21:27 Uhr
Excel Arbeitsmappen vom Wert in der Summenzelle per Klick auf Einzelposten per HYPERLINK
Für einen umfangreichen Bericht sind unterschiedliche Tabellenblätter mit Buchungen der Finanzbuchhaltung oder auch gebuchten statistischen Kennzahlen zusammengestellt worden und werden an dieser Stelle für eine komplexere Budgetberechnung verwendet. Um das Beispiel etwas übersichtlicher zu gestalten habe ich als Beispiel einen Bereich mit Personalkosten und Gebäudekosten.
Einzeltabellen Personalkosten und Gebäudekosten
In den Details sind die Personalkosten nach Kostenstelle, Kostenart, Betrag und Buchungstext aufgelistet (hier natürlich pseudonymisiert).
Ferner sind auch die Gebäudekosten vergleichbar nach Bewirtschaftung und Bauunterhalt aufgelistet.

Auch hier sind die Einzelwerte je Kostenstelle aufgelistet.
Kostensimulation für Blogs:
Im Artikel auf Unkelbach, Andreas: »Zufallswerte in Excel Zellen per Zufallszahlszahl und Zufallsbereich aber auch in Access je Datenzeile einer Access Abfrage generieren« in Andreas Unkelbach Blog (ISSN: 2701-6242) vom 1.12.2020, Online-Publikation: https://www.andreas-unkelbach.de/blog/?go=show&id=1158 bin ich auf die Ermittlung von Pseudozahlen eingegangen, sodass hier Zufallszahlen für Kosten im Rahmen eines Zufallsbereiches ermittelt. Immerhin sollen hier ja keine echten Daten verwendet werden. Da die Daten auch nur auf Zufall bestehen müssen diese nicht unbedingt sinnvoll sein, sondern dienen nur als praktisches Beispiel.
Auswertungen im Hochschulberichtswesen und Hochschulcontrolling mit SAP
Wenn es um Echtdaten geht nutze ich für eine Datenbasis die Möglichkeiten eines SAP Berichtswesen (nicht nur im SAP Modul Controlling). Im Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" stelle ich die Möglichkeiten der Tabellenauswertung mit SAP Query vor während der Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" die Möglichkeiten der Summenberichte mit Report Painter bzw. Report Writer vorstellt. Eine wichtige Ergänzung sind noch Rechercheberichte die sowohl im Bilanzreporting, Public Sector Management (Haushaltsmanagement) aber auch der Profitcenterrechnung eine Rolle spielen. Im Artikel "Grundlagen: Was sind die Unterschiede zwischen Report Painter und Rechercheberichte?" hatte ich diese im Grundsatz schon einmal vorgestellt, aber auch hier im Blog werden immer wieder Beispiele zu diesen Berichtsarten veröffentlicht.
Einen umfassenderen Überblick über die Möglichkeiten des Berichtswesen sind im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« (Buchvorstellung, für 19,95 EUR bestellen) festgehalten.
Kennzahlen HNF und VZÄ als Faktoren zur Budgetberechnung
Basis für die Budgetberechnung sind nun aber die geplanten Kennzahlen, die im Verhältnis zur Kostenentstehung gesetzt werden sollen.Dieses ist zum einen die gewichtete Hauptnutzfläche (HNF) als Basis für die Gebäudekosten.

Für die Personalkosten die Vollzeitäquivalente (VZÄ), wie in folgender Abbildung ersichtlich ist.

Welche Kennzahlen können verwendet werden?
Unter Unkelbach, Andreas: »Statistische Kennzahlen für Verrechnung in SAP - Umlage und Verteilung nicht nur im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen« in Andreas Unkelbach Blog (ISSN: 2701-6242) vom 24.4.2021, Online-Publikation: https://www.andreas-unkelbach.de/blog/?go=show&id=1198
habe ich einige mögliche Kennzahlen näher vorgestellt die entsprechend berechnet werden können.
Kennnzahlen erfassen und auswerten in SAP
Im SAP Umfeld werden solche Kennzahlen oft als statististische Kennzahlen erfasst. Auch hier verweise ich gerne auf zwei weiterführende Artikel. Im Beitrag "Hochschulcontrolling: Vergleich Lehrimport von Studiengängen und Kostenanteile einzelner Lehreinheiten - Abschnitte mit abgeleiteten Kennzahlen im Report Painter" werden dei Kennzahlen über mehrere Jahre für einzelne Bereiche (Kostenstellen, Innenaufträge) in Summe verglichen. Teilweise bedarf es manchmal aber auch der Anforderung die gebuchten Kennzahlen als Einzelposten auszuwerten. Hier ist mein Beitrag "Auswertung gebuchter statistischer Kennzahlen jahresübergreifend nach CO Objekten wie Kostenstelle oder Innenauftrag" im Bereich des Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen mit SAP CO hilfreich und zeigt auch auf Datenbankebene wie hier per Query die Kennzahlen ausgewertet werden können.
Budgetberechnung auf Übersicht
Zur Berechnung der Budgetwerte werden die einzelnen Tabellen miteinander in Verbindung gesetzt.
Die Budgetberechnung erfolgt hier im Verhältnis der einzelnen Kennzahlen und der im Verhältnis dazu gebuchten Kosten.
Der Nachteil ist jedoch, dass ich hier per Verknüpfung nur auf die Zellen verweise und hier die Budgetverantwortliche selbst in der Formel nachlesen muss, wie die Berechnung erfolgt.
Excel Optionen - Direkte Zellbearbeitung zulassen und Sprung auf Verknüpfung
Natürlich könnte die Budgetverantwortliche nun, wie im Artikel "Arbeitsrechner neu einrichten Wechsel auf Windos 10, aktuelle Office Version sowie SAP und Excel anpassen" beschrieben die Zellbearbeitung so umstellen, dass per Doppelklick auf diesen Wert automatisch in die jeweilige Tabelle gewechselt wird.Diese Option ist in den Excel-Optionen unter "Erweitert" im Abschnitt "Bearbeitungsoptionen" durch Deaktivieren der Option "Direkte Zellbearbeitung zulassen" möglich (siehe folgende Abbildung).

Nun kann per Doppelklick zum Beispiel auf die HNF direkt auf die jeweilige Summenzeile (im Beispiel Tabellenblatt HNF Zelle B30) gewechselt werden, um diese Werte zu kontrollieren.
Eine wesentlich elegantere Variante habe ich im Artikel "Berichtsdokumentation in Excel - Hyperlink auf Tabellenblätter indirekt setzen" mit der Funktion HYPERLINK zur Umsetzung eines Inhaltsverzeichnisses beschrieben. Diese kann auch dafür verwendet werden, um eine Sprungmarke auf die Basis der Datei zu setzen.
Der Syntax zur Formel HYPERLINK lautet:
= HYPERLINK ( Hyperlink_Adresse , [Anzeigename] )
Um innerhalb der Excelmappe zu verlinken kann hier als Hyperlink_Adresse eine Arbeitsmappe oder direkt ein weiteres Tabellenblatt innerhalb der Zeichen "" angegeben werden. Wird auf die eigene Mappe genommen, ist der Syntaxt der Formel im Beispiel für die oberen HNF mit
=HYPERLINK("#HNF!B30";HNF!B30)
verlinkt.
Statt # könnte mit [ ... ] auch auf eine andere Arbeitsmappe verwiesen werden.
Zum Beispiel
- "[U:HNF.xlsx]HNF!b30"
In unserem Fall wird mit # die aktuelle Arbeitsmappe bezeichnet und dort auf das Tabellenblatt HNF und mit ! auf die Zelle B30, als freundlicher Name (Anzeigename) wird auch direkt der Wert der Zelle HNF!B30 ausgegeben.
Für die obere Tabelle habe ich mit FORMELTEXT einmal alle relevaten Formeln ausgegeben.
Basis zur Berechnung (Kosten des aktuellen Jahres und die entsprechenden aktuellen Kennzahlen:

Die einzelnen Formeln lauten:
| Bereich | Formel |
|---|---|
| Personalkosten | =HYPERLINK("#Personalkosten!C32";Personalkosten!C32) |
| Gebäudekosten | =HYPERLINK("#Gebäudekosten!C32";Gebäudekosten!C32) |
| VZÄ | =HYPERLINK("#VZÄ!B28";VZÄ!B28) |
| HNF | =HYPERLINK("#HNF!B30";HNF!B30) |
Es wird also der Wert (Ergebnis / Summe) der Daten im jeweiligen Tabellenblatt für das aktuelle Jahr angegeben.
Nun kommt es aber zur Berechnung der Budgetwerte.

Zur Budgetberechnung der Folgejahre werden die Personalkosten des aktuellen Jahres (Zelle C5) durch die VZÄ des aktuellen Jahres (Zelle E5) geteilt und mit den angesetzten Planwerten VZÄ der Folgejahre multipliziert.
Ebenso wird mit den Gebäudekosten (Zelle C6) und den HNF (Zelle E6) verfahren.
Die künftigen HNF und VZÄ werden ebenfalls per Formel mit Hyperlink auf die jeweilige Zelle mit der Summe der Kennzahlen verknüpft.
So lautet die Formel für VZÄ in 2022 = HYPERLINK ("#VZÄ!C28";VZÄ!C28)
Sollten Sie, wovon ich auch aus anderen Gründen abrate, einen Tabellennamen mit Leerzeichen haben, wäre dieser in Apostroph / Hochkommata wie zum Beispiel 'Sonstige Kostenarten'. Im Beispiel wäre dies ein Tabellenblatt mit der Bezeichnung "Gemeinkosten Verwaltung" und die Formel würde wie folgt lauten:
HYPERLINK("#'Gemeinkosten Verwaltung'!C32"; 'Gemeinkosten Verwaltung'!C32 )
Da die Hochkommata schnell vergessen werden, und fehleranfällig sind, nutze ich lieber zusammenhängende Tabellennamen.
Im Ergebnis sieht das Tabellenblatt mit der Übersicht wie folgt aus:

Statt direkt in der Zelle den Wert (oder Formel) per Klick zu erhalten wird hier eine Verknüpfung mit Hinweis auf "Klicken Sie einmal, um den Hyperlink zu folgen. Klicken Sie, und halten Sie die Maustaste gedrückt, um die Zelle auszuwählen." ausgegeben.

Durch die zweite Option (Maustaste gedrückt halten) kann die Formel in D10, im Beispiel, erneut bearbeitet werden. Nach Bearbeitung wird die Zelle aber auch wieder als Hyperlink formatiert, sodass hier, zwecks besserer Optik die Formatierung der Zelle angepasst werden sollte.
Nebenbei ist dieses auch ein Grund, warum ich hier gerne mit den im Artikel "Vorteil von Excel Formatvorlagen und Filter nach Farben oder Zellensymbolen aus bedingter Formatierung" beschriebenen Formatvorlagen arbeite. Neben der Einfärbung der Registerblätter (Orange für Grunddaten, Grün für aufbereitete/fertige Daten und Gelb für Tabellenblätter in denen noch Daten fehlen) sind die Formatvorlagen einheitlich und durch die Formatierung schnell ersichtlich, was es mit diesen Daten auf sich hat.

Die verknüpften Kennzahlen (HNF, VZÄ) sind als Ausgabe formatiert und die Budgetberechnung als Berechnung. So ist auch die Datenherkunft schnell erläutert.
Fazit
Neben der verständlichen und klaren Darstellung von Daten, wie im Artikel "Datentrends für Drittmittelstatistik mit Sparklines ab Excel 2010 darstellen durch Liniendiagramme in Zellen" anhand unterschiedlichen Aufbereitungen von Drittmittelzahlen beschrieben, ist auch die Anwendbarkeit von Tabellen und Unterstützung der Budgetverantwortlichen ein wichtiger Punkt bei der Gestaltung von Finanzberichten unabhängig davon, ob diese nun in SAP oder in Excel erfolgen. Gerade bei einem Personalwechsel in der Fachabteilung ist das eine gute Gelegenheit um bewährte Arbeitsmappen noch einmal unter den kritischen Blicken der Verständlichkeit und Handhabe zu hinterfragen und hier entsprechende praktische Anpassungen vorzunehmen.In diesem Beispiel sind die Datenverknüpfungen hilfreich um schnell von der Summenzeile auf die Einzelposten zu wechseln. Gerade bei umfangreicheren Pivot-Tabellen oder als Tabelle formatierte Bereichen nutze ich auch immer wieder gerne Datenschnitte (Slicer) zur besseren Navigation innerhalb einer Tabelle.
In einer sehr einfachen Form können diese dann wie in folgender Abbildung aussehen:

Statt einzelne Filter über eine Tabelle zu setzen sind hier Schaltflächen die eine Filterung auch über Bereiche vornehmen, die nicht direkt dargestellt werden.
Im Artikel "Pivottabellen ab Excel 2010 dynamischer filtern mit Datenschnitten am Beispiel Hochschulfinanzstatistik" bin ich auf die Verwendung in Pivot-Tabellen eingegangen, aber wie schon im Artikel ""Als Tabelle formatieren" um eine dynamische Datenquelle für Pivot-Tabellen zu erhalten" beschrieben ist dieses auch bei anderen Daten möglich.
Eine Alternative sind Dropdownlisten, wie im Artikel "Formulare gestalten in Excel" durch die dann einzelne Tabellen angepasst werden und so eine Datengrundlage für Diagramme oder andere Auswertungen dienen.
Grundsätzlich ist es, meiner Erfahrung nach, immer sinnvoll auch schon etablierte Tabellen, die sich bewährt haben, dahingehend zu überprüfen, ob nicht nur die Berechnung, sondern auch die Handhabung verbessert werden kann um so auch für Kolleginnen und Kollegen, die später einmal die Berichte erstellen oder selbst um weitere Angaben ergänzen müssen hier eine praktische Unterstützung geben zu können.
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
10:20 Uhr
Matrixformel zur Berechnung von Mittelwert ohne Null oder mit Bedingungen - Excelformel MITTELWERTWENN und MITTELWERTWENNS
Excel Grundlagen: Mittelwert ohne 0 per Matrixformel oder MITTELWERTWENN
Ausgangslage war damals folgende Datentabelle, aus der ein Mittelwert berechnet werden soll:

Hier ist noch die Formel mit MITTELWERT über die Spalten B2 bis B11 ausgewiesen und leider werden hier auch Nullwerte berücksichtigt.
"Die Formel MITTELWERT stellt mathematisch das arithmetische Mittel dar. Hierbei wird eine Summe über alle Einzelwerte gebildet und diese durch die Anzahl der Werte dividiert. Entsprechend werden hier auch die Nullwerte berücksichtigt."
Um nun aber einen Mittelwert ohne 0 Werte zu berechnen, muss ich bei der Anzahl der Werte die 0 ausschließen. Im oberen Artikel bin ich auf mehrere Varianten eingegangen aber die einfachste Version ist direkt die Formel Mittelwert, um eine Bedingung zu erweitern.

Dabei ist die erste Variante eine mit Excel 2007 eingeführte Formel, der direkt eine Bedingung mitgegeben werden kann, während es sich bei der zweiten Variante um eine Matrixformel handelt, die mit STRG + UMSCH + ENTER abgeschlossen werden muss.
Wie in der Abbildung zu sehen wird, für die Zellen B2 bis B11 wie folgt der Mittelwert gebildet:
= MITTELWERTWENN ( B2:B11 ; "<>0" ; B2:B11 )
Hier wird tatsächlich nur ein Mittelwert gebildet, wenn die einzelnen Zellen keine 0 enthalten. Diese Formel ist ab Excel 2007 verfügbar. Davor war es erforderlich eine Matrixformel zu erstellen. Hierzu wird die Formel
= MITTELWERT ( WENN (B2:B11<>0 ; B2:B11) )
genutzt und muss mit STRG, UMSCHALTTASTE (Shift) und EINGABETASTE (Enter) in eine Matrixformel umgewandelt werden. Wobei ich im ursprünglichen Artikel auch noch weitere Möglichkeiten vorgestellt habe.
Die Formel wird von Excel darauf zwischen zwei geschweiften Klammern { und } als Matrixformel dargestellt. Eine direkte Eingabe der Formel mit geschweiften Klammern vor und hinter der Formel konvertiert die Formel jedoch nicht in eine Matrixformel, weswegen diese direkt über die Tastenkombination abgeschlossen wird. Dieses gilt auch, wenn die Formel nachträglich geändert wird und dann erneut mit STRG + UMSCHALT (Shift) + EINGABETASTE (Enter) abgeschlossen werden muss.
Beispiel: Mittelwert über Einnahmen von mehreren Jahren, wenn Werte vorhanden sind (ohne 0 Nullwerte)
Für das obere Beispiel macht dieses vielleicht betriebswirtschaftlich weniger Sinn, da hier einzelne Kostenstellenverantwortliche durch 0 einfach ignoriert werden, aber ein Beispiel im Hochschulbereich macht vielleicht deutlich wofür dieses genutzt werden kann.
Ein einfaches Beispiel ist dabei die Darstellung der Einnahmen innerhalb eines Jahres:

Hier sind für die Jahre 2017 bis 2021 Werte als Einnahmen ausgewertet. Allerdings liegen für 2021 noch keine vollständigen Zahlen vor. Um nun aber mit einem Mittelwert, zum Beispiel für den Artikel "Excel Pivottabelle Darstellung Grenzwerte Einnahmen auf Projekte je Person durch Zuordnung VZÄ auf verantwortlicher Kostenstelle" zu rechnen, sind nicht vorliegende Zahlen naturgemäß dafür geeignet hier das Ergebnis zu verwässern.
Dank der Formel MITTELWERTWENN wird bei der Berechnung des Mittelwertes der nicht vorhandene Wert in 2021 nicht berücksichtigt, sodass die Einnahmen der Jahre 2017 bis 2020 zur Berechnung des Mittelwertes verwendet. Ein Beispiel für solche Grunddaten können die "Monetäre und Nichtmonetäre Kennzahlen und Statistiken im Hochschulumfeld - Aktuelle Daten von Destatis für Hochschulcontrolling und Berichtswesen" sein.
Beispiel Mittelwert ohne Zwischensummen
Für eine differenzierte Darstellung der Einnahmen werden je Fachbereich die Einzelwerte je Lehreinheit (LE * ) ausgewiesen und als Zwischensumme diese dann auf Ebene der Fachbereiche als Summe zusammengefasst (siehe Spalte B Zelle 2 bis 8).So sind hier nicht nur die Lehreinheit 10101 mit 70.000 und Lehreinheit 10102 mit 30.000, sondern auch die Zwischensumme für Fachbereich 01 mit 100.000 ausgewiesen. Ebenso wird hier mit den Lehreinheiten des Fachbereich 02 LE 10201 bis LE10202 verfahren.

Wird nun über alle Werte ein Mittelwert gebildet per =MITTELWERT( B2:B7 ) würden auch die Zwischensummen für die Berechnung des Mittelwertes berücksichtigt werden, sodass der Mittelwert über die Zwischensummen und Einzelwerte der Lehreinheit bei 53.333,33 liegen würde.
Natürlich könnte ich nun mit =MITTELWERT( B2:B3 ; B5:B6 ) auch nur die relevanten Zeilen der Lehreinheiten von Fachbereich 01 und 02 berücksichtigen, müsste aber bei Einführung einer neuen Lehreinheit stets die Formel anpassen.
Syntax MITTELWERTWENN
Eleganter ist hier ebenfalls die Formel MITTELWERTWENN. Optional kann dieser Formel ein drittes Argument mitgegeben werden.Der Syntax der Formel lautet:
= MITTELWERTWENN ( Bereich , Kriterien, [Mittelwert_Bereich])
Bisher haben wir nur ein Kriterium in "<>0" angegeben und keinen gesonderten Mittelwert_Bereich.
Die Kriterien funktionieren wie eine Suchfunktion und können einen Zellwert als Bezug haben und auch mit Platzhaltern arbeiten ? wird dabei als ein Zeichen und * als Zeichenkette genutzt. Soll nach den Zeichen ? oder * gesucht werden, ist eine Tilde ~ , vergleichbar zum Fluchtzeichen # bei SAP, als Maskierungszeichen für dies Sonderzeichen zu verwenden.
Dieses ist im Abschnitt "Kurztext mit # als gesperrt - Maskierungskennzeichen #, + und *" im Artikel "Auswertung für Planbuchungen gesperrter CO Objekte (Kostenstelle oder Innnenauftrag) über interaktive Stammdatengruppen (Selektionsvarianten KS13 und KOK5) und Maskierungskennzeichen in SAP" näher beschrieben.
Ferner können Kriterien auch Operatoren wie > 100 oder auch Bezüge zu Zellen B42 sein.
In oberen Beispiel ist durch die Formel
= MITTELWERTWENN ( A2:A7 ; "LE*" ; B2:B7 )
In der Spalte A (Bereich A2:A7) nach Kriterien Zeilen beginnend mit LE* gesucht worden und hier ein Mittelwert über Spalte B (Mittelwert_Bereich B2:B7) herangezogen worden.
Damit ist auch nur der Mittelwert über die Lehreinheiten mit 40.000 korrekt berechnet worden.
MITTELWERTWENN mit mehreren Kriterien
Neben der Formel MITTELWERTWENN gibt es auch die Formel MITTELWERTWENNS. Hier besteht dann die Möglichkeit mehrere Kriterien zur Berechnung eines Mittelwertes zu hinterlegen.Der Syntax lautet:
MITTELWERTWENNS(Mittelwert_Bereich; Kriterien_Bereich1; Kriterien1; Kriterien_Bereich2; Kriterien2; ...)
Insgesamt können hier bis zu 127 Kriterien angegeben werden.
Als Beispiel könnte ich mir eine Berechnung eines Mittelwertes je Cluster von Lehreinheiten und Mittelgeber bei Drittmittelprojekten vorstellen.
Anhand folgender Abbildung dürfte das klarer werden:

Hier soll eine Summe über die Einnahmen in Spalte D gebildet werden. Dieses ist der Mittelwert_Bereich von D2 bis D7.
Dabei soll als erstes Kriterium das Cluster der Lehreinheit berücksichtigt werden. Dieses entspricht den Kriterien_Bereich1 von B2 bis B7.
Als Kriterium ist hier CL01 bzw. die Zelle B12 genommen worden.
Neben dem Cluster CL01 soll aber auch die Mittelherkunft (Mittelgeber) berücksichtigt werden. Hier ist der Kriterien_Bereich2 von C2 bis C7 relevant.
In unseren Fall sollen die Bundesmittel (Mittelgeber BUND bzw. Zelle C12) als Kriterien2 definiert.
Somit berechnet sich der Mittelwert über alle Bundesmittel im Cluster 01 durch die Formel
=MITTELWERTWENNS( D2:D7 ; B2:B7 ;B12 ; C2:C7 ; C12)
Entsprechend umfangreichere weitere Kriterien zur Berechnung können hier ebenfalls herangezogen werden. Vergleichbar lässt sich auch die Formel SUMMEWENN (siehe Artikel "SUMMEWENN über mehrere Spalten in Excel oder Personalkostenhochrechnung auf Innenauftrag zusammenfassen" als SUMMEWENNS mit mehreren Kriterien und Kriterienbereichen erweitern.
Fazit
Neben der erwähnten Variante mit festen Bedingungen kann natürlich auch im Rahmen eines Dashboards der Mittelwert abhängig von einer Dropdownliste (siehe Artikel "Formulare gestalten in Excel" ) ausgewählt werden.Auch abgesehen davon können solche Formeln, wie auch die Verweisfunktionen (siehe "Grundlagen in Excel Verweisfunktionen SVERWEIS WVERWEIS und VERWEIS" oder die im Artikel "Index und Vergleich statt SVERWEIS endlich verstanden und Suche über Verweis nur, wenn es auch etwas zu finden gibt" beschrieben Funktionen weiter helfen.
Persönlich mag ich sogenannte Matrixformeln sehr, was auch im Artikel "Gleichzeitiges Transponieren und Verknüpfen von Inhalten in Excel per Formel MTRANS am Beispiel Leistungsmengen und Leistungsabgeltung aus Haushaltsplänen im Vergleich" deutlich wird.
Oft hat man sich aber auf ein bestimmtes Set an Formeln festgelegt, sodass neue Formeln in Excel, vielleicht gar nicht direkt auffallen, daher freue ich mich auch immer wieder darüber, wenn scheinbare Grundlagenartikel auch wieder den Arbeitsalltag erleichtern.
Eine entsprechende positive Rückmeldung erhalte ich auch seit Jahren zum Artikel "Prozentuale Veränderung bei negativen Zahlen in Excel" :-). Insgesamt freue ich mich jedes Mal aufs Neue, wenn auch zu älteren Artikeln spannende Fragen und Möglichkeiten der Erweiterung hinzukommen.
Berichtswesen nicht nur mit Excel
Beruflich ist ein Schwerpunkt meiner Arbeit das Controlling und Berichtswesen. Neben Excel arbeite ich hier auch besonders gerne mit SAP. Schon bei der Konzeption eines umfangreichen Berichtes und etwaiger Dashboards ist es hier hilfreich sich im Vorfeld passende Gedanken zu machen. Hier habe ich im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« (Buchvorstellung, für 19,95 EUR bestellen) einige Punkte festgehalten.
Im Blog finden Sie aber auch regelmäßig Praxisbeispiele rund um die Themen SAP, Berichtswesen und Controlling. Viele Beispiele sind dabei mit Bezug zur Hochschule aber können, wie der Artikel "Statistische Kennzahlen für Verrechnung in SAP - Umlage und Verteilung nicht nur im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" auch für andere Branchen genutzt und als Grundlage zum Aufbau eines eigenen Berichtswesens genutzt werden.
Ich würde mich freuen, wenn meine Bücher (Publikationen) aber auch Schulungen (Workshop & Seminare) auch für Sie interessant wären. Weitere Partnerangebote, wie auch eine Excel Schulung zu Pivot finden Sie ebenfalls unter der Rubrik Onlineshop.
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"
16:32 Uhr
Sonderausstellung geheim! zum Thema Kryptographie im @mathematikum Gießen 🥰
Sonderausstellung geheim! - Kryptografie in Gießen
Schon in der Dauerausstellung ist das Thema Kryptografie immer wieder vorhanden und vom Caesar-Code, Morsealphabet bis zur Verschlüsselungsmaschine Enigma beschäftigen sich einige Exponate mit der Thematik.
Nachbau einer Enigma - die berühmteste Verschlüsselungsmaschine der Welt
Das Verschlüsselung gleichzeitig ein gesellschaftliches und nicht nur mathematisches oder technisches Thema ist sollte gerade im Zeitalter von Datenschutz und der Kommunikation mit Medien oder auch der einzelnen Socialmedia Dienste klar sein.
Sobald die Termine zur neuen Sonderausstellung bekannt sind, würde ich die hier im Artikel nachtragen :-).
Informationen zum Mathematikum
Liebigstraße 8
35390 Gießen
https://www.mathematikum.de/
Täglich geöffnet 10:00 - 18:00 Uhr
Anmeldung vorab erforderlich unter https://buchung.mathematikum.de/booking.
Artikel rund um Datenschutz, Verschlüsselung und Datensicherheit
So hat sich auch hier im Blog der ein oder andere Artikel zum Thema eingefunden, aber auch persönlich sind mir Themen wie Datenschutz oder auch Datensicherheit wichtig.Das Thema Kryptografie hat mich nicht nur bei der E-Mail-Kommunikation im Artikel "Grundlagen: Mailverschlüsselung und Mailsignatur mit openPGP 🔑 ab Thunderbird 78 oder Android nutzen und eigenen öffentlichen Schlüssel auf Schlüsselerver hochladen" sondern auch bei der Verschlüsselung meiner Festplatte mit "Der verschlüsselte USB Stick oder mit Bitlocker To Go unter Windows Datenträger verschlüsseln" oder auch an älteren Rechnern mit Veracrypt beziehungsweise Truecrypt im Artikel "Truecrypt per Kommandozeile" beschäftigt.
Wie wichtig Matheamtik und auch berechnete Codes sein können zeigt sich auch beim Thema "Zweistufige Anmeldung oder Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Onlinediensten (Datensicherheit und Datenschutz) bspw. per OTP (One-Time Password, Einmal-Passwort) App". Bei der 2FA werden am Server und Mobilgerät zeitgleich mit der Uhrzeit basierend auf ein gemeinsam vereinbartes Geheimnis ein für kurze Zeit gültiger Code (Einmal-Passwort) berechnet der zusätzlich zur Anmeldung angegeben wird.
Welche Bedeutung die Kryptografie im Alltag und Kommunikation hat, zeigt sich nicht nur beim eingesetzten Messenger wie "Ein datenschutzfreundlicher Messenger am Smartphone - Threema" sondern auch beim Bewusstsein für den Umgang mit Daten und der vorhandenen Möglichkeit der verschlüsselten Kommunikation aber auch der Sicherheit des virtuellen Raumes. Ich erinnere mich noch an meiner Schulzeit in der wir im Unterricht ebenfalls verschiedene Möglichkeiten zur Entschlüsselung von Texten durchgenommen haben. Dabei waren dies relativ einfache Beispiele durch die Häufung von Buchstaben und Wahrscheinlichkeiten um eine einfache Caesarchiffre zu entschlüsseln, die aber bei mir in guter Erinnerung geblieben ist.
Medienkompetenz und Dauerausstellung Museum für Kommunikation in Frankfurt
2019 hatte ich neben der Dauerausstellung in Frankfurt im Museum für Kommunikation die Ausstellung "Like you! Freundschaft digital und analog" besucht und danach noch im Erdgeschoss die Dauerausstellung zur Mediengeschichte besucht.

Sonderausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main
Von der Sonderausstellung war ich sehr begeistert aber auch in der Dauerausstellung hatte ich viel Zeit verbracht und kann diese gerade für Menschen die sich für Kommunikation und Medien interessieren empfehlen. Außerdem sind dort einige Exponate ausgestellt oder Videomitschnitte von Personen denen man auch so schon auf der ein oder anderen Weise im Netz begegnet ist. Neben vielen anderen ist hier auch netzpolitik.org vertreten als Beispiel für Teilhabe im Netz :-).
In dieser Ausstellung wird die Mediengeschichte anhand einzelner Geschichten und Beispiele von Keilschrift bis zur Datenbrille über die Bereiche Beschleunigung, Vernetzung aber auch gesellschaftskritisch in den Bereichen Kontrolle und Teilhabe vorgestellt. Schon die Dauerausstellung selbst ist ein Besuch wert und lässt die Zeit ein klein wenig schneller vergehen :-).
Informationen zum Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53,
60596 Frankfurt am Main
https://www.mfk-frankfurt.de/
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Datenschutz und weitere Gehen
Ich bin schon sehr gespannt auf diese Ausstellung und freue mich darauf, wenn die Termine in Gießen feststehen. Vielleicht ergibt sich ja auch an der TH Mittelhessen irgendwann wieder eine Neuauflage zu der in 2017 zuletzt stattgefundenen Veranstaltungsreihe "THM Datenschutztag" (Rückblick).Nicht nur im Hochschulumfeld sollte die Bedeutung von Datenschutz zugenommen haben und auch im privaten Bereich ist hier ein stärkeres Bewusstsein vorhanden. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass in den Videoblogs und Podcast Empfehlungen sich einige auch mit Datenschutz, Jura und IT beschäftigen.
Auch wenn der Artikel von 2018 "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)" etwas älter ist, dürften die hier verlinkten Seiten auch noch aktuell und lesenswert sein um sich in das Thema einzulesen.
Meine IT-Ausstattung
Aktuell ist mein (mobiler) Arbeitsplatz mit folgenden Geräten ausgestattet. Ich bemühe mich diese Seite aktuell zu halten.
Amazon Seite von Andreas Unkelbach
* Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.
10:35 Uhr
Auswertung für Planbuchungen gesperrter CO Objekte (Kostenstelle oder Innnenauftrag) über interaktive Stammdatengruppen (Selektionsvarianten KS13 und KOK5) und Maskierungskennzeichen in SAP
Zur Erinnerung: Betriebswirtschaftliche Vorgänge bei CO-Objekt Innenauftrag und Kostenstelle

Je nach Status sind unterschiedliche betriebswirtschaftliche Vorgänge für das CO Objekt möglich. Dabei gibt es vier Status, die im SAP Standard vorhanden sind:
- ERÖFFNET
Auftrag ist angelegt, keine Istbuchungen - FREIGEGEBEN
Fast alle betriebswirschaftlichen Vorgänge möglich - TECHNISCH ABGSCHLOSSEN
Keine Planänderungen mehr möglich, aber Istbuchungen sind weiterhin möglich - ABGESCHLOSSEN
Keine kostenrelevante betriebswirtschaftliche Vorgänge möglich
Ebenso kann aber auch die Kostenstelle eingeschränkt werden. In der Stammdatenpflege KS02 für Kostenstellen pflegen ist es in der Registerkarte Steuerung mehrere Sperren zu setzen. Dieses sind im einzelnen:
- Primärkosten Ist
- Sekundärkosten Ist
- Erlöse Ist
- Primärkosten Plan
- Sekundärkosten Plan
- Erlöse Plan
- Obligofortschreibung
Selektionsvariante "gesperrte" Innenaufträge und Kostenstellen
Neben der Nutzung eines Statusselektionsschemata (siehe Artikel "Selektionsvariante KOK5 und Statusselektionsschemata zur Auswertung gesperrter Innenaufträge") um gesperrte (Systemstatus SPERR) Innenaufträge auszuwerten ist dieses mit interaktiven Stammdatengruppen für die oben erwähnten Systemstatus und Sperrkennzeichen etwas einfacher.Über die Transaktion KOK5 kann eine Selektionsvariante für Innenaufträge angelegt werden.
Hier kann die Auftragsphase im Abschnitt STATUS die entsprechende Phase (in unseren Fall Technisch abgeschlossen oder Abgeschlossen gewählt werden.
Status TABGL und AfA Buchung
Der Status TABGL (Technisch abgeschlossen) bei Innenaufträgen kann unter anderen dann hilfreich sein, wenn auf eigentlich abgeschlossenen Projekten noch Anlagen abgeschrieben werden sollen (AfA Lauf). Dies kann dann sinnvoll sein, wenn nicht die AfA gegen Planwerte oder Budget läuft, sondern die gesamten Anschaffungs- und Herstellkosten (AHK) zum Zeitpunkt der Investitionen (Zahlungssicht) was im Bereich der öffentlichen Verwaltung doch vorkommt.Plankosten und Istkosten Sperre für Kostenstellen
Sollten für die Kostenstellen die Plankosten bei gesperrten Kostenstellen zugelassen werden (also die Sperre für Primärkosten Plan und Sekundärkosten Plan aufgehoben werden) können diese Objekte über eine Selektionsvariante mit der Transaktion KS13 ausgewertet werden. In Abschnitt Kennzeichen kann für Primärkosten Ist mit X = Ja die Kostenstellen selektiert werden, die eigentlich gesperrt sein sollen und nur kurzfristig für die Planung noch einmal geöffnet werden.Das Spannende an den Selektionsvarianten ist, dass sie statt einer Kostenstellen- oder Innenauftragsgruppe über F4 (Gruppenauswahl) und die Markierung "Mit Selektionsvarianten" ausgewählt werden können.
Auswertung Kostenstellen und Innenaufträge mit Report Painter
Neben den beiden Berichten "Kostenstellen: Ist/Plan/Abweichung" (Transaktion S_ALR_87013611) oder "Auftrag: Ist/Plan/Abweichung" (Transaktion S_ALR_87012993) ist es auch möglich einen Report Painter Bericht anzulegen und hier für die Monate in denen die Kostenstellen und/oder Innenaufträge kurzfristig Plan oder auch Ist Buchungen zulassen eine Auswertung anzulegen.Im Artikel "Report Painter Bericht für Obligo auf CO-Objekten mit interaktive Stammdatengruppen" und "Grundlagen: Set-Variablen im Report Painter / Report Writer am Beispiel Kostenstellengruppe und Innenauftragsgruppe" habe ich einige dieser Berichtsansätze beschrieben.
In den Zeilen können die selektierten Einzelwerte der Kostenstellen und Innenaufträge ausgegeben werden und in der Spalte jeweils Ist, Plan und Obligo je nachdem welche Vorgänge hier erlaubt worden sind. Ferner kann auch eine Selektion per Periode sinnvoll sein, um aktuelle Buchungen zu identifizieren.
Kurztext mit # als gesperrt - Maskierungskennzeichen #, + und *
Eine weitere Anpassung kann es auch sein im Kurztext der CO Objekte ein # an erster Stelle zu führen, sodass durch dieses Zeichen gesperrte Objekte gekennzeichnet werden. Hier ist darauf zu achten, dass innerhalb SAP das Zeichen # als Fluchtkennzeichen angesehen wird.Das Fluchtzeichen oder Escapezeichen # wird bei Selektionen in SAP verwendet, um nach Sonderzeichen zu suchen. Um nun eine Suche über Kurztexte mit beginnenden # zu suchen, muss dafür ##* als Suchkriterium verwendet werden.
Bei der Suche können folgende Maskierungszeichen verwendet werden:
- * Asterisk für beliebige Zeichenketten
- + einzelnes Zeichen als Platzhalter
- # Fluchtzeichen / Escapezeichen
Massenstammdatenpflege von CO Objekten per LSMW, eCATT oder LTMC in SAP
Eine nachträgliche Pflege von gesperrten Objekten ist per LSMW, eCatt oder unter S/4HANA auch per LTMC möglich.
Im Buch »SAP S/4HANA Migration Cockpit - Datenmigration mit LTMC und LTMOM« bin ich ausführlich auf dies Thema eingegangen.
(14. April 2020) Paperback ISBN: 9783960120179
Für 29,95 € direkt bestellen
Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *
Oder bei Amazon *
Daneben habe ich im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" die Möglichkeiten mit LSMW oder eCATT unter SAP ERP beschrieben.
Im Hochschulumfeld kann ich daher das Buch sowohl für SAP ERP als auch S/4HANA empfehlen und glaube, dass die Massenstammdatenpflege auch unter ERP zur Stammdatenpflege im Controlling oder auch in anderen SAP Modulen hilfreich ist.
SAP S/4HANA Migration Cockpit - Datenmigration mit LTMC und LTMOM (📖)
Für 29,95 € direkt bestellen
Oder bei Amazon ** Oder bei Autorenwelt
17:11 Uhr
Monetäre und Nichtmonetäre Kennzahlen und Statistiken im Hochschulumfeld - Aktuelle Daten von Destatis für Hochschulcontrolling und Berichtswesen
Hochschulintern fallen jede Menge finanzwirtschaftliche (monetäre) und Leistungskennzahlen wie Studierende, Prüfungsdaten und andere nicht monetäre Kennzahlen an die auch in unterschiedlicher Form aufbereitet werden können.
Einige dieser internen Kennzahlen, die auch in anderen Branchen genutzt werden, sind auch im Artikel "Statistische Kennzahlen für Verrechnung in SAP - Umlage und Verteilung nicht nur im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" vorgestellt worden und können nicht nur in SAP, sondern auch anderen ERP Systemen oder auch Dashboards verwendet werden.
Für ein Berichtswesen sind eindeutige Definitionen von Kennzahlen ebenso wichtig, wie in einer Zielvereinbarung auch realistische Vergleichsdaten relevant sind. Entsprechend hilfreich kann es dabei sein danach zu schauen, was es schon an vorhandenen Definitionen und Kennzahlen in der jeweiligen Branche gibt.
Interne Hochschulstatistische Kennzahlen und Aufbereitung in Excel Dashboards
Vorhandene interne Daten können dann unter anderen in Excel aufbereitet werden.
Ein Überblick bietet der Artikel mit Verweis auf weitere Artikel rund um das Thema Berichtswesen (nicht nur im Hochschulumfeld) die etwas eingerückt in folgender Aufstellung dargestellt sind.
- "Datentrends für Drittmittelstatistik mit Sparklines ab Excel 2010 darstellen durch Liniendiagramme in Zellen"
- "Excel: bedingte Formatierung mit Pfeilen (Darstellung Tendenzen bei Veränderungen)"
- "Excel Pivottabelle Darstellung Grenzwerte Einnahmen auf Projekte je Person durch Zuordnung VZÄ auf verantwortlicher Kostenstelle"
- "Gestapelte Säulendiagramme in Excel mit Summenausweis"
- "Pivottabellen ab Excel 2010 dynamischer filtern mit Datenschnitten am Beispiel Hochschulfinanzstatistik"
Oft finden sich auf den Seiten der Statistikämter dann die Daten zusammengestellt über alle Hochschularten in umfangreichen Analysen, Diagrammen aber auch Tabellen wieder.
Unter meinen Webempfehlungen bin ich auch auf einige empfehlenswerte Seiten zum "Hochschulcontrolling" eingegangen. Neben vielen anderen Seiten wird hier auch die Struktur des Bundeshaushaltes auf bundeshaushalt.de ausführlich erläutert.
Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ebenfalls auf das Thema Aufbau eines Berichtswesen eingegangen.
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406
Für 19,95 € direkt bestellen
Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *
Oder bei Amazon *
Kennzahlen im Bereich Bildung, Forschung und Kultur - Hochschulen
Heute möchte ich aber auf eine Datenquelle für das Berichtswesen eingehen, die ich zuletzt 2009 im Artikel "Hochschulstatistische Kennzahlen" erwähnt habe und wo ein Update vielleicht auch für einige andere ebenfalls von Interesse sein kann.Für den Bereich öffentliche Verwaltung und besonderes Hochschulen stehen unterschiedliche Daten bereits online zur Verfügung, so dass hier für das eigene Berichtswesen auch auf diese Daten als Vergleichswerte zugegriffen werden kann.
Ein Beispiel ist hier die Seite des Statistischen Bundesamtes, dass ich als Screenshot neben meinem Maskottchen Gideon (siehe Videoreihe "Sagen Sie mal, Herr Unkelbach...") aufgenommen habe.

Bild: Screenshot von Destatis.de
Das Statistisches Bundesamt (DESTATIS) hat im Bereich Hochschulen unter Publikationen auch aktuelle Werte rund um "Finanzen der Hochschulen", "Personal an Hochschulen" aber auch Studierende- und Prüfungsdaten sowie aktuelle monetäre und nicht monetäre hochschulstatistische Kennzahlen veröffentlicht.
Eine Übersicht zu den einzelnen veröffentlichten Daten inklusive Informationen zu Methoden und Definitionen einzelner Statistiken findet sich auf der Übersichtsseite:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/_inhalt.html
Im Abschnitt Publikationen finden Sie einzelne statistische Auswertungen inklusive der Vorjahresdaten die in der jeweiligen Auswertung unter "Ältere Ausgaben finden Sie in der statistischen Bibliothek" für einzelne Jahre, teilweise bis 1976, als PDF und XLSX heruntergeladen werden können.
Die derzeit online befindlichen Daten stammen aus dem Geschäftsjahr 2019 und die Hochschulen liefern in 2021 auch die entsprechenden Hochschulfinanzstatistiken für das Jahr 2020 aus. Anhand des Publikationsdatum (23.03.2021) ist wohl davon auszugehen, dass Ende März 2021 auch die aktuellen Daten von 2020 online verfügbar sein werden.
Für das Hochschulcontrolling und ein Aufbau eines entsprechenden Hochschulberichtswesens (zum Beispiel für eine Benchmark) sind Daten wie
- Finanzen der Hochschulen - Fachserie 11 Reihe 4.5
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Bildungsfinanzen-Ausbildungsfoerderung/Publikationen/_publikationen-innen-finanzen-hochschulen.html
- Personal an Hochschulen - Fachserie 11 Reihe 4.4
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/Publikationen/_publikationen-innen-hochschulen-personal.html
WICHTIG - Abweichung Fächergruppe und Lehr- und Forschungsbereiche (LuF)
Bei der Verwendung der Daten rund um Personal an Hochschulen ist mir aufgefallen, dass in einigen Bereichen ein . eingetragen ist und die Summe der Einzelwerte der LuF nicht mit der Summe der Fächergruppe übereinstimmte (zum Beispiel Geisteswissesnchaften gemeinsam).
Am Anfang der Statistik ist allerdings ein Hinweis zur Zeichenerklärung vorhanden:Somit ist also eine Abweichung der Summe zu den Einzelwerten erklärbar und sollte entsprechend berücksichtigt werden, wenn entsprechende eigene Kennzahlen gebildet werden.
- - bedeutet nicht vorhadnen
- . bedeutet Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
Die an dieser Stelle zusammengestellten Daten können als Grunddaten für eigene Kennzahlen herangezogen werden und so je nach Lehr- und Forschungsbereich oder Fächergruppen mit vergleichbaren Bundeswerten je Hochschulart verglichen werden.
Vergleichbar zum Artikel "Leistungsmengen im Grundbudget je Fächergruppe (Cluster) im Vergleich oder bedingte Formatierung für Minimalwerte und Maximalwerte" ist es hier auch möglich aus diesen Daten eigene Kennzahlen abzuleiten (Abs / Wiss, Drittmittel / Prof, ...).
Hier zeigt sich auch wieder, dass beim Vorliegen entsprechender Daten auch eigene Berichtsanforderungen, Kennzahlen und spannende Berichte entstehen können.
Es kann sich also lohnen diesen Artikel, als Wiedervorlage für April 2022 zu legen.
Nachtrag: E-Learning Statistik vom statischem Bundesamt
DESTATIS bietet einen Onlinecampus mit Modulen rund um statistisch-methodischen Themen von Quellen bis zur Analyse von Daten und organisatorisch-rechtliche Themen an. Die Module können ohne Registrierung direkt aufgerufen werden 📊🥰.Die einzelnen Module sind unter https://www.destatis.de/DE/Service/Statistik-Campus/E-Learning/eLearning-statistik.html abrufbar.
Unkelbach.expert - Ihr Experte für Controlling und Berichtswesen mit SAP
Aktuelle Termine zum Online-Training (Herbstkurse 2026) finden Sie hier unter:
"Grundlagen Datenmigration in SAP S/4HANA mit Migrationscockpit und Migrationsobjektmodellierer"
"Rechercheberichte mit SAP Report Painter"



Permalink - Office