jedoch kann diese InlineAntwort ab Outlook 2013 auch wieder auf die bisherige Fensterlösung umgestellt werden.

Diese Option ist über das Ribbon DATEI und hier über OPTIONEN im Reiter EMAIL und dort im Abschnitt ANTWORTEN UND WEITERLEITUNGEN durch die Option "Antworten und Weiterleitung im neuen Fenster öffnen" möglich.
 

Neuerungen in aktueller Office Version

Ein Wechsel zur aktuellen Office Version bringt auch immer wieder Neuerungen. Entsprechend hilfreich sind hier Artikel wie "Was bringt mir eine neuere Excel-Version?" von tabellenexperte.de oder auch "Excel 2016 - Eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen" von excel-koenig.de(muss ich auch noch in die Blogroll aufnehmen.

Aktuelle Schulungsunterlagen von Microsoft sind auf der Seite "Office 365 Schulungscenter". Hier sind für die einzelnen Office Programme aktuelle Schulungen zu finden.  Diese können eine Alternative zu "Video2brain - Onlineschulung per Videostreaming unter Android, Windows, iOS und Web" welches heute unter linkedin learning von Microsoft angeboten wird. Darüber hinaus sind natürlich auch die Office bzw. Blogs rund Excel hilfreich. Unter den Webempfehlungen habe ich Excel Blogs - Blogs rund um Tabellenkalkulation insbesondere Excel aber auch Office vorgestellt die ebenfalls mehr als einen gelegentlichen Blick wert sind.

 

III. SAP und Excel

Gerade bei der Zusammenarbeit mit SAP und Office aber auch Windows gibt es aber ebenfalls noch eine Menge zu beachten. Die Besonderheiten des Zusammenspiel zwischen Excel und SAP (insbesondere bzgl. des Export von Daten nach Excel aus Berichten) habe ich im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«  beschrieben.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling

Eine ausführliche Beschreibung ist unter Buchempfehlungen unter Berichtswesen im SAP®-Controlling (SAP Modul CO; internes Berichtswesen) zu finden.


Berichtswesen im SAP - Controlling von Andreas Unkelbach
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

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Makros zulassen

Eine Besonderheit ist hier die Office Integration von einigen Berichten. Sofern bei Ihnen hier nur eine leere Excel-Arbeitsmappe erscheint und keine Berichtsdaten kann dieses daran liegen, dass Sie keine Makros aus Sicherheitsgründen zu lassen. Leider werden jedoch die Farbtabellen von SAP durch integrierte Makros aufbereitet, so dass in Excel mindestens folgende Option freigeschaltet werden muss.
  • DATEI
  • OPTIONEN
  • TRUSTCENTER
Hier ist der Punkt "Einstellungen für das Trustcenter" zu wählen. Im neuen Fenster ist unter den Punkt MAKROEINSELLUNGEN mindestens die Option "Alle Makros mit Benachrichtigung deaktiveren" zu wählen. Nun startet eine Excelinstanz und man kann bei SAP Berichten die Makros zulassen. Alternativ könnte auch die Option "Alle Makros aktivieren" gewählt werden. Hier weist Microsoft zu Recht aber darauf hin, dass dieses nicht empfohlen wird, da potenziell gefährlicher Code ausgeführt werden kann. Die Option "Alle Makros, außer digital signierten Makros deaktivieren" reicht leider nicht aus, da die Makros hier nicht digital signiert sind und damit ebenfalls nicht ausgeführt werden.
 

IV. SAP GUI Layout Einstellungen

Gerade beim SAP GUI gibt es ebenfalls noch einige Einstellungen, die hilfreich sind und bei der normalen Einrichtung nicht voreingestellt sind. Auf diese mag ich ebenfalls noch eingehen.

SAP GUI Einstellungen

Natürlich ist es am einfachsten die saplogon.ini vom einen Rechner auf den anderen zu kopieren. Sofern darauf aber kein Zugriff vorhanden ist bietet es sich an eine Tabelle anzulegen in der Anwendungsserver, Instanznummer, System-ID und der SAP Router String festgehalten werden. Gerade bei mehreren SAP Systemen ist es auch eine Überlegung wert, ob die einzelnen Systeme mit vorran gestellter Nummer

001 Produktiv System Arbeit
002 Test System Arbeit
003 Entwicklung System Arbeit
01-----------------
010 Referenzsystem

etc. wobei das System mit Trennzeichen ein Dummyeintrag ist. anzulegen sinnvoll wäre.

Automatisch im SAP System anmelden

Neben einer gescheiten Passwortverwaltung (bspw. mit Keepas) kann aber auch der Artikel "Erleichteter Zugang zum System über SAPLOGON-Verknüpfung" von sybeklue lesenswert sein. Hier werden direkt Verknüpfungen mit Benutzername und Passwort im GUI bzw. am Desktop hinterlegt. Ebenfalls spannend in diesem Zusammenhang ist der Artikel "Single Sign On mit KeePass" auf rz10.de. Beide Artikel sind schon etwas älter, aber im Grundsatz dürften beide auch noch funktionieren.
 

SAP Systemname in Titelleiste anzeigen

Im SAP Umfeld wird oftmals mit mehr als ein SAP System gearbeitet (Entwicklungssystem. Qualitätssicherung/Testsystem, Produktivsystem und manchmal auch Referenzmodell, Ides ....) so dass es sehr hilfreich ist, wenn man nicht nur in den Systemfarben (so man diese im Design einstellt) sondern auch in der Titelleiste des jeweiligen SAP Fenster direkt sieht welches System da gerade offen ist.

Im SAP Gui kann dieses unter Optionen (Links im SAP Logon neben SAP LOGON ) oder in SAP durch das Symbol "LOKALES LAYOUT PFLEGEN" bzw. die Tastenkombination ALT  + F12  über den Eintrag OPTIONEN im Ordner INTERAKTIONSDESIGN im Punkt VISUALISIERUNG 2 im Abschnitt Fensterüberschriften die Option "SYSTEMNAME IN TASKLEISTE ANZEIGEN" gewählt werden.

SAP Systemfarben einstellen

Insbesondere bei der Nutzung einer Dreisystemlandschaft (Development(Entwicklung), Quality(Test/Qualitätssicherung), Productiv (Produktivsystem) ist es hilfreich auch in der Oberfläche direkt zu sehen in welchen Systemen man sich gerade befindet.

Hierzu kann eine farbliche Unterscheidung hilfreich sein. Nach Anmeldung im SAP kann durch das Symbol "LOKALES LAYOUT PFLEGEN" bzw. ALT+F12 über den Eintrag Optionen unter den Farbeinstellungen nicht nur die Farbprofile eingestellt werden sondern im angemeldeten SAP System unter FARBEN IM SYSTEM sowohl für das SAP System als auch die Kombination MANDANT und SAP System ein entsprechendes Farbprofil zugewiesen werden. So zum Beispiel Produktiv = Standardkonfiguration, Qualität/Testsystem = SAP GREEN und Entwicklungssystem = SAP RED.

Weitere Einstellungen und Empfehlungen rund um SAP GUI

Im Artikel "29 SAP-GUI Features, die SAP-Berater kennen müssen!" auf thinkdoforward.com sind noch weitere Einstellungen und Funktionen innerhalb des SAP GUI vorgestellt, die ebenfalls praktisch sind.

 

FAZIT

Dieses sind tatsächlich nur wenige Kleinigkeiten, aber für mich erleichtert das doch einiges. Darüber hinaus finden sich im Artikel "Hilfreiche Tastenkombinationen unter Windows" ebenfalls einige sinnvolle Angaben und Hinweise.

Auf spezielle Anforderungen wie portable Software oder das Symbol Desktop anzeigen (siehe Artikel "Windows 7 und die Änderungen des Desktop" mag ich hier nicht weiter eingehen denke aber, dass die eingangs aufgeführten Punkte schon einmal einen Großteil der Einstellungen erläutert.

Gerade wenn man sich vorher schon Gedanken gemacht hat, was das Kopieren und Sichern der notwendigen Einstellungen oder auch der Sicherung von Dateien anbelangt ist die Ankündigung eines Rechnerwechsel längst nicht mehr so erschreckend. Daher hat mich der Vorbote des Umzugs wie im folgenden Bild zu sehen auch schon sehr gefreut.

Neuer Computer sowie Buchempfehlungen

Der Umzug auf einen neuen Rechner war komplett unproblematisch und privat bleibt dann sogar noch Zeit sich statt Gedanken darum wie man wohl am neuen Rechner zu recht kommt lieber etwas mit der Zukunft von Excel 2016 zum Beispiel in Form einer Weiterbildung bzw. Lektüre von "Buch: Excel Pivot-Tabellen für dummies®" von Martin Weiß (tabellenexperte.de) zu machen. Ich konnte schon ein wenig im Buch lesen und werde vermutlich relativ zeitnah hier ebenfalls eine Rezension dazu veröffentlichen mag aber schon heute darauf hinweisen. :-) Hin und wieder erscheinen solche Bücher ja direkt zum passenden Moment :-).

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Sonntag, 31. Juli 2016
09:29 Uhr

Erfahrungen Anniversary Update von Microsoft Windows 10 im August 2016

Im Artikel "Windows 10 Grundlagen, erste Einstellungen und Datenschutz" war ich ja noch sehr angetan vom problemlosen Wechsel auf Windows 10. Mit den kommenden Upgrade sind jedoch einige Veränderungen seitens Microsoft eingeführt worden, die das Bearbeiten der Registry statt per Systemsteuerung erforderlich machen, sofern man in der Suchfunktion nicht neben der lokalen Suche auch die Websuche haben möchte.Ich bin ebenfalls neugierig, ob die von mir im Abschnitt "Cortana und Websuche deaktiveren" getroffenen Einstellungen übertragen werden. Hier kann es tatsächlich sinnvoll sein vor den Update am 2. August diese Einstellungen noch einmal zu überprüfen.

Sollten die Einstellungen nicht übernommen werden ist auf heise online der Artikel "Windows 10 Anniversary Update: Ausschalten der Web-Suche nur noch mit Bastelei" hilfreich (wo die entsprechende Einstellung in der Registry dokumentiert wurde).

Auch sonst gibt es einige Einstellungen und Veränderungen rund um Windows 10 die einen "spannende" Entwicklung von Windows aufzeigen und vielleicht auch dem ein oder anderen IT ler in der Ansicht bestätigen, behutsam ein entsprechendes Upgrade durchzuführen.

Gerade im Umfeld der kleinen mittelständischen Unternehmen (KMU) dürften auch die Artikel "Unter Windows 10 Pro gelten bald nicht mehr alle Gruppenrichtlinien" sowie für Hochschulen oder andere Bildungseinrichtungen "Neue Windows-10-Edition: Pro Education".

Auch wenn Windows 10 sich, wie auch zugesagt, nicht analog zu Office 365 in ein gemietetes Betriebssystem verwandelt gibt es doch die ein oder andere Veränderung an die man sich hier gewöhnen muss. Trotzdem bin ich am Laptop weiterhin sehr angetan von Windows 10 und bewahre mir hier weiterhin eine Grundneugierde. Da ich mir sicher bin, dass dieses Thema am 2. August noch einmal relevant wird, mag ich mir selbst, aber auch für andere diesen Artikel als Lesezeichen setzen im besten Sinne eines Hyperlink.

Update zum Update (Update manuell anstossen)

Tatsächlich ist nun das Update verfügbar, allerdings werde ich es mir erst morgen genauer ansehen. Weitere Informationen dazu sind im Artikel "Windows 10: Anniversary Update ist verfügbar" nachzulesen. Sollte das Update am eigenen System noch nicht angeboten werden (es wird von Microsoft in Wellen verteilt) kann über EINSTELLUNGEN -> UPDATE UND SICHERHEIT im Reiter "WINDOWS UPDATE" durch Klick auf "Weitere Informationen" das aktualisierte Media Creation Tool  heruntergeladen werden. Hiermit kann direkt auf die aktuellste Version ein Update ausgeführt werden, was gleichzeitig den Vorteil hat, dass dadurch ggf. Downloadvolumen im heimischen WLAN aufgebraucht wird. Der Update-Assistent kam auch schon beim Wechsel auf Windows 10 (siehe Artikel "Windows 10 Grundlagen, erste Einstellungen und Datenschutz") zum Einsatz und prüft ebenfalls die Gerätekompatibilität. Auch bei diesen Update erscheint die beruhigende Nachricht "Ihre Dateien befinden sich dort, wo Sie sie abgelegt haben".. was mich daran erinnert, dass an einer vergleichbaren Stelle auch mein Kaffee zu finden ist ;-).

Verlauf des Update

Auch wenn die Auswahl des User (Microsoft Konto) und Bestätigung der WLAN Verbindung die Befürchtung aufkommen hat lassen, dass nun das Windows komplett neu installiert worden ist, bin ich doch angenehm überrascht und es gab keine Komplikationen (oder fast keine, da WLAN erst beim Überspringen des Punktes möglich war und man erneut alle Datenschutzeinstellungen noch einmal durchgehen musste).

Veränderungen durch Anniversary Update

Immerhin das Windows 10 läuft nun und alle vorherigen Einstellungen samt Programme und Deaktivieren der Websuche sind auch übernommen worden. Lediglich den Windows 10 Upgrade Assistenten (siehe Anmerkung Update zum Update) habe ich danach noch einmal deinstallieren müssen, aber die Oberfläche wirkt nun etwas aufgeräumter und fängt an mir zu gefallen...selbst die Mozilla Firefox Kachel hat nun eine angenehme Hintergrundfarbe ;-)

Nebenbei kann es immer sinnvoll sein entsprechende Einstellungen bei Windows 10 erneut durchzugehen. So konnte ich unter SYSTEM.>BENACHRICHTIGUNGEN UND AKTIONEN den Punkt "Benachrichtigungen bei duplizierten Bildschirm ausschalten" aktivieren und so wird bei einer Präsentation nicht mehr eine Benachrichtung bspw. Instantmessage ebenfalls angezeigt.

Ansonsten gefällt mir tatsächlich das aufgeräumte Startmenü und ich bin sehr froh, dass Cortana beziehungsweise die Websuche zu deaktiveren, wobei ich es immer noch erschreckend empfinde, dass diese Option künftig nur per Registry änderbar ist.

Reine lokale Suche (nur Windows ohne Websuche) aktivieren

Hier würde ich es als sehr störend empfinden, wenn statt einer Datei/Anwendungssuche zusätzlich eine Websuche bei bing eingeleitet wird, obgleich ich doch zum Beispiel Cortana deaktiviert habe.

Die Einträge in der Registry (hierzu kann über den Befehl regedit der Registrierungseditor aufgerufen werden) innerhalb des Baums
  • HKEY_LOCAL_MACHINE oder HKEY_CURRENT_USER
  • SOFTWARE
  • Policies
  • Microsoft
  • Windows
  • Windows Search


als Schlüssel AllowCortana mit DWORD Eintrag 0 ist zumindest bei mir im System nicht hinterlegt und dennoch ist die Suche ausschliuesslich lokal. Hier scheint noch an anderer Stelle die Einstellung vorgenommen zu sein.

Dafür ist die Sortierung der Apps/Anwendungen wesentlich durchdachter und ich finde nun wieder alle Apps mit einem Klick statt mehrere und auch sonst wirkt es wesentlich aufgeräumter und das große Update war weniger problematisch als erwartet.
Windows 10 - Neues Startmenü sortiert nach Buchstaben und Auswahl über Buchstaben
Störend ist allenfalls, dass wieder jede Menge neuer Standardapps so auch Skype Vorschau installiert worden sind, die man wieder deinstallieren muss.

Eine schöne Darstellung der aktuellen Änderungen ist auf Mobilegeeks.de im Artikel "Windows 10 Anniversary Update – Die Features im Überblick". Hier erscheint mir der Artikel als ein guter Überblick der nicht eine reine Bilderstrecke ist :-) Hier liegt für mich auch ein Vorteil bei mobilegeeks, da hier Themen zeitnah und nicht als Bilderstrecke sondern mit Text beschrieben werden.

Persönlich sind mir folgende Punkte nach erfolgreichen Update angenehm aufgefallen:
  • Neues Startmenü (insbesondere die Darstellung von Alle Apps und die Option eines Indexfeldes, sobald man auf eine Zwischenüberschrift klickt gefällt mir)
  • Neue Benachrichtigunggruppen (Feld mit Benachrichtigungen ist nun ganz am rechten Rand)
  • Windows Defender bekommt einen Offline Modus und ist parallel zum bestehenden Virenscanner aktivierbar (ohne Liveschutz)
  • Einstellungen sind optisch aber auch inhaltlich aufgearbeitet
  • Cortana bzw. Websuche ist zum Glück weiterhin deaktiviert (ggf. nur per Registry einstellbar)
  • Bluetooth Benachrichtigungsschaltfläche zeigt nun die Geräte als Info an oder eben nicht verbunden, wenn die Batterie mal wieder zu schwach ist ;-)
  • Neue Skype Version (Beta) wurde installiert
  • Generell gibt es wieder eine Menge Updates für Windows Apps so auch OneNote, was etwas nervig ist, wenn man dieses auch über Microsoft Office hat
  • Systemsteuerung hat nun kleine Symbole zur Orientierung (siehe Einstellungen)
  • Neben Skype gibt es auch mehr Softwaredienste, die Microsoft nun anbietet unter anderen die App WLAN und Mobilfunkguthaben durch die gegen Entgelt Hotspots genutzt werden können.
  • Feedback Hub nun kann Feedback auch ausserhalb des Insiderprogramm an Microsoft versandt werden.
  • Unter den Updateeinstellungen kann nun eine Nutzungszeit hinterlegt werden in der keine Updates erfolgen sollten, ferner ist es möglich per Token Windows sich automatisch neu anmelden zu lassen, wenn ein automatisches Update erfolgt...hierzu wird ein Hashwert des Passwort auf der Platte temporär gespeichert, so dass sich das System selbst anmelden kann
Ansonsten kann ich nur ebenfalls auf entsprechende Onlineartikel wie zum Beispiel "Neues aus Kachelhausen" vom ctmagazin verweisen :-)
 

Weitere Hinweise rund um Windows 10


Weitere Themen rund um Windows sind unter anderen: Vermutlich wird es in Zukunft bei Windows wie bei Artikel zum Thema "Office" jede Menge weitere Themen und Veränderungen geben.

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Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 31. März 2016
20:44 Uhr

Datei mit unbekannter Endung in Windows über rechte Maustaste direkt an Excel senden

Wenn in Windows eine unbekannte Datei geöffnet werden soll, fragt Windows oft nach welches Programm zur Öffnung genutzt werden soll. Hier kann gleichzeitig für den  Dateityp anhand der Dateiendung auch festgelegt werden mit welchen Programm die Datei geöffnet werden soll. Dabei gibt es eine Vorschlagliste oder alternativ kann über die Schaltfläche "Durchsuchen" auch ein beliebiges Programm ausgewählt werden (siehe Abbildung).

Öffnen mit -> Windows Programmauswahl

Dieses ist jedoch relativ umständlich besonders wenn man für einen Dateityp möglicherweise auch einmal ein anderes Programm nutzen mag und nicht immer daran denken möchte den Hacken bei "Dateityp immer mit den ausgewählten Programm öffnen".

Oft erhält man jedoch eine Datei, meistens aus irgendeinen System exportiert, die man auf jeden Fall per Excel öffnen mag, die aber nicht eine der üblichen Dateiendungen wie CSV, XLS etc. haben. Als Beispiel mag hier das im SAP Umfeld beliebte "MUSTER.DAT" für exportierte Listen erwähnt sein, die dann später in Excel weiter bearbeitet werden sollen.

Natürlich ist es möglich auch für *.DAT als Dateityp Excel zu verwenden, über die Website endungen.de die richtige Anwendung zu suchen oder aus Excel die Datei per Öffnen in Excel zu betrachten.

Eine schönere bzw. flexiblere Funktion ist es über die rechte Maustaste die Funktion "Senden an" zu verwenden.

Hierzu kann im Benutzerordner unter:

C: > USER > "Benutzername" > AppData > Roaming > Microsoft > Windows > SendTo

Eine Verknüpfung auf die EXCEL.EXE im Installationsverzeichnis von Microsoft Office hinterlegt werden.

Für Office 2010 wäre dieses zum Beispiel (bei der 64 Bit Version) folgender Dateipfad (sofern Sie nicht an anderer Stelle Office installiert haben:

C: > Program Files (x86) > Microsoft Office >Office14 >
und hier die ausführbare Datei "EXCEL.EXE".

Ebenso können Sie natürlich auch
  • "ONENOTE.EXE" für Microsoft One Note
  • "WINWORD.EXE" für Microsoft Winword
  • oder auch "MSACCESS.EXE"  sprich Microsoft Access
als Verknüpfung hinzufügen. Ferner geht dieses auch mit allen möglichen anderen Programmen. In meinen Fall wären das eine Bildbearbeitung, Texteditor (und HTML Editor) sowie die einzelnen OpenOffice Anwendungen.

Wenn Sie nun mit der rechten Maustaste auf eine unbekannte Datei gehen ist es Ihnen möglich durch die Funktion "Senden an" diese für eine weitere Bearbeitung an Excel oder ein beliebiges anderes Programm zu senden. Natürlich können Sie hier auch Verknüpfungen zu Ordnern ablegen, so dass die Datei direkt an die passende Stelle kopiert wird.

Als Beispiel könnte das "Kontextmenü" wie folgt aussehen:
Datei -> Senden an -> Excel unter Windows


Auf diese Weise kann man auf einfache Weise die "Öffnen mit ..." Auswahl umgehen.

Sofern man ohnehin schon im Ordner AppData verweilt kann man hier auch gleichzeitig die Vorlagen für Office unter

C: > USER > "Benutzername" > AppData > Roaming > Microsoft > Templates

wie im Artikel "Microsoft Office Vorlagen und Änderungsverfolgungen" beschrieben ablegen oder auch unter

C: > USER > "Benutzername" > AppData > Roaming > Microsoft > Excel > XLSTART

die persönliche Arbeitsmappe mit für alle Excel-Dokumente verfügbaren Makros wie im Artikel "Excel Umgang mit Makros und Visual Basic for Applications (VBA)" beschrieben speichern.

Der Vorteil ist, dass hierfür keine Administrationsrechte erforderlich sind, da diese Ordner im eigenen Benutzerprofil liegen und damit von einen selbst bearbeitet werden können.

Insgesamt ist dieses ein ziemlicher Komfortgewinn insbesondere wenn man nicht erst die Anwendung öffnen möchte um aus dieser die fraglichen Dokumente zu öffnen oder nur hin und wieder eine Anwendung zum Öffnen bestimmter Dokumente verwenden mag statt der in Windows durch die Dateiendung vorgegebenen Programme.

Obgleich ich für meine Lieblingsprogramme natürlich auch sehr gerne die entsprechend zugewiesenen Tastenkombinationen verwende, was ebenfalls den persönlichen Workflow verbessert.

Diese Möglichkeit ist im Artikel "Hilfreiche Tastenkombinationen unter Windows" ausführlich beschrieben.

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Freitag, 21. August 2015
19:17 Uhr

Automatische Zoomfunktion unter Windows 10 deaktivieren

Ich hatte das Problem, dass beim Anfertigen eines Screenshots (per externen Snipping-Tool) sich der Bildschirmausschnitt vergrößtert hatte (automatisch reingezoomt wurde).

Über die Windows 10 Einstellungen kann über System und dort im Abschnitt "Bildschirm" die Funktion "Größe von Text, Apps und anderen Elementen" auf einen Prozentwert eingestellt werden. Hier war ein Wert von 125 % eingetragen. Sofern dieser Wert auf 100 % gestellt wird  ist das automatische Zoomen von Texten, Symbolen und Anwendungen deaktiviert (siehe Abbildung).

Einstellungen->System->Bildschirm

Leider gibt es durchaus Programme, die mit dieser Zoomfunktion nicht zurecht kommen, so dass es sinnvoll sein kann hier die Einstellung auf 100 % statt 125 % umzustellen.

Betroffen sind zum Beispiel Programme die einen Bildschirmausschnitt zwecks Dokumentation kopieren und auch bearbeiten oder auch Anwendungen die in der Oberfläche einzelne Symbole nicht anzeigen, da sie möglicherweise Probleme in der Auflösung haben.

Eine sinnvolle Alternative zur Änderung dieser Einstellung kann es aber auch sein nachzusehen, ob es ein Update der eingesetzten Software gibt und diese nun auch unter Windows 10 problemlos funktioniert.

Ebenfalls unter den Einstellungen->System ist der Abschnitt "Tablet-Modus" zu finden.

Dieser kann aktiviert werden, wenn Windows 10 als Tablet verwendet werden soll (sprich zur Eingabe per Touchscreen). Dieser Modus bringt wieder das Verhalten von Windows 8.1 hervor, so dass Apps im Vollbild laufen und statt des Startmenüs auch wieder die Kacheloberfläche vorhanden ist. Da ich ein Hybridgerät nutze wäre dieses sicherlich interessant, sofern ich Windows nur am Tablet nutzen würde. Allerdings habe ich das Tablet meist an der Tastatur verbunden, so dass ich den Tabletmodus deaktiviert habe. Dennoch dürfte dieses für reine Tabletnutzer durchaus interessant sein.

Allerdings kann ich es gut verstehen, dass es sich für viele Anwender mit dieser Funktion wie mit der SNAP Funktion verhält (siehe Artikel "Windows 7: Automatisches Ausrichten von Fenstern (Vollbild, halbseitig) durch Windows SNAP Funktion deaktivieren"), die sowohl von vielen geschätzt als auch von anderen wiederum möglichst rasch deaktiviert wird.

Das Positive ist mittlerweile, dass der Weg zur Deaktivierung solcher Funktionen etwas einfacher zu finden ist.

Weitere grundlegende Einstellungen zu Windows 10 habe ich im Artikel "Windows 10 Grundlagen, erste Einstellungen und Datenschutz" beschrieben.
 

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