Andreas Unkelbach
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Artikel zum Stichwort FI

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Samstag, 8. April 2017
14:32 Uhr

Anzahl Belege Kreditor je Fachbereich oder Abteilung anhand Kostenstelle oder verantwortliche Kostenstelle CO Innenauftrag

Manchmal erweist sich mein Blog tatsächlich auch für mich selbst als "Wissenspool" auf den ich selbst sehr gerne zurück greife um bestimmte Anforderungen direkt erfüllen zu können.

So kam nun die Frage auf, ob es nicht möglich wäre für alle Kostenstellenbereiche (im Hochschulbereich würden hier bspw. Fachbereiche oder auch Abteilungen in Frage) die Anzahl an Rechnungen (Einzelposten Kreditorenrechnungen) auszuwerten.

Kreditoren Einzelposten Liste im Modul FI

Wie schon im Artikel "Auswertung Kreditoren Einzelposten inklusive CO Objekte wie Kostenstelle oder Innenauftrag" sind bei einer Auswertung der Nebenbuchhaltung im Kreditorenbereich in der Kreditoren-Einzelposten Liste zu finden unter:
  • Rechnungswesen
  • Finanzwesen
  • Kreditoren
  • Infosystem
  • Kreditoren Posten
  • Kreditoren Einzelposten Liste ( Transaktion S_ALR_87012103)
zwar die FI Belegdaten (Kreditorenbeleg und Zahlungsbeleg) und damit die beiden Bücher Kreditorenbuchhaltung und Hauptbuchhaltung angezeigt jedoch sind auf beiden Belegen nicht die CO-Objekte des Kostenrechnungsbeleges zu finden.

Query mit CO-Objekten Kostenstelle und Innenauftrag aus der Profit-Center-Rechnung

Entsprechend haben wir hier eine entsprechende Query angelegt, die im Rahmen der Profit-Center-Rechnung eine passende Auswertung bastelt.

Das entsprechende Infoset ist in folgender Abbildung dargestellt:

Infoset Tabellen GLPCA, BSAS, LFA1, BSAK und SKAT

Das Infoset verknüpft dabei die Tabellen GLPCA, BSAS, LFA1, BSAK und SKAT und kann sowohl die Felder  CO Innenauftrag und Kostenstelle ausgewiesen.

Anhand der Kostenstelle kann, dank eines sprechenden Kostenstellenschlüssel innerhalb eines bestimmten Intervalls der Bereich (Abteilung oder Fachbereich) anhand der ersten Ziffern der Kostenstellen (bspw. die zweite und dritte Ziffer einer Kostenstelle) identifiziert werden.
 

Aus Kostenstellenschlüssel den Fachbereich oder Abteilung auslesen

Im Rahmen des Artikel "Query Stammdatenvergleich Profit-Center und Auslesen von Textbestandteilen (Teilstring aus Variable)" hatte ich ja schon einmal eine ähnliche Fragestellung anhand der Auslesung der Kostenstelle aus Profit-Centern festgelegt, allerdings möchte ich in der bestehenden Query nicht nur die Ziffern der Kostenstelle sondern auch zu den Innenaufträgen die verantwortliche Kostenstelle und ggf. den Kurztext des Innenauftrag und weitere Stammdaten aus den CO Innenauftrag übernehmen.

Fragestellung: Wie viele Kreditoreneinzelposten sind im Geschäftsjahr je Bereich angefallen


Danach sollen auch noch anhand der Kostenstelle (wenn auf Kostenstelle gebucht) oder anhand der verantwortlichen Kostenstelle (eines Innenauftrages) und sofern die Kostenstellen innerhalb eines Fachbereiches liegen eine Zwischensumme gebildet werden.

Die Aufgabe wäre nun also:
  1. Ist die Rechnung auf einen Fachbereich / Abteilung gebucht und um welchen handelt es sich?
  2. Welche Kostenstelle (Kostenstelle oder verantwortliche Kostenstelle Innenauftrag) ist betroffen?
  3. Wieviele Buchungen sind je Fachbereich (und je Kostenstelle) angefallen?
Für Frage 3 muss in einer solchen Auswertung also auch noch ein Zähler mit aufgeführt werden.

Ausgehend von der vorhandenen Query, die ich ja schon ausführlich im oberen Artikel beschrieben habe, möchte ich den Lösungsweg zu diesen Punkten gerne eingehen.

Der erste Schritt ist die Frage, wie weitere Stammdaten zum Innenauftrag ergänzt werden.

In der Query sind folgende Felder enthalten:

Kostenstelle (L,S) GLPCA-KOSTL
Auftragsnummer  (L,S) GLPCA-AUFNR

Das bedeutet, dass hier tatsächlich zumindest die Kostenstelle unproblematisch ergänzt werden können.

Infoset über Zusatztabellle erweitern

Im ersten Moment hatte ich nun überlegt, dass ich per ABAP Coding und Zusatzfeldern nun aus der Stammdatentabelle AUFK die notwendigen Daten aus den Auftragsstamm auszulesen und zum Feld GLPCA-AUFNR zu ergänzen.

Im schon vorhandenen Infoset soll die Tabelle AUFK als Zusatztabelle ins Infoset übernommen werden.

Über die Schaltfläche Zusätze (F5) bzw.  über  SPRINGEN-> ZUSÄTZE ZUM KNOTEN  innerhalb der Transaktion SQ02 (Pflege des Infosets) kann nun eine Zusatztabelle eingefügt werden. Hierzu kann im Register Zusätze die Schaltfläche Anlegen ausgewählt werden.
Hierzu tragen wir die den Namen AUFK und als Art der Zusatzinformation Zusatztabelle ein. Nun erfolgt eine Abfrage über SELECT SINGLE * FROM AUFK WHERE ...
in der auch gleich die Bedingung AUFNR  = GLPCA-AUFNR vorgeschlagen wird.

Es wird also die führende Tabelle GLPCA mit der Stammdatentabelle AUFK verknüpft wird.

Danach können einzelne Felder der Stammdatentabelle als eigene Feldgruppe ins Infoset übernommen werden.

HINWEIS Vorteil Zusatztabelle versus Join

Sicherlich hätte ich auch per JOIN die Tabelle einfügen und verknüpfen können, was mich aber tatsächlich an der Lösung der Zusatztabelle angenehm überrascht hatte war dass die Tabellenfelder der Tabelle AUFK einfach leer sind, wenn das Feld GLPCA-AUFNR nicht gefüllt ist sondern die Buchung auf Kostenstelle erfolgte und damit GLPCA-KOSTL gefüllt ist.

Die Alternative wäre sicherlich noch ein Outer Join statt Inner Join (statt 1:1 eine 1:N Verknüpfung)  Definition. :-)

Als Beispiel habe ich dabei folgende Felder mit übernommen:

  • Auftragsart AUFK-AUART
  • Auftragsnummer AUFK-AUFNR
  • Kurztext AUFK-KTEXT
  • Verantwortliche Kostenstelle AUFK-KOSTV
  • Antragssteller AUFK-USER0
  • Verantwortlicher AUFK-USER2
  • Arbeitsbeginn AUFK-USER7
  • Arbeitsende AUFK-USER8
Im Ergebnis können diese Felder dann in einer Query genutzt werden, nachdem natürlich das Infoset gesichert und generiert wurde.

Query mit lokalen Zusatzfeldern für Ermittlung Fachbereich

Da ich im Rahmen einer anderen Query aus einer virtuellen Lehreinhiet auch Text der Lehreinheit und Fachbereich abgeleitet habe war mein erster Gedanke per ABAP Coding und Zusatzfeld wie im Abschnitt "Zusatzfeld VLE zur Darstellung virtueller Lehreinheit aus Teilstring der verantwortlichen Kostenstelle sofern nicht in einen anderen Feld ein Wert steht" im Artikel "Query über COEP, AUFK und FMFINCODE für Einzelposten Istkosten Innnenauftrag mit Stammdaten aus CO und PSM-FM sowie Spalten für Ertrag und Aufwand - Erster Teil Infoset als Datengrundlage" beschrieben näher betrachtet

Glücklicherweise bin ich hier aber nur auf den Fachbereich angewiesen, so dass ich innerhalb der Query per lokalen Zusatzfeld mit den beiden Feldern Kostenstelle und verantwortliche Kostenstelle arbeiten kann.

Bezeichnungen und mit lokalen Feldern arbeiten

Neben der reinen Auswertung von einzelnen Tabellenfeldern kann innerhalb der Query auch die Ergebnisse verarbeitet werden. Um einzelne Felder weiter zu bearbeiten können Sie über SPRINGEN->FELDAUSWAHL->FELDAUSWAHL über die Funktion BEARBEITEN->KURZBEZEICHNUNGEN ->EINSCHALTEN einzelne Felder eine Kurzbezeichnung zuordnen.

Diese Kurzbezeichnungen sind notwendig, da wir auf diese dann Bezug nehmen, wenn wir ein lokaes Feld mit einer Formel anlegen. Dieses geht über
BEARBEITEN->LOKALES FELD->ANLEGEN.
Dieses Lokale Feld wird dann in der Feldgruppe angelegt, in der wir uns gerade befinden. Elegant wäre es natürlich, wenn wir im Infoset eine entsprechende leere Feldgruppe definiert hätten, es geht aber auch ohne.

Für dieses Feld werden dann entsprechende Eigenschaften festgelegt und über eine Berechnungsvorschrift kann auf andere Felder Zugriff genommen werden.
Nachdem ich hier schon die theoretische Vorgehensweise erläutert habe mag ich direkt zur praktischen Umsetzung gehen.

In der Feldgruppe zur Tabelle GLPCA "EC-PCA: Ist-Einzelposten" habe ich den Feld "Kostenstelle" die Kurzbezeichnung KS gegeben. Danach habe ich in der Feldgruppe zur Tabelle AUFK den Feld "Verantwortliche Kostenstelle" die Bezeichnung KS_IA gegeben.

Damit kann ich nun also wahlweise mit der Verantwortlichen Kostenstelle des Innenauftrages oder der bebuchten Kostenstelle im Profit-Center-Beleg arbeiten.

Damit das ganze aber auch Sinn macht habe ich noch zwei weitere Felder über "Bearbeiten->Lokales Feld anlegen" angelegt.

Lokales Feld Fachbereich (2. und 3. Ziffer der Kostenstelle innerhalb eines Nummernintervall)

Das Feld  Fachbereich mit den Eigenschaften Textfeld mit ANzahl der Zeichen 10 hat als komplexe Berechnung folgende Bedingungen angelegt:

Bedingung
KS >= 20000000 AND KS < 22000000
Formel
KS[4:5]

Bedingung
KS_IA >= 20000000 AND KS_IA < 22000000
Formel
KS_IA[4:5]

Sonst
''

Sofern also entweder die Kostenstelle oder die verantwortliche Kostenstelle zwischen 20000000  und  22000000 liegt wird in der Berechnungsvorschrift die 4. und 5. Stelle der Kostenstelle (die mit führenden 0 als zehstelliger Wert abgespeichert ist und bei achtstelligen Kostenstellenschlüsseln damit also die zweite und dritte Ziffer der Kostenstelle darstellt)  ausgewiesen.

Damit kann also im Feld Fachbereich direkt von 00 bis 99 jeder Fachbereich oder Abteilung mit ausgewiesen werden. Sofern die Kostenstelle in einen anderen Bereich liegt bleibt dann das Feld Fachbereich leer.

Lokales Zusatzfeld KSIA zum Ausweis jedglicher Kostenstelle

Da ich später nicht nur eine Auswertung nach Fachbereich sondern auch nach der jeweiligen Kostenstelle machen möchte habe ich noch ein zweites lokales Feld angelegt mit der Bezeichnung KSIA.

Auch dieses Feld ist ein Textfeld (mit 10 Zeichen)  und hat als Berechnungsvorschrift
KS + KS_IA

Da entweder die Kostenstelle oder der Auftrag und damit die verantwortliche Kostenstelle gefüllt ist, wird in diesen Feld dann die Kostenstelle ausgegeben.

Grundliste Query Kreditoren Einzelposten mit Gruppierung Bereich und Kostenstellen

Die Grundliste der Query sieht dann wie folgt aus.
Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen Zugriff genommen bzw. in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen. Die Felder werden hier in der Reihenfolge angeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:

lokale Zusatzfeld
Fachbereich  (L)
Kostenstelle KSIA  (L)

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Geschäftsjahr (S) GLPCA-RYEAR
Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors (L,S) GLPCA-LIFNR
Belegdatum im Beleg  (L,S) GLPCA-BLDAT
Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors (L,S) GLPCA-LIFNR
Referenzbelegnummer (L,S) GLPCA-REFDOCNR
Belegart (L,S) GLPCA-BLART

Zusatzfelder
Text: Belegart  (L)  TEXT_GLPCA_BLART

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Kontonummer (L,S) GLPCA-RACCT

SKAT
Sachkontolangtext (L) SKAT-TXT50

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Betrag in Buchungskreiswährung (L) GLPCA-HSL
(sinnvoll kann es sein hier als Währungsfeldposition "kein Währungsfeld" zu markieren, sofern nur mit einer Währung bspw. EUR gearbeitet wird)
Positionstext (L) GLPCA-SGTXT
Kostenstelle (L,S) GLPCA-KOSTL
Innenauftrag (L,S) GLPCA-AUFNR

AUFK
Auftragkurztext (L) AUFK-KTEXT
Verantwortliche Kostenstellle (L) AUFK-KOSTV

Damit habe ich dann tatsächlich alle für unsere Auswertung erforderliche Daten vorhanden.

ALV Liste Gruppieren und Zwischensummen

In der ausgeführten Query kann ich dann über die Schaltfläche Zwischensummen für die Felder Fachbereich und Kostenstelle KSIA sowohl Sortierung als auch Zwischensummen  aktivieren und habe damit eine Liste mit Zwischensummen über die gebuchten Beträge.

Sobald eine solche Zwischensumme gebildet wurde, kann aber über den Zauberwürfel (Layout auswählen und hier die Auswahl im Ausklappmenü auf Layout ändern) aus den Spaltenvorrat die nun vorhandene Spalte Zähler mit in die angezeigten Spalten übernommen werden und man hat sowohl für die Kostenstellen (inklusive der verantwortlichen Kostenstelle der Projekte) als auch auf Ebene der Fachbereiche eine Summe aller Buchungen mit ausgewiesen.

Summenaufrissstufen in ALV Liste wählen

Über die Schatfläche Zwischensumme kann das Menü Aufrisssummenstufe gewählt werden und hier eine Zwischensumme auf Ebene
  • 0 Nicht-Summenzeilen
  • 1 Kostenstelle KSIA
  • 2 Fachbereich
gewählt werden. Hier werden je nach Stufe die tieferliegenden Positionen zugeklappt, so dass zum Beispiel bei der Option 2 nur die Anzahl der Belege auf Ebene der Fachbereiche ausgewiesen werden.

Im Ergebnis sieht man nun Buchungsvolumen sowie in Form der Beträge als auch der Anzahl der Buchungen.

Durch die Selektion der Belegart können nun auch Zahlungen (ZP) unberücksichtigt bleiben (ausgefiltert werden) oder auch einzelne Belegarten direkt in der Selektion der Query gewählt werden.

Fazit

Auf diese Weise kann also relativ einfach das Buchungsvolumen betrachtet werden aber gleichzeitig ist dieses auch ein Beispiel dafür, wie ich selbst das Blog hier nutze um aus bestehenden Lösungen auch neue Probleme direkt zu lösen.

Damit trage ich sozusagen zu meinen eigenen SAP KnowHow bei, da ich die Lösung mit den lokalen Zusatzfeldern im ersten Moment auch nciht mehr in Erinnerung hatte. Aber dafür gibt es ja glücklicherweise die Artikelsuche im Blog ;-).

Belege zählen im FI Belegjournal

Selbstverständlich ist die beschriebene Vorgehensweise nur ein Weg um an ein Ergebnis zu kommen. Für die Fragestellung mit Kreditorenbelege war die Vorgehensweise schon durch die vorhandene Query und den gewohnten Umgang mit ihr recht naheliegend. Sollen jedoch alle Belege eines Bereiches gezählt werden würde ich die lokalen Zusatzfelder eher innerhalb der mehr in der Finanzbuchhaltung angesiedelten "Query FI Einzelposten als Belegjournal - Belegsegment (BSEG) und Belegkopf (BKPF) verknüpfen" einbinden und mich hier nicht der Nebenrechnung bzw. des Ledger der Profit-Center-Rechnung widmen.

Analyse sprechender Nummernschlüssel in SAP Query

Grundsätzlich hat die Übersetzung von sprechenden Nummernkreise tatsächlich das Potential innerhalb einer Query eine ausführlichere Analyse zu machen. Unter "Auswertung sprechender Nummernkreisintervalle von CO Innenaufträgen mit Query Zusatzfeldcoding und Unterscheidung numerischer oder alphanumerischer Schlüssel" habe ich dieses für Innenauftragsnummern beschrieben und hier auch im Artikel "Drittmittelstatistik nach LOMZ über Recherchebericht und SAP Query" dieses auch für weitere Merkmale genutzt.

Feedback auf meiner Facebook Seite

Das Thema Ausweis Fachbereich werde ich in einen der folgenden Artikeln noch einmal aufgreifen (dann allerdings mit Lehreinheitsbezeichnung) und dabei auch auf das Thema ABAP Code in Excel generieren etwas näher beschreiben. Wobei ich hier schon auf Facebook Ende letzten Jahres (siehe Beitrag auf facebook.com/unkelbach) wirklich hilfreiches Feedback erhalten habe.

Wo ich gerade Facebook anspreche. wer mag kann auch gerne, so auf Facebook angemeldet eine Bewertung für meine Seite abgeben.

 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Freitag, 2. Dezember 2016
11:17 Uhr

Rückblick FI CO Forum Infotage 2016 in Köln und Zürich

Im November 2016 fanden die  FI CO - Forum Infotage 2016 in Köln (14. - 15. November) und Zürich (22. - 23. November) statt. Die 5. Jahrestagung der SAP ERP Financials Comunity fand erstmalig an zwei Orten und sogar in zwei Ländern statt. Die Veranstaltung wurde u.a. von Espresso Tutorials (meinen Buchverlag siehe auch fico-forum.de) und der ConVista Consulting AG ( ConVista.com ) angeboten, wie auch an beiden Agenden ersichtlich ist.


Programmhefte FI CO - forum Infotage 2016

So konnten Fachvorträge vom 14. bis 15. November im Hyatt Hotel in Köln und vom 22. bis 23. November 2016 im FIFA Museum in Zürich besucht werden.

Dabei waren die Themen bunt gemischt und in Köln auch in die drei Veranstaltungsräume entsprechend der Themenbereiche HANA, FI und CO aufgeteilt, so dass teilweise drei Vorträge parallel gehalten worden sind. In Zürich wurden dafür zwei Slots mit einer kleineren aber nichts desto trotz ebenfalls spannenden Auswahl an Themen vorgestellt.

Wie in den letzten Jahren üblich sind die einzelnen Vorträge auch auf der Seite eines der Veranstalter unter "Unterlagen der 5. FICO-Forum Infotage in Köln" und "Unterlagen der 1. FICO Forum Infotage Zürich" auf  fico-forum.de online zur Verfügung gestellt worden.

Veranstaltungsorte

Gerade Köln und Zürich haben sicherlich unterschiedliche Personen angezogen und mich von der Stadt her ebenfalls begeistert.


FI CO Forum Infotage 2016 - Veranstaltungsorte

Köln ist ja für mich (nicht nur wegen der Bärendreck Apotheke) und Kölner Dom eine Reise wert sondern auch von der Stadt her eine meiner Lieblingsstädte. Aber auch die Reise in Richtung Schweiz und Zürich war für mich sehr spannend.

Besonders gefreut hat es mich bei der Ankunft in der Schweiz hier auch einen bekannten Blogger noch vorher zu treffen und eine überraschend wohlschmeckende Empfehlung für ein Abendessen zu erhalten. Aber auch die folgende Veranstaltungen und Fachvorträge waren spannend.

Eine spannende Info ist, dass trotz Universal Journal (Tabelle ACDOCA) viele bestehende Tabellen und Reports die darauf zugreifen weiterhin genutzt werden können. So ist zum Beispiel auch die Tabelle ANLZ oder auch COEP weiterhin vorhanden, hier allerdings dann als View auf die Gesamttabelle ausgerichtet.

Daneben waren aber auch die Roadmaps und unterschiedliche Möglichkeiten zur Migration eines bestehenden SAP System ein spannendes Thema.

Neben meinen eigenen Vortrag habe ich einige spannende Vorträge besuchen können und hier schon ein wenig in die Zukunft von SAP in Richtung S/4 Hana, Simple Finance und einige andere Themen blicken können, die mich interessierten, aber auch für die Arbeit an der Hochschule wichtig werden.

Vielleicht ist ja für die ein oder andere Person aus der Kollegschaft folgender Rückblick interessant.

Rückblick 14. November 2016 - FICO Forum Infotage in Köln

Anfangs gab es ein Networking Frühstück und es gab schon Gelegenheiten sich an einzelnen Infoständen zu informieren. Unter anderen konnte auch ein Blick auf die "Digitale SAP Bibliothek Flatrate" geworfen werden oder  das eigene Namensschild und bekannte Personen gesucht werden. Danach ging es aber schon direkt in die Tiefe der unterschiedlichen Räume die nach einzelnen Themenbereichen gegliedert waren (HANA, FI und CO). Im Folgenden Artikel möchte ich kurz die Vorträge beschreiben bei denen mir selbst eine Teilnahme möglich war.
 
  •  SAP S/4HANA Finance - Aktuelles Release und Roadmap, Q&A
    Insbesondere die Möglichkeiten des Reporting mit Universal Journal waren hier ein großes Thema aber auch die einzelnen Pfade zur Migration und der Unterschied zwischen SAP S/4 Hana,Finance, SAP S/4 HANA Enterprise Management und die Darstellung von FIORI waren hier für mich eine gute Klammer die auch folgende Beiträge wesentlich klarer und verständlicher machten.
  • SAP ERP Controlling-Tipps - Aus der Praxis für die Praxis
    Wie schon eingangs erwähnt ist das vom Titel weit gefächert aber ich glaube, dass mir hier ein guter Überblick gelungen ist. Allerdings stand hier merklich die Nervösität im Mittelpunkt, so dass die Folien relativ schnell vorgetragen worden sind. Hier hat sich aber auch die Stärke der Community gezeigt und nach den Vortrag waren einige Tischrunden im Gespräch und es hat eine Menge an Tipps für meinen Vortrag in Zürich gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle für einige Gespräche und auch konstruktive Kritik nebst "Wenn du zu schnell wirst, stelle ich eine Frage...." :-) Dieser Vortrag ist auch im Artikel "Vortrag Controlling Tipps aus der Praxis für die Praxis und die Espresso digitale SAP Bibliothek Flatrate" näher beschrieben und verlinkt.
  • Effiziente Auswertungen der SAP FI und CO Daten auf Knopfdruck
    Hier wurde der SX Integrator der Saxxess Software GmbH vorgestellt welches als Auswertungstool tatsächlich auch bei anderen Hochschulen im Einsatz ist und aus SAP Daten ausliest und diese ansprechend in Excel darstellt. Dabei werden die einzelnen Bewegungsdaten in eine Softwarelösung eingelesen und gemeinsam mit den Kunden ein Berichtsset sowie die Möglichkeiten der Berichtsanpassung vorgestellt. Besonders interessant, ist dass hier auf Basis von Tabellen im Rechnungswesen auch Hierarchien und Gruppen entsprechend dargestellt werden können.
  • Erfahrungsbericht S/4HANA Einführung
    Besonders die praxisorientierte Berichte zur Einführung von S/4 Hana sowie die Lösungsansätze für entsprechende Probleme oder Fragestellungen sind ein enormer Benefit welcher durch eine solche Veranstaltung gegeben wird.
  • Diskussionsrunde Erfahrungen mit S/4 HANA
    Gerade die unterschiedlichen Rückmeldungen aus den Publikum hatten hier einige Fragestellungen hervorgebracht unter denen man schon den Entwicklungsstand aber auch eigene künftige Fragen haben.
  • Abendveranstaltung
    Die Abendveranstaltung mit wirklich guten Essen und Quiz ist mir nicht nur durch die Tischrunde der "Glorreichen Sieben" sondern auch durch abendlichen Gespräche in guter Erinnerung und ich freue mich hier tatsächlich Austausch mit anderen SAP Menschen gefunden zu haben und auch menschlich überrascht worden zu sein.

Rückblick 15. November 2016 - FICO Forum Infotage in Köln

Etwas ruhiger hatte ich mich dann auch in die Vorträge des folgenden Tages setzen können und hier einige andere Darstellungsweisen sowie Inhalte mitnehmen können.
  • Neuerungen im EHP 8
    Gerade die Durchsicht der Änderungen innerhalb von Erweiterungspakete und ihre Auswirkungen im Rechnungswesen und Controlling ist hier besonders hilfreich um nicht selbst die umfangreiche Dokumente durchzuarbeiten. Auch wenn EHP 8 einen Schwerpunkt in der Logistik, Branchenlösungen und HCM hat, so konnten hier kompakt auch die Änderungen auf das Rechnungswesen praxisnah dargestellt werden
  • SAP Central Finance
    Neben S/4 Hana wurden auch die Möglichkeiten rund um SAP Central Finance und die Möglichkeit mehrere ERP oder andere Systeme hier per Regeln zusammenzuführen und eine gemeinsames Zusammenführung darzustellen. Im Ergebnis kann auch dieses eine Möglichkleit sein um auf S/4 Hana zu wechseln ermöglicht darüber hinaus aber auch interessante Aspekte wenn man innerhalb eines Konzerns (bspw. Land) mehrere unterschiedliche SAP Systeme am Laufen hat und diese zusammengeführt werden sollen.
  • Keine Angst vor SAP ERP PS
    Das SAP ERP Projektsystem ermöglicht es innerhalb SAP eine Projektplanung abzubilden und stellt eine Mischung aus Logistik und Rechnungswesen dar. Neben Festlegung der Projektstruktur wurde im Vortrag auch auf die Gestaltung von Planungs- und Erfassungsmasken eingegangen und auch die Grenzen sowie Möglichkeiten von PS dargestellt.Insgesamt war der Vortrag auch besuchenswert um die Grundlagen dieses Modul zu erfahren.
  • Tagesfinanzstatus und Liquiditätsvorschau mit S/4 HANA
    Mehr im Bereich Finanzwesen und S/4 Hana angesiedelt war dieser Vortrag gerade in Hinblick auf die Möglichkeiten des Cashmanagement spannend auch wenn ich im beruflichen Umfeld damit weniger zu tun habe. Dafür dürfte diese Präsentation für die eino der andere Person ausserhalb des Hochschulumfeldes interessant sein.
  • Werteflüsse in CO PA
    Quasi als Fortsetzung zum Fachbuch "Schnelleinstieg in die SAP-Ergebnisrechnung (CO-PA)" wurden hier die Werteflüsse vergleichbar zum gleichnamigen Buch von den einzelnen Stationen vom Kundenauftrag über die Produktion bis hin zum Warenausgang und zur Faktura dargestellt und wo die Werte zum jeweiligen Zeitpunkt im Finanzwesen bzw. Controlling zu finden sind. Selbstverständlich ist auch dieses Buch in der "Digitalen SAP Bibliothek Flatrate" enthalten.
  • Impulsvortrag - Mit Kreativität kann man alles erreichen
    Der Vortrag von Andreas Jacobs ( von Idea Thinking ) hat mich tatsächlich nachträglich beeindruckt. Hier wurde vom Kreativcoach nicht nur verschiedene Themen die in der Veranstaltung angesprochen wurden mit Humor aufgegriffen sondern auch einige Maßnahmen und Verhaltensweisen zur Kreativität vorgestellt. Hierbei haben mich nicht nur die Bezüge zum Thema der Veranstaltung beeindruckt sondern auch das Notfallmanagement was man bei einer Denkblockade an Verhaltensweisen anwenden kann. Teilweise liefert auch schon die Homepage einen guten Überblick über die Vorträge aber live gibt es hier tatsächlich einige sinnvolle Impulse die sowohl mit gut zu merkenden Bildern (innere Rollen des Bert oder Ernie aus der Sesamstraße) und auch ganz konkreten Beispielen zu vermitteln versteht.
Um einen kurzen Einblick in die behandelten Themen zu geben mag ich hier auch diese anschauliche Notfallkarte darstellen.

Verhalten im Notfall - Vortrag "Mit Kreativität kann man alles erreichen" von Andreas Jacobs (C) ideathinking.de

Besonders einprägsam ist auch die Darstellung der unterschiedlichen Zugänge zur Kreativität am Beispiel "Zeichne mir bitte ein Pferd" und unterschiedliche Akteure. Wobei die Transformation vom leeren Blatt hin zum bremsenden Pferd sehr gut nachvollziehbar ist. Auch sonst ist oft mit Vorstellungen, Methoden und Witz im Besten da lehrreichen Sinne gearbeitet worden was tatsächlich aufmerksamkeitsfördernd aber auch impulsgebend war.

Teile des Vortrags sind auch im Youtube Kanal und auf der Internetseite von ideathinking.de zu finden.
 

Rückblick 22. November 2016 - FICO Forum Infotage in Zürich

Dieses Jahr fanden die FICO Infotage eine Woche später auch im Ausland genauer in der Schweiz im FIFA World Football Museum statt.

Eindrücke FI CO Forum Infotage 2016 in Zürich

Inhaltlich konnte ich dabei ergänzend zu den vorher schon erwähnten Themen noch folgende Beiträge besuchen.
  • SAP S/4 HANA Finance - Aktuelles Release und Roadmap
    Auf diesen Überblick zur aktuellen Entwicklung in Richtung S/4 Hana sowie die einzelnen technischen Entwicklungen wurden auch in folgenden Beiträgen immer wieder Bezug genommen.
  • S/4 Finance Einführung bei ConVista
    Gerade die Darstellung einer erfolgreich abgelaufenen Migration und Aufbau eines solchen Projektes hat hier einige Einblicke ermöglicht und auch einige Fragen beantwortet, was Meilensteine anbelangt. Generell hat sich die gesamte Veranstaltung durch eine Praxisorientierung und konkreten Beispielen ausgezeichnet.
  • Die neue Anlagenbuchhaltung in EHP7 und S/4
    Auch jenseits von S/4 Hana gibt es Veränderungen in der Anlagenbuchhaltung die hier inklusive einiger zu beachtender Punkte beim Customizing beim Aktivieren des "New Asset Accounting" sowie einzelner Abhängigkeiten. Neben Echtzeitbuchungen in allen Bewertungsbereichen und des Mitführen entsprechender Ledger und weitere Veränderungen sind hier erwähnenswert. Auch wenn ich im beruflichen Alltag weniger mit der Anlagenbuchhaltung zu tun habe, war ich dann doch froh, dass auch bei S/4 Hana weiterhin ein Zugriff auf die logische Datenbank ADA möglich ist. Eine Demo ist auch auf der Seite "Neue Anlagenbuchhaltung in SAP EHP7" zu finden.
  • S/4 HANA und neues Hauptbuch in einem Schritt
    Die durch die RSP Unternehmensberatung GmbH vorgestellte (und durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften EY und PWC zertifizierte) Methode der Migration zum neuen Hauptbuch und S/4 Hana auf Datenbankebene hat mich tatsächlich nachträglich beeindruckt. Hier könnte ich mir vorstellen, dass für viele Einrichtungen der Vortrag interessant ist. Vereinfacht ausgedrückt wird in einem leeren S/4 Hana System mit neuen Hauptbuch die Bewegungsdaten aus SAP ERP auf Datenbankebene kopiert und die Migration so durchgeführt, dass das ursprüngliche System noch verfügbar ist. Gerade da hier bestehende Strukturen mit übernommen werden können und auch mehrmals eine Migration simuliert werden kann erscheint mir dieses als eine sehr spannende Methode des Wechsel in Richtung NEW GL und S/4 HANA.
  • Diskussionsrunde Erfahrungen mit S/4 HANA
    Auch in dieser Runde waren die Erfahrungen mit Wechsel zu S/4 HANA sehr unterschiedlich aber anhand konkreter Rückfragen konnte man hier schon einige Punkte mitnehmen und sehen, dass sich einige Bereiche hier auch schon intensiver mit diesen Thema beschäftigt haben wodurch auch eine lebhafte und sachliche Diskussion entstanden ist.
  • Abendveranstaltung
    Zum Abschluss der Veranstaltung war ein Besuch im FIFA Museum angesetzt, dass mich auch als Nichtfußballer beeindruckt hatte da hier neben Sport auch Weltgeschichte und Emotionen rund ums runde Leder dargestellt worden ist. Zum Abschluss gab es noch die Möglichkeit zum fachlichen Austausch beim gemeinsamen Abendessen.

Rückblick 23. November 2016 - FICO Forum Infotage in Zürich

Hier begann für mich der Tag direkt mit meinen eigenen Vortrag zum Thema "SAP ERP Controlling Tipps - Aus der Praxis für die Praxis", welcher gefühlt sehr gut angenommen worden ist, auch wenn ich trotz Kürzung das Thema Rechercheberichte am Beispiel der Profit-Center-Rechnung nicht tiefer vorstellen konnte. Trotzdem hat der Vortrag Lust auf mehr gemacht und auch die Rückmeldungen waren sehr hilfreich und positiv. Daneben hatte ich dann noch weitere Vorträge besuchen können.
  • Realtime Consilidation
    Gerade in Richtung Konzernabschluss und Überleitung von Ergebnissen sind hier sowohl klassische Methoden als auch S/4 Finance bzw. S/4 HANA vorgestellt worden. Besonders durch die Darstellung der bisherigen Methoden könnnen hier Vorteile aber auch bestehende Unterschiede erkannt werden.
  • Steht BW vor dem Aus?
    Sicherlich etwas provokant gefragt ... und nicht nur mit "Nein" zu beantworten, hat dieser Vortrag auch die Möglichkeiten eines Business Warehouse und Unterscheidung per IF Statement ob S/4 Hana als Datenbank genutzt wird oder nicht aufgeführt. Für den IT ler dürfte die Aufhebung des Schichtmodell (Anwendungssicht, Datensicht) besonders interessant sein, da teilweise Funktionen innerhalb der Datenbank ausgelagert werden
  • Rückstellungsspiegel auf Knopfdruck
    Dieses war für mich besonders spannend, da es auch die Frage Report Painter oder Recherchbericht (siehe "Rechercheberichte im Modul FI (Bilanzanalyse)") aber auch die gesetzlichen Anforderungen von E-Bilanz bis hin zu IAS darstellte.  Besonders die Einführung der Konsolidierungs-Bewegungsarten im Rahmen des neuen Hauptbuchs und Tipps zur Migration waren hier sehr hilfreich. Das SAP hier noch keinen Standardbericht ausliefert und die Möglichkeiten, wie man selsbt einen soilchen Bericht erstellen kann war in Verbindung mit der Erstellung eines solchen Berichtes sehr hilfreich.
  • Neue Controlling-Ansätze und Planung mit SAP S/4 Hana Finance
    Ein echtes Umdenken war für mich die Zusammenlegung von Kostenart und Sachkonto in ein CO Objekt. Aber auch im Bereich der Planung haben sich einige Veränderungen ergeben. Teilweise können hier die Hinweise zur Reaktivierung der bisherigen Planungstransaktionen bspw. KP06 auch für das interne Berichtswesen sehr hilfreich sein. Hier sehe ich auch einen erheblichen Anpassungsbedarf für die Hochschulen in Hessen um ihre externen und internen Berichte auf diese neuen Gegebenheiten anzupassen.
  • Mit Kreativität kann man alles erreichen
    Leider hatte ich mich aus gesundheitlichen Gründen entschlossen den letzten Vortrag fernzubleiben. Dieses war schon deswegen bedauerlich, da hier einige Bezugspunkte zu meinen eigenen Vortrag geknüpft worden sind und neben Fotos auch die Fingerklopfmethode  sowie der innere Monk und Sortieren von Einzelwerten aufgegriffen wurden. Hier wurde ich dann vollkommen überrascht gefragt, ob dieses eigentlich abgesprochen war und musste dieses tatsächlich verneinen. Andreas Jacobs von ideathinking.de scheint nicht nur kreativ sondern auch sehr aufnahmefähig und aufmerksam auch das Umfeld seines eigenen Vortrages zu beobachten und dieses tatsächlich ebenfalls wahrzunehmen. Sollte er das nächste Mal wieder einen Vortrag anbieten würde ich mich hier auf jeden Fall mit rein setzen.. :-)

Sowohl die Vorträge rund um S/4 Hana als auch die Beispiele im gewohnten SAP ERP waren hier einen Besuch wert und auch das Rahmenprogramm sowie auf den ersten Blick "fachfremde" Beiträge wussten mich zu überzeugen und ich bin nachhaltig beeindruckt von der Organisation der Veranstaltung sowie der Unmenge an Input die ich hier mitnehmen konnte und die nun langsam aufbereitet werden sollten.
 

Mein eigener Vortrag "SAP ERP Controlling Tipps – Aus der Praxis für die Praxis"


Wie eingangs erwähnt war ich bei beiden Veranstaltungen ebenfalls als Referent vertreten und habe ein wenig aus meinen beruflichen Umfeld (und Blog) berichtet.

Im Vorfeld hatte ich hier auch schon Rückmeldungen von geschätzten Kolleginnen und Kollegen erhalten, so dass ich mit einer Vielzahl von Folien ausgestattet dann in Richtung Köln und Zürich unterwegs war und mit der ersten Folie auch direkt ins Thema eingestiegen bin. An dieser Stelle auch vielen Dank an die Kollegschaft (über Hessen verteilt) bei denen ich vorab diesen Vortrag Probe halten konnte und die mir tatsächlich die ein oder andere Anregung mit auf den Weg gegeben haben.

Hier zeigt sich halt tatsächlich die gute und bewährte Zusammenarbeit gerade innerhalb der hessischen Hochschulen. Das Competence Center hessiche Hochschulen (CCHH) mit den einzelnen Arbeitsgruppen (als Beispiel sei hier die AG CO genannt) und der kollegiale Austausch ermöglichen hier wirklich ein produktives Miteinander auch hochschulübergreifend.

Ursprünglich war ja ein Vortrag gedacht zum Thema  "Berichtswesen in SAP CO – Tipps am Beispiel Controlling einer Hochschule / Controlling an Hochschulen mit SAP" von meiner Seite aus angedacht. Hier wollte ich auf Themen wie externe Berichtsanforderungen (HFS, QSL, KTR) oder Kennzahlenanalyse eingehen, jedoch stimme ich hier durchaus der Überlegung zu, dass es sinnvoller wäre das Thema möglichst allgemein zu halten und der Bezug zur Hochschule sicher nur für sehr wenige Teilnehmer relevant wäre. Immerhin konnte ich einige Punkte des ursprünglichen Vortrags auch direkt übernehmen und nur drei Punkte so hochschulspezifisch waren und der Rest konnte auch relativ allgemein gehalten werden. Wobei die Beiträge "Auswertung Statistische Kennzahlen auf Innenaufträge für Lehrimport und Lehrexport auf Ebene Studiengänge", "Pivottabellen ab Excel 2010 dynamischer filtern mit Datenschnitten am Beispiel Hochschulfinanzstatistik" oder "»Rechercheberichte de lux« im Modul PSM FM Haushaltsmanagement" sicherlich ebenfalls interessant gewesen wären.

Entsprechend habe ich die Beispiele vergleichbar zum Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO) gehalten und musste keine Zahlen schwärzen oder Rücksicht auf Datenschutz nehmen.

 
Schnelleinstieg ins SAP-Controlling (CO)
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage (01. November 2014)
Paperback ISBN: 9783960126874

Für 19,95 € direkt bestellen

Oder als SAP Bibliothek-Flatrate *

Ebook ISBN: 9783960120414
 

Dennoch ist einer der Gründe warum ich meine derzeitige Arbeitsstelle an der Justus-Liebig-Universität Gießen sehr schätze, dass diese auch übergreifendes Arbeiten ermöglicht. Wobei ich an dieser Stelle noch erwähnen möchte, dass ich hier nicht als Vertretung der Hochschule sondern als Autor und eigene Person aufgetreten bin. :-)


SAP ERP Controlling Tipps »Aus der Praxis für die Praxis«

Auch wenn das Thema "SAP ERP Controlling Tipps »Aus der Praxis für die Praxis«" sehr weit gefasst war konnte ich doch hier eine Gliederung in vier Abschnitte setzen und dabei gleichzeitig einen Schwerpunkt auf auch hier im Blog gerne vertretene Themen setzen.

Agenda Vortrag FICO Forum Infotage 2016 Andreas Unkelbach

Nach den Erfahrungen in Köln hatte ich dann aber das Thema "Stammdatenkonzeption" ein wenig gekürzt, so dass die Onlinefassung etwas ausführlicher als die eigentliche Präsentation geworden ist.

Stammdatenkonzeption - FICO Forum Infotage 2016 Vortrag Andreas Unkelbach

Dafür sind dann die Themen Kostenverrechnung, Berichtswesen (allgemein) sowie Berichtswesen (Berichte im CO) weiterhin ausführlich behandelt worden.

Im Rahmen der Kostenverrechnung habe ich die verschiedenen Möglichkeiten der Kostenverrechnung (von Leistungsartenrechnung, Kostenverteilung und Kostenumlage) vorgestellt um danach auf einige Punkte einzugehen, die für mehrere Berichte gültig sind.

Neben den übergreifenden Möglichkeiten des Berichtswesen innerhalb SAP wurden auch die Möglichkeiten der eigenentwickelten Berichte gerne aufgenommen, so dass ich hier zu SAP Query im Rechnungswesen (CO), Report Painter / Report Writer sowie Recherchberichte (ebenfalls im Modul CO) ausführlich auf die beiden zentralen Fragestellungen eines Berichtswesen eingehen konnte.
  1. Wie komme ich an die notwendigen Daten?
  2. Welche Tools kann ich verwenden, um eine Auswertung in einer Form zu bekommen, die ich direkt verwenden kann?

Die Themen wurden tatsächlich auch in Gesprächen danach gerne aufgegriffen und es entwickelte sich im Nachgang auch manche spannende Diskussion zum Thema. Besonders beeindruckt hat mich nach meinen ersten Vortrag, dass hier viele Anregungen von anderen unterschiedliche Teilnehmende gegeben wurde und ich diese tatsächlich gerne aufgegriffen habe und manche kleine Änderung im Vortrag noch einarbeiten konnte. Vielen Dank an dieser Stelle an eine Vielzahl von Menschen die mir hier offenes und konstruktives Feedback gegeben haben aber auch mit Lob nicht gespart haben.

Teilweise sind diese Themen ja auch im Artikel "Unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten im Controlling (Report Writer, Recherchebericht, SAP Query) und natürlich Excel ;-)" angesprochen, bieten aber genug Potential hier auch tiefergehende Informationen in Buchform zur Verfügung zu stellen. Der fertige Vortrag ist auch im Artikel "Vortrag Controlling Tipps aus der Praxis für die Praxis und die Espresso digitale SAP Bibliothek Flatrate" näher beschrieben und verlinkt

Besonders beeindruckt war ich dann aber auch vom Hinweis auf Virtual Infoprovider (VIP) als moderne Reportingtools für das ERP, die basierend auf BW Technik, die auch in ERP steckt direkt in Excel verschiedene Daten aus SAP direkt zusammenstellen kann und dabei für  das CO-OM, das G/L (neu und alt), das klassische  PCA, EC-CS und andere Teilkomponenten des CO anwendbar ist. Insgesamt eine spannende Geschichte auf die ich mich schon heute freue.

Referent Andreas Unkelbach

Da ich aber auch als Autor tätig bin werden einige der im Vortrag (und am Rande des Vortrag) angesprochenen Themen sicherlich auch in einen neuen Buch Verwendung finden, wobei ich hier insbesondere auf die Publikationen eines der Veranstalter hinweisen möchte:



Da mittlerweile auch schon Rückmeldung vom Lektorat vorliegt freue ich mich schon darauf das Manuskript zu überarbeiten und bald auf ein neues Werk hinweisen zu können.

In der "digitalen SAP Bibliothek" ist direkt ein Zugriff auf alle Bücher des Veralg espresso tutorials für ein Jahr enthalten, welche ich gerne bei Gelegenheit ebenfalls vorstellen möchte aber auch persönlich sehr empfehlen kann. Natürlich können die Bücher aber auch in Papierform erworben werden. Einen guten Überblick über die angebotenen Bücher habe ich daher unter "Buchempfehlung"  zusammengefasst wo unter anderen auch die Bücher meines Verlages vorgestellt werden.

Gerade wenn man das Thema Weiterbildung mit SAP Software kümmern möchte und sich hier einen Überblick in vorhandene Tools oder Module verschaffen möchte, sehe ich dieses als eine sehr sinnvolle Investition an.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 30. Juli 2016
09:43 Uhr

Werbung - Fachliteratur rund um SAP Themen

Ich hatte ja schon auf Facebook davon berichtet, möchte aber auch im Blog auf eine kleine Änderung hinweisen. Mittlerweile ist es innerhalb Deutschland möglich von meiner Seite Bücher ohne Versandkosten zu bestellen. Für Lieferungen ins Ausland werden weiterhin 3,45 Euro erhoben. Hier könnte allerdings das weiter unten erwähnte Angebot der digitalen  SAP eBook Flatrate (SAP-Bibliothek) passend sein, die  E-Books und Videos zu den Themen: Finanzwesen, Controlling, Einkauf, Verkauf, Produktion, Berichtswesen und Programmierung anbietet. Aktuell sind 100+ Medien verfügbar, die fortlaufend ergänzt werden. Hierbei handelt es sich sowohl um Inhalte für Einsteiger (SAP Navigation, FI, CO, SD, MM, PP, ABAP ) als auch für Fortgeschrittene.

Einige Literatur rund um SAP Module wie CO, FI oder auch BC

Für einen kleinen Einblick ins Thema möchte ich auf einige der hier angebotenen Bücher hinweisen.

 
Schnelleinstieg ins SAP-Controlling (CO)
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage (01. November 2014)
Paperback ISBN: 9783960126874

Für 19,95 € direkt bestellen

Ebook ISBN: 9783960120414

Eine ausführliche Beschreibung ist unter "Rezension zu Schnelleinstieg ins SAP-Controlling (CO)" zu finden.

 
Schnelleinstieg ins SAP-Finanzwesen (FI)
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage (28. April 2014)
ISBN: 978-3943546675

Für 19,95 € direkt bestellen
 
Verfügbar als Ebook und Paperback

Auch hier finden sich unter "Rezension zu Schnelleinstieg ins SAP-Finanzwesen (FI)" weitere Angaben.

 
Schnelleinstieg in die SAP-Ergebnisrechnung (CO-PA)
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage (01. Oktober 2012)
ISBN: 978-3943546101

Für 19,95 € direkt bestellen
 
Verfügbar als Ebook und
Paperback
Auch wenn ich selbst selten mit der Ergebnisrechnung arbeite, schadet es auch nicht sich mit diesen Thema zum Beispiel im Rahmen der "Rezension zu Schnelleinstieg in die SAP-Ergebnisrechnung (CO-PA)" auseinanderzusetzen.


Gerade im Berichtswesen habe ich nicht nur die beiden Artikel "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch Report Painter Report Writer" und "Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query " sondern auch passende Buchempfehlungen.
 
Reporting im SAP-Finanzwesen: Standardberichte, SAP QuickViewer und SAP Query
Verlag: Espresso Tutorials GmbH
1. Auflage (27. Januar 2014)
ISBN: 3943546624

Für 19,95 € direkt bestellen
 
Verfügbar als Ebook und Paperback
Auch hier findet sich unter "Rezension zu Reporting im SAP-Finanzwesen: Standardberichte, SAP QuickViewer und SAP Query" ein entsprechendes Angebot
 

Buchempfehlungen zu Themen SAP, Controlling, Berichtswesen und andere Themen

Zu den anderen angesprochenen Themen kann ich meine übrigen Buchempfehlungen beziehungsweise die Angebote unter Espresso Tutorials emfpehlen. Besonders für Keyuser könnte das folgende Angebot hilfreich sein.

SAP Bibliothek-Flatrate *

Aus persönlichen Gründen freue ich mich besonders zum Buch  "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" über eine Rückmeldung (gerne auch bei Amazon)  und hoffe, dass das ein oder andere Buch Interesse wecken konnte. Für alle anderen kann ich aber beruhigend versichern, dass die kommenden Artikel wieder die üblichen Themengebiete umfassen wird.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 20. Februar 2016
17:14 Uhr

Schnelleinstieg ins SAP Rechnungswesen mit cat content ;-)

In letzter Zeit hatte ich einmal wieder die Gelegenheit mich mit den Grundlagen vom Rechnungswesen in SAP zu beschäftigen. Hier wollte ich meine eigene Kenntnisse rund um die Finanzbuchhaltung auffrischen und habe zwei unterschiedliche Bücher dafür genutzt auf die ich hier eingehen mag. Das erste stammt aus Österreich und ist aus einer Kooperation von Universitäten und berufsbildende höhere Schulen (HAK und BHS) entstanden.

SAP Academic Competence Center Wien (ACC Wien)  Projekt der TU Wien in Zusammenarbeit mit der WU Wien und BHS Lehrern


Wie schon im Artikel "SAP Schulungsunterlagen" beschrieben wurde aus einer Kooperation der TU Wien in Zusammenarbeit mit der WU Wien und BHS Lehrern  in Österreich eine eigene Schulungsumgebung für SAP Unterricht entwickelt und konstant weiterentwickelt. Aus dieser Kooperation ist auch für FI Schulbuch entstanden, dass im österreichischen Schulbuchverlag MANZ-Verlag erschienen ist. Leider ist es im normalen Buchhandel nicht zu bekommen, so dass ich sehr dankbar war, dass mir eines aus Wien mitgebracht wurde. Zumindest in der Buchhandlung meines Vertrauens war es nicht möglich das Buch anhand der ISBN  zu bestellen.

Dieses Schulbuch ist sehr anwenderorientiert aufgebaut und erläutert vom Hauptbuch über die Kreditoren-, Debitorenbuchhaltung und die Anlagenbuchhaltung alle wesentlichen Geschäftsprozesse.

Anhand des Mandanten "Global Bike Incorporation" (GBI), einem international im Radsportgroß- und -Internethandel tätigen Unternehmen mit nationalen Niederlassungen werden hier Geschäftsprozesse und Übungsbeispiele dargestellt um alle Tätigkeiten einer Finanzbuchhaltung im System SAP kennenzulernen.

Auch wenn es sich hier um ein österreichisches Schulbuch handelt, ändert dieses ja nichts an den Zusammenhängen (allenfalls an Kontierungsrichtlinien und rechtlichen Hintergründen). Einen guten Einblick in das Buch

 "Computerunterstütztes Rechnungswesen mit SAP®
 Auszug aus Modul FL (Foundation Level) und Modul FI (Financial Accounting)
"
Computerunterstütztes Rechnungswesen mit SAP® - Auszug aus Modul FL (Foundation Level) und Modul FI (Financial Accounting
von Monika Karst, Sonja Pfeffer und Alexander Redlein
(ISBN: 978-3-7068-4702-5) 

kann auf Seiten des MANZ Verlag gewonnen werden.

Mich hat das Buch tatsächlich beeindruckt und ich bin vom Konzept der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und berufsbildenden höheren kaufmännischen Schulen in Österreich unheimlich begeistert.

Dabei ist  das Zentrum für Informations- und Facility Management (IFM) der Technischen Universität Wien Träger dieser Einrichtung. Das SAP Academic Competence Center Wien (ACC Wien) unterstützt auf Grund eines Kooperationsvertrages mit der SAP Österreich GmbH Schulen, Fachhochschulen und Universitäten in Österreich beim Einsatz von SAP Software in Lehre und Forschung.

Die Projektseite bietet dabei einen guten Überblick über die an dieser Stelle geleistete Arbeit und hat mich nachhaltig beeindruckt.

Schnelleinstieg ins SAP Finanzwesen (FI) und ins SAP Controlling (CO) (Einführung ins externe und interne Rechnungswesen)


Nachdem ich das Schulbuch gelesen hatte überraschte mich allerdings eine Leserin dieses Blogs noch mit einer anderen Buchsendung, die schon lange auf meinen Wunschzettel bei Amazon zu finden war. 

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank nach Wien :-).

Wie im folgenden Bild zu sehen hatte ich diese Woche tatsächlich die Gelegenheit meine Bibliothek um beide Bücher zum Schnelleinstieg ins SAP-Finanzwesen (FI) und ins SAP Controlling (CO) zu komplettieren.

Schnelleinstieg ins SAP - Finanzwesen (FI) und Schnelleinstieg ins Controlling (CO)

Während mir das Buch "Schnelleinstig ins SAP Controlling (CO)" aus verständlichen Gründen natürlich vertraut ist hat mich das Buch von Peter Niemeier ebenso wie das MANZ Schulbuch diese Woche sehr begeistert.

Hier wird das Thema der Finanzbuchhaltung in aller notwendigen Tiefe inklusive der Grundlagen erläutert und schafft einen tatsächlich umfassenden Überblick vom Hauptbuch über die Nebenbuchhaltung (Personenkonten wie Kreditorenbuchhaltung und Debitorenbuchhaltunn aber auch der Anlagenbuchhaltung) bis hin zu den Abschlussarbeiten inklusive einzelner Übungen einen in meinen Augen großartigen Überblick über das Thema externes Rechnungswesen.

Da sich unser Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" mit dem internen Rechnungswesen und "Schnelleinstieg ins SAP Finanzwesen (FI)" mit dem externen Rechnungswesen beschäftigt kann ich beide eigentlich guten Gewissens als sich gegenseitig ergänzend empfehlen.

Entsprechend habe ich auch die Buchbesprechungen (Rezensionen) auf meiner Seite aktualisiert. Die beiden Bücher sind entsprechend über den Buchtitel verlinkt, alternativ kann aber auch einer der folgenden Menüpunkte aufgerufen werden :-). Hier sind auch einige andere Buchbesprechungen zu finden, sowie das Angebot der SAP Bibliothek Flatrate. Etwas weiter unten im Artikel folgen aber noch weitere Hinweise und der versprochene "cat content".
 
Buchkatalog SAP Bibliothek-Flatrate Buchbesprechungen
 
Beide Bücher sind auch in der  SAP ebook Flatrate von Espresso Tutorials enthalten und können hier elektronisch gelesen werden.

Alternativ können beide auch bei Amazon (siehe ISBN) und natürlich im normalen Buchhandel erworben werden. Gerade wenn Sie sich jedoch für beide Bücher entscheiden oder auch eine umfangreiche digitale SAP Bibliothek für Sie interessant ist, würde ich hier tatsächlich einen Blick auf Espresso Tutorials auf dieser Seite empfehlen. Hier sind auch einige andere in meinen Augen empfehlenswerte Bücher zu finden und ausführlicher beschrieben. Besonders für Keyuser dürfte weiterhin die digitale Bibliothek interessant sein, da diese auch im Laufe des Jahres um weitere Neuerscheinungen erweitert wird.

Cat content und Grundlagen bzw. Kurzanleitungen und Handbuch zu Query und Report Painter / Writer


Das nicht nur ich sehr begeistert von SAP Büchern bin dürfte aber auch folgendes Bild beweisen.

Ein Kater mit besonderer Hingabe zum Thema SAP und Rechnungswesen.

Wobei dieses nun beinahe schon der klassische "Cat content" im Blog ist und in dieser Form natürlich auch für diese Kategorie bestens geeignet ist. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an alle bisherigen Rückmeldungen zum Buch und auch für die einzelnen Mails die mich hier über das Blog erreichen.

Für Onlineleser kann ich dafür neben meiner  "Partnerschaft mit Espresso Tutorials - SAP Fachbücher" aber auch die beiden Grundlagenartikel empfehlen: Ich hoffe, dass diese Artikel ebenso wie die übrigen Artikel hier im Blog auch in Zukunft noch weitere spannende Themen offenbaren :-)

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Mittwoch, 27. Januar 2016
18:51 Uhr

Auswertung Kreditoren Einzelposten inklusive CO Objekte wie Kostenstelle oder Innenauftrag

Bei einer Auswertung der Nebenbuchhaltung im Kreditorenbereich wird in der Kreditoren-Einzelposten Liste zu finden unter:
  • Rechnungswesen
  • Finanzwesen
  • Kreditoren
  • Infosystem
  • Kreditoren Posten
  • Kreditoren Einzelposten Liste ( Transaktion S_ALR_87012103)
werden zwar die FI Belegdaten (Kreditorenbeleg und Zahlungsbeleg) und damit die beiden Bücher Kreditorenbuchhaltung und Hauptbuchhaltung angezeigt jedoch sind auf beiden Belegen nicht die CO-Objekte des Kostenrechnungsbeleges zu finden.

Dieses ist nicht weiter verwunderlich, da zwar bei der Erfassung der Kreditorenrechnung (z.B. über die Transaktion FB60 (Kreditoren-Buchung-Rechnung) zwar die CO-Objekte (z.B. Kostenstelle)  mit angegeben diese werden jedoch durch die Mitbuchtechnik auf den Kostenrechnungsbeleg im Controlling fortgeschrieben.

Durch die Mitbuchtechnik werden einzelne FI Belege auch nach CO übergeleitet. Eine ausführliche Beschreibung ist bspw. im Buch "Schnelleinstieg ins SAP Controlling (CO)" (ISBN 9783960126874 *)  zu finden...

Sollen nun über den Kreditor eine Auswertung der CO-Objekte ergänzt werden bietet es sich an hier aus der Profit-Center-Rechnung anhand der Referenzbelegnummer über eine Query eine Auswertung der Profit-Center-Belege ergänzt um die Angabe des Kreditorenbeleges aus FI zu erstellen. Hierzu ist ein etwas komplexeres Infoset anzulegen.
Infoset Tabellen GLPCA, BSAS, LFA1, BSAK und SKAT
Dabei ist die Tabelle GLPCA die führende Tabelle und sowohl BSAK als auch BSAS über left outer join verbunden. Der Einfachheit halber wurden alle Tabellenfelder ins Infoset übernommen, selbst wenn für unsere Auswertung nicht alle erforderlich sind. Wobei für unseren Auswertungszweck auf die Tabelle BSAS verzichtet werden könnte.

Sofern Interesse an der Analyse der Zahlungseingänge besteht könnte jedoch die Tabelle BSAD "Buchhaltung: Sekundärindex für Debitoren (ausgebl. Posten)" interessant sein. Diese kann über das Tabellenfeld GLPCA-KUNR ebenfalls analog BSAK verknüpft werden.

Unterschied inner join und left outer join

Daneben gibt es die Möglichkeit die Art der Verknüpfung über die Option left outer join umzustellen. Im Standard werden hier „inner join“ angelegt (1:1 Beziehungen) definiert und als einfache Linie dargestellt. Es ist aber auch möglich „left outer join“ anzulegen (1:n Beziehungen). Hierzu müssen Sie nur mit der rechten Maustaste die Art der Verknüpfung ändern.
Beim Inner Join müssen die Felder beider verknüpften Tabellen exakt übereinstimmen, andernfalls wird kein Ergebnis ausgegeben.

Dahingehend wird beim Left Outer Join immer die "linke" Tabelle ausgegeben und diese mit den übereinstimmenden Feldern der rechten Tabelle kombiniert. Hierbei wird die linke Tabelle immer mit ausgegeben und für jeden Treffer in der rechten Tabelle wird das entsprechende Feld erneut wiederholt, sofern in der rechten Tabelle mehr als eine Übereinstimmung gefunden wurde (daher der Vergleich mit der aus Access bekannten 1:N Beziehung).

Wie bereits erwähnt wird über die Referenzbelegnummer (REFDOCNR) der entsprechenden FI Beleg mit dem CO Profit-Center-Beleg verknüpft. Dieses hat den Vorteil, dass nicht nur Profit-Center sondern die ebenfalls in der Profit-Center-Rechnung bzw. in der Tabelle GLPCA mitgeführten CO-Objekte Innenauftrag und Kostenstelle mit ausgewertet bzw. aufgelistete werden können.

Basierend auf das obige Infoset wird dann die Query wie folgt aufgebaut.

Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen. Die Felder werden hier in der Reihenfolge angegeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Geschäftsjahr (S) GLPCA-RYEAR
Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors (L,S) GLPCA-LIFNR

Zusatzfelder
Name Kreditor (L) Text:Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors  TEXT_GLPCA_LIFNR

Lieferantenstamm (LFA1)
Straße und Hausnummer (L) LFA1-STRAS
Postleitzahl (L) LFA1-PSTLZ
Ort (L) LFA1-ORT01

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Referenzbelegnummer (L,S) GLPCA-REFDOCNR
Belegart (L) GLPCA-BLART


Zusatzfelder
Belegart (L) Text:Belegart  TEXT_GLPCA_BLART

EC-PCA: Ist-Einzelposten
Kontonummer (L,S) GLPCA-RACCT

Zusatzfelder
Langtext (L) Sachkontenlangtext SKAT-TXT50

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Betrag in Buchungskreiswährung (L) GLPCA-HSL

(sinnvoll kann es sein hier als Währungsfeldposition "kein Währungsfeld" zu markieren, sofern nur mit einer Währung bspw. EUR gearbeitet wird)


Positionstext (L) GLPCA-SGTXT
Kostenstelle (L,S) GLPCA-KOSTL
Auftragsnummer  (L,S) GLPCA-AUFNR
Anlagen-Hauptnummer (L,S) GLPCA-ANLN1

Buchhaltung: Sekundärindex für Kreditoren (ausgegl. Posten (BSAK)
Datum des Ausgleichs (L) BSAK-AUGDT
Belegnummer des Ausgleichsbelegs (L) BSAK-AUGBL

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Belegdatum im Beleg  (L) GLPCA-BLDAT
Buchungsdatum im Beleg (L) GLPCA-BUDAT
Erfasser (L) GLPCA-USNAM

Zusatzfelder
Text:Name des Benutzers (L) TEXT_GLPCA_USNAM

EC-PCA: Ist-Einzelposten (GLPCA)
Referenz (L) BSAK-XBLNR

Eine interessante Option kann es noch sein aus den Beispieldatensatz den "Betrag in Buchungskreiswährung" in den Kasten Summationsfelder und "Kontonummer des Lieferanten" in den Kasten Sortierfelder zu ziehen. damit wird automatisch eine Zwischensumme der Beträge je Kreditor ausgewiesen. Alternativ ist dieses natürlich auch über die Layoutpflege möglich.
 

Sonderfall CpD Kreditoren

Der Referenznummer aus BSAK (BSAK-XBLNR) kommt eine besondere Bedeutung hinzu.
Bei CpD (Conto pro Diverse) Kreditoren werden die Daten für Anschrift und Bank direkt bei der Belegerfassung angegeben und in den Zahllauf übernommen. Entsprechend sind diese Felder bei solchen Kreditoren nicht gefüllt. Allerdings sind hier weitere Informationen oftmals über  das Belegfeld „Referenzbelegnummer zu entnehmen, so dass es sinnvoll sein kann auch dieses Feld mit auszuweisen.

Anwendungsfall pauschalierte Lohnsteuer

Nun kann über diese "Einzelposten Kreditoren" Query die Kostenrechnungsbelege zu einen bebuchten Kreditor (oder nach Anpassung Debitor) aus der Profit-Center-Rechnung heraus ausgewertet werden.Ein weiteres Anwendungsgebiet können Kreditorenbelege auf Ebene einzelner Buchungskonten sein. Hier kann als eines von vielen Anwendungsgebieten das Themenfeld "Pauschalierung der Lohnsteuer" gelten. Ebenso kann diese Query zur Erfüllung der  "Verordnung über die Mitteilung von Zahlungen an die Finanzbehörden" (Mitteilungsverordnung) genutzt werden (Rechtsgrundlage § 93a AO).


Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 6. November 2014
06:25 Uhr

Query über IBAN und Stammdaten Kreditor oder Debitor (Zusatztabellen in SAP Query)

Ausgangslage
Zur Vermeidung von mehrfach angelegten Kreditoren / Debitoren soll ein Abgleich über die IBAN erfolgen, ob ein entsprechender Stammdatensatz hier schon angelegt worden ist. Da zwischenzeitlich IBAN eingeführt ist (siehe Artikel "IBAN in der Stammdatenpflege generieren (SEPA)") sollte in jeden Kreditor / Debitor das Feld IBAN gepflegt sein.

Da im Standard keine Auswertung über die Stammdaten der Debitoren- / Kreditoren-Rechnung möglich ist, bietet sich hier eine entsprechende Query an.

Tabellen identifizieren

Leider ist das Feld IBAN nicht in den Stammdatentabellen der Kreditoren und Debitoren vorhanden. Hierfür wird in SAP die Tabelle TIBAN angelegt, die zu den "vorhandenen" Bankverbindungsdaten auch die entsprechende IBAN hinterlegt hat.

Die Zahlungsverkehrsdaten sind in den Tabellen LFBK "Lieferantenstamm (Bankverbindungen)" für Kreditoren und KNBK "Kundenstamm (Bankverbindungen)" für Debitoren hinterlegt.

Bei der Definition eines Infosets funktioniert jedoch keine direkte Definition eines Tabellenjoins über die Tabellen LFBK und TIBAN. Es werden hier nur drei Verknüpfungen vorgeschlagen, es sind jedoch vier erforderlich um eine eindeutige Auswertung zu treffen.

Eine Verknüpfung der Felder BANKS, BANKL und BKONT funktioniert zwischen LFBK und TIBAN. Jedoch ist das Feld BANKN (Bankkontonummer) in der Tabelle LFBK als Char mit 18 Zeichen und in der Tabelle TIBAN mit Char 35 Zeichen definiert. daher wird eine Verknüpfung mit der Fehlermeldung "Illegale Join-Bedingung" abgelehnt.


Daher ist hier der Umweg über die Zusatztabelle erforderlich.

Infoset anlegen

Innerhalb der Transaktion SQ02 wird folgendes Infoset definiert. Hierfür wird als Datenquelle ein Tabellen-Join über Tabelle LFBK   (bzw. KNBK) angelgt.

1. Stammdaten

Innerhalb des Infosets IBAN-KREDITOR nehmen wir als Datenquelle einen Tabellen-Join über die Tabelle LFBK und ergänzen in der Join Definition über BEARBEITEN->TABELLE EINFÜGEN die Tabelle LFA1  "Lieferantenstamm (allgemeiner Teil)". Die vorgeschlagene Verknüpfung über das Feld LIFNR lassen wir bestehen. Danach wechseln wir über die Schaltfläche Infoset und lassen alle Felder der beiden Tabellen in Feldgruppen anlegen.

Für das Infoset IBAN-DEBITOR verknüpfen wir die beiden Tabellen KNBK und die Tabelle KNA1 wie vorgeschlagen über das Feld
KUNNR. Auch hier werden alle Felder in eine Feldgruppe übernommen.

Danach haben wir zwei Feldgruppen mit der Bankverbindung und den allgemeinen Stammdaten (Anschrift) der Kreditoren bzw. Debitoren.

Erweiterung des Infoset über Zusatztabelle TIBAN

Über die Schaltfläche Zusätze (F5) bzw.  über  SPRINGEN-> ZUSÄTZE ZUM KNOTEN  innerhalb der Transaktion SQ02 (Pflege des Infosets) kann nun eine Zusatztabelle eingefügt werden. Hierzu kann im Register Zusätze die Schaltfläche Anlegen ausgewählt werden.
Hierzu tragen wir die den Namen TIBAN  und als Art der Zusatzinformation Zusatztabelle ein. Nun erfolgt eine Abfrage über SELECT SINGLE * FROM TIBAN WHERE ...
in der mehrere Bedingungen erfüllt sein sollen.

Diese habe ich für beide Infosets in folgender Tabelle erläutert.

 
Bedingung INFOSET IBAN-KREDITOR INFOSET IBAN-DEBITOR
Verknüpfungsbedingungen Zusatztabelle TIBAN
WHERE BANKS = LFBK-BANKS KNBK-BANKS
AND BANKL= LFBK-BANKL KNBK-BANKL
AND BANKN= LFBK-BANKN KNBK-BANKN
AND BKONT= LFBK-BKONT KNBK-BKONT

Aus Performancegründen kann hier noch das Feld "intern puffern" angekreuzt werden, wodurch diese Tabelle gepuffert wird und somit bei häufiger Abfrage einer IBAN die Daten schneller gefunden werden können.Der Nachteil ist dann jedoch der gesteigerte Speicherbedarf, da für die Zusatztabelle eine neue interne Tabelle angelegt wird.

Wichtig ist, dass das Feld IBAN aus der Tabelle TIBAN ebenfalls ein einer Feldgruppe innerhalb des Infosets mit aufgenommen werden muss. In der Query ist dieses in der entsprechenden Feldgruppe des Infosets vorhanden.

Vergessen Sie nicht das Infoset dann einer entsprechenden Benutzergruppe über die Schaltfläche "Zuordnung zu Rollen/Benutzergruppe" zuzuordnen, da dieses Infoset andernfalls nicht für eine Query verwendet werden kann.

Hintergrund: Aufbau IBAN

Eine Verknüpfung der Felder BANKN  (Bankkontonummer) war in der Definition des Infosets nicht möglich (Fehlermeldung illegale Verknüpfung). Hintergrund ist, dass das Feld LFBK-BANKN mit 18 Zeichen (Typ Char) und in der TIBAN-BANKN mit 35 Zeichen definiert ist. Alledings werden bei einer Verknüpfung über die Zusatztabelle dann einfach die fehlenden Zeichen aufgefüllt, so dass eine Verknüpfung zwischen LFBK, KNBK und TIBAN hergestellt werden kann. Da sich die IBAN aus einer Kombination von Ländercode, Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer zusammensetzt, kann auch nur durch die Verknüpfung aller vier Felder eine eindeutige Zuordnung der Bankverbindung zur IBAN gefunden werden. Dies wird an folgenden Beispiel deutlich:
 
Deutsche IBAN (immer 22 Stellen)
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
DE Prüfsumme Bankleitzahl Kontonummer
 Zur weiteren Beschreibung des IBAN AUfbaus siehe Wikipedia: Zusammensetzung IBAN
 

Query Suche IBAN über Kreditor oder Debitor

Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen  des Infosets Zugriff genommen beziehungsweise in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angegeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:


Auch hier sind wiederum zwei Query anzulegen:
 
Feld Query Kreditor Query Debitor
Query Suche über IBAN nach Kreditor/Debitor
IBAN TIBAN-IBAN (L,S) TIBAN-IBAN (L,S)
Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors
Debitorennummer
LFBK-LIFNR (L,S)
 
KNBK-KUNNR (L,S)
 
Name 1 LFA1-NAME1 (L) KNA1-NAME1 (L)
Postleitzahl LFA1-PSTLZ (L) KNA1-PSTLZ (L)
Ort LFA1-ORT01 (L) KNA1-ORT01 (L)
Bankschlüssel (BLZ) LFBK-BANKL (L) KNBK-BANKL (L)
Bankkontonummer LFBK-BANKN (L) KNBK-BANKN (L)

Damit ist eine entsprechende Suche möglich.Natürlich können im Bedarfsfall auch noch weitere Datenfelder mit in die Query eingepflegt werden.

Je nach Bedarf können natürlich auch weitere Felder als Listen- oder Selektionsfelder verwendet werden. Hierdurch ist auch ein vollständiges Kreditorenverzeichnis oder Debitorenverzeichnis als ALV Liste (Tabelle) möglich. Gerade beim Export nach Excel ist dieses ein erheblicher Unterschied zu den Standardtransaktionen S_ALR_87012086 (Kreditorenverzeichnis) und S_ALR_87012179 (Debitorenverzeichnis). Insbesondere da in einer Query auch Suchen über Felder möglich sind, die in der freien Abgrenzung nicht aufgeführt sind (als Beispiel ist dieses hier ja anhand der IBAN erläutert).

Ein Vorteil der Suche über die IBAN besteht auch durch die Möglichkeit der Platzhalter. So kann über eine Suche nach AT* (Ländercode Österreich) oder CH* (Ländercode Schweiz) nach allen Kreditoren/Debitoren mit einer österreichischen oder schweizerischen Bankverbindung gesucht werden.

Berichtszuordnung FK03, FBL1N bzw. FD03, FBL5N

Innerhalb der Querypflege (SQ01) kann nun noch über SPRINGEN->BERICHTSZUORDNUNG  über den Punkt Zeile hinzufügen (+) mittels anderer Berichtstyp eine Transaktion als Absprungtransaktion von der Query hinzugefügt werden. Hier bieten sich die Transaktionen FK03 - Kreditor anzeigen bzw. FD03 - Debitor anzeigen an. Eine weitere ebenfalls sinnvolle Zuordnung wären auch die Transaktionen FBL1N - Kreditoren Konto Posten anzeigen und FBL5N - Debitoren Konto Posten anzeigen. Hierdurch können nicht nur weitere Stammdaten angezeigt werden sondern auch die Einzelposten zum Kreditor / Debitor angezeigt werden.

Basis: SE93 kundeneigene Transaktion anlegen und Query transportieren


Wie im Artikel "Transaktion anlegen (Report, Parameter) bspw. für SAP Query" beschrieben kann dann noch eine kundeneigene Transaktion zum Beispiel ZIBANK und ZIBAND für diese Query angelegt werden. Ansonsten kann die Query, wie im Artikel "Transport von SAP Queries (DL/UL)" beschrieben als Datei zwischen SAP Systemen ausgetauscht werden.

Hinweis 2016 Tabellenänderungen im Rahmen S/4 HANA Finance

Mit der Einführung von S/4 HANA haben sich verschiedene Tabellen im Bereich Finance ebenfalls verändert. So befindet sich die Angabe der IBAN nicht mehr in der Tabelle TIBAN, sondern im Feld IBAN der Tabelle FCLM_BAM_AMD.

Weitere Tabellenänderungen sind im OSS Hinweis  1976487  festgehalten und sollten beim Wechsel nach HANA ebenfalls berücksichtigt werden. Vielen Dank für den Hinweis im Beitrag "Re: Stammdaten Kreditor anzeigen inklusive IBAN als Report" auf fico-forum.de an Alferd (advor180).

 

Hinweis

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 27. September 2014
17:39 Uhr

Grundlagen Finanzbuchhaltung - Customizing von Nummerkreis und Belegarten

Ausgangslage:
Während es in der Finanzbuchhaltung immer treu nach dem Motto geht "Keine Buchung ohne Beleg" erfolgt innerhalb SAP keine Buchung ohne eine entsprechende Belegnummer. Je nach Buchungsart (bspw. über die Transaktion FB60 Kreditorenrechnung buchen und der dort intern verwendeten Belegart KR werden entsprechende Belegnummern nach der erfolgreichen Buchung den Beleg zugeordnet. Der Aufbau einer solchen Belegnummer ist im Customizing über Nummernkreise festgelegt, die wiederum einzelnen Belegarten zugeordnet sind.
 

Belegarten und Nummernkreise im Customizing festlegen


Innerhalb des Customizing (Transaktion SPRO)  für die Finanzbuchhaltung werden unter
  • Finanzwesen (neu)
  • Grundeinstellung Finanzwesen (neu)
  • Beleg
  • Belegarten
  • Belegarten der Erfassungssicht definieren (Transaktion OBA7)
Die Einstellungen für die einzelnen Belegarten innerhalb der Finanzbuchhaltung festgelegt. Hierbei sind neben den erlaubten Kontoarten (Anlagen, Debitor, Kreditor, Material oder Sachkonto) auch entsprechende Nummernkreise und Berechtigungsgruppen hinterlegt. Die Nummernkreise sind hierdurch für die einzelnen Belegarten (bspw. KR für Kreditorenrechnung, AA für Anlagenbuchhaltung oder DG für Debitoren Gutschrift) hinterlegt.

Die einzelnen Nummernkreise werden ebenfalls im Customizing festgelegt und können über die Transaktion SPRO über den Menüpfad
  • Finanzwesen (neu)
  • Grundeinstellung Finanzwesen (neu)
  • Beleg
  • Belegnummernkreise
  • Belege in Erfassungssicht
  • Belegnummernkreis der Erfassungssicht definieren (Transaktion FBN1)
für jeden Buchungskreis definiert werden. Hierbei wird je Nummer des Nummernkreises (auf den in der Belegart Bezug genommen wird) ein Intervall hinterlegt. Innerhalb der Pflege der einzelnen Nummernkreise eines Buchungskreises erfolgen hierbei folgende Eingabemöglichkeiten:
  1. NR - Nummernkreisnummer
  2. Jahr - Bis Geschäftsjahr (bis wann ist der Nummernkreis gültig)
  3. von Nummer - als untere Grenze des Intervalls
  4. bis Nummer - als obere Grenze des Intervalls
  5. Nummernstand - aktueller Nummernstand, bei SAP interner Nummernvergabe
  6. EXT - Kz. für internen (' ') oder externen ('X') Nummernkreis (bei letzteren ist die Belegnummer in jeder Buchung mit anzugeben.Allerdings muss auch hier ein entsprechendes Intervall gepflegt werden.
Für die Belegnummernvergabe kann nun für jedes Jahr ein entsprechendes Intervall hinterlegt werden und diese Belegnummer dann auch für die Papierablage genutzt werden. Häufig bietet es sich daher auch an innerhalb des Nummernkreises das entsprechende Geschäftsjahr zum Beispiel für den Nummernkreis der Anlagenbuchhaltung 2014 das Intervall 1401000000 bis 1401999999 zu hinterlegen. Hier sollte man sich aber darüber klar sein ob die dann noch mögliche Anzahl an Belegen ausreichend ist. Eine andere Möglichkeit wäre die Belegnummern jahresübergreifend zu hinterlegen. Beides hat hier Vorteile und Nachteile.

Da in der Nummernkreispflege auch der aktuelle Nummernstand festgehalten wird ist es empfehlenswert diese Tabelle direkt im Produktivsystem über die Transaktion FBN1 zu pflegen.

Technisch betrachtet sind die Informationen zum Nummernkreis in der Tabelle NRIV - Nummernkreisintervalle hinterlegt. Es handelt sich hierbei um eine Customizingtabelle.

Auf Tabellenebene (über die Transaktion SE12 oder SE16 bzw. über eine Query können  die einzelnen Einstellungen zum Nummernkreis auch direkt aus der Tabelle ausgelesen werden.

Hierzu ist das Feld OBJECT "Name des Nummernkreisobjekts" mit RF_Beleg "Nummernkreise für den Buchhaltungsbeleg" und das Feld SUBOBJECT "Wert des Unterobjekts des Nummernkreisobjekts" mit dem entsprechenden Buchungskreis (bspw. BUKR) zu selektieren.

Nun erhält man eine Auflistung der Einstellungen für den Buchungskreis.
Es werden folgende Felder in der Tabelle ausgegeben:
  • NRRANGENR "Nummernkreisnummer"
  • TOYEAR "Bis-Geschäftsjahr"
  • FROMNUMBER "Von-Nummer"
  • TONUMBER "Bis-Nummer"
  • NRLEVEL "Nummernkreisstand"
  • EXTERNIND "Kz. für internen (' ') oder externen ('X') Nummernkreis"
Hierbei kann die Belegnummer insgesamt aus 20 Zeichen bestehen.

Bei der Vergabe von externen Intervallen ist entweder eine Angabe von Zeichen oder Zahlen möglich. Somit kann dieser Nummernkreis 000001 bis 999999 oder AAAAAA bis ZZZZZZ nicht aber AAAAAA bis 999999 umfassen.

Sofern jahresabhängig Nummernkreise gepflegt werden, sind diese im Rahmen des Geschäftsjahreswechsel jedes Jahr aufs Neue im Customizing zu hinterlegen.

Nummernkreise im Controlling pflegen

Ebenso wie Belege in der Finanzbuchhaltung sind auch die Belegnummern im Controlling einem Nummernkreis zugeordnet. Technisch betrachtet sind diese im Objekt RK_BELEG BUCH  "Nummernkreise CO-Beleg" hinterlegt. Diese Nummernkreise sind für einzelne Vorgänge im Controlling vorgesehen und sind im Customizing vergleichbar zu den Nummernkreise in der Finanzbuchhaltung aufgebaut.

Die Pflege der Nummernkreise für CO Belege ist im Customizing (Transaktion SPRO) unter
  • Controlling
  • Controlling Allgemein
  • Organisation
  • Nummernkreise für CO-Belege pflegen (Transaktion KANK)
bzw. über die Transaktion KANK "Intervallpflege: CO-Beleg)" zu finden.Allerdings sind hier keine Jahre angegeben sondern lediglich Nummernkreisnummern, Intervalle und die Kennzeichen für interne und externe Nummernvergabe.


 

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Mittwoch, 23. Oktober 2013
18:35 Uhr

Query FI Einzelposten als Belegjournal - Belegsegment (BSEG) und Belegkopf (BKPF) verknüpfen

Ausgangslage

Wie im Artikel Einzelposten FI Hauptbuch (Auswertung Buchungen Partnergesellschaft) beschrieben besteht die Möglichkeit der Auswertung von Einzelposten des Moduls FI durch eine Query über die Tabelle BSEG "Belegsegment Buchhaltung". Hier sind alle einzelnen Belepositionen der Buchungsbelege im SAP System hinterlegt.

Wie beschrieben wurden die absoluten Buchungswerte (ohne Vorzeichen) in Kombination mit den "Soll-/Haben-Kennzeichen" ausgewertet, so dass hier das Ergebnis (der gebuchte Wert) bei einer Habenbuchung negativ und bei der Sollbuchung positiv dargestellt wird. Dieses entspricht auch der Darstellung in Einzelpostenlisten.

Der Nachteil an der Verwendung der Tabelle BSEG ist, dass hier als Belegdatum lediglich das Feld Valutadatum vorhanden sind. Die Information über Belegdatum und Buchungsdatum ist im Belegkopf des Buchungsbeleg zu finden und wird in der Tabelle BKPF gespeichert.

Clustertabellen versus transparente Tabellen

Ein Join über die Tabellen BSEG und BKPF ergibt als Fehlermeldung den Hinweis, dass Pool- und Cluster-Tabellen nicht in einem Tabellen-Join verwendet werden können.

Bei der Tabelle BSEG handelt es sich um eine Clustertabelle, die dem Cluster RFBLG zugeordnet ist. Innehrlab eines Cluster werden Felder anderer Tabellen komprimiert in einer einzelnen Spalte gespeichert. Hierdurch ist eine Verwendung von Cluster-Tabellen ebenso wie Pool-Tabellen nicht in Joins möglich.
Clustertabellen sammeln hierdurch mehrere Einzeltabellen in einer Tabelle.

Die Einzelpostenbelege sind je nach Kontenarten in transparenten Sekundärtabellen (als Sekundärindizes) zu finden. Diese sind entsprechend schneller auszuwerten und können auch einzeln in einer Query verwendet werden.
Hierbei werden von der Art her Tabellen für ausgeglichene Posten (BSA*) und für offene Posten (BSI*) unterschieden. Dabei können folgende transparente Tabellen relevant sein:
  • BSIS "Buchhaltung: Sekundärindex für Sachkonten" (Sachkonten offene Einzelposten)
  • BSAS "Buchhaltung: Sekundärindex für Sachkonten (ausgegl. Posten"
    (Sachkonten ausgeglichene Posten)
  • BSID "Buchhaltung: Sekundärindex für Debitoren"
    (Debitoren Offene Einzelposten)
  • BSAD "Buchhaltung: Sekundärindex für Debitoren
    (ausgebl. Posten)" (Debitoren ausgeglichene Posten)
  • BSIK "Buchhaltung: Sekundärindex für Kreditoren"
    (Kreditoren Offene Einzelposten)
  • BSAK "Buchhaltung: Sekundärindex für Kreditoren (ausgegl. Posten"
    (Kreditoren ausgeglichene Posten)
Der Vorteil der Clustertabelle BSEG ist jedoch, dass diese alle Belegpositionen enthält unabhängig davon ob diese offen oder schon ausgeglichen sind (gleiches gilt natürlich auch für den Belegkopf in der Tabelle BKPF).

Tabellen-Joins können dennoch nur über Transparente Tabellen ausgeführt werden, so dass hier eine Möglichkeit wäre sowohl die oben erwähnten Tabellen mit der Tabelle BKPF zu verknüpfen (outer join). Dieses hat jedoch den Nachteil, dass hier nicht über Felder wie Kostenstelle, Innenauftrag oder Profit-Center selektiert werden können, da diese Informationen ja wiederum in den Einzeltabellen gespeichert sind (auf der Belegposition).

Um nun dennoch die Informationen aus den Belegkopf (Tabelle BKPF) wie zum Beispiel das Belegdatum beziehungsweise Buchungsdatum zu erhalten und gleichzeitig auf die Merkmale der Belegposition (Tabelle BSEG) wie Kostenträger oder Sachkonto zuzugreifen bietet es sich an statt einzelne Tabellen zu verknüpfen eine logische Datenbank zu verwenden.

Logische Datenbank (LDBA)

Logische Datenbanken enthalten schon Verknüpfungen und können direkt als Grundlage für ein Infoset verwendet werden. Dieses hat den Vorteil, dass man nicht selbst erst einzelne Tabellenverknüpfungen erstellen muss. Die Struktur einer logischen Datenbank kann in der Transaktion SE36 eingesehen werden.

1. Infoset definieren
Bei der Anlage des Infoset über die Transaktion SQ02 wird als Datenquelle die logische Datenbank BRF definiert.

Hier sollen nach Angabe der logischen Datenbank die auszuwertenden Knoten mit ausgewählt werden. Für eine Auswertung von BKPF und BSEG würde es ausreichen nur diese beiden Knoten auszuwerten. Diese werden dann als Feldgruppen ausgewählt. Innerhalb der Struktur sind aber auch alle anderen Bestandteile der logischen Datenbank vorhanden, so dass hier einzelne Werte in Feldgruppen übernommen werden können. Wie bei jeden Infoset kann es sinnvoll sein so viele Datenfelder wie möglich zu übernehmen, da dieses Infoset dann auch für andere Queries verwendet werden kann.

Um eine vergleichbare Datengrundlage wie in der eingangs beschriebenen Query zu erhalten werden folgende Daten aus den jeweiligen Strukturen übernommen:

Aus der Struktur Belegsegment Buchhaltung (BSEG):
BSEG-VBUND Partner Gesellschaftsnummer
BSEG-PRCTR Profitcenter
BSEG-BELNR Belegnummer eines Buchhaltungsbeleges
BSEG-GJAHR Geschäftsjahr
BSEG-SHKZG Soll-/Haben-Kennzeichen
BSEG-SGTXT Positionstext
BSEG-AUFNR Auftragsnummer
BSEG-KOSTL Kostenstelle
BSEG-DMBTR Betrag in Hauswährung
BSEG-HKONT Sachkonto der Hauptbuchhaltung

Aus der Struktur Belegkopf für Buchhaltung (BKPF):
BKPF-BUDAT Buchungsdatum im Beleg
BKPF-BLDAT Belegdatum im Beleg

2. Query anlegen
Mit Bezug auf dieses Infoset kann dann eine entsprechende Query über die Transaktion SQ01 angelegt werden.

Hierbei ist zu beachten, dass in der Grundliste die einzelnen Merkmale in der Reihenfolge BKPF und danch BSEG ausgegeben werden. Es ist bspw. nicht möglich erst Daten aus BSEG und zwischen drin aus BKPF auszugeben. Jedoch kann das Layout der Query später durch eine Anzeigevariante angepasst werden.

In der späteren Query sind Buchungskreis, Belegnummer und Geschäftsjahr automatisch als Selektionskriterium vorhanden. Das Buchungsdatum und die Referenznummer sind dabei ebenfalls aktiv wie die Möglichkeit der freien Abgrenzung über weitere Parameter des Belegkopfes.

Sofern weitere Felder als Selektionsvariablen definiert werden erscheinen diese im Selektionsbild als Programmabgrenzung.

Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen Zugriff genommen bzw. in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Dabei werden nun auch die oben angelegten lokalen Felder mit übernommen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:
  • Buchungsdatum im Beleg (L,S) BKPF-BUDAT
  • Belegdatum im Beleg (L,S) BKPF-BLDAT
  • Jahr (L) BSEG-GJAHR
  • Belegnummer (L) BSEG-BELNR
  • Hauptbuch (L,S) BSEG-HKONT
  • Soll-/Haben-Kennzeichen (L) BSEG-SHKZG
  • Betrag (L) BSEG-DMBTR
  • Kostenstelle (L,S) BSEG-KOSTL
  • Auftrag (L,S) BSEG-AUFNR
  • Prctr (L,S) BSEG-PRCTR
  • Text (L) BSEG-SGTXT
  • Partnergesellschaft (L,S) BSEG-VBUND
Der Vorteil der Verwendung der logischen Datenbank ist sicherlich, dass nun auch Daten aus den Belegkopf (neben Datum sind hier auch Transaktion oder Erfasser) verfügbar sind.

Nun kann die Query ebenso, wie in der vorherigen Auswertung der Tabelle BSEG noch um lokale Felder erweitert werden, so dass hier ebenfalls das Soll/Haben Kennzeichen berücksichtigt wird.

Hierfür wird innerhalb der Query mit lokalen Feldern gearbeitet.

Um lokale Felder zu definieren wird nicht direkt die Grundliste der Query bearbeitet (wo auch das Layoutdesign gepflegt wird) sondern innerhalb der Querypflege (Transaktion SQ01) mit "nächstes Bild (F6)" auf die Feldauswahl der Query gewechselt.

Über
BEARBEITEN->KURZBEZEICHNUNG
kann für die einzelnen Felder eine Kurzbezeichnung eingestellt werden. Nun werden rechts neben den Datenfeldern Eingabefelder für die Kurzbezeichnung angegeben. Hier erhalten nun folgende Felder eine Kurzbezeichnung (in der Beschreibung ist die Bezeichnung, gefolgt von der angelegten Kurzbezeichnung und des dahinter technisch liegenden Tabellenfeldes angegeben):
  • Soll-/Haben-Kennzeichen - SHKZG (BSEG-SHKZG)
  • Betrag in Hauswährung - DMBTR (BSEG-DMBTR)
  • Kostenstelle - KOSTL (BSEG-KOSTL)
  • Auftragsnummer - AUFNR (BSEG-AUFNR)
Diese Kurzbezeichnung ist notwendig, da wir auf diese dann Bezug nehmen, wenn wir ein eigens Feld mit einer Formel anlegen.

Dieses geht über

BEARBEITEN->LOKALES FELD->ANLEGEN

Dieses Lokale Feld wird dann in der Feldgruppe angelegt, in der wir uns gerade befinden. In unseren Fall also ebenfalls in der Feldgruppe der Tabelle BSEG bzw. der Bezeichnung der Feldgruppe "Belegsegment Buchhaltung".


Hierbei werden drei lokale Felder mit folgenden Eigenschaften angelegt.

1. Feld (Gebuchter Wert)
Kurzbezeichnung: WERT
Feldbezeichnung: gebuchter Wert
Überschrift: gebuchter Wert
gleiche Eigenschaften wie: DMBTR
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:
  • Bedingung: SHKZG = 'S'
    Formel: 1 * DMBTR
  • Bedingung: SHKZG = 'H'
    Formel: -1 * DMBTR

2. Feld (Identifikation ob Innenauftrag oder Kostenstelle)
Kurzbezeichnung: IAK
Feldbezeichnung: IAK
Überschrift: Innenauftrag oder Kostenstelle
Eigenschaften: Textfeld (Anzahl Zeichen: 2)
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:
  • Bedingung: KOSTL>0
    Formel: 'K'
  • Bedingung: AUFNR>0
    Formel: 'IA'
  • sonst: ''

Diese Berechnung ist möglich, da auf eine Belegzeile nicht Innenauftrag und Kostenstelle gleichzeitg ausgewiesen werden.

3. Feld (Bebuchter Kostenträger)
Kurzbezeichnung: KTR
Feldbezeichnung: Kostenträger
Überschrift: Kostenträger
gleiche Eigenschaften wie: AUFNR
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:
  • Bedingung: KOSTL+AUFNR>0
    Formel: KOSTL+AUFNR
  • sonst: ''

Sofern Kostenstellen und Innenaufträge unabhängige Nummernkreise ohne Überschneidung haben. Dieses könnte als Beispiel der Fall sein, wenn Kostenstellen mit 1* oder 2* beginnen und etwaige Innenaufträge mit 3* bis 8*.

Diese lokalen Felder können nun ebenfalls in der Grundliste der Query mit aufgenommen werden.

Ergänzung:
Eine mögliche Erweiterung dieser Query in Richtung eines umfassenden Belegjournals für die Finanzbuchhaltung könnte dabei wie folgt gestaltet sein.

 
Beschreibung Tabellenfeld
Buchungskreis BSEG-BUKRS
Jahr BSEG-GJAHR
Geschäftsmonat BKPF-MONAT
Belegnummer BSEG-BELNR
Belegart BKPF-BLART
Belegdatum BKPF-BLDAT
Buchungsdatum BKPF-BUDAT
Soll/Haben Kennzeichen BSEG-SHKZG
Hauptbuch BSEG-HKONT
Steuerkennzeichen BSEG-MWSKZ
Profit-Center BSEG-PRCTR
Kostenstelle BSEG-KOSTL
Auftrag BSEG-AUFNR
IAK Formel siehe Beschreibung
Kostenträger Formel siehe Beschreibung
Betrag Hauswährung BSEG-DMBTR
gebuchter Wert Formel siehe Beschreibung
Text BSEG-SGTXT
Zuordnungsnummer BSEG-ZUONR
Partnergesellschaft BSEG-VBUND
Bezeichnung Partnergesellschaft Zusatzfeld TEXT_BSEG_VBUND
Debitor BSEG-KUNNR
Text Debitor Zusatzfeld TEXT_BSEG_KUNNR
Kreditor BSEG-LIFNR
Text Kreditor Zusatzfeld TEXT_BSEG_LIFNR
Referenz BKPF-XBLNR
Ausgleichsdatum BSEG-AUGDT


Fazit
Insgesamt ist bei dieser Query jedoch zu beachten, dass hier ausschliesslich FI Buchungen erfasst werden. Sofern CO Buchungen (auf sekundäre Kostenarten) erfolgen werden diese nicht mit ausgegeben.

Und was ist nun mit Tee Buchungen im Modul CO?

Hierfür gibt es jedoch die Möglichkeit, wie im Artikel "Query Einzelpostenliste IST über CO Objekte (Auflösen von Innenauftrag, Kostenstelle) sowie Benutzerstammdaten und Erfassungsdatum" beschrieben, die Istbuchungen im CO und somit sowohl die fortgeschriebenen FI Buchungen auf primäre Kostenarten als auch die CO internen Buchungen auf sekundären Kostenarten mit auszuwerten. Daneben können auch Planbuchungen im CO, wie im Artikel "CO Planeinzelposten Objekt und Partnerobjekt auswerten / Mehrere Felder summieren" beschrieben, ebenfalls über eine Query ausgwertet werden.
 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Sonntag, 23. Juni 2013
12:27 Uhr

Einzelposten FI Hauptbuch (Auswertung Buchungen Partnergesellschaft)

Manchmal bereitet das Zusammenspiel zwischen FI, PSM-FM und CO durchaus Probleme, wenn im FI mit übertragene Innenaufträge auf Sammler (im Beispiel Fond LANDESMITTEL oder WIRTSCHAFTSPLAN) übertragen werden.


Ausgangslage: Keine Fortschreibung von FI nach CO für bestimmte Sachkonten (Reisekostenvorschuss)


Bestimmte Erfolgskonten werden aus FI nur nach PSM aber nicht nach CO fortgeschrieben. Als Kontierungsobjekte werden hierbei jedoch ebenfalls Innenaufträge mitgegeben denen teilweise als Fond im PSM nicht ein vergleichbares Objekt zugeordnet ist (identischer Fond wie Innenauftrag) sondern ein Sammler (im Beispiel ein Fond mit der Bezeichnung LANDESMITTEL). Ein Beispiel können hier zum Beispiel "Vorschüsse Reisekosten" sein, die zwar als Aufwand gebucht sind, aber nicht als Kosten in der KLR betrachtet werden.

Ferner soll im Rahmen der Konsolidierungsabstimmungen innerhalb eines Konzerns auch Einzelposten innerhalb des Konzerns über die Partnergesellschaft zu selektieren.

Eine Auswertung von FI Einzelposten ist zwar über das Belegjournal möglich jedoch erhält man hier keine passende Listenform, gerade dann wenn man auch Felder wie Profit-Center, Innenauftrag oder Kostenstelle mit angegeben möchte.
 

Lösungsansatz: Auswertung über Query Hauptbuch BSEG


Grundsätzlich sind alle FI Einzelpostenbelege in der Tabelle BSEG "Belegsegment Buchhaltung" zu finden. Für eine Auswertung dieser Tabelle ist jedoch zu beachten, dass hier die Werte absolut gelistet sind und nur anhand des "Soll-/Haben-Kennzeichen" erkannt werden kann, ob dieses im Ergebnis positiv oder negativ auf einen Kostenträger ausgewiesen werden soll.

Entsprechend hilfreich kann hier eine Query über das Hauptbuch beziehungsweise über die einzelnen Belege innerhalb der Tabelle BSEG sein.

Lösung

1. Infoset definieren

Grundlage der geplanten Query ist das direkte Lesen der Tabelle BSEG. Entsprechend wird diese mit allen Feldern in das Infoset übernommen. Beim Erstellen des Infosets wird hierfür die Option "Direktes Lesen der Tabelle" mit der Tabelle BSEG gewählt.

Theoretisch wäre es sicherlich auch möglich diese Tabelle direkt zu lesen (dieses könnte durch die Transaktionen SE12 beziehungsweise SE16 erfolgen), jedoch soll das "Soll-/Haben-Kennzeichen" ebenfalls bei der Auswertung berücksichtigt werden so dass die gebuchten Werte auf den entsprechenden Objekten (Kostenträger) angezeigt werden.


2. Query definieren

Hierzu besteht die Möglichkeit innerhalb einer Query zusätzlich zu dem Inhalt der Tabelle auch pber lokale Felder weitere Informationen zu den Inhalt der Tabelle anzuzeigen beziehungsweise auf Grundlage des Tabelleninhaltes mit den Werte zu arbeiten. Hierfür wird innerhalb der Query mit lokalen Feldern gearbeitet.

Um lokale Felder zu definieren wird nicht direkt die Grundliste der Query bearbeitet (wo auch das Layoutdesign gepflegt wird) sondern innerhalb der Querypflege (Transaktion SQ01) mit "nächstes Bild (F6)" auf die Feldauswahl der Query gewechselt.

Über
BEARBEITEN->KURZBEZEICHNUNG
kann für die einzelnen Felder eine Kurzbezeichnung eingestellt werden. Nun werden rechts neben den Datenfeldern Eingabefelder für die Kurzbezeichnung angegeben. Hier erhalten nun folgende Felder eine Kurzbezeichnung (in der Beschreibung ist die Bezeichnung, gefolgt von der angelegten Kurzbezeichnung und des dahinter technisch liegenden Tabellenfeldes angegeben):
  • Soll-/Haben-Kennzeichen - SHKZG (BSEG-SHKZG)
  • Betrag in Hauswährung - DMBTR (BSEG-DMBTR)
  • Kostenstelle - KOSTL (BSEG-KOSTL)
  • Auftragsnummer - AUFNR (BSEG-AUFNR)
Diese Kurzbezeichnung ist notwendig, da wir auf diese dann Bezug nehmen, wenn wir ein eigens Feld mit einer Formel anlegen.

Dieses geht über

BEARBEITEN->LOKALES FELD->ANLEGEN

Dieses Lokale Feld wird dann in der Feldgruppe angelegt, in der wir uns gerade befinden. In unseren Fall also ebenfalls in der Feldgruppe der Tabelle BSEG bzw. der Bezeichnung der Feldgruppe "Belegsegment Buchhaltung".


Hierbei werden drei lokale Felder mit folgenden Eigenschaften angelegt.

1. Feld (Gebuchter Wert)
Kurzbezeichnung: WERT
Feldbezeichnung: gebuchter Wert
Überschrift: gebuchter Wert
gleiche Eigenschaften wie: DMBTR
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:
  • Bedingung: SHKZG = 'S'
    Formel: 1 * DMBTR
  • Bedingung: SHKZG = 'H'
    Formel: -1 * DMBTR

2. Feld (Identifikation ob Innenauftrag oder Kostenstelle)
Kurzbezeichnung: IAK
Feldbezeichnung: IAK
Überschrift: Innenauftrag oder Kostenstelle
Eigenschaften: Textfeld (Anzahl Zeichen: 2)
Berechnungsvorschrift:
Hier wird eine komplexe Berechnung mit folgenden Bedingungen hinterlegt:
  • Bedingung: KOSTL>0
    Formel: 'K'
  • sonst: 'IA'

Diese Berechnung ist möglich, da auf eine Belegzeile nicht Innenauftrag und Kostenstelle gleichzeitg ausgewiesen werden.

3. Feld (Bebuchter Kostenträger)
Kurzbezeichnung: KTR
Feldbezeichnung: Kostenträger
Überschrift: Kostenträger
gleiche Eigenschaften wie: AUFNR
Berechnungsvorschrift: KOSTL + AUFNR

Sofern Kostenstellen und Innenaufträge unabhängige Nummernkreise ohne Überschneidung haben. Dieses könnte als Beispiel der Fall sein, wenn Kostenstellen mit 1* oder 2* beginnen und etwaige Innenaufträge mit 3* bis 8*.

3. Grundliste erstellen
Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen Zugriff genommen bzw. in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Dabei werden nun auch die oben angelegten lokalen Felder mit übernommen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:


Belegsegment Buchhaltung
  • Belegnummer eines Buchhaltungsbeleges (L,S) BSEG-BELNR
  • Geschäftsjahr (L,S) BSEG-GJAHR
  • Sachkonto der Hauptbuchhaltung (L,S) BSEG-HKONT
  • Soll-/Haben-Kennzeichen (L) BSEG-SHKZG
  • Betrag in Hauswährung (L) BSEG-DMBTR
    Anmerkung:Grundsätzlich könnten die Felder SHKZG und DMBTR auch nicht mit ausgegeben werden, da diese zwar als Grundlage für die lokalen Zusatzfelder (weiter oben definiert) verwendet werden, aber nicht extra ausgegeben werden müssen. Im Beispiel sind diese nur ausgegeben um den Ursprung der Werte zu verdeutlichen. Sofern der Wert ausgegeben wird, kann es hilfreich sein, diesen dann ohne Währungszeichen (Kein Währungsfeld) auszugeben)
  • Kostenstelle (L) BSEG-KOSTL
  • Auftragsnummer (L) BSEG-AUFNR

Lokale Zusatzfelder
  • Gebuchter Wert (L)
  • IAK (L)
  • Kostenträger (L)
Anmerkung:Je nach Stammdatensystematik könnte auch das Feld IAK ignoriert bzw. gar nicht erst angelegt werden.

Belegsegment Buchhaltung
  • Profitcenter (L) BSEG-PRCTR
  • Partner Gesellschaftsnummer (L,S) BSEG-VBUND
    Anmerkung: Da diese Query auch innerhalb eines Konzerns genutzt werden soll, ist auch die Partnergesellschaft hilfreich um Umsätze innerhalb des Konzerns zu konsolidieren beziehungsweise sowohl Debitoren- als Auch Kreditorenposten auszuwerten.
  • Positionstext (L) BSEG-SGTXT
    Anmerkung: Neben der reinen Wertgröße ist es sicherlich auch sinnvoll den Belegtext auszugeben um hier einen Hintergrund der Buchung zu erhalten.


Der Nachteil dieser Query ist jedoch, je nach Auslastung des Systems eine etwas längere Laufzeit (je nach Selektionsparamtern). Allerdings würde wohl auch ein Standardbericht (oder das Abspringen von der Saldenanzeige der Transaktion FS10N auf die Einzelpostenliste Zeit in Anspruch nehmen.

Ergänzung
Eine Erweiterung dieser Query ist im Artikel Query FI Einzelposten als Belegjournal - Belegsegment (BSEG) und Belegkopf (BKPF) verknüpfen beschrieben, wodurch neben den Belegpositionen auch Daten des Belegkopfes mit ausgegeben werden können.

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Mittwoch, 15. Mai 2013
18:28 Uhr

Bilanz- GuV- Struktur definieren oder nach CO-PCA kopieren

Ausgangslage
Zur Überleitung der Bilanz/GuV Struktur in die Profit-Center-Rechnung kann die Transaktion KE5B genutzt werden. Dieses funktioniert vergleichbar zum Kopieren einer Kostenartengruppe als Kontengruppe.

Die Funktion ist unter
  • Stammdaten->
  • Kontengruppe->
  • Kopieren
  • Kostenartengruppe (KE61)oder Bilanz/GuV Struktur (KE5B)
in der Profit-Center-Rechnung zu finden. Hier kann die Bilanz/GuV Struktur als Vorlage ausgewählt werden und mit einen Präfix oder Suffix versehen werden.

Auf diese Weise ist über die Transaktion KDH3 (Kontengruppe anzeigen) eine entsprechende Ansicht der Struktur auch im Modul CO in der Profit-Center-Rechnung möglich und damit auch eine entsprechende Auswertung durch Report-Wirter Berichte. Hier bieten sich zum Beispiel Mehrjahresvergleiche über verschiedene GuV Positionen an oder aber auch eine Auswertung nach GuV Konten von bestimmten Bereichen (Profit-Center).

ACHTUNG (Hinweis aus CO Sicht):
Anhand von Präfix und Sufix können auch unterschiedliche Strukturen nach CO als Kontengruppe angelegt werden. Diese haben aber dann den Nachteil, dass für jede Position eine eigene Kontenrgruppe (Set) angelegt wird. Daneben müssen Änderungen in der Struktur entweder durch erneute Kopie nachgezogen werden und darüberhinaus erhöht sich die Anzahl der Sets innerhalb des SAP System, so dass hier leicht die Übersicht verloren gehen kann. Ferner muss für eine identische Auswertung der Bilanz/GuV alle Konten der Profit-Center-Rechnung ausgewertet werden. Sollten darüber hinaus auch noch Planwerte auf einzelne GuV Positionen geplant werden, ist darauf zu achten, dass hier ebenfalls auf Ebene der Kontengruppen entsprechende Zwischensummen gebildet werden. Grundsätzlich ist es daher einfacher an einer zentralen Stelle (innerhalb des Moduls FI die Bilanz/GuV-Struktur zu pflegen.

Hin und wieder interessiert es aber gegebenfalls auch CO wie die Bilanz-/GuV-Struktur aufgebaut ist, beziehungsweise wo diese in der Finanzbuchhaltung gepflegt wird.

Pflege der Bilanz/GuV Struktur (FSE2)

Die Pflege der Bilanz-/GuV-Struktur wird im Customizing des SAP Modul FI vorgenommen.

Es befindet sich unter der Transaktion SPRO
  • Finanzwesen->
  • Hauptbuchhaltung->
  • Geschäftsvorfälle->
  • Abschluss->
  • Dokumentieren->
  • Bilanz-/GuV-Struktur definieren
Hier werden die einzelnen Strukturen aufgelistet.

Eine entsprechende Struktur kann markiert werden und die einzelnen Bilanz/GuV-Positionen eingesehen werden.

Alternativ ist dieses über die Transaktion FSE3 (Bilanz/GuV-Struktur anzeigen) bzw. FSE2 (Bilanz/GuV-Struktur ändern) möglich.

Eine entsprechende Änderung ist dann über einen Transportauftrag freizugeben und zu transportieren.

Auswertung Bilanz/GuV

Die gepflegte Struktur kann hierbei über das Hauptbuch innerhalb des Finanzwesen ausgewertet werden.

Beispielsweise über :
  • Infosystem->
  • Berichte zum Hauptbuch->
  • Bilanz/GuV/Cash Flow->
  • Allgemein->
  • Ist-/Ist Vergleiche->
  • Bilanz/GuV (bzw. die Transaktion S_ALR_87012284)
Alternativ kann eine Auswertung auch über Rechercheberichte im Modul FI (Bilanzanalyse) ausgewertet werden.Hier können auch entsprechende Planwerte ausgewertet werden.

Planwerte auf Bilanzpositionen

Sofern das neue Hauptbuch noch nicht aktiviert ist, kann mit der Transaktion FSE5N ein Planwert erfasst werden (im neuen Hauptbuch ist dieses die Transaktion GP12N).

Die Planungsfunktion ist unter Rechnungswesen>Finanzwesen>Hauptbuch>Periodische Arbeiten>Planung zu finden.

Sofern Planwerte auf eine Bilanz/GuV Positionen (bzw. einzelne Konten) erfasst sind, kann im Rahmen eines Ist-Ist Vergleich bspw. mit der Transaktion S_ALR_87012284 die bestehende Bilanz/GuV mit den erfassten Werten einer Planversion verglichen werden. Alternativ können natürlich auch passende Spalten im rahmen eines Rechercheberichtes definiert werden.
 

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Donnerstag, 11. April 2013
15:11 Uhr

Rechercheberichte im Modul FI (Bilanzanalyse)

Ausgangslage
Es soll über einen entsprechenden Zeitraum (bspw. Quartalsbericht) die GuV Struktur verglichen werden. Die Struktur ist hierbei zentral vorgegeben und unterliegt einer etwaigen Änderung, so dass nicht einfach mit Kontengruppen ein CO Bericht erstellt werden kann.

Lösungsansatz

Im Bereich des Haushaltsmanagement ist der SAP PSM Recherchebericht (siehe Artikel) ein nützliches Werkzeug um verschiedene Stammdatenhierarchien oder auch Elemente aus PSM (wie Budgets) auszuwerten. Innerhalb des Moduls CO können hier mit Hilfe von ReportWriter verschiedene Kostenartengruppen ausgewertet werden. Ein vergleichbares Tool zur Analyse von Bilanzen ist hier auch im Modul FI vorhanden.

Dieses ist im Customizing (Transaktion SPRO) innerhalb der Hauptbuchhaltung zu finden.
  • Transaktion SPRO
  • Knoten FINANZWESEN
  • Knoten HAUPTBUCHHALTUNG
  • Knoten RECHERCHEB-ERICHTE (SACHKONTEN)
Hier können Formulare und Berichte angelegt werden. Ferner können hier auch entsprechende Variablen (bspw. innerhalb der Anwendungsklasse FBR) für das Feld PERDE (Periode) die beiden Variablen &3PF für Periode von (Quartal) und &3PT für Periode bis (Quartal) hinterlegt werden. Diese sind in der Transaktion FSIV ersichtlich.


Vorgehensweise

Die Vorgehensweise ist hier vergleichbar mit der Anlage eines Rechercheberichtes im Modul PSM (siehe Beschreibung unter SAP PSM Recherchebericht)

Über die Transaktion FSI1 - Bilanzbericht anlegen kann auf die Transaktion FSI4 - Formular anlegen abgesprungen werden um ein entsprechendes Formular anzulegen, welches später dann den Bericht unter FI1 zugeordnet wird.

Hierbei können Bilanzanalysen, Bilanzkennzahlen oder Salden miteinander verglichen und in einen Bericht eingefügt werden.

Der Vorteil hierbei ist, dass nicht nur einzelne Sachkonten sondern einzelne Bilanzpositionen miteinander verglichen werden. Hierbei kann nicht nur die Bilanzsumme verglichen werden sondern auch Zeitreihen (Quartals- oder Mehrjahresvergleiche) für einzelne Bilanzpositionen verglichen werden.

Als sehr allgemein gehaltene Anleitung kann bspw. folgender Bericht erstellt werden.

1. Formular anlegen (Transaktion FSI4)

Auch hier bietet sich die Option "Zwei Koordinaten Matrix" bspw. für den Formulartyp "Bilanzkennzahl" an.

Hier sollte das Merkmal "Bil/GuV-Strukt." als allgemeine Selektion eingetragen werden. Dieses kann bspw. INT für die Handelsbilanz oder die eigene Bilanz GuV Struktur. Daneben sollte auch "Plan-/Ist-Kennz." mit 0 für die Istwerte angegeben werden.

Als Spalten können hier Geschäftsjahre als Merkmal hinterlegt werden. Dieses kann entweder als Variable oder Festwert erfolgen.

Danach können als Zeilen entweder einzelne Bilanzpositionen bspw. die Bil/GuV-Pos. des Eigenkapitals hinterlegt werden. Diese sind als Kennzahl "Bilanzwert" einzupflegen. Daneben können aber auch, so vorhanden Konstanten, ausgegeben werden.

Ferner sind hier auch Formeln möglich und weitere Aufschlüsselungen der Positionen.

2. Bericht anlegen (Transaktion FSI1)

Mit den erstellten Formular kann dann zur Maske FSI1 zurückgekehrt werden und hier der Bericht mit Selektionskriterien, Ausgabeart (klassische Recherche) und verschiedenen anderen Merkmalen

3. Ausführen des Berichtes (FSI0)
Über die Transaktion FSI0 kann dieser Bericht dann ausgeführt werden. Auch diese Rechercheberichte können gegebenenfalls als kundeneigene Transaktion angelegt werden, so dass diese direkt gestartet werden können.

Fazit
Sofern ein Quartalsbericht auf diese Weise erstellt wird kann beim Bedarf einer Anpassung des Berichtes über folgende Transaktionen erfolgen.

a) Änderung des Formulars
Hier kann die Transaktion "FSI5 - Fromular ändern" verwendet werden, so dass hier entsprechend gepflegte Merkmale erweitert oder Formeln angepasst werden können.

b) Änderung des Berichtes
Soll die Ausgabeart oder auch Kopf/Fußzeilen im Bericht ergänzt werden kann die Transaktion "FSI2 - Bericht ändern" verwendet werden.


Ergänzungen
Innerhalb des Artikels Bilanz- GuV- Struktur definieren oder nach CO-PCA kopieren wird auch noch einmal auf die Definition der Bilanz/GuV Struktur eingegangen und die Möglichkeit der Auswertung über Kontengruppen im Modul CO dargestllt, sofern alle Konten auch nach CO (bspw. in die Profit-Center-Rechnung (und sei es statistisch)) fortgeschrieben werden.

Berichtsdefinition (Formatierung des Recherchebericht)
Eine Anpassung der Merkmals- Zahlen oder sonstiger Formatdarstellung kann, wie im Artikel "Formatanzeige im Recherchebericht (Darstellung in 1 EUR)" beschrieben entsprechend als Berichtsdefinition gespeichert werden.

Literaturempfehlung:
Unter Praxishandbuch Reporting im SAP-Finanzwesen (FI Berichte und Berichtstools) habe ich auch ein passendes Buch zum Thema vorgestellt, das einen guten Einblick in das Reporting im Finanzwesen liefert.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Mittwoch, 10. April 2013
18:17 Uhr

Beleganzeige FB03 Ansicht umstellen (klassiche Darstellung nach ALV)

Ausgangslage
Ein neuer User in der Finanzbuchhaltung erhält bei der Anzeige eines Beleges (über die Transaktion FB03) eine andere Ansicht als ein anderer User mit identischen Berechtigungen. Es wird der Wunsch geäußert ebenfalls die Druckansicht eines Beleges angezeigt zu bekommen. Über Springen->Anzeigen als Liste lässt sich diese Darstellung zwar ändern, aber für jeden einzelnen Beleg sei dieses doch etwas umständlich.

Ursache
In der Beleganzeige (zum Beispiel über die Transaktion FB03) werden die einzelnen Buchungszeilen untereinander in einer Box und nicht im neuen Design mit entsprechenden Vorhebungen. Auch der Belegkopf gleicht einen Formular und nicht der gewünschten Druckansicht.

Lösung
Die Darstellungsweise der Belege kann an zwei Stellen umgestellt werden.

a) In der Beleganzeige (Transaktion FB03)
Hier findet sich die Einstellung in den Bearbeitungsoptionen (in der zweiten Symbolleiste neben Belegliste und erste Position bzw. über UMSCHALT und F4 erreichbar) hier kann die Beleganzeige unter den Punkt Belegübersicht auf "als ALV Classic Liste" statt "klassische Darstellung" umgestellt werden. Diese Einstellung gilt für die aktive Sitzung des Users und stellt sich nach einer erneuten Anmeldung wieder zurück.

b) Dauerhafte Einstellung FB00
Eine dauerhafte Einstellung kann in den "Bearbeitungsoptionen Buchhaltung" über die Transaktion FB00 vorgenommen werden. Hier muss dann auf die Registerkarte Beleganzeige gewechselt werden und auch hier besteht die Möglichkeit der Option "als ALV Classic Liste" bei der Belegübersicht auszuwählen.

Die Variante b) hat den Vorteil, dass Sie auch bei erneuter Anmeldung erhalten bleibt. Bei neu angelegten Usern kann es sein, dass hier im Standard die klassische Darstellung gewählt ist, entsprechend kann es zu einer anderen Anzeige bei Benutzern innerhalb der Buchhaltung kommen.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Donnerstag, 21. März 2013
23:32 Uhr

IBAN in der Stammdatenpflege generieren (SEPA)

Im Rahmen von SEPA ist die Pflege von IBAN bei Bankverbindungen erforderlich.

Die Deutsche Bundesbank hat auf der Seite sepadeutschland.de weitere Informationen zum Thema SEPA zur Verfügung gestellt. Ab dem 1. Februar 2014 ist die IBAN (International Bank Account Number, internationale Bankkontonummer)im inländischen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Euro im Euro-Raum verpflichtend.

Für die Stammdatenpflege im SAP Modul FI kann in der Stammdatenpflege durch die Schaltfläche IBAN bei "Zahlungsverkehr" (über die Transaktion FK02 bei Kreditoren oder FD02 bei Debitoren) ein Vorschlagwert für IBAN aus den hinterlegten Daten Land, Bankschlüssel und Bankkonto durch die Taste "IBAN" generiert werden.

Es erfolgt ein Vorschlag zur IBAN der bestätigt werden kann, so dass diese direkt übernommen werden kann und unter Zahlungsverkehr im Feld IBAN Wert hinterlegt wird.

Dieser Vorschlagwert kann dann in der Einzelstammdatenpflege übernommen werden.

Eine Massengenerierung von IBAN Vorschlagwerten ist leider nicht vorgesehen, jedoch bietet der OSS Hinweis 503396 ein ABAP Programm (RFIBAN00).

Für die Generierung von IBAN im Bereich der Personalabrechnung muss der Infotyp 0009 gepflegt werden. Dieses muss im Customizing aktiviert werden.

Der entsprechende Punkt ist im Customizing (Transaktion SPRO) unter
  • Personalmanagement->
  • Personaladministration->
  • Schnittstellen und Integration->
  • Verwendung der IBAN im Personalmanagement
zu finden.

Zur Massengenerierung von Vorschlagswerten ist hier leider kein ABAP Programm vorhanden. Jedoch weist der OSS Hinweis 1251446 auf die Transaktion IBANMD (Programm RFIBANMD) hin, die über das "IBAN hin und zurück Verfahren"
in Zusammenarbeit mit https://www.iban-service-portal.de/ einen Upload und Download empfiehlt. Zu beachten ist, dass die aus IBANMD generierte Datei als CSV (; getrennt) erstellt werden muss. In diesen Verfahren wird ebenfalls aus den vorhandenen Kontodaten eine IBAN generiert.

Beispiele für eine CSV-Datei:
IBAN-hin-Datei:
"DE";;;;;51350025;1234567890;;;;;
Der Datensatz umfasst: Land, BLZ, Kontonummer
IBAN-Rück-Datei:
"DE";;;;;51350025;1234567890;;"HELADEF1GIE";"DE34513500251234567890";;00
Der Datensatz umfasst Land, BLZ, Kontonummer, BIC (Internationale Banknummer/SWIFT Code), IBAN

Nähere Informationen zum Aufbau der IBAN sind im Beitrag IBAN-Rechner erläutert.

Eine Auswertung von Debitoren oder Kreditoren innerhalb SAP anhand der gepflegten IBAN ist im Artikel "Query über IBAN und Stammdaten Kreditor oder Debitor (Zusatztabellen in SAP Query)" ausführlicher beschrieben.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Mittwoch, 16. Januar 2013
16:15 Uhr

Query Kontenplan für Module CO, FI und PSM

Ausgangslage
Für eine Stammdatenauswertung sollen alle Buchungskonten der Module FI, CO und PSM ausgewertet werden. Dieser Kontenplan soll das Sachkonto (Modul FI), die Kostenart (Modul CO) und die mit den Sachkonto verknüpfte Finanzposition (Modul PSM) enthalten.

Voraussetzung
Grundvoraussetzung für eine Auswertung per Query, ist dass die Nummernkreise von Sachkonto und Kostenarten übereinstimmen. Dieses bedeutet, dass das Sachkonto 6543 auch als Kostenart 6543 angelegt ist. Sofern hier die Sachkonten aus FI mit den Kostenarten aus CO übereinstimmen sollte dieses kein Problem sein. Allerdings werden so reine CO Konten (bspw. sekundäre Kostenarten) nicht ausgwertet.

Problem / bzw. mögliche Fehlerquelle
Hierbei ist zu beachten, dass teilweise durch die FMDERIVE mglw. eine andere Aussteuerung der Sachkonten auf entsprechende Finanzpositionen gepflegt sein kann.

Lösung
Sofern die Voraussetzungen (übereinstimmende Nummernlogik von Sachkonto und Kostenart) erfüllt sind besteht die Möglichkeit einen modulübergreifenden Kontenplan durch Auswertung von Datenbanken zu erstellen.

1.) Infoset definieren
Über SAP Query müssen hierbei mehrere Tabellen miteinander verknüpft werden.
Folgende Tabellen enthalten die für uns erforderlichen Stammdaten:

Tabellen
SKA1 - Sachkontenstamm (Kontenplan)
SKAT - Sachkontenstamm (Kontenplan: Bezeichnung)
SKB1 - Sachkontenstamm (Buchungskreis)
CSKA - Kostenarten (Kontenplanabhängige Daten)
FMCI - Finanzpositionen Stammdaten
CSKB - Kostenarten (Kostenrechnungskreisabhängige Daten)
CSKU - Kostenartentexte
FMCIT - Finanzpositionen Texte


Folgende Felder werden hierbei miteinander verknüpft.

Verknüpfungen
Hierbei steht <--> für einen normalen Join und >LO< für einen left outer join. Die left outer joins sind erforderlich um auch Datensätze auszugeben, die nicht in allen Tabellen vorhanden sind.

SKA1-KTOPL <--> SKAT-KTOPL (Kontenplan)
SKA1-SAKNR <--> SKAT-SAKNR (Nummer des Sachkonto)
SKA1-SAKNR >LO< SKB1-SAKNR (Nummer des Sachkonto)

SKAT-KTOPL >LO< CSKA-KTOPL (Kontenplan)
SKAT-SAKNR >LO< CSKA-KSTAR (Nummer Sachkonto und Kostenart)

CSKA-KTOPL <--> CSKU-KTOPL (Kontenplan)
CSKA-KSTAR <--> CSKU-KSTAR (Kostenart)

CSKA-KSTAR <--> CSKB-KSTAR (Kostenart)

SKA1-SAKNR >LO< SKB1-SAKNR (Nummer des Sachkonto)

SKB1-FIPOS <--> FMCI-FIPOS (Finanzposition)

FMCI-FIKRS <--> FMCIT-FIKRS (Finanzkreis)
FNCI-GJAHR <--> FMCIT-GJAHR (Geschäftsjahr)
FMCI-FIPEX <--> FMCIT-FIPEX (Finanzposition)

Feldgruppen

In den einzelnen Feldgruppen der Query können eigentlich alle Felder der Tabellen übernommen werden. Da für die Finanzpositionen nur bestimmte Felder relevant sind (die Finanzpositionen sind relativ stammdatenpflegefreundlich ;-)).

Entsprechend umfassen die Feldgruppen folgende Felder:

FMCI:
FMCI-FIPOS Finanzposition
FNCI-FIVOR Finanzvorgang
FMCI-POTYP Finanzpositionstyp
FMCI-VPTYP Vortragspositionstyp der Finanzposition
FMCI-FIPUP Übergeordnete Finanzpositions

Gerade das Feld FMCI-FIPUP ist hierbei zu beachten, da anhand der übergeordneten Finanzposition die Standardhierarchie der Finanzpositionen innerhalb PSM abgebildet wird.

FMCIT:
FMCIT-BEZEI Bezeichnung
FMCIT-TEXT1 Beschreibung


2.) Query definieren
Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder der einzelnen Tabellen Zugriff genommen bzw. in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angeben, wie diese dann auch in der Query ausgegeben werden sollen:

a) Sachkonto

SKA1 - Sachkontenstamm (Kontenplan)
Sachkonto (L,S) SKA1-SAKNR
KtoG (L) SKA1-KTOKS (Kontengruppe)
SKAT - Sachkontenstamm (Kontenplan: Bezeichnung)
Kurztext (L) SKAT-TEXT20
Langtext (L) SKAT-TEXT50
SKB1 - Sachkontenstamm (Buchungskreis)
St (L) SKB1-MWSKZ (Steuerkategorie)
Sor (L) SKB1-ZUAWA (Sortierschlüssel)
FStG (L) SKB1-FSTAG (Feldstatusgruppe)
A (L) SKB1-XINTB (Kennzeichen: Konto nur automatisch bebuchbar)
Finanzposition (L) SKB1-FIPOS

Die einzelnen Daten werden bewust in der Reihenfolge ausgegeben in der die Stammdaten auch gepflegt werden.

b) Kostenart

CSKA - Kostenarten (Kontenplanabhängige Daten)
Kostenart (L) CSKA-KSTAR
CSKU - Kostenartentexte
Bezeichnung (L) CSKU-KTEXT
Beschreibung (L) CSKU-LTEXT
CSKB - Kostenarten (Kostenrechnungskreisabhängige Daten)
KA (L) CSKB-KATYP (Kostenartentyp)

c) Finanzposition

FMCI - Finanzpositionen Stammdaten
Finanzposition (L) FMCI-FIPOS
FMCIT - Finanzpositionen Texte
Bezeichnung (L) FMCIT-BEZEI
Beschreibung (L) FMCIT-TEXT1
FMCI - Finanzpositionen Stammdaten
VG (L) FMCI-FIVOR (Finanzvorgang)
P (L) FMCI-POTYP (Finanzpositionstyp)
Vo (L) FMCI-VPTYP (Vortragspositionstyp)
Übergeordnete Finanzpos. (L) FMCI-FIPUP

Hinweis zur Anwendung
Durch diese Query können nun zu den Sachkonten die entsprechende Kostenarten / Finanzpositionen ermittelt werden. Auf diese Weise kann bspw. ein Stammdatenabgleich zwischen unterschiedlichen Systemen erfolgen. Interessant in diesen Zusammenhang ist auch, dass hier die Zuordnung von Sachkonten zu "symbolischen" Finanzpositionen ersichtlich ist. Bspw. eine Zuordnung zu einer Finanzposition AFA etc..

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Samstag, 29. September 2012
12:40 Uhr

Query Anlagenbuchhaltung (Inventarliste) - AHK Wert

In einer Query für die ANlagenbestandsliste (siehe Query Anlagenbuchhaltung (Inventarliste) über logische Datenbank ADA ) wurde innerhalb der logischen Datenbank ADA das Feld ANLCV-KANSW kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten aus der Struktur ANLCV "Anlagenreporting: ANLC-Felder ergänzt um verschied" entnommen.

Im Laufe der ANwendung hat sich herausgestellt, dass die Query bei im aktuellen Geschäftsjahr angeschaffte Anlagen dieses Feld leer bleibt. Sofern nun eine Anlagenbestandsliste über einen bestimmten Anlagenwert gefiltert werden soll, ergibt sich hier ein Problem.

Ursache:

Das Feld ANLCV-KANSW umfasst die kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die bis zum Anfang des aktuellen Geschäftsjahres auf die Anlage zugegangen sind. Somit sind die im Laufe des Jahres angeschafften Anlagen hier noch mit keinen Buchwert versehen, so dass diese erst zum Jahresende ausgewiesen werden.

Lösung:

Innerhalb der Struktur ANLCV "Anlagenreporting: ANLC-Felder ergänzt um verschied" bietet sich das Feld

ANLCV-BEST_GJE "Anschaffungswert Geschäftsjahresende ( ohne Inv. förderung)" an, da hier alle Anschaffungskosten gelistet werden, so dass nun auch eine Filterung der im laufenden Jahr angeschafften ANlagen erfolgen kann.

Hinweis:

Die summierten Felder der Struktur ANLCV wie z.B. die in der Query verwendeten Felder:
ANLCV-BEST_GJE Anschaffungswert Geschäftsjahresende ( ohne Inv. förderung
ANLCV-KANSW kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
ANLCV-KNAFA Kumulierte Normalabschreibungen
ANLCV-KSAFA Kumulierte Sonderabschreibungen
ANLCV-KAAFA Kumulierte außerplanmäßige Abschreibung
ANLCV-LFD_BCHWRT Buchwert der Anlage aktuell

sollten nur als Listenfelder und nicht als Selektionsfelder gewählt werden. Eine Filterung über den Anlagenwert kann dann über die ALV Liste oder in Excel erfolgen.

Ergänzung:

Sollen auch zeitabhängige Stammdaten ausgewertet werden, bzw. die Buchungen der Profit-Center-Rechnung und der Anlagenbuchhaltung aufeinander abgestimmt werden ist auch der Artikel "Abgleich Belege in CO auf Profit-Center mit zeitabhängigen Stammdaten der Anlagenbuchhaltung bei Investitionen" relevant. Hier ist auch das Thema "Vorraussetzung für das Buchen auf Innenaufträgen in der Anlagenbuchhaltung" behandelt.

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.




Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Mittwoch, 1. August 2012
17:01 Uhr

FI-AA Anlagenbuchhaltung: Klassifizierung von Anlagen

Ausgangslage:
Für ein Reporting innerhalb der Anlagenbuchhaltung sollen im Anlagenstammsatz entsprechende Felder hinterlegt werden, die dann in einer Stammdatenliste beispielsweise in Form einer Query ausgewertet werden.

Lösung:
Innerhalb des Anlagenstammsatzes finden sich im Reiter "Zuordnungen" die Felder Ordnungsbegriffe, welche einzeln über die Feldstatuspflege eingeblendet werden können.

Innerhalb des Customizing können hierbei insgesamt fünf Ordnungsbegriffe hinterlegt werden. Dabei haben vier davon 4-stellige Ordnungsziffern und einer die Möglichkeit von 8-Stellen. Daneben können diese Ordnungsziffern dann auch entsprechende Bezeichnungen haben.

Denkbar ist es bspw. hier einen entsprechenden Nummerncode für die Mittelherkunft zu hinterlegen.

Die einzelnen Ordnungsbegriffe könenn innerhalb des Customizing mit entsprechenden Einträgen hinterlegt werden und später dann auch als Selektionsparameter ausgewertet werden.
Im Beispiel der Query wird bspw. der Ordnungsbegriff 1 für die Mittelherkunft genutzt, welche Nummern darstellen und die Texte sind dann die ausführlichen Bezeichnungen (in der Query wäre dieses dann das Feld

Zusatzfelder zu ANLAV
Text:Ordnungsbegriff 1 (L) TEXT_ANLAV_ORD41


Aber auch im Anlagenstammsatz sind diese Ordnungsbegriffe entsprechend einzusehen.

Customizing Ordnungsbegriffe:

Innerhalb des Customizing befinden sich die Pflege der Ordnungsbegriffe unter:

Transaktion SPRO
Finanzwesen->
Anlagenbuchhaltung->
Stammdaten->
Benutzerfelder

Hier gibt es die Funktionen:
"Ordnungsbeegriffe 4-stellig ausprägen" (Transaktion OAVA)
"Ordnungsbegriffe 8-stellig ausprägen" (Transaktion OAV8)

unter welchen die einzelnen Ausprägungen der Ordnungsbegriffe gepflegt werden können.

Über die Funktion "Schlüsselworte der Ordnungsbegriffe ändern"
ist es dann auch möglich die Bezeichnungen der Ordnungsbegriffe zu ändern, so dass bspw. statt "Ordnungsbegriff 1" hier auch "Mittelherkunft" ausgewiesen wird.

Diese Änderung ist dann sowohl im Anlagenstammsatz als auch als Spaltenüberschriften für Queries möglich.

Somit besteht hier im Rahmen einer Klassifizierung über diese Ordnungsbegriffe die Möglichkeit Anlagenlisten nach bestimmten Kriterien zu summieren bzw. auszuwerten. Ein Nachteil ist hierbei ggf. dass diese dann entsprechend nachgepflegt werden müssen. Wobei dieses dann auch anhand eines CATT möglich ist.


Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Dienstag, 22. Mai 2012
17:31 Uhr

Query Anlagenbuchhaltung (Inventarliste) über logische Datenbank ADA

Ausgangslage
Es soll ein Verzeichnis über alle Anlagen inklusive Bezeichnung des zugeordenten Innenauftrages, sowie Standort und Wert der Anlage. Dieses soll bspw. als Inventarliste zur Kontrolle an den einzelnen Standorten genutzt werden. Hierzu nutzen wir die Auswertungsmöglichkeiten einer logischen Datenbank.

Die Struktur einer logischen Datenbank kann in der Transaktion SE36 eingesehen werden. Hier sind auch die einzelnen Komponenten für die logische Datenbank ADA einzusehen.

Logische Datenbanken enthalten schon Verknüpfungen und können direkt als Grundlage für ein Infoset verwendet werden. Dieses hat den Vorteil, dass man nicht selbst erst einzelne Tabellenverknüpfungen erstellen muss.

Diese sind in der SE36 betrachtbar. Im Bereich HR wären dieses bspw. PNP oder PCH. Der Nachteil dieser logischen Datenbanken ist, dass hier keine weiteren Tabellen abgefragt werden können sondern diese hierarchisch von SAP festgelegt sind.

Logische Datenbanken sind bspw. BRF (für FI Belege) oder ADA (für die Anlagenbuchhaltungsdaten).


1.) Infoset anlegen

Basierend auf die logische Datenbank ADA wurden folgende Werte in Feldgruppen entsprechend der vorhandenen Struktur übernommen


Aus der Struktur ANLAV "Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ..."

ANLAV-BUKRS Buchungskreis
ANLAV-ANLKL Anlagenklasse
ANLAV-ANLN1 Anlagen-Hauptnummer
ANLAV-ANLN2 Anlagenunternummer
ANLAV-KTOGR Kontenfindung
ANLAV-AKTIV Aktivierungsdatum der Anlage
ANLAV-DEAKT Deaktivierungsdatum
ANLAV-ORD41 Ordnungsbegriff 1
ANLAV-LIFNR Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors
ANLAV-MENGE Menge
ANLAV-INVNR Inventarnummer
ANLAV-TXT50 Bezeichnung der Anlage
ANLAV-KOSTL Kostenstelle
ANLAV-STORT Standort der Anlage
ANLAV-CAUFN Innenauftrag
ANLAV-RAUMN Raum
ANLAV-KOSTLV Verantwortliche Kostenstelle der Anlage

Aus der Tabelle ANLB "Abschreibungsparamter":

ANLB-NAPRZ Prozentsatz Normalabschreibung
ANLB-NDJAR Geplante Nutzungsdauer in Jahren
ANLB-AFASL Abschreibungsschlüssel
ANLB-LGJAN Letztes Geschäftsjahr der Jahreswerte in der Anlagenbuchh.

Aus der Struktur ANLCV "Anlagenreporting: ANLC-Felder ergänzt um verschied":

ANLCV-KANSW kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
ANLCV-KNAFA Kumulierte Normalabschreibungen
ANLCV-KSAFA Kumulierte Sonderabschreibungen
ANLCV-KAAFA Kumulierte außerplanmäßige Abschreibung
ANLCV-LFD_BCHWRT Buchwert der Anlage aktuell


2.) Query anlegen

Innerhalb der Query werden nun auf folgende Felder Zugriff genommen. Bzw. in der Grundliste zugewiesen. Hierbei ist L als Listenfeld und S als Selektionsfeld zu verstehen.

Die Felder werden hier in der Reihenfolge angeben, wie diese danna uch in der Query ausgegeben werden sollen:

ANLAV - Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ...
Ordnungsbegriff 1 (S) ANLAV-ORD41
(Hier kann bspw. die Mittelherkunft gepflegt sein)
Buchungskreis (L,S) ANLAV-BUKRS
Der Buchungskreis wird mit in der Listenanzeige übernommen, so dass ein Absprung über die Berichtsschnittstelle zur Transaktion AS03 möglich ist
Standort der Anlage (S) ANLAV-STORT
Verantwortliche Kostenstelle der Anlage (L,S) ANLAV-KOSTLV
Anlagenklasse (L,S) ANLAV-ANLKL

Zusatzfelder zu ANLAV
(Hierbei handelt es sich um ein in der logischen Datenbank gepflegtes Zusatzfeld zur Struktur ANLAV)
Text:Kontenfindung (L) TEXT_ANLAV_KTOGR

ANLAV - Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ...
Menge (L) ANLAV-MENGE
Bei dieser Einheitenfeldposition sollen keine Einheit und das Feld nur ausgegeben werden, wenn es ungleich 0 ist. Hier sind entsprechende Felder in den Fenster Listenfeld markierbar.
Anlagen-Hauptnummer (L,S) ANLAV-ANLN1
Anlagenunternummer (L,S) ANLAV-ANLN2
Inventarnummer (L) ANLAV-INVNR
Aktivierungsdatum der Anlage (L) ANLAV-AKTIV
Deaktivierungsdatum (L,S) ANLAV-DEAKT
Auch hier ist markiert, dass das Feld nur ausgegeben wird, wenn es ungleich 0 ist
Bezeichnung der Anlage (L) ANLAV-TXT50

Zusatzfelder zu ANLAV
Text:Standort der Anlage (L) TEXT_ANLAV_STORT

ANLAV - Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ...
Raum (L) ANLAV-RAUMN

Zusatzfelder zu ANLAV
Text:Ordnungsbegriff 1 (L) TEXT_ANLAV_ORD41
(Feld nur ausgeben, wenn ungelich 0, hier bspw. Mittelherkunft)

ANLAV - Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ...
Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors (L) ANLAV-LIFNR

Zusatzfelder zu ANLAV
Text:Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors (L) TEXT_ANLAV_LIFNR

ANLAV - Anlagenreporting: ANLA-Felder ergänzt um Kst, ...
Kostenstelle (L,S) ANLAV-KOSTL
Innenauftrag (L,S) ANLAV-CAUFN

Zusatzfelder zu ANLAV
Text:Innenauftrag (L) TEXT_ANLAV_CAUFN

ANLACV - Anlagenreporting: ANLC-Felder ergänzt um verschiedene Summen
Hier sind alle Wertfeldpositionen mit der Option "kein Währungsfeld" versehen, da andernfalls in einer Zusatzspalte die Währungseinheit bspw. EUR mit ausgegeben werden, ferner sollen die Felder nur ausgegeben werden, wenn diese ungleich 0 sind.
kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten (L) ANLCV-KANSW
Kumulierte Normalabschreibungen (L) ANLCV-KNAFA
Kumulierte Sonderabschreibungen (L) ANLCV-KSAFA
Kumulierte außerplanmäßige Abschreibung (L) ANLCV-KAAFA
Buchwert der Anlage aktuell (L) ANLCV-LFD_BCHWRT

ANLB - Abschreibungsparameter
Geplante Nutzungsdauer in Jahren (L) ANLB-NDJAR
Letztes Geschäftsjahr der Jahreswerte in der Anlagenbuchh. (L) ANLB-LGJAN

3.) Erweiterung
Über die Berichtsschnittstelle kann dann bspw. die Transaktion AS03 für Anlage anzeigen genutzt werden, so dass hier direkt der Anlagenstammsatz genutzt werden kann.


Hierzu rufen wir wiederum über die SQ01 die Query für eine Änderung auf.
Über SPRINGEN->BERICHTSZUORDNUNG können Empfängerberichte definiert werden.

Über das „+“ (Zeile einfügen) können weitere Query eingefügt werden. Alternativ kann hier auch ein anderer Berichtstyp ausgewählt werden. Über "TR Transaktion" können hier auch die Anlagenstammsatzanzeigetransaktion (AS03) hinterlegt werden.


Eine weitere Möglichkeit ist bspw. auch eine Schnittstelle zu einer anderen Query. Bspw. ist hier eine Stammdatenliste für Kostenstellen und Innenaufträge. Aber auch sonstige Auswertungen sind hier denkbar.


Nachtrag
Besser geeignet für den aktuellen AHK Wert ist das Feld:

ANLCV-BEST_GJE "Anschaffungswert Geschäftsjahresende ( ohne Inv. förderung)

Siehe Artikel:
Query Anlagenbuchhaltung (Inventarliste) - AHK Wert

Nachtrag 2 (2016)

Alternative Auswertung über Profit-Center-Rechnung sowie Bewegungsarten:

Da das Thema Auswertung der Anlagenbuchhaltung mit Mittelherkunft und Profit-Center immer wieder aktuell angefragt wird, habe ich im Artikel "Zusammenfassung Query über Anlagenzugang - Auswertung Investitionen aus Profit-Center-Rechnung" eine ausführlichere Darstellung der Möglichkeiten  inklusive eines Abschnitts zum Thema "Hintergrund: Anlagenzugänge über Bewegungsart und Buchungskonto selektieren" ergänzt.



 

Hinweis:

Eine kurze Einführung in das Thema SAP Query habe ich im Artikel
"Grundlagen Kurzeinführung und Handbuch SAP Query" beschrieben und hoffe Ihnen hier eine Einführung ins Thema bieten zu können.



 

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Montag, 18. Januar 2010
07:21 Uhr

Belegart bei Buchungstransaktionen (FB50, FB60) vorbelegen

Problem:
Beim Buchunen über die SAP Enjoy Transaktion FB50 "Sachkontenbuchung Einbildtransaktion" soll das Feld Belegart keinen Wert enthalten, so dass hier direkt eine Belegart eingetragen werden kann.

Lösung:

Innerhalb des Customizing (Transaktion SPRO) kann über

Finanzwesen->
Hauptbuchhaltung->
Geschäftsvorfälle->
Sachkontenbuchung->
Sachkontenbuchung Enjoy->
Belegarten für Enjoy-Transaktionen definieren

für SAP Enjoy Transaktionen entsprechende Geschäftsvorfälle zu Belegarten buchungskreisabhängig hinterlegt werden.

In der Tabelle werden folgende Daten hinterlegt:
Buchungskreis;Kontoart;Vorgang (Rechnung,Gutschrift) sowie die Belegart.

Als Kontoarten können Anlagen, Debitoren, Kreditoren, Material und Sachkonten hinterleght werden. Sofern der Vorgang nicht ausgewählt wird gelten die Einstellungen sowohl für Rechnung als auch Gutschrift. Für die Belegarten gibt es eine Auswahlhilfe (F4), so dass hier eine der gepflegten Belegarten ausgewählt werden kann.

Ist hier kein Vorschlagswert hinterlegt, so wird bspw. bei der Transaktion FB50 die Belegart "SA" hinterlegt, so nicht über den Userparameter BAR eine andere Belegart festgelegt ist.

Um diesen Wert als "BLANK" / ohne Wert vorzubelegen ist es erforderlich, dass im Customizing der Enjoy-Transaktion zwar der Vorgang aber keine Belegart hinterlegt ist, andernfalls zieht sich SAP die Standardwerte oder einen entsprechenden Userparameter.

Ergänzung
Sofern bspw. für die Kombination Buchungskreis, Kontoart = Kreditoren, Vorgang = Rechnung als Belegart KR für Kreditorenrechnung hinterlegt ist, wird diese Belegart für die Transaktion FB60 gezogen und könnte bei der Buchungserfassung mit einer anderen Belegart überschrieben werden. Sofern unterschiedliche Belegarten (als Beispiel für andere Geschäftsbereiche) genutzt werden, muss darauf geachtet werden, dass hier nur eine Belegart hinterlegt werden kann und nicht pro User eben diese hinterlegt werden kann.

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Donnerstag, 12. Februar 2009
07:46 Uhr

Länderspezifische Einstellungen / USt.ID LU

Ausgangslage:
Beim Anlegen eines Debbitors aus Luxemburg erfolgt die Fehlermeldung "Umsatzsteuer-Id.Nr. muß die Länge 11 haben". Allerdings ist die Ust-Id. in Luxemburg zehnstellig (LU + 8 Ziffern).

Lösung:
Länderspezifische Einstellungen können innerhalb des Customizing (SPRO) unter

(SAP Netweaver->)
Allgemeine Einstellungen->
Länder einstellen->
Länderspezifische Prüfungen einstellen


oder alternativ mit der Transaktion
OY17 "Feldprüfungen der Länder"

eingestllt werden. Hier können Felder wie Postleitzahl, Bankschlüssel oder eben auch oder die USt.ID-Nummer formal geprüft werden. Hier werden jeweils Feldlängen und Prüfregeln hinterlegt werden.

So sollte hier bspw. für LU Luxemburg als Länger der USt.ID-Nummer 10 und als Prüfung 3 "Länge exakt einzuhalten, lückenlos" eingestellt werden.

Das entsprechende Customizing ist mandantenabhängig.

Nachtrag:
Der Aufbau von internationalen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist auf der Seite des Bundeszentralamtes für Steuern erläutert.

Unter
Startseite
-> Steuern International
-> USt-Identifikationsnummer

findet sich auch ein Merkblatt zum Aufbau der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) in den EU-Mitgliedstaaten.

Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
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Mittwoch, 27. August 2008
12:04 Uhr

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Pressemitteilung vom 21. Mai 2008 des Bundesministerium der Justitz:
Bundesregierung beschließt modernes Bilanzrecht für die Unternehmen in Deutschland.

Hintergrund ist u.a. das BilMoG - Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.

Der HAUFE Verlag veröffentlicht zu diesen Thema ein Themen-Spezial zum BilMoG.


Hinweis: Aktuelle Buchempfehlungen besonders SAP Fachbücher sind unter Buchempfehlungen inklusive ausführlicher Rezenssionen und Bestellmöglichkeit zu finden.
Diesen und weitere Texte von Andreas Unkelbach finden Sie auf http://www.andreas-unkelbach.de


Mittwoch, 27. August 2008
11:38 Uhr

Besteuerung von Hochschulen

Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung bietet auf der Seite hochschulkurs.de einige Seminare rund um das Themengebiet Hochschulen an.

Unter anderen sind hier Unterlagen zum Workshop Besteuerung von Hochschulen (Vertiefungs-Workshop) zu finden.

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Dienstag, 5. Februar 2008
10:16 Uhr

Workflow Kostenstelle und Innenaufträge (Module CO, PSM)

Ausgangslage:

Bei der Auswertung von Abteilungen wurde nicht nur das Intervall der Finanzstellen ausgewertet sondern auch die Finanzstellengruppe.


Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Auswertung innerhalb einer Abteilung:

a) Intervall von Finanzstellen
Unproblematisch, da hier keine aussen vorgelassen wird.

b) Nutzung der Finanzstellenhierarchie
In der Stammdatenpflege wird in einer Hierarchievariante die übergeordnete Finanzstelle angegeben.
Diese Finanzstellenhierarchie kann dann bei Auswertungen genutzt werden, indem die übergeordnete Finanzstelle einer Abteilung bspw. 501 für die untergeordneten Finanzstellen
der Abteilung 501 (umfassen die Finanzstellen 5010000 bis 5010245), so dass hier die untergeordneten Finanzstellen genutzt werden können.
Hierbei ist in den einzelnen Finanzstellen die übergeordnete Finanzstelle eingepflegt, so dass hier bei sauberer Stammdatenpflege kein Problem entstehen dürfte.

c) Finanzstellengruppe
Analog zur Kostenstellengruppe sind hier die einzelnen Finanzstellen als zusätzliches Stammdatum gefplegt. Die Finanzstellengruppen sind hier zusätzlich zu den Stammdaten zu pflegen.

Lösung

Um die Zusammenhänge der Stammdaten zu beachten kann es sinnvoll sein sich einen Workflow (Ablaufplan) für die Stammdatenpflege bei Kontierungselementen anzulegen.

Beispiel Workflow Kostenstelle

1. Profitcentergruppe innerhalb der Standardhierarchie (Transaktion KCH5)
2. Profitcenter anlegen (Transaktion KE51)
3. Kostenstelle mit Verweis auf Profitcenter Landesmittel (Transaktion KS01) und Kostenstellenhierarchie
4. Finanzstelle anlegen (Transaktion FMSA)
Achtung Finanzstellenhierarchie beachten!!!
5. Finanzstellengruppe pflegen
6. Berechtigungen
Ggf. Rollen und Berechtigungskonzept anpassen


Beispiel Workflow Projekte
1. Profitcentergruppe innerhalb der Standardhierarchie (Transaktion KCH5)
2. Profitcenter anlegen (Transaktion KE51)
3. Innenauftrag mit Verweis auf Profitcenter Auftrag anlegen (Transaktion KO01)
- Auftragsart
- Profitcenter
- verantwortliche Kostenstelle
- Abrechnungsregeln
4. Fond anlegen: (Transaktion FM5I)
Budgetprofil: ??
Finanzierungszweck ??

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Tags: FI CO PSM

Permalink - SAP
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Freitag, 18. Januar 2008
10:17 Uhr

SAP BC: Kreditor/Debitor Berechtigungen

Sollen nur bestimmte Kreditoren / Debitorendaten ausgewertet werden können hier ebenfalls bei Kreditoren unter Allgemeine Daten / Steuerung (Kontosteuerung) im Feld Berechtigung bzw. bei Debitoren unter Steuerungsdaten ebenfalls im Feld Berechtigung eine Berechtigungsgruppe eingepflegt werden.

Über die Berechtigungsobjekte:

Debitoren:
F_BKPF_BED
F_KNA1_BED

Kreditoren:
F_BKPF_BEK
F_LFA1_BEK

können dann Aktivitäten zugewiesen werden.

Zu Beachten ist hierbei, dass bei einer evtl. Auswertung eines Debitorernbeleges dann die Buchungszeile des Debitor nich angezeigt wird (BS 01).

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Freitag, 18. Januar 2008
10:05 Uhr

SAP BC: Personalkontenberechtigungen

Sollen Infouser innerhalb Fachabteilungen nur bestimmte Konten auswerten können, kann es sinnvoll sein hier Berechtigungsgruppen für bestimmte Konten zu verwenden.

Hier kann in Sachkonten unter Steuerungsdaten eine Berechtigungsgruppe zugewiesen werden. Dieses Feld ist frei definierbar.

Über die Berechtigungsobjekte F_SKA1_BES und F_BKPF_BES können Aktivitäten in Verbindung mit den Berechtigungsgruppen zugewiesen werden (bspw. Aktivität 03 Anzeige).

ACHTUNG:

Wird das Modul Public Sector Management (ehemals FM bzw. PSM) eingesetzt. Ist eine solche Berechtigungsgruppe auch bei den Finanzpositionen (Kontierungsobjekt analog der Sachkonten) einzutragen.

Die Berechtigungen werden in PSM über die Berechtigungsobjekte

F_FICA_FPG
und
F_FICA_TRG

zu pflegen. Alternativ könnte man über das Berechtigungsobjekte

F_FICB_FPS
und
F_FICA_FTR

auch einzelne Finanzpositionen innerhalb des Berechtigungsfeldes FM_FIPOS für eine Auswertung im Haushaltsmanagement einstellen.

Eine Verwendung von Berechtigungsgruppen bei Finanzpositionen würde jedoch eine einfachere Datenpflege ermöglichen.

Die Berechtigungsgruppen könnten auch für Finanzstellen und Fonds genutzt werden, jedoch ist hier oftmals eine direkte Zuweisung der betroffenen Fonds und Finanzstellen übersichtlicher und dokumentationstechnisch genauer.

Eine andere Alternative ist die Berechtigungssteuerung von Personalkostenbuchungen anhand der Belegarten (siehe Artikel Belegartberechtigung F_BKPF_BLA. Dieses ist auch ein wenig flexibler als die reine Steuerung über Sachkonten.

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