Andreas Unkelbach
Werbung


Freitag, 15. Juni 2018
18:02 Uhr

Negatives Budget in Public Sector Management Haushaltsmanagement buchen (klassische Budgetierung und BCS)

Im Rahmen der klassischen Budgetierung (die ich auch im Beitrag "SAP PSM-FM klassische Budgetierung mit unterschiedlichen Budgetversionen") näher vorgestellt habe ist es grundsätzlich erst einmal nicht möglich negative Budgets einzubuchen. Sowohl beim Einstellen von Originalbudget über die Transaktion FR50 als auch bei der Umbuchung von Budget über die Transaktion FR58 ist es nicht möglich negatives Budget zu erfassen oder Budget umzubuchen, dass nicht schon auf der Kombination aus Finanzposition und Fond/Finanzstelle vorhanden war.

Es erfolgt eine Warnmeldung (NA BQ207) die besagt, dass Budget (Jahresbudget Zahlungen) auf der Finanzstelle/-position  negativ ist.

Allerdings besteht die Möglichkeit für bestimmte Finanzpositionen tatsächlich auch ein negatives Budget zuzulassen.

Hierbei ist zu beachten, dass die erforderlichen Einstellungen lediglich für die klassische Budgetierung genutzt werden kann, während bei der Nutzung von BCS (Budgetverwaltungssystem siehe auch Artikel "PSM Haushaltsmanagement Budgetverwaltungssystem BCS oder klassische Budgetierung") keine Prüfung erfolgt.
 

Merkmal "Negatives Budget" in der Finanzposition

Grundsätzlich ist das Merkmal "Negatives Budget" in den Stammdaten der Finanzposition vorhanden. Es ist dabei eine Checkbox und kann direkt aktiviert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine Änderung dieses Feld nicht mehr erfolgen kann, wenn hier schon eine Buchung erfolgt ist.

Als Beispiel kann hier die Finanzposition ÜBERTRAG genommen weden. Diese wird als Einzelknoten (ohne übergeordnete FInanzposition) in der Standardvariante 000 angelegt.

Feldauswahlleiste für Finanzpositionen ändern

Sollte das Feld "Negatives Budget" nicht in den Stammdaten der Fianzposition zu finden sein, ist es erforderlich hier im Customizing in der Feldauswahlliste das Feld auf KANN-Eingabe zu setzen.

Dieses ist im Customizing (Transaktion SPRO) unter
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Feldauswahlleiste bearbeiten
  • Feldauswahlleiste bearbeiten
  • Feldauswahlleiste für Finanzpositionen bearbeiten
möglich. Hier kann für die Feldauswahlleiste (die einen Finanzkreis zugeordnet ist)  das Feld NEGBUD "negatives Budget" von Ausbelden auf Kann umgestellt werden. Nun ist es auch als Stammdatum in der Pflege der Finanzposition ( Transaktion FMCIA )  verfügbar.

Dabei ist zu beachten, dass eine mit den Kennzeichen "negatives Budget" versehene Finanzposition eine TOP-Finanzposition sein muss, was bedeutet, dass dieser keine übergeordnete Finanzposition zugeordnet sein darf. Beim Wechsel von der klassischen Budgetierung hin zu BCS (siehe auch Artikel "PSM Haushaltsmanagement Budgetverwaltungssystem BCS oder klassische Budgetierung") zeigt sich hier auch ein weiterer Vorteil von BCS (neben den nicht mehr vorhandenen Hierarchiebelegen) dadurch, dass keine Prüfung des Budget erfolgt und damit auch negatives Budget direkt gebucht werden kann.

Sobald Budget auf diese Finanzposition gebucht ist, kann hier das Kennzeichen nicht mehr geändert werden.
 

Fehlermeldung auf Warnmeldung umstellen

Damit tatsächlich auch negatives Budget gebucht werden kann kann die obere Systemmeldung NA BQ207 im Customizing von einer Fehlermeldung auf eine Warnmeldung oder komplett ausgeblendet werden.

Da es sich beim Buchen von negativen Budgetwerten meiner Meinung nach um eine bewuste Entscheidung handeln sollte, tendiere ich dazu, hier diese Meldung als Warnmeldung einzustellen. Sofern Sie aber per LSMW oder CATT (siehe mein Beitrag "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW") eine Unmenge an Budgetwerten automatisiert einbuchen wollen sollten Sie hier besser die Nachricht komplett unterdrücken.

Auch dieses ist im Customizing möglich. Dafür gehen Sie wieder in die Transaktion SPRO und wählen folgenden Pfad:
  • Public Sector Management
  • Klassische Budgetierung
  • Budgetierung
  • Nachrichtensteuerung ändern
Hier besteht die Möglichkeit für die MsgNr 207 für einen Benutzername (sofern das Feld leer bleibt gilt dies für alle) sowohl für DIALOG als auch für Batch Input ohne Dialog als Option  E für Fehlermeldung (rot Buchung nicht möglich), W (Warnung gelbe Meldung Buchung muss bestätigt werden) oder - für Nachricht ausschalten, so dass direkt gebucht wird.

Abgrenzung zum CO Budget

Im Hochschulbereich wird unter CO Budget oftmals nicht die Budgetierung im SAP Modul CO sondern die Planwerterfassung auf einzelnen Konten verstanden. Auf die Unterschiede bin ich im Kapitel 2.2.4 Plankostenarten sowie 3.2.2 Kostenstellen-Etatplanung und 3.3.1 Budgetierung von Innenaufträgen meines Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«  eingegangen.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon *
 
Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch.

* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.


Bei diesen Plankostenarten ist es tatsächlich auch möglich negative Werte als Planwerte zu erfassen. Vergleichbar ist dieses nun auch tatsächlich für FInanzpositionen möglich, sofern hier noch keine Budgetierung auf eben diese erfolgte.

Negatives Finanzposition im PSM-FM (Haushaltsmanegement) Berichtswesen

Da die "neue" Finanzposition auf oberster Ebene (nicht als Saldenfinanzposition) angelegt werden darf, müssen Sie bei der Berücksichtigung der Fiannzposition innerhalb einer Finanzpositionenhierarchie diese innerhalb einer alternativen Finanzpositionenhierarchie anlegen. Dieses kann problematisch sein, wenn Sie in einen Bericht bspw. lediglich die Fiannzposition AUFWAND und die darunter gehängten Budgetfinanzpositionen auswerten wollen. Im Berichtswesen von PSM-FM (zum Beispiel über Rechercheberichte) ist dabei zu beachten, dass der Recherchebericht in der Berichtsart Hierarchie der HHM-Kontierungselemente angelegt werden muss. Andernfalls können Sie keine alternative (Finanzpositionen)-Hierarchievariante eingeben.

Alternativ kann natürlich eine Spalte angelegt werden in der die Finanzposition ausgewertet wird über die auch negative Budgetwerte erfasst werden können.

Das Thema Rechercheberihcte im Modul PSM-FM ist (neben anderen) auch im Artikel "Grundlagen Rechercheberichte Ausgabeart grafische Berichtsausgabe oder klassische Recherche", "Saldenliste für Fonds im Haushaltsmanagement Saldo gegen Ertrag und Saldo gegen Budget" und natürlich auch "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" ein wichtiges Thema gewesen.

Im Artikel "Grundlagen: Was sind die Unterschiede zwischen Report Painter und Rechercheberichte?" bin ich auch noch einmal auf einen anderen Aspekt bzgl. eines Berichtstool eingegangen.

Sofern ein eigenentwickelter Kontoauszug (ABAP Bericht mit PSM-FM Auswertung und anderen umgesetzten Anforderungen) eingesetzt wird, stellt sich noch die Frage, ob eine Finanzposition, die nicht unterhalb der Finanzposition AUFWAND angelegt ist, in der Spalte Budget mit aufgeführt wird. Für einen Recherchebericht dürfte aber diese Änderung kein Problem sein und spätestens mit der Einführung von BCS sind solche Entwicklungen ebenfalls noch kritischer zu hinterfragen.

Für Keyuser im SAP Modul PSM-FM ist sicherlich auch die Buchempfehlung "Public Sector Management (PSM) Haushaltsmanagement (FM)" sehr hilfreich.

Zumindest hat es mir auch die letzten Tage einmal wieder beim Nachschlagen eines Sachverhaltes geholfen. Ein entsprechender Test eben dieser Funktion könnte ich mir tatsächlich gut vorstellen, jedoch sollte man hier etwaige Nebeneffekte und Auswirkungen auf das bestehende Berichtswesen gut überlegen.

Fazit

Grundsätzlich sollte sich durchaus Gedanken darum gemacht werden, welche Notwendigkeit beim Erfassen von negativen Budgetwerten hier gegeben ist. Statt der Erfassung eines negativen Budgetwertes könnte auch von den kommenden Budgetzuweisungen das Budget entsprechend gekürzt werden. Dennoch ist eine solche Vorgehensweise im SAP System vorgesehen und wird auch tatsächlich dadurch begründet, dass die ursprüngliche Budgetzuweisung weiterhin ersichtlich bleibt aber dennoch eine Budgetkürzung (zum Beispiel durch unerwartet zurückgehende Steuereinnahmen innerhalb einer Kommune eintreten.

Grundsätzlich kann eine solche Technik aber ebenso zu einer Veränderung im Berichtswesen führen, wie die Möglichkeit des Offset bei Geschäftsjahresvariablen, die ich im Artikel "Offset statt Jetset oder Jahresbudget jahresübergreifend auswerten mit lokaler Variable im Recherchebricht" ausführlicher vorgestellt habe.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Montag, 11. Juni 2018
20:02 Uhr

Grundlagen Finanzbuchhaltung: Belegart und Buchungsschlüssel als Vorschlagswerte für FI Transaktionen definieren

Ausgangslage:
Beim Erfassen eines Anlagenzugangs aus Kauf gegen Kreditor wird automatisch in der Transaktion eine Belegart vorgeschlagen (im Standard die Belegart KR für Kreditoren Rechnung) hier soll nun jedoch statt KR die Belegart KN ("Kreditoren netto") vorgegeben werden. (Nachtrag: Bei Kolleginnen einer anderen Hochschule wird hier die Belegart AN ("Anlagenbuchung netto")).

Belegart für Transaktion F-90 (Anlagenzugang durch Kauf mit Kreditor) vorschlagen

Die Erfassung des Anlagenzugang durch Kauf mit Kreditor ist im SAP Menü unter:
  • Rechnungswesen
  • Finanzwesen
  • Anlagen
  • Buchung
  • Zugang
  • Kauf
über die Transaktion F-90 "Gegen Kreditor" erfolgen.

Benutzervorgaben halten

Im ersten Moment lag der Gedanke nahe, dass hier der Vorschlagswert (vorher stand hier KN) über das Menü in der Transaktion mittels SYSTEM>BENUTZERVORGABEN>HALTEN eingetragen war.

Dieses hat sich jedoch als nicht die Ursache für den Wertvorschlag erwiesen.

Belegarten für SAP Enjoy Transaktionen definieren

Innerhalb des Artikels "Belegart bei Buchungstransaktionen (FB50, FB60) vorbelegen" wurde hier auf die Einstellungen im Customizing über die Transaktion SPRO hingewiesen.

Hier können in der Sachkontenbuchung Enjoy Belegarten für Enjoy-Transaktionen definiert werden. Dabei können für Buchungskreis, Kontart und Vorgang (zum Beispiel Kreditoren und Rechnung) Belegarten wie KR hinterlegt werden.

Allerdings hilft dieses nicht weiter, da hier tatsächlich der Schlüssel die Kontoart  und Vorgang nicht jedoch für einzelne Transaktionen ein Voerschlagswert hinterlegt werden.

Transaktion OBU1 "Voreinstellungen Belegart/Buch.Schl."

Schon in den Kommentaren zum oben verlinkten Kapitel wurde jedoch schon auf die Transaktion OBU1 hingewiesen. Durch diese Transaktion ist es möglich  Vorschlagswerte für Belegarten in gewissen Transaktionen anzupassen.

Nach Start der Transaktion wird darauf hingewiesen, dass das Objekt nur in SAP Paket angelegt werden kann (dieses mag auch ein Grund sein, warum es hier Überschreibungen beim Einspielen von Supportpackages gegeben hatte).

Über die Schaltfläche Weiter oder die Taste ENTER  (statt Weiter für alle mit der Taste F5) gelangt man auf die Information "Achtung, die Tabelle ist mandantenunabhängig".

Im Anschluss erhält man eine Lsite der "Vorschlagswerte: Belegart und Buchungsschlüssel" in der einzelnen Transaktionscodes mit den Vorschlagswerten wie belegart und Buchungsschlüssel hinterlegt sind. Beim Doppelklick auf die Transaktion F-90 "Anlagenzugang d. Kauf m. Kreditor"  können nun für die Transaktion die Vorschlagswerte geändert werden. Man bekommt, je nach Transaktion sowohl die Voreinstellung für Belegart und Buchungsschlüssel angezeigt und es kann nun statt KR wieder KN eingetragen werden.

An welcher Stelle genau diese Transaktion innerhalb des Customizing hinterlegt ist habe ich noch nicht herausgefunen, aber bei nächster Gelegenheit wollte ich mich ohnehin einmal intensiver mit Customizing in der SAP Finanzbuchhaltung auseinander setzen. Immerhin das Thema "SAP Customiziing im Controlling" bin ich in letzter Zeit häufiger wieder eingegangen, Von Martin Munzel und Renata Munzel gibt es ja auch ein Buch "SAP-Finanzwesen – Customizing" * das ich mir ebenfalls einmal intensiver anschauen sollte :-).

* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.


Mal sehen, was genau dabei heraus kommt.

Weitere Transaktionen mit Vorschlagswerten für Belegart und Buchungsschlüssel versehen

Zu beachten bei der Einstellung über die Transaktion OBU1 ist auf jeden Fall, dass diese Einstellungen mandantenunabhängig sind und nur für die in der Liste vorhandenen Transaktionen ein Vorschlagswert hinterlegt werden kann.

Beim Blick in der Liste scheinen hier folgende Transaktionen pflegbar zu sein:
  • F-01 bis F-59
  • F-63 bis F-67 s
  • owie F-90 bis F-92 mit
Dafür sind hier jedoch von der Transaktionen wie F-02 Sachkontenbuchung erfassen, F-06 Zahlungseingang oder F-07 Zahlungsausgang buchen bis hin zur F-43 Kreditorenrechnung erfasseb ider eben auch der F-90 Anlagenzugang durch Kauf mit Kreditor oder F-92 Anlagenabgang durch Verkauf mit Kreditor dort vorhanden, so dass doch einige Transaktionen hier vorbelegt werden können.

Wie erwähnt wird hier im SAP Objekt gearbeitet, so dass hier tatsächlich ein abweichendes Customizing gepflegt wird und dieses ggf. tatsächlich durch das Einspielen von Supportpackages überschrieben worden ist. Dieses hatte vermutlich bei uns zu einer Änderung geführt.

Weiterhin ist, gerade bei mehrere Mandanten innerhalb eines SAP Systems, darauf zu achten, dass es sich um einen Workbench- und nicht Customizing-Transportauftrag handelt. Wie schon oben erwähnt, und durch die vorgeschaltete Meldung bei der Transaktion angegeben, ist diese Einstellung mandantenunabhängig. Dieses bedeutet, dass die Einstellung einmal getroffen für alle Mandanten gültig ist.

Da diese Einstellung auch nicht auf Buchungskreis eingeschränkt ist gilt diese dann für alle am System angemeldeten Einrichtungen.

 

Weitere Customizing Einstellungen in der Finanzbuchhaltung

Auch wenn ich mehr im SAP Modul Controlling unterwegs bin (siehe auch meine Veröffentlichungen  »Schnelleinstieg ins SAP® Controlling (CO)« von Martin Munzel und mir als auch mein Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«) sind im Laufe der Zeit auch noch weitere Artikel rund um das Customizing in der Finanzbuchhaltung zusammen gekommen.

Da manche dort behandelten Themen auch aktuell wieder interessant werden mag ich auf diese gerne verweisen: Gerade im Thema Customizing sollte sich immer einmal wieder mit Grundlagen beschäftigt werden, da hier oftmals auch Möglichkeiten wieder in Erinnerung rücken, für den Fall, dass man selbst im Customizing nicht beteiligt war kann hier ein Blick ins Customizing auch sehr lehrreich sein.

Ich freue mich übrigens immer wieder, wenn Kolleginnen und Kollegen dieses Blog für eine Problemlösung nutzen und dabei sogar für Themen in der Finanzbuchhaltung hier nachschlagen. Sollte jemand im Customizing der Transaktion SPRO den Pfad zur Transaktion OBU1 finden, würde ich mich über eine Rückmeldung sehr freuen.

Neben der Blogsuche (Artikelsuche )kann auch die Websuche auf dieser Seite (siehe "Persönliche Websuche von andreas-unkelbach.de über ausgewählte Internetseiten zu SAP, Excel, Office, Hochschulcontrolling und Hochschulverwaltung" nützlich sein um bei bestimmten Problemen auf den üblichen verdächtigen Seiten (von Blogs, Onlinehilfen oder auch Onlineforen) nach Lösungsansätzen oder Onlinehilfen zu suchen.

Daneben bietet sich aber auch die unter SAP Know How vorgestellten Möglichkeiten zur Onlinesuche im SAP Umfeld an.

Eine weitere Option ist natürlich der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen mit denen auch ein modulübergreifender Austausch und gegenseitiger Hilfe immer einmal wieder möglich, nützlich aber auch für das Überleben in SAP Projekten jedglicher Art notwendig ist. Vergleichbar hilfreich sind hier natürlich auch Veranstaltungen wie die im Artikel "FICO-FORUM-INFOTAGE 2018 Anmeldung möglich @EspressoTutorials" vorgestellten FICO Forum Infotagen.

In diesen Artikel sind auch die Rückblicke auf vorherige Infotage zu finden, ebenso wie auch die Ankündigung der Tage in 2018.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 10. Juni 2018
15:32 Uhr

Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW

Schon im Artikel "SAP BC: Transaport von eCATT Objekten wie Testskript, Testdaten, Testkonfiguration und Systemdatencontainer beim Umzug eines SAP ERP System" hatte ich mich mit den Möglichkeiten des erweiterten computergestützten Testtool (eCATT - extended Computer Aided Test Tool) beschäftigt.

In der Transaktion SECATT kann über drei Schritte eine Transaktion als Testskript aufgezeichnet werden, diese mit Testdaten versorgt werden zbd an Ebde das Testskript ausgeführt werden.

Damit eignet sich diese Transaktion zum Beispiel auch für das Einspielen von Massenänderungen und ist ein Vorläufer von LSMW oder anderen Tools zur Masseneinspielung.

Wenn Sie die Transaktion starten haben sie direkt vier relevante Punkte zur Auswahl auf die ich im Folgenden kurz eingehen mag.
  • Unter TESTSKRIPT wird die eigentliche Aufzeichnung ihres Testfalls angelegt. Das Testskript weist dabei auf, welche Daten Sie später im System anlegen oder ändern wollen.
  • Unter TESTDATEN  wird eine Datei erzeugt, die sie später als Grundlage für ihren Upload verwenden können.
  • Unter TESTKONFIGURATION werden dann Testskript und Testdaten zusammengeführt und der eigentliche Test ausgeführt
  • Der SYSTEMDATENCONTAINER ermöglicht es, dass der eCATT auch auf anderen Systemen die entsprechend verbunden sind, ausgeführt werden kann.
Im einfachsten Fall können Sie eine Transaktion automatisch in drei Schritten aufzeichnen, mit Testdaten versehen und abspielen.

1. Testskript aufzeichnen

Zum Aufzeichnen einer Transaktion als Testskript wählen Sie den Punkt Testskript und geben diesen einen passenden Namen um dann über die Schaltfläche neu dieses Skript aufzeichnen zu können.

Nachdem Sie als Attribute Titel und Anwendungskomponente eingetragen haben können Sie über die Schaltfläche Muster ein Muster für ihr Testskript einfügen.

Um eine Transaktion aufzuzeichnen wähen Sie hier als Gruppe UI-Ansteuerung und als Kommando TCD(Record).

Danach ist es möglich direkt einen Transaktionscode einzutragen. Nachdem Sie dieses zwei Mal bestätigt haben startet diese Transaktion in einen neuen Modus und sie können ihren ersten Datensatz (zum Beispiel Anlegen einer Kostenstelle (Transaktion KS01) oder Profitcenter (Transaktion KE51) aufzeichnen. Füllen Sie dabei alle von Ihnen später ebenfalls zu pflegende Daten und nachdem Sie die Stammdaten gesichert haben übernehmen Sie diese Daten direkt.

Sie gelangen danach in den Editor des Testskript und klicken doppelt auf den Namen der angelegten Schnittstelle. In der Kommandoschnittstelle erhalten Sie eine Übersicht aller von Ihnen gepflegten Dynpros. Während Sie auf der linken Seite alle einzelne Dynpros (Screens/Fenster) der Transaktion sehen können Sie auf der rechten Seite die gepflegten Variablen sehen. Hier können Sie den aufgezeichneten Wert unter VALIN durch den in Hochkommate maskierten Wert durch einen Namen überschreiben und diesen als IMPORT Parameter anlegen.

Sofern das Skript lokal im System ausgeführt werden soll, wo Sie es angelegt haben bietet sich das Speichern als Lokales Objekt an  andernfalls wäre der angelegte Testfall an das Transportsystem angebunden.

2. Testdaten anlegen

Der nächste Punkt ist, dass Sie nun Testdaten zu ihren Testskript anlegen müssen. Dieses ist ebenfalls in der Transaktion SECATT möglich indem Sie hier den Punkt Testdaten markieren und einen entsprechenden Testdatencontainer anlegen. Im ersten Schritt vergeben Sie hier ebenfalls Titel und Anwendungskomponente und können dann über BEARBEITEN->PARAMETER IMPORTIEREN die Parameter aus ihren Testskript in den Testdatencontainer übernehmen.

Nachdem Sie dieses erledigt haben können Sie über die Schaltfläche Variante herunterladen (STRG + UMSCH + F11) eine Vorlage für die Einspieldatei als CSV Datei herunterladen. Alternativ ist dieses auch im Menü über BEARBEITEN->VARIANTEN->HERUNTERLADEN möglich.

Diese Vorlage kann dann später von Ihnen gepflegt werden. Beachten Sie, dass Sie die CSV später als "Text durch TAB getrennt" in Excel speichern und ab Zeile 4 ihre Datensätze durchgehend nummerieren. Als Beispiel habe ich eine solche Datei für die Transaktion KE51 Profitcenter anlegen auszugsweise in folgender Abbildung dargestellt.

SECATT Datei Text als TAB getrennt

Die Erstellung dieser Einspieldatei war

3. Testskript ausführen

Nachdem Sie sowohl Testskript als auch Testdatencontainer angelegt haben können Sie ihren Testfall über den Punkt Testkonfiguration in der Transaktion SECATT ausführen.

Dazu legen Sie wiederum Titel und Anwendungskomponente in den Allgemeinen Daten an und wechseln darauf auf die Registerkarte Varianten.

Über den Punkt EXTERNE VARIANTEN können Sie hier ihre heruntergeladene und gepflegte Testdatenliste (Variante) auswählen.

Danach wechseln Sie auf das Register KONFIGURATION und tragen hier das passende Testskript zu ihrer Variante ein.

Danach können Sie den Test direkt über F8 (Ausführen) starten.

Hierbei gibt es dann verschiedene Abspieloptionen, die je nach Bedarf und Anzahl der Datensätze genutzt werden können.

Neben anderen Optionen (zum Beispiel zur Vorgehensweise bei Fehlern) können Sie im Register UI Ansteuerung auch die Abspielweise des CATT (Startmodus für Kommando TCD) auswählen. Normalerweise ist hier „N Dunkel abspielen, synchron lokal“ ausgewählt, so dass Sie hier nur angezeigt bekommen, dass Daten eingespielt werden (Fortschrittanzeige) aber nicht wie die Felder gefüllt werden.Durch die Option „A Hell abspielen synchron lokal“ bekommen Sie aber auch die einzelnen Felder und die aufgezeichnete Aufzeichnung angezeigt und müssen jeden Punkt einzeln über die Taste Enter bestätigen. Daher hat es sich, sofern der CATT ohne Probleme durchläuft und aus Versehen diese Option gewählt wurde, der Begriff Locher-CATT eingebürgert, da hier einfach ein Locher auf die Entertaste gestellt wurde und ein Kaffee geholt wurde.

Im weiteren Verlauf werden dann die Daten aus der Textdatei eingelesen und das Testskript ausgeführt und die jeweiligen Parameter mit den Werten aus der Variantendatei übergeben und je nach Abspielmodus die Daten sichtbar oder im Hintergrund abgespielt.

Beachten Sie dabei, dass die externe Variante (CSV Datei) dabei nicht geöffnet sein darf.

Problemlösungen mit eCATT

Wenn Sie eine Zeit lang mit diesen Tool gearbeitet haben kann es passieren, dass Sie vor etwaigen Problemen stehen. Auf einige davon bin ich schon in anderen Artikel eingegangen.

eCATT transportieren

Sofern Sie bei der Anlage ihres Testskripts dieses lokal gespeichert haben kann auch das Herunterladen als XML Datei ihres Testskript, Testdatencontainer und Testkonfiguarion statt als Transportauftrag zu transportieren nützlich sein.

Die dafür notwendigen Schritte habe ich im Artikel "SAP BC: Transaport von eCATT Objekten wie Testskript, Testdaten, Testkonfiguration und Systemdatencontainer beim Umzug eines SAP ERP System" näher vorgestellt.
 

Fehlersuche beim Abspielen eines SECATT

Häufiger Fehler ist, dass als Variante statt einer CSV Datei (Text mit Tabstop getrennt) eine Excel-Arbeitsmappe eingespielt werden soll. Diese kann dieses Tool leider nicht einlesen. Ferner kann ein weiterer Punkt sein, dass sich die Oberfläche der aufgezeichneten Transaktion ändert (bspw. indem ein anderes Planerprofil im Benutzerstamm gespeichert ist oder sich tatsächlich in der aufgezeichneten Transaktion etwwas geändert hat.

Ein solcher Fehler kann zum Beispiel im Artikel "Einbuchung statischer Kennzahlen per CATT / Deaktivieren Excelintegration" eingesehen werden.

Ferner sollte darauf geachtet werden, dass keine Vorschlagswerte eingetragen werden bzw. alle pflegbaren Felder tatsächlich als Parameter gepflegt sind. Andernfalls kann es passieren, dass hier einfach der Vorschlagswert übernommen wird und bei der nächsten Stammdatenänderung dann alle Stammdaten mit eben diesen überschrieben werden.
 

Weitere Möglichkeiten der Massenpflege von Stammdaten und Datenmigration

Weitere Möglichkeiten zur Massenpflege sind auch durch den Transaktionsrecorder (Transaktion SHDB) oder in den Teilkomponenten von SAP auch durch die Massenpflege von Stammdaten gegeben, die aber eher für Veränderung bestehender Stammdaten geeignet ist.

Sofern nur einzelne Stammdaten geändert werden sollen gibt es auch Möglichkeiten der Massenänderung von Stammdaten durch den Punkt innerhalb der SAP Modul - Komponenten (wie zum Beispiel in der Kostenstellenrechnung die Transaktion KS12N oder für Profit-Center die Transaktion KE55). Dahinter stecken jedoch auch nur eine Parametertransaktion (siehe "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion") in der direkt das Objekt BUS0012 bzw. BUS0015  an eine Transaktion MASS übergeben wird. Entsprechend universeller im Einsatz ist hier die Transaktion MASS die auf thinkdoforward im Artikel "SAP MASS – so einfach könntest du das Projekt retten." vorgestellt wird.

Gerade bei der Massenpflege von Stammdaten ist aber auch eine LSMW (Legacy System Migration Workbench) neben eCATT sehr hilfreich auch wenn das Einarbeiten in die LSMW ebenfalls etwas Zeit beansprucht.

LSMW - Dokumentation

Dank FICO-Forum.de gibt es eine schöne Dokumentation der LSMW in Form eines Videos unter "LSMW: Kostenstellenstammsätze auf Basis von Excel anlegen". Ebenso ist aber auch das Buch "SAP Legacy System Migration Workbench (LSMW)" * von Antje Kunz

* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.


Auch thinkdoforward.com hat im Artikel "SAP-LSMW: Nichts neues für exzellente Berater – die coolste Klickanleitung." noch eine Anleitung inklusive Screenshots nachgereicht :).

Abweichend vom oberen Beispiel hier können Sie jedoch beim Punkt Quellfelder ändern statt diese einzeln aus den Überschriften der Excel-Datei zu übernehmen über die Schaltfläche Kopieren den Punkt „Aus Datenfile (Feldname in 1. Zeile) wählen und die Anzahl der Felder (Spalten der Quelldatei) sowie Maximal Satzlänge eines einzelnen Eintrags (Zelle) wählen. Bei der Quelldatei ist darauf zu achten, dass die Spaltenüberschriften nicht doppelt vorhanden sind und auch keine Leerzeichen in sich haben.

Massenbuchung mit LSMW und CATT

Grundsätzlich sind beide Tools als Migrationstool konzipiert und zumindest LSMW wird mit S/4 HANA durch LTMC als Nachfolge der LSMW abgelöst. Dennoch sind durch die Möglichkeiten der Aufzeichnung auch Buchungen von Bewegungsdaten mit beiden Tools möglich.

Prinzipiel lassen sich in der LSMW auch Prüfungen und ABAP Coding zur Bearbeitung der Mappen einbinden, während CATT tatsächlich die Daten direkt einspielt, wie diese geliefert werden.

Egal welches Tool in Einsatz ist, sollte man sich auch Gedanken darum machen, dass alle Felder die in naher Zukunft gepflegt werden müssen vorhanden sind und wie die Daten eingespielt werden.
 

Fazit

Neben der Stammdatenpflege eignen sich sowohl sECATT als auch das Tool LSMW auch zum Einspielen von Massendaten wie einzelne Buchungen, Planwerterfassungen, statistische Kennzahlen oder auch Leistungsmengen im Rahmen der internen Leisungsverechnung.

Die Nachteile beider Tools sind jedoch auch, dass die Änderungen direkt umgesetzt werden und die Fehlersuche gerade bei den Protokollen eines CATT relativ schwierig ist und für eine Anpassung des Migrationstools in bestimmten Fällen die komplette Transaktion  erneut vollständig aufgezeichnet werden muss.

Während LSMW auch mit dynamischen Dynpros zurecht kommt hat der eCATT teilweise auch Probleme, wenn für bestimmte Stammdaten Merkmale aus der Klassifizierung gepflegt werden sollen. Gerade wenn dort neue Merkmale hinzkommen ist dann tatsächlich die LSMW das Tool der Wahl.

Das Thema Klassifizierung ist unter anderen im Artikel "SAP Query - Auswertung Merkmale der Klassifizierung am Beispiel Fonds in PSM-FM" beschrieben, aber sie finden dazu auch eine Anleitung im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 27. Mai 2018
15:03 Uhr

SAP BC: Transaport von eCATT Objekten wie Testskript, Testdaten, Testkonfiguration und Systemdatencontainer beim Umzug eines SAP ERP System

Durch ein größeres Projekt beschäftige ich mich derzeit einmal wieder ausführlicher mit Migrationstools in SAP Systemen. Dabei haben wir bisher neben der Legacy System Migration Workbench (LSMW) auch das erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) über die Transaktion SECATT verwendet.

Dieses Tool bietet die Möglichkeit in mehreren Schritten Transaktionen aufzuzeichnen und diese über eine Variante als Textdatei ins SAP System einzuspielen. Dabei wird eine Aufzeichnung als Testskript angelegt, die Terstdaten als Parameter zu den einzelnen Feldern zugeordnet und über eine Testkonfiguration diese Daten dann entweder lokal oder über einen Systemdatencontainer auf ein Ziel-SAP System abgespielt.

Exkurs Elemente SECATT:

  • Unter TESTSKRIPT wird die eigentliche Aufzeichnung ihres Testfalls angelegt. Das Testskript weist dabei auf, welche Daten Sie später im System anlegen oder ändern wollen.
  • Unter TESTDATEN  wird eine Datei erzeugt, die sie später als Grundlage für ihren Upload verwenden können.
  • Unter TESTKONFIGURATION werden dann Testskript und Testdaten zusammengeführt und der eigentliche Test ausgeführt
  • Der SYSTEMDATENCONTAINER ermöglicht es, dass der eCATT auch auf anderen Systemen die entsprechend verbunden sind, ausgeführt werden kann.

Gerade letzterer Punkt (Systemdatencontainer) ist oftmals ein Grund solche eCATT auf einen Entwicklungssystem zu entwickeln und diese dann im Test/Qualitätssicherung oder später auch Produktivsystem abzuspielen.

Transport von eCATT Objekten in andere Systeme

Durch Veränderungen am Entwicklungssystem stellt sich nun die Frage, wie aus einen bisherigen System die Testfälle transportiert werden können, damit diese auch weiterhin genutzt werden können.

Hier besteht in der Transaktion SECATT über das Menü
  • ECATT Objekt
  • Weitere Funktionen
entweder die Testobjekte herunterzuladen (jeweils für Testkonfiguration, Testskript, Testdaten und ggf. Systemdaten) einzeln und diese später an gleicher Stelle in einen anderen System über Hochladen wieder einzuspielen oder alternativ einen Transportauftrag für diese Objekte zu schreiben.

Das Herunterladen und Hochladen erfolgt über eine XML Datei, so dass hier tatsächlich schnell SECATT auf ein anderes System übertragen werden können.

Lokale Objekte oder Paket

eCATT können entweder als lokale Objekte angelegt werden (dann sind diese im Paket §TEMP zugeordnet) oder aber als zusammengehörende Objekte der ABAP Workbench zu einem Paket zusammengefaßt werden. In diesen Fall sind sie aber auch dem Transportsystem zugeordnet. Damit werden diese vom Entwicklungssystem über einen Transportauftrag ins Qualitätssicherungssystem und ggf. Produktivsystem übertragen.

Sofern solche eCATT herunter- und wieder hochgeladen werden muss entsprechend ebenfalls ein neuer Transportauftrag als Workbenchauftrag angelegt werden.

Allerdings kann dieser auch im Entwicklungssystem als erledigt gesetzt werden. Eine Änderung beim hochladen des Objektes ist leider nicht möglich.

 

Massenpflege von Stammdaten und Datenmigration

Gerade bei der Massenpflege von Stammdaten sind sowohl LSMW als auch eCATT sehr hilfreich auch wenn das Einarbeiten in beide Tools etwas Zeit beansprucht.

LSMW - Dokumentation

Dank FICO-Forum.de gibt es eine schöne Dokumentation der LSMW in Form eines Videos unter "LSMW: Kostenstellenstammsätze auf Basis von Excel anlegen". Ebenso ist aber auch das Buch "SAP Legacy System Migration Workbench (LSMW)" * von Antje Kunz

* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.

 



Sofern nur einzelne Stammdaten geändert werden sollen gibt es auch Möglichkeiten der Massenänderung von Stammdaten durch den Punkt innerhalb der SAP Modul - Komponenten (wie zum Beispiel in der Kostenstellenrechnung die Transaktion KS12N oder für Profit-Center die Transaktion KE55). Dahinter stecken jedoch auch nur eine Parametertransaktion (siehe "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion") in der direkt das Objekt BUS0012 bzw. BUS0015  an eine Transaktion MASS übergeben wird. Entsprechend universeller im Einsatz ist hier die Transaktion MASS die auf thinkdoforward im Artikel "SAP MASS – so einfach könntest du das Projekt retten." vorgestellt wird.

Das Thema CATT oder eCATT war für mich damals mit die erste praktische Erfahrung der Massenpflege im SAP System (im Rahmen eines berufspraktischen Semester). Die Aufzeichnungen des Berichtes und die entsprechenden Dokumentationen sind noch immer vorhanden und ich hoffe, dass in absehbare Zeit auch das Thema Dokumentation und Beschreibung eines solchen Migrationstool hier ebenfalls in schriftlicher Form zu finden ist.

Soweit ich das sehe ist das letzte Mal das Thema beim Artikel "Einbuchung statischer Kennzahlen per CATT / Deaktivieren Excelintegration" aktuell gewesen, so dass ich hier bei Gelegenheit sicher noch aktuellere Artikel schreiben werde.

Handbuch zu eCATT

Nun ist ein kurzes Handbuch zur Nutzung von eCATT und LSMW im Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW" nachgeholt worden.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 19. Mai 2018
13:36 Uhr

Report Painter Bericht für Obligo auf CO-Objekten mit interaktive Stammdatengruppen

Ausgangslage:
Im Rahmen einer Vereinfachung des Berichtswesen unterscheiden wir zwischen CO Objekten die nur budgetrelevante Kosten und solche die alle Kosten auswerten. Hierzu wurden einige Set Variablen für die Auswertung der budgetrelevnaten und nicht alle Objekte über eigene Gruppen zu Profit-Centern angelegt.

Die Vorgehensweise ist dabei im Artikel "Grundlagen: Set-Variablen im Report Painter / Report Writer am Beispiel Kostenstellengruppe und Innenauftragsgruppe" beschrieben. Jedoch wurden hier statt Kostenstellen- oder Innenauftragsgruppen Setvariablen für Profit-Center angelegt. Als Vorlage ist hier die SetVariable 8A-PCGR verwendet worden (Tabelle GLPCOP, Feldname PRCTR)  wobei hier sowohl als Setvariable ZPCB "Budgetr-Konten L-Profit-Center" als auch ZPCA "Allle Konten L-Profit-Center" angelegt worden sind.

Fehlendes Obligo beim Bericht über Profit-Center (Ausgabe nach CO Objekt Kostenstelle / Innenauftrag

Bei beiden wurden als Eingabefelder auf Selektionsbild sowohl Set- und Werteingabe zugelassen. Im Ergebnis können im Reprort Painter Bericht dann aus der Profit-Center-Rechnung zu diesen Profit-Centern die zugeordneten CO-Objekte wie Kostenstelle und Innenauftrag ausgewertet werden. Der entsprechende Bericht ist im Artikel "Erweiterung Bibliothek 8A2 Ausweis Kostenstelle und Innenauftrag bei Selektion Profit-Center in ReportWriter" vorgestellt worden und um die Auswertung von Investitionen sowie Wertpapiere wie im Artikel "Auswertung Anlagenzugänge als Investitionen im Report Painter mit Ausweis CO Objekte Innenauftrag und Kostenstelle" beschrieben umgesetzt.

Problematisch ist nun aber, dass in der Auswertung von Profit-Center-Belegen keine Obligos ausgewiesen sind. Hier muss die Auswertung dann tatsächlich im CO-OM (Gemeinkostencontrolling) auf Ebene der Kostenstellen und Innenaufträge erfolgen.

Der Artikel "Obligo Verwaltung im SAP Modul CO - Customizing, Standardberichtswesen, Report Writer/Painter und SAP Query" stellt dabei die Behandlung von Obligo im Modul CO ausführlich dar.

Für eine Auswertung der Obligos habe ich in der Biblitothek 6o1 "Innenaufträge" folgenden Bericht angelegt.

Report Painter Bericht ZOBLIGO zur Auswertung von Obligo-Belegen auf CO Objekten

Die einzelnen Elemente haben dabei folgende Eigenschaften:

Allgemeine Selektionskriterien:
Merkmal KostRechKreis (Variable) 6-KOKRS
Merkmal Version 0

Schlüsselspalte
Basiskennzahl Kosten

Kostenart (Gruppe, Set) 1KSTAR
(Alternativ kann auch eine Gruppe der relevanten Kostenarten fix vergeben werden)
Periode 1 bis Variable 1PERIB
Geschäftsjahr (Variable) 1GJAHLH (laufendes Geschäftsjahr)
Werttyp
1 bis 24
2A
2B

1. Zeile Kostenstelle
Merkmal Kostenstelle (Gruppe) BUCH
Dieses ist die oberste Hierarchie der Kostenstellenstandardhierarchie damit alle Kostenstellen ausgewertet werden.

2. Zeile Innenauftrag
Merkmal Auftrag (Set, Variable) 6-AUFGR

Beide Zeilen erhalten über die Schaltfläche Expandieren (UMSCH+F9) die Option EINZELWERT, so dass am Ende nur die Nummer des CO Objekt ausgegeben wird.

Dazu wurde im Berichtslayout FORMATIERUNG->BERICHTSLAYOUT in Register Schlüsselspalte als Inhalt SCHLÜSSEL gewählt.

Beim Aufruf des Berichtes können nun Kostenrechnungskreis, Geschäftsjahr und Bis Periode sowie die Auftragsgruppe angegeben werden.

Interaktive Stammdatengruppe durch Selektionsvariante

Für unseren Finanzbericht sollen die Landesmittel ausgewertet werden. Diese werden über alle Kostenstellen, sowie alle Innenaufträge mit L-Profit-Center abgebildet. Hier könnte nun natürlich immer eine Auftragsgruppe gepflegt werden, aber dieses ist recht aufwändig, so dass hier eine schönere Variante in SAP vorhanden ist.

Beim Feld Auftragsgruppe kann über die Wertauswahlhilfe (F4 Taste) durch Markierung von "Mit Selektionsvarianten" auf angelegte Selektionsvarianten zugegriffen werden. Unter anderen haben wir hier eine Selektionsvariante .Z_FINB-LPCTR angelegt in der alle Innenaufträge mit zugeordneten L-Profit-Center zur Laufzeit als Selektion ausgewählt werden.

Diese Vorgehensweise habe ich im Artikel "Selektionsvariante KOK5 und Statusselektionsschemata zur Auswertung gesperrter Innenaufträge" für gesperrte Innenaufträge beschrieben, was eine Anforderung eines Kollegen einmal war. Dieses funktioniert natürlich auch mit einfacheren Abfragen.

Die Selektionsvarianten können über KS13 für Kostenstellen und KOK5 für Innenaufträge angelegt werden.

Im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« bin ich ausführlich auf das Thema Varianten von Berichten zur Vorbelegung von Selektionsfeldern sowie auf die Selektionsvarianten (zum Beispiel über Kostenstellen mit der Transaktion KS13 oder über Innenaufträge in der Transaktion KOK5) eingegangen durch die über vordefinierte Merkmale Stammdaten wie Kostenstellen oder Innenaufträge in Berichte selektiert werden können.
 
Berichtswesen im SAP®-Controlling
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage
(01. Juni 2017) Paperback ISBN: 9783960127406

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Oder bei Amazon *

Vielleicht finden sich hier ja auch noch weitere Anregungen für den Aufbau eines Berichtswesen mit SAP nicht nur für CO im Buch. Manchmal können solche Anforderungen ja auch außerhalb des Hochschulberichtswesen und Hochschulcontrolling aktuell sein.

Manchmal können solche "kleinen" Kniffe dann tatsächlich das Berichtswesen oder Controlling, nicht nur an Hochschulen, erweitern.



* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema Report Painter und Report Writer habe ich im Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


<< Frühere Einträge Spätere Einträge >>



* Amazon Partnerlink
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über Amazon.
Hinauf




Werbung


Logo Andreas-Unkelbach.de
© 2004 - 2018 Andreas Unkelbach
Andreas Unkelbach

Stichwortverzeichnis
(Tagcloud)


Aktuelle Infos (Abo)

Facebook Twitter Google+

»Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)« und »Berichtswesen im SAP ® ERP Controlling«
Privates

Kaffeekasse 📖 Wunschliste