Andreas Unkelbach
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Freitag, 9. November 2018
17:30 Uhr

Grundlagen: PSM-FM Finanzierungszweck (FMFINCODE-FINUSE) im Hochschulberichtswesen für Drittmittelstatistik

Gerade in Hinblick auf Drittmittelstatistiken hat das Hochschulberichtswesen dann doch die ein oder andere spezielle Anforderungen, so dass hier oftmals diverse Auswertungen im SAP Modul PSM (Public Sector Management) FM (Funds Management / Haushaltsmanagement) für den öffentlichen Dienst erfolgen.

Berichtswesen im PSM-FM (Rechercheberichte)

Durch Rechercheberichte ist es möglich, wie im Artikel "Saldenliste für Fonds im Haushaltsmanagement Saldo gegen Ertrag und Saldo gegen Budget" beschrieben je Fond (Gegenstück zum CO-Innenauftrag bzw. Drittmittelprojekt nicht nur die Bewilligungen (als Budgetwerte) sondern auch Ertrag und Aufwand sowie einen berechneten Saldo auszuwerten.

Interessant an der Verwendung von Rechercheberichten ist, dass hier auch die dargestellten Merkmale im Rahmen der Navigation ausgetauscht werden können und so interaktiv der Bericht so angepasst werden kann, dass dieser unterschiedliche Informationen darstellen kann. Im Artikel "Grundlagen Rechercheberichte Ausgabeart grafische Berichtsausgabe oder klassische Recherche" habe ich versucht dieses näher zu beschreiben.

Während an manchen Hochschulen eine reine Saldenliste ausreicht kann es an anderen Hochschulen erforderlich sein die Mittelherkunft von Drittmittelprojekten nicht nur über die Projektnummer sondern anhand einzelner Spalten auszuwerten. Hierzu kann im Formular das Merkmal Finanzierungszweck verwendet werden. Der Finanzierungszweck dient dabei als ein Gruppierungsmerkmal und kann sowohl in Spalten im Formular  als auch im Bericht als Merkmal zugewiesen werden. Durch die Verwendung im Bericht kann über die Navigation auch die Sicht auf dieses Merkmal umgestellt werden.

Alternativ kann durch die Festlegung des Finanzierungszweck in einer Spalte hier die Drittmittelstatistik nach Mittelgeber direkt in Tabellenform ausgegeben werden.

Die Grundlagen zur Erstellung eines Rechercheberichtes habe ich in meinen Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« beschrieben. Hierbei sollte sich nicht durch das Controlling iritiert werden lassen, da Rechercheberichte sowohl in der Finanzbuchhaltung für Bilanzreporting, Controlling in der Profit-Center-Rechnung als auch im Modul für den Öffentlichen Dienst (PSM-FM) genutzt werden können.

Einen Überblick bietet hier der Artikel "Grundlagen: Was sind die Unterschiede zwischen Report Painter und Rechercheberichte?"

Customizing Einstellungen für Finanzierungszweck FINUSE

Damit der Finanzierungszweck zur Verfügung steht muss dieses Feld jedoch zur Pflege verfügbar sein. Hierzu kann im Customizing (Transaktion SPRO) über
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Feldauswahl bearbeiten / Feldauswahlleisten bearbeiten
  • Die "Feldauswahlleiste für Fonds bearbeiten"
Die einzelnen Stammdatumfelder der Fond von Ausblenden, Anzeigen, Kanneingabe oder Mußeingabe gepflegt werden.

Dabei kann sowohl das Feld FINUSE Finanzierungszweck als auch SPONSOR (Debitor zum Fond) oder auch TYPE Fondsart als Kanneingabe hinterlegt werden. Interessant ist in unseren Fall der Feldname FINUSE für den Finanzierungszweck, da dieser später auch im Recherchebericht als Merkmal zur Verfügung steht.

Über den Punkt Feldauswahlleisten den Finanzkreis zuordnen kann je Finanzkreis eine Zuordnung der Feldauswahlleiste für Finanzposition, Finanzstelle und Fonds hinterlegt werden.

Nebenbei besteht bei der Pflege der Feldauswahlleiste für Finanzstelle auch die Möglichkeit hier den Feldnamen GSBR für Geschäftsbereich zu hinterlegen. Dieses ist jedoch nur bei der Finanzstelle möglich. Auf das Thema Geschäftsbereiche bin ich im Artikel "Grundlagen Finanzbuchhaltung - Geschäftsbereiche als mögliche Lösung zur Abbildung eines Betrieb gewerblicher Art (BgA)" in einen anderen Zusammenhang eingegangen.

Nachdem die Feldauswahlleiste entsprechend gepflegt ist kann bei der Anlage oder beim Ändern eines Fond im SAP Menü unter
  • Rechnungswesen
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Fonds
diese in den Stammdaten per Anlegen (Transaktion FM5I) oder Ändern (Transaktion FM5U) in den Zusatzdaten ein Finanzierungszweck hinterlegt werden.

Der Finanzierungszweck selbst dient dabei als Gruppierungskriterium von Fonds bei Auswertungen und kann als eigenes Stammdatum unterhalb des Knoten Fonds unter Fiannzierungszweck per Anlegen (Transaktion FM6I) oder Ändern (Transaktion FM6U) mit einer Bezeichnung und Beschreibung angelegt werden.

Eine alphabetische Liste aller bisher angelegten Finanzierungszwecke ist im Infosystem des Haushaltsmanagement im Stammdatenverzeichnis > Fonds als Transaktion S_KI4_38000040 verfügbar.

Die Verwendung vom Finanzierungszweck im Berichtswesen ist auch im Artikel "PSM-FM Grundlagen Finanzierungszweck im Haushaltsmanagement bei Recherchebericht und Selektion" behandelt worden. Allerdings fehlten da ein paar Ausführungen rund um das Customizing.

Alternative Stammdatengruppen

Sollte der Finanzierungszweck schon durch eine andere Berichtsanforderung oder Zuordnung verwendet werden bietet es sich noch an mit Sets bzw. Stammdatengruppen der Fonds zu arbeiten. Auch diese lassen sich als Gruppe im Selektionsbild auswerten oder als Element über die Markierung Gruppe/Set für Fond entweder als feste Bezeichnung des Gruppennamen oder als Variable festlegen.

Abweichend zur Finanzstelle werden Fonds jedoch nicht hierarchisch dargestellt, so dass beim Auswerten einer Gruppe alle zugeordneten Fonds als Liste dargestellt werden. Alternativ können diese natürlich auch als Spalten definiert werden und hier auch per Formel Summen zum Beispiel zwischen den einzelenn Förderlinien der DFG gebildet werden.

Die Pflege von Fondgruppen erfolgt unter:
  • Public Sector Management
  • Haushaltsmanagement
  • Stammdaten
  • Kontierungselemente
  • Fonds
  • Fondsgruppe
Hier können die Sets über Anlegen (Transaktion FM_SETS_FUND1) oder auch Ändern (Transaktion FM_SETS_FUND2) bearbeitet werden.

Eine Liste aller Stammdatengruppen inklusive der Intervalle und zugeordneten Fonds kann zum Beispiel per Query wie im Artikel "Auflösen von Stammdatengruppen nach Einzelwerten - Einzelwerte zu Sets" erläutert ausgewertet werden.
 

Saldenliste aus Recherchebericht um Stammdaten erweitern

Neben der Darstellung von Finanzierungszweck im Rechercheberichten kann es auch sinnvoll sein weitergehende Informationen zum Beispiel als differenziertes Statistikkennzeichen am Fond zu hinterlegen.

Viele Hochschulen nutzen dabei die Merkmale der Klassifizierung die ebenfalls im Fond über die Schaltfläche Klassifizierung gepflegt werden können.

Grundlagen Klassifizierung, Auswertung von gepflegten Merkmalen per Query

Die Grundlagen zum Thema Klassifizierung und die Frage, wie diese Merkmale in Form einer Query ausgewertet werden können habe ich im Artikel "SAP Query - Auswertung Merkmale der Klassifizierung am Beispiel Fonds in PSM-FM" behandelt. Sollten in den Merkmalen auch Datumsfelder erfasst werden und als solche in einen Datumformat definiert sein ist auch der Artikel "Query zur Auswertung von Klassifizierungsmerkmale PSM Fonds zu CO Innenauftrag und Datumsfelder mit Konvertierung von FLOAT zu DATUM" ein guter Hinweis, wie diese ausgewertet werden können.

Weitere Erweiterungen für Stammdatenlisten mit SAP Query

Tatsächlich kann der eingangs beschriebene Recherchebericht genutzt werden um nachdem die Salden gezogen worden sind über eine Query die einzelnen Merkmale und zusätzliche Informationen aus einer Query zu erheben. Neben der reinen Auswertung von Stammdaten können hier auch Bewertungen wie in den Artikeln "Drittmittelstatistik nach LOMZ über Recherchebericht und SAP Query", "Gruppierung von Finanzierungszwecken bei Drittmittelprojekten per Zusatzfeldcoding mit IF oder CASE" oder auch "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel" zur Auswertung einer virutellen Lehreinheit um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen angewandt werden.

Zweistufige Auswertung für Drittmittelstatistik

Wie schon im Artikel "SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben" beschrieben besteht die Möglichkeit eine solche Query als kundeneigene Transaktion anzulegen, so dass hier eine hochschuleigener Stammdatenliste erstellt werden kann.

Daneben kann natürlich auch der Budgetbericht bzw. die Saldenliste des Recherchebericht ebenfalls als eigene Transaktion zur Verfügung gestellt werden. Dieses ist im Artikel "Parametertransaktion für Recherchebericht" angesprochen. Wobei der Artikel "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" auch noch ein wenig weiter geht, was die Umsetzung für ein Berichtswesen anbelangt.

Beide Berichte können dann nach Excel bzw. in eine Tabellenkalkulation exportiert werden und, sofern die Fonds sortiert sind, direkt nebeneinnander gelegt werden. Der Artikel "Grundlagen - Berichte von SAP nach Excel exportieren" stellt hier die Vorgehensweise dar. Eine Besonderheit bei der Excel-Integration bspw. in Report Painter Berichten ist bei Rechercheberichten tatsächlich nicht zu beachten.

Dennoch verweise ich an dieser Stelle gerne auf "Office Integration - Excelansicht in SAP und Daten kopieren nach Excel" um das Thema umfassend zu beschreiben :-)

Hier können dann Fonds selektiert werden und die Nummer der Fonds für den Recherchebericht verwendet werden (Zwischenablage aus der ALV Liste) oder umgekehrt zum Recherchebericht in Excel die beiden Auswertungen miteinander gegenüber gelegt werden.

Auf diese Weise sind dann auch umfassende Analysen wie im Artikel "Datentrends für Drittmittelstatistik mit Sparklines ab Excel 2010 darstellen durch Liniendiagramme in Zellen" beschrieben mit Excel möglich.

Pflege von Stammdaten wie FINANZIERUNGSZWECK

Sollte eine Hochschule ihre Erhebung einer Drittmittelstatistik von den Merkmal der Klassifizierung auf neu eingeführte Finanzierungszwecke abändern oder bisherige Finanzierungszwecke feingliedriger anpassen wollen, kann es sinnvoll sein hier eine Query anzulegen um die gepflegten Statistikkennzeichen aus der Klassifizierung je Fond zu erheben und diese dann als Basis zur Massenstammdatenpflege der Finanzierungszwecke je Fond zu nutzen.

Da dieses ein häufiges Thema ist dürfte auch der Artikel "Massenstammdatenpflege mit LSMW oder SECATT dank Transaktionsaufzeichnung - Handbuch erweiterte computergestützte Test-Tool (eCATT) und LSMW"  im Rahmen einer solchen Umstellung sehr hilfreich sein.
 

Fazit

Gerade im Hochschulberichtswesen (und auch Hochschulcontrolling) können Berichtsanforderungen auf viele Arten erfüllt werden. Nicht ohne Grund ist der Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" mit einen Augenzwinkern in Richtung Excel gehalten. Dennoch sind das Ineinandergreifen unterschiedlicher Berichtstools aber auch Office-Anwendungen wie im Artikel "Serienmails über Serienbrieffunktion in Winword per Outlook, Thunderbird oder anderen Mailprogramm versenden" beschrieben ein wesentlicher Aspekt dessen was mir an der Arbeit besondere Freude macht und sich auch darin äußert, dass ich gerne Workshops oder nun auch ein Tagesseminar zu eben diesen Themen anbiete.

Was die Zukunft in Richtung S/4HANA oder auch die Gestaltung von FIORI Apps anbelangt blicke ich neugierig in eine Zukunft und freue mich schon heute auf die "FICO-FORUM-INFOTAGE 2018" auch da sich hier einige Kolleginnen und Kollegen aus den Bereich Hochschulen ebenfalls angemeldet haben und ich darauf hoffe, dass diese ebenfalls Informationen und Wissen rund um S/4HANA mitnehmen können und von dieser Veranstaltung ebenfalls so begeistert snd, wie ich. Selbst wenn diese Veranstaltung nicht explizit fürs Hochschulcontrolling, Hochschulberichtswesen oder Hochschulfinanzwesen gedacht ist können hier doch Informationen zu verschiedene Themen rund um SAP mitgenommen werden und auch der Austausch vor Ort ist oftmals sehr produktiv auch und gerade dadurch, dass hier unterschiedliche Branchen vor vergleichbaren Problemen stehen.

Sollten Sie ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnehmen würde ich mich über einen Austausch eventuell bei einer Tasse Kaffee sehr freuen. So werde ich vom 17. bis 20. November 2018 ebenfalls in Köln sein und am Forum von 19. bis 20. November teilnehmen.

Ich bin mir sicher, dass hier auch wieder viele Neuigkeiten und Informationen ausgetauscht werden können und werde im Anschluss sicherlich auch über das ein oder andere hier im Blog aber vor allen auch an der Arbeit berichten können.

Aber auch unabhängig davon freue ich mich immer wieder über Anfragen hier im Blog oder auf anderen Wegen, da der gelebte Austausch von Wissen hier für jede Seite ein Gewinn zu sein vermag.
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können. Für eine Anleitung für Rechercheberichte kann ich die im Artikel verlinkten Beiträge empfehlen oder tatsächlich auch mein Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling« dass trotz Schwerpunkt auf CO durchaus auch für andere Module wie eben auch das Haushaltsmanagement in der öffentlichen Verwaltung die Grundlagen vermittelt.  Daneben finden sich unter den Buchempfehlungen auch für andere Module gute Bücher und natürlich kann auch sonst ihr SAP Know How erweitert werden.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 4. November 2018
11:53 Uhr

SAP Query als kundeneigene Transaktion mit Berechtigungen für Tabellenberechtigungsgruppe, Tabellen und Reporttransaktion vergeben

Nachdem ich im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Competence Center für Hessische Hochschulen schon einen "Auffrischungsworkshops SAP Query im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" gehalten habe hat sich dann noch ein Tagesseminar zum Thema »SAP Query in SAP ERP« mit Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens (CO, FI, PSM-FM) ergeben.

Dieses war auch relativ schnell ausgebucht und ich hoffe, dass die angebotenen Übungen tatsächlich weiter geholfen haben um die Möglichkeiten mit SAP Query im Hochschulberichtswesen darzustellen.

Handout SAP Query Schulung

Eine wichtige Frage, die auch in der Schulung behandelt worden ist, war wie Endanwende später die erstellte Query aufrufen und nutzen können. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit über Benutzergruppen und die Transaktion SQ00 eine Query direkt zu starken und berechtigungsseitig hier die Pflege der Query einzuschränken, aber eleganter und praktischer ist es in meinen Augen der erstellten Query eine eigene Transaktion zuzuweisen.

Report-Transaktion für SAP Query

Hierzu kann über die Transaktion SE93 eine sogenannte Reporttransaktion angelegt werden.

Diese Reporttransaktion ruft direkt einen ABAP Report auf und über das Selektionsbild 1000 gelangt man auch direkt in das Auswahlfenster der Transaktion und kann in der Reporttransaktion auch im Punkt Start mit Variante eine passende Variante für die Query anlegen und diese direkt starten um eine bestimmte Vorauswahl in der Selektion zu speichern und hier auch eine Layoutvariante zu hinterlegen.

Reportname zu SAP Query

Die Frage ist nun nur, wie kann der Reportname herausgefunden werden. Im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" bin ich schon einmal darauf eingegangen, dass in der Transaktion SQ01 im Menü über QUERY->WEITERE FUNKTIONEN->REPORTNAME ANZEIGEN der zugeordnete Reportname angezeigt werden kann.

Dabei ist die Namenslogik des Reportnamen wie folgt aufgebaut:
  • Mandantenabhängige (Standardbereich) Query beginnen mit AQCS
  • Globale (Globaler Beeich) Query beginnen mit AQZZ
danach folgt die Benutzergruppe in der die Query zugeordnet ist und der Name der Query. Dieser wird mit == aufgefüllt, so dass eine Gesamtlänge des Reportnamens von 30 Zeichen sich ergibt.

So wird die Query AQ mit der Bezeichnung  ZCOFM_PROJEKTE der Benutzergruppe ZBUCH im Standardbereich CS(mandantenabhängig) als Report mit folgender Bezeichnung zugeordnet:
  • AQCSZBUCH=======ZCOFM_PROJEKTE

Nachdem der Reportname zur Query in der Reporttransaktion hinterlegt wird ist nun noch eine Frage, wie die Berechtigungen für die SAP Query-Transaktion vergeben werden können. Hierzu müssen entsprechende Berechtigungsobjekte mit Berechtigungsfeldwerten versehen werden.

Berechtigungsobjekte und Berechtigungsfeldwerte auf Tabellen und Tabellenberechtigungsgruppe

Dabei ist natürlich nahe liegend das Berechtigungsobjekt S_TCODE "Transaktionscodeprüfung bei Transaktionsstart" mit im Berechtigungsfeld Transaktionscode mit der neu angelegten Transaktion bspw. ZUNKELBACH zu füllen.

Neben der reinen Berechtigung für den Start der Transaktion sind aber auch noch die Berechtigungen für das Lesen der Daten mit der Query erforderlich.

Hier sind zwei Berechtigungsobjekte noch zu füllen.

Das Berechtigungsobjekt S_TABU_DIS "Tabellenpflege (über Standardtools wie zB SM30) ist mit der Aktivität 03 Lesen zu versehen und im Berechtigungsfeld Tabellenberechtigungsgruppe zu hinterlegen. Die Zuordnung von Tabellen zu Berechtigungsgruppen erfolgt mandantenunabhängig über die Transaktion SE54 (Speicherort der Einstellungen ist dann die Tabelle TDDAT Pflegebereiche für Tabellen) einzusehen.

Ferner ist auch das Berechtigungsobjekt S_TABU_NAM "Tabellenzugriff über generische Standardtools" ebenfalls mit der Aktivität 03 und den relevanten Tabellennamen zu pflegen.

Es bietet sich tatsächlich an hier über einen Testuser und der Transaktion SU53 die entsprechenden Berechtigungsfeldwerte zu ermitteln. Im Artikel "SAP Basis Basic oder dank SU53 oder ST01 Trace fehlende Berechtigungen finden" bin ich auch auf die Frage der Berechtigungsprüfung nebst einer Anzeige der fehlgeschlagenen Berechtigungsprüfungen für eine andere Benutzerkennung eingegangen.

Eine Auswertung für Stammdaten im Bereich CO-OM (zum Beispiel "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel") verlangte als Berechtigungsausprägung folgende Angaben in den Berechtigungen:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe:
    KA          CO:Anwendungstabelle
    KEC        CO-PA:Customizing
und zum direkten Lesen der Tabellen für die Stammdaten der Innenaufträge sowie  der Stammdaten der Profit-Center (EC-PCA) zu lesen.
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    AUFK    Auftragsstammdaten
    CEPCT   Profit-Center-Stammdaten Texte
Während eine Auswertung der Stammdaten im Bereich FI für Kreditoren wie im Artikel "Query über IBAN und Stammdaten Kreditor oder Debitor (Zusatztabellen in SAP Query)" beschrieben folgende Berechtigungen benötigte:
  • S_TABU_DIS
    Anzeigeberechtigung auf Tabellenberechtigungsgruppe
    FA   RF:Anwendungstabelle
    &NC&   ohne Berecht.gruppe
und der Stammdaten der Kreditoren (Lieferanten) sowie der IBAN Verbinudng (TIBAN).
  • S_TABU_NAM
    Anzeigeberechtigung für Tabellen
    LFBK Lieferantenstamm (Bankverbindungen)
    TIBAN  IBAN
Sollen statt der Kreditoren (Lieferanten) die Debitoren (Kunden) ausgewertet werden ist hier natürlich KNBK Kundenstamm (Bankverbindungen) zu hintelegen.

Gerade die Aussteuerung von Berechtigungen sowie die Umsetzung eines Berechtigungskonzeptes ist ein Grund warum die anwendungsbetreuende Keyuser der jeweiligen Fachabteilungen ebenfalls eng mit der SAP Basis und der Berechtigungsvergabe zusammen arbeiten sollten. Ein weiteres Thema ist hier, insbesondere bei mehreren Mandanten innerhalb des SAP System, auch eine Frage der Namenskonvention. Eine Reporttransaktion wird über einen Workbenchauftrag transportiert und steht damit mandantenübergreifend im System zur Verfügung. Die Query liegt dafür ggf. jedoch im mandatenabhängigen Bereich (es sei denn es ist eine globale Query). Die unterschiedlichen Möglichkeiten zum "Transport von InfoSet mit ABAP-Coding und Query per Transportauftrag" wurden ja schon beschrieben. Sinnvoll kann es hier sein bei kundeneigene Transaktionen als Namensraum Z gefolgt von der Mandatennummer zu verwenden, so dass hier keine Verwechslung entsteht.Sinnvolle Namenskonventionen für kundeneigene Entwicklungen sollten ebenfalls in einen Fachkonzept, wenn nicht sogar im Berechtigungskonzept, hinterlegt werden.

Schulung zu SAP Query


Berichtswesen mit SAP Controlling am Beispiel SAP Query

Persönlich hat mir die Ausarbeitung der SAP Schulung zum Thema SAP Query im Berichtswesen viel Freude gemacht und ich hoffe, dass die Begeisterung für die einzelnen Berichtstools und Möglichkeiten gerade im Kontext Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen hier überzeugend dargestellt worden sind. Eine Darstellung der von mir im Berichtswesen besonders gern genutzten Tools und Möglichkeiten habe ich auch im Buch »Berichtswesen im SAP®-Controlling«  geschildert, dass ebenfalls einen guten Überblick über den Aufbau eines Berichtswesen sowie eine Einführung über "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" bietet.

Da das Tagesseminar relativ schnell ausgebucht war bin ich gespannt, ob sich noch einmal eine Nachfrage für ein erneutes Seminar zum Thema finden wird. Ansonsten bleibt es erst einmal bei den Buchempfehlungen die ich auch hier online gerne gebe.

Gerade im Bereich des Berichtswesen auch und besonders für Hochschulen ist auch ausserhalb des Controlling ein sinnvolles Berichtswesen auch daran gekoppelt welche Möglichkeiten zur Auswertung im jeweiligen System zur Verfügung stehen. Daher möchte ich mich auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Schulung bedanken die sowohl eine gute Bewertung als auch durch ihre rege Beteiligung eine Menge an Feedback gegeben haben.

Die Schulung selbst ist relativ umfangreich und anspruchsvoll gewesen, jedoch war die Rückmeldung auch so, dass selbst erfahrende Anwendende noch den ein oder anderen neuen Aspekt dieses Tool kennen gelernt haben. Die Besetzung mit Keyuserinnen und Keyusern aus den Modulen FI, CO, PSM-FM und auch MM sowie geplant HCM hat gezeigt, dass es sinnvoll war hier die Übungen zwar aus den Modulen des Rechnungswesen (CO, FI. PSM-FM) zu nehmen aber so zu wählen, dass diese grundsätzliche Funktionen wie die Nutzung von Join, logische Datenbanken oder auch Zusatztabellen, Zusatzfeldern und Zusatzfeldcoding beschrieben hat.

Teilweise sind die vorgestellten Übungen auch schon in diversen Blogartikeln ausführlich behandelt, allerdings dürfte die Zusammenstellung der Beispiele auch für den ein oder anderen interssant sein. Durch die ausgewählten Beispiele, die sich ursprungsbedingt natürlich in der Hauptsache im CO Umfeld befinden, sollten die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt werden und ich hoffe, dass diese auch für andere Personen übertragbar sind. Sowohl im Finanzwesen als auch im Personalwesen werden tatsächlich auch logische Datenbanken genutzt.

Auf eine Wiederholung der Schulung freue ich mich ebenso wie mir auch das Aktualisieren und Ergänzen der Schulungsunterlagen auf Basis von Rückmeldungen und Fragen Freude gemacht hat. Entsprechend gerne stehe ich mit meinen Angebot für eine künftige Schulung zur Verfügung. Die Schulung slebst ist in vier Abschnitten mit entsprechenden Übungen aufgeteilt und widmete sich nicht nur der Grundlagen von SAP Query mit den einzelnen relevanten Elementen (Arbeitsbereich, Benutzergruppe, Infoset, Query), der Identifizierung von Daten (wo diese gespeichert sind sowie auch die Erweiterung der Query durch lokale Felder, Zusatztabellen und Zusatzfelder inklusive Zusatzfeldcoding das noch weitere Möglichkeiten bietet. Die Übungen zeigten nicht nur die Anwendung dieser Möglichkeiten sondern durch praktische Übungen auch Auswertung von Stamm und Bewegungsdaten aus den Modulen des Rechnungswesens  (CO, FI, PSM-FM).
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 21. Oktober 2018
10:46 Uhr

Ein datenschutzfreundlicher Messenger am Smartphone - Threema

Das Thema Messenger ist unter mehreren Gesichtspunkten relevant. Der erste Punkt bei der Wahl eines passenden Messenger ist hier sicherlich an welcher Stelle auch die meisten Menschen sind mit denen Nachrichten ausgetauscht werden sollen. Zur Wahl des richtigen Messenger sind schon an verschiedenen anderen Stellen Artikel geschrieben worden die ich hier gerne als Ausgangspunkt verlinke.
  • Dasnuf.de "[Anzeige] Let’s talk – about Messenger"
    Patricia Cammarata (dasnuf) setzt sich in einer Artikelserie mit den Themen Medienkompetenz zum Thema Kinder und digitale Medien auseinander und stellt im verlinkten Teil einige Punkte zum Theme "Messener-Apps" vor.
  • Mobilegeeks.de "Top 10 Alternativen zu Whatsapp"
    Auch Mobilegeeks stellt einige Alternativen zum Messenger Whatsapp dar und gibt eine gute Übersicht über alternative Messenger.
Persönlich sehe ich hier tatsächlich eine Abwägung zwischen Datenschutz, Komfort, Sicherheit und tatsächlich die Frage, welche Messnger andere nutzen.

Problematisch bei den meisten Anbietern ist das Prinzip der Identifikation der Kontakte. Viele populäre Anbieter identifizieren die einzelnen Teilnehmende dadurch, dass die Handynummer als ID verwandt wird. Dabei wird dann auch noch das Theme "Wie finde ich Kontakte" relevant. Viele Messenger laden dabei die Kontaktdaten (bzw. so Aussage der meisten) einen Hashwert über die hinterlegte Mobilfunknummer hoch, so dass diese dann auf einen Server hinterlegt ist und hier vermutlich nicht für alle Kontakte eine entsprechende Einwilligung für das Übertragen der Kontaktdaten auf einen Server (selbst als Hashwert über die Telefonnummer) nicht vorliegt.

Hier haben allerdings auch einige Messenger reagiert, so dass zumindest die Kontaktdaten optional nicht mehr synchronisiert werden oder auch synchronisierte Daten gelöscht werden. Als Beispiel dazu ein Screenshot vom Messenger Telegram.

Kontakte bei Telegram

Telegram ermöglicht es übrigens neben der Verwendung der Telefonnummer ebenfalls die Einrichtung eines Benutzernamen, so dass hier statt der Telefonnummer für einen Kontakt auch ein individueller Benutzername weiter gegeben werden kann.

Der Vorteil dieses Messenger in meinen Augen ist aber ein ganz anderer, da hier mehr als ein Device genutzt werden kann. Ebenso wie Skype, ICQ oder AIM (um auch mal ein paar alte Geister zu nenen) besteht hier die Möglichkeit den Client auf mehr als einen Client einzurichten und sogar portabel per USB Stick der Messenger genutzt werden kann. Damit ist eine Nutzung am PC ebenso wie am Smartphone möglich, was andere Messenger wiederum nur per Webfrontend ermöglichen. Der Nachteil ist die Verknüpfung mit der Telefonnummer und das die meisten Personen wohl ihre Kontakte über eine Synchronisiation mit Adressbuch verteilen... dieses Problem dürfte aber bei den meisten Messengerdiensten der Fall sein. In jeden Fall sind durch die Verwendung der Telefonnummer als ID sowohl bei Telegram als auch bei Whatsapp beim Betreiber die Telefonnummer bekannt und gespeichert.

Zur rechtlichen Einschätzung dieser Problematik verweise ich gerne auf den Podcast Rechtsbelehrung siehe "Podcasthinweis: WhatsApp, Messenger und der Abmahnungen – Rechtsbelehrung Folge 47".

 

Messenger App Threema

Durch einen datenschutzsensiblen Kollegen an der Arbeit bin ich dann jedoch noch auf einen datenschutzfreundlicheren Messenger hingewiesen worden und nutze diesen nun sehr gerne im beruflichen Kontext. Mittlerweile sind, gerade im kirchlichen Umfeld, auch einige Personen zu diesen Messenger gewechselt und dennoch möchte ich diesen hier gerne einmal näher vorstellen.

Bezugsquelle und APK Installation


Threema
Threema
Martket Link / Google Play Neben der Möglichkeit im Store des jeweiligen Anbieters kann die kostenpflichtige App auch auf der Seite von Threema selbst bezogen werden und entsprechend die App hier heruntergeladen werden. Im Onlineshop auf https://shop.threema.ch/ können direkt Lizenzschlüssel bezogen werden und auch an andere Personen weiter gegeben werden. Auf diese Weise habe ich dann ebenfalls meinen Lizenzschlüssel erhalten und konnte die App herunterladen und mir Threema auch ohne Google Konto bzw. außerhalb des jeweiligen Store installieren. Interessant kann, gerade für größere Gruppen oder Unternehmen, auch das Model ThreemaWork sein. Hier sind Lizenzen übertragbar und es können auch mehrere Lizenzen erworben werden.

Von der Seite shop.threema.ch/download kann nach Angabe des Lizenzschlüssels direkt die App heruntergeladen werden.
Download und Sicherheit

Gerade wenn die App als APK heruntergeladen worden ist, muss im Anschluss, für spätere Updates, unter Gerätesicherheit der Punkt "Unbekannte Apps installieren" zugelassen sein. Hier wird, wie unter 3 in der oberen Abbildung, die Eigene Dateien als zugelassene App Quelle temporär aktiviert, so dass hier die App ein heruntergeladenes Update, was über Threema selbst heruntergeladen werden kann, durchgeführt werden kann. Dieses ist dann tatsächlich der Preis für eine hohe Anonymität. Die Alternative ist die Installation über eine der Anbieter Quellen (Google Play als Beispiel) worüber dann auch automatisch Updates ausgerollt werden.

Threema-ID

Im nächsten Schritt wird der eigene Account installiert. Sowie bei AIM, ICQ oder auch Skype erhält man bei Threema im Laufe der Registrierung eine ID (Benutzerkennung) so dass der Account nicht direkt mit der Telefonnummer registriert werden muss. Dieses ist auch der Unterschied zu Telegram (welches optional einen Benutzernamen hat der weiter gegeben werden kann ohne dass die Telefonnummer verraten werden muss) oder eben Messenger wie WhatsApp die direkt mit der eigenen Rufnummer verknüpft sind.

Im Rahmen der Einrichtung wird ein Schlüssel erzeugt über den die Kommunikation verschlüsselt. Dabei gibt es einen öffentlichen Schlüssel der an die Kontakte über die Threema-ID verteilt wird und ein privater Schlüssel der am Gerät gespeichert wird.

Public and private key

Auch hier ist darauf zu achten, dass man im Rahmen der Einrichtung auch einen Wiederherstellungsschlüssel angelegt wird der empfehlenswert zu speichern ist, sollte Threema einmal auf einen neuen Gerät gespeichert werden.

Dieses wird als ID-Backup bezeichnet und sollte tatsächlich irgendwo sicher verwahrt werden.

Im Ergebnis liegt dann eine achtstellige Threema-ID vor unter der kommunziert werden kann.

Kontaktdaten oder wie werden Kontakte gefunden

Optional kann ein Nickname, Telefonnummer und Mailanschrift mit angegeben werden.
Eigene Kontaktdaten optional angeben

Damit wird die Handynummer und/oder E-Mail-Adresse automatisch mit der Threema-ID verknüpft und es kann leichter ein Kontakt gefunden werden. Somit sind Kontakte aus ihren Adressbuch ebenfalls schnell in Threema zu finden. Dabei werden die Mailanschriften und Telefonnummer in gehashter Form (einwegverschlüsselt) gespeichert bevor diese später zum Kontaktabgleich auf den Threemaserver hochgeladen werden und es ist auch möglich diese Angaben zu überspringen, so dass Threema auch vollkommen anonym verwendet werden kann.

Der Nickname wird verwendet um diesen statt der Threema-ID in einer Kommunikation anzuzeigen, kann aber auch bei ihren Kontakten in der Kontaktliste geändert werden.

Im Ergebnis werden am Ende alle Daten zur Kontrolle angezeigt und natürlich ist es auch möglcih sich ein Profilbild später noch zuzulegen.Darüber hinaus können Threema Kontakte auch mit Adressbucheinträgen verknüpft werden, so dass hier eigene Profilbilder oder Kontaktdaten hinterlegt sind.

Neue Kontakte hinzufügen

Neben den Kontakten aus den Adressbuch können aber auch manuell KOntakte hinzugefügt werden.

Beim Start von Threema habe ich im linken Hamburgermenü (das mit den drei gestapelten Strichen) hier als 1 in der folgenden Abbildung markiert.

Neue Kontakte

Im direkten Kontakt kann über 2 ein QR Code generiert werden der von anderne Kontakt direkt über 3 eingescant werdne kann. Dadurch, dass beide dieses so gemacht haben ist dieser Kontakt dann als bestätigter Kontakt hinterlegt.

Alternativ kann natürlich auch die Threema-ID des gewünschten Kontakts eingetragen werden. Hierzu muss auf den Abschnitt Kontakte gewechselt werden und über das + Symbol kann eine ID direkt eingegeben oder auch gescant werden.

Kontaktpflge per Threema-ID

Kontakte erhalten je nach Zertifizierungsstufe unterschiedliche Punkte.
Zwei orangene Punkte bedeutet, dass der Kontakt nur über die Zusatzinfos (Telefonnummer oder Mailanschrift) im Adressbuch gefunden wurde. Drei Punkte werden vergeben, wenn der Kontakt durch Scanen des QR Codes (oder Austausch der Threema-ID) hinzugefügt worden ist.

Kontaktabgleich mit Adressbuch

Auch bei Threema ist es möglich die Privatsphäre der eigenen Kontakte noch ein Stück mehr zu schützen und im Abschnitt Privatsphäre und Sicherheit in den Einstellungen sowohl die Synchronisation der Kontaktdaten abzustellen als auch die bereits synchronisierten Addressbuchdaten zu löschen.

Datenschutz bei Kontakte

Webnutzung - Portable Apps

Während ich Telegram als portable App (wie auch Skype) am PC nutzen kann ist dieses bei Threema aber auch Whatsapp schwieriger. Hier ist tatsächlich nur die App am Endgerät (Smartphone) nutzbar und jeweils nur auf einen Gerät.

Allerdings bieten beide Dienste die Möglichkeit der Webnutzung an.

Unter einer URL kann ein QR Code eingescannt werden und in Threema über Threema Web dieser eingescant werden, so dass im Browser direkt der Messenger genutzt werden kann.

Dieses ist bei Threema unter https://web.threema.ch und bei Whatsapp unter https://web.whatsapp.com/ möglich.

Wer nutzt Threema

Persönlich würde ich das Konzept von Threema tatsächlich als sehr durchdacht betrachten und den Nachteil dass ich Threema nur auf einen Gerät nutzen kann wird sicherlich durch Datenschutz und der Möglichkeit der Webnutzung aufgehoben,

Die größere Hürde ist wohl eigene Kontakte zum "kostenpflichtigen" (einmalig 2,99 Euro) zu überreden oder eben, wie mein datenschutzbegeisteter Kollege, entsprechende Lizenzschlüssel zu verschenken.

Die größte Verbreitung von Threema bekomme ich tatsächlich durch drei Gruppen meiner Kontakte zustande:
  • Ehrenamt
    Gerade im kirchlichen Umfeld wird Datenschutz von je her groß geschrieben, so dass es nicht weiter verwunderlich ist, dass die meisten hauptamtlichen Personen über Threema zu finden sind
  • Arbeit
    Hier sind doch die ein oder andere Kollegin oder Kollege online zu finden
  • Fido
    Klar wenn schon Technik vorhanden ist fehlen auch die Kontakte aus den FidoNet nicht

Ein schöner Artikel ist hier unter "Neue Datenschutz-Grundverordnung betrifft auch die Gemeindearbeit" zu finden.

Zitat Giessen-evangelisch.de:
Es müssen datenschutzkonforme Messenger-Dienste verwendet werden, erklärt der Gießener Stadtjugendpfarrer Alexander Klein. „Ich tausche mich mit den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden ab jetzt mit dem Dienst „Threema“ aus.“ Die einmaligen Kosten von 2,99 Euro für die Anschaffung der App will er den Jugendlichen erstatten. „Ich probiere in den kommenden Monaten auch, so viele Kollegen wie möglich zu diesem Dienst zu lotsen, der nicht sämtliche Kontakte auf den Handys ausliest und kommerziell nutzt.“


Die Motivation zum Einsatz des Messenger ist sicherlich sehr unterschiedlich, aber insgesamt freue ich mich tatsächlich, dass hier mehrere mittlerweile online zu finden sind und sich das Thema Datenschutz ganz konkret auch in solchen Messenger und der bewusten Entscheidung dafür wieder findet.

Fazit


Teilweise gibt es regelrechte Glaubensstreitigkeiten welcher Messenger nun am besten Datenschutz umsetzt (Threema, Wire, Signal etc.). Insgesamt ist die Wahl eines Messenger aber auch wo befinden sich meine Kontakte, wie möchte ich mit ihnen kommunizieren und kann sich eine wichtige Gruppe tatsächlich auf einen Messenger einlassen und diesen dann tatsächlich gemeinsam nutzen.

Die Alternative einen eigenen Jabber Dienst oder Teamspek zu betreiben würde ich hier als nicht sachgerecht sehen.

Dennoch empfinde ich es als sehr positiv, dass gerade im Ehrenamt sich bewust für einen datenschutzfreundlichen Messenger entschieden worden ist und auch sonst hier ein Bewustsein in desier Richtung verbreitet ist.

Was ich persönlich faszinierend finde ist dass bspw. bei Bekannten in Frankreich noch immer SMS stärker verbreitet ist als Messenger und in Österreich die Voice-Chat Funktion eines Messenger teilweise schon Telefon ersetzt hat... :-) Dieses mag aber auch an der unterschiedlichen Verbreitung von Internetzugängen (egal ob LTE oder WiFi) liegen.

Datenschutz und Instant Messenger (Transparenz und Verschlüsselung)

So man den Datenschutz ausserordentlich ernst nehmen möchte kann ich ebenfalls einen Artikel vom Verein digitalcourage empfehlen. Diesen Verein hatte ich schon in einen Vortrag am "Rückblick THM Datenschutztag 2017" erwähnt.

Der Verein Digitalcourage e. V.  (ehemals unter den Namen FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e. V.)) bekannt engagiert sich nicht nur durch den BigBrotherAward sondern setzt sich ganz praktisch in großen und kleinen Projekten für die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit ein. Dieses kann sowohl durch eine Verfasssungsklage (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) als auch durch praktische Maßnahmen zur digitalen Selbstverteidigung sein.

Im Artikel "Alternativen zu WhatsApp und Threema – Instant Messenger" setzt sich dieser auch mit der Frage auseinander, welches, unter Datenschutzaspekten, empfohlene und nicht empfohlene sichere Instant Messenger sind. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Artikel aus 2016 stammt.

Wobei ich den gesetzten Schwerpunkt auf offene Schnittstellen sowie die nicht Nachpürüfbarkeit über die verwendete Verschlüsselung schwierig finde, da eine Offenlegung des Softwarecodes auch wieder andere Probleme für die Betreiber offenbaren kann. Ein unabhängiger Audit der Sicherheit der Verschlüsselung wäre aber tatsächlich ein wünschenswerter Punkt (wenn dieses nicht ohnehin schon erfolgt ist - ist es "Unabhängiger Sicherheits-Audit bestätigt: Threema hält, was es verspricht").

Im Rahmen der EU-DSGVO dürfte aber sicherlich die Meldung "Threema ist DSGVO-konform" die ein oder andere Kollegin zum Wechsel auf Threema überzeugt habe. Hier verweise ich auch gerne noch einmal auf meine Linksammlung im Artikel "EU DSGVO - Info- bzw. Link-Sammlung mit Schwerpunkt auf die Umsetzung bei Blogs oder der eigenen Website (hier: Autorenwebsite, Blogger, KMU)".

Auf die erwähnte Kritik der fehlenden Offenlegung des Quelltextes und der verbundenen Verschlüsselung findet sich auf Twitter auch ein Hinweis einer Rückmeldung seitens des Supports von Threema  (siehe .https://twitter.com/dSchwarzeWolf/status/1053924132335874049 ).

Persönlich ist es wohl auch bei diesen Thema eine Frage, wie intensiv man sich mit den Thema auseinander setzen mag und wieviel Aufwand für Datenschutz betrieben werden mag.

Nachtrag Stellungnahme Beauftragte für den Datenschutz der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland)

In der "Ergänzende Stellungnahme des  Beauftragten für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland  zum Einsatz von Messenger-Diensten" auf https://datenschutz.ekd.de/2018/10/30/ergaenzende-stellungnahme-zum-einsatz-von-messenger-diensten/ werden mit Blick auf den dienstlichen Einsatz allgemeine Hinweise  zu einzelnen Messenger-Diensten gegeben und sich auch für datenschutzkonforme Messenger in der Kommunikation ausgesprochen. Da hier Signal und WhatsApp ebenfalls kritisch betrachtet werden ist hier zumindest auf Twitter ene rege Diskussion entstanden. Immerhin wird Threema hier tatsächlich für den dienstlichen Einsatz empfohlen. Es fragt sich jedoch ob auch die Zielgruppe zum Einsatz dieses Messenger überzeugt werden kann.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 5. Oktober 2018
17:54 Uhr

Transport von InfoSet mit ABAP-Coding und Query per Transportauftrag

In letzter Zeit habe ich etwas weniger hier im Blog und dafür mehr auf andere Artikel im "social web" verwiesen (siehe facebook.com/unkelbach/ ) und natürlich werfen auch einige Veranstaltungen im Oktober und November ihren Schatten vorraus (hier verweise ich gerne auf die vorläufige Agenda der FICO Forum Infotage 2018) aber dennoch sind einige Artikel hier in der Entwurfsversion und auch per Mail kam die ein oder andere Frage rund um SAP hier herein über die ich mich sehr gefreut habe und wo der Austausch dann tatsächlich auch für mich lehrreich war.

Ausgangslage: Fehlendes ABAP Coding nach Transport von Infoset und Query

Nachdem ein Infoset mit Coding im Zusatzfeld erzeugt worden ist sollte dieses im Rahmen einer Dreisystemlandschaft (Development/Entwicklung-, Qualitätssicherung/Test- und Produktiv System) transportiert werden.

Der Transport verlief vom D-System ins Q-System problemlos und das Coding im Infoset war ebenfalls vorhanden, lediglich beim Transport ins Produktivsystem fehlte dann das Coding im Infoset und die Query konnte nicht wie erhofft verwendet werden.

Anhand der Beschreibung im Artikel "Transport von SAP Queries (DL/UL)" war der Verdacht naheliegend, dass nicht nur beim Upload über das Dateisystem sondern auch bei der Freigabe des Transport über die SE01 der User die Berechtigung für das Berechtigungsobjekt S_DEVELOP im Produktivsystem benötigt damit der Transport erfolgreich durchgeführt werden könnte.

Damit wäre aber eine Anbindung von Query und Infoset über einen Transportauftrag gar nicht erforderlich, da eine Entwicklung ja ebenfalls direkt im Produktivsystem erfolgen könnte.

Nach einigen Hin und Her hat sich jedoch herausgestellt, dass das Infoset inklusive Coding im Q-System schon vorhanden war und die Ursache für den scheinbaren Fehler an einer anderen Stelle zu finden war.

Für eilige Personen die kurze Zusammenfassung:

"Nachdem per STMS der Transport in das Produktivsystem importiert wurde muss auch ein Import mit der SQ02 erfolgen.  Auf diesem Wege ist es nicht notwendig die Berechtigung S_DEVELOP zu besitzen."

An dieser Stelle vielen Dank auch an die Mail mit den Hinweis auf die gefundene Ursache. Da sicherlich auch andere Personen manchmal auf einen solchen Fehler stossen möchte ich in diesen Artikel diese Lösung gerne etwas ausführlicher erläutern.

Da mir der Transport von Query und Infoset bisher auch mehr über Download und Upload bekannt war mag ich hier aber die notwendigen Schritte für beide "Transportvorgänge" erläutern.

Möglichkeit 1: Download und Upload über Präsentationsserver

Die von mir gerne verwendete Methode ist der Transport von Infoset und Query über das Dateisystem. Dieses hat auch den Vorteil, dass sowohl Query als auch Infoset durch andere Einrichtungen ebenfalls verwendet werden können.

Im Rahmen der Infoset Pflege (Transaktion SQ02) kann über das LKW Symbol (Tastenkombination STRG + F3) das SAP Query Transporttool aufgerufen werden. Alternativ kann auch direkt der Report RSAQR3TR  über die Transaktion SA38 gestartet werden.

Im Abschnitt Transportoption kann Download zum Herunterladen der Objekte (Wahlweise Benutzergruppen, Infoset, Infoset und Query oder nur Query) gewählt werden und später über Upload eben diese auch wieder in einen anderen System hochgeladen werden. Der Austausch erfolgt dann über eine Textdatei in der alle Optionen hinterlegt sind.

Beim Upload / Download ist es jedoch nicht möglich Layout-Varianten von Queries oder Berichts-Bericht-Schnittstellen mit zu übertragen.

Fener ist darauf zu achten, dass sofern Infosets mit ABAP Coding übertragen werden sollen, ist der Objekttyp PROG im Berechtigungsobjekt S_DEVELOP und 'AQ*' für OBJNAME erforderlich. Andernfalls ist ein Coding hier nicht möglich. Dieses gilt dann auch für einen Import von Query per Upload in ein anderes System. Etwas ausführlicher ist das Ganze in unten verlinkter Anleitung im Abschnitt "8. Query und Infoset per Upload/Download transportieren" erläutert.
 

Möglichkeit 2: Export und Import per Transportauftrag

Wesentlich umfangreicher, dafür aber an einer Transportschicht angebunden, ist der Transport von den oben erwähnten Objekten (optional auch mit Layout-Varianten von Queries oder der Bericht-Berichtsschnittstelle) per Transportauftrag.

Hierzu kann ebenfalls das SAP Query: Transporttool aufgerufen werden allerdings muss hier die Option Export ausgewählt werden.

Danach kann ein Transportauftrag angelegt werden und dieser wie üblich über die SE01 oder SE10 freigegeben und per STMS in das Folgesystem transportiert werden.

Nachdem der Transport erfolgreich durchgeführt ist muss jedoch erneut im Zielsystem das SAP Query: Transporttool aufgerufen werden und hier über die Option Importieren im Abschnitt Transportoptionen im Punkt Datenbestand bei Importen der Transportauftrag angegeben werden. Die Transportauftragsbezeichnung ist auch bei erfolgreichen Transport ersichtlich. Erst danach steht auch das Infoset inklusive Coding als Datenbestand zur Verfügung.

Fazit

Der Austausch per Mail hat mir einmal wieder gezeigt, dass die Welt rund um SAP Anwendende doch recht klein ist und der Austausch von Wissen in den seltensten Fällen eine Einbahnstraße ist. Auch wenn ich im ersten Moment nicht weiter helfen konnte hat sich die Lösung dann doch noch gefunden und ich habe mich sehr über die Rückmeldung gefreut und hoffe, dass sollte noch jemand dieses Problem haben künftig hier eventuell dann tatsächlich dieser Artikel etwas weiter helfen kann.

Welche Methode nun besser für den Transport von Query und Infoset geeignet ist muss hier aber tatsächlich mit der SAP Basis, Berechtigungskonzept sowie mit der Frage ob die erstellte Query nur in der eigenen Systemlandschaft oder auch in anderen Systemen genutzt werden sollen abgeklärt werden. Zumindest Anwendungsbetreuende oder Keyuser dürften die Möglichkeit des Tranport per Upload und Download sehr zu schätzen wissen, auch weil hier bestimmte Einstellungen manuell ebenso wie beim Transport von Report Painter und Report Writer Berichten noch angepasst werden können.

Für diese bin ich im Artikel "Report Writer oder Report Painter Berichte über Dateisystem inklusive Bibliothek Variablen und Berichtsgruppe exportieren und importieren" ausführlicher drauf eingegangen.

Daneben ist im Themenfeld Berichtswesen gegebenenfalls auch der Artikel "Transport von Selektionsvarianten"  ebenso lesenswert wie die Erstellung von kundeneigene Transaktionen für Berichte wie im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query / Unterschied Parameter- oder Reporttransaktion" oder auch "Kundeneigene Transaktionen zu Berichten in PSM FM Haushaltsmanagement zum Beispiel Belegjournal anlegen (Variantentransaktion)" näher beschrieben.

Wie Berichte später den Anwendenden zur Verfügung gestellt werden ist auch ein Thema im Artikel "Benutzereigene SAP Menüs (Favoriten, Benutzermenü, Bereichsmenü)" aber auch meinen Buch zum Thema »Berichtswesen im SAP®-Controlling«

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 7. September 2018
16:56 Uhr

Fremde Formeln in Excel verstehen durch schrittweise Auswertung

Gerade bei umfangreicheren Excelformeln ist es oftmals etwas schwierig diese nachzuvollziehen, wenn man nicht selbst die Tabelle aufgebaut hat oder aber unter Zeitdruck eine Tabelle schnell aktualisieren soll.  Dabei kann sowohl die Formel INDIREKT welche aus unterschiedlichen Zellen den Bezug zum Beispiel aus Jahr und Arbeitsmappe und feste Bezüge im Namensmanager (siehe  "Formulare gestalten in Excel") definiert oder auch die Kombination aus INDEX und VERGLEICH im "Index und Vergleich statt SVERWEIS endlich verstanden und Suche über Verweis nur, wenn es auch etwas zu finden gibt" schon etwas schwieriger sein um diese nachzuvollziehen.

Während im Artikel "Excel Berechnete Felder in Pivottabellen" auch gleichzeitig eine automatische Dokumentation vorhanden ist zählt bei komplexeren Formeln oftmals die Devise "The code is documentation enough!".

Formeln schrittweise auswerten / debuggen

Glücklicherweise liefert Excel direkt eine Funktion, die beim Verständnis der von Kolleginnen und Kollegen gelieferte Excel-Tabellen direkt weiter hilft.

Formel schrittweise auswerten in Excel

Innerhalb der Symbolleiste FORMELN befindet sich in der Befehlsgruppe FORMELÜBERWACHUNG nicht nur die von mir sehr geschätzte Hervorhebung zur Spur zum Vorgänger und Nachfolger (als Pfeile dargestellt) auch die Funktion FORMELAUSWERTUNG. Diese ermöglicht es schrittweise eine Formel nachzuvollziehen, so dass sich im oberen Beispiel die Zelle A1 in den Wert in dieser Zelle verwandelt und danach B1 den zweiten Wert liefert und im dritten Schritt dann tatsächlich die Summe ausgewiesen wird.

Es wird jeder Bestandteil einer Formel einzeln ausgewertet, so dass hier die Schritte tatsächlich nachvollzogen werden können.

Fazit

Auf diese Weise an eine neue Arbeitsmappe in Excel ran zu gehen ist im ersten Moment sicherlich mühsam, aber gerade wenn man bestimmte Formeln noch nicht kannte gleichzeitig auch lehrreich und hilft tatsächlich die Vorgehensweise innerhalb einer größeren Formel nachvollziehen zu können.

Im Ergebnis klappt damit auch wieder die Verständigung zwischen den einzelnen Datenlieferanten und einer Aktualisierung der Tabellen stehen zumindest was die verwendeten Formeln anbelangt keine Verständigungsprobleme mehr im Wege.

Gerade im Hochschulcontrolling oder Hochschulberichtswesen (siehe auch "Informationen rund um Hochschulcontrolling, Haushalt, Finanzen und Rechnungswesen") ist Excel weiterhin eine der am häufigst genutzten Anwendungen, selbst wenn manche Sitzung oder Tagung auch den Einsatz von Powerpoint (bspw. "Grundlagen und Empfehlungen rund um Powerpoint oder auch andere Präsentationen" oder auch "Powerpoint Smart Art als Inhaltsverzeichnis mit Powerpoint für Agenda, Abschnitte und Fortschritt innerhalb der Präsentation") nicht als unwichtig betrachten würde.

Als Beispiele im Bereich des Hochschulberichtswesen würde ich folgende Artikel sehen: nennen in den konkrete Berichtsanforderungen dann auch mit bestimmten Funktionen in Excel umgesetzt werden konnten.

Nicht ganz ohne Grund hatte ich schon im Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" einige der im Berichtswesen genutzten Tools zusammen gestellt und denke, dass sich das Thema auch weiterhin noch entwickeln wird.

Viele Artikel hier im Blog entwickeln sich sicherlich durch konkrete Herausforderungen im beruflichen Alltag aber manche gehen auch einfach auf gute Beispiele oder auch konkrete Anfragen von Kolleginnen und Kollegen zurück. Der hier oftmals gelebte Austausch insbesondere in Hessen ist für mich immer noch etwas auf das ich ungern verzichten mag.

Dieses merke ich auch selbst bei der Ausarbeitung von Workshops und Schulungen wie unter "Auffrischungsworkshops SAP Query im Hochschulcontrolling und Hochschulberichtswesen" beschrieben.

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