Andreas Unkelbach
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Dienstag, 7. November 2017
17:08 Uhr

Informationen rund um Hochschulcontrolling, Haushalt, Finanzen und Rechnungswesen

Eine der großen Stärken im Hochschulumfeld ist sicherlich der kollegiale Austausch der schon seitdem ich im Hochschulumfeld beschäftigt bin aktiv war und das Teilen von Wissen unterstützt hat. So ist auch einer der Gründe für diese Seite den eigenen Wissenspool zu öffnen und für andere zugängig zu machen.

Wie selbstverständlich dieses auch andere Kolleginnen und Kollegen praktizieren und wie wir uns innerhalb Hessens auch abseits der Strukturen des Competence Center Hessiche Hochschulen (CCHH) und den einzelnen Arbeitsgruppen (als Beispiel sei hier die AG CO genannt) und untereinander bei Fragen austauschen und unterstützen gehört zu einem der hohen Güter auf die ich gerne zurückgreife aber auch umgekehrt meinen Part gerne dazu beitrage.

Happy Controlling!

Als ein lobenswertes Beispiel mag ich hier gerne meinen Kollegen Volker Wiest  erwähnen der nicht nur ein glühender Verfechter für Controlling ist sondern komplizierte Sachverhalte nicht nur verständlich sondern auch humorvoll erläutern kann.

Sowohl die Darstellung komplexer Zusammenhänge in seinen Vorträgen als auch der kollegiale Austausch von Wissen sei es im direkten Gesprächen als auch per Mail haben mir gerade zum Beginn meiner Tätigkeit im Hochschulumfeld aber auch heute immer einmal wieder sehr weiter geholfen.

Entsprechend begeistert bin ich von dem Gedanken, dass nun auch online das Thema Hochschulcontrolling im wortwörtlichsten Sinne einen eigenen Platz im Netz erhält.

Die Internetseite hochschulcontrolling.de von Volker Wiest

Auf der Internetseite hochschulcontrolling.de schreibt Volker Wiest zu den Themen Hochschulcontrolling Finanz- und Rechnungswesen. Daneben werden aber auch Themen wie Datenvisualisierung, Berichtswesen und Haushalt & Finanzen (vom Haushaltsrecht über Produkt- und Globalhaushalt bis hin zum Thema interne Planung & Budgetierung) besprochen.

Besonders gefreut hat mich, dass die Seite nicht nur als Informations- und Wissensplattform geplant ist sondern sich idealerweise auch zu einer Austauschplattform entwickeln soll. Hierzu ist geplant eine Kommentar- und ggf. Beitragsfunktionen zu aktivieren und dadurch einen Austausch mit KollegInnen zu ermöglichen.

Um es bei den Worten des Kollegen zu lassen, wünsche ich dieser Seite "Happy Controlling!" und freue mich darüber, dass hier noch jemand eine Liebhaberei als (Online)Wissensteiler für sich entdeckt hat.

Ein wenig könnte man hier beinahe die Hoffnung haben, dass sich noch weitere Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen lassen ihr Wissen zu teilen und gemeinsam hier einen offenen Austausch und ein Netzwerk aus Seiten mit Bezug zum Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen aufbauen.

Auf Arbeitsebene denke ich allerdings, dass die Hochschulen hier auf einen guten Weg sind und das kollegiale Miteinander auch über die eigene Hochschule hinaus gelebt wird. Gerade Kolleginnen und Kollegen die einen solchen Austausch auch über die eigene Hochschule hinaus (oder auch privat) betreiben sind ein Baustein dessen was auch einen Großteil meiner eigenen Sicht von Wissensmanagement ausmacht.

Das Ei des Kolumbus

Das für Hochschulcontrolling eher ungewöhnliche Titelbild ist dafür persönlich und gut erklärt und ich bin gespannt darauf die neue Seite bei ihren ersten Flugversuchen beobachten zu können. Damit dürfte auch ein Bogen zwischen Privates und Berufliches gespannt und beide Welten verknüpft.
 

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Montag, 18. September 2017
22:13 Uhr

FI CO Forum Infotage 2017 und digitale SAP-Fortbildung für Studenten und Hochschulbeschäftigte

Letztes Jahr ergab sich für mich erstmalig die Gelegenheit die FICO Forum Infotage zu besuchen. Im Artikel "Rückblick FI CO Forum Infotage 2016 in Köln und Zürich" bemühte ich mich darum einen Eindruck der angebotenen Veranstaltungen festzuhalten und bin tatsächlich sehr vom Konzept aber auch Inhalt dieser Veranstaltung überzeugt.

Die Veranstaltung wird u.a. von Espresso Tutorials (meinen Buchverlag siehe auch fico-forum.de) und der ConVista Consulting AG angeboten.

Die "FICO-Forum Infotage 2017" finden diesmal nicht nur in Köln und Zürich sondern auch in Wien statt. Da mittlerweile auch schon die Agenda für Köln vorhanden ist und auch bald schon November ist mag ich für mich schon einmal eine kurze Planung anhand der Agenda zusammen stellen um für mich relevante Vorträge festzuhalten.

Neben Vorträgen bietet diese Veranstaltung auch die Gelegenheit die ein oder andere Möglichkeit des Austauschs. Da wohl noch Plätze vorhanden sind, kann ich diese Veranstaltung in Köln sehr empfehlen.

Insgesamt werden wieder drei Themenslots in den Räumen Wien, Köln und Zürich angeboten sowie einige gemeinsame Veranstaltungen.

Meine vorläufige Tagesplanung für die FICO Forum Infotage 2017


Je nach Modulverantwortlichkeit sind hier sicherlich die ein oder anderen Themen zu finden, die direkt ansprechend sind. Sicherlich ist auch hier wieder ein Schwerpunkt in Richtung S/4 HANA gesetzt, aber auch Themen rund um ERP sind auf der Agenda zu finden.

Da ich mir noch selbst etwas unsicher bin, welche Vorträge für mich relevant sind bemühe ich mich um eine kurze Zusammenstellung einer Agenda die vielleicht auch für die ein oder andere Person aus unseren Hochschulumfeld interessant sein kann.


Montag 20. November 2017

9:00 Uhr
  • Networking
10:00 Uhr
  • Begrüßung
  • Keynote: Das SAP-Portfolio für Finance Innovation – Compliance - Cloud (Dr. Christoph Ernst, SAP)

11:45 Uhr 
  • Update zu S/4HANA Finance 1709 (Janet Salmon, SAP) - Raum Köln
Alternativen:
  • Automatisierung und Service Management mit SAP S/4HANA (Dr. Christoph Ernst, SAP) - Raum Wien
  • GRC - Datensicherheit unter S/4HANA (Bianca Folkerts, ConVista) - Raum Zürich

13:30 Uhr
  • Partnervortrag 2: Kontenplanharmonisierung (SNP) - Raum Köln
Alternativen:
  • Partnervortrag 1: Kontoauszugverarbeitung (BPI) - Raum Wien
  • Partnervortrag 3: Robotics tbd (Abide) - Raum Zürich

14:45 Uhr
  • Controlling in SAP S/4HANA (Janet Salmon, SAP) - Raum Köln
Wobei für einen Kollegen wäre auch der Vortrag im Raum Wien interessant:
  • SAP Material Ledger - Techn. Notwendigkeit oder eine Möglichkeit den Prozess zu überdenken? (Andreas Jansen, Energieversorger)
Alternative:
  • Planung und Forecasting - Demo Predictive Analytics und Analysis for Office (Waiky Wong, ConVista) - Raum Zürich

16:00 Uhr
  • Diskussionsrunde zum Stand von S/4HANA Finance (SAP, Espresso, ConVista)
  • Zusammenfassung Tag 1
ab 18:00 Uhr
  • Abendveranstaltung

Dienstag 21. November 2017
9:00 Uhr
  • Begrüßung und Raumwechsel
9:15 Uhr
  • Meldewesen und Behördenkommunikation im SAP Standard (ConVista) - Raum Köln
Alternativen
  • Praxisbericht – Wie gehen Unternehmen mit S/4HANA um (ConVista) - Raum Wien
  • Kombinierte Ergebnisrechnung Version 2017 (Andreas Nunnemann, SAP) - Raum Zürich

10:15 Uhr
  • Geschäftsprozesse in der S/4HANA Anlagenbuchhaltung (Jörg Siebert, Espresso) - Raum Köln
Hier ist allerdings auch folgender Vortrag attraktiv
  • BW4/HANA (Alexander Ritter, ConVista) - Raum Zürich
Für Hochschulcontrolling / Hochschulberichtswesen vielleicht weniger relevant dürfte dafür IFRS sein:
  • Erfahrungsbericht: IFRS 15 Revenue Accounting & Reporting (Reinhard Müller, Buchautor) - Raum WIen

11:15 Uhr
  • Änderungen in SAP ERP Controlling (Customer Connect) (Marco Valentin, SAP) - Raum Zürich
Parallel laufen jedoch auch:
  • Liquiditätsplanung unter BPC4S/4HANA (ConVista) - Raum Wien
  • Neuerungen Umsatzsteuer in SAP ERP (Lars Gartenschläger, SAP) - Raum Köln
13:00 Uhr
  • Vermeidung von Haftungsrisiken durch ein steuerliches Kontrollsystem (Karl Hartmann, SAP) - Raum Köln
Alternativen
  • Erfahrungsbericht Kontenplankonsolidierung (Martin & Renata Munzel) - Raum Zürich
  • Tipps und Tricks zum Kontoauszug in SAP ERP (Claus Wild, Buchautor) - Raum Wien

14:15 Uhr
  • Erfahrungsbericht: Erweiterung des Universal Journal und Kundenerweiterungen unter S/4HANA (Michael Rohrbach, ConVista) - Raum WIen
Alternativen:
  • Neue Lösungen für ein effektives Kredit- und Forderungsmanagement (Karl Hartmann, SAP) - Raum Köln
  • SAP Accrual Engine - Funktionalität und Einrichtung (Daniel Ottenberg, ConVista) - Raum Zürich
15:00 Uhr Networking
15:30 - 16:30 Uhr
  • Impulsvortrag – Rhetorisch durch die digitale Welt: Die Lehre des Samurai - Warum ein Redner zunächst schweigen lernen muss (Prof. Dr. phil. Stefan Strauss)
  • Zusammenfassung Tag 2
  • Ende

Tickets für Infotage in Wien, Köln, Zürich

TIckets der Veranstaltung sind noch auf eventbrite erhältlich: Daneben findet die Veranstaltung auch noch in Zürich (27. bis 28. November)  und Wien (13. bis 14. November) statt. Hier leigt aber noch keine Agenda vor.


Schon bei dieser "kleinen" Vorabplanung zeigt sich, dass hier doch einige spannende Themen vorhanden sind. Sicherlich werden die einzelnen Vorträge auch wieder online gestellt, aber der direkte Kontakt bzw. Live-Vortrag ist dann doch ein Unterschied. Für mich stehen bei der derzeitigen Planung zumindest die hervorgehobenen Vorträge schon einmal fest, aber auch die nicht erwähnten Vorträge (oder als Alternative erwähnten Veranstaltungen) dürften auch für die Kollegen abseits vom Controlling (zum Beispiel aus der Finanzbuchhaltung oder der Materialwirtschaft) interessant sein.

Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen mit SAP


Eine der Vorteile dieser Veranstaltung ist es auch einmal über den Hochschultellerrand hinaus zu schauen und viele hier vorgestellte Themen (insbesondere S/4 HANA oder BW) dürfte perspektivisch auch für einzelne Hochschulen relevant werden.

Daneben dürfte aber auch das Angebot "SAP-Flatrate für Hochschulen - Digitale SAP-Fortbildungsplattform für Studenten und Hochschulmitarbeiter" für die ein oder andere Hochschulbibliothek im wahrsten Sinne des Wortes lesenswert sein. Unter anderen sind hier auch folgende Bücher online lesbar.

Schnelleinstieg ins SAP Controlling und Berichtswesen im SAP Controlling

Diese sind jedoch auch hier im "Onlineshop" oder auch im Buchhandel (z.B. auf meiner Amazon Autorenseite *) als gedruckte Version verfügbar.

Über eine Jahrespauschale erhalten alle Studenten und Hochschulangehörige Zugriff auf die digitalen SAP-Bibliothek von Espresso Tutorials und damit einem breiten, praxisnahen Wissenspool rund um SAP. 

Ein vergleichbares Angebot gibt es schon für Firmen. Insgesamt zeigt sich hier neben der Themenvielfalt (was die einzelnen Module oder Zielgruppen anbelangt) als auch bzgl. der unterschiedlichen Angebote einige Neuigkeiten, die evtl. auch in obiger Veranstaltung mit vorgestellt werden.

Die Vorteile der Flatrate habe ich schon unter SAP Know How vorgestellt und bin tatsächlich überzeugt vom Angebot.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Montag, 17. Juli 2017
21:38 Uhr

Ups, ich spreche ja englisch - Rückblick auf das Symposium Gießen local-global

Die Agenda 2030 als Thema eines internationalen Symposiums in Gießen - da stellt man sich, gerade auch als Mitglied im Vorbereitungsteam, durchaus häufiger die Frage: “Ist mein Englisch gut genug dafür? Das hat doch schon früher niemand verstanden.” Ende Juni zeigte sich dann aber, dass diese Sorge - ebenso wie alle etwaigen anderen - absolut unbegründet war. Unter dem Titel Gießen local-global (siehe Artikel "Gießen local-global 2017 - Symposium zum Reformationsjubiläum 22. bis 25. Juni 2017") behandelten wir an mehreren Tagen gemeinsam mit Expert*innen aus Afrika, Asien und Lateinamerika Themen der Agenda 2030.

Themenfelder des Symposium

Der Schwerpunkt des Symposiums lag auf den Bereichen Jugendbeschäftigung (youth employment), Gemeinwesenarbeit (community work) und Migration. Einer anfänglichen Gesprächsrunde wurden Arbeitsgruppen mit Gästen aus El Salvador, Indien, Mexiko, Uganda, Großbritannien und Deutschland zur Seite gestellt. Die Teilnehmer*innen waren in der Lage Erfahrungen aus ihren Ländern einzubringen und neue Blickwinkel aufzuzeigen. Bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung zeigte sich schließlich der Erfolg des intensiven Austausches und der gegenseitigen Anregungen für eine weltweite Partnerschaft und globale Gerechtigkeit.

Was ist die Agenda 2030?

Im September 2015 haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) beschlossen. Dieser wurde als Agenda 2030 bekannt und enthält 17 miteinander verknüpfte Ziele die Soziales, Umwelt und Wirtschaft als drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Die fünf Kernbotschaften Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft werden als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt. Im Englischen spricht man von den "5 Ps": People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership.

Als Kirche sehen wir in Gießen täglich die starke Verknüpfung unserer drei gewählten Themenfelder: Bei der Arbeit der Jugendwerkstatt, in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE), aber auch während der vielfältigen Gemeindearbeit in unseren Kirchengemeinden. Uns beschäftigen Wohnraumfragen ebenso wie die Qualifikation von benachteiligten Jugendlichen und die Integration von jungen Migrant*innen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.

Während der Veranstaltung stellten wir unseren internationalen Gästen das Bewerbertraining der Jugendwerkstatt in Gießen vor und profitierten im Gegenzug vom Erfahrungsschatz aus ihren eigenen Ländern. Rolvin D'Mello von der Don Bosco Development Society, Indien (DBDS) und Ocen Godwin von der Community Empowerment for Rural Development, Uganda (CEFORD) erzählten von internationalen Maßnahmen im Bereich der Jugendbeschäftigung. Eines der Projekte beruht beispielsweise auf skillbasiertem Training und ermöglicht Jugendlichen nach einer ersten Grundausbildung eine Spezialisierung anhand ihrer Fähigkeiten und Interessen. Auch die Ziele berücksichtigen dabei die Möglichkeiten der Teilnehmer*innen und können zum Beispiel zu einer Selbständigkeit in der Videoproduktion oder der Entwicklung von Apps führen.

Internationale Projekte zu Youth Employment
(Bild: Matthias Hartmann)

In der Arbeitsgruppe zum Thema Integration berichtete Jean Asipkwe (Direktorin CEFORD) davon, dass im Rahmen ihrer Initiative einzelne Flüchtlinge zu Multiplikatoren ausgebildet werden, um in der Folge anderen Flüchtlingen die Integration zu erleichtern.
Beim Thema Migration und Integration überraschte es zudem wenig, dass sich Diskussionen über Benachteiligungen der örtlichen Bevölkerung international antreffen lassen. Uganda begegnet diesem Problem unter anderem damit, 30% der Gelder für Flüchtlingshilfe in die lokale Bevölkerung zu investieren .

Integration und Migration
(Bild: Matthias Hartmann)

Weiters stellten wir fest, dass Nachbarschaftsprogramme und Begegnungsräume, die das gemeinsame Lernen aus Erfahrungen ermöglichen, auch international ein Erfolgskonzept darstellen. Wie wir selbst erleben konnten, eröffnet der Austausch mit anderen Menschen, sei es vor Ort oder auch über Länder und Kontinente hinweg, neue Blickwinkel auf das eigene Potential und kann Wege aufzeigen, mit denen sich Aufgaben meistern lassen.

In den Tagen des Symposiums hat sich besonders in den Arbeitsgruppen gezeigt, dass es nicht darum geht Wissen zu vermitteln sondern Wissen zu teilen. Gerade die gegenseitige Beratung auf Augenhöhe führte zur Erkenntnis, dass wir mit vielen der Herausforderungen, auf die wir in unserer täglichen Arbeit stoßen, nicht alleine da stehen, sondern sie in ähnlicher Form weltweit vorhanden sind. Durch die Kommunikation untereinander wurde uns bewusst, dass unsere unterschiedlichen Aufgabenbereiche miteinander zusammenhängen und auch hier Kommunikation gemeinschaftliches Handeln ermöglicht.

Besuch der Jugendwerkstatt
(Bild: Fr. Rolvin D'Mello)

Für mich nehme ich aus dieser Veranstaltung zahlreiche Denkansätze, ein neues Bewusstsein für Zusammenhänge, sowie die Erkenntnis mit: Sprache muss keine Barriere sein (und ja, man versteht mich auch auf Englisch).

Ich freue mich, dass in unserem Dekanat eine solche Veranstaltung möglich ist und bin voller Hoffnung, dass viel der vorhandenen Energie und Erfahrung in lokales Handeln umgesetzt wird. Ich möchte Sie dazu einladen, auch Ihre lokalen, kleine Schritte in einem größeren Zusammenhang zu betrachten und sie zu mehr als nur einem kleinen Schritt werden zu lassen.

Ganz besonders wünsche ich mir, dass die Erkenntnisse aus diesem Symposium und die der Agenda 2030 zugrunde liegenden Prinzipien - Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft - Eingang in den gegenseitigen Austausch zwischen unseren bestehenden Initiativen, in unser künftiges Arbeiten und Engagement finden werden, denn für uns beginnt der Planet in Gießen.



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Montag, 5. Juni 2017
14:14 Uhr

Gießen local-global 2017 - Symposium zum Reformationsjubiläum 22. bis 25. Juni 2017

Vom 22. bis 25. Juni findet eine Veranstaltung zum Reformationsjubiläum in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Gießen statt, auf die ich gerne hinweisen möchte, da diese Themen nicht nur im Hochschulumfeld relevant sind.

Hierzu sind Entwicklungsexperten aus Afrika, Asien und Lateinamerika nach Gießen eingeladen die gemeinsam die Themenfelder Jugendbeschäftigung, Migration und Gemeinwesenarbeit in Gießen und weltweit besprechen wollen. Orientierungspunkte sind die Entwicklungsziele der „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen.

Am Donnerstag, den 22. Juni von 18 bis 21 Uhr im Gießener Rathaus und am Samstag, den 24. Juni ab 19:30 in der Werkstattkirche Gießen, Ederstraße 13 wird diese Diskussion öffentlich geführt.


Einladungsflyer Symposium
Foto:Schepp Plakat:J. Müller -

Weitere Informationen sind auf der Seite des evangelischen Dekanat Gießen im Artikel "Entwicklungstagung in Gießen zum Luther-Jubiläum Die Welt gerechter machen" sowie in folgenden verlinkten Flyer zu finden.

Flyer_Symposium_2017_Giessen-local-global.pdf
 

Neu auf Partnerschaft und Gerechtigkeit weltweit schauen

Interessieren Sie sich für Entwicklungspolitik? Für Partnerschaftsarbeit? Oder engagieren Sie sich in der Flüchtlingshilfe, für die Jugendwerkstatt oder für das Gemeinwesen? Welche neuen Möglichkeiten haben wir, die globalisierte Welt mitzugestalten und weltweite Beziehungen aufzubauen?

Diese Frage wird das Evangelische Dekanat Gießen auf dem Internationalen Symposium „Gießen lokalglobal: Neue Perspektiven weltweiter Partnerschaft und Gerechtigkeit. Reformatorische Herausforderungen 2017“ diskutieren und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit praktisch erleben.

Martin Luther fand vor 500 Jahren aus seiner Angst heraus eine neue Sichtweise auf Gott und auf eine Gerechtigkeit für den einzelnen Menschen. Heute ängstigt uns weniger die Furcht vor einem strafenden Gott, als viel mehr die Unsicherheit in der globalisierten
Welt.

Bei den Vereinten Nationen wird ein Perspektivwechsel in der Entwicklungspolitik diskutiert. Mit einer gegenseitigen Beratung auf Augenhöhe sollen die globalen Herausforderungen neu angegangen werden.

Wir bringen internationale Gäste zu den Themen Gemeinwesenarbeit, Jugendbeschäftigung und Migration zusammen. Wir tauschen mit ihnen Erfahrungen aus und wollen Denkanstöße in unsere Kirche und in unsere Stadt geben.

Dabei sind Fachleute aus der Praxis aus Lateinamerika, Afrika, unserer Partnerdiözese Amritsar Indien, und auch aus unserer Region.

Ich würde mich freuen, wenn auch Sie Interesse an dieser Veranstaltung haben und gebe auch gerne weitere Informationen weiter. Gerne können Sie beiliegenden Flyer auch vor Ort an Interessierte verteilen.



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Freitag, 3. März 2017
21:10 Uhr

Rückblick THM Datenschutztag 2017

Das Thema Datenschutz wird an der Technischen Hochschule Mittelhessen nicht nur in der täglichen Arbeit sondern auch einmal jährlich in Form der Veranstaltung "THM Datenschutztag" gewürdigt. Hierzu wird in das kleine Kino der Hochschule eingeladen (ehemaliges Kino Roxy in Gießen) . Die Teilnahme ist kostenfrei (Anmeldung erforderlich) aber sicherlich nicht umsonst. Die Jahre zuvor konnte ich nur im Nachhinein die zur Verfügung gestellten Folien nachlesen aber dieses Jahr war mir auch eine Teilnahme möglich und ich bin wirklich von dieser Form der Weiterbildung begeistert.

Daher möchte ich an dieser Stelle einen persönlichen Rückblick zu den einzelnen Vorträgen aber auch gleich einen Hinweis auf die kommende Veranstaltung am 20. Februar 2018 geben. Gerade da ich mich selbst gerne mit den Thema Datenschutz hier im Blog auseinandersetze (und dabei wohl eher auf die technischen Apsekte wie Datenschutzerklärung eingehe) möchte ich hier doch einen Rückblick auf diese Veranstaltung geben.

Als Beschäftigter in der öffentlichen Verwaltung (Hochschule) war hier natürlich gleich der erste Vortrag interessant, aber auch die übrigen Veranstaltungspunkte sind spannend gewesen.

Flyer THM Datenschutztag 2017 mit Genehmigung des Datenschutzbeauftragten zru Verwendung
(C) THM Datenschutztag, mit Genehmigung Datenschutzbeauftragten

Ambiente / Ort der Veranstaltung:

Nach erfolgreicher Anmeldung und Erhalt eines Namensschildes war es möglich mit Kaffee sich erst einmal zu stärken und überrascht doch die ein oder andere Person aus dem Hochschulumfeld anzutreffen. Der Datenschutztag ist mittlerweile auch in das Weiterbildungskonzept der Hochschule eingebunden, so dass hier auch das "Referat Personalentwicklung auf dem Campus Gießen" als Veranstalter mit auftritt.

Allerdings ist die Themenwahl auch für externe oder generell am Datenschutz interessierte Personen interessant. Nach einer Begrüßung durch die Vizepräsidentin Katja Specht moderierte Hajo Köppen, der Datenschutzbeauftragte der THM, durch die Veranstaltung und leitete von einer Veranstaltung zur nächsten weiter und schaffte es auch als Jurist die Tücken von Technik zu überwinden.

An Themen wurden folgende Bereiche angesprochen:
  1. Haftung von Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung bei Verstößen gegen Datenschutzvorschriften und Dienstvorschriften
  2. Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung von Internet & E-Mail - Sicherheitsbewusstsein & Bordmittel gegen Angriffe, Malware, Phishing & Co.
  3. Begleitausstellung Datenschutz-Awareness
  4. Digitalcourage: Ein Datenschutzfeuerwerk - vom BigBrotherAward bis zur Verfassungsbeschwerde
Die Zusammenstellung war für mich schon dadurch gelungen, dass hier sowohl Datenschutz als auch Datensicherheit in den ersten beiden Vorträgen vorgestellt worden sind.

Die Vorträge selbst sind dankenswerterweise auch im Veranstaltungsarchiv auf Seiten des THM Datenschutztages zu finden.

Dennoch möchte ich zu den einzelnen Vorträgen kurz die für mich interessantesten Punkte hervorheben.

Haftung der Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung bei Verstößen gegen Datenschutz - und Dienstvorschriften

Rechtsanwalt Dr. jur. Götz Gerlach von Kleymann, Karpenstein & Partner mbB stellte die Frage der Haftung bei Datenschutzverstößen in den Mittelpunkt seines Vortrages. Dabei wurden sowohl Risikobereiche (Schatten-IT, Datenschutz- und Urheberrechtsverstöße) aber auch die rechtlichen Folgen dargestellt.

Besonders positiv war hier, dass auch Bezug auf die IT-Benutzungsordnung der THM eingegangen wurde, die insbesondere auch den Umgang mit dienstlicher E-Mail und anderen IT Systemen regelt.

Dabei ist die rechtliche Bindung sowohl über § 106 GeWO "Weisungsrecht des Arbeitgebers" als auch § 70 Hess. BeamtenG "Pflichten gegenüber Vorgesetzten" durch die Weisungsrechte des Arbeitgeber gegeben. In der oberen Benutzungsordnung ist auch ein Verfahren beschrieben durch das eine Kontrolle der Einhaltung der Richtlinie befolgt werden kann.

Anhand der Kombination von Datenschutz und Arbeitsrecht wurden auch praktische Probleme wie das private Surfen im Internet, Screening von Bewerbern oder gar das Nutzen von privater Software für dienstliche Zwecke besprochen und auch die möglichen Folgen anhand Urteile und Fallbeispiele erläutert.

Daneben gab es auch praktische Ratschläge zum Verfahren bei rechtswidrigen Anweisungen und wie sich hier bei entsprechenden Anweisungen verhalten werden kann. Aber auch die Quizrunde bzgl. der Einordnung ob bestimmte Sachverhalte datenschutzrechtlich relevant sind oder nicht, waren vom Meinungsbild aber auch von der Form der Wissensvermittlung sehr gelungen. Daneben wurden aber auch rechtliche Grundlagen und Hinweise auf neue Gesetzesgrundlagen angesprochen.

Hier möchte ich auch gerne auf die Artikelreihe zum Thema EU-DSGVO auf socialmediarecht.de verweisen.

Durch die anschließende Fragerunde und Austausch mit Publikum war dieser Vortrag sehr lebendig und konnte auch auf einzelne Fragen aus der Praxis sehr gut eingehen.

Datenschutz & Sicherheit bei der Nutzung von Internet & E -Mail

Der folgende Vortrag von Frank Giebel, IT-Revisor, Datenschutzbeauftragter (3rd Mind Business Consulting e.K.)  beschäftigte sich mit Fragen des IT-Sicherheit und stellte sowohl die Gefahren wie Identitätsdiebstahl, Spearphishing durch social enginierung aber auch technische Möglichkeiten der Gefährung von IT Systemen und den Risikofaktor Mensch dar.

Dabei wurde das Thema Datenschutz nicht nur auf die IT beschränkt sondern gleichzeitig auf Prozesse und die Menschen die Umgang mit den Daten haben erweitert. Zur Verdeutlichung wurde hier auch auf die Internetseite projekt-datenschutz.de verwiesen wo entsprechende Vorfälle die öffentlich geworden sind dargestellt werden.

Neben den geschilderten Fällen und Risiken wurden aber auch konkrete Möglichkeiten des Schutzes vorgestellt und diese durchaus mit kleinen humorvollen Seitenhieben sehr anschaulich vermittelt.

Begleitausstellung Datenschutz-Awareness

Kirsten Siebentritt stellte hier ihre Bachelorarbeit zum Thema "IT-Sicherheit durch Awareness – eine Plakatserie zur Sensibilisierung" vor, die in 15 Plakaten das Thema IT-Sicherheit für den ZKI (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e. V) aufarbeite und so eine anschauliche Möglichkeit der Aufmerksamkeit auf das Thema Datenschutz lieferte.

Die Arbeit war auch als Ausstellung am Datenschutztag zu sehen und es besteht die Überlegung diese auch als Wanderausstellung in Hessen zur Weiterbildung zu nutzen.

Auf ihrer Internetseite kann das Projekt "IT-Sicherheit durch Awareness" ebenfalls betrachtet werden. Eines der Motive ist auch für den Flyer zum Datenschutztag verwendet worden.

Digitalcourage: Ein Datenschutzfeuerwerk - vom BigBrotherAward bis zur Verfassungsbeschwerde

Im Abschlussvortrag wurde auch die Bedeutung des Datenschutzes im Rahmen einer digitalen Zivilcourage (digitalcourage) vorgestellt. Als Redner war hier padeluun ein deutscher Künstler und Netzaktivist, der für digitale Bürgerrechte eingeladen der die Geschichte aber auch das aktuelle Engagement des Verein Digitalcourage e. V. vorstellte.

Der Verein (ehemals unter den Namen FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e. V.)) bekannt engagiert sich nicht nur durch den BigBrotherAward sondern setzt sich ganz praktisch in großen und kleinen Projekten für die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit ein. Dieses kann sowohl durch eine Verfasssungsklage (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) als auch durch praktische Maßnahmen zur digitalen Selbstverteidigung sein. Auf die Frage wie padeluun selbst sicher kommuniziert wurde auf das Projekt pep (pretty easy privacy) verwiesen.

Fazit

Gerade durch praktische Beispiele aber auch durch die Auswahl der Themen und der Referierende hat diese Veranstaltung das Thema Datenschutz und Arbeitsrecht sehr lebendig gemacht und auch wenn die Unterlagen zur Veranstaltung auch online einsehbar sind, war in meinen Augen ein Besuch dieser Veranstaltung sehr empfehlenswert und gleichzeitig sensibilisierend für das Thema.

Dieses ist auch ein Grund, warum ich das Datum 20. Februar 2018 für den THM-Datenschutztag 2018  mir auch direkt vormerke und diese Veranstaltung gerade für Beschäftigte in der Verwaltung sehr empfehlen kann. Der große Vorteil ist, dass diese Veranstaltung nicht nur technisch oder formaljuristisch aufgebaut ist sondern das Thema lebendig zu vermitteln versteht. Neben den fachlichen Input ist aber auch die Moderation und das menschliche Vermitteln eines solchen Themas sehr gelungen und zeigt für mich, dass Juristen nicht nur mit Technik umgehen können sondern jenseits von Facebook und Co. ebenfalls soziale Netzwerke funktionieren und die digitale Wissensvermittlung auch analog oder von Mensch zu Mensch funktionieren kann.

Mich beeindruckt nebenbei dass hier Datenschutz nicht nur dienstlich gelebt wird sondern auch im Rahmen der Weiterbildung Datenschutz für Beschäftigte im Rahmen der Personalentwicklung genutzt wird und viele dieser internen Veranstaltungen auch für andere genutzt werden können. Ein Überblick über die THM Datenschutz Fortbildungsveranstaltungen kann ebenfalls auf Seiten des THM Datenschutz eingesehen werden und auch wenn diese nicht öffentlich sind, kann doch ein Kontakt zu den Vortragenden vermittelt werden. Damit ist ein wichtiger Punkt der Umsetzung eines lebendigen Datenschutzkonzeptes ganz praktisch verwirklicht worden.

Weitere Informationsquellen im Netz

Da Datenschutz, wie erwähnt, kein Thema für einen Tag ist gibt es natürlich auch abseits dieser Veranstaltungen eine Menge an Informationsmöglichkeiten zu diesen Thema. Persönlich bin ich hier begeistert von den beiden Jurapodcasts Rechtsbelehrung - Jura Podcast mit Marcus Richter und Thomas Schwenke oder auch Jurafunk - Recht zum Hören die beide in regelmäßigen Abständen ebenfalls das Thema Datenschutz auf der Agenda haben. Daneben ist aber auch das Social Media Recht Blog  oder andere in den Webempfehlungen erwähnten Internetseiten von Interesse.

An größeren Informationsportalen würde ich noch auf das Blog "Datenschutzbeauftragter INFO  Informationen zum Datenschutz" sowie auf das "virtuelle Datenschutzbüro" verweisen.

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